Heute Ăźben wir Lektion 40 aus Ein Kurs in Wundern: âDu bist gesegnet als Sohn Gottes.â Allein dieser Satz kann innerlich schon eine kleine Diskussionsrunde erĂśffnen. Kommt Dir das zu groĂ vor? Zu religiĂśs? Zu weit weg von Deinem echten Leben mit all seinen RĂźcken- und Kopfschmerzen, dem ganzen Termindruck und diesem einen Gedanken, der nachts um drei einfach nicht die Klappe hält?
Dann lass uns diesen Satz einmal entknoten.
Was âSohn Gottesâ hier wirklich meint
In Ein Kurs in Wundern ist âSohn Gottesâ kein Titel fĂźr Auserwählte. Es ist kein männliches Bild und schon gar kein spirituelles Abzeichen. Gemeint ist etwas sehr Grundlegendes: Dein Ursprung. Deine Verbundenheit. Dein DazugehĂśren.
Oder anders gesagt:
Du bist nicht zufällig hier.
Nicht abgeschnitten vom Leben.
Nicht getrennt von dem, was Dich trägt.
Der Kurs benutzt dafĂźr diese Sprache â wir dĂźrfen sie Ăźbersetzen.
In Alltagssprache heiĂt das zum Beispiel:
Du bist Teil des Ganzen
Du bist nicht kaputt
Dein Wert ist nicht verhandelbar
Der buddhistische Lehrer Thich Nhat Hanh hat es so formuliert:
âDu bist nicht eine Welle im Ozean. Du bist der ganze Ozean in Bewegung.â
Gesegnet sein â jenseits von Weihrauch & Pathos
âGesegnetâ wird oft missverstanden. Es bedeutet nicht, dass immer alles glattläuft. Es heiĂt nicht, dass es keine Krisen gibt oder keine ErschĂśpfung.
Segnen heiĂt ursprĂźnglich:
â etwas wohlwollend ansehen â jemandem Gutes zusprechen â Leben Raum geben
Ein Segen im Alltag kann ganz unspektakulär aussehen:
â Du erlaubst Dir eine Pause, obwohl noch Dinge offen sind â Du sprichst innerlich freundlicher mit Dir â Du reagierst einmal weniger scharf als sonst â Du nimmst Dich ernst, ohne Dich wichtig zu machen
Vielleicht ist Segnen genau das: Dem Leben in Dir nicht ständig im Weg zu stehen.
Warum diese Lektion Stress leiser macht
Stress nährt sich aus dem Gefßhl, getrennt zu sein. Allein verantwortlich. Dauernd zu wenig.
Lektion 40 erinnert Dich daran, dass Du getragen bist, auch wenn Du Dich gerade nicht so fĂźhlst. Dass Du nicht erst etwas werden musst, um wertvoll zu sein. Und dass Dein innerer Druck oft aus dem Vergessen kommt â nicht aus der Realität.
Oder wie der Mystiker Meister Eckhart sagte:
âGott ist näher bei mir als ich mir selbst.â
Vielleicht ist genau das der Kern dieser Lektion: Nicht hÜher. Nicht weiter. Sondern näher.
Und manchmal beginnt Segen genau da â wo Du aufhĂśrst, Dich selbst zu Ăźbergehen đ
Manchmal geschehen Dinge, die Du nicht mehr rĂźckgängig machen kannst â oder vielleicht auch gar nicht mehr willst.
Ein Gespräch, eine Entscheidung, ein Bruch â und plĂśtzlich ist nichts mehr so, wie es war. Vielleicht war es Ăźberfällig, vielleicht kam es Ăźberraschend. Aber Du spĂźrst: Das Alte trägt nicht mehr.
Solche Phasen fĂźhlen sich oft an, als wĂźrde Dein Leben Dich durchrĂźtteln. Etwas in Dir weiĂ, dass es so nicht weitergehen kann, und gleichzeitig zieht das Herz noch an dem, was war.
Und genau hier beginnt der Weg in die Dunkelheit â nicht als Strafe, sondern als Schwelle. Ein Moment, in dem Du lernst, mit Dir zu sein â liebevoll, geduldig, voller SelbstmitgefĂźhl. Denn Dunkelheit ist oft der Geburtskanal des Lichts.
Wenn sich Sicherheiten auflĂśsen
In Zeiten des Wandels reagiert Dein ganzer Organismus. Die Stressforschung spricht von einem Ăbergangszustand, in dem das Nervensystem versucht, sich neu zu kalibrieren. Der Sympathikus â unser innerer Antreiber â hat lange die Kontrolle gehabt. Doch jetzt meldet sich der Parasympathikus und sagt:
âHalt inne. Atme. Lass los.â
Das fßhlt sich paradox an, denn der Kopf will weiter planen, erklären, verstehen. Aber das Herz will erst einmal fßhlen. Und genau da liegt die Heilung. Resilienz bedeutet in solchen Zeiten nicht, stark zu bleiben, sondern weich genug zu sein, um Dich selbst zu halten, während alles wankt.
Die spirituelle Dimension
In Ein Kurs in Wundern heiĂt es:
âIch brauche nichts zu tun.â (Lektion 48)
Das klingt zunächst wie ein Widerspruch â besonders dann, wenn das Leben Dich gerade auffordert, Entscheidungen zu treffen.
Aber der Kurs meint: Tu nichts aus Angst. Tu nichts, um Schmerz zu vermeiden oder Schuld zu kompensieren.
Stattdessen: Sei still. Lausche. Denn in dieser Stille wird Dir gezeigt, was wirklich wahr ist.
Wenn also alles um Dich herum in Bewegung ist, darfst Du lernen, innerlich zu ruhen â nicht, weil Du fliehst, sondern weil Du bereit bist, gefĂźhrt zu werden.
SelbstmitgefĂźhl
Wie Du lernst, Dich selbst liebevoll zu halten
Vielleicht hast Du eine Entscheidung getroffen, die weitreichende Folgen hat â im Beruf, in einer Freundschaft, in der Liebe. Und jetzt kommt der Moment danach: die Leere, die Zweifel, das GrĂźbeln. Das Ego flĂźstert:
âHättest Du nur âŚâ
Doch die innere Stimme sagt:
âAlles geschieht fĂźr Dich, nicht gegen Dich.â
Anstatt Dich in Selbstkritik zu verstricken, halte inne und frage Dich: âKann ich mir selbst jetzt beistehen, so wie ich es fĂźr jemand anderen tun wĂźrde?â
Denn genau darin beginnt Transformation â nicht, wenn alles klar ist, sondern wenn Du bleibst, obwohl es dunkel ist.
SelbstmitgefĂźhl beginnt dort, wo Du aufhĂśrst, Dich selbst zu verurteilen â und anfängst, Dich zu halten. Nicht festzuhalten, sondern zu halten: mit Sanftheit, mit Wärme, mit Präsenz. So wird aus innerem Druck allmählich Frieden.
Psychologie & Metaphysik
Zwei Sprachen fĂźr dieselbe Wahrheit
Psychologisch: Dein Nervensystem braucht Sicherheit. Du kannst sie ihm geben â durch Atem, BerĂźhrung, Präsenz. Das ist Selbstregulation â gelebte Resilienz.
Metaphysisch: Dein Geist sucht Erinnerung. Wenn Du aufhĂśrst, Dich zu verurteilen, Ăśffnet sich der Raum fĂźr das Wunder â den Moment, in dem Du erkennst: âIch bin sicher in der Liebe, die mich trägt.â
Beide Ebenen sprechen miteinander:
Was Du auf der psychischen Ebene heilst, heilt auch im Geist.
Und was Du im Geist erkennst, wirkt trĂśstend auf Deinen KĂśrper.
Ăbung: Das Herz als Anker
Wenn alles in Bewegung ist, leg Deine Hand auf Dein Herz. SchlieĂe die Augen und sage innerlich:
âIch bin bereit, mich selbst zu halten. Ich darf traurig sein. Ich darf unsicher sein. Aber ich bleibe in Liebe.â
SpĂźre, wie der Atem Dein Herz sanft bewegt. Mach nichts daraus. Bleib einfach.
Diese einfache Geste verbindet Dich mit Deinem inneren Raum â dem Ort, an dem Licht nicht gesucht, sondern erinnert wird.
Dunkelheit als Geburtsort des Lichts
In der Sterbeforschung berichten viele Menschen, dass kurz vor dem Tod eine groĂe Stille eintritt â ein Moment des Wissens ohne Denken, des Friedens ohne Erklärung. Vielleicht geschieht gerade in Deinem Leben eine kleine Form davon:
Etwas Altes stirbt, damit etwas Neues geboren werden kann.
Dunkelheit ist nicht das Ende. Sie ist der Anfang â wenn Du Dich traust, nicht mehr zu wissen, sondern einfach zu sein.
Selbstmitgefßhl ist keine Flucht. Es ist Deine Rßckverbindung zu dem, was Dich trägt. Es ist das Licht, das bleibt, wenn alle Sicherheiten gehen.
Und vielleicht erkennst Du genau jetzt â mitten im Wandel, mitten im Ungewissen â dass Sanftmut keine Schwäche ist, sondern die tiefste Form von Stärke.
Ja, ErschĂśpfung ist tatsächlich eine Einladung zur inneren Stille, denn sie ist mehr als MĂźdigkeit. Sie ist ein Signal. Ein Ruf, der aus der Tiefe kommt, wenn Dein System nach zu viel Funktionieren, Sorgen und „MĂźssen“ einfach nicht mehr kann. Wenn KĂśrper und Geist gleichzeitig âStoppâ sagen â dann ist das kein Scheitern, sondern ein Moment der Wahrheit.
Vielleicht fĂźhlst Du Dich gerade leer, ausgebrannt, innerlich ausgelaugt. Alles scheint schwer zu werden, und selbst kleine Aufgaben wirken plĂśtzlich wie Berge. In solchen Phasen hilft kein ânoch mehr tunâ â sondern weniger. Viel weniger.
Bist Du bereit? Dann lass uns loslegen. đż
Leergesaugt wie ’ne Batterie
Kennst Du das, wenn einfach gar nichts mehr geht â wenn Du innerlich leer bist, wie ’ne leer gesaugte Batterie, und einfach nicht mehr weiĂt, wieâs weitergehen soll?
Das kann ganz schĂśn frustrierend sein. Es fĂźhlt sich an, als wĂźrde alles stillstehen. Rien ne va plus â nichts geht mehr.
Und genau in solchen Momenten lohnt es sich, nicht mehr desselben zu machen, sondern weniger. Viiiel weniger!
Manchmal erreichen wir diesen Punkt, an dem gar nix mehr zu funktionieren scheint. Du kennst das bestimmt: die Gedanken kreisen, der KÜrper ist mßde, schlaff, erschÜpft, schlafen naja, und selbst ganz normale Alltagsroutinen fßhlen sich plÜtzlich so schwer und kräftezehrend an.
Und dann kommt dieser fiese Impuls aus Deiner scheinbaren Chef-Zentrale und da brĂźllt jemand in Dir und schickt Dir den Gedanken: âAber ich muss doch irgendetwas tun!â â und genau darin liegt das Missverständnis.
HĂśr nicht auf diese Stimme – sie kommt vom EGO. Dem kleinen Schlawiner, der sich als Chef aufspielt. Und der kennt nur machen, machen … machen.
Du musst nix tun
Aber Du musst NIX TUN – Du darfst etwas LASSEN. Du darfst das ständige MĂźssen und Sollen lassen.
Die ganzen Konzepte und Ideen und Pläne mal lassen. Diese Fragen ohne Antwort: Ich hätte doch ⌠aber ich mĂźsste doch ⌠warum habe ich noch nicht âŚ
Willkommen in der Folterkammer des Ego.
Was Du jetzt tun musst ist – geh einfach raus: Sag tschßà – heute nich‘.
Ich geh jetzt Blume pflĂźcken oder Herbstlaub angucken – tschĂźĂ.
đŻď¸ Die Stille als Einladung
Das Ego hasst Stillstand. Es flĂźstert: âBeeil Dich! Mach was draus! Sonst verlierst Du Dich!â Doch die Seele weiĂ: In der Stille geschieht die Neuordnung. Wenn im AuĂen nichts mehr geht, Ăśffnet sich im Inneren ein Raum, in dem Du innere Stille finden kannst â nicht als Flucht, sondern als Heimkehr.
Stille bedeutet nicht unbedingt Meditation – is zwar auch mega wertvoll – aber manchmal ist es einfach noch zu laut im Kopf. Dann hilft Bewegung, ruhige Spaziergänge, rausgehen, alleine sein ⌠sowas in der Art.
Diese Phase fĂźhlt sich manchmal an wie Leerlauf – nix scheint zu passieren.
Aber in Wahrheit ist sie ein wertvoller Raum, in dem etwas ins Leere läuft und das ist Gold wert. Denn in diesem Raum nimmt etwas Neues Gestalt an. Wie die Erde im Winter ruht, bevor der Frßhling erwacht.
đ Das Paradox der Pause
Viele Menschen kommen in meine Praxis und sagen:
âIch bin so erschĂśpft â aber wenn ich mich ausruhe, fĂźhle ich mich schuldig.â
Das ist die alte Programmierung: Ich bin nur wertvoll, wenn ich was leiste.
Doch innere Stille finden heiĂt nicht, nichts zu tun â es heiĂt, Raum fĂźr das Leben selbst zu schaffen.
Wenn Du innehältst, beginnst Du zu hĂśren, was Dich wirklich ruft. Die innere Stimme, die leise, liebevolle, war nie weg â sie konnte nur im Lärm nicht durchdringen.
đŤ Der heilige Augenblick
Ein Kurs in Wundern nennt diesen Moment den âheiligen Augenblickâ â den Moment, in dem Du alles loslässt, was Du Ăźber Dich und die Welt glaubst, und einfach still wirst. Und so tust, als hättest Du Ăźberhaupt keinen Plan und da bist Du näher dran an der Wahrheit als jemals davor.
Denn das Ego liebt Pläne, aber Du brauchst keine Wahnsinnspläne â das, was Du später tun wirst, wird durch Dich einfach hindurchflieĂen und Du wirst ganz genau WISSEN, was zu tun ist.
Und dafĂźr braucht es Vertrauen.
Hier braucht es keine LĂśsung, kein Ziel, kein Konzept. Nur die Bereitschaft, zu lauschen.
Manchmal ist das Lauschen selbst schon die Antwort.
Aber bitte nicht angestrengt lauschen, so nach dem Motto: âJetzt arbeite ich schon 10 Jahre mit Ein Kurs in Wundern und hĂśr immer noch nix!â
Mach in dieser Woche Deinen ganz normalen Job oder das, was Du sonst auch tust, aber einmal am Tag setzt Du Dich hin – Toilette ist dafĂźr super geeignet â drei Minuten genĂźgen â und sage innerlich:
âIch lasse los. Ich bin bereit, gefĂźhrt zu werden. Ich will endlich Frieden fĂźhlen.â
Das ist keine Flucht. Das ist Vertrauen.
đż Praktische Ăbung: Die 3-Minuten-Stille
Finde einen Ort, an dem Du ungestĂśrt bist. (Klo)
SchlieĂe die Augen und richte Deine Aufmerksamkeit auf den Atem.
SpĂźre, wie der Atem Dich atmet.
Wenn Gedanken auftauchen, lächle ihnen zu und lass sie ziehen.
Am Ende frage sanft: âWas will das Leben mir gerade zeigen?â
Mach das sieben Tage lang â ohne Erwartungen. Beobachte, wie sich Deine Energie verändert, wenn Du innere Stille finden zur täglichen Gewohnheit machst.
đ Fazit
Wenn nichts mehr geht, bedeutet das nicht, dass Du gescheitert bist. Es bedeutet, dass das Leben Dich ruft, langsamer zu werden, damit Du wieder hĂśren kannst.
In der Stille wirst Du daran erinnert, dass Du getragen bist â immer schon. Dass Du nichts wissen musst, um gefĂźhrt zu sein. Und dass aus der Dunkelheit das Licht geboren wird, das Dich nach Hause fĂźhrt.
đď¸ âGott geht mit mir, wohin ich auch gehe.â (Lektion 41, Ein Kurs in Wundern)
Der heutige Leitgedanke wird schlieĂlich das GefĂźhl der Einsamkeit und des Verlassenseins, das alle Getrennten empfinden, vollkommen besiegen. 2Depression ist eine unausweichliche Folge von Trennung. 3Dasselbe gilt auch fĂźr Beklommenheit, Sorge, ein tiefes GefĂźhl der Hilflosigkeit, Elend, Leiden und intensive Verlustangst.
⌠Tief in Dir liegt alles, was vollkommen ist, bereit, durch Dich hindurch und hinaus in die Welt zu strahlen. 2Es wird allen Kummer, allen Schmerz, alle Angst und allen Verlust heilen, weil es den Geist heilen wird, der dies alles fßr wirklich hielt und wegen seiner Treue diesem gegenßber litt.
âŚ
Danke, dass Du Dir Zeit fĂźr Dich genommen hast. Und bis zum nächsten Mal â und vergiss nicht: In Dir steckt mehr, als Du ahnst und Du bist auch viel grĂśĂer, als Du glaubst – Du hast das lediglich vergessen.
Alles Liebe
Deine Jeanette
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Wir alle fĂźhren sie â oft unbemerkt, manchmal gnadenlos streng, manchmal liebevoll und trĂśstend: unsere Selbstgespräche. Doch nur wenige wissen, wie machtvoll sie wirklich sind. Liebevolle Selbstgespräche kĂśnnen unser gesamtes Empfinden verändern â kĂśrperlich, emotional und geistig. Denn was wir Ăźber uns denken und zu uns sagen, beeinflusst unsere Stimmung, unseren Hormonhaushalt und sogar, wie gut unser Gehirn auf Stress reagiert.
Die Sprache Deiner Gedanken
In der Neurowissenschaft weiĂ man heute, dass jeder Gedanke elektrische und chemische Reaktionen auslĂśst. Positive, aufbauende Gedanken setzen Botenstoffe wie Dopamin, Serotonin oder Oxytocin frei â jene Substanzen, die uns friedlich, zuversichtlich und verbunden fĂźhlen lassen. Negative oder selbstkritische Gedanken dagegen aktivieren Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin, die Herzschlag, Muskeltonus und Blutdruck erhĂśhen.
Unser KĂśrper reagiert also, als wäre eine reale Bedrohung da â nur weil wir uns selbst mit harten Worten begegnen. Etwa 60.000 Gedanken ziehen Tag fĂźr Tag durch unseren Kopf, und der GroĂteil davon sind Wiederholungen â alte Denkmuster, Selbstbewertungen, unbewusste Programme. Wenn wir also nicht achtsam sind, erzählen wir uns immer wieder dieselben Geschichten Ăźber uns selbst:
âIch bin nicht gut genug.â
âIch hätte das besser machen mĂźssen.â
âIch darf mich nicht so anstellen.â
Doch was wäre, wenn Du stattdessen bewusst wählst, welche Worte in Deinem Inneren erklingen dßrfen?
Beispiele aus dem Alltag
Vielleicht kennst Du solche Situationen: Du verschĂźttest Deinen Kaffee und hĂśrst sofort den Satz: âTypisch, das passiert nur mir.â Oder Du schaust in den Spiegel und bemerkst, wie schnell der Gedanke auftaucht: âIch sehe heute furchtbar aus.â
Genau hier entsteht die Magie des Bewusstseins. Denn in dem Moment, in dem Du den Gedanken bemerkst, hast Du die MĂśglichkeit, ihn liebevoll zu korrigieren. Du kannst innerlich sagen:
âAch, wie gut, dass ich es bemerke. Ich bin geduldig mit mir.â Oder: âMein KĂśrper ist mein Zuhause, er trägt mich durch mein Leben.â
Auch im Umgang mit anderen Menschen zeigt sich, wie liebevoll Deine inneren Gespräche sind.
Wenn Du Dich oft entschuldigst, obwohl es gar nicht nĂśtig ist, oder Dich klein machst, um zu gefallen, dann spricht Dein inneres Programm von Anpassung und Angst.
Doch sobald Du beginnst, Dir selbst zuzuhÜren und Worte der Gßte zu wählen, verändert sich Deine Ausstrahlung. Du stehst aufrechter, Deine Stimme wird weicher, Deine Entscheidungen klarer.
Psychologische Sicht
In der Psychologie spricht man vom âinneren Dialogâ.
Unsere Selbstgespräche, also wie wir mit uns selbst sprechen, prägt unser Selbstbild und unsere Fähigkeit, mit Herausforderungen umzugehen. Menschen, die freundlich mit sich selbst sprechen, zeigen seltener Symptome von Angst und Ăberforderung.
Sie bewerten Fehler nicht als Beweis ihres Versagens, sondern als Lernmomente.
Wenn Du innerlich sagst: âIch gebe mein Bestes, und das darf reichenâ, beruhigst Du Dein Nervensystem auf natĂźrliche Weise.
Das Gehirn lernt dadurch, Sicherheit mit Selbstakzeptanz zu verknĂźpfen â und nicht mit Perfektionismus.
Spirituelle Perspektive
In Ein Kurs in Wundern heiĂt es:
âLass Dich nicht mit Deiner Kleinheit zufrieden geben. Denn sie ist nicht, was Du bist.â
Und genau das geschieht, wenn wir beginnen, anders mit uns zu sprechen. Wir steigen aus der kleinmachenden Stimme des Ego aus und Ăśffnen uns der Stimme der Liebe â unserer wahren Natur.
Es ist, als wĂźrden wir uns selbst an die Hand nehmen und sagen: âIch sehe Dich. Ich glaube an Dich. Und ich erinnere Dich daran, wer Du wirklich bist.â
Eine kleine Geschichte: Selbstgespräche
Eine alte Frau kam jeden Morgen zu einem See. Sie setzte sich ans Ufer und sprach laut zu sich selbst. Manchmal lobte sie sich, manchmal trĂśstete sie sich, manchmal lachte sie Ăźber sich.
Eines Tages fragte ein Wanderer: âMit wem sprichst du da eigentlich?â
Die Frau lächelte und sagte: âMit der, die so lange geglaubt hat, sie sei nicht genug. Ich will, dass sie mich endlich hĂśrt.â
Der Wanderer nickte. âUnd hĂśrt sie dich?â
Sie antwortete: âManchmal ja. Und an diesen Tagen scheint die Sonne heller.â đ
Kleine Meditation zum Abschluss
Wenn Du magst, nimm Dir jetzt einen Moment Zeit. SchlieĂe sanft die Augen. Atme tief ein â und spĂźre, wie sich Dein Brustkorb hebt. Atme aus â und lass die Schultern sinken.
Lege eine Hand auf Dein Herz. Unter Deiner Hand schlägt das Leben selbst. Und nun beginne leise in Dir zu sprechen:
đ¸ Ich bin bereit, liebevoll mit mir zu sein. đ¸ Ich darf Fehler machen und daraus lernen. đ¸ Ich bin getragen von etwas GrĂśĂerem. đ¸ Ich bin fähig, GroĂartiges zu vollbringen. đ¸ Ich bin Liebe in Bewegung.
Wenn ein Gedanke auftaucht, der Dich klein machen will, sieh ihn an â und lächle ihm zu. Sag innerlich:
âDanke, dass Du mich so lange begleitet hast. Aber heute wähle ich andere Worte.â
Denn der liebevollste Gedanke, den Du heute denken kannst, ist immer der, der Dich an Deine wahre GrĂśĂe erinnert.
Wie bringst Du Herz und Hirn in Einklang? Denn Stress entsteht ja nicht durch die Dinge selbst â sondern durch unsere Gedanken Ăźber die Dinge. Diese Erkenntnis klingt simpel, oder? Und doch ist sie radikal. Denn wenn wir ehrlich hinschauen, merken wir: Es ist nicht der Nachbar mit dem Rasenmäher, der uns den inneren Frieden raubt. Es ist unser Gedanke: âDas darf der nicht.â
Sowohl im klassischen Stressmanagement als auch in Ein Kurs in Wundern wird genau das gesagt: Es sind nicht die Umstände, die Stress verursachen, sondern unsere innere Bewertung. Wir glauben, die Welt da drauĂen mĂźsse anders sein, damit wir uns hier drinnen wohlfĂźhlen.
Ein Kurs in Wundern geht sogar noch weiter. Er sagt: Wir träumen eine Welt der Trennung â und solange wir glauben, das Problem sei im AuĂen, bleibt der Stress bestehen.
Die gute Nachricht: Wir kĂśnnen uns anders entscheiden. Wir kĂśnnen den Traum neu träumen â mit Herz und Hirn im Einklang.
Erinnerst Du Dich an den Film Matrix? Neo muss sich entscheiden: Will er die blaue Pille nehmen und in der Illusion bleiben? Oder die rote Pille und aufwachen?
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, an dem Du Dir die Frage stellen kannst: Welche Pille wähle ich?
In der neuen Podcastfolge spreche ich darĂźber, warum wir oft glauben, Stress sei unvermeidlich, was Herz & Hirn wirklich brauchen und wie wir Frieden finden kĂśnnen â unabhängig von der Welt da drauĂen.