Der SelfCare-Letter Archive - Jeanette Richter
#21: Über die Angst vor dem Tod sprechen – Teil 1

#21: Über die Angst vor dem Tod sprechen – Teil 1

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden

“Genauso, wie wir in unserem jetzigen Leben Tausende von Träumen erleben, so ist auch unser jetziges Leben nur eines von Tausenden, in das wir aus einem anderen, wirklicheren Leben eingetreten sind und zu dem wir nach dem Tode wieder zurückkehren.” (Leo Tolstoi)

In dieser Woche habe ich wieder einmal gelernt, wie wichtig es ist, über die Angst vor dem Tod zu sprechen.

Es gab viele Begegnungen, in denen und aus denen ich viel mitnehmen und über mich, das Leben und auch die Angst vor dem Tod lernen konnte. Eine Begegnung ist mir dabei besonders im Sinn geblieben.

Die Begegnung mit “meiner” 89-jährigen Dame im Pflegeheim am Mittwoch.

Sie war an dem Tag nicht gut zufrieden. Alles tat ihr weh. Sie lag überwiegend im Bett, denn dort fühlte sie sich gerade am wohlsten.

Du musst wissen, dass sie mental total fit ist – nur der Körper ist dies nicht mehr: “Ich bin hier oben topfit, …” und tippt an ihren Kopf “… nur mein Körper ist ein Wrack!” sagt sie oft.

An diesem Tag erzählte sie mir auch: “Der Herr XY ist am Montag plötzlich umgefallen und war tot! Der war noch so fit. Er konnte gehen und las immer die Zeitung. Jetzt ist er nicht mehr da. Das hat mich betroffen gemacht!”

Wir sprachen dann auch über ihren eigenen Wunsch zu sterben, denn ich wusste, dass sie sich “fast” nichts lieber wünschte, als endlich sterben zu dürfen.

“Doch da ist noch ‘was anderes!”, flüsterte sie und ich fragte nach, was es denn sei und sie sagte: “Ich habe Angst vor dem Tod, denn ich weiß ja nicht, was mich auf der anderen Seite erwartet …!”

Da war sie: die Angst vor dem Unbekannten. Die Angst vor dem Tod.

Aus einem inneren Impuls heraus berichtete ich ihr, was ich in den vergangenen 25 Jahren aus der “Distanz” heraus vom und über den Tod gelernt hatte. In Kurzfassung 😉

Ich erzählte ihr

  • von mir und meinen früheren Ängsten
  • auch, dass ich mittlerweile nicht mehr an den “Tod” glaube
  • dass er vielleicht doch ganz anders ist, als wir uns das bislang vorstellen
  • von meinen Erfahrungen aus der Sterbebegleitung, dass niemand alleine stirbt, da jeder im Sterben z. B. von lieben Verstorbenen “abgeholt” würde

Ich nannte ihr einige Beispiele und Begebenheiten und erzählte ihr von der Liebe usw. usw.

Über die Angst vor dem Tod sprechen

Als wir beim “Thema” Nachtodkontakte waren, sagte sie plötzlich: “Mein Mann hat sich damals auch im Traum von mir verabschiedet. Er sagte, dass es ihm gut ginge und ich mir keine Sorgen machen solle!”

Darüber hätte sie aber noch mit niemandem gesprochen und eher für sich behalten, wegen Plemplemm und so.

Ich erzählte ihr auch meinen Traum von meiner Mutter, die sich im Jahr 2007 ebenfalls bei mir auf diese Art und Weise verabschiedet hätte und dass ich das als sehr tröstlich empfand.

Daraufhin erwähnte sie noch etwas anderes:

“Meine Mutter war damals sehr krank und sie hatte große Schmerzen. Zuerst wollte ich nicht in die Leichenhalle, denn ich hatte Angst, ihren Todeskampf im Gesicht sehen zu müssen. Doch meine Schwester überredete mich und so ging ich doch zum offenen Sarg.

Und da sah ich sie. Sie sah sooo schön friedlich aus, fast selig. Ihr Gesicht war ganz weich und entspannt, als würde sie lächeln. Das fällt mir jetzt wieder ein …!”

Nach diesem Gespräch fragte ich sie: “Sag mal, war das jetzt gut, dass Du über Deine Angst vor dem Tod sprechen konntest oder war das zu viel für Dich?”

Und sie sagte: “Ach das hat so gut getan darüber zu sprechen und das zu hören. Das war so gut. Danke!”

Die Angst hatte ihr kleines Refugium betreten. Unerwartet und plötzlich war sie eingetreten. Sie saß für eine kleine Weile an ihrem Bett, blickte liebevoll auf sie und nach dem Gespräch ging die Angst wieder hinaus, indem sie sanft mit einem Lächeln die Tür hinter sich schloss.

Wir hatten darüber gesprochen.

Alles Liebe wünsche ich Dir
Deine

Weitere Artikel:

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Nein, da hat sich kein Schreibfehler eingeschlichen. Doch eigentlich kommt etwas anderes zuerst, bevor Du Dein Ändern tatsächlich leben kannst. Es ist der Wunsch, Dein Leben zu ändern! Das Gedicht der Veränderung Der Dichter Rainer Maria Rilke hat in seinem Gedicht...

mehr lesen
Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Zeitwellen-Podcast: Stress mit Leben&Tod anders sehenWie steht's bei Dir eigentlich derzeit mit Deinen Beziehungen? Jetzt denkst Du vielleicht: "Na toll. In Zeiten von Corona natürlich eher bescheiden!" Aber ist das wahr? Ist das wirklich wahr? Wir Menschen sind...

mehr lesen

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Nein, da hat sich kein Schreibfehler eingeschlichen. Doch eigentlich kommt etwas anderes zuerst, bevor Du Dein Ändern tatsächlich leben kannst. Es ist der Wunsch, Dein Leben zu ändern!

Das Gedicht der Veränderung

Der Dichter Rainer Maria Rilke hat in seinem Gedicht über den Apollon diesem Wunsch nach Veränderung Ausdruck verliehen. Er saß wohl in einem Museum und betrachtete einen Torso des griechischen Gottes Apollon, dem Gott des Lichts, der Heilung und des Frühlings.

Rilke war dabei wohl ganz beseelt von dem Torso, den er sich anschaute und aus dem ihm etwas entgegen strahlte. Das ihn aber auch anzuschauen schien und zurückstrahlte.

Etwas, das ihn aufforderte zum Handeln. Er fühlte sich vom Göttlichen berührt. Das leitete eine Veränderung ein.

Tatsächlich schrieb Rilke nach dieser „Begegnung“ eines seiner berühmtesten Gedichte.

Doch auf den ersten Blick strahlt da gar nix beim Lesen des Gedichts. Zumindest wenn es Dir so ergeht wie mir bei meiner ersten Begegnung mit dem Gedicht. Ich verstand nur Bahnhof.

Hier das Gedicht:

Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt,

darin die Augenäpfel reiften. Aber

sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber,

in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt,

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug

der Brust dich blenden, und im leisen Drehen

der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen

zu jener Mitte, die die Zeugung trug.

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz

unter der Schultern durchsichtigem Sturz

und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle;

und bräche nicht aus allen seinen Rändern

aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle,

die dich nicht sieht. Du mußt dein Leben ändern.

Mit Gedichten ist das ja auch immer so eine Sache. Sie erschließen sich einem erst, wenn man sich auf sie einlässt.

Etwas ändert sich erst, wenn man die “Sache” etwas genauer anschaut.

 
Veränderung. Du musst Dein Ändern leben

Wenn wir uns nicht ändern, ändert sich nix!

Und auch mit dem Leben ist das so: wie so oft stehen wir, bevor sich überhaupt etwas ändern kann, vor einem sinnbildlichen Berg, über den wir drüber müssen. Wir müssen uns etwas erst erschließen.

Das Gedicht, der Berg, das Buch, das Leben will erobert werden. Man muss sich raffen, etwas zusammenraffen, sich aufraffen. Altes, vertrautes hinter sich lassen. Einen Neuanfang wagen. Etwas ändern!

Doch wenn der Berg majestätisch vor uns liegt und wir hinaufschauen, denken wir oft:

“Das schaff ich doch nie! Das ist zu groß! Das kann ich nicht!”

Aber ganz tief in uns drinnen wissen wir, fühlen wir, dass wir da drüber MÜSSEN, wenn sich was ändern soll. Wenn wir da nicht drüber gehen, dann wird sich nichts ändern. Dann bleibt die Veränderung aus!

Dann bleibt alles wie es ist.

Und oftmals sehen wir auch nix. Wir gucken zwar, aber sehen nicht.

Wir stehen vor etwas und verstehen es nicht.

Dann wollen wir uns nicht damit beschäftigen. Nicht jetzt. Vielleicht später.

Da bleiben wir lieber in unserer vertrauten Komfortzone, weil wir denken, was wir denken.

Unzufrieden, aber sicher!

So ging es mir beim ersten Mal mit dem Gedicht von Rilke. So ging es mir beim ersten Mal mit Ein Kurs in Wundern. So ging es mir bei vielen anderen Sachen. Und Du kennst das auch.

Auch Du stehst vor Etwas, was sich Dir „plötzlich“ in den Weg stellt, wie aus dem Nichts auftaucht, scheinbar zufällig Dir zu fällt.

Und Du stehst davor und denkst Dir: “Da kann ich nix mit anfangen. Das ist mir zu speziell. Zu anstrengend. Muss dat so?”

Egal ob es ein Gedicht ist oder die persönliche Lebensgestaltung, der Garten, das Haus, die Familie, die Träume vom Glück, die Wünsche … wir verschieben unser ÄNDERN auf später. Doch dann ist es vielleicht zu spät. Schade!

Der Garten der Veränderung

So ging es mir mit meinem Garten. Genauer gesagt: Mit meinem Vorgarten!

Da wuchs alles dicht an dicht. Keine Pflanze hatte richtig Platz ihr Potential zur Entfaltung zu bringen. Sie wurden eingeengt, beengt und konnten sich nicht gänzlich zeigen.

Schließlich half nur eine radikale Ausmistung. Ein Ausbuddeln, Abschneiden und sich trennen von Altem. 

Seit Jahren wollte ich da schon ran und mit mir gerungen, doch immer wieder dachte ich: „Jetzt nicht! Och nö! Das andere zuerst! Später, vielleicht!”

Zu schwierig. Zu anstrengend. Kein Bock!

Ich hatte mich damit irgendwie zufrieden gegeben, es einfach so laufen lassen. Mich damit arrangiert! Aber erfüllt hatte es mich nicht.

Doch dann kommt das Leben und nimmt Dich bei der Hand.

Also rüttelt die Veränderung bereits an Deiner Haustür. 

Bei mir war es eine Freundin die zu Besuch kam und mir beim Kaffee sagte: “Liebe Jeanetti, Dein Vorgarten ruft mir leise zu … “Hilf’ mir!“ Und ich werde Dir und ihm helfen. Jetzt! Du musst nur das und das rausruppen und dann pflanzen wir was Neues ein. Das machen wir zusammen!“

Und im ersten Moment dachte ich: „Oh nein. Jemand hat mich ertappt. Erwischt! Es gesehen. Ich konnte es nicht mehr verbergen.“ Doch gleichzeitig nahm ich den Impuls war: „Jetzt ist es Zeit. Das ist eine günstige Gelegenheit. Pack die Gelegenheit beim Schopfe!“

Und ich griff zu!

Kairos: der Gott des günstigen Augenblicks

Du erinnerst Dich an Kairos?

Kairos, der Gott des günstigen Augenblicks war gerade an mir vorbei gerannt und ich hatte ihn erwischt. Beim Schopfe gepackt.

Denn wie es der „Zufall“ wollte, waren ein paar Tage später die „Jungs von der Gärtnerei Burrichter beim Nachbarn zu Gange. Und ich sprach die Jungs an: „Hey, ihr habt doch da … ich hätte auch … könntet ihr … hier die drei Büsche … da die Buchsbaumhecke raus … und dort zurückschneiden!“

Gesagt. Getan. In 30 Minuten waren sie fertig!

Die Veränderung hatte begonnen.

Manchmal braucht etwas Zeit! Doch jetzt war es Zeit! Raus aus der Komfortzone.

Du musst Dein ÄNDERN leben!

Was für den einen Pillepalle, ist für den anderen eine etwas größere Herausforderung!

Schau genauer hin

Egal an welchem Punkt Deines Lebens Du gerade stehst … es geht erst dann weiter, wenn Du den Mut aufbringst, genauer hinzuschauen. Dein Leben anzuschauen! Ihm mutig entgegenzutreten und Dich zu fragen: „Will ich dat so? Soll dat so? Oder kann das weg?“

Dann mag es noch nicht leichter geworden sein, aber der erste Schritt in ein befreiteres oder glücklicheres oder gelasseneres Leben ist getan.

Mein Vorgarten ist im Moment auch alles andere als „schön“. Nix schön!

Aber … er ist im Werden!

Vertrau Dich wieder dem Leben an!

Vertrau Dich Deiner inneren Führung an!

Alles beginnt mit dem ersten Sch(n)ritt. Der muss von Dir kommen. Doch dann kommt das Leben mit 100 Schritten auf Dich zu und hilft Dir!

Wenn Du erkennst, dass Du Dein Leben ändern musst, kannst Du Dein ÄNDERN auch leben! Dann ändert sich was.

Ich wünsche Dir eine veränderungsreiche Woche!

Alles Liebe

Deine

Weitere Artikel:

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Nein, da hat sich kein Schreibfehler eingeschlichen. Doch eigentlich kommt etwas anderes zuerst, bevor Du Dein Ändern tatsächlich leben kannst. Es ist der Wunsch, Dein Leben zu ändern! Das Gedicht der Veränderung Der Dichter Rainer Maria Rilke hat in seinem Gedicht...

mehr lesen
Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Zeitwellen-Podcast: Stress mit Leben&Tod anders sehenWie steht's bei Dir eigentlich derzeit mit Deinen Beziehungen? Jetzt denkst Du vielleicht: "Na toll. In Zeiten von Corona natürlich eher bescheiden!" Aber ist das wahr? Ist das wirklich wahr? Wir Menschen sind...

mehr lesen

Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Zeitwellen-Podcast: Stress mit Leben&Tod anders sehen

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden

Wie steht’s bei Dir eigentlich derzeit mit Deinen Beziehungen? Jetzt denkst Du vielleicht: “Na toll. In Zeiten von Corona natürlich eher bescheiden!” Aber ist das wahr? Ist das wirklich wahr?

Wir Menschen sind Beziehungswesen

 

Einige brauchen mehr, andere weniger Beziehungen.

Aber da macht es nicht die Menge, sondern die Qualität.

Doch eines ist hierbei ganz wichtig zu wissen:

Ob und wie Du auf einen Stressreiz von außen, auch Stressor genannt, reagierst, hat nicht nur etwas mit Deiner derzeitigen Befindlichkeit zu tun oder wie Du diesen Stressor und Deine Bewältigungsstrategien bewertest, sondern in erster Linie mit Deiner frühkindlichen Prägung.

Hierbei spielen Beziehungen eine entscheidende Rolle.

Wurdest Du als Kind gut umsorgt und hattest stabile Beziehungen, dann hast Du vermutlich eine gute Stresstoleranz entwickelt.

Gab es die ein oder andere “Schwierigkeit” oder wurdest Du sogar vernachlässigt, dann hat sich Dein Körper das “gemerkt” und reagiert fortan auf stressauslösende Reize mit einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen.

Deshalb sind stabile zwischenmenschliche Beziehungen das A und O und die beste Vorbeugung gegen zu viel Stress.

WICHTIG: Selbst wenn Du als Kind in dieser Hinsicht eher unterversorgt warst, kannst Du als Erwachsener lernen, gute Bindungen aufzubauen.

Auch in Zeiten von Corona.

Deine Beziehungen werden vielleicht nicht “mehr”. Sie werden intensiver!

Und das fängt bei Dir selbst an: mit der Beziehung, die Du zur Dir selbst hast.

Wenn Du Dich sicher und geborgen fühlst, ob in der Familie, Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis, wenn Du Dich eingebunden fühlst, dann ist das die beste Stressprophylaxe die es gibt.

Beziehungen Foto mit Händen die ein Herz bilden

Doch die wichtigste Beziehung ist diejenige, die Du zu Dir selbst hast!

Wenn Du Dich selbst wie einen guten Freund behandelst, dann ist das schon die halbe Miete.

Bevormundest Du Dich allerdings ständig und lässt kein gutes Haar an Dir, dann leidet Deine Beziehung zu Dir.

Und wenn Du Dich ständig kritisiert, an Dir rummäkelt und Dir immer wieder Deine ganze Fehler unter die Nase reibst, dann macht das mit Dir selbst auch keinen Spaß.

Dann wird so eine Beziehung echt anstrengend.

Doch Du kannst gleich damit anfangen, Deine Beziehung zu Dir selbst liebevoller zu gestalten. 

Gewöhn Dir einfach mal an, Dich häufiger zu fragen …

 
  • “Hey (Dein Vorname oder Spitzname oder Kosename) was brauchst Du heute?
  • “Wie gehts Dir heute?”
  • “Wie war Dein Tag?”
  • “Wofür bis Du dankbar?”
  • “Was hat Dich geärgert, erzähl’ mal. Das interessiert mich!”
  • “Ach der Meyer, das war nich’ nett, gell. Das hat Dich verunsichert. Aber schau, der …”

Das muss dann doch gar nicht die elendslange Meditation im super Schneidersitz mit gekreuzten Beinen sein, obwohl diese wirklich Wunder wirken kann.

Manchmal reicht ein einfaches Zwie-Gespräch mit Dir selbst.

Eher wie eine Art Hineinspüren in sich:

“Was tut mir gut?”

“Nach was isses mir jetzt?”

Wenn Du allerdings meditieren möchtest, dann ist das auch vollkommen in Ordnung.

Denn in der Meditation wird auch das Bindungs- und Beziehungshormon Oxytocin ausgeschüttet.

Das wusste ich bis vor Kurzem noch nicht.

Aber neulich schaute ich die Sendung “Scobel” und da ging es um Genetik und auch um Epigenetik, also wie Deine Gene auf Umweltbedingungen reagieren und da haben sie auch Meditation erwähnt.

Da waren meine Öhrchen natürlich ganz gespitzt.

Ich dachte bei mir: “Deshalb meditiere ich so gerne. Deshalb ist Meditation auch Beziehungspflege, wie cool!”

Tja, leider habe ich heute die Beziehungspflege zu meinem besten Freund nicht mehr geschafft.

Ich wollte noch bei ihm vorbeischauen, hab dann aber doch tatsächlich verratzt.

Es war so gemütlich im Wintergarten und dann hab ich auch noch sooo schön geträumt von der Mietze und mir in der großen Stadt … 😊

Ich bin auch noch nicht lange wach … dann bin ich immer so anders ;)))

Beziehungen über den Tod hinaus

Hab ich Dir eigentlich schon erzählt, dass ich glaube, dass da in der Mietze Pruscilla ein “Stück” Shadow mit drin ist?

Ein Seelenanteil von meinem verstorbenen Golden Retriever Shadow?

Denn sie ist manchmal wie ein Hund. Läuft mir überall nach.

Beim Unkrautzupfen im Garten jagt sie dem Grashalm hinterher und bleibt neben mir sitzen, wie Shadow seinerzeit.

Ich denk mir das halt so. Tut ja nich weh. 😉

Also sag ich manchmal zu ihr: “Soooo Shadow, jetzt darfste auch mal auf’n Arm. Früher ging das ja nicht. Aber jetzt … kein Problem!”

ÜBRIGENS:

Alle Vorausgegangen – ob Mensch oder Tier – sind auf die ein oder andere Art noch bei Dir.

Vergiss’ das nicht!

Und es ist ganz egal, wie Du diese Beziehung weiter gestaltest und ob die anderen in Deiner Umgebung das etwas “sonderbar” finden.

Mach’ das, was Dir gut tut!

Bleib aber nicht dran kleben.

Du rufst Deinen besten Freund ja auch nicht stündlich an. 😉

Geh’ Deinen Weg weiter mit einen Lächeln im Herzen und einem Augenzwinkern im Gesicht.

Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag.

Deine

Weitere Artikel:

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Nein, da hat sich kein Schreibfehler eingeschlichen. Doch eigentlich kommt etwas anderes zuerst, bevor Du Dein Ändern tatsächlich leben kannst. Es ist der Wunsch, Dein Leben zu ändern! Das Gedicht der Veränderung Der Dichter Rainer Maria Rilke hat in seinem Gedicht...

mehr lesen
Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Zeitwellen-Podcast: Stress mit Leben&Tod anders sehenWie steht's bei Dir eigentlich derzeit mit Deinen Beziehungen? Jetzt denkst Du vielleicht: "Na toll. In Zeiten von Corona natürlich eher bescheiden!" Aber ist das wahr? Ist das wirklich wahr? Wir Menschen sind...

mehr lesen

#17 Reframing: Probleme lösen durch eine andere Sichtweise

#17 Reframing: Probleme lösen durch eine andere Sichtweise

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden

Wer kennt das nicht. Ein Problem jagt das nächste und eine Lösung scheint nicht in Sicht zu sein.

Oder vielleicht doch?

Reframing ist so eine charmante Lösung!

Aber erst mal was Lustiges …

Haddu Probleme?

Kennst Du eigentlich noch die “Häschenwitze”? Nein? Dann kommt hier gleich mal einer der bekanntesten … einen anderen hab ich auch gleich noch:

Häschen kommt in eine Apotheke und fragt: Haddu Möhrchen?

Die Apothekerin antwortet: Nein.

Am nächsten Tag kommt Häschen wieder und fragt: Haddu Möhrchen?

Die Apothekerin antwortet wieder: Nein.

Am dritten Tag hängt ein Schild an der Tür: Möhrchen ausverkauft.

Häschen beschwert sich bei der Apothekerin: Haddu doch Möhrchen gehabt.

Diese “Häschenwitze” entstanden wohl in der DDR Ende der 70er Jahren.

Die Bewohner der DDR wollten ihrem Unmut Luft machen, durften dies aber nur “versteckt” und nicht offen tun. Also echauffierten sie sich einfach mit Witz und Charme.

Galgenhumor hat doch immer was für sich und meistens ist da ja auch was dran:

1.
Hattu Probleme? Muttu lösen!
2.
Hattu Probleme? Muttu lösen!
Kattu nicht? Muttu anschauen!
3.
Hattu Probleme? Muttu anschauen!
Hattu keine? Muttu auch anschauen!

Ja, das Häschen hat’s drauf!

Doch wie gehen wir normalerweise vor, wenn wir ein Problem haben?

Vom Problem zur Lösung

Wenn wir ein Problem haben, dann fokussieren wir uns zumeist NUR auf das Problem.

Das Problem? Wir starren förmlich auf das Problem.

Und dann stellen wir auch noch die “falschen” Fragen in der Hoffnung, die richtigen Antworten zu finden.

Das ist irre und komplett unvernünftig. Kenn’ ich!

Wenn Du Dich zu stark auf Dein Problem fokussierst, dann ist das ungefähr so, als würdest Du direkt mit der Nase vor einer weißen Wand (dem Problem) stehen und Dich fragen: “Wo ist denn hier die Tür?” Also wo ist die Lösung.

Du kannst sie nicht sehen, weil Du zu dicht an der Wand – zu dicht vor Deinem Problem stehst.

Trittst Du ein paar Schritte zurück, dann erkennst Du, dass sich die Tür z. B. nur 3 Meter rechts von Dir befindet. Diese konntest Du aber nicht sehn, weil Du ja direkt an der Wand mit der Nase klebtest. Das kannst Du ja gerne einmal selbst ausprobieren!

Wenn Du ein Problem wirklich lösen möchtest, dann darfst Du dabei aber nicht das Problem lösen, sondern Dich vom Problem lösen.

Auch Goethe durfte damit wohl ein Thema gehabt haben, als er sagte:

Ein Problem zu lösen heißt, sich vom Problem zu lösen.

So veränderst Du Deine Wahrnehmung und erweiterst Dein Handlungsspektrum.

Reframing – Dein Problem anders sehen

Doch es gibt eine Möglichkeit, die “Dinge” anders zu sehen, nämlich Reframing.

Reframing habe ich erstmalig im Jahr 2000 in meiner damaligen NLP-Practitioner-Ausbildung kennengelernt.

Und auch später ist sie mir immer und immer wieder begegnet, auch in meiner Psychologischen Managementtrainerausbildung.

In meinen Coachings tritt bei meinen Klienten, wie auch bei mir damals, regelmäßig ein echt doller “AHAAAA-Effekt” ein. Die dazugehörige 9-Punkte-Übung, die ich Dir weiter unten vorstelle, löst dagegen eher ein “OHA-Erlebnis” aus. 😉 Das macht Freude!

Reframing (= Umdeutung oder Neu-Rahmung) hilft Dir, Dein Problem aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten und damit anders zu sehen. Du nimmst quasi einen Perspektivwechsel vor.

Reframing kann Dir auch helfen, wenn Du Dich gerade in einer Krise befindest.

Denn durch das Umdeuten einer Situation nimmst Du das Zepter wieder selbst in die Hand und wirst dadurch handlungsfähiger. Das steigert langfristig Deine Zufriedenheit und macht Dich sogar ein bisschen happyer.

Du wechselt einfach vom Opferstatus in den Schöpfermodus.

Durch die Neu-Rahmung siehst Du Dein Problem plötzlich in einem ganz neuen Licht und kannst die Situation daher neu bewerten.

Denn Rahmen grenzen oft etwas ein und begrenzen uns auch manchmal.

Den vorgefertigten Rahmen zu verlassen, bedeutet mehr Freiheit. Verlassen wir diese geistige Festlegung, können neue Vorstellungen und Deutungsmöglichkeiten entstehen.

Hier ein Beispiel

Nehmen wir mal an, Du erhältst eine schlechte oder unangenehme Nachricht. Im ersten Moment kannst Du überhaupt nicht klar denken.

Der Stressor  = schlechte Nachricht löst durch die ausgeschütteten Stresshormone eine Art “Denkblockade” aus, d. h. Dein Denken wird eng und einseitig.

Dein Gehirn (Ego-Verstand) konzentriert und fokussiert sich jetzt ausschließlich auf die negativen Aspekte der Nachricht und Deine Glaubenssätze werden unbewusst abgespult “War ja klar, dass das mal wieder schief geht.” “Ich verdiene es einfach nicht, glücklich zu sein.” oder was auch immer.

Dein Verstand will das “Problem” lösen, indem er ständig und andauernd nach dem WARUM fragt:

  • “Warum ist das passiert?”
  • “Warum immer ich?”
  • “Warum passiert mir das immer?” …

Wenn Du jetzt Reframing anwendest, kommst Du schneller aus dieser destruktiven Gedankenspirale heraus, kurbelst Deine Selbstreflexionsfähigkeit an und vertraust Dich Deiner Inneren Führung – Deinem Herz oder Deinem Höheren Selbst an.

Denn …:

  • Dein Kopf = Ego-Verstand rennt im Labyrinth des Dramas wie ein aufgescheuchtes Huhn hin und her, ohne einen Ausweg zu finden.
  • Dein Herz = Innere Weisheit/Führung kennt den Ausweg und gibt Dir Hinweise.

Der Trick ist eine entscheidende und wegweisende Frage:

Nämlich die Frage nach dem Wofür? statt nach dem Warum?

Dein Herz fragt nach dem “Wofür”.
Der Verstand fragt nach dem “Warum”.

Im Wofür steckt immer ein Nutzen oder ein Sinn, den man auf den 1. Blick vielleicht nicht so leicht erkennt – ein verstecktes Geschenk sozusagen.

Die Frage nach dem Wofür richtet Dich für die Zukunft neu aus.

  • Wofür könnte es gut sein, dass dies oder jenes passiert ist?
  • Wofür könnte es mir nützlich sein?
  • Wofür oder für was kann ich diese Erfahrung nutzen?

Die Frage nach dem Warum richtet sich eher auf die Vergangenheit, sucht manchmal nach Schuld und Schuldigen und lässt Dich leicht in der Opferrolle verharren.

Also nix wie raus da!

Daher mach’s wie’s Häschen: Hattu Probleme? Muttu lösen!

Die 9 Punkte-Übung

Das ist eine sehr schöne Übung mit hohem “Ahaaaaa-Potential”, die allerdings auch etwas Nerven kostet:

9 Punkte

Anleitung: Verbinde diese 9 Punkte durch 4 gerade Striche, ohne den Stift einmal abzusetzen. Jeder Punkt muss mindestens einmal von einer Linie durchkreuzt werden.

Versuche es zunächst alleine, indem Du die Punkte auf ein Blatt Papier malst und dann probiere es aus. Immer und immer wieder;)

Reframing

Kleiner Tipp: Du schaffst das nur, wenn Du den “Rahmen” verlässt und mal über den Tellerrand hinausschaust;)

Diese Übung zeigt Dir, dass ein Problem nicht dadurch gelöst werden kann, dass wir uns auf das Problem fixieren. Hier auf die 9 Punkte. Erst mit ein bisschen Distanz und indem wir unser gesamtes Potenzial nutzen, hier das gesamte weiße Blatt, wird eine mögliche Lösung sichtbar.

Viel Erfolg und noch eins … es gibt ja immer mehrere Lösungen, wie im richtigen Leben auch. 😉

Ich wünsche Dir eine lösungsreiche Woche.

Alles Liebe
Deine Jeanette

P. S.: Wenn Du auf andere Art aus Deinem Drama aussteigen möchtest, dann schau Dir doch mal das Drama-Dreieck an.

Weitere Artikel:

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Nein, da hat sich kein Schreibfehler eingeschlichen. Doch eigentlich kommt etwas anderes zuerst, bevor Du Dein Ändern tatsächlich leben kannst. Es ist der Wunsch, Dein Leben zu ändern! Das Gedicht der Veränderung Der Dichter Rainer Maria Rilke hat in seinem Gedicht...

mehr lesen
Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Zeitwellen-Podcast: Stress mit Leben&Tod anders sehenWie steht's bei Dir eigentlich derzeit mit Deinen Beziehungen? Jetzt denkst Du vielleicht: "Na toll. In Zeiten von Corona natürlich eher bescheiden!" Aber ist das wahr? Ist das wirklich wahr? Wir Menschen sind...

mehr lesen

Raus aus dem Drama – das Drama-Dreieck

Raus aus dem Drama – das Drama-Dreieck

Zeitwellen-Podcast: Stress mit Leben&Tod anders sehen

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden

Ich weiß nicht, ob Du’s schon wusstest … aber hast Du schon mal was vom Drama-Dreieck gehört?

Heute mal wieder ein Beitrag aus der Reihe: “Das kleine Stress-ABC”.

Gab’s zwar vorher noch nie, führ’ ich aber ab heute ein;).
Heute mit dem Buchstaben D.

D wie “Drama”.

Dramen inszenieren wir ja unglaublich gerne, manchmal auch unbewusst und manchmal lieben wir diese sogar ein bisschen. 😉

Der Begriff Drama kommt eigentlich aus dem Theater.

Es ist eine Art Schauspiel, bei dem ein tragischer Konflikt dargestellt wird. Und tragisch deshalb, weil dieser Konflikt einerseits in uns Mitgefühl mit dem Protagonisten auslöst und andererseits auch Angst davor, selbst so ein Schicksal zu erfahren. Wer will denn so was?

Doch wir alle sind hin und wieder in Dramen gefangen.

Manchmal sind es schwere Schicksalsschläge, wie der Verlust eines geliebten Menschen, ein Unfall oder auch ein Brand und manchmal sind es eher die alltäglichen Probleme, in denen wir regelrechte Dramen inszenieren.

Im Alltag werden wir dann zu wahren “Drama-Neurotikern” und kreieren Dramen was das Zeug hält.

Da jagt dann ein Drama das nächste und ehe man sich’s versieht, hängen alle Beteiligten erschöpft über’m Zaun.

Da kann es hilfreich sein, sich bewusst zu machen, dass man aus dem Drama, das man sich selbst erschaffen hat, auch wieder aussteigen kann.

Das Drama-Dreieck

Der Begriff “Drama-Dreieck” stammt aus der Transaktionsanalyse (= eine psychologische Theorie der menschlichen Persönlichkeitsstruktur) und beschreibt 3 mögliche Rollen, in die wir verfallen können, wenn sich irgendeine Form von Problem anbahnt.

Diese 3 Rollen unterscheiden sich gänzlich voneinander und können zu den verrücktesten Verstrickungen, Verwirrungen und Handlungen führen.

Und noch verrückter: Sie laufen komplett unbewusst ab!

Doch jeder dieser Rollen verursacht Stress – für uns selbst und die anderen!

Das Ziel:
Durch das Drama-Dreieck kann aufgedeckt werden, wie und auf welche Art und Weise wir in bestimmten Situationen kommunizieren.

Also, was wir in bestimmten Situationen über uns selbst oder den anderen sagen oder auch nur denken. Und da wir ja oft glauben, dass das, was wir denken, ja keinem anderen schadet, hinterfragen wir unsere Meinungen auch so selten. Die Gedanken sind ja frei … Pustekuchen!

Deine Gedanken sind die mächtigste Waffe der Welt. Damit kannst Du entweder Dich selbst niedermetzeln und andere in kleine Portiönchen zerhacken.

Fiese Worte – gedacht oder ausgesprochen – sind wir Katzenkrallen.
Sie sind rasiermesserscharf.

Aber nun zurück zum Drama-Dreieck.

Die einzelnen Rollen lauten:

  1. der Verfolger: Er verfolgt andere durch seine Hybris.
  2. das Opfer: Es opfert sich gerne und mag “Lappen” – Jammerlappen
  3. der Retter: Er rettet gerne andere, nur sich selbst nicht.

Welche Rollen spielst Du?

So gehst Du am besten vor:

  1. Erkenne, welche Rolle Du während der Betrachtung eines Problems gerade „intus“ hast.
  2. Verlasse das Drama!
  3. Nimm’ eine “neutralere” Rolle ein.
  4. Ändere Deine Sichtweise auf das Problem und damit Dein Verhalten.

Hier in der Grafik, die aus meinem Coaching-Programm re:member! stammt, kannst Du sehr gut erkennen, welche Sätze die einzelnen “Akteure”, also Dramaspieler, gerade so von sich geben.

Erkennst Du Dich vielleicht in einem wieder?

raus aus dem drama drama-dreieck

Aber so sind wir natürlich nicht! Nein! Niemals …

Es sei denn …

Keine Sorge!
Du verhältst Dich nicht grundsätzlich entweder als Retter, Verfolger oder Opfer.
Du verhältst Dich lediglich in bestimmten Situationen als solche und blendest einfach einen oder mehrere Aspekte der Realität oder Deiner “wahren Natur” vollkommen aus und wirst nur vom Ego-Verstand gesteuert.

Dadurch vermeidest Du es, bestimmte Beziehungskonstellationen, Ansichten, Einstellungen oder Grundüberzeugungen, die in Dir selbst stecken, zu überprüfen und zu hinterfragen.

Ein paar Beispiele:

Gerade war Dein Schatz noch ein “Schnuggelhase” und dann wird er plötzlich zum “Depp” oder “Vollpfosten”.

Oder … gerade bist Du noch voll des Lobes über Dich selbst, weil Du den Garten so schön auf Vorderfrau gebracht hast und dann mutierst Du plötzlich zum “Toastbrot” in Gedanken, weil Du vergessen hast, den Trompetenbaum in Sicherheit zu bringen. Und es leider -18 Grad hatte;)

Oder … eigentlich bist Du ja ein ganz Netter, doch dann ziehst Du über einen anderen her, was das Zeug hält und lässt an demselben nicht mal mehr die grauen Haare dran.

Oder … Du wolltest immer schon mal ein Held oder eine Heldin sein und mutierst in Deiner Vorstellung zum Retter der Nation.

Und Dein Auftritt, Deine Chance – Dein Drama – oder auch nur Dein “Casting” beginnt, wenn Du jemanden sagen hörst:

“Könntest Du bitte mal … nur ganz kurz … ich bräuchte Deine Hilfe …!” und schon hast Du den Besen in der Hand oder was auch immer… obwohl Du Dich doch eigentlich gerade Hinsetzen und ein schönes Buch lesen … doch ach …

Das Wort “Nein!” hast Du Dich schon lange nicht mehr sagen hören … ach, was soll’s … die Mission geht vor.

Was soll’n denn sonst die anderen von Dir denken … 

Raus aus dem Drama

Wir sind eben immer ein bisschen Drama.

Manchmal mehr, manchmal weniger …

Aber eine Drama-Queen und auch ein Drama-King steckt in uns allen.

Ich wünsche Dir (und mir) für die nächste “Problembewältigung” ein neues Drehbuch.;) … kann jemand mal den Regisseur fragen … ach, dat bin ja ich;)

Mögest Du eine wundervoll undramatische Woche haben.

All the best.

Herzlichst!
Deine

Jeanette

Weitere Artikel:

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Nein, da hat sich kein Schreibfehler eingeschlichen. Doch eigentlich kommt etwas anderes zuerst, bevor Du Dein Ändern tatsächlich leben kannst. Es ist der Wunsch, Dein Leben zu ändern! Das Gedicht der Veränderung Der Dichter Rainer Maria Rilke hat in seinem Gedicht...

mehr lesen
Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Zeitwellen-Podcast: Stress mit Leben&Tod anders sehenWie steht's bei Dir eigentlich derzeit mit Deinen Beziehungen? Jetzt denkst Du vielleicht: "Na toll. In Zeiten von Corona natürlich eher bescheiden!" Aber ist das wahr? Ist das wirklich wahr? Wir Menschen sind...

mehr lesen

#14 – 21 Fragen zum Umgang mit dem eigenen Tod

#14 – 21 Fragen zum Umgang mit dem eigenen Tod

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden

Viele schockt der Gedanke an das eigene Ende und daher wird der Umgang mit dem eigenen Tod oft tabuisiert.

Das erscheint zunächst völlig logisch und menschlich, schließlich weiß keiner so genau, wie das am Ende nun wirklich abläuft.

Und das soll ja auch bei jedem anders sein. Schließlich sind wir ja alle verschieden. Oder doch nicht?

 Aber lies selbst …;)!

Ich schreibe den SelfCare-Letter ja immer am Abend vorher und das “System” verschickt ihn dann so gegen 4 Uhr am Sonntagmorgen. Also ist es bei mir gerade Samstag, 06.02.2021 um 16:41 Uhr.

Und ich warte auf den Schnee. …

Doch noch tut sich nix!

Aber wenn er kommt, dann bin ich gerüstet …

Vorbereitung ist alles;)

Gerade habe ich den Gasofen mit einer neuen Gasflasche befüllt und dieser wärmt in seiner Testphase so vor sich hin. Check!

Sollte also mal wieder der Strom ausfallen, bin ich vorbereitet.
Denn meine Heizungen laufen allesamt nur über Strom.

Eigentlich braucht fast alles Strom:

  • Pelletofen braucht Strom.
  • Heizstrahler brauchen Strom.
  • Achja … und der Wasserkocher braucht auch Strom.
  • Duschen geht auch nur mit Strom, außer ich will kalt duschen, brrrr.

Also habe ich mich vorbereitet:

  • Wärmflaschen befüllt,
  • Thermosflaschen mit heißem Wasser befüllt,
  • geduscht (man weiß ja nie),
  • Vogelfutterstation befüllt,
  • Kerzen aufgefüllt,
  • Akkus vollgeladen,
  • iPads geladen,
  • Gasofen betankt,
  • Kühlschrank voll … Check!

Und weiter ging’s …:

  • Testament geschrieben,
  • Bankdaten an sicherem Ort deponiert,
  • Zugangsdaten hinterlegt,
  • Patientenverfügung aktualisiert,
  • gebetet, meditiert, Geistführer(in) kontaktiert,
  • Organspendeausweis kopiert,
  • Beeerdigungswunschliste überarbeitet … check!

Waaaaaas? Du denkst ich spinne? Dass das doch nun ein bisschen zu weit geht?

Ja! … Stimmt!

Du hast recht. Die Beerdigungswunschliste muss ich noch überarbeiten. 😉

Ok Scherz. Aber mal Hand auf’s Herz!

Umgang mit dem eigenen Tod

Wir bereiten uns auf so Vieles im Leben vor … auf den Umzug, die neue Arbeitsstelle, die neue Beziehung, die Neugestaltung des Gartens im Frühjahr, das Entrümpeln des Hauses oder der Wohnung, den Frühjahrsputz … und irgendwann auch wieder auf den nächsten Urlaub, die Spritztour zu Freunden etc.

Nur das eigene Ableben und das, was danach bzw. DAVOR kommt, überlassen wir zumeist den anderen. Darauf wollen wir uns nicht vorbereiten. Das verschieben wir lieber auf später. Wenn überhaupt …

Doch Du kannst Dich ja schneller auf der anderen Seite befinden, als Du gedacht hast. Wenn Du dran bist, geht das ruckzuck oder auch gar nicht ruckzuck.

Aber vielleicht kannst Du dann nicht mehr das sagen, was Du immer schon mal sagen wolltest oder noch klären wolltest. Dann ist es zu spät. Schade!

Ok, Du wirst zwar ziemlich schnell entdecken, dass das mit dem Tod doch nicht so ganz dem entsprach, was Du hier auf der Erde gelernt hast, aber mit der Kommunikation zu Deinen Liebsten hapert’s dann.

Vielleicht glaubst Du nicht an SOWAS, wie ein Leben danach. Das ist ok.

Doch Irgendwann ist Schicht im Schacht

Und dennoch ist es eine Tatsache, dass wir irgendwann alle diesen Körper verlassen dürfen oder müssen.

Die einen früher, die anderen später … aber sicherlich irgendwann.

Und auch wenn das erschreckt und Du Bammel davor hast oder Dir das den Angstschweiß auf die Stirn treibt und die Schweißdrüsen unter Deinen Achseln so richtig in Fahrt bringt … es nutzt ja nix!

Daher: Wie könntest Du dafür sorgen, dass Du die anderen mit Deinem Ableben nicht noch zusätzlich beschwerst?

Ihre Trauer wird ja eh schon ziemlich heftig sein. Du wirst betrauert werden. Keine Sorge. Aber warum sie mit etwas beschweren, was Du ihnen schon vorab ein bisschen abnehmen könntest, damit sie sich nicht auch noch darum kümmern müssen?

Also mach’ den Check. 

Checkliste: 21 Fragen, bevor der Tod anklopft

  1. Vielleicht wissen Deine Angehörigen ja gar nicht, was Du Dir für Deine eigene Beerdigung wünschst? Friedwald, Urne, “normal” oder Seebestattung? Und wo Du beerdigt werden willst?
  2. Welche Musik soll gespielt werden? Heavy Metal oder doch lieber Schlager?
  3. Soll jemand was über Dich erzählen? Und was sollen sie denn über Dich sagen?
  4. Wenn Du Deine eigene Grabrede schreiben würdest, wie würde diese denn aussehen?
  5. Was soll auf Deinem Grabstein stehen und wie soll er aussehen?
  6. Vielleicht willst Du aber auch ohne großes Gedöns und ohne große Feier oder Abschiedsparty gehen. Dann schreib das auf!
  7. Wer soll den PC kriegen und wer das Haus? Wer die Porzellansammlung und wer die Briefmarken?
  8. Hast Du eine Patientenverfügung?
  9. Oder ein Testament geschrieben?
  10. Willst Du Organe spenden oder lieber behalten?
  11. Was willst Du unbedingt noch sagen und zu wem?
  12. Mit wem willst Du baldmöglichst sprechen? Vielleicht magst Du auch einen Brief schreiben und schon mal DANKE sagen … nur für den Fall der Fälle
  13. Was schiebst Du schon seit Jahren vor Dir her?
  14. Ist da noch ein altes AUA, dass Du bestimmt nicht mit ins Grab nehmen möchtest? Dann red’ drüber. Das erleichtert.
  15. Was wolltest Du schon immer mal tun?
  16. Welchen Traum wolltest Du Dir schon seit langem erfüllen?
  17. Wo befinden sich Deine Zugangsdaten für die Bankkonten?
  18. Und die Passwörter für Instagram, Facebook und Co?
  19. Hat Dein PC oder Dein Laptop ein Passwort? Wo steht das?
  20. Hast Du ein Konto für die Kosten der Beerdigung? Oder willst mal damit anfangen. Kleinvieh macht ja auch Mist.
  21. Was passiert mit all’ Deiner Knete?

Puuuh, ganz schön viel zu tun!

Du kannst doch das Alles so nach und nach bei einem Menschen Deines Vertrauens deponieren … nur für den Fall der Fälle. Und es ist ja nix in Stein gemeißelt und kann immer wieder geändert werden;)

Nur so als Idee … is ja kein Muss;)

Natürlich kann man sich nicht auf alles vorbereiten, dass würde ja am eigentlichen Menschsein und den Wechselfällen des Lebens vorbei gehen, aber ein bisschen Vor-BEREIT-ung kann ja nicht schaden.

 

 

Den Tod nicht tabuisieren

Außerdem beschäftigst Du Dich mit der Tatsache Deiner Endlichkeit und schulst Dich schon mal ein bisschen im Umgang mit dem eigenen Tod und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem es Dir noch ganz gut geht.

Wenn Du Dich vielleicht noch etwas intensiver mit der Thematik auseinandersetzen möchtest, dann lies Dir diesen Artikel durch. Hier geht’s um die Frage, ob sich die Angst vor dem Tod reduzieren lässt!

Auch hier bewegt CORONA was!
Sie drückt nämlich direkt auf die offenen Wunde der eigenen Sterblichkeit und die der anderen und schießt aus dem oftmals Verdrängten mit Karacho ins Bewusstsein.

Check!

Übrigens: … hier tut sich immer noch nix. Keine Flocke. Jetzt ist es 17:37 Uhr.

Ich wünsche Dir erstmal einen voll-bewussten, intensiven, glücklichen, innigen und freudvollen Sonntag … oder was Du Dir gerade für Dich am allermeisten wünschst.

Enjoy your life!

Du lebst.
Du bist wundervoll.

Deine

Jeanette

(Anmerkung: Am 07.02.2021 hat es dann doch noch ordentlich geschneit und das schöne Emsland wurde auch mal wieder weiß;)

Weitere Artikel:

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Veränderung: Du musst Dein ÄNDERN leben!

Nein, da hat sich kein Schreibfehler eingeschlichen. Doch eigentlich kommt etwas anderes zuerst, bevor Du Dein Ändern tatsächlich leben kannst. Es ist der Wunsch, Dein Leben zu ändern! Das Gedicht der Veränderung Der Dichter Rainer Maria Rilke hat in seinem Gedicht...

mehr lesen
Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Beziehungen: Ohne Dich geht’s nich’!

Zeitwellen-Podcast: Stress mit Leben&Tod anders sehenWie steht's bei Dir eigentlich derzeit mit Deinen Beziehungen? Jetzt denkst Du vielleicht: "Na toll. In Zeiten von Corona natürlich eher bescheiden!" Aber ist das wahr? Ist das wirklich wahr? Wir Menschen sind...

mehr lesen

33 Tipps

Hol' Dir meine besten TIPPS für weniger Stress & mehr SelfCare! Gratis!

 

* ... für mehr Selbsterkenntnis! 

 

* ... für mehr Freude im Alltag!

 

Und mehr Zeit für's Wesentliche!

 

Du kannst Dich jederzeit wieder abmelden. Zusätzlich erhältst Du wertvolle Tipps zu meinen Coaching- und Onlineangeboten. Hinweise zum Datenschutz.

 

Das hat geklappt!

Pin It on Pinterest