Ein Kurs in Wundern Archive | Seite 34 von 37 | ZEITWELLEN.life I Jeanette Richter
Impuls 17: Denk Dich einfach glücklich – oder lieber doch nicht?

Impuls 17: Denk Dich einfach glücklich – oder lieber doch nicht?

Du denkst, dass Du zuerst etwas siehst und es dann als das benennst, was Du siehst. Also ist das „Ding“ für Dich die Ursache Deiner Gedanken. Aber was wäre, wenn es gerade andersherum ist? Dass Du zuerst den Gedanken hast und Du erst dann etwas siehst?

Wir denken, dass die Ursache das ist, was wir sehen.

Beispiel

Also zum Beispiel: Dein Blick fällt auf einen Tisch und Du denkst, das ist ein Tisch.

Ursache = Tisch ; Wirkung = Gedanke über Tisch

So denkt die Welt und so haben wir das gelernt.

Aber es ist genau andersherum

Ein Kurs in Wundern und die Quantenphysik sagen aber, dass es genau andersherum ist.

WICHTIG: Zuerst kommt der Gedanke (Wahrnehmung oder Wille) und dann erst sehe ich etwas.

Die Quantenphysik besagt, dass der Beobachter die Wirklichkeit kreiert, die er beobachten will und er das sieht, was er erwartet. Also gibt es das „Ding“ erst, wenn Du hinschaust. Das passiert aber so schnell, dass Du das gar nicht mitbekommst.

Also relax, sonst bekommt ein Ego-Verstand Schnappatmung. Mach Piano und immer ein Schritt nach dem anderen.

Versuche bitte NICHT, das zu verstehen. Das Ego will verstehen, es analysieren oder weitere Erklärungen dafür finden. Lass das! Erst wird nach und nach schlüssiger werden.

Mach nur die Übung für heute und denk NICHT groß darüber nach.

Viel Freude beim Anhören von Lektion 17 aus Ein Kurs in Wundern „Ich sehe keine neutralen Dinge“.

Deine Jeanette


Lektion 17

Die vollständige Tageslektion aus Ein Kurs in Wundern kannst Du hier nachlesen

Hier anhören

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Impuls 16: Jeder Deiner Gedanken hat eine Wirkung

Impuls 16: Jeder Deiner Gedanken hat eine Wirkung

Jeder Gedanke hat eine Wirkung in dieser Welt und dabei ist es nicht entscheidend, ob Du gute oder schlechte Gedanken denkst. JEDER Gedanke hat eine Auswirkung!

Diese erfährst Du nicht unmittelbar oder sofort, und oft ist Dir auch gar nicht bewusst, was Du alles so denkst.

Es denkt Dich, aber Du denkst selten bewusst!

„Alles, was Du siehst, ist das Ergebnis Deiner Gedanken!“ heißt es in Lektion 16 aus Ein Kurs in Wundern-

Ob Deine Gedanken klein oder groß, doof oder schön sind, spielt eigentlich keine Rolle. Es geht nur darum, ob sie wahr oder falsch sind.

  • Wenn Du Gedanken der Liebe denkst, sind sie wahr.
  • Wenn Du Gedanken der Angst denkst, sind sie unwahr.

Warum? Weil Du in Wahrheit nur Liebe bist, aber es Dir so erscheint, als wärest Du es nicht und daher irrst Du Dich mit Deinen „komischen“ Gedanken, die Du über Dich oder die Welt hast.

  • Liebevolle Gedanken dehnen die Wahrheit aus.
  • Angsterfüllte Gedanken vervielfachen die Illusion.

Deshalb können wir auch keine neutralen Gedanken denken, da jeder Gedanke eine Wirkung hat.

Buddha sagte dazu:

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“

Aber Du bist mehr als Deine Gedanken – Du hast Gedanken, aber Du bist nicht Deine Gedanken – Du bist viel mehr.

Im heutigen Tagesimpuls geht es genau darum und wenn Du ihn anhören willst, dann schau gerne hier unten.

Lektion 16

Die vollständige Tageslektion aus Ein Kurs in Wundern kannst Du hier nachlesen


 

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Impuls 15: Du hast einen Fotoapparat in Deinem Kopf

Impuls 15: Du hast einen Fotoapparat in Deinem Kopf

Im Urlaub machen wir ja jede Menge Bilder. Da geht es mir auch nicht anders als Dir – mein iPhone glüht. Knips! Nun fragst Du Dich vielleicht: „Aber hey Jeanette, wieso hab ich dann eine Kamera in meinem Kopf? Ja, wie kann das denn sein? Ich hab doch höchstens eine Kamera vor mir liegen oder mach schöne Fotos mit meinem Handy?“

Die Welt steht Kopf

Das Sehen mit den physischen Augen ist ja an sich schon eine total spannende Angelegenheit. Vielleicht erinnerst Du Dich noch an Deinen Biologie-Unterricht, wie das funktioniert mit dem Sehen – an die Zäpfchen und Stäbchen und dass alles auf Deiner Netzhaut verkehrt herum abgebildet wird, was Du siehst.

Erst Dein Gehirn „übersetzt“ die Impulse und dreht es wieder gerade.

Die Welt steht also Kopf in Deinem Kopf!

Doch davon bekommst Du ja nichts mit. Ich auch nicht! Bis zu dem Moment, in dem ich mich in die Matrix „einhacke“ – zum Beispiel durch Meditation oder dem stillen Betrachten eines Sonnenuntergangs. Ja – auch nur ein Bild!

Plötzlich kommen andere Gedanken. Liebevollere Gedanken, die nettere Gefühle auslösen. Dann mach ich die Augen wieder auf und seh die Welt plötzlich mit ganz anderen Augen.

Das, was Du siehst, erscheint Dir deshalb so real, weil Du dem Gedanken glaubst. In Wahrheit siehst Du nicht wirklich – Du machst Bilder und deshalb hast Du auch eine Kamera im Kopf.

Wenn eine Stubenfliege durch mein Zimmer düst, dann nimmt diese die Welt anders wahr. Auch meine Katzen nehmen die Welt anders wahr. Ein Mensch, der farbenblind ist, sieht die Welt auch anders als ich.

Was ist jetzt wahr?

Alle Bilder entstehen in Deinem Kopf und daher kann man das nicht wirklich „Sehen“ nennen, sondern eher Bildermachen.

Knips!

Alles, was Du siehst, sind nur Projektionen Deiner inneren Befindlichkeit. Wir denken, dass wir die Umstände ändern müssten oder dass wir die Welt ändern müssten. Dabei dürfen wir nur unsere Sicht ändern bzw. eine andere Brille aufsetzen oder überhaupt einmal unsere Ego-Brille abnehmen, um endlich klarer zu sehen.

Freunde Dich heute mit dem Gedanken an, dass Du nur Bilder siehst von einer Welt, die nicht das ist, was Du glaubst, dass sie ist.

Im heutigen Tagesimpuls geht es genau darum und wenn Du ihn anhören willst, dann schau gerne hier unten.

Lektion 15

Die komplette Lektion 15 aus Ein Kurs in Wundern kannst Du Dir hier durchlesen


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Impuls 13: Zwei ungleiche Schwestern – Angst und Liebe

Impuls 13: Zwei ungleiche Schwestern – Angst und Liebe

Im heutigen Tagesimpuls 13 geht’s um zwei ungleiche Schwestern: Angst und der Liebe. Und es geht um das Konzept der Bedeutungslosigkeit und warum diese Tatsache soviel Angst macht.

Eigentlich gehört auch noch der Bruder Mr. Stress dazu, denn er ist der Zwillingsbruder von Mademoiselle Angst.

Das Spannende ist: Nur eine ist wirklich, die anderen sind alle ausgedacht.

Na, wer hat sich denn sowas ausgedacht? Das liebe Ego.

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Das Ego und seine Etikettierungsmaschine

Wie Du vielleicht schon mitbekommen hast, drückt Dein Ego gerne allem und jedem seinen Stempel auf, indem es bewertet, urteilt und die „Dinge“ mit einem Etikett versieht. Ok, eher einer ganzen Etikettensserie!

Aber warum tut es das? Nun ja … unser Ego-Verstand kann es nicht leiden, wenn die Dinge bedeutungslos erscheinen. Es hat regelrecht Angst, wenn nix von Bedeutung ist und darum gibt es zu allem seinen Senf ab.

„Das Erkennen der Bedeutungslosigkeit ruft in allen Getrennten intensive Angst hervor.“ Ein Kurs in Wundern

Und weil das Ego Angst hat, möchte es also allem und jedem eine Bedeutung verleihen – und zwar seine, nicht die von GOTT. Daher steht es auch scheinbar in Konkurrenz zu GOTT.

Da sich Angst aber nicht angenehm anfühlt, versucht es der Angst zu entrinnen, indem es scheinbar die Kontrolle behält. Daher pflastert es alles und jedes mit SEINEN Meinungen und Ansichten zu, wie eine Litfaßsäule, an der man am Ende gar nicht mehr erkennen kann, worum es eigentlich geht.

Lektion 13 aus Ein Kurs in Wundern greift genau diesen Umstand auf und zeigt, was es mit dieser Bedeutungslosigkeit auf sich hat.

Für den Verstand ist eine bedeutungslose Welt grotesk und erzeugt eines – nämlich Angst.

Nun die gute Nachricht …

„Tatsächlich ist eine bedeutungslose Welt unmöglich! Nichts ohne Bedeutung existiert!“

Aber: Du gibst den Dingen die Bedeutung, die sie für Dich bzw. Dein Ego haben.

Eigentlich bedeutet nix einfach nix. Der Buddhismus nennt das ebenso wie Ein Kurs in Wundern Leerheit.

Aber die Frage ist: Wessen Bedeutung soll jetzt in den leeren Raum geschrieben werden? Die vom Ego oder die vom Göttlichen?

Das Ego entscheidet sich für: ICH!

Leere Flaschen müssen befüllt werden

Doch mit der Leere haben wir ja alle so unsere Probleme. Wenn etwas leer ist, dann wollen wir es auffüllen, und zwar mit unseren Bildern oder Vorstellungen.

Stell Dir einfach eine leere Flasche vor: Dein Geist will jedoch nicht, dass die Flasche leer ist. Leer is doof! Hat man ja nix von!“ denkt das Ego und befüllt sie flux mit seiner Gedankensoße.

Leerheit und Bedeutungslosigkeit kannst Du synonym verwenden.

Buddhismus und Leerheit

Ich habe ja ein paar Semester tibetischen Buddhismus studiert und da gibt es einige Parallelen zum Kurs. Denn dem Buddhismus zufolge ist Leerheit folgendes: (aus BuddhaStiftung)

“ In einer bekannten Lehrrede zeigte der Buddha auf einen Wagen und fragte: “Wo ist die Essenz (der “Wesenskern”) des Wagens? Ist sie in den Rädern? Dem Sitz? Der Achse?” Natürlich enthält keines der Einzelteile die Essenz des Wagens, und auch kein anderes Teil, das in kleinere Bestandteile zerlegt wird, verfügt über eine einzigartige Essenz, sie sind alle „leer“.“

Hierbei ist es aber wichtig zu betonen, dass es sich um Existenzen in der Welt handelt.

Deshalb heißt es auch weiter: …

„Spätere buddhistische philosophische Schulen erweiterten das Konzept der Leerheit, um alle in der Welt existierenden Phänomene einzuschließen. Das berühmteste Beispiel hierfür ist das Herz-Sutra, eine Schrift aus der Tradition des Mahayana.

Da alles von etwas anderem abhängig ist, existiert nichts in irgendeiner autonomen, dauerhaften Weise. Einige Schulen gehen sogar noch weiter: Alles, was wir wahrnehmen, hängt vom Geist ab, der etwas als “existent” wahrnimmt, und ist daher leer im Sinne einer fehlenden eigenen Existenz oder Substanz.

Nichts – nicht einmal die kleinsten vorstellbaren Teilchen oder der Geist selbst – hat irgendeine substantielle Realität. Es ist alles relativ, alles “leer”. Manche Menschen sind in diesem Zusammenhang fasziniert, dass diese alte erfahrungsbasierte Erkenntnis übereinstimmt mit der modernen Physik, insbesondere der Quantenphysik.“

Du siehst … ziemlich ähnlich, oder?

Übung zu Lektion 13

Versuche, das Bedeutungslose zu akzeptieren – ohne Angst.

Wenn Angst in Dir aufsteigt, wirst Du etwas, das Dich gerade umtreibt, mit Etiketten versehen. Bemerke das!

Du wirst z. B. Klaus-Dieter, mit dem Du Dich gerade gezofft hast, mit Eigenschaften ausstatten, die er mit Sicherheit nur in Deiner Vorstellung hat. Der arme Dieter! 😉 Schmunzle darüber und der Groll verflüchtigt sich sofort. Du kannst das auch dermaßen übertreiben, dass es selbst Deinem Ego zu viel wird. Humor hilft immer!

Oder Du denkst an das Finanzamt. Auch hier wird klar, dass es ja DAS Finanzamt gar nicht gibt. Es gibt nur Gebäude, Tische, Fenster, Klos, Mitarbeiter und so fort und so fort.

Angst vor Strafe und der Tod als schlimmster Alptraum

Und um dem Fass noch gänzlich den Boden auszuschlagen, kommt als Krönung die Sterblichkeit on top dazu.

So ein Mist aber auch!“ denkt das Ego. „Alles umsonst!“

Am Ende ist Ende im Gelände. Der Tod des Ego steht an. Doch bevor es so weit ist, will das Ego den „leeren Raum“ noch mit Bedeutung anfüllen. Und es gibt wirklich alles!

Aber jetzt schlottern Deinem Ego noch mehr die Knie, weil es Angst vor der „Rache des Schöpfers“ hat, da es glaubt, für seine vermeintlichen Missetaten und Zuschreibungen bestraft zu werden. Au Backe!

Ego, Lektion 13

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Der Trick des Ego

Da bleibt nur eins: ein raffinierter Trick.

„So könnte es gehen,“ denkt das Ego und beschließt aus Angst vor Bestrafung seinen eigenen Schöpfer schon mal vorab „abzustrafen“. Es greift also seinen eigenen Schöpfer an – aber nicht GOTT, sondern Dich.

Dadurch versucht es, der Strafe vor dem „Höchsten“ zu entkommen – völlig irre, aber es funktioniert.

In der Psychologie nennt man das auch Abwehrmechanismen – sehr spannend.

Daher greift es Dich an, z. B. durch Krankheit, Schuld- und Schamgefühle, Angriffsgedanken, Groll, um GOTT gnädig zu stimmen.

Du denkst jetzt: „Neeee, also echt, das stimmt doch nicht!“

Ok! Ein Beispiel …

Du glaubst, dass Du was ganz Schlimmes getan hast. Etwas, das man nicht verzeihen kann.

Da Du Dich derzeit noch mit Deinem Ego gleichsetzt, bzw. Dein Ego Dir vorgaukelt, es sei Du und dass es da nichts anderes gäbe – produzierst Du z. B. eine somatoformem Störung. Du kannst auch was anderes produzieren, aber in unserem Beispiel „somatisierst“ Du.

Was ist eine somatoforme Störung?

Von einer somatoformen Störung spricht man, wenn körperliche Beschwerden wiederholt oder dauerhaft auftreten, über längere Zeit bestehen und sich trotz intensiver Diagnostik keine ausreichend erklärenden organischen Befunde feststellen lassen.

Du stehst also mit etwas in Konflikt. Dieser Konflikt in Dir ist Dir aber nicht bewusst, und so rutscht er ins Unbewusste.

Da Du diesen Konflikt nicht bewusst wahrnehmen kannst, drückst Du diesen unbewusst auf der körperlichen Ebene aus.

Diesen Umstand versuchten Autoren wie z. B. Louise Hay und Rüdiger Dahlke durch ihre Bücher ins Bewusstsein zu heben, indem sie jeder Krankheit einen inneren Antrieb bzw. eine seelisch-psychische Grundlage gaben. Auch bei jeder psychosomatischen Erkrankung sind immer innerpsychische Konflikte mit beteiligt. Unverarbeitete Konflikte führen häufig zu körperlichen Beschwerden, z. B. zu Kopf- oder Magenschmerzen.

Leitgedanke zu Lektion 13

„Ich betrachte eine bedeutungslose Welt! Eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst, weil ich denke, ich sei in Konkurrenz mit GOTT.“

Lass mich das noch ein bisschen aufdröseln bzw. anschaulicher machen: Statt GOTT kannst Du auch Deine beste Freundin nehmen oder jemand, der scheinbar besser ist, als Du und mit dem Du Dich vergleichst.

Du denkst, dass Du mit der LIEBE = GOTT um die Liebe konkurrierst.

Wenn Du Dich zum Beispiel von jemandem angegriffen fühlst oder Dich jemand kritisiert hat, dann wirst Du ziemlich schnell merken, wie sich da Widerstand in Dir regt. Du fängst nun an, Dich zu verteidigen oder schmollst still und leise für Dich hin und zerhackst den anderen im Geiste.

Warum glaubst Du in Konkurrenz zum Göttlichen zu stehen?

Weil DU bzw. Dein Ego GUT dastehen will. Es will geliebt werden, anerkannt, geliked, gefeiert – es will auf den Thron.

Doch der ist ja schon besetzt – durch das Göttliche in Dir.

Doof für das Ego – gut für Dich, denn Du bist nicht Dein Ego, Du bist göttlich!


Die komplette Übungslektion 13 aus Ein Kurs in Wundern kannst Du Dir hier durchlesen


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Die 11 wichtigsten Abwehrmechanismen Deines Egos

Die 11 wichtigsten Abwehrmechanismen Deines Egos

Der Begriff der „Abwehrmechanismen“ kommt aus der Psychoanalyse. Es sind unbewusste Strategien unseres Egos zum Schutz des ICH vor der Außenwelt. Sie treten immer dann auf, wenn wir auf irgendeiner Ebene einen Konflikt haben und noch nicht wissen, wie wir diesen lösen sollen.

Doch Abwehrmechanismen ergeben Sinn. Sie sind weder gut noch schlecht, sondern gehören einfach zum Menschsein dazu.

Je weiter wir uns aber entwickeln, d. h. je bewusster wir werden, desto weniger müssen wir auf diese Abwehrmechanismen zurückgreifen. Stattdessen entwickeln wir bewusstere Problemlösungs- oder Bewältigungsstrategien. Um Dich selbst und Deine Mitmenschen besser zu verstehen, ist es daher hilfreich, einige Abwehrmechanismen Deines Egos zu kennen.

  1. Verdrängung: Es gibt hier ein breites Spektrum, das vom einfachen „Wegdrücken“ unangenehmer Ereignisse bis zum kompletten Ausblenden traumatischer Erlebnisse reicht. Hierbei ist es wichtig, einen gesunden Mittelweg zu finden, um die unverarbeiteten Gefühle und das Erlebte ganzheitlich zu integrieren.
  2. Verleugnung: Hier wird ein Teil der Realität verleugnet und in seiner Bedeutung nicht anerkannt. Wir tun einfach so, als sei das, was andere behaupten, einfach nicht wahr. Zum Beispiel, wenn ein Sohn beim Klauen oder Drogen verkaufen erwischt wird und dann die Mutter behauptet: „So etwas tut mein Junge nicht!“ Verleugnung kommt auch sehr häufig in Trauerphasen vor.
  3. Reaktionsbildung: Gefühle, die unangebracht erscheinen, werden durch gegenteilige Gefühle ersetzt. Zum Beispiel wird Mitgefühl gezeigt, obwohl auch Aggressivität oder Wut da ist. Oder jemand findet eine Person äußerst attraktiv und anziehend, verhält sich dieser aber gegenüber so, als könne er sie nicht leiden.
  4. Regression: Du verhältst Dich unbewusst wie ein Kleinkind und legst frühkindliche Verhaltensweisen an den Tag, scheinst Dich demnach plötzlich zurückzuentwickeln. Zum Beispiel, wenn Du in einem Streitgespräch plötzlich anfängst, zu weinen oder beginnst, wie ein Kleinkind zu reden. Auch wenn wir mit Trotzverhalten reagieren oder unser Tonfall eher dem eines kleinen Jungen oder kleinen Mädchens ähnelt, fallen wir in eine frühe Entwicklungsstufe zurück. Wir tun dies, um etwas zu bekommen oder um etwas zu vermeiden, was uns ängstigt.
  5. Progression: Das ist das Gegenteil von Regression. Wenn sich z. B. eine 10-Jährige nach dem Tod der Mutter wie eine 30-Jährige benimmt, um die Mutter zu ersetzen.
  6. Vermeidung: Aus Angst vor unangenehmen Handlungen oder Gefühlen werden auslösende Situationen oder Personen einfach gemieden. Das taucht recht häufig bei Phobien auf, aber auch bei alltäglichen Situationen.
  7. Verschiebung: Der eigentliche Impuls wird auf eine andere Person, ein Objekt oder Lebewesen verschoben, von dem weniger Gefahr ausgeht. Beispiel: Herr Müller wird von seinem Vorgesetzten heftig und unangebracht kritisiert. Das löst bei Herrn Müller Wut und Aggression aus, die er sich aber nicht traut, gegenüber seinem Vorgesetzten zu zeigen, aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren. Der Aggressionsimpuls ist aber noch aktiv und wird nun an anderer Stelle rausgelassen, zum Beispiel durch Treten gegen einen Papierkorb, dem Anschreien der eigenen Ehefrau etc.
  8. Ungeschehen machen: Du tust Dinge, um etwas ungeschehen zu machen, z. B. auf Holz klopfen, um etwas Unheilsames zu verhindern. Dieser Abwehrmechanismus tritt häufig bei Zwängen auf, wo zum Beispiel durch das Waschen der Hände versucht wird, das Unglück wegzuwaschen oder nur jeder 3. Pflasterstein betreten wird, um Unglück nicht heraufzubeschwören.
  9. Rationalisierung: Sie taucht immer dann auf, wenn wir logische Gründe, Erklärungen und Rechtfertigungen heranziehen, um einen Umstand zu erklären, dabei aber eigene Bedürfnisse oder Impulse ausblenden. Wir erschaffen „Ausreden“, um der Wahrheit nicht ins Gesicht blicken zu müssen. Beispiel: Jemand rasselt durch eine Prüfung und sagt: „Diese Prüfungen werden eh überbewertet!“. Oder: „Nicht ich habe zu wenig gelernt, sondern der Lehrer ist einfach unfähig, das Thema ordentlich zu erklären.“
  10. Sublimierung: Du verlagerst Dein eigentliches Bedürfnis oder eine Emotion, die Dir Unbehagen verursacht, auf eine „höhere Ebene“. Wenn Dich z. B. jemand ärgert, drückst Du das nicht direkt aus, sondern gehst lieber joggen, malst Bilder oder meditierst. Jemand, der starke sexuelle Impulse verspürt, gründet stattdessen vielleicht ne Rockband. 😉
  11. Somatisierung: Du kannst einen Konflikt nicht wahrnehmen und drückst diesen unbewusst auf der körperlichen Ebene aus. Diesen Umstand versuchten Autoren wie z. B. Louise Hay und Rüdiger Dahlke durch ihre Bücher ins Bewusstsein zu heben, indem sie jeder Krankheit einen inneren Antrieb bzw. eine seelisch-psychische Grundlage gaben. Auch bei jeder psychosomatischen Erkrankung sind immer innerpsychische Konflikte mit beteiligt. Unverarbeitete Konflikte führen häufig zu körperlichen Beschwerden, z. B. zu Kopf- oder Magenschmerzen.
Jeanette Richter Spirituelles Stressmanagement

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