Ein Kurs in Wundern & das Ego
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Ein Kurs in Wundern & das Ego

Ein Kurs in Wundern | 2 Kommentare

Hast Du jemals das Gefühl gehabt, dass in Deinem Kopf zwei Stimmen miteinander streiten? Eine Stimme ist sanft, ruhig und voller Vertrauen. Sie erinnert Dich daran, dass Du genau richtig bist und dass Liebe die Antwort auf jede Frage ist. Und dann gibt es diese andere Stimme. Die laute. Die kritische. Die, die Dir einflüstert, dass Du nicht genug bist, dass andere besser sind oder dass die Welt ein gefährlicher Ort ist.

Herzlichen Glückwunsch – Du hast gerade das Ego kennengelernt.

Doch was ist das Ego laut Ein Kurs in Wundern (EKiW) wirklich? Und wie gehen wir damit um, wenn sich die Angst und der Schmerz in unserem Leben verdammt real anfühlen? Lass uns gemeinsam eintauchen.


1. Was ist das Ego laut Ein Kurs in Wundern?

Die meisten Menschen denken bei „Ego“ an Arroganz. Doch im Kurs bedeutet es etwas viel Grundlegenderes:

„Das Ego ist die Überzeugung, dass Du von Gott getrennt bist.“

Es ist der Teil in uns, der an Trennung glaubt. Es sieht uns als isolierte Individuen, die in einem verletzlichen Körper ums Überleben kämpfen müssen.

Die zwei Ebenen der Realität

Hier ist ein wichtiger Punkt, um das Ego zu verstehen, ohne unser menschliches Leid zu verleugnen. Wir müssen zwischen zwei Ebenen unterscheiden:

  1. Die menschliche Ebene (Ebene der Form): Hier erleben wir Schmerz, Konflikte und vielleicht sogar traumatische Erfahrungen. Auf dieser Ebene ist das Leid eine physiologische und psychologische Realität, die Mitgefühl und oft auch therapeutische Hilfe braucht.

  2. Die Ebene des Geistes (Ebene der Wahrheit): Hier lehrt der Kurs, dass Dein wahres Selbst – so wie Gott es schuf – niemals verletzt, getrennt oder zerstört werden kann.

Das Ego existiert nur auf der ersten Ebene. Es ist wie ein schwerer Albtraum: Solange wir schlafen, zittern und schwitzen wir vor Angst. Der Schmerz im Traum fühlt sich echt an. Aber sobald wir aufwachen, erkennen wir, dass unserem wahren Kern nichts geschehen ist.


2. Wie manipuliert uns das „Egolinchen“?

Ich nenne diese Stimme oft liebevoll „Egolinchen“, um ihr den Schrecken zu nehmen. Aber ich weiß auch: Wenn dieses Egolinchen das Ruder übernimmt, kann es das Leben zur Hölle machen. Seine Strategien sind raffiniert und es hat jede Menge Abwehrmechanismen:

  • Angst und Sorgen: „Was, wenn Du scheiterst? Was, wenn Du nicht geliebt wirst?“

  • Vergleiche und Mangel: „Schau Dir die anderen an – sie haben mehr, sie sind glücklicher.“

  • Schuld und Urteil: „Du bist schuld an Deiner Lage“ oder „Die anderen sind schuld an Deinem Unglück.“

Das Ego liebt Drama, denn solange wir mit Problemen beschäftigt sind, schauen wir nicht nach innen, wo der Frieden wartet.


3. Wie entlarven wir das Ego?

Der Kurs sagt: „Das Ego kann nicht überleben, wenn es durchschaut wird.“ Sobald wir beginnen, die Gedanken des Egos zu hinterfragen, verlieren sie ihre Macht über unsere Identität.

Drei praktische Schritte:

  1. Beobachte ohne Urteil: Frage Dich bei einem angstvollen Gedanken: „Bringt mich das in den Frieden?“ Wenn nicht, ist es das Ego. Du musst den Gedanken nicht bekämpfen – es reicht, ihn als „nicht wahr“ zu identifizieren.

  2. Werde still: Das Ego ist laut, aber die Wahrheit spricht in der Stille. Ein paar tiefe Atemzüge helfen, das „Ego-Radio“ leiser zu drehen.

  3. Die entscheidende Frage: „Will ich recht haben oder glücklich sein?“ Das Ego will immer recht haben (auch mit seinem Schmerz!). Frieden finden wir nur, wenn wir bereit sind, unsere Sichtweise loszulassen.


4. Heilung und Vergebung: Der Weg in die Freiheit

In Ein Kurs in Wundern ist Vergebung das zentrale Werkzeug. Aber Achtung: Das bedeutet nicht, Schreckliches gutzuheißen.

Vergebung bedeutet zu erkennen, dass das, was wir in Wahrheit SIND, durch keine weltliche Erfahrung jemals beschädigt werden konnte.

Es ist der Weg aus der Opferrolle zurück in die Kraft. Wir sagen nicht: „Es ist nichts passiert“, sondern wir sagen: „Es ist passiert, aber es definiert nicht meine Ewigkeit. Ich entscheide mich heute für das Licht in mir, statt für die Schatten meiner Vergangenheit.“

„Ich könnte das auch anders sehen“

Dies ist einer der kraftvollsten Sätze aus dem Kurs. Er erlaubt uns, in Momenten der Angst innezuhalten. Was, wenn ich nicht das Opfer meiner Gedanken bin? Was, wenn ich Frieden wählen könnte – genau jetzt?


Fazit: Du bist viel mehr als Deine Geschichte

Das Ego ist nicht Dein Feind, den Du „besiegen“ musst. Es ist eine falsche Idee, die verblasst, je mehr Du Dich Deinem wahren Licht zuwendest.

Frage Dich heute:

  • Welche Gedanken kommen aus der Angst (Ego) und welche aus der Liebe?

  • Bin ich bereit, einen Raum in mir zu finden, der größer ist als mein Schmerz?

Du bist nicht Deine Angst. Du bist nicht Dein Trauma. Du bist reiner, unverletzlicher Geist. Und je mehr Du Dich daran erinnerst, desto leiser wird das Egolinchen – bis Du schließlich erkennst, dass es nie die Macht hatte, Dein wahres Glück zu verhindern.

Bist Du bereit, heute einen Schritt in Richtung Frieden zu gehen? 😊


Übrigens: Die ganze Folge zu diesem Thema kannst Du Dir auch in meinem ZEITWELLEN-Podcast auf YouTube anhören => https://youtu.be/I_nPsEo_a6k

Alles Liebe,

Deine Jeanette

Dein Kommentar

2 Kommentare

  1. B. Johann

    Traumatische psychische und körperliche Gewalt ist im Körper gespeichert und lässt sich nicht wegdenken, ob mit oder ohne Ego. in diesem Fall ist tatsächlich etwas geschehen, und zwar dauerhaft, das die Gegenwart zu einem Wort voller Angst macht, ganz unabhängig von Gedanken, weil es vollständig unerträgliche Gefühle auslöst. Einem Menschen zu sagen, dass nichts geschehen wäre, ist genauso wie einem Menschen mit einem Bein zu sagen, dass er noch zwei hat. Mit dem Unterschied, dass man mit einem Bein und Krücken sehr wohl gehen kann, mit Trauma ber nicht glücklich leben. Trauma kann Leben zerstören, erst recht wenn man nichts davon weiß, und dann ist sehr wohl etwas geschehen. Das zu leugnen ist spirituell und kognitiv arrogant, eine komplette Ignoranz der psychologischen und physiologischen Realität des Menschen und mit Sicherheit das Privileg von Menschen, die nicht schwerst traumatisiert wurden und nicht wissen wie das ist.

    Antworten
    • Jeanette Richter

      Vielen Dank für diesen zutiefst ehrlichen und wichtigen Kommentar. Ich danke Dir von Herzen für diese Klarstellung, denn Du sprichst einen Punkt an, der mir selbst sehr wichtig ist.

      Ich kann Deine Zeilen nicht nur intellektuell nachvollziehen, sondern auch zutiefst fühlen, da ich selbst ein Trauma erlebt habe. Ich weiß aus eigener Erfahrung: Man kann Schmerz und die Reaktionen des Körpers nicht einfach ‚wegdenken‘. Einem Menschen zu sagen, es sei nichts geschehen, während das gesamte Nervensystem ‚Gefahr‘ schreit, wäre in der Tat arrogant.

      Was mir persönlich bei meiner Heilung geholfen hat, ist die Sichtweise von Ein Kurs in Wundern – aber eben nur, wenn man zwei Ebenen unterscheidet: Auf der menschlichen Ebene ist das Trauma eine Realität, die Mitgefühl und echte Heilung braucht. Hier ist etwas geschehen, das Zuwendung verlangt.

      Gleichzeitig hilft mir der Kurs, auf einer tieferen Ebene einen Raum in mir zu finden, der trotz allem unversehrt geblieben ist. Die spirituelle Arbeit bedeutet für mich nicht, das Trauma zu leugnen, sondern inmitten der Dunkelheit diesen Funken Licht zu bewahren, der nicht zerstört werden konnte.

      Für mich ist das kein Privileg der Unwissenden, sondern ein Rettungsanker, um die Opferrolle verlassen zu können, ohne den Schmerz zu verleugnen. Danke, dass Du geholfen hast, diese Brücke zwischen psychologischer Realität und spiritueller Wahrheit zu schlagen.

      Antworten

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