von Jeanette Richter | 03/06/2024 | Ein Kurs in Wundern |
Hallo Ihr Lieben! Heute mĂśchte ich mit Euch in Lektion 155 Ăźber ein Thema sprechen, das mir sehr am Herzen liegt â die Verbindung zwischen geistiger Gesundheit, dem Weg zur Wahrheit, und wie wir durch Vertrauen und FĂźhrung unseren Seelenfrieden finden kĂśnnen. In unserem letzten Gespräch haben wir uns auf eine spirituelle Reise begeben und tiefgrĂźndige Themen angesprochen: von Tanzkursen Ăźber Motorradfahren bis hin zu spirituellen Erkenntnissen und Einheit mit Gott.
Tanzkurse und die FĂźhrung beim Tanzen
Tanzen ist fĂźr mich ein wunderbares Bild fĂźr das Leben selbst. In meinem Podcast habe ich betont, wie wichtig die FĂźhrung und das Vertrauen beim Tanzen sind. Genau wie ein Tanzpaar, das sich synchron und im Einklang bewegt, mĂźssen wir lernen, unserem inneren FĂźhrer zu vertrauen und loszulassen. Dies ist besonders wichtig, wenn wir uns in unbekannte Bereiche des Lebens begeben.
Zitat: „Lektion 155, ‚Ich will zurĂźcktreten und ihm die FĂźhrung Ăźberlassen,‘ ist nicht nur eine Ăbung fĂźr das Tanzen, sondern auch fĂźr das Leben.“
Dieser Gedanke hat mich daran erinnert, dass wir oftmals die Kontrolle aus den Händen geben mßssen, um den wahren Fluss des Lebens zu spßren. Beim Tanzen fßhrt uns die Musik und der Partner, im Leben fßhrt uns unser wahrer Kern, den wir oft ßbersehen.
Das Leben ist eine Illusion
Es mag erst einmal bedrßckend klingen, aber wie ich in unserem Gespräch erwähnt habe, glaube ich fest daran, dass vieles, was wir als real empfinden, lediglich eine Illusion ist. Dieses Konzept mag schwer verständlich sein, aber es ist befreiend, wenn man es erst einmal begreift.
Indem wir unsere eigene Wirklichkeit anerkennen und ihr die FĂźhrung Ăźberlassen, kĂśnnen wir ein Leben in authentischer Selbstannahme fĂźhren. Dies bedeutet, dass wir uns nicht länger von äuĂeren EinflĂźssen und falschen Vorstellungen lenken lassen. Stattdessen leben wir unser wahres Wesen und strahlen dies auch aus.
Zitat: „Es wird betont, dass Träume keine angemessenen FĂźhrer sind und dass man sich an Gottes Liebe erinnern soll.“
Die Einheit mit Gott und das Ende des spirituellen Reisens
Ein weiteres wichtiges Thema, das wir angesprochen haben, war die Einheit mit Gott. Viele von uns befinden sich auf einer spirituellen Reise, auf der Suche nach Erfßllung und dem Sinn des Lebens. Dabei neigen wir oftmals dazu, uns in unserer Individualität und unserem Ego zu verstricken.
Ich habe darauf hingewiesen, dass dies die „letzte Reise fĂźr alle ist und der Weg zu Gott fĂźhrt.“ Diese Reise endet nicht auf einem spirituellen HĂśhenflug, sondern in der Erkenntnis, dass wir bereits eins mit Gott sind. Die Herausforderung besteht darin, Individualität und Ego zu Ăźberwinden und diese tiefe Verbundenheit anzunehmen.
Die Bedeutung der Wahrheit
Die Wahrheit spielt eine zentrale Rolle auf diesem Weg. Sie ist wie ein Bergfßhrer, der uns sicher durch die steilsten Klippen und gefährlichsten Pfade fßhrt. Wenn wir demßtig bleiben und die Wahrheit als Fßhrung akzeptieren, werden wir feststellen, dass wir nicht allein sind. Jemand, der die Wahrheit erkannt hat, wird immer an unserer Seite sein und uns unterstßtzen.
In unserem Gespräch habe ich den Weg der Wahrheit als den ultimativen Weg zur ErlÜsung beschrieben. Dieser Weg ist nicht immer leicht, aber er lohnt sich. Die Wahrheit gibt uns Stärke und Klarheit und hilft uns, in Einklang mit unserem hÜchsten Selbst zu leben.
Begegnung mit Gleichgesinnten
Eines der schĂśnsten Ergebnisse, wenn man seinen wahren Pfad folgt, ist die Begegnung mit ähnlich tickenden Menschen. In unserem Podcast haben wir darĂźber gesprochen, wie sich unser Leben verändert, wenn wir unser wahres Wesen leben. PlĂśtzlich ziehen wir Menschen an, die dieselben Ăberzeugungen und Werte teilen.
Diese neuen Freundschaften bereichern unser Leben auf eine Weise, die wir uns vorher vielleicht nicht hätten vorstellen kÜnnen. Es ist, als ob das Universum uns belohnt, wenn wir aufrichtig und authentisch leben.
Frieden in Deinem eigenen Raum
Zu guter Letzt mÜchte ich ßber die Bedeutung sprechen, Frieden in Deinem eigenen Raum zu verbreiten. In unserem Gespräch haben wir ßber verschiedene Wege diskutiert, um von Verlust loszukommen und anderen zu dienen, während man sich selbst Gesundheit wßnscht.
Dieser Frieden beginnt bei Dir selbst. Wenn Du in Deinem eigenen Raum Frieden ausstrahlst, beeinflusst das auch die Menschen um Dich herum. Es ist ein Kreislauf des positiven Einflusses, der letztendlich den Weg der Wahrheit unterstĂźtzt.
Abschlussgedanke
Auf unserer Reise haben wir viele Themen berßhrt, aber das zentrale Element bleibt die Suche nach Wahrheit und innerem Frieden. Indem wir Vertrauen ßben, die Fßhrung akzeptieren und uns mit der wahren Realität verbinden, kÜnnen wir ein erfßlltes und authentisches Leben fßhren.
Ich hoffe, dass dieser Blog-Artikel zu Lektion 155 aus Ein Kurs in Wundern Dir einige wertvolle Einblicke und Anregungen gegeben hat. Nimm Dir die Zeit, Ăźber das Gesagte nachzudenken und es in Deinem Leben anzuwenden. Lass Dich fĂźhren, sei offen fĂźr die Wahrheit und begrĂźĂe die Einheit mit Deinem hĂśchsten Selbst.
Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Artikel zu lesen. Ich freue mich darauf, Dich bei unseren weiteren Gesprächen und auf Deiner spirituellen Reise zu begleiten.
Lektion 155 nachlesen
Die vollständige Tageslektion aus Ein Kurs in Wundern kannst Du hier nachlesen
Bis zum nächsten Mal und bleib‘ im Frieden,
Deine Jeanette
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von Jeanette Richter | 30/12/2023 | Spirituelle Stressbewältigung |
Hast Du heute schon gut fßr Dich gesorgt? Ich bin sicher, dass Du das hast. Du hast was gegessen oder getrunken, hast Dich gewaschen oder Dich selbst angelächelt. Also hast Du Selbstfßrsorge praktiziert- ganz selbstverständlich. Doch wahre SelfCare oder Selbstfßrsorge besteht aus mehr als kÜrperlicher Bedßrfnisbefriedigung. Sie ist so essentiell fßr unser Wohlbefinden und unsere psychische wie physische Gesundheit.
Nur wenn wir auch auf uns selbst achten und unsere eigenen BedĂźrfnisse – auf allen Ebenen – stillen, kĂśnnen wir anderen wirklich mit Freude dienen und die Herausforderungen des Alltags meistern.
In diesem Artikel mĂśchte ich Dir ein paar einfache Strategien und Tipps an die Hand geben, mit denen Du Deine eigene SelbstfĂźrsorge stärken kannst. Denn „die stillen Helden des Alltags„, wie ich sie in einem frĂźheren Beitrag genannt habe, verdienen unsere besondere Zuwendung.
Wie immer lade ich Dich ein, auch Deine eigenen Ideen und Erfahrungen mit SelbstfĂźrsorge in den Kommentaren zu teilen. Gemeinsam kĂśnnen wir einander unterstĂźtzen und inspirieren, ein Leben in mehr Ausgeglichenheit und Wohlbefinden zu fĂźhren.
Ich wĂźnsche Dir viel Freude bei der LektĂźre!
ZugehĂśrige Podcastfolge
Was bedeutet das Wort SelfCare genau?
SelfCare bedeutet, dass Du gut fuĚr Dich selbst sorgst und Dich gut um Dich kuĚmmerst. Bei dem Wort SelfCare geht es daher nicht nur um WohlfuĚhlen oder relaxtes Entspannen im heimischen Garten oder im eigenen Wohnzimmer. Das kann zwar auch ganz nett sein, aber hinter SelfCare steckt viel mehr.
Bei SelfCare geht es um Deine wahre IdentitaĚt. Um ein Gewahrsein Deiner wahren Natur.
Denn sie druĚckt aus, wie Du zu Dir und Deinem wahren Selbst stehst. Welche Wahrnehmung Du von Dir selbst hast, also wie Du Dich selbst wahrnimmst, wie Du mit Dir selbst umgehst.
Denn von dieser Selbst-Wahrnehmung haĚngt ab, ob Du ein eher gluĚckliches und damit âleichteresâ Leben oder ein eher stresserfuĚlltes und damit anstrengenderes Leben fuĚhrst.
SelfCare steht auch fuĚr die Art und Weise, wie Du Dein Leben fuĚhrst (deshalb schreibe ich auch gerne SelbstfuĚ(h)rsorge mit âhâ). Du bist also Deine eigene FuĚhrungskraft!
Und SelfCare steht auch fuĚr Deine Einstellungen zum Leben!
FuĚr Deine Einstellung zu Dir und dem GoĚttlichen in Dir!
Und von welchen Maximen, Prinzipien, GlaubenssaĚtzen oder UĚberzeugungen Du Dich in Deinem Leben steuern lassen und wie Du Dich selbst und andere behandeln moĚchtest.
Und sie beinhaltet auch eine wichtige Komponente:Â Deine Einstellung zum Tod.
Oder wie Du mit der Tatsache Deiner eigenen Endlichkeit umgehst.
SelfCare drĂźckt aus, WIE Du zu Dir stehst!
SelfCare steht fßr die Art und Weise, wie Du Dein Leben fßhrst. Sie steht fßr Deine Einstellungen zum Leben! Fßr Deine Einstellung zu Dir!
Und von welchen Maximen, Prinzipien, Glaubenssätzen oder Ăberzeugungen Du Dich in Deinem Leben steuern lassen und wie Du Dich selbst und andere behandeln mĂśchtest.

Deine Einstellung zum Ende
Und sie beinhaltet eben auch eine wichtige Komponente: Deine Einstellung zum Tod. Oder wie Du mit der Tatsache Deiner eigenen Endlichkeit umgehst.
Ignorierst Du sie oder hast Du sie integriert? In Dein kraftvolles Leben, um Dein Leben in FĂźlle zu leben?
SelfCare ist ein (Schein-)Anglizismus! Das Wort entstammt der englischen Sprache und wird aber mehr und mehr auch im deutschen Sprachraum verwendet.
Der Vorteil dieses englischen Wortes SelfCare ist, dass es viele Bedeutungen in sich vereint. Im Deutschen gibt es leider kein adäquates Wort dafßr.
Oder vielleicht doch! Und zwar âSeelsorgeâ. Denn eigentlich geht es bei Self um den ganzheitlichen Aspekt des Menschsein. Um mentale, emotionale, spirituelle, kĂśrperliche und soziale Aspekte. Doch dazu später mehr.
SelfCare setzt sich aus 2 englischen Worten zusammen: Self und Care! Und ich schreibe es auch am liebsten so: SelfCare.
WĂśrtlich Ăźbersetzt bedeutet âSelfâ = Selbst oder âselberâ und âCareâ = sich pflegen, sich kĂźmmern, fĂźr jemanden sorgen, jemanden versorgen oder pflegen. Oder wie in âdo careâ: KĂźmmerâ Dich! oder wie in âtake careâ: Pass gut auf Dich auf!
SelfCare als SelbstfĂźrsorge
Du kannst also SelfCare im weitesten Sinne als SelbstfĂźrsorge oder Selbstpflege, Selbstannahme oder Selbstverantwortung Ăźbersetzen.
Oder wie ich es eben verstehe:
SelfCare als praktizierte Selbstwertschätzung. Das Wort âSelfâ deutet auch darauf hin, dass nur Du selbst es tun kannst und niemand fĂźr Dich.
Dass Du selbst fĂźr Dein Wohlergehen und Dein GlĂźck verantwortlich bist und kein anderer. Du siehst also, in dem Wort SelfCare steckt so allerhand und hinter dem Wort verbirgt sich so manches, was dienlich und nĂźtzlich fĂźr Dich ist.
Suchâ Dir einfach das Wort aus, das Dir am besten gefällt.
Zusammengefasst lässt sich sagen:
SelfCare drßckt die Art und Weise aus, wie ich mich selbst wertschätzend um mich selbst kßmmern mÜchte, ohne andere dabei zu vernachlässigen.
SelbstfĂźrsorge oder Egoismus?
SelfCare ist eine gesunde Form der Selbstliebe, bei der Du Dich selbst und Deine Mitmenschen im Fokus behältst.
Das unterscheidet SelbstfĂźrsorge vom âstarrenâ Egoismus.
Egoismus ist eine Haltung, die gekennzeichnet ist durch das Streben nach Erlangung von Vorteilen fßr die eigene Person. Nach Erfßllung der die eigene Person betreffenden Wßnsche, ohne Rßcksicht auf die Ansprßche anderer.
Egoismus wird auch bezeichnet als Selbstsucht, Ichsucht oder Ăźbertriebener Eigenliebe.
Aber ohne Eigenliebe oder Selbstliebe funktioniert keine SelfCare.
Wir kĂśnnen anderen nur geben, was wir selbst besitzen. Und wenn Du keine Energie, keine Kraft, keine Power mehr hast, dann kannst Du auch anderen nichts geben und nicht gut fĂźr andere da sein.
Denn: Zwei Ertrinkende kĂśnnen sich schlecht gegenseitig retten!
Egoismus kann daher auch als eine Art Lehre verstanden werden, nach der alles, auch das altruistische (= selbstlose, uneigennĂźtzige) Handeln, auf Selbstliebe beruht.
Im Buddhismus wird zum Beispiel gelehrt, dass ein Mensch erst dann gut fĂźr andere sorgen oder ihnen dienen kann, wenn er selbst sein âICHâ angenommen und gut fĂźr sich gesorgt hat.
Bist Du schon einmal geflogen? Ja? Dann kennst Du das ja sicher. Bevor die Maschine abhebt, verliest die Stewardess oder der Steward (heute heiĂt das ja FlugbegleiterIn) die Sicherheitsregeln.
Eine Regel lautet wie folgt
⌠Im Falle eines Druckabfalls setzen Sie sich bitte zuerst selbst die aus der Decke fallende Sauerstoffmaske auf, und kßmmern sich dann um ihren Nachbarn!
Also ist ein gesunder Egoismus Bestandteil jeder SelfCare. Sie gehĂśrt zur gesunden SelbstfĂźrsorge!
Erst wenn es uns gut geht, haben wir auch die Kraft uns um andere zu kßmmern. Deshalb ist ein gesunder Egoismus wichtig! Denn wir helfen damit uns und anderen!
Nur wer auch (nicht ausschlieĂlich) an sich und seine BedĂźrfnisse denkt und diese nicht vernachlässigt, kann in einem Zustand der FĂźlle leben.
Wer dagegen ständig in einem Zustand des Mangels lebt und glaubt, ihm fehle etwas oder er mßsse ständig aufpassen, nicht zu kurz zu kommen oder ßbervorteilt zu werden, der wird anderen vorwerfen, egoistisch zu handeln.
Du bist also nicht egoistisch oder selbstsĂźchtig, wenn Du Dich gut um Dich selbst kĂźmmerst. Du bist nur zufriedener!
Daher beinhaltet jede SelfCare praktizierte Selbst-Wertschätzung und ist ein effektiver und alltäglicher Hausputz fßr Deine Seele.

Die 5+1 Aspekte der SelbstfĂźrsorge
SelfCare ist hĂśchstpersĂśnlich und ganz individuell. Daher kann gesunde SelbstfĂź(h)rsorge auch fĂźr jeden anders aussehen.
Das kennen wir schon aus der Stressforschung. Denn genau wie beim Stress ist nicht fßr jeden die gleiche Situation stressig. Jeder erlebt und bewertet Stress anders. Was dem einen gut tut, lässt den anderen ganz kalt.
So ist es auch bei SelfCare: Was dem einen gut tut, lĂśst beim anderen eher Stress aus!
Doch eines ist allen gleich: Es geht immer um den wichtigsten Menschen in Deinem Leben â um DICH!
Daher finde heraus, was DIR gut tut und integriere das dann in Deinen Alltag und mach es Dir zur Gewohnheit.
Deine SelfCare oder SelbstfĂźrsorge kannst Du auf 5 Ebenen bzw. durch 5 +1 Aspekte verbessern.
- physischer Aspekt
- sozialer Aspekt
- mentaler Aspekt
- emotionaler Aspekt
- spiritueller Aspekt
- praktischer Aspekt
1. Der kÜrperliche (physische) Aspekt
Alles was hierunter fällt, dient Deinem kÜrperlichen Wohlergehen.
Beim kÜrperlichen Aspekt geht es um Bewegung jeglicher Art. Dazu zählt bewusstes Treppensteigen ebenso wie Hausputz, Gartenarbeit, Joggen, Walken, Fitnesstraining, Gymnastik, etc.
Auch die Ernährung zählt dazu. Nicht immer nur FastFood essen, sondern auch mal was anderes. Und es geht um Dein Entspannungs- und Ruhebedßrfnis.
Und um den Schlaf bzw. Deine Schlafgewohnheiten. Wer länger als 14 Tage am StĂźck schlecht schläft, sollte sich darum kĂźmmern. Es geht auch um Dein äuĂerliches Erscheinungsbild, um Pflege und Hygiene. Auch um Deine Zähne.
Beim kĂśrperlichen Aspekt geht es also ganz allgemein gesprochen um das âHausâ in dem DU wohnst.
Wenn das kein âHeimâ fĂźr Dich ist, sondern eher eine Bruchbude, ein gammeliges Kabuff oder eine Notunterkunft, dann leidet Deine SelfCare.
Du merkst, dass dieser Aspekt bei Dir ausgewogen ist, wenn Du genug Energie und Power besitzt, wenn Du Dich entspannt und ausgeruht fĂźhlst oder Du diesen Umstand binnen 1-2 Tagen wieder herstellen kannst.
Und Du merkst das auch daran, wenn Du seltener „normal“ krank bist, weniger Allergien hast und wenn Du weniger stressbedingte Beschwerden aufweist.
2. Der mentale Aspekt
Beim mentalen Aspekt geht es um Deine Einstellungen, Deine mentalen Konstrukte und um Deine Gedanken. Besser gesagt, um die Art und Weise, wie DU denkst.
Hier geht es um Bewertungen, Meinungen und Urteile, die Du ßber Dich selbst oder andere oder die Welt hast bzw. fällst.
Denn wie schon Epiktet vor mehr als 2000 Jahren sagte:
âNicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Beurteilungen Ăźber die Dinge.â (Epiktet 55 n. Chr. â 135 n. Chr.)
3. Der emotionale Aspekt
Beim emotionalen Aspekt geht es um Deine GefĂźhle und wie Du sie ausagierst.
Wenn Du Deine GefĂźhle nicht kontrollieren kannst, wirst Du zum Sklaven Deiner eigenen Emotions. Das ist weder prickelnd fĂźr Dich, noch fĂźr Deine Mitmenschen, noch zeugt es von groĂer Geistesstärke.
Es geht nicht darum, Deine GefĂźhle zu unterdrĂźcken, sondern diese liebevoll umzuwandeln, indem Du Deine ânegativenâ GefĂźhle annimmst.
Dein Herz ist genauso wichtig, wie Dein Koppâ.
4. Der spirituelle Aspekt
Beim spirituellen Aspekt der SelbstfĂźrsorge geht es um Dein Eingebundensein in dieser Welt.
Auch um Deinen Glauben, Deine Werte und Normen â all das, was Dir und Deinem Leben Sinn, Halt und Orientierung gibt.
Das kann Deine Ursprungsreligion sein oder Meditation, christliche Arbeit oder ehrenamtliche Tätigkeit.
Wichtig ist nur, dass Du Dich mit Deiner spirituellen Dimension beschäftigst und klar fßr Dich kriegst, was Du damit verbindest.
Also was fßr Dich Spiritualität bedeutet.
Viele antworten auf die Frage: âGlaubst Du an Gott oder eine Ăźbergeordnete Macht oder ein Prinzip?â mit dem Satz: âAlso ich bin kein Kirchgänger, aber âŚ.!â
Spiritualität kann Religiosität beinhalten â muss es aber nicht.
Wenn Du Dir selbst kein Geheimnis bleiben mĂśchtest, frage Dich also:
- Was ist mir wichtig und warum?
- Wie schaut mein Wozu im Leben aus?
- An was orientiere ich mich?
- Wem oder was habe ich noch nicht vergeben?
- Was gibt mir Halt, Kraft und Stärke?
- Welche Rituale praktiziere ich jeden Tag?
- Wie sieht es aus mit meinem Glauben?
- Wonach richte ich mich aus?
- Was bedeutet fßr mich das Wort Spiritualität?
5. Der soziale Aspekt
Hier geht es um Ausgewogenheit zwischen Deinem BedĂźrfnis nach Gemeinschaft und Deinem BedĂźrfnis nach Sich-ZurĂźckziehen oder Alleinsein.
Denn wir sind soziale Wesen und brauchen Menschen, die wir lieben kĂśnnen und die uns lieben.
Viele Menschen brauchen das GefĂźhl der ZugehĂśrigkeit, denn sie wollen sich mit anderen Menschen verbunden fĂźhlen und von diesen z. B. gehĂśrt, gesehen und gefĂźhlt werden.
Ich bin gerne Solist – aber nicht nur!
Auch wenn wir gut alleine sein kĂśnnen, heiĂt das nicht, dass wir komplett auf andere Menschen verzichten kĂśnnen. Wenn wir das tun, dann findet kaum mehr soziales Lernen statt.
Der Mensch wird am Du zum Ich
âDer Mensch wird am DU zum ICH!â, sagte schon Martin Buber. Und jeder von uns kann das bestätigen. Gemeint ist, dass der Mensch seine Identität in Beziehung und Relation zu seiner Umwelt bildet.
Erst die Begegnung mit dem anderen, dem âDUâ, ermĂśglicht die Bildung eines eigenen âICHâ. Und hier muss sich das eigene âICHâ immer wieder gegenĂźber dem âDUâ abgrenzen, seine eigenen Grenzen kennen, ausloten oder auch mal Ăźberschreiten.
Denn wie oft haben wir gerade erst durch einen anderen Menschen wieder etwas Ăźber uns selbst gelernt.
Wir Menschen adaptieren gerne, ahmen gerne nach und orientieren uns an anderen.
Vergleiche Dich nicht so oft mit anderen
Doch dabei mßssen wir ständig aufpassen, dass wir uns nicht im anderen verlieren oder nur noch fßr ihn oder sie leben. Da mßssen wir aufpassen, dass wir nicht am Vergleich zerbrechen oder uns ständig unwohl fßhlen, weil wir uns mit anderen vergleichen.
Und wenn uns das dann doch passiert, dann dĂźrfen wir vergeben oder lernen, uns mit dem auszusĂśhnen, was uns so stresst.
Das sagt auch folgendes Zitat, dessen Verfasser leider unbekannt ist:
âWenn es Dir so richtig schlecht gehen soll, dann vergleiche Dich mit anderen!â
Wir lernen von anderen Menschen und entwickeln uns weiter, weil sie uns anstoĂen, weiterschubsen, mal sanft, mal nachdrĂźcklich.
Auch spiegeln wir uns in anderen Menschen wider, fĂźhlen mit ihnen, entwickeln Empathie und MitgefĂźhl fĂźr ihre Sorgen und NĂśte.
Und wir kĂśnnten noch einen 5+1, einen 6. Aspekt hinzufĂźgen: den praktischen Aspekt der SelbstfĂźrsorge.
6. Der praktische Aspekt
Alles Wissen bringt nichts, wenn es nicht umgesetzt wird.
Dann sind es nur mentale âKlugscheiĂereienâ.
In der praktischen Dimension geht es um Dein TUN! Um Struktur und Routine. Um die Art und Weise, wie Du es schaffst â ganz konkret und praktisch â Deinen Alltag so zu gestalten, dass alles was Du tust ein Ausdruck dessen bist, was und wer Du bist oder sein willst.
Das bedeutet permanentes Ăben. Denn Rom oder andere Städte wurden ja auch nicht an einem Tag erbaut. Und Meister fallen auch nicht vom Himmel.
Aber Du kannst ein Meister Deiner persĂśnlichen Lebensgestaltung werden â wenn Du Dich dafĂźr entscheidest und Dich wieder daran erinnerst, wer oder was Du in Wahrheit sein willst. Rituale kĂśnnen helfen, Deinen Tag zu strukturieren bzw. den Fokus auf das Wesentliche gleich zu Beginn des Tages zu richten.
âDu musst Dein Ăndern leben!â