Es gibt diese Augenblicke, in denen das Leben nicht langsam kippt, sondern abrupt. Eben war noch Alltag, vielleicht nicht perfekt, aber vertraut. Und im nächsten Moment ist da diese Information, die alles innerlich durcheinanderwirbelt. Eine Abbuchung, mit der Du...
Das kleine Selbsthilfe-Buch: Interview mit K. Knechtel
Im folgenden Artikel habe ich die Autorin Katharina Knechtel zu ihrem Buch:
Das kleine Selbsthilfe-Buch. Wie du schwierige Situationen meisterst und ein erfüllendes Leben kreierst interviewt.
Folgende Fragen habe ich ihr gestellt:
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Was hat Dich dazu inspiriert dieses Buch zu schreiben?
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Was war Deine größte Herausforderung beim Schreiben?
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Was wĂĽrdest Du Menschen als aller erstes empfehlen, die gerade in einer schwierigen Lebensphase stecken?
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Wie wĂĽrdest Du Dich selbst beschreiben?
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Wie praktizierst Du SelfCare oder SelbstfĂĽrsorge und was ist Dir dabei am wichtigsten?
Frage 1:
Was hat Dich dazu inspiriert, dieses Buch zu schreiben?
Mein Ziel war es, ein Buch zu schreiben, dass kompakt alles zusammenfasst, was ich ĂĽber ein gesundes und glĂĽckliches Leben gelernt habe.
Ich halte viel von Selbsthilfe-BĂĽchern und lese sehr gern.
Doch meiner Meinung nach fehlte ein Buch, dass ohne große Umschweife einfache und effektive Ratschläge gibt und somit sofortige Hilfe in Krisen anbietet.
Etwas, dass man auch zwischendurch in die Hand nehmen und sich ein paar Ideen fĂĽr gesunde Gewohnheiten und fĂĽr ein selbstbestimmtes Leben holen kann.
AuĂźerdem bin ich davon ĂĽberzeugt, dass Liebe, Optimismus und Freude fĂĽr jeden Menschen essentiell und auch erreichbar sind.
Zu diesen Themen wollte ich einen Beitrag leisten.
Frage 2:
Was war Deine größte Herausforderung beim Schreiben?
„Das kleine Selbsthilfe-Buch“ war ein langes Herzens-Projekt.
Es war aber wirklich nicht immer einfach.
Der schwierigste Teil kam tatsächlich am Ende: das fertige Buch zum ersten Mal anderen zum Lesen zu geben.
Da kamen ziemliche Selbstzweifel auf, aber es hat mir geholfen daran zu denken, warum ich das Buch geschrieben habe und dass darin das steht, woran ich glaube.
Denn ich bin überzeugt, dass es vielen Leuten zu mehr Gesundheit und Zufriedenheit verhelfen kann und diese Überzeugung war letztendlich stärker als die Zweifel.
Frage 3:
Was wĂĽrdest Du Menschen als allererstes empfehlen, die gerade in einer schwierigen Lebensphase stecken?
In den meisten Fällen helfen diese 2 Tipps, um das Erlebte zu verarbeiten und gleichzeitig Hoffnung zu bewahren.
Erstens: Egal was man gerade durchmacht, es wird leichter, wenn man sich selbst erlaubt, die eigenen GefĂĽhle erst mal zu fĂĽhlen und zu akzeptieren – bewusst Verständnis fĂĽr sich zu haben und sich anzunehmen.
Nach dem Motto: „Ok, so ist es jetzt und ich darf in dieser Situation traurig oder wĂĽtend oder verletzt sein. Es ist völlig normal, mich in dieser Situation so zu fĂĽhlen, so ergeht es vielen.“
Zweitens: Wie ernst die Lage auch sein mag, man sollte trotz allem auch die schönen Dinge, die Wohltaten des Lebens, eben Gründe zu Lächeln beachten.
Das sind ganz oft die „kleinen Dinge“ des Lebens, wie ein guter CafĂ©, jemand, der uns freundlich anlächelt oder eine heiĂźe Dusche, nachdem man aus der Kälte kommt.
Bei einer längeren Krise kann ein Dankbarkeitstagebuch übrigens wahre Wunder vollbringen.
Frage 4:
Wie wĂĽrdest Du Dich selbst beschreiben?
Puh, das ist gar nicht so einfach! Ich bin wohl ein typischer Fisch:D
Ich habe viele Interessen und kann mich leicht für Neues begeistern, vor allem was Kreativität und gutes Essen angeht.
Meine Familie und meine Freunde sind mir sehr wichtig.
Yoga und Bücher gehören zu meinen großen Leidenschaften und bei einer Tasse Café und in lieber Gesellschaft kann ich mich gut entspannen.
In meinem Leben gab es neben vielen Höhen aber auch schon viele Tiefen und dank meiner Sensibilität, nehme ich viel extrem war, sowohl extrem schön, als auch extrem schlimm.
Vermutlich interessiere ich mich deswegen so sehr fĂĽr Psychohygiene und fĂĽr SelbstfĂĽrsorge.
Die Tipps aus dem „kleinem Selbsthilfe-Buch“ haben mir selbst sehr geholfen und das ist auch der Grund, warum ich sie mit anderen teilen möchte.
Frage 5:
Wie praktizierst Du SelfCare oder SelbstfĂĽrsorge und was ist Dir dabei am wichtigsten?
Ich probiere gerne verschiedene Methoden aus.
Zu meinen Favoriten gehören eine Morgenroutine, Tagebuch-Schreiben und Meditieren.
Ich starte den Tag meistens mit positiven Gedanken, ein paar YogaĂĽbungen und einem leckeren selbst gemachtem MĂĽsli – dann hab ich etwas, worauf ich mich schon morgens freuen kann.
Wenn es mir mal richtig mies geht, schreibe ich alles ganz ungeschönt in mein Tagebuch.
Danach schreib ich mir selbst motivierende Tipps und Ideen dazu, wie sich die Situation anders sehen lässt und was daran gut ist bzw. wie ich optimistisch weitermachen kann – das hilft fast immer.
Meditieren ist mir sehr wichtig, es hat so viele positive Wirkungen, es mĂĽsste eigentlich ein Schulfach dafĂĽr geben. Deswegen gibt es im „kleinem Selbsthilfe-Buch“ auch ein eigenes Kapitel mit Meditationen, mit denen sich die eigenen Ziele leichter erreichen lassen, sei es Liebe, Gesundheit oder GlĂĽck.
Insgesamt finde ich es wichtig, SelfCare nicht als weiteren verpflichtenden Punkt auf der To-Do-List zu sehen, sondern als Luxus zu genieĂźen und mir die Zeit bewusst fĂĽr mich zu nehmen.
Denn das Entscheidende ist immer die Intention dahinter:
Auch eine einfache Tasse Tee kann SelbstfĂĽrsorge bedeuten, wenn man sie liebevoll zubereitet, bewusst genieĂźt und sich sagt, wie wohltuend jeder Schluck ist.
Meditation von Katharina Knechtel:
MeditationsĂĽbung
So gut wie jeder kämpft ab und zu mit Ängsten.
Sie sehen vielleicht bei jedem anders aus, fühlen sich jedoch meistens recht ähnlich an.
Das Gute ist, dass ein gesunder Umgang mit Ängsten erlernbar ist.
Dazu hilft die folgende Atem-Meditation. Sie ist zudem perfekt, um sich selbst etwas Gutes zu tun.
Denn unser Atem ist eine der kraftvollsten Beruhigungsquellen, die uns jederzeit zur VerfĂĽgung steht.
Das Ziel dieser Meditation ist nicht, deine Ängste zu ignorieren, sondern die innere Haltung zu gewinnen, es mit allem aufnehmen zu können und so innere Stärke zu entwickeln.
Suche dir einen ruhigen Ort, an dem dich niemand stört und schalte dein Handy aus.
Du kannst dich hinsetzen oder hinlegen, je nachdem, was fĂĽr dich gerade am angenehmsten ist.
Mache es dir so bequem wie möglich.
SchlieĂźe dann leicht deine Augen und konzentriere dich auf deinen Atem.
Atme langsam und tief in deinen Bauch – ein und aus.
Sage dir bei jedem Einatmen lautlos: „Alles ist ok, ich schaffe das.“
Wenn irgendwelche Gedanken oder unangenehmen Gefühle aufkommen, was völlig normal ist, akzeptiere es einfach.
Komme dann zurĂĽck zu deinem Atem und der positiven Affirmation.
Mache diese Übung für 5 bis 10 Minuten oder wenn du magst auch länger.
Spüre dann noch eine Weile nach, wie du dich fühlst und danke dir selbst, dir Zeit für dich genommen zu haben. Übrigens: Je öfter du diese Mediation machst, desto einfacher und effektiver wird sie für dich.
Vielen Dank, liebe Katharina fĂĽr dieses Interview.
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