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Das kleine Selbsthilfe-Buch: Interview mit K. Knechtel

Das kleine Selbsthilfe-Buch: Interview mit K. Knechtel

Im folgenden Artikel habe ich die Autorin Katharina Knechtel zu ihrem Buch:

Das kleine Selbsthilfe-Buch. Wie du schwierige Situationen meisterst und ein erfüllendes Leben kreierst interviewt.

Folgende Fragen habe ich ihr gestellt:

  1. Was hat Dich dazu inspiriert dieses Buch zu schreiben?

  2. Was war Deine größte Herausforderung beim Schreiben?

  3. Was wĂĽrdest Du Menschen als aller erstes empfehlen, die gerade in einer schwierigen Lebensphase stecken?

  4. Wie wĂĽrdest Du Dich selbst beschreiben?

  5. Wie praktizierst Du SelfCare oder SelbstfĂĽrsorge und was ist Dir dabei am wichtigsten?

Frage 1:

Was hat Dich dazu inspiriert, dieses Buch zu schreiben?

Mein Ziel war es, ein Buch zu schreiben, dass kompakt alles zusammenfasst, was ich ĂĽber ein gesundes und glĂĽckliches Leben gelernt habe.

Ich halte viel von Selbsthilfe-BĂĽchern und lese sehr gern.

Doch meiner Meinung nach fehlte ein Buch, dass ohne große Umschweife einfache und effektive Ratschläge gibt und somit sofortige Hilfe in Krisen anbietet.

Etwas, dass man auch zwischendurch in die Hand nehmen und sich ein paar Ideen fĂĽr gesunde Gewohnheiten und fĂĽr ein selbstbestimmtes Leben holen kann.

AuĂźerdem bin ich davon ĂĽberzeugt, dass Liebe, Optimismus und Freude fĂĽr jeden Menschen essentiell und auch erreichbar sind.

Zu diesen Themen wollte ich einen Beitrag leisten.

Frage 2:

Was war Deine größte Herausforderung beim Schreiben?

„Das kleine Selbsthilfe-Buch“ war ein langes Herzens-Projekt.

Es war aber wirklich nicht immer einfach.

Der schwierigste Teil kam tatsächlich am Ende: das fertige Buch zum ersten Mal anderen zum Lesen zu geben.

Da kamen ziemliche Selbstzweifel auf, aber es hat mir geholfen daran zu denken, warum ich das Buch geschrieben habe und dass darin das steht, woran ich glaube.

Denn ich bin überzeugt, dass es vielen Leuten zu mehr Gesundheit und Zufriedenheit verhelfen kann und diese Überzeugung war letztendlich stärker als die Zweifel.

Frage 3:

Was wĂĽrdest Du Menschen als allererstes empfehlen, die gerade in einer schwierigen Lebensphase stecken?

In den meisten Fällen helfen diese 2 Tipps, um das Erlebte zu verarbeiten und gleichzeitig Hoffnung zu bewahren.

Erstens: Egal was man gerade durchmacht, es wird leichter, wenn man sich selbst erlaubt, die eigenen GefĂĽhle erst mal zu fĂĽhlen und zu akzeptieren – bewusst Verständnis fĂĽr sich zu haben und sich anzunehmen.

Nach dem Motto: „Ok, so ist es jetzt und ich darf in dieser Situation traurig oder wĂĽtend oder verletzt sein. Es ist völlig normal, mich in dieser Situation so zu fĂĽhlen, so ergeht es vielen.“

Zweitens: Wie ernst die Lage auch sein mag, man sollte trotz allem auch die schönen Dinge, die Wohltaten des Lebens, eben Gründe zu Lächeln beachten.

Das sind ganz oft die „kleinen Dinge“ des Lebens, wie ein guter CafĂ©, jemand, der uns freundlich anlächelt oder eine heiĂźe Dusche, nachdem man aus der Kälte kommt.

Bei einer längeren Krise kann ein Dankbarkeitstagebuch übrigens wahre Wunder vollbringen.

Frage 4:

Wie wĂĽrdest Du Dich selbst beschreiben?

Puh, das ist gar nicht so einfach! Ich bin wohl ein typischer Fisch:D

Ich habe viele Interessen und kann mich leicht für Neues begeistern, vor allem was Kreativität und gutes Essen angeht.

Meine Familie und meine Freunde sind mir sehr wichtig.

Yoga und Bücher gehören zu meinen großen Leidenschaften und bei einer Tasse Café und in lieber Gesellschaft kann ich mich gut entspannen.

In meinem Leben gab es neben vielen Höhen aber auch schon viele Tiefen und dank meiner Sensibilität, nehme ich viel extrem war, sowohl extrem schön, als auch extrem schlimm.

Vermutlich interessiere ich mich deswegen so sehr fĂĽr Psychohygiene und fĂĽr SelbstfĂĽrsorge.

Die Tipps aus dem „kleinem Selbsthilfe-Buch“ haben mir selbst sehr geholfen und das ist auch der Grund, warum ich sie mit anderen teilen möchte.

Frage 5:

Wie praktizierst Du SelfCare oder SelbstfĂĽrsorge und was ist Dir dabei am wichtigsten?

Ich probiere gerne verschiedene Methoden aus.

Zu meinen Favoriten gehören eine Morgenroutine, Tagebuch-Schreiben und Meditieren.

Ich starte den Tag meistens mit positiven Gedanken, ein paar YogaĂĽbungen und einem leckeren selbst gemachtem MĂĽsli – dann hab ich etwas, worauf ich mich schon morgens freuen kann.

Wenn es mir mal richtig mies geht, schreibe ich alles ganz ungeschönt in mein Tagebuch.

Danach schreib ich mir selbst motivierende Tipps und Ideen dazu, wie sich die Situation anders sehen lässt und was daran gut ist bzw. wie ich optimistisch weitermachen kann – das hilft fast immer.

Meditieren ist mir sehr wichtig, es hat so viele positive Wirkungen, es mĂĽsste eigentlich ein Schulfach dafĂĽr geben. Deswegen gibt es im „kleinem Selbsthilfe-Buch“ auch ein eigenes Kapitel mit Meditationen, mit denen sich die eigenen Ziele leichter erreichen lassen, sei es Liebe, Gesundheit oder GlĂĽck.

Insgesamt finde ich es wichtig, SelfCare nicht als weiteren verpflichtenden Punkt auf der To-Do-List zu sehen, sondern als Luxus zu genieĂźen und mir die Zeit bewusst fĂĽr mich zu nehmen.

Denn das Entscheidende ist immer die Intention dahinter:

Auch eine einfache Tasse Tee kann SelbstfĂĽrsorge bedeuten, wenn man sie liebevoll zubereitet, bewusst genieĂźt und sich sagt, wie wohltuend jeder Schluck ist.

Meditation von Katharina Knechtel:

MeditationsĂĽbung

So gut wie jeder kämpft ab und zu mit Ängsten.

Sie sehen vielleicht bei jedem anders aus, fühlen sich jedoch meistens recht ähnlich an.

Das Gute ist, dass ein gesunder Umgang mit Ängsten erlernbar ist.

Dazu hilft die folgende Atem-Meditation. Sie ist zudem perfekt, um sich selbst etwas Gutes zu tun.

Denn unser Atem ist eine der kraftvollsten Beruhigungsquellen, die uns jederzeit zur VerfĂĽgung steht.

Das Ziel dieser Meditation ist nicht, deine Ängste zu ignorieren, sondern die innere Haltung zu gewinnen, es mit allem aufnehmen zu können und so innere Stärke zu entwickeln.

Suche dir einen ruhigen Ort, an dem dich niemand stört und schalte dein Handy aus.

Du kannst dich hinsetzen oder hinlegen, je nachdem, was fĂĽr dich gerade am angenehmsten ist.

Mache es dir so bequem wie möglich.

SchlieĂźe dann leicht deine Augen und konzentriere dich auf deinen Atem.

Atme langsam und tief in deinen Bauch – ein und aus.

Sage dir bei jedem Einatmen lautlos: „Alles ist ok, ich schaffe das.“

Wenn irgendwelche Gedanken oder unangenehmen Gefühle aufkommen, was völlig normal ist, akzeptiere es einfach.

Komme dann zurĂĽck zu deinem Atem und der positiven Affirmation.

Mache diese Übung für 5 bis 10 Minuten oder wenn du magst auch länger.

Spüre dann noch eine Weile nach, wie du dich fühlst und danke dir selbst, dir Zeit für dich genommen zu haben. Übrigens: Je öfter du diese Mediation machst, desto einfacher und effektiver wird sie für dich.

 

Vielen Dank, liebe Katharina fĂĽr dieses Interview.

Das kleine Selbsthilfe-Buch

Das kleine Selbsthilfe-Buch

von Katharina Knechtel

Erhältlich bei amazon.

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Wichtig für Dich zu wissen: Ich habe selbst keine Kinder. Aber zwei Neffen. Und meine Klienten haben Kinder. Und manche sind schon weiter in Sachen Entspannung als andere. Seine Entspannungsfähigkeit nimmt man sozusagen „mit“. Wenn man vor der „Kinderzeit“ gut entspannen konnte, wird man es danach auch können.

Und was fĂĽr Menschen ohne Kinder gilt, gilt auch fĂĽr Menschen mit Kindern.

Daher ist es völlig ok, dass ich auch als Nicht-Mutter ĂĽber Entspannung von Eltern schreibe;) AuĂźerdem bin ich regelmäßig im Austausch mit MĂĽttern und Vätern und weiĂź, was wirklich beim Thema Entspannung hilft und was weniger. Deshalb sind meine Antworten – denke ich – auch ganz praktisch und alltagstauglich.

1. Ist es hilfreich, wenn Eltern ihre Kinder bei der Oma „parken“ und sich mal in die Sauna setzen oder vielleicht auch eine Massage gönnen?

Ja, klar. Auf alle Fälle.
Es gibt ein afrikanisches Sprichwort, das besagt:

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen!“

Einige Eltern plagt dann aber oft dasschlechte Gewissen oder sie wollen die Großeltern nicht zu oft in Anspruch nehmen oder nur in Notfällen.
Am wichtigsten ist fĂĽr viele Elternteile und mehr fĂĽr die MĂĽtter auch die mentale Entspannung.

Also mal den Kopf frei zu bekommen von den ganzen Fragen die einen plagen oder die den Haushalt und die Kindererziehung betreffen:

  • „Was muss ich noch machen…!“
  • „Was darf ich nicht vergessen?“
  • „Was soll ich morgen kochen?“.

Aber auch „kleine“ Auszeiten von 10 Minuten sind wichtig und sollten auch ohne Oma und Opa immer mal wieder in den Alltag eingebaut werden mit gutem Gefühl.

Ich nenne das Arbeit im AuĂźen und Arbeit im Innern:

Also die Arbeit im Außen ist alles, was mit der Kindererziehung, dem Job, dem Haushalt und Garten etc. zu tun hat. Das läuft ja eh meistens.

Aber was zu kurz kommt ist die „Arbeit im Innern“, also die mentale Hygiene, der seelische Hausputz oder die psychische Entspannung auf dem Sofa.

In unserer Gesellschaft ist oft nur die Arbeit im AuĂźen wertvoll.

Und wenn sich eine Mutter mal Ruhe auf dem Sofa gönnt, denkt sie gleich, sie sei faul.

Oder die Gedanken an all das, was noch zu tun ist und jetzt ja liegen bleibt, gehen ihr durch den Kopf.

Das muss gelernt und immer wieder geübt werden und daher ist es wichtig, das einfach umzudeuten, also das „Sofaerlebnis“ als Arbeit im Innern zu bezeichnen.

Ideal wäre eine 50-50-Aufteilung: 12 Stunden Arbeit im Außen. 12 Stunden Arbeit im Innern.

Das ist für viele natürlich nicht so einfach umsetzbar. Aber die ersten Veränderungen finden ja bekanntlich immer im Kopf statt;)

2. Kann man Entspannung fĂĽr Eltern aufteilen, also mal kriegt die Mama freie Stunden, dann der Papa?

Unbedingt. Gerade wenn die Babys auch nachts gefĂĽttert werden wollen oder in der Kleinkindzeit, dann gehen alle Eltern ĂĽber kurz oder lang auf dem Zahnfleisch.

Der Schlaf fehlt und man reagiert gereizt, genervt und ist mies drauf. Das ist völlig normal.

Gerade dann ist es wichtig, sich ĂĽber Tag die Ruhezeit in Form eines Kurzschlafs, dem sog. „Power-Napping“ zurĂĽckzuholen. Da reichen dann auch wirklich nur 10-20 Minuten und der Körper erholt sich.

Bei den meisten Paaren übt ja die Frau den „Mutter-Beruf“ zuhause aus und der Mann geht tagsüber zum Arbeiten woanders hin.

Daher sollten sich Eltern unbedingt in den Nächten abwechseln z. B am Wochenende.

Damit das funktioniert, müssen Paare miteinander „reden“ und gemachte Absprachen unbedingt eingehalten werden, damit der andere nicht enttäuscht oder gefrustet ist und es an anderer Stelle zu Konflikten kommt. Dass sich die Eltern als Team erleben und nicht der andere nur denkt: „Toll, ein anderer macht’s!“

Viele Mamas haben Probleme mit dem „Loslassen“, also den Fragen:

  • „Macht mein Mann das ĂĽberhaupt gut genug?“
  • „Kriegt der das hin?“
  • „RĂĽhrt er den Brei nicht zu heiĂź an?“
  • „Findet es das Lieblingskuscheltier?“

Und so setzen sich oft Mütter noch zusätzlich mit ihren eigenen Ansprüchen unter Druck.

Papas machen es anders als Mamas. Weder besser noch schlechter nur anders.

Das zu akzeptieren und das Vertrauen in den Partner hilft enorm, um sich vor allem kopfmäßig zu entspannen.

3. Wie kann man sich als Eltern nachhaltig entspannen?

Wenn es um dieses Thema geht, lachen viele MĂĽtter;) Wie soll das denn mit Kindern gehen???

„Aber es gibt soooo viele Möglichkeiten und man muss ja nicht gleich das Riesenprogramm auffahren, fĂĽr das man ja eh keine Zeit findet.“ sagt meine Schwägerin.

Die Kommunikation zwischen den Partnern sei dabei essentiell. Und wenn die Eltern es schaffen, sich regelmäßig, also zum Beispiel 14-tägig gemeinsame Zeit zu erlauben und sich das echt zu gönnen, ohne sich gleich als egoistische oder schlechte Eltern zu fühlen, dann ist schon viel gewonnen.

Und dann NICHT über die Kinder oder Erziehungsprobleme etc. zu sprechen, sondern über andere Dinge. Mal ein gemeinsamer Kinobesuch oder Freunde treffen. Auch der Austausch mit anderen Eltern ist wichtig, denn die Eltern erleben: „Gott sei Dank. Wir sind nicht allein!“

Männer gehen gerne ihrem Hobby nach und entspannen sich körperlich beim Sport am besten.

Da ist es wichtig, dass ihnen diese Möglichkeit weiter eingeräumt wird und die Mutter am Weekend dann andere Entspannungsmöglichkeiten bekommt, die ihr gut tun.

Die Mamas sollten aber auch ihre „früheren“ Hobbies wieder aufnehmen und sie nicht in die ferne Zukunft verschieben.

Doch hier muss jeder seinen eigenen Weg finden, denn jeder entspannt ja anders. Was dem einen gut tut, findet der andere einfach nur stressig;) Wichtig ist, das TUN!

Und last but not least:

Dass die Eltern sich auch als Paar nicht vergessen, die auch mal ein Leben vor den Kindern hatten.

Männern entspannt Sex. Frauen brauchen Kuschelzeit. Und wenn das zu kurz kommt, geht der Eros flöten.

4. Gibt es Methoden, in denen Eltern mit ihren Kindern zusammen Entspannung finden?

Klar. Zum Beispiel beim Spiele spielen, malen, basteln, backen – je nach Alter der Kinder.

Da sind alle sowas von im Hier und Jetzt und denken nicht immer darüber nach, was später noch gemacht werden muss. Da fahren auch die Eltern so richtig schön runter.

Diese gemeinsame Familienzeit kann auch mit einer gemeinsamen Mahlzeit am Tag am Tisch so richtig schön zelebriert werden. Selbst wenn es heiß her geht am Tisch.

Und manchmal tut es eben auch ein schöner Kinderfilm, den sich alle zusammen auf der Couch anschauen.

Also wieder Runterschrauben der eigenen AnsprĂĽche, man mĂĽsste was total Innovatives machen. Das mega Wellness-Wochenende fĂĽr die gesamte Familie taugt da meistens nicht ganz so viel, weil das auch schon wieder stresst.

Es sind immer die kleinen Dinge des Alltags, die entspannen und die auch dauerhaft umgesetzt bzw. in den Alltag integriert werden können. Kinder sind für sooo Vieles zu begeistern und schon durch „Kleinigkeiten“ selig. Und Eltern eigentlich auch;)

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 5. Wie komme ich als gestresste Mutter oder Vater dazu, im Alltag Entspannung zu finden und vielleicht sogar mich nicht vom Alltag stressen zu lassen?

Kinder helfen einem normalerweise beim mentalen und körperlichen Herunterfahren.

Beim Spiel mit dem Kind zum Beispiel sollte auch nur das Kind und das „Bauprojekt“ im Vordergrund stehen und nicht neben her noch die Emails oder die WhatsApp-Nachrichten gecheckt werden, weil man denkt, dadurch Zeit zu sparen. Dann verpufft diese wertvolle Erholungszeit.

AuĂźerdem mĂĽssen unbedingt die eigenen AnsprĂĽche heruntergeschraubt werden.

Die eigene Unvollkommenheit immer wieder als vollkommen betrachten.

Denn Stress entsteht nur in unserem Kopf und hängt stark davon ab, wie wir etwas bewerten. Es sind nie die Dinge an sich, die Problem verursachen, sondern meist unsere Einstellungen und Bewertungen dieser Dinge. Das wussten auch schon die alten Griechen.

Die „Arbeit im Außen“ kann an der Garderobe abgegeben werden. Wenn Feierabend ist, dann sollte auch Feier-Abend sein. Nicht sofort über die Arbeit sprechen.

Feierabend-Rituale einbauen:

  • „Wenn ich vom Job nach Hause, höre ich immer den gleichen Song und sag mir selbst: Jetzt ist Feierabend.“
  • „Wenn ich zuhause bin, zieh ich mich erstmal um und schlĂĽpf in meine WohlfĂĽhlklamotten“

Sonst hat man am Abendbrottisch nicht den Vater oder die Mutter sitzen, sondern die Lehrerin oder den Arzt, die Bankkauffrau oder den Versicherungsmakler.

Männer müssen beim Nachhausekommen erstmal „Abschaltzeit“ bekommen, ohne gleich in Beschlag genommen zu werden. Sie müssen erstmal ankommen und ihre „Arbeits-Rolle“ ablegen.

Dafür reichen häufig schon 10 Minuten. Aber die sind wichtig.

Das müssen Frauen wissen, damit sie ihren Göttergatten nicht gleich im Hausflur mit allen News des Tages überfallen. Für viele Frauen ist das unverständlich, da sie ganz anders ticken.

Aber für Männer ist dieses entspannte Ankommen essentiell.

Und immer und immer wieder … sich Ruhepausen und kurze Auszeitphasen gönnen und ganz wichtig: dies als Notwendigkeit erachten.

Sich selbst die Erlaubnis geben, sich entspannen zu dĂĽrfen.

Eltern müssen miteinander reden. Kommunikation ist alles. Aber nicht die endlose Kommunikation, sondern die regelmäßige über Alltägliches und Schönes.

Nicht permanent Probleme diskutieren, denn das ist zermürbend. Sondern Alltägliches und Schönes besprechen. Was planen. Sich auf was freuen.

6. Was geschieht, wenn Eltern sich nicht entspannen können und sich vom Stress vereinnahmen lassen?

Wer nicht gelernt hat oder lernt, gut auf sich selbst zu achten, der wird ĂĽber kurz oder lang, ob mit Kind oder ohne unzufrieden.

Dafür gibt es ein schönes neues Wort.

Man nennt das SelfCare, also die SelbstfĂĽ(h)rsorge. HIerbei steht die Frage im Vordergrund:

„KĂĽmmer‘ ich mich gut um mich?“

Das lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen:

Wenn jemand eine Flugreise macht, dann sagt der Steward oder die Stewardess oft bevor der Flieger abhebt.

„Im Falle eines Druckabfalls kümmern sie sich bitte zuerst um sich und erst dann um ihren Nachbarn“.

Das ist praktizierte Selbstwertschätzung mit gesundem Egoismus.

Wer sich nicht entspannen oder nicht runterfahren kann, der gefährdet seine Beziehung. Denn nichts ist unsexier, als ein gereizter und überspannter Partner.

Man gefährdet sein Gesundheit, denn es gibt auch genügend Mütter mit Burnout.

Man wird dünnhäutiger, reagiert gereizter, fühlt sich permanent überfordert und der Selbstwert leidet.

Außerdem tauchen Schlafstörungen auf und das wiederum führt zu mieser Laune.

Man fĂĽhlt sich irgendwann als der letzte Schlumpf auf Gottes Erdboden und beginnt an allem zu zweifeln – sogar an der Beziehung.

Wer das länger als 14 Tage bei sich beobachtet, muss dringend gegensteuern.

Und der erste Schritt ist die Bewusstwerdung: „Ach so ist das!“

Erst dann kann was verändert werden.

Und Kinder spüren es, wenn die Eltern unter Stress stehen. Sie fordern noch mehr Aufmerksamkeit, sind unruhig und unausgeglichen. Größere Kinder ziehen sich eher zurück und machen dicht. Sie reagieren ebenfalls mit Stresssymptomen auf den Stress der Eltern, der sich auf sie überträgt.

Kinder sind wie Spiegel. Sie erinnern die Eltern durch ihr Verhalten daran, wann die Eltern den Bogen einfach ĂĽberspannt haben und jetzt besser in den Ent-Stressungsmodus fahren sollten.

Wenn sich dennoch der Stresslevel durch solche MaĂźnahmen nicht runterfahren lässt, dann sollte man unbedingt auch externe Hilfe in Anspruch nehmen. Das gehört auch zur Verantwortung von Eltern und zur Psychohygiene. So können Eltern ihren Kindern auch Vorbild sein und ihnen zeigen, wie man selbstverantwortlich mit „schwierigen“ Lebensphasen umgeht und es kein Beinbruch oder ein Zeichen von Schwäche ist, um Hilfe zu bitten, sondern ein Zeichen von Stärke.

 

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Danke Dir.

Deine Jeanette

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Jeanette Richter Spirituelles Stressmanagement

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