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Es gibt nicht DIE Depression: Sonderform Dysthymia

Es gibt nicht DIE Depression: Sonderform Dysthymia

Wenn die Tage kĂŒrzer werden und es frĂŒher dunkel wird, kriechen bei einigen Menschen auch vermehrt „dunkle und trĂŒbe“ Gedanken aus ihren Löchern. Depression oder depressive Gedanken nehmen zu, die Stimmung wird unstet. Der Antrieb weniger. Die Freude verabschiedet sich. Was ist passiert?

Menschen, die von Natur aus einen Hang zu Schwermut und Niedergeschlagenheit haben, haben es von November – MĂ€rz nicht ganz so leicht.

Ihnen fehlt das Sonnenlicht. Sie ziehen sich mehr zurĂŒck. Wollen sich am liebsten einbuddeln. Dabei mĂŒssen gerade diese Menschen jeden Tag raus und das Sonnenlicht förmlich aufsaugen, selbst wenn der Himmel bedeckt oder das Wetter trĂŒbe ist.

Aber das muss noch keine Depression sein! Bei einigen erhöht sich allerdings saisonal die AnfĂ€lligkeit fĂŒr depressive Erkrankungen.

Doch was ist eigentlich eine Depression?

Depression kommt vom lateinischen Wort deprimere und bedeutet niederdrĂŒcken.

WICHTIG: Es gibt nicht DIE Depression, sondern eher Formen und Schweregrade.

Ganz allgemein kann man aber folgendes sagen:
Depression ist eine ernste psychische Krankheit, die das Denken, FĂŒhlen und Handeln der Betroffenen beeinflusst und erhebliches Leiden verursacht. Dabei können sich
Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, selten allein von ihrer gedrĂŒckten Stimmung, Antriebslosigkeit und ihren negativen Gedanken befreien.

Aber es gibt gute und effektive Möglichkeiten der medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung.

Folgende Symptome können auftreten:

  1. GedrĂŒckte Stimmung
  2. Interessen- oder Freudlosigkeit
  3. Antriebsmangel bzw. erhöhte ErmĂŒdbarkeit
  4. Das Treffen von Entscheidungen fÀllt schwer
  5. Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  6. Vermindertes SelbstwertgefĂŒhl und Selbstvertrauen
  7. GefĂŒhle von Schuld und Wertlosigkeit
  8. Negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
  9. Suizidgedanken/-handlungen
  10. Schlafstörungen
  11. Verminderter Appetit
  12. Abnahme der Libido

Selbsttest

Hier geht’s zum Selbsttest der Depressionshilfe.

Sonderform Dysthymia

Und eine Sonderform der Depression ist die sog. Dysthymia“oder Dystymie.

Dabei ist die Dysthymia, auch als persistierende depressive Störung bekannt, eine Sonderform der Depression, bei der depressive Symptome ĂŒber einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren anhalten.

Die Betroffenen fĂŒhlen sich traurig und leer und verlieren das Interesse am Leben. Sie neigen dazu, sich selbst als Versager zu betrachten.

Diese Symptome beeintrĂ€chtigen das Leben der Betroffenen erheblich und verursachen großes Leid, sind jedoch weniger stark ausgeprĂ€gt als bei einer schweren Depression.

Neben den anhaltenden depressiven Symptomen können auch Phasen schwerer Depression auftreten.

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Hier wird sehr gut erklĂ€rt, was das Fatale und auch „Gemeine“ an der Dysthymia ist. 

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Das Fiese an der Dysthymia

Die Dysthymia ist eine hĂ€ufige, aber oft ĂŒbersehene Form der Depression. Daher gehen diese Menschen seltener zum Arzt und landen noch weniger beim Psychotherapeuten.

Diese Menschen denken eher: 

“Ich muss mich nur noch doller anstrengen
 ivermutlich bin ich nur zu faul, deshalb geht es mir so schlecht
ich bin halt so
wenn ich nur mehr
 dann wĂŒrde es mir besser gehen
ich bin einfach zu doof, selber schuld, schlecht etc
”

Mehr Informationen zur Dysthymia findest Du hier!

Manchmal will uns eine Depression auch Gelegenheit zum Innehalten geben.

Und vielleicht will sie Dir auch nur klarmachen:

“Hey, Du hast an irgendeiner Stelle Deine Wut ĂŒbersprungen!”.

Manchmal kĂŒndigt die Depression auch eine umwĂ€lzende Transformation an – eine Art HĂ€utung.

Du siehst, es gibt so viele Arten und Facetten der Depression.

Doch einen gemeinsamen Nenner haben alle: emotionales und mentales Leid. 

Falls Du jemanden kennst, auf den das Gesagte zutreffen könnte, ermutige ihn oder sie, sich Hilfe und UnterstĂŒtzung zu suchen.

Sprich’ es an!

Resilienz: Die 6 SchlĂŒssel zu mehr psychischer Widerstandskraft

Resilienz: Die 6 SchlĂŒssel zu mehr psychischer Widerstandskraft

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum manche Menschen an Krisen zu wachsen scheinen und andere daran zerbrechen? Das hat etwas mit unserer seelsichen Widerstandskraft zu tun und mittlerweile hat die Resilienz-Forschung klar nachgewiesen, dass diese FĂ€higkeit erlernt werden kann.

In diesem Artikel zeige ich Dir anhand von 6 SchlĂŒsseln, wie Du Deine Resilienz stĂ€rken kannst.

Zeitwellen-Podcast

Was ist Resilienz?

Doch was ist Resilienz eigentlich genau? In der Psychologie bezeichnet man Resilienz als innere StÀrke und als eine Art Evolutionskompetenz im Sinne von Anpassung an sich verÀndernde UmstÀnde.

Resilienz beschreibt die Entwicklung, Nutzung und den Zugang zu Potentialen, die Dich dazu befÀhigen, Niederlagen, Krisen, Stress, Belastungen oder SchicksalsschlÀge besser zu meistern, damit Körper, Geist und Seele schneller heilen können.

Es bedeutet auch, den Widrigkeiten Deines Lebens aktiv und zuversichtlich zu begegnen.

Resilienz ist Deine seelische Widerstandskraft, die Dir hilft, Krisen und Probleme zu bewĂ€ltigen und trotz widriger UmstĂ€nde seelisch stabil und gesund zu bleiben. Sie wird daher auch als das „Immunsystem der Seele“ bezeichnet.

Und jeder Mensch hat sie bzw. kann lernen, sie wieder aufzubauen.

Kennst Du dieses MĂ€nnchen? Das immer wieder von einer Seite zur anderen schwingt, wenn es angeschubst wird? Und das – nach einer Weile – wie selbstverstĂ€ndlich wieder in seinen Ausgangszustand zurĂŒckkehrt?

Dieses StehaufmĂ€nnchen ist eine hĂ€ufig verwendete Metapher fĂŒr Resilienz.

Das Wort Resilienz (lat.: resilire = zurĂŒckspringen, abprallen) kommt, wie so viele Begriffe im Bereich des Stressmanagements, aus der Physik. Dort bedeutet es, dass Materialien besonders biegsam, strapazierfĂ€hig und elastisch sind und nach Beanspruchung wieder in ihren Ausgangszustand zurĂŒckkehren.

Das ist wie beim Stress und dem Bild mit der Plastikflasche:

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Wenn Du Druck auf die Flasche ausĂŒbst, verformt sich diese. Nimmst Du den Druck wieder weg, kehrt sie in ihren Ausgangszustand zurĂŒck. Dass die Flasche ĂŒberhaupt in ihren Ausgangszustand zurĂŒckkehren kann, nennt man Resilienz.

Selbsttest Resilienz: Test Deine seelische Widerstandskraft

Mach doch gleich mal selbst den Test und schau, wie gut Deine ResilienzfÀhigkeit derzeit ausgeprÀgt ist. Trag Dich dazu einfach in den Verteiler ein und lade Dir direkt aus meiner Gratisbox den kostenlosen Resilienz-Test herunter.

Resilienz ist erlernbar

Resilienz ist erlernbar und mit ein bisschen Training lĂ€sst sich diese FĂ€higkeit tatsĂ€chlich immer weiter ausbauen.  Aber Du musst wissen, dass Resilienz immer ein Weg ist, ein Prozess und ein stetes BemĂŒhen im lebenslangen Leben. Doch sie lĂ€sst sich grob in 3 Bereiche unterteilen:

  1. Umgang mit eigenen Ressourcen: Du weißt um Deine eigenen StĂ€rken und Werte. Du bist fĂ€hig, Dich selbst zu motivieren und verfĂŒgst ĂŒber ein einigermaßen stabiles SelbstwertgefĂŒhl im Sinne eines: „Das bin ich und dazu steh ich!“
  2. Umgang mit anderen Menschen: Du bist neugierig auf Deine Mitmenschen und hast ein grundsÀtzliches Interesse an ihrem So-Sein. Dabei möchtest Du aufkommende Konflikte lieber lösen, statt diese zu ignorieren. Beziehungen sind Dir sehr wichtig.
  3. Umgang mit Ereignissen und Dingen: Du handelst ĂŒberwiegend proaktiv und musst nicht auf jeden Ă€ußeren Reiz stereotyp mit der immer gleichen Verhaltensweise reagieren, sondern nimmst Deinen eigenen Handlungsspielraum wahr.

Die 6 SchlĂŒssel der Resilienz

Um Deine Resilienz, also Deine seelische Widerstandskraft zu stĂ€rken bzw. auf- oder auszubauen, können Dir folgende 6 SchlĂŒssel helfen.

In der Literatur findest Du auch andere SÀulen bzw. Faktoren, wie z. B. die Zielorientierung und die Zukunftsplanung, aber ich habe mich auf diese hier beschrÀnkt, da sie mir zunÀchst ausreichend erschienen:

  1. Akzeptanz: Du akzeptierst, was ist!
  2. Optimismus: Du glaubst an das Gute & den Sinn!
  3. Selbstwirksamkeit: Du kennst Deine StÀrken & Potenziale!
  4. Eigenverantwortung: Du bist aktiv & verlÀsst die Opferrolle!
  5. BeziehungsfÀhigkeit: Du bist Dein bester Freund &  nutzt Dein hilfreiches Netzwerk!
  6. Lösungsorientierung: Du kennst den Weg & gehst ihn!

 

1. AKZEPTANZ: Du akzeptierst, was ist!

Akzeptanz zu lernen, gehört mit zu den wichtigsten Aufgaben des Lebens. Sie zu erwerben ist nicht leicht, aber durch sie wird Dein Leben leichter.

Akzeptanz bedeutet, eine Person oder Situation so anzunehmen, wie sie ist, ohne gegen sie anzukĂ€mpfen oder Widerstand zu leisten. Durch Deine Akzeptanz (von lat. accipere fĂŒr gutheißen, annehmen, billigen) erklĂ€rst Du Dich mit einem Sachverhalt, einer Verhaltensweise oder Person einverstanden und billigst diese.

Du nimmst etwas so hin, wie es ist. Du akzeptierst das UnabÀnderliche und bist zuversichtlich, dass sich manche Dinge auch ohne Dein drÀngendes Zutun verÀndern. Dabei zeigst Du Dich geduldig.

Was unterscheidet die Toleranz von der Akzeptanz? Die Toleranz (von lat. tolerare = ertragen, (er)dulden) ist eher eine Art der Duldung. Wenn Du etwas tolerierst, dann akzeptierst Du es nicht, sondern duldest es. Du musst etwas nicht unbedingt gutheißen.

  • Akzeptanz ist ein eher aktiver Prozess.
  • Toleranz ist ein eher passiver Prozess.

[Tweet „Akzeptanz beruht daher immer auf einer freiwilligen Entscheidung. Du hast die Wahl! Keiner kann Dich zwingen etwas zu akzeptieren. Die Akzeptanz muss aus Dir selbst heraus entstehen.“]

Wenn Du etwas akzeptierst, dann drĂŒckt das eine Art Werturteil aus. Manchmal sogar Deine Wert-SchĂ€tzung. Du drĂŒckst damit aus, wie Du die Welt und deren Mitbewohner siehst, was Deine Werte sind und auf welcher „Basis“ Du lebst. Byron Katie hat daraus ja sogar eine eigene Methode entwickelt und ein Buch darĂŒber geschrieben. Es heißt: „The Work – Lieben, was ist!“

Das Gegenteil von Akzeptanz ist Ablehnung oder Widerstand.

Wenn wir dauerhaft Widerstand leisten gegenĂŒber Dingen, UmstĂ€nden oder Personen, die wir eh nicht Ă€ndern können, dann werden wir irgendwann krank. Dann leidet unsere „Seele“. Wenn wir mit der RealitĂ€t streiten, dann leiden wir, denn jeder Widerstand ist Leiden! Es ist dann fast so, als wĂŒrden wir gegen WindmĂŒhlen kĂ€mpfen, d. h. wir fĂŒhren ein unsinniges und aussichtsloses Unterfangen. Und dennoch tun wir das immer und immer wieder.

Wir wollen 
:

  • dass jener dies oder jenes tun oder XY sich Ă€ndern sollte.
  • dass dieser Umstand anders sein sollte, als er jetzt gerade ist.
  • dass sich die Welt unseren Vorstellungen anpasst.

Geschieht das alles nicht, dann fĂŒhlen wir uns ohnmĂ€chtig und handlungsunfĂ€hig, denn wir wollen gerne die Kontrolle behalten. Da wir spĂŒren, dass wir eine bestimmte Situation nicht kontrollieren können, fangen wir an, uns selbst zu verurteilen und fĂŒhlen wir uns jetzt so richtig mies: unser SelbstwertgefĂŒhl leidet.

Da wir das kaum aushalten können, beginnen wir damit, andere abzuwerten und zu verurteilen. Jetzt leiden alle: Du und die anderen! Wie können wir das Àndern?

In 4 Schritten zu mehr Akzeptanz:

1. Akzeptiere Deinen Widerstand!

Bevor Du ĂŒberhaupt etwas Unangenehmes akzeptieren kannst, musst Du zuerst einmal bemerken, dass Du es ĂŒberhaupt ablehnst.

Also stell Dich mutig Deiner Ablehnung.

Bemerke, dass Du im Widerstand bist und nimm all Deine Gedanken und GefĂŒhle zunĂ€chst einmal einfach nur wahr.

SpĂŒre Deine negativen Gedanken und AblehnungsgefĂŒhle. FĂŒhle sie.

Mach sie Dir bewusst. Hab keine Angst vor diesen unangenehmen Emotionen.

Sie weisen Dich lediglich darauf hin, dass Du eine Situation ablehnst.

Egal, ob Du Dich wĂŒtend, irritiert, verletzt oder machtlos fĂŒhlst, nimm Deine GefĂŒhle und Gedanken an und akzeptiere sie, als zu Dir zugehörig. Sie gehören Dir.

Frage Dich also:

  • Was denke ich ĂŒber diese Situation? Welche GlaubenssĂ€tze habe ich, z. B. Das darf so nicht sein! Das ist ungerecht! Der andere sollte 
! etc.
  • Wie fĂŒhle ich mich in dieser Situation?

2. Akzeptiere Dich in Deinem SoSein!

Nimm Dich so an, wie Du bist – mit ALLEM, was derzeit zu Dir gehört. Zu jeder Akzeptanz gehört auch immer die Selbstakzeptanz. Sag JA zu Dir und bring Dir dadurch SelbstmitgefĂŒhl entgegen.

3. Frage nach dem WOZU, nicht nach dem WARUM?

Die Frage nach dem: „WOZU dient etwas?“ eröffnet Dir einen Zugang zum Sinn. Denn durch das WOZU machst Du Dir Deine Lernerfahrungen bewusst.

4. Lege Deinen Widerstand ab und lass los!

Wende das folgende Gebet fĂŒr eine Weile tĂ€glich an und ĂŒbe Dich in Gelassenheit.

„Lieber Gott (liebes Leben), gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht Ă€ndern kann. Den Mut, Dinge zu Ă€ndern, die ich Ă€ndern kann. Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Reinhold Niebuhr

2. OPTIMISMUS: Du glaubst an das Gute & den Sinn!

Optimismus (von lat.: optimum, „das Beste“) ist eine Lebensauffassung, in der eine bestimmte Sache, Person, Verhaltensweise oder ein Ereignis von der bestmöglichen Seite betrachtet wird.

Hier ist ein realistischer Optimismus gemeint, der die RealitÀt weder verleugnet noch ignoriert, sondern das Bestmögliche aus dem UnabÀnderlichen macht und eine Chance in neuen Situationen sieht.

Denn wie wir auf eine stressige Situation reagieren, hĂ€ngt ja von unseren Einstellungen ab. Und „die RealitĂ€t“ gibt es so ja gar nicht, denn sie gestaltet sich fĂŒr jeden etwas anders. Sie ist nicht objektiv so oder so, sondern wir erleben diese subjektiv nur so oder so. Unsere Wahrnehmung spielt dabei eine zentrale Rolle!

Welche Haltung hat ein Optimist?

Ein Optimist hat eine positive Grundhaltung dem Leben gegenĂŒber. Seine Basis ist Vertrauen. Er weiß, dass ihm nicht alles gelingt, was er sich vornimmt und dass EnttĂ€uschungen ein unumgĂ€nglicher Bestandteil des Lebens sind, den er aber akzeptieren und in sein Weltbild, in seinen Erfahrungsschatz, integrieren kann.

Als Optimist bist Du zuversichtlich, erwartest positive Ergebnisse in der Zukunft und hast eine eher lebensbejahende Grundhaltung sowie ein positives Welt-, Menschen und Selbstbild.

Du hĂ€ltst den Menschen grundsĂ€tzlich fĂŒr gut und wandelbar und glaubst, dass in Allem etwas Gutes und ein Sinn steckt.

Doch als Optimist bist Du weder naiv, noch doof. Wenn es brennt, dann denkst Du nicht: “Ach, das wird schon gut gehen!” Du rufst die Feuerwehr.

[Tweet „Als Optimist erkennst Du, dass auch jede Schwierigkeit ihren Sinn hat.“]

Wenn Du Dich zudem fĂŒr die Tatsache öffnest, dass Du viele Herausforderungen in Deinem Leben selbst kreiert hast und nun versuchst, den Lerninhalt bzw. Sinn zu ergrĂŒnden, dann wĂ€chst Du ĂŒber Deine instinktiven Reaktionen wie EnttĂ€uschung, Angst, Ärger, Wut oder Groll hinaus.

Welche Haltung hat ein Pessimist?

Der Gegenspieler zum Optimist ist der Pessimist. Dieser hĂ€lt alles fĂŒr eher schlecht und glaubt, seine EinschĂ€tzung sei lediglich realistisch. Er möchte sich vor EnttĂ€uschungen schĂŒtzen und malt daher eher „rostige” Zukunftsperspektiven, als rosige.

Doch das hatte evolutionsbiologisch durchaus seinen Sinn. Vielleicht verdanken wir den Pessimisten sogar unser Überleben. Aber wir haben uns als Menschheit, trotz aller derzeitigen Herausforderungen, weiterentwickelt.

Optimist = positive Erwartungshaltung

Typische SĂ€tze: „Es wird seinen Sinn haben!“ oder „Wer weiß, wofĂŒr es gut ist!“

Pessimist = negative Erwartungshaltung

Typische SĂ€tze: „Die Welt ist ein schlechter Ort!“ oder „Wo soll das noch alles enden!“

ÜBUNG: WIE SCHÄTZT DU DICH DERZEIT EIN?

  • Ich bin eher ein Optimist und mein Lieblingssatz lautet 
.
  • Ich bin eher ein Pessimist und mein Lieblingssatz lautet 


 

3. SELBSTWIRKSAMKEIT: Du kennst Deine StÀrken & Potenziale!

Selbstwirksamkeit ist ein sperriges Wort. Aber wenn Du verstehst, was sich dahinter verbirgt, wirst Du es lieben 
 und vielleicht Dein eigenes Wort kreieren.

Bei der Selbstwirksamkeit geht es um Deinen Glauben an Dich und Deine StĂ€rken. Du weißt, was Du gut kannst und kennst Dich gut. Du bist selbst Dein bester Wirkstoff! Du glaubst an Dich!

Das Konzept der Selbstwirksamkeit wurde von dem Psychologen Albert Bandura in den 1970er Jahren entwickelt und manche Psychologen gehen sogar davon aus, dass die Selbstwirksamkeit ein ganz natĂŒrliches BedĂŒrfnis des Menschen ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass Personen mit einem starken Glauben bzw. Erwartung an die eigene Kompetenz grĂ¶ĂŸere Ausdauer bei der BewĂ€ltigung von Aufgaben und eine niedrigere AnfĂ€lligkeit fĂŒr Angststörungen und Depressionen haben sowie erfolgreicher in Ausbildung und Berufsleben sind.

Höhere Selbstwirksamkeitserwartung:

Wenn Du glaubst, dass Du aufgrund Deiner eigenen FÀhigkeiten eine Situation meistern kannst, dann hast Du eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung.

  • Ich kann echt was bewirken.
  • Ich schaffe das allein oder weiß, wo und wie ich UnterstĂŒtzung bekomme.
  • Ich glaube an mich.
  • Ich kann Einfluss nehmen (auf die Welt, auf Ereignisse oder Denkweisen).

Niedrigere Selbstwirksamkeitserwartung:

Wenn Du glaubst, dass Du aufgrund Deiner eigenen FĂ€higkeiten eine Situation nicht oder ungenĂŒgend meistern kannst, dann hast Du eine niedrigere Selbstwirksamkeitserwartung.

  • Ich fĂŒhle mich ausgeliefert.
  • Das bringt doch nichts.
  • Das schaffe ich niemals.
  • Ich kann das nicht.

4. EIGENVERANTWORTUNG: Du bist aktiv & verlÀsst die Opferrolle!

Wie Du bereits gelesen hast, fĂŒhrt ein Leben in Eigenverantwortung zwangslĂ€ufig zu einem Leben gedanklicher und emotionaler Freiheit. So kannst Du Dein Leben proaktiv gestalten und empfindest Dich nicht mehr als Opfer der UmstĂ€nde.

Du gibst anderen nicht die Macht ĂŒber Dein Leben, sondern verlĂ€sst die Opferrolle.

Du wechselst hĂ€ufiger von der Schuldfrage zur VerantwortungsĂŒbernahme.

Du tilgst die Worte „Schuld“ und „schuldig“ fast gĂ€nzlich aus Deinem Wortschatz und ĂŒbernimmst stattdessen Verantwortung fĂŒr DEIN Denken, FĂŒhlen und Handeln.

Um die Opferrolle zu verlassen, mĂŒssen wir uns aber zuerst einmal bewusst werden, dass wir uns ĂŒberhaupt in einer befinden. Das bedeutet, dass wir auch bereit sein mĂŒssen, uns mit unserem Verhalten zu befassen.

Wenn Du Dich hĂ€ufiger in der Opferrolle verfĂ€ngst, kann Dir die Übung mit den 2 Pfeilen helfen und das Thema Sinn im allgemeinen, besonders Viktor Frankl’s Sicht darauf.

Übung: FĂŒr was trĂ€gst Du die Verantwortung?

FĂŒr was fĂŒhlst Du Dich eigentlich verantwortlich? Schreibe das hier auf und begrenze die Zeit am besten auf 5 Minuten. Dann wird’s effektiver:

„Ich bin verantwortlich fĂŒr 
!“ oder „Ich trage/habe die Verantwortung fĂŒr 
!“:

Und wofĂŒr bist Du nicht (mehr) verantwortlich?

Könntest Du die Verantwortung  auch abgeben, z. B. weil Du Dich dafĂŒr nicht mehr zustĂ€ndig fĂŒhlst?

Oder weil das frĂŒher mal so war, aber jetzt nicht mehr?:

„Ich bin nicht mehr verantwortlich fĂŒr 
!“ oder „Ich trage keine Verantwortung mehr fĂŒr 
!“:

Übrigens: Du bist auch fĂŒr die Bewertung derjenigen Werte verantwortlich, die Du einfach so ĂŒbernommen hast:

„Wenn ich nach Werten lebe, die ich einfach so und ohne nachzudenken von anderen ĂŒbernommen habe, ist es gut denkbar, dass ich mir vormache, sie seien ein Teil „meiner Natur“ und dessen, „wer ich bin“, und so kann ich geschickt die Tatsache umgehen, dass sie sehr wohl eine Frage der Wahl sind.

Wenn ich bereit bin anzuerkennen, dass meine Werthaltungen im Wesentlichen eine Frage der Wahl und Entscheidung sind, dann kann ich meine Werte neu in Augenschein nehmen, sie hinterfragen und gegebenenfalls revidieren. Auch hier gilt wiederum, dass die Übernahme der Verantwortung mich befreit.“ (Nathaniel Branden)

Du kannst erst aufhören, ĂŒber andere zu urteilen, wenn Du aufhörst, ĂŒber Dich selbst zu urteilen. Denn das, was Du in Dir selbst ablehnst, wird Dir als Spiegel in der Außenwelt prĂ€sentiert, damit Du Dich darin erkennen kannst. Das kennst Du auch unter dem Begriff „Resonanzprinzip“ oder „Spiegelgesetz“.

Wie Du in den Wald reinrufst, so schallt es zurĂŒck. Wie außen so innen. Die Welt das draußen ist die exakte Widerspiegelung Deiner Innenwelt, also wie Du ĂŒber Dich selbst denkst und fĂŒhlst und wie Du das bewertest.

Du kannst die anderen nicht Ă€ndern. Du kannst nur Dich selbst und Deine Einstellung zu den anderen Ă€ndern. Du hast die Macht. TschĂŒĂŸ Ohnmacht!

Sich seiner eigenen SchwÀchen und UnzulÀnglichkeiten bewusst zu werden und diese schonungslos und ehrlich ins Visier zu nehmen, erfordert schon etwas Mut.

Und es ist auch nicht immer angenehm, das zu tun. Es macht auch keinen Spaß. Manchmal tut’s auch weh! Aber es ist NOT-WENDIG, denn dadurch wendest Du Dich Deiner Not zu und langfristig von ihr wieder ab.

Jeder Mensch hat Baustellen, Neuröschen, Macken, einen Spleen oder Marotten. JEDER! Du, ich, Dein Chef, Deine Eltern, Dein Partner, Deine Freunde 
 jeder!

Das ist es, was uns menschlich, sympathisch und liebenswert macht. Du bist interessant, weil Du einzigartig bist! Deshalb bist Du auch besonders. Und deshalb feiert Dich das ganze Universum, weil Du so bist, wie Du bist.

Wenn Du das vollstĂ€ndig erkennst, dann ĂŒbernimmst Du auf großartige Art und Weise Verantwortung fĂŒr Dein Handeln, Denken und FĂŒhlen und anerkennst Deine unendliche  Schöpferkraft. Dann beginnst Du zu erwachen, indem Du Dich erinnerst! Remember pleeease 
.!

„Dein GlĂŒck ist Einstellungssache!“

Jeanette Richter

5. BEZIEHUNGSFÄHIGKEIT: Du bist Deiner bester Freund & nutzt Dein kraftvolles Netzwerk!

Die wichtigste Beziehung ist diejenige, die Du zu Dir selbst hast, denn Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben. Um Dich geht es bei allem und gerade hier in RE:MEMBER! geht es ja ĂŒberwiegend um Dich und Deine Sicht auf Dich. Dabei hilft Dir auch die Metta-Übung.

Du kannst Dir selbst nicht entfliehen und das ist auch gut so. Du nimmst Dich selbst ĂŒberall hin mit.

Denn es geht immer und ĂŒberall um Deine persönliche und spirituelle Entwicklung und dafĂŒr brauchst Du Deine Mitmenschen, die Dir als Lehrer auf Deinem Lebensweg dienen können. Dabei eignen sich besonders Liebesbeziehungen ganz hervorragend zum Lernen und Wachsen, auch wenn diese Lektionen manchmal sehr schmerzhaft sein können.

Im besten Falle hast Du ein Netzwerk, das Dir in unterschiedlichen Situationen Kraft, Hilfe und UnterstĂŒtzung bietet und Du dieses aktiv nutzt. Dabei hast Du auch mindestens 1 – 2 gute und verlĂ€ssliche Freunde, die Du jederzeit anrufen kannst. Und 
:

Du weißt, welche Kollegen oder Freunde Du jederzeit um Hilfe bitten kannst.

Und Du weißt, wen Du um Rat fragen kannst, wenn Du mal nicht weiter weißt.

Dir ist auch bewusst, wer sich in der Not  um Dich, Deine Kinder oder auch Deine Haustiere kĂŒmmert.

6. LÖSUNGSORIENTIERUNG: Du kennst den Weg & gehst ihn!

Wenn wir ein Problem haben, fokussieren wir uns zumeist ausschließlich auf das Problem. Das ist dann ungefĂ€hr so, als wĂŒrden wir direkt mit der Nase vor einer Wand (dem Problem) stehen und uns fragen: „Wo ist denn hier die TĂŒr?“ Also wo ist die Lösung? Trittst Du aber ein paar Schritte zurĂŒck, dann erkennst Du, dass sich z. B. die TĂŒr nur ein paar Meter rechts von Dir befindet.

Auch stellen wir uns oft die falschen Fragen in der Hoffnung, die richtigen Antworten zu finden. Doch das ist erstens komplett irrsinnig und zweitens total unvernĂŒnftig. Ohne Herzensweisheit fĂŒhrt Dich Dein Kopf komplett in die Irre und damit in Ego-HĂ€nde, die manchmal direkt ins Leid fĂŒhren. Vernunft bedeutet hier, sich der Illusionen und TĂ€uschungen des Ego-Verstandes bewusst zu werden und diesen nicht zu erliegen.

Bei der herzbasierten Lösungsorientierung fokussierst Du Dich also nicht auf das, was eh nicht geht, sondern auf das, was möglich ist. Du wechselst von der Problem- zur Lösungssicht. Du Ànderst Deine Perspektive bzw. Deine Sicht- und Denkweise.

[Tweet „Erinnere Dich: Ob Du etwas als Problem oder als Chance wahrnehmen kannst, hat etwas mit der Art Deines Denkens zu tun.“]

Du erkennst, dass jede Situation verdrĂ€ngte oder nicht gesehene Lösungen beinhaltet, die Du lediglich (wieder)finden darfst. Dadurch wirst Du zu einem kreativen Denker, der sogar um die Ecken denken kann. Du bist offen fĂŒr neue Ideen und Möglichkeiten und akzeptierst auch vorlĂ€ufige Lösungen. Du baust Stress ab, indem Du Dich auf die Lösung und nicht auf das Problem fokussierst.

Dabei willst Du aber nicht unbedingt das Problem lösen, sondern Dich eher vom Problem lösen. Auch Goethe durfte damit wohl ein Thema gehabt haben, als er sagte:

„Ein Problem zu lösen heißt, sich vom Problem zu lösen.“

So verÀnderst Du Deine Wahrnehmung und erweiterst Dein Handlungsspektrum.

Eine ganz wundervolle Übung, um Dich vom Problem zu lösen, ist Reframing. Wie Du das machen kannst erfĂ€hrst Du im Artikel: Reframing – die Macht der Umdeutens.

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Jeanette Richter Spirituelles Stressmanagement

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