SELFCARE-BLOG: SelfCare ist praktizierte Selbstwertschätzung!
Wie Du Deinen persönlichen Wohlfühlort entdeckst

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Entdecke Deinen Wohlfühlort

Hey,

gerade ist meine Patentante aus Niederbayern für 7 Tage zu Besuch bei mir. Wir besuchen neue Orte, haben Zeit zum Plaudern, relaxen, essen etc. Und Du kennst das sicherlich auch: Wenn Besuch da ist, dann treten wir für eine kleine Weile aus unserem Alltag heraus und lernen manchmal auch neue Orte kennen oder erinnern uns an alte.

So ist es auch bei mir. Als ich vor ca. 20 Jahren eine heftige Krise hatte, fuhr ich zu meiner Patentante und ihrem Mann und Tochter nach Niederbayern und machte einige Tage Erholungsurlaub vom Drama;)

Denn dort war irgendwie alles anders …

das Essen, der Umgang, das Haus, der Garten, das Miteinander …

es war ein Ort der Erholung und Inspiration für mich.

Ich kam in Berührung mit spirituellen Schriften, wie z. B. “Die Autobiografie eines Yogi” oder auch “Siddharta” von Hermann Hesse. Dort fand sozusagen meine spirituelle Initialzündung statt;)

Ich war neugierig und entdeckte eine neue Sicht auf die Welt und auch eine neue Sicht auf mein Drama. Ich konnte mich von mir selbst erholen, von meinen Ansichten und Meinungen über mich und die anderen.

Und das Spannende: im Rückblick erinnere ich mich nicht mehr an das ganze “Herzeleid” oder den Kummer, sondern an die schönen Momente, die mich inspirierten und mir neue Kraft schenkten. An das, was ich “mitgenommen” habe und an das, was ich dort lassen konnte.

Vielleicht hast auch Du einen solchen Ort, wo Du hingehen kannst, wenn es Dir mal nicht so gut geht?

Vielleicht warst Du ja auch mal bei einer guten Freundin oder einem guten Freund, die Dich so annehmen konnten, wie Du gerade warst. Die Dich lassen konnten, wie Du warst.

Diese Menschen sind von unschätzbarem Wert und wissen oft gar nicht, wie wichtig sie sind, weil sie einfach sind, wie sie sind.

Und überleg’ mal: Was hat diese Orte oder diese Menschen zu so etwas Besonderem für Dich gemacht?

Es ist wichtig, dass wir solche “Orte” haben und wenn wir noch keine haben uns solche zu suchen … oder zu erschaffen.

Gestalte Dir Deinen Wohlfühlort

Wenn Du gerade keinen besonderen Ort hast, dann gestalte Dir doch einen in Deinem Inneren.

Nutze Deine Phantasie und “beame” Dich in Deiner Vorstellung an einen besonderen Ort.

Kreiere Dir Deinen Lieblingsplatz und statte ihn mit all’ den Dingen aus, die Dir wichtig sind.

Oder betrete Deinen ganz persönlichen Inneren Raum. Im folgenden Link findest Du eine angeleitete Meditation von mir: Klick hier!

Trübe-Tage-Phasen

Wenn Du mal eine “Trübe-Tage-Phase” hast, dann bleib’ bitte nicht auf Deinem Sofa sitzen, sondern bewege Dich. Lade Dich selbst bei anderen ein oder nimm’ die Einladung von anderen an.

Verlasse Deine Komfortzone, mach’ Dich auf, sonst ziehst Du Dich selbst runter.

Beweg’ Deinen Popo und verschaff’ Dir selbst neue Eindrücke und Sichtweisen.

Die Welt ist Gott sei Dank voll davon;)

Ich wünsche Dir eine herrliche Woche und sende Dir entspannte Grüße.

Deine Jeanette

 

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Warum Multi-Tasking nicht wirklich Zeit spart!

Warum Multi-Tasking nicht wirklich Zeit spart!

Warum Multi-Tasking nicht wirklich Zeit spart!

Hier erfährst Du, warum das mit dem Multi-Tasking nicht wirklich funktioniert und warum es mehr auf Achsamkeit ankommt!

Hast Du Lust auf eine kleine Übung? Dann los …

Fixiere bitte für ca. 3-5 Sekunden das schwarze Kreuz? Keine Sorge, es passiert nichts Schlimmes 😉

 

 

… Und was ist passiert?

Hast Du bemerkt, dass der Quader plötzlich seine „Position“ verändert hat bzw. Du plötzlich eine andere Ansicht auf den Quader hattest?
Toll, was? Und nun versuch mal, beide Ansicht gleichzeitig zu sehen?
Das geht nicht? Genau!

Und genau aus diesem Grund geht „echtes“ Multitasking im wahren Leben auch nicht. Es ist hirnphysiologisch schlichtweg nicht möglich.

Du kannst immer nur eine Sicht zu einer Zeit sehen – oder eben abwechselnd mal das eine, mal das andere.

Aber was ist Multitasking eigentlich?

In der Psychologie versteht man unter Multitasking, die Ausführung zweier oder mehrerer Aufgaben ( = Task) zur selben Zeit oder abwechselnd in kurzen Zeitabschnitten.

In unserem Gehirn laufen permanent viele Prozesse gleichzeitig ab.
Aber das geschieht unbewusst.

Wir haben zum Beispiel keine Probleme beim Gehen zu sprechen oder wenn wir telefonieren, die Hände dazu zu bewegen.

Das geht aber nur, weil wir uns bei diesen Tätigkeiten keine Gedanken machen, also das Großhirn nicht dazu schalten müssen.

Zum Beispiel beim Autofahren.

Wir haben hunderte von Malen denselben Vorgang geübt:

Kuppeln, Schalten, Gas laaaangsam kommen lassen … Kuppeln, Schalten, Gas laaaangsam kommen lassen …
Außer Du fährst mit Automatik;)

Sobald wir für etwas die bewusste Aufmerksamkeit der „Geschäftsleitung“ (unserer Großhirnrinde) brauchen, zum Beispiel, wenn wir mit einer Freundin telefonieren, ihr zuhören, antworten und gleichzeitig den Geschirrspüler ausräumen, dann steigt die Fehlerquote und unser Aufmerksamkeit schwindet in einem Bereich.

Das kann dann dazu führen, dass die Freundin plötzlich sagt: „Heyyyy? Hörst Du mir überhaupt zu?“

Übrigens: Dass Frauen die besseren Multi-Tasker seien, konnte bisher wissenschaftlich leider nicht belegt werden. Schade!;)

Echtes Multitasking ist daher eine Illusion.
So gerne viele auch auf ihrer Fähigkeit beharren mögen. Für anspruchsvolle Tätigkeiten müssen wir unser Großhirn benutzen und das Hirn schafft eben nur eine Tätigkeit zu einer Zeit und nicht mehrere gleichzeitig parallel. 

Multitasking ist out – Achtsamkeit ist in

Mit Multitasking lässt sich auch keine Zeit einsparen.

Denn die Fehler, die sich durch das Multitasking einschleichen haben, müssen später, beim bewussten Check-up wieder ausgebessert werden.

Und das kostet Zeit. Mehr Zeit, als wenn wir uns von Anfang an nur auf eine Tätigkeit konzentriert hätten.
Also immer ein Schritt nach dem anderen und nicht zwei auf einmal.
Dann klappt’s auch mit der Zeit.

Dann kannst Du Dich mehr in Achtsamkeit üben:
dem Wahrnehmen des gegenwärtigen Moments ohne diesen zu bewerten.

Und dieser eine Moment dauert ungefähr 3 Sekunden.

Auch das haben Hirnforscher herausgefunden.

Dass unser Gehirn die Gegenwart in einer Zeitspanne von ca. 3 Sekunden erfasst.

Danach ist alles wieder Vergangenheit.

Auch sog. „Kippfiguren“ wechseln nach ungefähr 3 Sekunden.
Das bedeutet, dass Alles, was wir vermeintlich ganz „bewusst“ erleben, worauf wir also unsere Aufmerksamkeit mit voller Bewusstheit richten, nur 3 Sekunden dauert. Das ist unsere „subjektive Gegenwart”: das JETZT!

Aber immerhin. Wow! 3 Sekunden volle Konzentration auf die Gegenwart. Das musst Du erstmal hinkriegen. Und die 3-Sekunden-Spanne lässt sich sogar ausdehnen … Wir machen gleich mal den Test oder die Probe auf’s Exempel!

Konzentriere Dich bitte 3 Sekunden lang nur auf Deinen Atem.
Auf nichts anderes!
Zeit läuft …
Und? Hat’s geklappt? Ja bestimmt! Super!

Nun steigerst Du Dich und machst aus 3 Sekunden ganze 3 Minuten.
Konzentriere Dich bitte 3 Minuten lang nur auf Deinen Atem. Auf nichts anderes!
Und? Hat’s geklappt? Vermutlich nicht.

Da haben sich innerhalb dieser 3 Minuten wieder so andere Gedanken eingeschoben. So Gedanken an das Essen am Abend oder die Terminliste oder das gestrige Gespräch oder was Du morgen noch einkaufen möchtest oder Meinungen über Dich und andere oder ….

Aber mach’ Dir nichts draus! Das ist alles Übungssache. Denn Achtsamkeit oder Gegenwartsbewusstsein lässt sich trainieren.
Jeden Tag eine kleine Übung und Du bemerkt nach 1-2 Wochen schon die ersten merkbaren Fortschritte.
Meine Lieblingsübung ist hierbei das Atemrunterzählen von 10 -0.
Hier die Übung. Klick einfach auf den Link.

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Ein Interview: Wie Eltern besser entspannen können

Ein Interview: Wie Eltern besser entspannen können

Ein Interview: Wie Eltern besser entspannen können

Wie Eltern besser entspannen können

Interview mit dem Journalisten Thomas Wübker für das Familienmagazin Klecks – das Familienmagazin für Lingen, Meppen und Umgebung. Den ganzen Artikel kannst Du Dir hier online anschauen. Klick hier!

Wichtig für Dich zu wissen: Ich habe selbst keine Kinder. Aber zwei Neffen. Und meine Klienten haben Kinder. Und manche sind schon weiter in Sachen Entspannung als andere. Seine Entspannungsfähigkeit nimmt man sozusagen „mit“. Wenn man vor der „Kinderzeit“ gut entspannen konnte, wird man es danach auch können.

Und was für Menschen ohne Kinder gilt, gilt auch für Menschen mit Kindern.

Daher ist es völlig ok, dass ich auch als Nicht-Mutter über Entspannung von Eltern schreibe;) Außerdem bin ich regelmäßig im Austausch mit Müttern und Vätern und weiß, was wirklich beim Thema Entspannung hilft und was weniger. Deshalb sind meine Antworten – denke ich – auch ganz praktisch und alltagstauglich.

1. Ist es hilfreich, wenn Eltern ihre Kinder bei der Oma „parken“ und sich mal in die Sauna setzen oder vielleicht auch eine Massage gönnen?

Ja, klar. Auf alle Fälle.
Es gibt ein afrikanisches Sprichwort, das besagt:

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen!“

Einige Eltern plagt dann aber oft dasschlechte Gewissen oder sie wollen die Großeltern nicht zu oft in Anspruch nehmen oder nur in Notfällen.
Am wichtigsten ist für viele Elternteile und mehr für die Mütter auch die mentale Entspannung.

Also mal den Kopf frei zu bekommen von den ganzen Fragen die einen plagen oder die den Haushalt und die Kindererziehung betreffen:

  • „Was muss ich noch machen…!“
  • „Was darf ich nicht vergessen?“
  • „Was soll ich morgen kochen?“.

Aber auch „kleine“ Auszeiten von 10 Minuten sind wichtig und sollten auch ohne Oma und Opa immer mal wieder in den Alltag eingebaut werden mit gutem Gefühl.

Ich nenne das Arbeit im Außen und Arbeit im Innern:

Also die Arbeit im Außen ist alles, was mit der Kindererziehung, dem Job, dem Haushalt und Garten etc. zu tun hat. Das läuft ja eh meistens.

Aber was zu kurz kommt ist die „Arbeit im Innern“, also die mentale Hygiene, der seelische Hausputz oder die psychische Entspannung auf dem Sofa.

In unserer Gesellschaft ist oft nur die Arbeit im Außen wertvoll.

Und wenn sich eine Mutter mal Ruhe auf dem Sofa gönnt, denkt sie gleich, sie sei faul.

Oder die Gedanken an all das, was noch zu tun ist und jetzt ja liegen bleibt, gehen ihr durch den Kopf.

Das muss gelernt und immer wieder geübt werden und daher ist es wichtig, das einfach umzudeuten, also das „Sofaerlebnis“ als Arbeit im Innern zu bezeichnen.

Ideal wäre eine 50-50-Aufteilung: 12 Stunden Arbeit im Außen. 12 Stunden Arbeit im Innern.

Das ist für viele natürlich nicht so einfach umsetzbar. Aber die ersten Veränderungen finden ja bekanntlich immer im Kopf statt;)

2. Kann man Entspannung für Eltern aufteilen, also mal kriegt die Mama freie Stunden, dann der Papa?

Unbedingt. Gerade wenn die Babys auch nachts gefüttert werden wollen oder in der Kleinkindzeit, dann gehen alle Eltern über kurz oder lang auf dem Zahnfleisch.

Der Schlaf fehlt und man reagiert gereizt, genervt und ist mies drauf. Das ist völlig normal.

Gerade dann ist es wichtig, sich über Tag die Ruhezeit in Form eines Kurzschlafs, dem sog. “Power-Napping“ zurückzuholen. Da reichen dann auch wirklich nur 10-20 Minuten und der Körper erholt sich.

Bei den meisten Paaren übt ja die Frau den „Mutter-Beruf“ zuhause aus und der Mann geht tagsüber zum Arbeiten woanders hin.

Daher sollten sich Eltern unbedingt in den Nächten abwechseln z. B am Wochenende.

Damit das funktioniert, müssen Paare miteinander „reden“ und gemachte Absprachen unbedingt eingehalten werden, damit der andere nicht enttäuscht oder gefrustet ist und es an anderer Stelle zu Konflikten kommt. Dass sich die Eltern als Team erleben und nicht der andere nur denkt: „Toll, ein anderer macht’s!“

Viele Mamas haben Probleme mit dem „Loslassen“, also den Fragen:

  • „Macht mein Mann das überhaupt gut genug?“
  • „Kriegt der das hin?“
  • „Rührt er den Brei nicht zu heiß an?“
  • „Findet es das Lieblingskuscheltier?“

Und so setzen sich oft Mütter noch zusätzlich mit ihren eigenen Ansprüchen unter Druck.

Papas machen es anders als Mamas. Weder besser noch schlechter nur anders.

Das zu akzeptieren und das Vertrauen in den Partner hilft enorm, um sich vor allem kopfmäßig zu entspannen.

3. Wie kann man sich als Eltern nachhaltig entspannen?

Wenn es um dieses Thema geht, lachen viele Mütter;) Wie soll das denn mit Kindern gehen???

“Aber es gibt soooo viele Möglichkeiten und man muss ja nicht gleich das Riesenprogramm auffahren, für das man ja eh keine Zeit findet.” sagt meine Schwägerin.

Die Kommunikation zwischen den Partnern sei dabei essentiell. Und wenn die Eltern es schaffen, sich regelmäßig, also zum Beispiel 14-tägig gemeinsame Zeit zu erlauben und sich das echt zu gönnen, ohne sich gleich als egoistische oder schlechte Eltern zu fühlen, dann ist schon viel gewonnen.

Und dann NICHT über die Kinder oder Erziehungsprobleme etc. zu sprechen, sondern über andere Dinge. Mal ein gemeinsamer Kinobesuch oder Freunde treffen. Auch der Austausch mit anderen Eltern ist wichtig, denn die Eltern erleben: „Gott sei Dank. Wir sind nicht allein!“

Männer gehen gerne ihrem Hobby nach und entspannen sich körperlich beim Sport am besten.

Da ist es wichtig, dass ihnen diese Möglichkeit weiter eingeräumt wird und die Mutter am Weekend dann andere Entspannungsmöglichkeiten bekommt, die ihr gut tun.

Die Mamas sollten aber auch ihre „früheren“ Hobbies wieder aufnehmen und sie nicht in die ferne Zukunft verschieben.

Doch hier muss jeder seinen eigenen Weg finden, denn jeder entspannt ja anders. Was dem einen gut tut, findet der andere einfach nur stressig;) Wichtig ist, das TUN!

Und last but not least:

Dass die Eltern sich auch als Paar nicht vergessen, die auch mal ein Leben vor den Kindern hatten.

Männern entspannt Sex. Frauen brauchen Kuschelzeit. Und wenn das zu kurz kommt, geht der Eros flöten.

4. Gibt es Methoden, in denen Eltern mit ihren Kindern zusammen Entspannung finden?

Klar. Zum Beispiel beim Spiele spielen, malen, basteln, backen – je nach Alter der Kinder.

Da sind alle sowas von im Hier und Jetzt und denken nicht immer darüber nach, was später noch gemacht werden muss. Da fahren auch die Eltern so richtig schön runter.

Diese gemeinsame Familienzeit kann auch mit einer gemeinsamen Mahlzeit am Tag am Tisch so richtig schön zelebriert werden. Selbst wenn es heiß her geht am Tisch.

Und manchmal tut es eben auch ein schöner Kinderfilm, den sich alle zusammen auf der Couch anschauen.

Also wieder Runterschrauben der eigenen Ansprüche, man müsste was total Innovatives machen. Das mega Wellness-Wochenende für die gesamte Familie taugt da meistens nicht ganz so viel, weil das auch schon wieder stresst.

Es sind immer die kleinen Dinge des Alltags, die entspannen und die auch dauerhaft umgesetzt bzw. in den Alltag integriert werden können. Kinder sind für sooo Vieles zu begeistern und schon durch „Kleinigkeiten“ selig. Und Eltern eigentlich auch;)

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 5. Wie komme ich als gestresste Mutter oder Vater dazu, im Alltag Entspannung zu finden und vielleicht sogar mich nicht vom Alltag stressen zu lassen?

Kinder helfen einem normalerweise beim mentalen und körperlichen Herunterfahren.

Beim Spiel mit dem Kind zum Beispiel sollte auch nur das Kind und das „Bauprojekt“ im Vordergrund stehen und nicht neben her noch die Emails oder die WhatsApp-Nachrichten gecheckt werden, weil man denkt, dadurch Zeit zu sparen. Dann verpufft diese wertvolle Erholungszeit.

Außerdem müssen unbedingt die eigenen Ansprüche heruntergeschraubt werden.

Die eigene Unvollkommenheit immer wieder als vollkommen betrachten.

Denn Stress entsteht nur in unserem Kopf und hängt stark davon ab, wie wir etwas bewerten. Es sind nie die Dinge an sich, die Problem verursachen, sondern meist unsere Einstellungen und Bewertungen dieser Dinge. Das wussten auch schon die alten Griechen.

Die „Arbeit im Außen“ kann an der Garderobe abgegeben werden. Wenn Feierabend ist, dann sollte auch Feier-Abend sein. Nicht sofort über die Arbeit sprechen.

Feierabend-Rituale einbauen:

  • „Wenn ich vom Job nach Hause, höre ich immer den gleichen Song und sag mir selbst: Jetzt ist Feierabend.“
  • „Wenn ich zuhause bin, zieh ich mich erstmal um und schlüpf in meine Wohlfühlklamotten“

Sonst hat man am Abendbrottisch nicht den Vater oder die Mutter sitzen, sondern die Lehrerin oder den Arzt, die Bankkauffrau oder den Versicherungsmakler.

Männer müssen beim Nachhausekommen erstmal „Abschaltzeit“ bekommen, ohne gleich in Beschlag genommen zu werden. Sie müssen erstmal ankommen und ihre „Arbeits-Rolle“ ablegen.

Dafür reichen häufig schon 10 Minuten. Aber die sind wichtig.

Das müssen Frauen wissen, damit sie ihren Göttergatten nicht gleich im Hausflur mit allen News des Tages überfallen. Für viele Frauen ist das unverständlich, da sie ganz anders ticken.

Aber für Männer ist dieses entspannte Ankommen essentiell.

Und immer und immer wieder … sich Ruhepausen und kurze Auszeitphasen gönnen und ganz wichtig: dies als Notwendigkeit erachten.

Sich selbst die Erlaubnis geben, sich entspannen zu dürfen.

Eltern müssen miteinander reden. Kommunikation ist alles. Aber nicht die endlose Kommunikation, sondern die regelmäßige über Alltägliches und Schönes.

Nicht permanent Probleme diskutieren, denn das ist zermürbend. Sondern Alltägliches und Schönes besprechen. Was planen. Sich auf was freuen.

6. Was geschieht, wenn Eltern sich nicht entspannen können und sich vom Stress vereinnahmen lassen?

Wer nicht gelernt hat oder lernt, gut auf sich selbst zu achten, der wird über kurz oder lang, ob mit Kind oder ohne unzufrieden.

Dafür gibt es ein schönes neues Wort.

Man nennt das SelfCare, also die Selbstfü(h)rsorge. HIerbei steht die Frage im Vordergrund:

„Kümmer’ ich mich gut um mich?“

Das lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen:

Wenn jemand eine Flugreise macht, dann sagt der Steward oder die Stewardess oft bevor der Flieger abhebt.

„Im Falle eines Druckabfalls kümmern sie sich bitte zuerst um sich und erst dann um ihren Nachbarn“.

Das ist praktizierte Selbstwertschätzung mit gesundem Egoismus.

Wer sich nicht entspannen oder nicht runterfahren kann, der gefährdet seine Beziehung. Denn nichts ist unsexier, als ein gereizter und überspannter Partner.

Man gefährdet sein Gesundheit, denn es gibt auch genügend Mütter mit Burnout.

Man wird dünnhäutiger, reagiert gereizter, fühlt sich permanent überfordert und der Selbstwert leidet.

Außerdem tauchen Schlafstörungen auf und das wiederum führt zu mieser Laune.

Man fühlt sich irgendwann als der letzte Schlumpf auf Gottes Erdboden und beginnt an allem zu zweifeln – sogar an der Beziehung.

Wer das länger als 14 Tage bei sich beobachtet, muss dringend gegensteuern.

Und der erste Schritt ist die Bewusstwerdung: „Ach so ist das!“

Erst dann kann was verändert werden.

Und Kinder spüren es, wenn die Eltern unter Stress stehen. Sie fordern noch mehr Aufmerksamkeit, sind unruhig und unausgeglichen. Größere Kinder ziehen sich eher zurück und machen dicht. Sie reagieren ebenfalls mit Stresssymptomen auf den Stress der Eltern, der sich auf sie überträgt.

Kinder sind wie Spiegel. Sie erinnern die Eltern durch ihr Verhalten daran, wann die Eltern den Bogen einfach überspannt haben und jetzt besser in den Ent-Stressungsmodus fahren sollten.

Wenn sich dennoch der Stresslevel durch solche Maßnahmen nicht runterfahren lässt, dann sollte man unbedingt auch externe Hilfe in Anspruch nehmen. Das gehört auch zur Verantwortung von Eltern und zur Psychohygiene. So können Eltern ihren Kindern auch Vorbild sein und ihnen zeigen, wie man selbstverantwortlich mit “schwierigen” Lebensphasen umgeht und es kein Beinbruch oder ein Zeichen von Schwäche ist, um Hilfe zu bitten, sondern ein Zeichen von Stärke.

 

Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, dann freue ich mich über einen Kommentar.

Danke Dir.

Deine Jeanette

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Wie Dir Stress hilft, Dein Überleben zu sichern!

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Stress und Körper

Wusstest Du schon, dass Stress eine absolut geniale Erfindung der Natur ist?

Denn die Stressreaktion Deines Körpers ist ein kleines physiologisches “Wunder”.

Sie ist ein lebensnotwendiges Reaktionsmuster, bei dem Dein Organismus durch die Ausschüttung vieler Hormone, z. B. Adrenalin und Nor-Adrenalin innerhalb von Sekunden in Abwehr- und Alarmbereitschaft versetzt wird.

Diese Stressreaktion ermöglicht es Dir, blitzschnell zu handeln, ohne erst lange darüber nachdenken zu müssen.

Und diese „Einrichtung der Natur“ ist durchaus sinnvoll.

Gäbe es sie nicht, hätten unsere Vorfahren vermutlich schon längst „den Löffel“ abgegeben, weil sie noch mit der richtigen Strategie beschäftigt waren, während bereits eine Büffelherde anrollte.

 Die Fight-or-Flight-Reaktion

In Gefahrensituationen haben wir oft nur 2 Möglichkeiten:

Nix wie weg oder doch nich’ weg! Also Flucht oder Kampf! Fight or Flight!

Unter der Fight-or-Flight-Reaktion versteht man eine sog. „Kampf-oder-Flucht-Reaktion“ welches eine rasche körperliche und seelische Anpassung von Lebewesen in Gefahrensituationen als Stressreaktion ermöglicht.

Im Fight-or-Flight-Modus benötigst Du eine Unmenge an Energien.

Während der Kampf-oder-Flucht-Reaktion wird unfassbar schnell Adrenalin ausgeschüttet, wodurch sich Dein Herzschlag und Deine Atmung erhöht und Deine Körperkraft ansteigt.

Du entwickelst kurzfristig Bärenkräfte.

Bleibt die Belastung bestehen, wird noch Cortisol „hinzugeschüttet“.

Doch andere, jetzt gerade weniger wichtige Körperfunktionen, wie z. B. die Verdauung, die Bereitstellung von Sexualhormonen oder die Infektabwehr sowie die Schmerzempfindung werden gezielt herunter reguliert, da sie für das Lösen der konkreten Situation nicht erforderlich sind.

Die Steuerung dieser Prozesse übernehmen die Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin und werden vom Zwischenhirn reflexartig, also ruckzuck, koordiniert. 

WICHTIG: Wenn die „Gefahr“ vorüber ist, senkt sich alles wieder ab und pegelt sich im Normalbereich ein. So sollte es zumindest sein!

Du siehst: Eine geniale Erfindung der Natur!

Aber leider bauen wir das ganze „Hormon-Gemixe“ in unserem Körper nicht mehr ordentlich ab.

Wir verharren sozusagen im Kampf-oder-Flucht-Modus!

Das ist schlecht.

Denn zu lang andauernder Stress kann zu Schäden oder zum Zusammenbruch des Organismus führen.

Und dann ist Ende im Gelände!

Diese Vorgänge spielen sich aber nicht nur in unmittelbaren Gefahrensituationen ab, sondern auch bei jeder Form von Belastung. Selbst wenn sie nur in Gedanken stattfindet.

Es ist daher leicht verständlich, dass sich bei permanenter Überforderung entsprechende Stress-Symptome und Stresskrankheiten entwickeln können.

 

Stress und Gehirn

 

Gehirn

Unser Gehirn mit Stammhirn, Limbischen System, Amygdala, Großhirn etc.

 

Unser Gehirn besteht eigentlich aus 3 Gehirnen

 

  1. dem Stammhirn (sog. Reptiliengehirn, dem ältesten Teil unseres Gehirns)
  2. dem Zwischenhirn oder Emotionalen Gehirn bzw. Limbischen System (mit Amygdala, Hippocampus und Hypothalamus) und
  3. dem Großhirn oder sog. Neokortex (jüngster Teil unseres Gehirns)

 

Das Stammhirn regelt Atmung, Fortpflanzung, Nahrungsaufnahme und Verdauung. Hier ist auch das vegetative Nervensystem (VNS) eingebettet.

Das Zwischenhirn mit dem Limbischen System regelt alles, wo es in irgendeiner Form um Emotionen und deren Verarbeitung geht. Teile des limbischen Systems fallen auch in den Bereich des Neokortex.

Das Großhirn macht den Hauptteil aus und besteht aus einer rechten und einer linken Gehirnhälfte.

Dein Großhirn macht Dich zu dem Menschen, der Du in diesem Leben bist. 

Es ist die höchste Instanz, sozusagen die „Geschäftsleitung“ und managt alle eingehenden Infos und handelt entsprechend.           

Ist unser Bewusstsein im Gehirn?

 

Das menschliche Gehirn besitzt etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neurone), die durch etwa 100 Billionen Schaltstellen (Synapsen) miteinander verbunden sind. Der Waaahnsinn!

Das sind mehr Blätter, als der gesamte Amazonas-Regenwald zusammen hat!!!

Ob in Deinem Gehirn auch Dein Bewusstsein angesiedelt ist, ist allerdings fraglich.

Ich persönlich glaube das nicht!

Du kannst Dir Dein Gehirn eher wie eine Art Empfangsgerät z. B. ein Radio vorstellen. Du empfängst Signale bzw. Frequenzen von außen, doch „gesendet“ wird von anderer Stelle.

 

Auch die Radiowellen kannst Du nicht sehen, aber sie sind dennoch da.

 

Diese Hypothese, dass das Bewusstsein unabhängig von unserem Gehirn existiert, ist eine der Schlussfolgerungen, die Neurologen und Wissenschaftler aus den sog. Nahtoderfahrungen gezogen haben.

Denn nur so konnten sie erklären, warum ein Mensch noch zu Wahrnehmungen fähig war, obwohl sein „Hirn“ vorübergehend komplett außer Kraft gesetzt wurde.

Wenn das Empfangsgerät, also das Gehirn wieder lief, empfing es weiterhin normale „Frequenzen“ und eben auch andere Frequenzen, die nur sie empfangen konnten, andere aber nicht.

Sollte Dich das mehr interessieren, empfehle ich Dir folgendes Buch:

 

BUCH-TIPP: Endloses Bewusstsein – Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung von Dr. Pim van Lommel

 

Die 2 Gegenspieler

 

Tief unten in unserem Gehirn liegt das vegetative Nervensystem VNS mit einem Bereich, der uns stresst bzw. anspannt und einem Bereich der uns beruhigt:

 

  • dem Sympathikus (S) und dem Para-Sympathikus (P)

 

Das VNS, auch autonomes Nervensystem genannt, steuert viele lebenswichtige Körperfunktionen, z. B. die Atmung, die Verdauung und den Stoffwechsel.

Die Nervenbahnen des VNS übertragen wichtige Nervenimpulse (Reflexe) aus den Organen zum Gehirn, beispielsweise aus der Blase, dem Herzen oder dem Darm.

Unser gesamtes neuronales Gleichgewicht wird überwiegend durch diese 2 Gegenspieler geregelt: den Sympathikus und den Para-Sympathikus.

Ich nenne sie häufig vereinfacht „Sympi“ und „Para“. Wie 2 Brüder. Beide sind wichtig. Beide sind notwendig. Manchmal ergänzen sie sich und manchmal arbeiten sie konträr.

Der eine ist weder besser oder schlechter, als der andere. Sie sind einfach.

Und vereinfacht kann man sagen:

 

  • Sympi ist für die Aktivierung und die Anspannung zuständig.
  • Para ist für die Ruhe und die Entspannung zuständig.

 

oder ander ausgedrückt …

 

  • Stress/Belastung aktiviert den Sympathikus
  • Ruhe/Entlastung aktiviert den Para-Sympathikus

 

 

Doch in unserer Leistungsgesellschaft hat „Sympi“ oft mehr Macht bzw. mehr zu sagen, als „Para“. Ihm wird sozusagen mehr Bedeutung zugesprochen:

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ ist die Devise.

Doch wenn wir mehr Stress, Aufregung, Anspannung und Unruhe in unserem Alltag erleben, wird „Sympi“ mit der Zeit immer stärker ausgebildet.

Er hat also mehr Gewicht, wie in der Abbildung mit der Wippe.

Das liegt hirnphysiologisch an folgendem Grund, den ich Dir hier mal als Bild veranschaulichen möchte:

 

…..

 

Nehmen wir einmal an, Du stehst vor einer tollen Wiese. Sie steht in voller Pracht und ist unberührt.

Und jetzt läuft eine einzige Person quer durch diese Wiese.

Du siehst ihre Spur zunächst nur ganz schwach, vielleicht anhand einiger umgeknickter Grashalme oder plattgetretener Blumen.

Doch nun gehen noch weitere Personen genau den gleichen Weg durch diese Wiese. Der Pfad wird nun schon deutlicher sichtbar.

Und wenn immer mehr Menschen, in unserem Falle mehr „Aktivierer“ z. B. in Form von Mobbing, Frust, Ärger, Arbeitsplatzunsicherheit, sorgenvollen Gedanken, Selbstzweifeln, Selbstkritik … um nur einige zu nennen, den immer gleichen „Wanderweg“ durch Dein Gehirn nehmen, dann prägt sich dieses deutlicher ein und eine „Spur“ wird förmlich sichtbar.

Mit der Zeit entsteht vielleicht sogar ein richtiger Highway.

So kann es sein, dass schon das kleinste Ereignis in Dir eine gehörige Portion Anspannung auslöst, Dich in Angst, Wut oder Trauer bringt und Deinen Sympi sofort aktiviert.

 

 

Und was ist mit Para?

Ja, der hat in der ganzen Zeit, in der sein Bruder „Sympi“ zugange ist, nichts zu melden.

Er kommt einfach nicht gegen ihn an.

Dabei will er doch für den Ausgleich sorgen.

Para wird dann aktiviert, wenn es um Entspannung und Beruhigung geht.

Also immer dann, wenn Du Dir Pausen gönnst, etwas genießt oder ein kleines Mittagsschläfchen machst.

 

Das Problem unserer Leistungsgesellschaft

In diesem Ungleichgewicht zwischen Sympi und Para liegen viele Probleme unserer derzeitigen Leistungsgesellschaft begründet.

Wir haben in uns selbst eine Art „Durazell-Hasen“ (falls Du den nicht mehr kennen solltest, schau Dir das Video unten an;) heran gezüchtet, der in unserem eigenen Haus – oder im Garten, oder im Wohnzimmer, bei der Arbeit, im Bett etc. –  ohne Pause herumrattert und permanent auf Hochtouren läuft.

Kein Wunder, dass viele unter Bluthochdruck, erhöhten Cholersterinwerten, Angst- oder Panikattacken, Wutausbrüchen, Erschöpfungszuständen oder Schlafstörungen leiden.

Sympi ist immer „in the house“.

Selbst nachts liegt er neben Dir und „trommelt“ Dir was vor.

Und Para?

Ja, Para sitzt gemütlich in der Ecke und wartet auf seinen Einsatz.

Und warten kann er. Denn er ist sehr geduldig. Aber er will aktiviert bzw. eingeladen werden.

Er kommt erst, wenn Sympi das Feld räumt bzw. Du ihm die Erlaubnis gibst, jetzt zu übernehmen.

Dann darf sich Sympi hinsetzen und Para übernimmt.

So geht es also bei jedem effektiven Stress- und Selbstmanagement IMMER um einen Ausgleich zwischen diesen beiden ungleichen Brüdern: von der Anspannung zur Entspannung, von der Entspannung zur Anspannung, von der Anspannung zur Entspannung usw. …

VIDEO-TIPP: Der Durazell-Hase – Werbung aus den 80ern ??

Schreib mir gerne in die Kommentare.

Bis dann und bleib entspannt.

Deine Jeanette

 

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Was Du unbedingt über Stress wissen musst

Was Du unbedingt über Stress wissen musst

Was Du unbedingt über Stress wissen musst

Was Du unbedingt über Stress wissen musst

Die Geschichte des Wortes „Stress“

Die Sache mit dem Stress ist eine höchst spannende Angelegenheit.

Denn Stress ist grundsätzlich etwas Positives. Hätten wir ihn nicht, dann wären wir als Menschheit vermutlich schon längst ausgestorben.

Aber um das zu verstehen, muss man sich erst einmal die Geschichte zur Entstehung des Begriffes anschauen. Denn das Wort „Stress“, wie wir es heute verwenden, gab es so früher nicht.

Die Entstehung des Wortes 

Es entstand ungefähr in den 1930er Jahren und stammt ursprünglich aus der Physik.

Dort bedeutet es “die Verbiegung eines Materials unter Druck” (engl. stress = Druck, (An)Spannung von lat. stringere = anziehen, stoßen, verformen).

Der kanadische Arzt und Hormonforscher Hans Selye (*1907 – †1982) übertrug dieses Phänomen nach dem Zweiten Weltkrieg in die Medizin.

Selye machte Versuche mit Tieren und testete deren Belastungsfähigkeit. Dabei stellte er fest, dass Tiere auf Belastungen mit heftigen Symptomen reagieren: vermehrter Herzschlag, beschleunigte Atmung, Anstieg von Stresshormonen wie Adrenalin, Nor-Adrenalin und Cortisol.

Diese Erkenntnisse übertrug er auf den Menschen.

So entwickelte er die Grundlagen der Lehre vom Stress und das allgemeine „Adaptionssyndrom“:

also wie unser Körper auf Stress reagiert bzw. welche Anpassungsreaktionen unser Körper vornimmt.

Jedoch ist das Allgemeine Adaptionssyndrom mittlerweile etwas überholt.

Wir reagieren doch ganz unterschiedlich auf Stress – jeder anders!

Aber mit seinen Forschungen zeigte er, dass permanente Dauer-Belastungen auch für den menschlichen Körper Folgen haben können.

Das war damals bahnbrechend!

Stress hat Folgen 

Und zwar auf allen Ebenen: körperlich, mental, emotional, geistig und sozial.

JA! Und Dauer-Stress kann krank machen. Wie bei allen Dingen, die wir übertreiben.

Daher wird Hans Selye auch heute noch als „Vater der Stressforschung“ bezeichnet.

Seit der Veröffentlichung seiner ersten wissenschaftlichen Arbeit 1936 schrieb Selye mehr als 1.700 Arbeiten und 39 Bücher zum Thema. Als er sein Lebenswerk beschreiben sollte, sagte er:

„Ich habe allen Sprachen ein neues Wort geschenkt – Stress!

Die Sache mit dem Stress beruhte wohl auf einem Missverständnis

So schrieb der Tagesspiegel:

Im Grunde ist das mit dem Stress ein einziges großes Missverständnis. Er habe sich schlicht vertan, gestand Hans Selye, der Forscher, der den Begriff prägte, 1977 in seinen Memoiren. In der Physik beschreibt das englische Wort „stress“ die Kraft, die auf ein Objekt wirkt. „Strain“ hingegen steht für die daraus resultierende Verformung dieses Körpers, für seine Reaktionen auf eine Belastung – genau das, was Selye analog beim Menschen zu benennen suchte. Er habe nicht gut genug Englisch gesprochen, um den Unterschied zu kennen, erklärte Selye, der aus Wien stammend ins kanadische Montreal gekommen war. Klar definiert in der Physik, begann die Geschichte des Stresses in der Psychologie also mit einer Verwechslung. Es sollte eine Karriere voller Missverständnisse werden, die den Stress zum meist beklagten Ärgernis der westlichen Hemisphäre gemacht hat. Zu Unrecht.” (https://www.tagesspiegel.de/wissen/stressforschung-warum-wir-den-druck-brauchen/8094122.html)

2 Arten: Eu-Stress oder Dis-Stress?!

Wie können wir nun mit der Tatsache dieses Missverständnisses umgehen?

Das Wort Stress zurückzunehmen, geht ja nicht mehr. Also bleibt nur eines … die Sache anders sehen!

Neue Definition:

(Dis-)Stress (= Strain) ist die individuelle Reaktion unseres gesamten Organismus auf permanente Dauerbelastung, wenn Regeneration und Erholung ausbleiben oder zu kurz kommen. Als Folge kommt es zu mentalen, emotionalen, sozialen, physischen und psychischen Ausfallerscheinungen.

Umgangssprachlich nennt man das einfach: Über(be)lastung!

Wenn ich in der Folge hier von Stress spreche, dann meine ich immer DIS-Stress.

Schon Hans Selye wies darauf hin, dass Stress nicht nur schlecht sei, sondern dass es auch guten Stress gäbe.

Diesen bezeichnete er als EU-Stress:

„Im täglichen Leben muss man jedoch zwei Arten von Stress unterscheiden, nämlich Eu-Stress, also den „guten“ Stress und Dis-Stress, den belastenden Stress!“

  • Eu = griech. wohl, gut, richtig, leicht – wie in Euphorie, Eulogie = eine Art „Flow“ und
  • Dis = lat. miss-, schlecht, etwas schlechtmachen – wie in Dissonanz oder umgangssprachlich „dissen“ = beleidigen

Eu-Stress motiviert. Und spornt an.

Er sorgt dafür, dass Du Deine anstehenden Aufgaben erledigst und Dich nicht zu Tode langweilst oder Dich irgendwie unterfordert fühlst.

Wenn Du im Eu-Stress, also im FLOW bist, dann ist das ein sehr angenehmer Zustand.

Denk doch mal an Deine (letzte) Hochzeit?

Oder an den profitablen Vertragsabschluss?

Auch die Geburt eines Kindes finden doch alle einfach unvergesslich.

Doch bei all’ diesen Events wird Deine Körper von Stresshormonen nur so überflutet.

Aber Dir? Dir macht das nix auch! Dir geht’s einfach nur gut!

Eu-Stress befähigt Deinen Organismus einfach nur optimal zu handeln.

Er macht Dich mega kreativ und lässt Dich die Schönheit in allem erkennen – er beflügelt.

Dagegen ist Dis-Stress weniger prickelnd.

Hier bist Du nicht mehr “Herr im Ring”, sondern die Belastungen überlasten Dich.

Etwas überfordert Dich und Du hast nicht genug Ressourcen, um da mitzuhalten.

Das meinen wir landläufig, wenn wir sagen: Ich bin im Stress!

Wenn Du im Dis-Stress bist, dann glaubst Du, einer Sache nicht gewachsen zu sein.

Du fühlst Dich überfordert, klein und unbedeutend.

Das muss aber gar nicht stimmen.

Nur die entsprechende Situation lässt uns das glauben.

 

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Was hilft bei Überforderung?

 

  • Durchatmen. Und zwar ganz tief.
  • Raus aus der Situation gehen. Und zwar ganz fix! Zur Not auf’s Klo gehen!

 

Denn wenn Du Dich überfordert fühlst, dann leidet meistens auch Dein Selbstwertgefühl.

Dann fühlst Du Dich körperlich, geistig und mental gestresst.

Und wenn dieser belastende Stress über einen längeren Zeitraum ohne Erholungspausen oder Entspannungsmöglichkeiten andauert, dann haut es fast jeden irgendwann um. Also zieh’ vorher die Notbremse und mach’ immer mal wieder kurze Päuschen. Durchschnaufen! Luft holen! Bewegen! Wasser trinken!

 

 

Wenn also ein Ungleichgewicht besteht zwischen den Anforderungen, die an Dich gestellt werden und Deinen persönlichen Möglichkeiten und Ressourcen, die Dir gerade zur Verfügung stehen, um diese Anforderungen zu bewältigen, dann kommt es zum Stresserleben.

 

 

Und auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Stress zur größten Gesundheitsgefährdung des 21. Jahrhunderts erklärt. Denn seelischer Druck ist für 70 % aller Krankheiten mitverantwortlich. Das meinen zumindest die Forscher … und die müssen’s ja wissen.

 

Wenn Du Dir mal überlegst, dass früher, also so um die 1990er Jahre die größten Gefahren Lungenentzündung, Durchfall und Kindstod waren, so sind es 2020 – 2022 nach WHO-Prognosen Herzinfarkt, Depressionen, Angststörungen. Das sind alles Krankheiten, die häufig aufgrund von Überlastung auftreten, bzw. diese Krankheiten zumindest begünstigen.

 

Eine Definition von Stress?

 

Sorry, aber eine einheitliche Definition gibt es bis heute nicht.

 

Selbst die WHO hat keine einheitliche Definition. Was mich ehrlich gesagt ein bisschen wundert …

 

Sie wies lediglich darauf hin, dass Stress eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts ist! Aber schaun wir uns doch mal an, wie andere Stress definieren …

 

„Stress wird definiert als ein Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt. Der Begriff wurde 1936 von H. Selye geprägt, der zwischen Eustress als einer notwendigen und positiv erlebten Aktivierung des Organismus und Distress als belastend und schädlich wirkender Reaktion auf ein Übermaß an Anforderungen unterschied. Allgemein wird der Stress- Begriff heute im letzteren Sinne benutzt.“ (www.gbe-bund.de)

 

„Stress [engl. Beanspruchung, Belastung, Druck, Anspannung; distress Sorge, Kummer]. Im allg. Sprachgebrauch bedeutet Stress eine subj. unangenehm empfundene Situation, von der eine Person neg. beeinflusst wird (Distress), i. Ggs. zum anregenden pos. S. (Eustress).“ (Lexikon der Psychologie)

 

Aber ich gebe Dir hier mal meine Definition von Stress wieder:

 

Dis-Stress ist ein subjektiv erlebtes Übermaß an Belastung, was immer auch vom einzelnen als belastend erlebt wird. Er resultiert zumeist aus der Angst heraus, etwas nicht zu schaffen und wird getriggert durch sog. Innere Antreiber, Erwartungen und Überzeugungen, die den Stressauslöser negativ bewerten. Stresserleben ist damit höchstpersönlich und individuell. Was den einen stresst, macht dem anderen gar nichts aus. Stress entsteht im Kopf.

 

Hast Du vielleicht eine schöne Definition? Oder wie siehst Du die Sache mit dem S?

 

Dann schreib mir Deine Antworten gerne in die Kommentare.

 

Bis dann und bleib entspannt.

 

 

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Karma – was ist das eigentlich?

Karma – was ist das eigentlich?

Karma – was ist das eigentlich?

Frau mit Hut und Hand vor Sonnenaufgang

Du hast sicherlich schon öfters von “Karma” gehört. Es wird mittlerweile sogar in der Werbung, als sog. “Karma-Marketing” benutzt. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff?

Woher stammt der Begriff “Karma”?

Das Wort “Karma” entstammt der altindischen Sprache des Sanskrit und bedeutet dort soviel wie “Wirken” oder “Tat”.

Laut vielen fernöstlichen Philosophien wirkt alles, was Du jemals in Deinem Leben gedacht, getan oder gefühlt hast, auf Dich zurück.

Es ist das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Karma bedeutet aber nicht irgendeine Form von Bestrafung, sondern ist eher als eine gerechte Gesetzmäßigkeit zu verstehen. Ein logische Schlussfolgerung sozusagen.

Es geht im Leben immer um Lernen, Wachsen und mehr Mitgefühl und Liebe für sich und andere zu entwickeln.

Das erfahren wir auch aus den Informationen von Menschen, die schon einmal eine sog. Nahtoderfahrung hatten. Vielen von ihnen berichten, dass sie sich ihr eigenes Leben einmal anschauen mussten bzw. sollten.

Sie schlüpften dabei sogar in die Rolle des Gegenübers, und erlebten und fühlten, wie ihre Aussagen oder Taten beim anderen angekommen waren, also wie dieser sich dabei gefühlt hatte. Besser kann man nicht lernen!

Du kennst das auch aus dem Sprichwort: “Wie Du in den Wald reinrufst, so schallt es zurück.” oder “Was Du nicht willst, dass man Dir tu’, das füg auch keinem anderen zu!”

 

Karma verstehen

Zugegeben: Das Prinzip des Karma zu verstehen und für sich zu nutzen, ist nicht ganz leicht.

Im Buddhismus zum Beispiel kann Karma vieles zugleich sein.

Der Dalai Lama sagt in seinem Buch “Der Weg zum Glück”:

“Manche Menschen missverstehen das Konzept vom Karma. Sie interpretieren die Lehre so, als sei alles vorherbestimmt, als gäbe es nichts, was der Einzelne daran ändern könnte. Der Ausdruck Karma oder Handlung steht für eine aktive Kraft; es bedeutet, dass zukünftige Geschehnisse in unseren eigenen Händen liegen.”

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Karma entfaltet sich schon in diesem Leben

Es geht also nicht nur um “das nächste Leben”, sondern Dein Karma kann sich eben auch schon in diesem Leben entfalten.

Was Du für andere Menschen tust oder eben nicht tust, hat Auswirkungen – sozial, politisch, rechtlich, menschlich und eben karmisch.
In der Bibel heißt es ja auch: Wir ernten, was wir säen! Wenn Du Apfelkerne säst, kannst Du nicht erwarten, dass da ein Birnbaum draus wird.

Karma soll Dir helfen zu wachsen. Karma soll nützen, nicht schaden.
Karma ist weder gut noch schlecht. Karma ist einfach.

 

Alles eine Frage der Absicht

Im Karma geht es immer um die dahinterliegende Absicht, also wie Deine Motive aussahen. Aus welchem Grund Du was getan, gedacht oder gefühlt hast.
Hier ein Beispiel:
Ein Mann hat ein scharfes Messer in der Hand. Er schneidet einen anderen Menschen damit, der daran verstirbt.

Was denkst Du nun darüber?
Ist das furchtbar? Unfassbar? Muss der Mann durch ein Gericht verurteilt werden?
Hmm! Jetzt kommt es auf den Kontext an: Der Mann ist ein Chirurg, der eine Operation an einem Menschen mittels eines Skalpells durchführt. Leider verstirbt der Mensch während der Operation.
Hat der Chirurg nun “schlechtes ” Karma angesammelt? Nein! Er hatte die Absicht zu helfen, nicht zu schaden. Dass es letzten Endes doch missglückt, lag nicht in seiner Hand.

 

Die Macht Der Eigenverantwortung

Karma hängt eng mit dem Wert bzw. dem Bedürfnis nach Eigenverantwortung zusammen.

Denn wer Verantwortung für sein Denken und Handeln übernehmen kann, ist frei.

Freiheit bedeutet hier, im Wissen zu leben, dass Du Dein Denken und Fühlen selbst bestimmst:

  • dass Du selbst dafür verantwortlich bist, was Du denkst oder fühlst und
  • dass Du die Erkenntnis in Dir trägst, dass nicht die anderen oder die Umstände für Dein Denken und Fühlen verantwortlich gemacht werden können, sondern nur Du selbst.

Eigenverantwortung heißt nicht „Was kann ich dafür?“, sondern „Was kann ich dafür tun?“.

Wir haben einen freien Willen und können uns bewusst entscheiden, was wir denken oder fühlen wollen. Auch wenn die Umstände noch so schrecklich sind, steht es mir frei, mich schrecklich zu fühlen oder mit einigem Abstand die Situation anders zu bewerten.

Wenn einem bewusst ist, dass Gefühle nur auf Bewertungen beruhen und oftmals Vergleiche mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit darstellen, dann kann man sich als frei erleben.

Ein Leben in Eigenverantwortung führt also zwangsläufig zu einem Leben gedanklicher und emotionaler Freiheit. Und zu “besserem” Karma.

Oder anders ausgedrückt: Zu weniger Stress in Deinem Leben;)

Ich wünsche Dir eine herrliche Woche voll inspirierender Eigenverantwortung.

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