Entdecke Deinen Wohlfühlort

Entdecke Deinen Wohlfühlort

Hey,

gerade ist meine Patentante aus Niederbayern für 7 Tage zu Besuch bei mir. Wir besuchen neue Orte, haben Zeit zum Plaudern, relaxen, essen etc. Und Du kennst das sicherlich auch: Wenn Besuch da ist, dann treten wir für eine kleine Weile aus unserem Alltag heraus und lernen manchmal auch neue Orte kennen oder erinnern uns an alte.

So ist es auch bei mir. Als ich vor ca. 20 Jahren eine heftige Krise hatte, fuhr ich zu meiner Patentante und ihrem Mann und Tochter nach Niederbayern und machte einige Tage Erholungsurlaub vom Drama;)

Denn dort war irgendwie alles anders …

das Essen, der Umgang, das Haus, der Garten, das Miteinander …

es war ein Ort der Erholung und Inspiration für mich.

Ich kam in Berührung mit spirituellen Schriften, wie z. B. „Die Autobiografie eines Yogi“ oder auch „Siddharta“ von Hermann Hesse. Dort fand sozusagen meine spirituelle Initialzündung statt;)

Ich war neugierig und entdeckte eine neue Sicht auf die Welt und auch eine neue Sicht auf mein Drama. Ich konnte mich von mir selbst erholen, von meinen Ansichten und Meinungen über mich und die anderen.

Und das Spannende: im Rückblick erinnere ich mich nicht mehr an das ganze „Herzeleid“ oder den Kummer, sondern an die schönen Momente, die mich inspirierten und mir neue Kraft schenkten. An das, was ich „mitgenommen“ habe und an das, was ich dort lassen konnte.

Vielleicht hast auch Du einen solchen Ort, wo Du hingehen kannst, wenn es Dir mal nicht so gut geht?

Vielleicht warst Du ja auch mal bei einer guten Freundin oder einem guten Freund, die Dich so annehmen konnten, wie Du gerade warst. Die Dich lassen konnten, wie Du warst.

Diese Menschen sind von unschätzbarem Wert und wissen oft gar nicht, wie wichtig sie sind, weil sie einfach sind, wie sie sind.

Und überleg‘ mal: Was hat diese Orte oder diese Menschen zu so etwas Besonderem für Dich gemacht?

Es ist wichtig, dass wir solche „Orte“ haben und wenn wir noch keine haben uns solche zu suchen … oder zu erschaffen.  

Gestalte Dir Deinen Wohlfühlort

Wenn Du gerade keinen besonderen Ort hast, dann gestalte Dir doch einen in Deinem Inneren.

Nutze Deine Phantasie und „beame“ Dich in Deiner Vorstellung an einen besonderen Ort.

Kreiere Dir Deinen Lieblingsplatz und statte ihn mit all‘ den Dingen aus, die Dir wichtig sind.

Oder betrete Deinen ganz persönlichen Inneren Raum. Im folgenden Link findest Du eine angeleitete Meditation von mir: Klick hier!

Trübe-Tage-Phasen

Wenn Du mal eine „Trübe-Tage-Phase“ hast, dann bleib‘ bitte nicht auf Deinem Sofa sitzen, sondern bewege Dich. Lade Dich selbst bei anderen ein oder nimm‘ die Einladung von anderen an.

Verlasse Deine Komfortzone, mach‘ Dich auf, sonst ziehst Du Dich selbst runter.

Beweg‘ Deinen Popo und verschaff‘ Dir selbst neue Eindrücke und Sichtweisen.

Die Welt ist Gott sei Dank voll davon;)

Ich wünsche Dir eine herrliche Woche und sende Dir entspannte Grüße.

Deine Jeanette

 

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Wie Eltern besser entspannen können – ein Interview

Wie Eltern besser entspannen können – ein Interview

Interview mit dem Journalisten Thomas Wübker für das Familienmagazin Klecks – das Familienmagazin für Lingen, Meppen und Umgebung. Den ganzen Artikel kannst Du Dir hier online anschauen. Klick hier!

Wichtig für Dich zu wissen: Ich habe selbst keine Kinder. Aber zwei Neffen. Und meine Klienten haben Kinder. Und manche sind schon weiter in Sachen Entspannung als andere. Seine Entspannungsfähigkeit nimmt man sozusagen „mit“. Wenn man vor der „Kinderzeit“ gut entspannen konnte, wird man es danach auch können.

Und was für Menschen ohne Kinder gilt, gilt auch für Menschen mit Kindern.

Daher ist es völlig ok, dass ich auch als Nicht-Mutter über Entspannung von Eltern schreibe;) Außerdem bin ich regelmäßig im Austausch mit Müttern und Vätern und weiß, was wirklich beim Thema Entspannung hilft und was weniger. Deshalb sind meine Antworten – denke ich – auch ganz praktisch und alltagstauglich.

 

  1. Ist es hilfreich, wenn Eltern ihre Kinder bei der Oma „parken“ und sich mal in die Sauna setzen oder vielleicht auch eine Massage gönnen?

Ja, klar. Auf alle Fälle.

Es gibt ein afrikanisches Sprichwort, das besagt:

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen!“

Einige Eltern plagt dann aber oft das schlechte Gewissen oder sie wollen die Großeltern nicht zu oft in Anspruch nehmen oder nur in Notfällen.

Am wichtigsten ist für viele Elternteile und mehr für die Mütter auch die mentale Entspannung.

Also mal den Kopf frei zu bekommen von den ganzen Fragen die einen plagen oder die den Haushalt und die Kindererziehung betreffen:

  • „Was muss ich noch machen…!“

  • „Was darf ich nicht vergessen?“

  • „Was soll ich morgen kochen?“.

Aber auch „kleine“ Auszeiten von 10 Minuten sind wichtig und sollten auch ohne Oma und Opa immer mal wieder in den Alltag eingebaut werden mit gutem Gefühl.

Ich nenne das Arbeit im Außen und Arbeit im Innern:

Also die Arbeit im Außen ist alles, was mit der Kindererziehung, dem Job, dem Haushalt und Garten etc. zu tun hat. Das läuft ja eh meistens.

Aber was zu kurz kommt ist die „Arbeit im Innern“, also die mentale Hygiene, der seelische Hausputz oder die psychische Entspannung auf dem Sofa.

In unserer Gesellschaft ist oft nur die Arbeit im Außen wertvoll.

Und wenn sich eine Mutter mal Ruhe auf dem Sofa gönnt, denkt sie gleich, sie sei faul.

Oder die Gedanken an all das, was noch zu tun ist und jetzt ja liegen bleibt, gehen ihr durch den Kopf.

Das muss gelernt und immer wieder geübt werden und daher ist es wichtig, das einfach umzudeuten, also das „Sofaerlebnis“ als Arbeit im Innern zu bezeichnen.

Ideal wäre eine 50-50-Aufteilung: 12 Stunden Arbeit im Außen. 12 Stunden Arbeit im Innern.

Das ist für viele natürlich nicht so einfach umsetzbar. Aber die ersten Veränderungen finden ja bekanntlich immer im Kopf statt;)

  1. Kann man Entspannung für Eltern aufteilen, also mal kriegt die Mama freie Stunden, dann der Papa?

Unbedingt. Gerade wenn die Babys auch nachts gefüttert werden wollen oder in der Kleinkindzeit, dann gehen alle Eltern über kurz oder lang auf dem Zahnfleisch.

Der Schlaf fehlt und man reagiert gereizt, genervt und ist mies drauf. Das ist völlig normal.

Gerade dann ist es wichtig, sich über Tag die Ruhezeit in Form eines Kurzschlafs, dem sog. „Power-Napping“ zurückzuholen. Da reichen dann auch wirklich nur 10-20 Minuten und der Körper erholt sich.

Bei den meisten Paaren übt ja die Frau den „Mutter-Beruf“ zuhause aus und der Mann geht tagsüber zum Arbeiten woanders hin.

Daher sollten sich Eltern unbedingt in den Nächten abwechseln z. B am Wochenende.

Damit das funktioniert, müssen Paare miteinander „reden“ und gemachte Absprachen unbedingt eingehalten werden, damit der andere nicht enttäuscht oder gefrustet ist und es an anderer Stelle zu Konflikten kommt. Dass sich die Eltern als Team erleben und nicht der andere nur denkt: „Toll, ein anderer macht’s!“

Viele Mamas haben Probleme mit dem „Loslassen“, also den Fragen:

  • „Macht mein Mann das überhaupt gut genug?“

  • „Kriegt der das hin?“

  • „Rührt er den Brei nicht zu heiß an?“

  • „Findet es das Lieblingskuscheltier?“

Und so setzen sich oft Mütter noch zusätzlich mit ihren eigenen Ansprüchen unter Druck.

Papas machen es anders als Mamas. Weder besser noch schlechter nur anders.

Das zu akzeptieren und das Vertrauen in den Partner hilft enorm, um sich vor allem kopfmäßig zu entspannen.

  1. Wie kann man sich als Eltern nachhaltig entspannen?

Wenn es um dieses Thema geht, lachen viele Mütter;) Wie soll das denn mit Kindern gehen???

„Aber es gibt soooo viele Möglichkeiten und man muss ja nicht gleich das Riesenprogramm auffahren, für das man ja eh keine Zeit findet.“ sagt meine Schwägerin.

Die Kommunikation zwischen den Partnern sei dabei essentiell. Und wenn die Eltern es schaffen, sich regelmäßig, also zum Beispiel 14-tägig gemeinsame Zeit zu erlauben und sich das echt zu gönnen, ohne sich gleich als egoistische oder schlechte Eltern zu fühlen, dann ist schon viel gewonnen.

Und dann NICHT über die Kinder oder Erziehungsprobleme etc. zu sprechen, sondern über andere Dinge. Mal ein gemeinsamer Kinobesuch oder Freunde treffen. Auch der Austausch mit anderen Eltern ist wichtig, denn die Eltern erleben: „Gott sei Dank. Wir sind nicht allein!“

Männer gehen gerne ihrem Hobby nach und entspannen sich körperlich beim Sport am besten.

Da ist es wichtig, dass ihnen diese Möglichkeit weiter eingeräumt wird und die Mutter am Weekend dann andere Entspannungsmöglichkeiten bekommt, die ihr gut tun.

Die Mamas sollten aber auch ihre „früheren“ Hobbies wieder aufnehmen und sie nicht in die ferne Zukunft verschieben.

Doch hier muss jeder seinen eigenen Weg finden, denn jeder entspannt ja anders. Was dem einen gut tut, findet der andere einfach nur stressig;) Wichtig ist, das TUN!

Und last but not least:

Dass die Eltern sich auch als Paar nicht vergessen, die auch mal ein Leben vor den Kindern hatten.

Männern entspannt Sex. Frauen brauchen Kuschelzeit. Und wenn das zu kurz kommt, geht der Eros flöten.

  1. Gibt es Methoden, in denen Eltern mit ihren Kindern zusammen Entspannung finden?

Klar. Zum Beispiel beim Spiele spielen, malen, basteln, backen – je nach Alter der Kinder.

Da sind alle sowas von im Hier und Jetzt und denken nicht immer darüber nach, was später noch gemacht werden muss. Da fahren auch die Eltern so richtig schön runter.

Diese gemeinsame Familienzeit kann auch mit einer gemeinsamen Mahlzeit am Tag am Tisch so richtig schön zelebriert werden. Selbst wenn es heiß her geht am Tisch.

Und manchmal tut es eben auch ein schöner Kinderfilm, den sich alle zusammen auf der Couch anschauen.

Also wieder Runterschrauben der eigenen Ansprüche, man müsste was total Innovatives machen. Das mega Wellness-Wochenende für die gesamte Familie taugt da meistens nicht ganz so viel, weil das auch schon wieder stresst.

Es sind immer die kleinen Dinge des Alltags, die entspannen und die auch dauerhaft umgesetzt bzw. in den Alltag integriert werden können. Kinder sind für sooo Vieles zu begeistern und schon durch „Kleinigkeiten“ selig. Und Eltern eigentlich auch;)

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  1.  ‚Wie komme ich als gestresste Mutter oder Vater dazu, im Alltag Entspannung zu finden und vielleicht sogar mich nicht vom Alltag stressen zu lassen?

Kinder helfen einem normalerweise beim mentalen und körperlichen Herunterfahren.

Beim Spiel mit dem Kind zum Beispiel sollte auch nur das Kind und das „Bauprojekt“ im Vordergrund stehen und nicht neben her noch die Emails oder die WhatsApp-Nachrichten gecheckt werden, weil man denkt, dadurch Zeit zu sparen. Dann verpufft diese wertvolle Erholungszeit.

Außerdem müssen unbedingt die eigenen Ansprüche heruntergeschraubt werden.

Die eigene Unvollkommenheit immer wieder als vollkommen betrachten.

Denn Stress entsteht nur in unserem Kopf und hängt stark davon ab, wie wir etwas bewerten. Es sind nie die Dinge an sich, die Problem verursachen, sondern meist unsere Einstellungen und Bewertungen dieser Dinge. Das wussten auch schon die alten Griechen.

Die „Arbeit im Außen“ kann an der Garderobe abgegeben werden. Wenn Feierabend ist, dann sollte auch Feier-Abend sein. Nicht sofort über die Arbeit sprechen.

Feierabend-Rituale einbauen:

  • „Wenn ich vom Job nach Hause, höre ich immer den gleichen Song und sag mir selbst: Jetzt ist Feierabend.“

  • „Wenn ich zuhause bin, zieh ich mich erstmal um und schlüpf in meine Wohlfühlklamotten“

Sonst hat man am Abendbrottisch nicht den Vater oder die Mutter sitzen, sondern die Lehrerin oder den Arzt, die Bankkauffrau oder den Versicherungsmakler.

Männer müssen beim Nachhausekommen erstmal „Abschaltzeit“ bekommen, ohne gleich in Beschlag genommen zu werden. Sie müssen erstmal ankommen und ihre „Arbeits-Rolle“ ablegen.

Dafür reichen häufig schon 10 Minuten. Aber die sind wichtig.

Das müssen Frauen wissen, damit sie ihren Göttergatten nicht gleich im Hausflur mit allen News des Tages überfallen. Für viele Frauen ist das unverständlich, da sie ganz anders ticken.

Aber für Männer ist dieses entspannte Ankommen essentiell.

Und immer und immer wieder … sich Ruhepausen und kurze Auszeitphasen gönnen und ganz wichtig: dies als Notwendigkeit erachten.

Sich selbst die Erlaubnis geben, sich entspannen zu dürfen.

Eltern müssen miteinander reden. Kommunikation ist alles. Aber nicht die endlose Kommunikation, sondern die regelmäßige über Alltägliches und Schönes.

Nicht permanent Probleme diskutieren, denn das ist zermürbend. Sondern Alltägliches und Schönes besprechen. Was planen. Sich auf was freuen.

 

  1. Was geschieht, wenn Eltern sich nicht entspannen können und sich vom Stress vereinnahmen lassen?

Wer nicht gelernt hat oder lernt, gut auf sich selbst zu achten, der wird über kurz oder lang, ob mit Kind oder ohne unzufrieden.

Dafür gibt es ein schönes neues Wort.

Man nennt das SelfCare, also die Selbstfü(h)rsorge. HIerbei steht die Frage im Vordergrund:

„Kümmer‘ ich mich gut um mich?“

Das lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen:

Wenn jemand eine Flugreise macht, dann sagt der Steward oder die Stewardess oft bevor der Flieger abhebt.

„Im Falle eines Druckabfalls kümmern sie sich bitte zuerst um sich und erst dann um ihren Nachbarn“.

Das ist praktizierte Selbstwertschätzung mit gesundem Egoismus.

Wer sich nicht entspannen oder nicht runterfahren kann, der gefährdet seine Beziehung. Denn nichts ist unsexier, als ein gereizter und überspannter Partner.

Man gefährdet sein Gesundheit, denn es gibt auch genügend Mütter mit Burnout.

Man wird dünnhäutiger, reagiert gereizter, fühlt sich permanent überfordert und der Selbstwert leidet.

Außerdem tauchen Schlafstörungen auf und das wiederum führt zu mieser Laune.

Man fühlt sich irgendwann als der letzte Schlumpf auf Gottes Erdboden und beginnt an allem zu zweifeln – sogar an der Beziehung.

Wer das länger als 14 Tage bei sich beobachtet, muss dringend gegensteuern.

Und der erste Schritt ist die Bewusstwerdung: „Ach so ist das!“

Erst dann kann was verändert werden.

Und Kinder spüren es, wenn die Eltern unter Stress stehen. Sie fordern noch mehr Aufmerksamkeit, sind unruhig und unausgeglichen. Größere Kinder ziehen sich eher zurück und machen dicht. Sie reagieren ebenfalls mit Stresssymptomen auf den Stress der Eltern, der sich auf sie überträgt.

Kinder sind wie Spiegel. Sie erinnern die Eltern durch ihr Verhalten daran, wann die Eltern den Bogen einfach überspannt haben und jetzt besser in den Ent-Stressungsmodus fahren sollten.

Wenn sich dennoch der Stresslevel durch solche Maßnahmen nicht runterfahren lässt, dann sollte man unbedingt auch externe Hilfe in Anspruch nehmen. Das gehört auch zur Verantwortung von Eltern und zur Psychohygiene. So können Eltern ihren Kindern auch Vorbild sein und ihnen zeigen, wie man selbstverantwortlich mit „schwierigen“ Lebensphasen umgeht und es kein Beinbruch oder ein Zeichen von Schwäche ist, um Hilfe zu bitten, sondern ein Zeichen von Stärke.

 

Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, dann freue ich mich über einen Kommentar.

Danke Dir.

Deine Jeanette 

 

Stressige Zeiten?

Stressige Zeiten?

Ein häufiges Hindernis auf unserem Weg zu mehr Gesundheit und Gelassenheit ist zu viel STRESS. Jeder Mensch erlebt Stress anders und für jeden sind andere Situationen stressig.

Nicht jeder Mensch reagiert in der gleichen Situation gleich.

Was den einen stresst, macht dem anderen gar nichts aus. Doch Du kannst lernen, mit dem Stress besser umzugehen und sogar von ihm lernen, ein relaxtes und entspanntes Leben zu führen.

Denn: Ob Du etwas als stressig erlebst oder nicht, hängt von Deiner Einstellung ab. Und die kannst Du ändern!

Die Stresslehre – effektive Stressbewältigung

Man kann vereinfacht sagen, dass es 2 Arten von Stress gibt:

  1. EU-Stress

  2. Dis-Stress

Eu-Stress wird vom Menschen als positiv, als anregend erlebt, z. B. eine überwältigende Hochzeit, eine schöne Geburtstagsparty, ein profitabler Vertragsabschluss, eine lang ersehnte Gehaltserhöhung, die Geburt eines Kindes.

Eu-Stress befähigt unserem Organismus optimal zu handeln. Er macht uns kreativ und lässt uns die Schönheit in allem erkennen. Eu-Stress beflügelt.

Dis-Stress wird als negativ erlebt, weil die Ressourcen eines Menschen, seine Fähigkeiten, seine Konstitution, sein Gesamtzustand mit den vorherrschenden Anforderungen korrelieren, d. h. man glaubt, der Situation nicht gewachsen zu sein, fühlt sich überfordert, klein und unbedeutend.

Das Selbstwertgefühl leidet und der Mensch fühlt sich körperlich, geistig und mental gestresst.

Der Körper schüttet Stresshormone aus und bereitet den Körper auf Flucht (nix wie weg hier) oder Kampf (Engagement…ich will mehr davon) vor. Wenn beide Aktionen keinen Erfolg mehr versprechen, fällt der Organismus zusammen: er gibt auf, was sich in Depressionen, Panik, Schockzuständen und dem Burnout widerspiegelt.

Was passiert, wenn der Flucht-Kampf-Mechanismus aktiviert wird?

Stress wird zunächst als Stimulus wahrgenommen. Unser Körper bereitet uns auf die bevorstehende Reaktion vor, auch wenn diese nur im Kopf stattfindet vor. 

Ausschüttung von Adrenalin, Cortisol und anderen Stresshormonen

In Stresssituationen schüttet der Körper neben Adrenalin und Noradrenalin auch das Hormon Cortisol aus, das unseren Organismus evolutionsbedingt auf Kampf oder Flucht vorbereiten soll. 

Stimulierung des Sympathikus

Der Sympathikus – ein Teil des vegetativen Nervensystems sorgt für mehr Muskelanspannung, Beschleunigung von Herzschlag, Erhöhung des Blutdrucks sowie der Atemfrequenz. Eine vermehrte Schweißabsonderung sorgt für eine präventive Kühlung des Körpers.

Verlangsamung des Parasympathikus

Der Parasympathikus ist der Gegenspieler des Sympathikus. Er reduziert die Verdauung und vermindert die Ausscheidung.

Verlangsamung der Immunabwehr

Alle verfügbare Energie muss jetzt für das „Überleben“ investiert werden, daher werden Bakterien, Viren oder freie Radikale vorübergehend nicht mehr bekämpft. Wir werden infektionsanfälliger oder fühlen uns nach einem stressigen Tag wie gerädert.

Verlangsamung von Reparaturarbeiten

Da sich der Körper auf Flucht oder Kampf einstellt, werden auch Reparaturarbeiten eingestellt, wodurch Wunden langsamer heilen und der Körper sich nicht mehr so schnell erholt.

Reduzierung der Aufmerksamkeit auf das Bedrohliche

Wir haben einen Tunnelblick und übersehen dadurch leicht Gefahren z. B. im Straßenverkehr, da unsere Konzentrationsfähigkeit nachlässt, wodurch die Unfallgefahr steigt.

Was führt zum Stress-Syndrom?

Das Stress-Syndrom 

  • Unsicherheit im Beruf

  • Ständige Über- oder Unterforderung

  • Mangelnde Anerkennung im Beruf oder in der Partnerschaft

  • Das Gefühl, dass nie genug da ist, dass es nie reicht

  • Das permanente Gefühl, dass es sowieso egal ist, was man macht

  • Fortdauernder Leistungsdruck…besser, weiter, schneller

  • Entfremdung zur Arbeit – keinen Sinn mehr darin sehen

  • Fehlende Loyalität zum Arbeitgeber

  • Mangelnder Freundeskreis, wenig soziale Kontakte

  • Rigides Wertesystem (bis dass der Tod uns scheidet)

  • Starre Glaubenssätze (erst die Arbeit, dann das Vergnügen)

Die Stufen des Stress-Syndroms

  1. Einfache Aktivierung des Flucht-Kampf-Mechanismus

  2. Dauernde Muskelverspannungen, falsche Atemgewohnheiten

  3. Muskelschmerzen, Schmerzen insbesondere in Schultern, Nacken und unterem Rücken

  4. Man fühlt sich geistig müde, erschöpft, ausgelaugt, ist leicht reizbar, alles wird einem zuviel

  5. Durch Einengung der Aufmerksamkeit reduziert sich die Fähigkeit, kreative Lösungen zu finden

  6. Organische Probleme: „Klassisch“ Magengeschwüre, Verstopfung, Bluthochdruck, Kopfweh

  7. Viele Krankheiten werden durch Stress verursacht oder begünstigen diese, z.B. Krebs, Allergien, alle Verdauungsprobleme, Hautkrankheiten, Immunschwäche. Erkältungen, Grippe u.v.m.

  8. Nervenzusammenbruch, Burnout-Syndrom, körperlicher Zusammenbruch

  9. Tod

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Die 3 Säulen der Stresskompetenz

Instrumentelle Stresskompetenz

Anforderungen aktiv angehen

  • Fortbildungen besuchen,

  • Gespräche führen,

  • soziale Netzwerke aufbauen,

  • lernen auch mal „Nein“ zu sagen

  • Grenzen setzen

Mentale Stresskompetenz

Förderliche Einstellungen erwerben

  • Die Realität annehmen lernen

  • Anforderungen konstruktiv bewerten

  • Überzeugung der eigenen Kompetenz stärken

  • Stressverstärkende Einstellungen reduzieren

Regenerative Stresskompetenz

In der Freizeit Ausgleich suchen

  • Aktivitäten die Spaß machen, aber keine Aufregungen und kein Leistungsdruck

  • Erholung aktiv gestalten (Pausen, Schlaf, Urlaub)

  • Genussfähigkeit wieder aktivieren

  • Körperlich und mental entspannen lernen

  • Sport und Bewegung

Alles Liebe.

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