Stress-Management Archive - Jeanette Richter
Die 5 häufigsten Stress-Verstärker und wie Du sie erkennst!

Die 5 häufigsten Stress-Verstärker und wie Du sie erkennst!

Kennst Du Deine inneren Antreiber? Also Deine stressverschärfenden Gedanken, die dafür sorgen, dass Du einen negativen Stress selbst noch verschärfst?

Persönliche Stressverstärker

Persönliche Stressverstärker oder auch „Innere Antreiber“ genannt, resultieren auf einschränkenden Glaubensmustern, die Du teilweise so stark verinnerlicht hast, dass sie Dir überhaupt nicht (mehr) bewusst sind.

Sie treiben Dich sozusagen von innen heraus an und bestimmen Dein Denken, Fühlen und Verhalten. Und jeder hat welche. Mehr oder weniger.

WICHTIG:

Hinter jedem Antreiber steckt im Grunde ein Bedürfnis. Und Dein Antreiber wird dann aktiviert, wenn ein wichtiges Bedürfnis nicht erfüllt ist. 

Daher sind innere Antreiber nicht „schlecht“ oder „negativ“, denn sie haben auch viele Vorteile. 

Diese zu erkennen und zu nutzen und sie in das eigene So-Sein zu integrieren, statt abzulehnen, ist Aufgabe jedes Stressmanagements.

Doch bei jedem Antreiber gilt: Die Dosis macht das Gift. 

Denn wenn Du unter Stress gerätst, dann aktivierst Du automatisch Deine inneren Antreiber. 

Daher ist es wichtig, dass Du Deine inneren Antreiber in- und auswendig kennst und diese auch schätzen lernst, ganz nach dem Motto: „Aaaah, da isser ja wieder!“

Wenn Du herausfinden möchtest, welche Antreiber oder Stressverstärker bei Dir gerade aktiv sind, dann lade Dir doch gleich mal meine GRATIS-BOX inklusive Checklisten herunter. Klicke dazu einfach auf das Bild!

Gratisbox

Die Checkliste

Durch diese Checkliste kannst Du herausfinden, welche Stressverstärker bei Dir gerade besonders “aktiv” sind. 

Bitte sehe das nicht als Dogma, sondern eher als eine Art „Momentaufnahme“. 

Das ist wichtig! Sonst fühlt Du Dich irgendwie „komisch“. Das tut nich’ not. 😉

Und ebenso wichtig ist es, dass die folgenden Eigenschaften zwar als „positiv“ und „negativ” bezeichnet werden, diese aber eher als „dienlich” bzw. „weniger dienlich” anzusehen sind.

Einige Eigenschaften „dienen“ der Entdeckung Deines wahren Selbst. Andere eher nicht!

„Hinter jedem Antreiber steckt im Grunde ein Bedürfnis.“ Marshall B. Rosenberg

Die 5 häufigsten Stressverstärker

Sei perfekt!

Bedürfnisse/Motive: Selbstbestätigung durch gute Leistung, Erfolg, Vervollkommnung

Lieblingssatz: Das passt noch nicht! Das reicht noch nicht! Ich reiche noch nicht!

Angst vor: Fehlern, Misserfolgen, Versagen, Ablehnung, Kritik

Positive Eigenschaften: gewissenhaft, motiviert, ordnungsliebend, ehrgeizig, kompetent, wissbegierig, neugierig, verantwortungsbewusst, streben nach Höchstleistung, detailgenau, verlässlich, arbeiten akkurat, können gut alleine sein.

Negative Eigenschaften: eher rational, pingelig, pedantisch, detailverliebt, wenig ist gut genug, keine guten Teamplayer, sehr kritisch, wenig Kontakt zum Gefühl

Problem: Du bist anderen gegenüber sehr kritisch, hast aber Angst vor der Kritik anderer und nimmst diese oft persönlich und nicht sachlich.

Vermutlich hast Du gelernt, dass nur  derjenige, der Leistung erbringt, ein wertvoller Mensch ist. So hältst Du Dich selbst für „faul“, wenn Du nichts zu tun hast.

Deine Schwächen, Enttäuschungen oder Ängste kannst Du anderen zumeist nicht eingestehen.

Es mangelt Dir an Offenheit. Du hast zu hohe Erwartungen und Ansprüche an Dich selbst und andere.

Dadurch neigst Du zu Selbstüberforderung. Du zweifelst ständig an Dir, weil Du nicht weißt, wann gut einfach gut genug ist.

Wenn Du unter Zeitdruck gerätst oder bestimmte Sachen nicht fertig werden, erhöht sich Dein Stresspegel enorm. 

Lernfeld: Stärke Deine Stärken!

Stärke Deine Fehler-Freundlichkeit – Dir selbst und anderen gegenüber.

Lerne, Deine perfektionistischen Anteile anzunehmen und diese zu „lieben“, um zwischen dem perfektionistischen Leistungsstreben und einer gewissen Fehlerfreundlichkeit die Balance zu halten. 

Kleiner Tipp: FEHLER => Bilde ein anderes sinnvolles Wort aus den Buchstaben. … Na?

Positive Selbstinstruktionen – Leitsätze: 

  • Gut, ist gut genug. 
  • Jeder Fehler ist ein versteckter Helfer. Auch ich darf Fehler machen.
  • Durch Fehler werd’ ich immer besser.
  • Weniger ist manchmal mehr.
  • So gut wie möglich, so gut wie nötig.
  • Ab und zu lasse ich alle Fünf gerade sein.
  • Ich gebe mein Bestes und den Rest lass ich mir schenken.
  • Ich unterscheide zwischen wesentlich und unwesentlich und nehme mir mehr Zeit für’s Wesentliche.
  • Gott liebt mich, egal was ich tue oder nicht tue.

Sei beliebt!

Bedürfnisse/Motive: Anerkennung, Angenommensein, Liebe, Zugehörigkeit

Lieblings-Glaubenssatz: Das macht man nicht! Ich bin nicht gut genug!

Angst vor: Missgunst, Kritik, Ablehnung, Enttäuschung, Zurückweisung, Ausgrenzung

Positive Eigenschaften: sympathisch, hilfsbereit, engagiert, kompromissbereit, tut viel für andere, hoher Gerechtigkeitssinn, hoher Harmoniesinn

Negative Eigenschaften: leicht verletzbar, leicht enttäuschbar, Minderwertigkeitsgefühle, selbstkritisch, leicht harmoniesüchtig, ängstlich, egoistisch, starker Selbstbezug

Problem: Du möchtest es allen recht machen, auch wenn Du weißt, dass das ja gar nicht geht.

Du hast Angst vor den Meinungen und Werturteilen anderer Menschen und daher auch Angst vor Menschen.

Dadurch neigst Du zu Selbstkritik, denn Du bist Dein schärfster Richter.

Häufig zweifelst Du an Dir und Deinen Fähigkeiten und machst Dir oft Vorwürfe.

Anderen gegenüber bist Du jedoch milder gestimmt. Doch wenn Dich jemand kritisiert, fühlst Du Dich fast wie „zerstört“ und beschäftigst Dich tagelang mit der Kritik.

Die aufkommende Wut, Aggression oder Empörung unterdrückst Du lieber oder wendest diese gegen Dich selbst, weil Du nicht weißt, wie Du diese ausagieren sollst.

Weil Du gemocht werden willst, kannst Du schlecht NEIN sagen und weil Du es allen recht machen willst, achtest Du Deine Grenzen nicht.

Durch dieses Verhalten neigst Du ggf. zu Burnout und Depression und das verschärft sich, wenn Dir die Anerkennung und Wertschätzung scheinbar entzogen wird.

Lernfeld: Stärke Deine Stärken!

Hinterfrage ehrlich Deine Hilfsbereitschaft: Oft steckt dahinter nur der Wunsch, nicht abgelehnt zu werden. Beschäftige Dich mit wahrem Altruismus.

Erlerne einen konstruktiven Umgang mit Kritik und übe Dich darin, auch andere mal zu „kritisieren“. Achte und ehre Dein So-Sein und benutze öfter mal das Wort  „Nein“. Akzeptiere die Unvollkommenheit der Welt und schärfe den Blick für das Gute. 

Positive Selbstinstruktionen – Leitsätze: 

  • Ich darf „Nein“ sagen.
  • Ich bin gut zu mir.
  • Nicht alle müssen mich mögen.
  • Ich darf kritisieren und ich darf auch kritisiert werden.
  • Ich darf mich zumuten.
  • Ich bin ok, auch wenn jemand unzufrieden mit mir ist.
  • Ich darf es auch mir selbst recht machen.
  • Ich nehme Rücksicht auf mich und auf die anderen.

Sei stark!

Bedürfnisse/Motive: Autonomie, persönliche Unabhängigkeit, Selbstbestimmung 

Lieblings-Glaubenssatz: Ich schaff’ das alleine! Ich brauche niemanden!

Angst vor: Abhängigkeit, Kontrolle anderer, Autonomieverlust

Positive Eigenschaften: stark, machtvoll, zielstrebig, engagiert, willensstark, unabhängig

Negative Eigenschaften: kontrollsüchtig, unnahbar, arrogant, Neigung zu Hybris, vertrauen wenigen, wollen alles selber machen, Angst wird durch scheinbare Stärke getarnt …

Problem: Du machst am liebsten anstehende Aufgaben allein.

Auch Schwierigkeiten, Sorgen oder Ängste machst Du mit Dir allein aus.

Es fällt Dir schwer, andere um Hilfe oder Unterstützung zu bitten und Dich anderen anzuvertrauen.

Du versuchst unter allen Umständen gegenüber Dir und anderen das Bild der Stärke und Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten.

Vermutlich wurdest Du in Deiner Vergangenheit häufig enttäuscht oder verletzt und fühltest Dich daher im Stich gelassen.

Wenn andere sich „schwach“ zeigen, belächelst Du dies still. Du neigst zu Überheblichkeit und Hybris, die aber nur eine Schutzvorrichtung ist. 

Lernfeld: Stärke Deine Stärken!

Anerkenne Deine vermeintlichen Schwächen als Deine größten Stärken.

Denn nur dadurch wirst Du auch gegenüber anderen und deren Schwächen milder.

Baue nach und nach wieder Vertrauen in andere und die Welt auf und entdecke Deine Unabhängigkeit in der Abhängigkeit.

Beginne damit, Dich mit Deiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, sie loszulassen und den Menschen zu vergeben. Denn wenn Du andere verurteilst, verurteilst Du nur Dich selbst.

Wenn Du andere abwertest, wertest Du nur Dich selbst ab, aber wenn Du anderen vergibst, vergibst Du Dir selbst und wirst friedfertiger, weicher und milder.

Das schafft den Seelenfrieden, den Du Dir schon so lange wünschst.

Wünschst Du Dir Unterstützung für diesen Prozess? Dann melde Dich gerne für ein kostenfreies Erstgespräch bei mir und wir schauen mal gemeinsam, ob und wie ich Dich bestmöglich unterstützen kann.

Positive Selbstinstruktionen – Leitsätze: 

  • Schwächen sind menschlich.
  • Ich darf um Hilfe/Unterstützung bitten.
  • Es gibt Hilfe/Unterstützung – auch für mich.
  • Ich vergebe!
  • Ich gebe anderen die Chance, mich zu unterstützen.
  • Ich lasse mich unterstützen.
  • Ich darf/kann delegieren.
  • Ich darf meine Gefühle zeigen.
  • Ich muss nicht alles selbst/allein machen. 

Sei vorsichtig!

Bedürfnisse/Motive: Kontrolle und Sicherheit 

Lieblings-Glaubenssatz: Ich kann niemandem trauen! Ich kann mich nur auf mich selbst verlassen! 

Angst vor: Kontrollverlust, Fehlentscheidungen, Risiken

Positive Eigenschaften: gewissenhaft, machtvoll, zielstrebig, engagiert, willensstark …

Negative Eigenschaften: kontrollsüchtig, ängstlich, unentschlossen, risikoscheu …

Problem: Du willst Dich gegen alles und sogar gegen jeden „absichern“.

Daher vertraust Du in der Regel nur Dir allein. Dein Ego-Verstand hat die komplette Kontrolle übernommen.

Wenn Du Situationen nicht kontrollieren kannst oder Fehlentscheidungen drohen, dann reagierst Du mit großem Stress.

Du wägst jede Entscheidung gegen ihre möglichen Risiken zig mal ab und willst alles selbst unter Kontrolle haben.

Es fällt Dir oft schwer zu delegieren. Du neigst dazu, Dir ständig Sorgen über mögliche Risiken und Gefahren zu machen, und es kostet Dich viel Zeit und Kraft, Entscheidungen zu treffen, aus Angst, mögliche Risiken zu übersehen. 

Da eine 100 %ige Sicherheit und Kontrolle in dieser „Welt“ nie zu erreichen sind, Du diese aber unbedingt haben willst, überforderst Du Dich langfristig selbst und begünstigst ein „Ausbrennen“.

Lernfeld: Stärke Deine Stärken!

Und steh’ zu Deinen vermeintlichen Schwächen.

Entdecke ein ganz neues Vertrauen ins Leben und beschäftige Dich ggf. mit spirituellen Themen, um Dein „Gott-Vertrauen“ zu stärken.

Dein Sicherheitsstreben bedarf gerade in Zeiten zunehmender materieller Unsicherheit eines Ausgleichs durch eine Neuausrichtung Deiner „Denke“, Deiner Sichtweise auf Dich und das Leben sowie Mut zum kalkulierten Risiko, durch Loslassen und Vertrauen. 

Positive Selbstinstruktionen – Leitsätze: 

  • Ich akzeptiere, was ich nicht ändern kann.
  • Ich kann/muss nicht alles kontrollieren/planen.
  • Risiko/Unsicherheit gehört dazu.
  • Ich kann/darf mich auf andere verlassen.
  • Ich habe Vertrauen.
  • Störungen sind Teil des Jobs/des Plans.
  • Ich bleibe gelassen, auch wenn ich nicht weiß, was kommt. 
  • No risk, no fun! 
  • Ich lasse mich durch meine Intuition führen.
  • Ich werde geführt.

Ich kann nicht!

Bedürfnisse/Motive: Gutes, einfaches, bequemes Leben; Wohlbefinden 

Lieblingssätze: Das ist mir zu stressig! Och nööö! Morgen dann, …!

Angst vor: Frustration, Anstrengung, unbequemen Entscheidungen, Tun!

Positive Eigenschaften: ruhig, relaxt, achten gut auf sich, Life must be easy!, Tagträumer

Negative Eigenschaften: phlegmatisch, träge, ziellos, hilflos, ohnmächtig, faul, Trödler, weinerlich, ängstlich, unentschlossen, manchmal wenig Selbstvertrauen

Problem: Du versuchst, Situationen, in denen unangenehme Aufgaben, Anstrengung oder Frustrationen möglich sind oder drohen, aus dem Weg zu gehen, indem Du sie entweder auf die lange Bank schiebst („Aufschieberitis“) oder Dich in Hilflosigkeit flüchtest.

Du hast ggf. früh gelernt, dass Du Deinen eigenen Kompetenzen nicht vertrauen kannst und dass es besser ist, wenn Du Dich vor Anstrengungen und Schwierigkeiten hütest.

Doch dadurch entwickelst Du eine übertriebene Schonhaltung. Niemand kann sich allen Anforderungen entziehen. Du bist stärker, als Du glaubst!

Lernfeld: Stärke Deine Stärken und komme ins Tun!

Entwickle eine Vision in Deinem Leben – etwas, wofür sich der ganze „Stress“ wirklich lohnt.

Traue Dir wieder mehr zu. Probiere einfach mal was ganz Neues aus, z. B. lern’ Karate oder Kochen. Oder mach mal ein Selbstsicherheits- oder Ermutigungstraining.

Begib’ Dich ganz bewusst in ungewohnte Situationen und nimm diese mit allen Sinnen wahr.

Nimm auch Deine Ängste wahr und lass sie zu.

Das stärkt Dein Selbstvertrauen und Dein Vertrauen in Dich und Deine Fähigkeiten enorm!

Positive Selbstinstruktionen – Leitsätze:

  • Ich habe schon ähnliche Situationen gemeistert.
  • Ich nehme die Herausforderung an.
  • Ich vertraue auf meine Kraft.
  • Ich vertraue der Schöpfung.
  • Ich weiß, was ich kann.
  • Ich kann das aushalten.
  • Auch das geht vorüber!
  • Ich schaffe das!

Wie hat Dir dieser Artikel gefallen? Schreib mir Deine Meinung gerne in die Kommentare.

Alles Liebe für Dich!

Deine Jeanette

 

Was suchst Du?

Weitere Artikel …

12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte
12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte

In den letzten Jahren habe ich für mich herausgefunden, dass hinter dem Stress eigentlich etwas sehr Wundervolles liegt. Quasi im Verborgenen. Es ist wie ein Geschenk, das zwar ziemlich blöd verpackt, aber dennoch ein Geschenk ist. Und in diesem Artikel lasse ich Dich...

mehr lesen
#4: Erinnerungen, wenn man Angst vor dem Tod hat
#4: Erinnerungen, wenn man Angst vor dem Tod hat

In diesem Artikel und der dazugehörigen Podcast-Folge #4 geht es um 12 Erkenntnisse bzw. Einsichten, die wir von Menschen mit einer Nahtoderfahrung (kurz: NTE) über das Leben & den Tod gewinnen können und damit um 12 Erinnerungen, wenn wir Angst vor dem Tod haben....

mehr lesen
Wie Du die Angst vor Deiner eigenen Kraft überwindest
Wie Du die Angst vor Deiner eigenen Kraft überwindest

Vielleicht kennst Du das ja auch, dass Du manchmal so völlig neben der Spur fährst oder neben Dir stehst und überhaupt nicht in Deiner eigenen Kraft bist. Dann fühlst Du Dich völlig verpeilt und auch alles andere, als in Deiner Mitte. Doch wie Du da wieder...

mehr lesen
12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte

12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte

In den letzten Jahren habe ich für mich herausgefunden, dass hinter dem Stress eigentlich etwas sehr Wundervolles liegt. Quasi im Verborgenen.

Es ist wie ein Geschenk, das zwar ziemlich blöd verpackt, aber dennoch ein Geschenk ist. Und in diesem Artikel lasse ich Dich an meinen Erkenntnissen teilhaben.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden

Und mit einer Prise Spiritualität sieht die Sache dann auch schon ganz anders aus.

HINWEIS: Wenn Du im folgenden Probleme mit dem Wort “Gott” hast, dann setze doch einfach das Wort “Leben” oder “Sein” ein. Das geht auch.

Bereit? Dann lass uns loslegen …

Angst ist die unerträglichste aller Emotionen, weil sie am weitesten von Deiner wahren Natur entfernt ist.

REGULUS

1. Du tust Dir das selbst an!

Bist Du öfters im Stress? Fühlst Du Dich ausgepowert und hakst nur noch ToDo-Listen ab? Glaubst Du, nicht gut genug zu sein oder hast Du das Gefühl, Deinem Leben, nur noch hinterher zu hetzen?

Dann willkommen im Club der Leistungsgesellschaft. Da kennt das fast jeder.

Doch Stress ist eigentlich nicht das Problem. Es ist gar nicht der Stress, der uns so zusetzt, sondern die Meinung, die wir von uns selbst haben. Und die stresst uns enorm. Was für eine Erkenntnis!

Stress ist lediglich eine natürliche Anpassungsreaktion Deines Körpers auf eine Herausforderung und damit eine sehr sinnvolle „Erfindung“ der Natur. Zumindest zur kurzfristigen Leistungssteigerung, aber nicht als „Langstreckenläufer“.

Er will Dir helfen, mit einer Situation optimal umzugehen. Aber eben nur mit einer Herausforderung zu einer Zeit.

Nicht mit “12 Herausforderungen” gleichzeitig! Dafür sind wir einfach nicht geschaffen.

Sobald Du das versuchst, überforderst Du Dich langfristig selbst und verlierst Deine Fähigkeit, Dich zu entspannen.

Dann kippst Du förmlich aus den Latschen und damit aus Deiner Mitte und verlierst die Balance. Eigentlich ganz logisch!

Es sind unsere erlernten Glaubensmuster, Überzeugungen und Annahmen über uns selbst, die uns so sehr unter Druck setzen.

Es sind unsere Meinungen und Bewertungen, die wir über uns oder eine Situation haben und die Urteile, die wir über uns oder eine Situation fällen. Und dahinter steckt immer Angst.

Wenn Du Dich dabei ertappst, dass Du Situationen oder Dich selbst, immer und immer wieder negativ bewertest, resultiert das häufig aus der Angst heraus.

Aus der Angst ….

  • nicht gut genug zu sein oder nicht zu genügen.
  • vor dem Leben oder davor, Dein Leben nicht wirklich zu leben.
  • vor dem Tod oder davor, innerlich zu “sterben”.

Stress ist also NICHT das Problem! Es sind Deine Bewertungen!

Es geht immer und überall nur um DICH!

Und hier liegt auch schon die Lösung: in DIR!

Leitsatz 1„Die Lösung liegt in mir!“

2. Du kannst Deine Sichtweise ändern!

Damit teilt die moderne Stressforschung die Erkenntnis des Philosophen Epiktet, dass es nicht die Dinge an sich sind, die die Menschen belasten, sondern die Ansichten, Meinungen und Überzeugungen, die sie über diese Dinge haben.

Wie wir allerdings zu diesen Ansichten über uns selbst oder die Welt gekommen sind, ist sehr komplex.

Eines weiß man aber heute: sie entstanden häufig in der Kindheit (von früheren Leben ganz zu schweigen;)

Ein Beispiel:

Als Kind haben wir Erfahrungen gemacht, die wir als emotional belastend einstuften und nicht verarbeiten konnten. Wie denn auch – wir waren ja Kinder!

Wenn Du damals als Kind die Zuwendung und Anerkennung Deiner Eltern oder anderen Bezugspersonen häufig nur durch gute Leistungen, Fleiß oder „Bravsein“ bekommen hast, dann glaubtest Du, dass Du nur dann geliebt wirst, wenn Du es „bringst“.

Wenn Du also gute Noten nach Hause bringst, nett und brav bist, permanent arbeitest oder die Erwartungen Deiner Eltern erfüllst.

Diese Erfahrungen haben unsere Persönlichkeit geprägt und damit auch unsere Meinung, die wir über uns selbst haben.

Auf dieser Grundlage entwickelten wir sog. „innere Programme“, also z. B. den Glauben, nicht gut genug, zu doof, nicht klug genug oder ungenügend zu sein.

Vom Ablauf dieser inneren Vorgänge hatten wir aber keinen blassen Dunst, denn das Alles lief vollkommen unbewusst ab.

Dadurch entwickelten wir eine wirklich einseitige Sicht auf uns selbst und die „Dinge“ um uns herum, die wir dann auch noch für gerechtfertigt hielten. Wir schränkten unser Wahrnehmungsspektrum selbst ein.

Und in dieser Sicht auf Dich selbst, liegen alle Probleme und damit auch alle Lösungen! Denn Du kannst Deine Sichtweise über Dich selbst ändern. Du kannst Deine Selbstwahrnehmung ändern. Du kannst lernen, Dich selbst zu lieben!

Leitsatz 2: „Ich bin jetzt bereit, die Dinge anders zu sehen.“

3. Du lernst, Dich selbst neu zu programmieren!

Und auch noch heute als Erwachsener wirst Du diesem unbewussten „Programm“ in Dir Folge leisten, indem Du versuchst, nicht anzuecken, Dein Leistungspensum ständig zu erhöhen und bestrebt sein, es buchstäblich ALLEN recht zu machen, nur Dir selbst nicht.

Denn in Deiner Welt bist Du derzeit der unwichtigste Mensch, den es gibt.

Krass, oder?

Doch nichts könnte der Wahrheit fernen liegen, wie Du weiter unten noch sehen wirst;)

Was in Deiner Kindheit aus der Sicht Deines So-Seins als Kind vielleicht sogar überlebensnotwendig war, ist als Erwachsener so nicht mehr nötig.

Du musst nicht mehr um Dein Überleben fürchten. Doch das Programm in Dir läuft ja immer noch.

Auch Dein derzeitiges Erwachsenen-Ich glaubt, dass es nur geliebt oder anerkannt wird, wenn es Leistung erbringt, ein guter Mensch ist usw.

Doch diese „inneren Antreiber“ überfordern Dich langfristig nur selbst.

Und Du fängst an, Dich selbst zu stressen!

Es sei denn, Du wirst Dir Deiner selbst erschaffenen „Programmierungen“, Deiner Überzeugungen, Annahmen und Muster bewusst und entscheidest Dich für eine Neu-Programmierung, also eine Veränderung Deiner Sichtweise auf Dich selbst.

Du musst dazu gar nicht all’ Deine Glaubenssätze kennen oder um diese im einzelnen wissen. Das geht häufig gar nicht.

Es reicht völlig aus, wenn Dir bewusst wird, dass es häufig eben nicht die Situationen sind, die Dich stressen, sondern Deine Einstellungen zu diesen Situationen, dann kann sich langfristig wirklich etwas in Deinem Stresserleben ändern.

Und dafür reicht 1 einziger neuer Gedanke, eine einzige Neuprogrammierung aus:

Du entscheidest Dich für die Liebe!

Dadurch fängst Du also buchstäblich an, aus Deinem Kindheitstraum(a) zu erwachen und wirst er-wachsen. Du fängst an zu wachsen.

Dir wird bewusst, dass die belastenden Erfahrungen Deiner Vergangenheit zu einer „negativen Grundstimmung“, einer diffusen Angst in Dir selbst geführt haben, die wie eine Art negatives Hintergrundrauschen fungieren.

Dir wird bewusst, dass Du selbst es bist, der aufgrund seiner inneren Programmierungen auf äußere Situationen reagiert.

Dass Situationen, in denen Du Dich befindest, lediglich diese Programmierung auslösen.

Kurz gesagt: Du reagierst nicht auf die Situation an sich, sondern agierst aus Deiner Programmierung, aus der Angst heraus! Mehr nicht!

Die Situation an sich ist neutral!

Und mit diesem Bewusstsein ändert sich ALLES!

Jetzt erkennst Du wirklich, was das Zitat von Epiktet für Dich bedeutet:

„Es sind nicht die Dinge, die Probleme verursachen. Es sind unsere Einstellungen und Meinungen über diese Dinge!“

Leitsatz 3: „Ich wähle und denke neu!“

4. Stress entsteht im Kopf! Immer!

Stress ist also selten die Ursache, sondern meistens die Folge von etwas.

Wir erinnern uns: Stress entsteht im Kopf!

Daher macht es häufig überhaupt keinen Sinn, Stressfaktoren im Außen zu verändern. Denn sie entstehen ja im Innern – im Kopf und werden im Unterbewusstsein abgespeichert.

Man darf nicht versuchen, die Stressbelastung einfach nur durch eine z. B.  Reduzierung der Arbeitsplatzbelastung zu lösen. Das mag im Einzelfall zwar durchaus sinnvoll sein, doch löst es das Problem nur an seiner Oberfläche, nicht aber in seiner Tiefe.

Es bringt also nichts, nur die Auslöser – die Symptome zu verändern – wenn die Ursache nicht gelöst wird.

Wenn die „innere Kommunikation“, also die Art und Weise, wie Du in Gedanken mit Dir selbst sprichst, nicht wertschätzend, mitfühlend und damit liebevoll, sondern eher kritisch, ablehnend und bewertend ist, dann wirst Du diese Meinungen über Dich im Außen als gelebte Realität erfahren.

Das nennt man dann Projektion.

Leitsatz 4: „Möge ich ab sofort liebevoller mit mir selbst sprechen.“

12 wichtige Dinge Stress

5. Du projizierst Dein Inneres nach außen.

Projektion ist ein sog. Abwehrmechanismus und davon haben wir jede Menge.

Der Nutzen:

Unser „kleines Ich/Ego“ will sich schützen. Nicht Dich, sondern sich!

Wenn wir projizieren, versuchen wir den Teil in uns, den wir unbewusst ablehnen, im Außen zu bekämpfen, in der Hoffnung, ihn dadurch zu lösen.

Das ist natürlich ein Irrweg und führt zu keiner Lösung.

Du projizierst also unbewusst Deine Vorstellungen und Meinungen, die Du über Dich selbst hast ins Außen.

Du kannst wundervolle Dinge nach außen projizieren oder weniger schöne.

Du bist der Projektor und das Außen ist die Leinwand.

Wie gesagt, wir sind ungeheuer mächtig, nur ist uns das häufig nicht bewusst.

Oder anders ausgedrückt:

Das Außen und damit jede Person ist lediglich ein Spiegel, in dem Du Dich selbst widerspiegelst.

Durch die Außenwelt entdeckst Du, wie Du Dich selbst in Wahrheit siehst.

Dadurch wird Dir nach und nach bewusst, welche Meinung Du tatsächlich über Dich selbst hast.

Deine Mitmenschen können Dir also bei Deinem Selbsterkenntnisweg helfen. Durch sie lernst Du Dich selbst besser kennen.

Und damit wird Dir auch bewusst, dass Du von nichts und niemandem getrennt bist, sondern dass Alles mit Allem verbunden ist.

Denn in Wahrheit gibt es gar kein Außen. Es ist alles nur in Dir!

Ein paar Beispiele für Projektion:

  • Du wirfst jemandem vor, dass er egoistisch ist, obwohl Du eigentlich selbst egoistische Anteile besitzt, diesen Umstand aber an Dir selbst ablehnst.
  • Du hältst jemandem vor, dass er ständig so aggressiv ist, obwohl Du selbst aggressive Anteile in Dir hast, die Du Dich aber nicht traust, auszuagieren oder nicht weißt, wie Du das machen sollst.
  • Wenn Du Dich z. B. gemobbt, ausgrenzt oder ungerecht behandelt fühlst, dann mobbst Du Dich innerlich selbst, setzt Dich also selbst herab, entwürdigst Dich selbst, grenzt Dich selbst aus oder behandelst Dich selbst total ungerecht.

Wie eine Art Projektor bildest Du das, was in Dir ist, auf andere Menschen ab.

Du kennst das auch von dem Spruch: von sich auf andere schließen.

Was wir also in der Außenwelt sehen und erleben, ist eine Widerspiegelung unserer Innenwelt, d. h. die Außenwelt ist nur eine Projektion unseres Geistes.

Brille Stress

Du siehst also die Welt durch die Brille Deiner Projektion und nicht, wie die Welt oder die anderen tatsächlich sind. Du siehst im anderen nur einen Teilaspekt von Dir selbst!

Durch Deine Meinungen oder Urteile über andere gibst Du also viel mehr über Dich selbst preis, als Dir bewusst ist.

Mit zunehmender Bewusstheit gelingt es Dir allerdings, Deine Projektionen allmählich zurückzunehmen und zu erkennen: Das bin ja ICH!

Leitsatz 5: „Ich bin willens, meine unheilsamen Projektionen zurückzunehmen!“

6. Du vergibst und erkennst, wer Du in Wahrheit bist!

Daher bietet Dir die Projektion eine gute Möglichkeit, erwachsener und reifer zu werden, indem Du Dich häufiger fragst: „Hat das jetzt etwas mit mir zu tun? Werfe ich dem anderen gerade etwas vor, was ich mir selbst nicht erlaube oder wo ich glaube, das nicht zu können?“

Und wenn Du das erkennst, kannst Du Dir dafür selbst vergeben.

Du vergibst, was Du dem vermeintlich anderen angetan, damit aber nur Dir selbst angetan hast.

Du verzeihst Dir selbst, dass Du es in diesem Moment einfach nicht besser wusstest. Du vergibst Dir selbst, dass Du Dich geirrt hast.

Denn Du bist das Wichtigste, was es in Deinem Leben gibt. Und wenn Du Dich selbst wichtig nimmst, dann nimmst Du auch alle anderen wichtig.

Dann behandelst Du Deine Mitmenschen wirklich als MIT-Menschen und nicht mehr als Feinde, vor denen Du Dich schützen musst.

Denn Du und ich und wir alle sind geistige Wesen, die in einem Körper menschliche Erfahrungen machen. Das ist der Grund für unsere Existenz hier auf Erden.

Wenn Du also vergessen hast, wer oder was Du in Wahrheit bist, wenn Du Deine wahre Natur vergessen hast, dann stresst Dich Dein Leben. Dann stresst Du Dich selbst.

Mit Deinen Ansprüchen, mit Deinen Erwartungen an Dich selbst oder andere, mit Deinen zahllosen Ängsten, mit Deinem Getriebensein, Deiner Unruhe und Rastlosigkeit.

Leitsatz 6: „Ich vergebe mir selbst und erkenne, dass ich mich lediglich geirrt habe!“

7. Das Ego und die Illusion der Trennung

Wenn Du das Gefühl hast, aus Deiner eigenen Mitte raus geflutscht zu sein, dann fühlst Du Dich getrennt. Getrennt von Dir selbst. Dann hast Du Dich selbst verlassen und damit das Göttliche in Dir. Du hast Dich quasi selbst vor die Tür gesetzt!

Wenn Du glaubst, Du seist getrennt von der Schöpfung, dann leidest Du. Das führt dann zu diffusen Ängsten. Und das nennt man Ego.

Ego ist der Glaube an die Trennung von Gott und der Glaube, dass man so, wie man ist, nicht gut genug ist. Doch das ist nicht wahr!

Das Ego ist eine Illusion. Zwar eine ziemlich hartnäckige, aber im Endeffekt nur eine Illusion. Genau wie der Tod eine Illusion ist, ist es das Ego auch!

Ego ist Angst! Ein Kurs in Wundern nennt das Ego auch das „kleine Ich“, im Unterschied zu unserem wahren, göttlichen SELBST.

Ego ist die Überzeugung: »Ich bin nicht gut.“

Doch das Ego ist nur ein Irrtum über Dich selbst und entbehrt jeglicher Wirklichkeit. Es ist der absurde Glaube, Du seiest etwas anderes als Liebe.

Und Dein ganzer Stress will Dich letzten Endes nur darauf aufmerksam machen: „Hey, was ich da jetzt mache, das kann doch nicht ganz stimmig sein. Ich rödle und rödle, doch wofür eigentlich? Das kann doch noch nicht alles gewesen sein. Da muss es doch um mehr gehen …“

Wie recht Du hast …

Leitsatz 7: „Ich bin nicht getrennt und fühle mich mit Allem und Allem verbunden!“

8. Selbstvertrauen ist Gottvertrauen

Wenn ich kein Selbstvertrauen habe, dann habe ich auch kein Gottvertrauen.

Wenn ich mir selbst nicht vertraue und damit dem Göttlichen in mir, dann baut sich Misstrauen auf und das erzeugt Angst. Dann traue ich mir selbst nicht über den Weg und damit auch nicht der Schöpfung. Dann erscheint alles sinnlos!

Dann fehlt es mir an Glauben. Dann glaube ich nicht einmal mir selbst! Oder ich glaube an Konzepte, die mir nicht wirklich dienen, sondern mich eher hindern und einschränken, nicht liebevoll, sondern hasserfüllt sind.

„Euch geschieht nach Eurem Glauben!“ hat schon Jesus gesagt und auch Buddha drückte die gleiche Wahrheit mit anderen Worten aus:

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“

Verstehst Du? Es geht immer alles von Dir selbst aus.

Du bist das Maß aller Dinge. Das ist keine Egozentrik, das ist wahre SelfCare.

Wenn Du das einmal erkannt hast, kannst Du nie wieder die Schuld bei anderen Dingen, Personen oder Umständen suchen, sondern übernimmst selbst die Verantwortung für Dein Denken, Fühlen und Handeln.

Du gibst Dir selbst die Antwort.

Das mag Dich im ersten Moment vielleicht erschrecken, doch in Wahrheit ist das der Schlüssel für Alles, denn Du bist ungeheuer mächtig.

Leitsatz 8: „Ich bin das Maß aller Dinge.“

9. Die Macht Deiner Gedanken

Als ich, es war glaube ich in der 7. Klasse, eines schönen Tages keine Lust mehr auf die nächste Mathestunde hatte, verbrachte ich die davor stattfindende Unterrichtsstunde damit, mir die ganze Zeit „einzureden“, dass es mir ganz schlecht geht. So richtig miserabel. Richtig mies! Ich wollte, dass mein Mathelehrer mir glaubt. Und was soll ich sagen. Es hat funktioniert. Denn als ich ihm ging und sagte: „Herr Hüttemann, mir geht es gar nicht gut. Darf ich nach Hause?“ sah er mich nur an und meinte: „Aber natürlich Jeanette. Du siehst gar nicht gut aus. Geh mal schön nach Hause und ruh Dich aus!“

Dieses regelrechte Selbst-Programmieren hatte jedoch einen entscheidenden Nachteil. Mir ging es nämlich richtig schlecht. Ich konnte nach dem Unterricht den Hebel nicht einfach wieder umlegen. Ich hatte also gar nichts von meinem schönen freien Nachmittag. Mir war kotzübel. Die Geister die ich rief, wurde ich also so einfach nicht mehr los. Erst am Abend ging es mir besser.

Doch der Lerneffekt dieses harmlosen Ränkespiels war groß: Ich lernte, dass meine Gedanken sehr machtvoll waren. Mächtiger, als ich jemals geglaubt hätte.

Leitsatz 9: „Meine Gedanken sind sehr machtvoll.“

10. Den inneren Dialog vernünftig einsetzen

So hängt auch die Art und Weise, wie Du mit Deinen Menschen kommunizierst, ganz stark von der Qualität Deiner inneren Kommunikation, also von Deinem Selbstgespräch ab.

„Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück!“

Wie innen so außen! Du erschaffst Dir Deine Weilt also selbst. Dies geschieht jedoch zum größten Teil unbewusst.

Wenn Du Dich zu gestresst fühlst, liegt das selten an den äußeren Gegebenheiten, aber immer an den inneren. Und hier setzt Du an: im Innern.

Du kannst zum Beispiel damit beginnen, ab sofort liebevoller mit Dir selbst zu sprechen. Wenn Du Dich bei einem negativen Gedanken über Dich selbst ertappst, korrigierst Du ihn sofort, indem Du laut oder leise sagst:

„Das ist nicht wahr. Ich entscheide mich für die Liebe!“

Aber mach’ Dir nichts vor, Dein Ego (Dein „kleines Ich“), also der Teil in Dir, der Deine Glaubenssätze, Programmierungen oder Annahmen über Dich am Laufen hält, will auf gar keinen Fall, dass es Dir besser oder womöglich sogar richtig gut geht. Es will, dass Du leidest. Es will Dich in der Angst halten.

Leitsatz 10: „Ich entscheide mich für die Liebe.“

11. Warum nachdenken alleine nichts bringt

Darüber nur nachzudenken, wird das „Problem“ nicht lösen.

Selbst Albert Einstein drückte diese Unmöglichkeit wie folgt aus:

„Ein Problem kann niemals auf der Ebene gelöst werden, auf der es entstanden ist!“

Das Problem kann also nicht auf Verstandesebene gelöst werden, denn da ist es ja entstanden.

Was also tun?

Nunja: Dein Herz kennt die Wahrheit. Dein Kopf setzt diese um.

Wenn Du in einer Situation bist, die Dein Unterbewusstsein als „potentiell“ bedrohlich einstuft, wird Dein „Innerer Bewerter“ in Sekundenbruchteilen aktiviert. Ratzfatz geht das.

Du kannst Dir also nicht nur einreden, dass es da doch gar nichts zu fürchten gibt. Dein Körper wird trotzdem mit Angst und damit mit Stresssymptomen wie z. B. beschleunigtem Herzschlag, gesteigerter Atemfrequenz und erhöhtem Blutdruck reagieren. Das liegt daran, dass Dein Verstand nur eine geringe Kontrolle über die vom Unterbewusstsein gesteuerten Vorgänge hat. Du musst also eine andere Taktik anwenden.

Leitsatz 11: „Ich setze Kopf und Herz weise ein.“

12. Vom guten Umgang mit der Angst

Wenn Du z. B. mitten in der Angst bist, dann musst Du im wahrsten Sinne des Wortes „da durch“. Denn nur, indem Du durch die Angst gehst, gelangst Du zur dahinter liegenden Freude, Entspanntheit oder Gelassenheit und damit zur Liebe.

Es nutzt also nichts, vor seinem eigenen Gefühl wegzulaufen.

Denn wir gesagt: Du kannst Dir selbst nicht entfliehen.

Deine „negativen“ Gefühle wollen Dir nichts. Sie wollen Dich auch nicht zerstören oder Dich kaputt machen oder Dir schaden. Sie sind von der Natur so eingerichtet, dass sie Dich zu einer Handlung motivieren wollen. Das ist Sinn und Zweck von Emotionen (lat. emovere = etwas in Bewegung setzen).

Wenn die Wut oder welches Gefühl auch immer, bereits da ist, nimm’ diese an.

Lehn’ Dich nicht gegen sie auf. Wehr’ diese nicht ab, denn sie ist ja bereits da.

Du kannst Dein Ego nicht „weghassen“.

Du kannst es nur „gesundlieben“!

REGULUS, Band 1

Beobachte z. B. den Ärger oder die Verstimmung in Dir ganz genau: Wo spüre ich das Gefühl in meinem Körper? Wie fühlt es sich an? Wo drückt oder zieht es? etc.

Und dann bemühe Dich, so gut es geht, das Gefühl wirklich zu fühlen. Es nicht zu verdrängen oder zu unterdrücken. Es nicht zu bewerten oder zu verurteilen. Verurteile Dich nicht dafür, dass Du dieses Gefühl überhaupt hast. Versuche stattdessen es einfach dasein zu lassen. Das ist der Kern jedes Achtsamkeitstrainings.

Nach ein paar Minuten der vollkommenen Präsenz auf das Gefühl, wirst Du bemerken, dass sich das Gefühl verändert. Es schwindet und wird weniger.

Das ist ein rein biologischer Vorgang. Denn jedes Gefühl hält lediglich ca. 15 Sekunden an. Nur unsere Gedanken befeuern erneut das Gefühl und es kommt uns so vor, als wären wir tagelang wütend. Doch das ist eine Illusion. Wir sind es, die durch die Kraft und Macht unserer zumeist unbewussten Gedanken, das Gefühl immer und immer wieder erneut auslösen.

Und diesen, von Dir selbst erschaffenen „Teufelskreis“ unterbrichst Du, indem Du das Gefühl zulässt und es in jeder Zelle Deines Körpers spürst. Du gibst Deinem Gefühl quasi die Erlaubnis, da zu SEIN. Du bist der Entscheider. Du bestimmst.

Leitsatz 12: „Ich heiße alle Gefühle in meinem Leben willkommen und liebe, was ist.“

Kurz-Anleitung:

  1. Nimm’ ganz bewusst wahr, wo Du Dein Gefühl am deutlichsten spürst: im Kopf, im Nacken, im Schulterbereich, im Bauch, im Herz etc.
  2. Beobachte das Gefühl in Deinem Körper.
  3. Spüre und fühle das Gefühl ganz und anerkenne es.
  4. Verurteile Dein Gefühl nicht. Lasse es einfach da sein. Es tut Dir nichts.
  5. Bemerke, wie es sich nach und verändert – wie es vergeht.
  6. Mach’ Dir Deine Schöpferkraft bewusst, denn Du warst es, der das Gefühl, wenn auch unbewusst, erschaffen hat.
  7. Vergib Dir selbst für Deine Fehlschöpfung. Du kannst Dir auch meinen Artikel über die Kunst der Vergebung durchlesen.
  8. Erschaffe jetzt neu, indem Du um entscheidest und sage: „Ich entscheide mich jetzt für die Liebe!“ (oder wähle ein Wort, das Dir stimmig erscheint)
  9. Freue Dich darüber, dass Du so mutig warst, Dein Geschenk endlich auszupacken.
  10. Dank’ Dir selbst dafür!

 

Die 12 Leitsätze im Überblick:

  1. „Die Lösung liegt in mir!“
  2. „Ich bin jetzt bereit, die Dinge anders zu sehen.“
  3. „Ich wähle und denke neu!“
  4. „Möge ich ab sofort liebevoller mit mir selbst sprechen.“
  5. Ich bin willens, meine unheilsamen Projektionen zurückzunehmen!“
  6. Ich vergebe mir selbst und erkenne, dass ich mich lediglich geirrt habe!“
  7. „Ich bin nicht getrennt und fühle mich mit Allem und Allem verbunden!“
  8. „Ich bin das Maß aller Dinge.“
  9. „Meine Gedanken sind sehr machtvoll.“
  10. „Ich entscheide mich für die Liebe.“
  11. „Ich setze Kopf und Herz weise ein.“
  12. „Ich heiße alle Gefühle in meinem Leben willkommen und liebe, was ist.“

Weitere Artikel …

12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte

12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte

In den letzten Jahren habe ich für mich herausgefunden, dass hinter dem Stress eigentlich etwas sehr Wundervolles liegt. Quasi im Verborgenen. Es ist wie ein Geschenk, das zwar ziemlich blöd verpackt, aber dennoch ein Geschenk ist. Und in diesem Artikel lasse ich Dich...

mehr lesen
#4: Erinnerungen, wenn man Angst vor dem Tod hat

#4: Erinnerungen, wenn man Angst vor dem Tod hat

In diesem Artikel und der dazugehörigen Podcast-Folge #4 geht es um 12 Erkenntnisse bzw. Einsichten, die wir von Menschen mit einer Nahtoderfahrung (kurz: NTE) über das Leben & den Tod gewinnen können und damit um 12 Erinnerungen, wenn wir Angst vor dem Tod haben....

mehr lesen
Wie Du die Angst vor Deiner eigenen Kraft überwindest

Wie Du die Angst vor Deiner eigenen Kraft überwindest

Vielleicht kennst Du das ja auch, dass Du manchmal so völlig neben der Spur fährst oder neben Dir stehst und überhaupt nicht in Deiner eigenen Kraft bist. Dann fühlst Du Dich völlig verpeilt und auch alles andere, als in Deiner Mitte. Doch wie Du da wieder...

mehr lesen

Was suchst Du?

Wie Du Dir Deine Fehler nachhaltig vergibst

Wie Du Dir Deine Fehler nachhaltig vergibst

Wann ist Dir das letzte Mal so ein richtiger Fehler unterlaufen? Ein Schnitzer, ein Faux-Pax, ein Hammer, ein Malheur, ein Missgeschick, ein Klops, ein Patzer, eine Panne …?

Es gibt so viele Bezeichnungen für FEHLER. Und obwohl es so viele unterschiedliche Begriffe für ein und dieselbe Sache gibt, sind unsere Handlungsvarianten zumeist auf wenige beschränkt. Das sieht dann oft so aus: zugeben oder vertuschen!

Von klein auf haben wir gelernt Fehler abzuschieben:
Im Kindergarten: “Die hat angefangen!”
In der Schule:: “Das war ich nicht.”
Zu Hause haben wir die zu Bruch gegangene Vase schnell wieder zusammengeklebt und an ihren Platz gestellt.

Und jetzt im Berufsleben? Welche Erfahrungen machst Du dort im Umgang mit Fehlern?

Unser (alter) Umgang mit Missgeschicken

Wenn uns selbst ein Faux-Pax unterläuft oder wir Kenntnis von einem vermeintlichen Fehler erhalten, tun wir meistens ganz automatisch eine Sache: wir urteilen!

Entweder über uns selbst oder den anderen. Das haben wir so gelernt. Das ist uns in Fleisch und Blut übergegangen. Aber ist das hilfreich? Nützt es wirklich uns oder dem anderen? Wird dadurch irgendetwas besser?

Fehler sind absolut menschlich und sie machen uns erst menschlich. Hätten wir als Menschheit niemals welche gemacht, würde es uns vermutlich überhaupt nicht mehr geben.

Doch was macht einen Fehler eigentlich zu einem?

Die Definition von Fehler ist sehr spannend. Der Begriff kommt aus dem französischen “faillier” und heißt soviel wie “etwas verfehlen” oder “sich irren”. Das Wort stammt aus der früheren Militärsprache und bedeutet hier, dass eine Kanonenkugel ihr angestrebtes Ziel verfehlt hat.

Es wird also das Erstrebenswerte bzw. “Richtige” verfehlt, wer auch immer die Norm hierfür aufgestellt hat. Nach der ISO 900 bedeutet ein Fehler, die Nichterfüllung einer Anforderung.

Der Umgang mit sog. “Klöpsen” ist in unserer Gesellschaft, gelinde gesagt, “grottig”! Denn wir halten diese für fatal.

  • Ein Politiker macht einen Fehler und wird geschasst, also aus dem Amt gejagt.
  • Ein Fußballtrainer der seine Mannschaft nicht zum angestrebten Erfolg führt, wird ausgetauscht.

Und wir? Wie gehen wir damit um, wenn uns ein Fehler unterläuft?

Fehler oder “böse Tat”?

Schon Aristoteles unterschied zwischen einem Fehler und einer “bösen Tat”. Nach seiner Ansicht gilt für Fehler folgendes:

  • Ein Fehler passiert; er unterläuft.
  • Ein Fehler geschieht – ohne Absicht!!!
  • Ein Fehler ist oft ein Versehen.
  • Ein Fehler ist eine “Fehlleistung”.

Ein “böse Tat” jedoch wird verschuldet. Sie geschieht mit schlechter Absicht. Hierbei nimmt man Schaden billigend in Kauf. Man handelt vorsätzlich oder mit bedingtem Vorsatz und daher schuldhaft.

Wer also im Zusammenhang mit Fehlern von Schuld spricht, vermischt zwei verschiedene Kategorien. Der Satz: “Der Mitarbeiter ist an dem Fehler schuld!” oder “Ich bin schuld, dass …” enthält daher einen gravierenden Denkfehler!

Am schlimmsten gehen aber die meisten mit sich selbst ins Gericht, wenn ihnen ein Fehler unterläuft. Da sitzt dann schon einmal der gesamte Bundesgerichtshof vor einem (unserem Ego) und urteilt, was das Zeug hält: “Schuldig, im Sinne der Anklage!”

Neuer Umgang mit Fehlern

Mir selbst hat es seit einigen Jahren sehr geholfen, wenn ich mich bei der Ausübung eines Fehlers auf Vergebung konzentrierte. Wenn ich mir für etwas vergab, was ich als “Fehlleistung” sehen konnte. Wenn ich also meine Wahrnehmung oder meine Sicht auf die Dinge anfing zu verändern.

Das ist kein leichter Weg und schon gar kein “Easy-Going-Weg”, den man einfach mal so nebenbei geht.

Es ist eher eine Art Haltung, die es von Tag zu Tag neu einzuüben gilt, damit man, wenn der Shit mal wieder happens, sein göttliches Lichtlein nicht selbst ausknipst.;)

Vergebung mit Ho´opponopono

Die Hawaiianische Vergebungsübung Ho´opponopono kann uns hier allen einen segensreichen Dienst erweisen und uns in Vergebung schulen, damit wir uns selbst von der Last der Schuld befreien und von der Angst zur Liebe wechseln können.

Ho´opponopono bedeutet soviel wie “etwas richtig stellen” oder auch “Rückkehr zum perfekten Zustand”.

Die folgende Übung ist eine Kurzfassung des klassischen Familien-Rituals lässt sich gut in den Alltag integrieren und ist daher sehr beliebt. Sie ist sehr einfach in der Durchführung, braucht keinerlei Vorbereitung und kann überall durchgeführt werden.

Ich habe sie aus dem Buch: “Das große Praxisbuch der Vergebung” von Manuela Tornow entnommen. Wer mehr über die wahre Kraft der Vergebung im Zusammenhang mit ein Kurs in Wundern erfahren möchte, dem lege ich dieses Buch wärmstens an’s Herzchen.

Die Übung geht wir folgt:

1. Schritt – Einstimmung

Denke an eine Situation, an einen Menschen, eine Begebenheit, einen Zustand oder Problem, mit dem Du Dich nicht in Frieden fühlst, ärgerlich bist und Dich oder andere be- und verurteilst. Vielleicht ist es etwas, womit Du gerade jetzt konfrontiert bist.

2. Schritt – Sage und fühle: “Es tut mir leid.”

Mit dieser Aussage übernimmst Du Verantwortung für Deine Wahrnehmung. Alles was in Deinem Umfeld auftaucht, hat etwas mit Dir zu tun. Dieser Satz bezeugt Deinen Wunsch, dass alle Beteiligten stattdessen lieber Frieden erfah-ren sollen.

3. Schritt – Sage und fühle: “Vergib mir.”

Du willst Deine Urteile loslassen und frei von Negativität in Deinem Geist werden. Auch wenn scheinbar jemand anderes etwas tut, was aus Deiner Sicht nicht ok ist, sage in dieser Übung:
“Vergib mir – was auch immer in meinem Geist dazu führt, dass dies jetzt geschieht, vergib mir.”
Übergib dem göttlichen Geist in Dir die Situation im Wissen und Glauben, dass die göttliche Liebe jeden Groll überwindet.

4. Schritt – Sage und fühle: “Ich liebe dich.”

Hinter jedem alten Groll liegt Liebe!!! Jeder kann um seines inneren unschul-digen Kindes willen geliebt werden. Sei bereit, von Deinem wahren Selbst aus diese Liebe fließen zu lassen, auch wenn Dein Ego sie nicht fühlt. Dieser Teil der Übung ersetzt langfristig Deinen Glauben an Urteile und Bestrafung durch den Wunsch, hilfreich sein zu wollen. Denke so oft “Ich liebe dich”, bis sich Dein Herz in Mitgefühl öffnet.

5. Schritt – Sage und fühle: “Danke.”

Bedanke Dich dafür, dass dies jetzt heilen kann, dass Du Erleichterung spürst, dass sich Dein Herz öffnet oder dafür, dass Du etwas lernen durftest.
Du kannst diese Übung im Alltag immer dann anwenden, wenn sich Urteile in deinem Geist bilden.

Ich wünsche Dir eine vergebungsreiche Woche.
Sei nicht so streng mit Dir selbst. Dann klappt’s auch mit den Mitmenschen besser.🤓🌼

Alles Liebe … denn darum geht’s in Wahrheit!

Deine

Jeanette

 

Weitere Artikel …

12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte

12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte

In den letzten Jahren habe ich für mich herausgefunden, dass hinter dem Stress eigentlich etwas sehr Wundervolles liegt. Quasi im Verborgenen. Es ist wie ein Geschenk, das zwar ziemlich blöd verpackt, aber dennoch ein Geschenk ist. Und in diesem Artikel lasse ich Dich...

#4: Erinnerungen, wenn man Angst vor dem Tod hat

#4: Erinnerungen, wenn man Angst vor dem Tod hat

In diesem Artikel und der dazugehörigen Podcast-Folge #4 geht es um 12 Erkenntnisse bzw. Einsichten, die wir von Menschen mit einer Nahtoderfahrung (kurz: NTE) über das Leben & den Tod gewinnen können und damit um 12 Erinnerungen, wenn wir Angst vor dem Tod haben....

11 Tipps für eine erfolgreiche Stressimpfung

11 Tipps für eine erfolgreiche Stressimpfung

Zeitwellen-Podcast: Stress mit Leben&Tod anders sehen

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden

“Stressimpfung? Was ist das denn???” fragst Du Dich vielleicht. Aber stell’ Dir vor, Du könntest Dich tatsächlich gegen ein Zuviel an Stress impfen lassen. Wie würde das wohl aussehen? Würdest Du zum Hausarzt gehen? Zum Facharzt? Oder gleich zum Gehirnchirurgen?

Natürlich gibt es keine Spritze gegen übermäßigen Stress. Zum Glück. Denn die Sache mit dem Stress haben wir immer noch selbst in der Hand.

Doch Donald Meichenbaum, ein US-amerikanischer Psychotherapeut und einer der Gründer der kognitiven Verhaltenstherapie, hatte ungefähr um das Jahr 1975 eine geniale Idee.

Er fragte sich, ob es nicht möglich wäre, Menschen auf ein stressauslösendes Ereignis vorzubereiten, bevor dieses eintritt. Diese Vorbeugung verstand er wie eine Art “Impfung”. Er wollte seinen Patienten alltagstaugliche Strategien zur Stressbewältigung beibringen, die sie dann in der stressauslösenden Situation anwenden konnten. Und genau das tat er mit großem Erfolg und nannte dieses Training “Stressimpfungstraining”.

Cool, oder?  

Doch wie funktioniert eigentlich so eine Impfung?

Wenn Du z. B. eine Grippe-Schutz-Impfung bekommst, dann werden Deinem Körper gezielt über den Impfstoff abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger oder Bruchstücke davon verabreicht, um die Bildung von Antikörpern auszulösen und das Abwehrprogramm Deines Körpers anzukurbeln.

Dann kommt die Grippe-Welle und Du – so die Theorie – bist bestens gewappnet, denn Dein Body hat ja bereits Antikörper gegen den “Feind” produziert und die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung reduziert sich. Voilà!

Tatsächlich kannst Du Dich gegen ein Zuviel an Stress selbst impfen, indem Du Dir kleine Stress-Dosen verabreichst.

Wie das geht zeige ich Dir in den folgenden 11 Tipps:  

11 Tipps für eine erfolgreiche Stressimpfung:

1. Verlasse Deine Komfortzone.

Mach’ ab und an etwas, das Du noch nie getan hast und dass Dich etwas Überwindung kostet.

Vielleicht möchtest Du der Verkäuferin oder dem Verkäufer in Deinem Supermarkt mal ein kleines Kompliment machen: „Sie sehen heute ja gut aus!“ „Ach, das ist aber ein toller Ring!“ „Ich mag Ihren Schal!“

Du kannst auch nach dem Parken Deinen Parkschein zurückgeben, wenn da noch mehr als 15 Minuten drauf sind. Steck ihn einfach wieder zurück in den Ausgabeschacht oder drück’ ihn einem nachfolgenden Parker direkt ins Händchen. Der wird Augen machen.

Oder lass’ an der Kasse mal andere Leute vor.

Auch kannst Du jemandem einfach mal 1 Euro für seinen Einkaufswagen schenken.

Es gibt so viele Dinge, die Du tun kannst, um Deine Stressimpfung auf Vordermann zu bringen und die echt Spaß machen.

Wenn Dir noch ein paar Sachen einfallen, schreib’ diese gerne in die Kommentare.

2. Sage Nein, auch wenn’s eigentlich grad passt.

Dabei muss es sich ja nicht gerade um lebenswichtige Dinge handeln, sondern sage einfach beim nächsten Mal, wenn Dich jemand um einen kleinen Gefallen bittet: „Nein, das geht leider grad nicht. Vielleicht beim nächsten Mal!” … einfach, um das Wörtchen NEIN mal wieder aus Deinem Mund zu hören und zu schauen, wie sich das anfühlt.

Du kannst das auch mit einer Prise Humor mixen und einfach mal sagen: „Sorry, geht grad nicht. Ich hab’ noch Wurst im Auto!“;)

3. Dusche kalt – nach warm.

Kurble Dein Herz-Kreislauf-System an, indem Du nach jeder warmen Dusche Deinen Armen und Beinen einen kalte Dusche verabreichst. Das stärkt nicht nur Dein Immunsystem, sondern macht Dich auch noch wach. Eine sehr gute Stressimpfung.

4. Ziehe ab und an Deine Socken aus und lauf’ barfuß.

Ja! Auch das stärkt Dein Immunsystem, wenn Du z. B. kurze Strecken zur Mülltonne draußen einfach mal barfuß machst statt in Schuhen. Außerdem wappnest Du Dich auf diese Art und Weise auch gleich gegen den Anti-Gedanken: “Was werden die anderen wohl von mir denken?!”

5. Wenn Dich jemand kritisiert, gib ihm oder ihr einfach mal recht.

Keine Verteidigung oder Rechtfertigung. Übe Dich einfach ab und an mal darin zu sagen: “Ja stimmt. Da hast Du recht.” Punkt.

Denn wie schon Marshall Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation sagte (dieses Zitat stammt ursprünglich aus dem spirituellen Meisterwerk “Ein Kurs In Wundern“):

„Willst Du lieber echt haben oder glücklich sei? 

Beides gleichzeitig geht nicht!“

6. Wasche Dein Gehirn!

Natürlich nur im übertragenen Sinne, aber achte auf Hygiene im Oberstübchen.

Du wäschst Dich vermutlich morgens im Bad, putzt die Zähne, ziehst frische Kleidung an etc., aber Deine ollen Gedanken von gestern über das, was alles schief lief, “ziehst” Du wieder an. Miiiief!

Schenke Dir stattdessen eine “Gehirn-Spülung” und überlege Dir einen netten Gedanken – über Dich, über andere oder was Du heute Schönes erleben willst.

7. Gewöhne Dir an, Dich von Vorfreude zu Vorfreude zu hangeln.

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Also überlege Dir öfters am Tag, worauf Du Dich als nächstes freuen wirst. Wenn das Ereignis dann vorbei ist, überlege Dir, worauf Du Dich jetzt freust usw.

Das schüttet Endorphine, also Happy-Hormone, aus und Du bist einfach besser drauf.

8. Geh’ ab und an mal über einen Friedhof.

Und mach’ Dir bewusst: “Ja! Irgendwann lieg’ auch ich dort!”.

Vielleicht nicht morgen und auch noch nicht übermorgen, aber irgendwann bestimmt.

Das hilft Dir, Deinem größten Feind im Hirn mal direkt ins Äuglein zu blicken und zwar Deiner Angst vor der Endlichkeit. Musst es ja nicht gleich übertreiben, aber dieser kleine Impuls könnte Deine Perspektive gerade in stressauslösenden Situationen erheblich verändern.

9. Beginne Deinen Tag mit einem geistigen Stärkungsritual.

Statt Deinen Verstand gleich mit den übelsten und schlimmsten Nachrichten aus dem Radio oder der Zeitung kurz nach dem Aufwachen zu bombardieren, gönne Dir erstmal einen Nice-Moment. Das kann ein Gebet oder ein liebevoller Gedanke sein, noch während Du auf Deiner Bettkante sitzt.

Sage Dir zum Beispiel:

  • „Was auch immer heute passieren mag, ich werde das schaffen!“
  • „Heute ist ein neuer Tag!“
  • „Danke für diesen Tag!“
  • „Neues Spiel. Neues Glück!“
  • „Ich bleibe den ganzen Tag über ruhig und gelassen!“
  • „Ich entscheide mich für den Frieden!“
  • „Ich gebe mein Bestes und den Rest lass’ ich mir schenken!“

oder wenn Du gläubig bist:

  • „Lieber Gott, bitte nimm’ mich bei der Hand und führe mich!“

Mit was auch immer Du den Tag beginnen möchtest, lege Deinen Fokus fest.

Gib Dir selbst am Morgen die Orientierung, die Du den ganzen Tag über beibehalten möchtest.

Denn so ein Morgenritual ist wie eine Art Kompass. Er zeigt Dir immer an, wo Dein persönliches „Norden“ ist. Alles, was an diesem Tag auch geschehen mag, ordnest Du diesem ersten Impuls des Tages unter.

Daher kann es auch sehr ratsam sein, den Leitgedanken am Tag immer mal wieder zu wiederholen, denn wir sind ja alle so vergesslich. 😉

10. Fang’ an, mit Dir selbst zu quatschen.

Du hörst in Deinem Kopf wieder so nervige Gedanken, Kommentare, Bewertungen oder Ansichten zu einem Problem oder einer Situation? Dann komm’ ins Gespräch mit Deinem Jammerlappen, Deinem Grübelmonster oder Miesepeter.

Danke ihnen für ihre Hinweise, denn sie wollen Dich ja eigentlich nur beschützen. Die Frage ist nur: Vor was?

Dass sie es manchmal mit ihren Schutzattacken etwas übertreiben, kannst Du ihnen ja nicht zum Vorwurf machen. Schließlich hast Du sie ja jahrzehntelang trainiert. Also danke ihnen einfach und versichere ihnen, dass Du ihre Hinweise ernst nimmst, Du aber einfach mal eine neue Strategie ausprobieren möchtest.

Das könnte dann so aussehen: “Danke Dir, lieber Jammerlappen, für diesen Einwand. Ich behalte es im Hinterkopf, möchte aber dennoch mal was Neues ausprobieren. Ok?”

11. Hör’ auf, zu urteilen.

Das ist meiner Ansicht nach der wichtigste Tipp. Dieser ist aber auch am schwersten umzusetzen, denn Dein Ego – Dein kleines Ich – wird Dir alle möglichen Schein-Gründe liefern, warum Du doch das gute Recht hast, zu urteilen: Über die Welt, Deinen Nachbarn, Deine Schwiegermutter, Deine Nase, Deine Intelligenz, Deinen Kollegen, die Politik … und so weiter, und so weiter.

  • „Wie sieht die denn aus?“
  • „Kann man so auch rumlaufen?“
  • „Der müsste dringend mal wieder zum Friseur. Das sieht ja sch…. aus!“
  • „Ich bin einfach der größte Looser auf Gottes Erdboden!“
  • „Da hat ja ein Toastbrot mehr IQ als ich!“
  • „Das auch immer mir das passieren muss. Ich bin echt zu dämlich!“

Fazit

Aber was es auch immer sein mag, was Du doof, ungerecht, traurig, abartig, bescheuert etc. finden magst, ob an Dir oder anderen. Alle diese Urteile schubbsen Dich gleichermaßen aus Deinem Seelenfrieden.

Das Bedürfnis zu urteilen ist eigentlich nichts anderes als Arroganz. Denn wenn Du urteilst, stellst Du Dich über den anderen. Du tust so, als seist Du besser! Doch das ist eine Illusion.

Du bist weder besser noch schlechter. Du bist genau wie der oder die andere!
Wir sind alle gleich!

Das mag Dir vielleicht nicht schmecken und im Außen mag es tatsächlich so aussehen, als ob wir verschieden seien, aber im Innern sind wir alle gleich.

Wir alle haben die gleichen Bedürfnisse und Wünsche und wollen letzten Endes nur glücklich sein.

Die Wege dorthin mögen manchmal etwas chaotisch oder nicht nachvollziehbar für Dich sein. Tatsache ist aber:

ALLE wollen „nach Hause“, also inneren Frieden erleben! Ob ihnen das bewusst ist oder nicht.

Daher sei gnädig mit Dir, wenn Du Dich immer mal wieder beim Urteilen ertappst, denn das wird unweigerlich passieren. Und wenn es passiert, dann vergib Dir dafür. Dann lass’ das Geschehene los. Eigentlich ganz einfach, aber nicht ganz leicht!

Sage zu Dir selbst stattdessen: „Ich bin willens, das anders zu sehen!“

Und anders zu sehen bedeutet hier, das mit mehr Gelassenheit zu sehen oder mit mehr Humor.

Vielleicht auch mit einer Prise Weitblick oder Güte.

Nun wünsche ich Dir viel Spaß beim Ausprobieren und einige tolle Nebenwirkungen 😉

Weitere Artikel …

12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte

12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte

In den letzten Jahren habe ich für mich herausgefunden, dass hinter dem Stress eigentlich etwas sehr Wundervolles liegt. Quasi im Verborgenen. Es ist wie ein Geschenk, das zwar ziemlich blöd verpackt, aber dennoch ein Geschenk ist. Und in diesem Artikel lasse ich Dich...

#4: Erinnerungen, wenn man Angst vor dem Tod hat

#4: Erinnerungen, wenn man Angst vor dem Tod hat

In diesem Artikel und der dazugehörigen Podcast-Folge #4 geht es um 12 Erkenntnisse bzw. Einsichten, die wir von Menschen mit einer Nahtoderfahrung (kurz: NTE) über das Leben & den Tod gewinnen können und damit um 12 Erinnerungen, wenn wir Angst vor dem Tod haben....

Zeit sofort besser nutzen – 5 einfache Fragen

Zeit sofort besser nutzen – 5 einfache Fragen

Zeit sofort besser nutzen – 5 einfache Fragen

Wünschst Du Dir auch manchmal, Du hättest mehr Zeit?

 

Doch die Frage ist ja: WOFÜR? Was würdest Du damit anfangen? Wärst Du dann glücklicher? Zufriedener?

Zeit hat für uns alle ja eine ganz unterschiedliche Bedeutung. Dem einen kann es nicht schnell genug gehen. Dem anderen geht’s zu schnell.

Dem einen rinnt seine Lebenszeit förmlich durch die Finger. Ein anderer weiß damit überhaupt nichts anzufangen und ist froh, wenn er keine Zeit für sich hat. Den einen jagt die Angst vor dem Leben in die Umtriebigkeit.

Den anderen zieht die Liebe zum Leben zur Gelassenheit und Heiterkeit. Ganz nüchtern betrachtet ist der Faktor “Zeit” eine rein physikalische Größe.

Wir können sie messen – üblicherweise in ihrer kleinsten Einheit der Sekunde.

 

“Der Sinn der Sekunde liegt darin, die Vorherige abzulösen und während sie das tut, stirbt sie selber.”

 (Claus Eurich)

Die 3-Teilung

 

Wir unterteilen die Zeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Doch “Zeit ist relativ!” sagte Einstein. Für uns jedoch ist Zeit absolut.

Ein Blick auf die Uhr genügt … schon wieder sind ein paar Minuten vergangen.

Aber wohin sind sie eigentlich ge-gangen? In die Vergangenheit?

Jeder durchlebt zwar Vergangenheit und manche tun dies auch immer wieder und wieder.

Doch das Durchleben, das “Uns-daran-erinnern”, tun wir immer in diesem Moment – in der Gegenwart.

Schon der bekannte Stoiker, Philosoph und römische Kaiser Mark Aurel (*121 – †180 n. Chr.) gab zu bedenken, dass jeder Vergangenheit zwar durchlebe, aber immer nur in diesem Moment.  

Die Zeit vergeht für jeden unterschiedlich schnell

 

In jungen Jahren scheinen die Jahre endlos zu dauern.

Werden wir älter, dann scheinen die Jahre oft nur so dahin zu rasen.

Bist Du verliebt, vergeht die gemeinsame Zeit viel zu schnell.

Und wenn Du etwas tun musst, was Dir lästig ist, dann scheint das eeeewig zu dauern.

“Wenn man mit dem Mädchen, das man liebt, zwei Stunden zusammensitzt, denkt man, es ist nur eine Minute; wenn man aber nur eine Minute auf einem heißen Ofen sitzt, denkt man, es sind zwei Stunden – das ist die Relativität.”

(Albert Einstein)

Von der Illusion der Zeit

 

Zeit ist also tatsächlich relativ – je nachdem, in welchem Zustand Du Dich befindest.

Einige behaupten sogar, Zeit sei eine Illusion – wie der Tod.

Da kann es manchmal helfen, das ganze von hinten anzuschauen bzw. vom Ende aus zu betrachten. Und Wilhelm Busch hat das in seinem Gedicht sehr schön aufgezeigt:

 

“Wer nicht will, wird nie zunichte, kehrt beständig wieder heim. Frisch herauf zum alten Lichte dringt der neue Lebenskeim. Keiner fürchte zu versinken, der ins tiefe Dunkel fährt. Tausend Möglichkeiten winken ihm, der gerne wiederkehrt.  Dennoch seh ich dich erbeben, eh du in die Urne langst. Weil dir bange vor dem Leben, hast du vor dem Tode Angst.”

 

(Wilhelm Busch) 

5 Fragen, um Deine Zeit sofort besser zu nutzen

 

  1. Ist es der Ärger, die Situation, die Begebenheit wert, dass ich dafür meine Lebenszeit opfere?
  2. Würde ich das, was mich derzeit umtreibt, in 10 Jahren noch genau so sehen, wie heute?
  3. Für was möchte ich mir wirklich mehr Zeit nehmen?
  4. Mit wem möchte ich gerne mehr Zeit verbringen, auch wenn ich weiß, dass es nicht immer klappen wird?
  5. Was ist für mich eigentlich das Wesentliche in meinem Leben?

Hypnose – die etwas andere Form der Kommunikation

Hypnose – die etwas andere Form der Kommunikation

Hypnose – die etwas andere Form der Kommunikation

Mann unter Hypnose

Warst Du schon mal in Hypnose? Nein?

Doch ganz bestimmt, denn eigentlich ist das ein Zustand, den wir alle kennen.

Zumindest vor dem Einschlafen, wenn wir so leicht dösig hinweg dümpeln und vor dem Aufwachen, bevor wir wieder so richtig wach sind.

Es ranken sich ja allerlei Mythen und Unwahrheiten um die Hypnose und leider haben Showhypnosen das Image der Hypnose etwas “angedetscht”.

Nun durfte ich das wahre Wesen der Hypnose in einer intensiven Fortbildung zum HypnoseBachelor beim DHI in Hamburg persönlich kennenlernen und Hypnosetechniken für den Einsatz in Coaching und Therapie erlernen.

Und ich stellte auch fest, dass ich vermutlich schon öfters Menschen in einen hypnoseähnlichen Zustand begleitetet habe, ohne das allerdings Hypnose zu nennen.

Ich arbeite ja seit Jahren mit dem Unterbewusstsein und erkläre meinen Klienten, wie sie sich das vorstellen können. 

Ein Beispiel

Du kennst das sicherlich auch bzw. hast das schon einmal erlebt.

Du willst zu einem Freund fahren und befindest Dich plötzlich auf dem Parkplatz, sagen wir mal beim Aldi, da dieser auf der genau gleichen Strecke liegt.

Und Du fragst Dich nun: “Hä? Wie bin ich denn jetzt hierhin gekommen?”

Tja. Dein Unterbewusstsein kennt ja den Weg.

Und Du warst in Gedanken und Dein Unterbewusstsein übernahm die Führung. Es nahm den bekannten Weg.

Unser Unterbewusstsein steuert mehr als 90 % unserer täglichen Aktivitäten und lediglich 10 % (vermutlich sind es noch weniger) unserer Handlungen geschehen ganz bewusst.

So könnten wir viel häufiger die Kraft unseres Unterbewusstseins nutzen und tatsächlich tun wir/ich dies auch.

Jedes Mal, wenn ich eine Meditation, ein autogenes Training, eine Entspannungsübung oder auch einen Inneren Dialog anleite, bei der sich der Klient mit geschlossenen Augen in einem entspannten Zustand (also in einer leichten oder mittleren Trance) befindet, um innere Bilder entstehen zu lassen und bei sich selbst auf “Spuren- und Erkenntnissuche” zu gehen, dann ist das bereits Hypnose.

Yeah!

 

SelfCare-Letter abonnieren

… und sich einfach mal wieder überraschen lassen.

 

Doch bei der Hypnose kann ich von außen, durch meine Stimme oder mit ein paar Techniken, den Klienten noch etwas tiefer in Trance gehen lassen.

Ich als Coach fungiere dabei lediglich als Mediator zwischen dem Unterbewusstsein und dem Bewusstsein, stelle Fragen und der Klient antwortet darauf im Zustand einer mittleren Trance.

That’s it!

Frage der Sichtweise

Wie bei allen Dingen ist es auch hier wieder eine Frage der Sichtweise.

Früher hielten viele Leute Meditation für Humbug. Heute ist sie allgemein anerkannt.
Wir haben ängstliche Gefühle bei Dingen, die wir nicht verstehen.

Doch wenn wir sie verstehen, dann fällt es uns leichter.

Und Hypnose oder ein entspannter Zustand, z. B. in der Meditation kann helfen, sich selbst besser zu verstehen und alte Glaubensmuster aufzulösen. Darum gehts!

Es ist wie mit meinen Klospruch von heute morgen. “Klospruch” deshalb, weil bei mir der Abreißkalender im Badezimmer steht;):

“Wat für den einen sin Uhl is den anderen sin Nachtigall!” von Fritz Reuter

Alles Ansichtssache?

Das bedeutet: Es ist alles Ansichtssache.

Und auch hier ist es gut, sich immer wieder daran zu erinnern, dass vieles, was wir für objektiv für wahr oder gegeben halten, vor allem eine Frage der Bewertung ist.

Was sitzt dort auf dem weit entfernten Ast?

Wir können es nicht klar erkennen.

Ist es eine Eule? Ist es eine Nachtigall?

Wer weiß.

Das Problem von allen Seiten beleuchten

Und in jedem Coaching geht es immer wieder um das Problem, das von allen Seiten beleuchtet wird und wobei Fragen helfen können:

  • Will ich mein Problem lieber behalten? Warum? Wozu?
  • Wofür ist das gut?
  • Welche Vorteile verschafft mir mein derzeitiges Problem?
  • Welche Nachteile kann ich erkennen, wenn ich so weiter mache?
  • Wer hätte etwas dagegen, wenn ich mich verändere?

Und all’ diese Fragen kann ich meinem Klienten im Wachbewusstsein stellen oder eben im Zustand einer leichten Trance. Ich rede also mit den unterbewussten Anteilen und das Bewusstsein schaut zu;)
Coole Sache! Wenn wir selbst erkennen, was unsere Gedanken so alles bewirken können.

Hypnose macht nicht willenlos

Dass man grundsätzlich unter Hypnose willenlos z. B. als Kaninchen durch die Gegend hüpft und man komplett die Kontrolle abgibt oder Dinge tut, die man nicht tun will, ist eine Mär.

Es sei denn, … Du willst das!

Deswegen funktionieren Showhypnosen tatsächlich.

Faszinierend zu wissen, aber nix für mich!

Du weißt ja, alles eine Frage der …

Alexander Hartmann erklärt das in einem kurzen Video sehr gut! Klick’ hier!

Klar ist auch ein bisschen Show dabei, aber es dient eher als Zweifelausräumer;)

Ich beschränke mich dann doch lieber auf die analytische Form der Hypnose.;)

Falls Du wissen willst wie es Shadow ging … ?

Super! Er hat seine Tiersitterin 2 Nächte auf Trab gehalten, und 2 Nächte war mehr oder weniger Ruhe. Aber sie nahm’s mit Humor. Ich danke Dir ganz arg, liebe A.! DANKE! 😘

Nun wünsche ich Dir eine entspannte Woche.

Liebe Grüße 

Weitere Artikel:

 Möchtest Du endlich raus aus dem Stress und rein in Dein entspanntes Leben?

Dann melde Dich für mein Online-Selbstcoaching-Programm re:member! Erinnere Dich an’s Wesentliche. Stress verstehen. Entspannter leben. an und hol’ Dir Dein Leben zurück. 

 

An welche E-Mail darf ich Dir die GRATIS-BOX schicken?

Die BOX enthält Checklisten, Übungen und Fragebögen als PDF für Dich zum Herunterladen! Völlig gratis und exklusiv für meine Abonnenten!

Danke! Eine Bestätigungsmail ist an Dich unterwegs.

WILLST DU WISSEN

WAS DICH WIRKLICH STRESST?

 
Dann lade Dir gleich das E-Book END:LICH! weniger Stress mit Leben&Tod gratis herunter.

Das hat geklappt!

Pin It on Pinterest