Fühlst Du Dich manchmal irgendwie „zerstreut“? Als würdest Du aus ganz vielen verschiedenen Anteilen bestehen – ein Teil will dies, der andere das, ein dritter macht sich Sorgen und ein vierter kritisiert Dich gleich noch dafür? Genau hier setzt Lektion 95 aus Ein Kurs in Wundern an und bringt eine überraschend einfache, aber tiefgehende Perspektive mit dem Satz …
Du bist nicht viele – Du bist eins.
Und vielleicht fühlt sich das im ersten Moment gar nicht so an. Vielleicht erlebst Du Dich eher als widersprüchlich, unsicher oder hin- und hergerissen. Doch genau das ist laut dieser Lektion nicht Deine Wahrheit, sondern eher das Ergebnis von Gedanken, die Du im Laufe der Zeit über Dich gesammelt hast.
Wir haben gelernt, uns zu bewerten, uns zu vergleichen, uns in Rollen zu sehen – mal stark, mal schwach, mal richtig, mal falsch. Und irgendwann glauben wir, genau das wären wir. Ein Puzzle aus Eigenschaften, das irgendwie zusammengehalten werden muss.
Doch was, wenn das gar nicht stimmt?
Was, wenn Du unter all dem einfach ein zusammenhängendes, ruhiges Selbst bist – das nie wirklich kaputtgehen konnte? Vergebung im Sinne von Ein Kurs in Wundern bedeutet nicht: „Es war okay, was passiert ist.“
Sondern eher: „Ich entscheide mich, das anders zu sehen.“
Beispiel aus dem Alltag:
Jemand sagt etwas Blödes zu Dir → Dein erster Impuls: verletzt, wütend, gekränkt. Ok, is menschlich! Vergebung heißt dann nicht, das runterzuschlucken, sondern Du erkennst: Mein Schmerz kommt vor allem aus meiner eigenen Bewertung darüber. Und Du bist bereit, diese Bewertung zu hinterfragen.
Oder noch einfacher:
- Du lässt den Angriff nicht weiter in Deinem Kopf kreisen
- Du steigst aus der Geschichte aus
- Du gibst Dir selbst wieder Frieden zurück
Vergebung ist also kein „für den anderen“, sondern ein inneres Loslassen, damit Du wieder ruhig wirst. Du hörst also auf, Dich selbst als Stückwerk zu betrachten. Und dabei hilft heute Lektion 95.





0 Kommentare