von Jeanette Richter | 05/08/2025 | Leben & Tod anders sehen |
Dieser Artikel ist der zweite Teil meiner Miniserie zur Angst vor dem Tod und dem Umgang mit Todesangst. Im ersten Teil ging es um die tieferen psychologischen und spirituellen Ursachen dieser Angst, um typische Symptome und darum, wie sehr sie uns â meist unbewusst â im Alltag beeinflussen kann. Falls Du ihn noch nicht gelesen hast, findest Du ihn hier: đ Teil 1 lesen
In diesem zweiten Teil nehme ich Dich mit auf meinen ganz persĂśnlichen Weg. Ich zeige Dir, wie mein eigener Umgang mit Todesangst begonnen hat, was sich dadurch verändert hat â und wie auch Du Deinen eigenen Umgang mit Todesangst finden kannst: liebevoll, achtsam und auf Deine Weise.
Todesangst vs. Angst vor dem Tod â eine wichtige Unterscheidung
In der Psychologie wird zwischen akuter Todesangst und der eher existenziellen Angst vor dem Tod unterschieden:
- Todesangst beschreibt eine unmittelbare, meist kÜrperlich spßrbare Angstreaktion in konkreten Bedrohungssituationen. Sie tritt zum Beispiel bei Unfällen, plÜtzlichen Schockmomenten oder lebensgefährlichen Erlebnissen auf und wird häufig als intensive Panik erlebt.
- Die Angst vor dem Tod hingegen ist tieferliegend, oft diffus und begleitet uns manchmal jahrelang im Hintergrund. Sie ist selten laut oder dramatisch, sondern zeigt sich eher in Form von Stress, KontrollbedĂźrfnis, Ăberforderung oder RĂźckzug aus dem Leben.
Die klinische Psychologie spricht im Zusammenhang mit einer ausgeprägten, belastenden Form dieser Angst auch von Thanatophobie â also einer krankhaften Angst vor Tod oder Sterben. Diese Form der Angst kann das Leben stark einschränken und zeigt sich in ständiger GrĂźbelei, Vermeidungsverhalten oder auch kĂśrperlichen Symptomen.
In diesem Artikel meine ich mit âTodesangstâ vor allem die existenzielle Angst vor dem Tod â also nicht den akuten Ausnahmezustand, sondern die leise, aber tiefgreifende Angst, die viele von uns mit sich tragen. Diese darf gesehen, gewĂźrdigt und liebevoll begleitet werden. Genau darum geht es in einem bewussten Umgang mit Todesangst.
Meine eigene Geschichte: Vom Verdrängen zum Verstehen
Auch ich, Jeanette, hatte frĂźher groĂe Angst vor dem Tod â dem meiner Eltern, meinem eigenen, dem Tod von geliebten Menschen. Diese Angst saĂ tief. Sie war diffus, schwer greifbar, aber immer da. Wie ein dunkler Nebel im Hintergrund.
Doch irgendwann kam ein Punkt, an dem ich spĂźrte: âIch kann nicht mehr weiterleben, ohne mich dieser Angst zu stellen.â Deshalb begann ich, mich intensiv mit dem Thema Tod zu beschäftigen. Ich las BĂźcher Ăźber Nahtoderfahrungen und studierte spirituelle Texte, unter anderem Ein Kurs in Wundern. AuĂerdem lieĂ ich mich auf innere Prozesse ein, die nicht immer bequem waren. Zusätzlich sprach ich mit Menschen, die Sterbebegleitung machten, und erlebte selbst Momente, in denen sich die Angst verwandelte â in eine sanfte Klarheit, in ein tiefes Vertrauen.
Heute kann ich sagen: Mein Umgang mit Todesangst hat mein Leben grundlegend verändert. Die Angst ist weitestgehend verschwunden, und mit ihr auch ein groĂer Teil meines existenziellen Stresses. Mein Umgang mit Todesangst wurde zu einem Weg der Heilung.
Die Todesangst als Stressquelle â und ihre spirituelle Wurzel
In vielen spirituellen Traditionen wird der Tod nicht als Feind gesehen, sondern als Ăbergang, Transformation oder Heimkehr. Der Buddhismus spricht vom âLoslassen des Anhaftensâ. Ein Kurs in Wundern sagt: âDer Tod ist eine Illusion.â In Nahtodberichten wird vom GefĂźhl vollkommener Liebe, Freiheit und Licht berichtet. Die Tibeter Ăźben das bewusste Sterben schon zu Lebzeiten.
All diese Sichtweisen zeigen: Wir sind nicht der KĂśrper. Wir sind Bewusstsein. Dieses Bewusstsein kann sich erinnern â an seine Quelle, an seine Unverletzlichkeit und an seinen Frieden.
Wenn wir allerdings in der Identifikation mit dem KĂśrper bleiben, erscheint der Tod wie ein Ende. Wie ein AuslĂśschen. Wie eine Bedrohung.
Das Ego will uns glauben machen, dass der Tod real ist. Damit wir uns selbst klein halten. Damit wir in Angst bleiben â und nicht ins volle Licht treten.
Genau das erzeugt massiven Stress â oft ohne dass wir wissen, woher er kommt. Ein liebevoller Umgang mit Todesangst kann hier eine groĂe Befreiung bringen.
Warum hinter der Angst vorm Tod oft die Angst vorm Leben steckt
Jetzt wirdâs spannend. Denn viele Menschen, die sich vor dem Tod fĂźrchten, leben zugleich ein Leben in ZurĂźckhaltung, in Sicherheitsdenken und in Selbstbegrenzung. Sie vermeiden Risiken. Sie sagen âVielleicht irgendwannâ. Sie funktionieren â aber sie leben nicht wirklich.
Hier liegt der Kern: Die Angst vorm Tod ist oft ein Spiegel der Angst, ganz lebendig zu sein. Denn echtes Leben ist nicht kontrollierbar. Es ist unberechenbar. Es verlangt Hingabe, Mut, Liebe und Präsenz. Genau davor schreckt das Ego zurĂźck. Es will Pläne, Strukturen, Absicherungen. Aber das Leben flieĂt.
Ein heilsamer Umgang mit Todesangst bedeutet deshalb auch: Sich dem Leben ganz zu Ăśffnen. Trotz allem. Oder gerade deshalb.
âIch habe keine Angst vor dem Tod â aber vorm Sterben schon âŚâ
Diesen Satz hĂśre ich oft â in Coachings, in Seminaren und in persĂśnlichen Gesprächen. Ja, es gibt einen feinen Unterschied: Die Angst vor dem Tod meint das âDanachâ, das Unbekannte, das Nichts, das Ende. Die Angst vorm Sterben hingegen meint den Prozess: den Kontrollverlust, die Schmerzen, das Ausgeliefertsein, das Alleinsein.
Beides ist menschlich. Beides darf sein. Beides hat eine gemeinsame Wurzel: die Angst, das Leben nicht wirklich gelebt zu haben.
âIch habe gelebt. Ich habe geliebt. Ich war da.â â Das ist der Satz, der am Ende zählt.
Deshalb ist es so heilsam, beide Ăngste zu wĂźrdigen. Sie wollen uns nicht lähmen â sie wollen uns zurĂźckrufen ins Leben. Und genau das ist der tiefere Sinn eines bewussten Umgangs mit Todesangst.
Stell Dich dem Leben â auf Deine Weise (Meditative Ăbung)
Wenn Du magst, nimm Dir jetzt ein paar Minuten Zeit. Setz oder leg Dich entspannt hin. Wenn Du mĂśchtest, schlieĂe sanft Deine Augen. Ich begleite Dich jetzt durch eine kleine meditative Reise zu Dir selbst.
Atme tief durch die Nase ein ⌠und langsam durch den Mund wieder aus. Lass mit jedem Atemzug ein wenig Anspannung gehen. Spßre den Boden unter Dir. Spßre, wie Du getragen wirst.
Lenke nun Deine Aufmerksamkeit auf Dein Herz. Stell Dir vor, dort leuchtet ein sanftes Licht. Es pulsiert ruhig. Friedlich. Warm.
Und in dieser inneren Ruhe stelle Dir folgende Fragen:
- Was in meinem Leben traue ich mich noch nicht zu leben?
- Wo halte ich mich selbst zurĂźck â aus Angst, verletzt zu werden?
- Was wĂźrde ich tun, wenn ich wĂźsste, dass der Tod nicht existiert?
- Und was wĂźrde ich tun, wenn ich wĂźsste, dass ich meine Liebsten wiedersehe â dass ich ewig bin?
- Wenn ich tief in mir wßsste: Ich kann gar nicht wirklich sterben? Was wßrde das verändern?
Bleibe noch einen Moment in dieser Verbindung. Vielleicht kommen Bilder oder GefĂźhle. Vielleicht ein stilles Wissen.
Und wenn Du soweit bist, nimm einen letzten tiefen Atemzug ⌠bewege langsam Deine Finger ⌠und Üffne sanft wieder die Augen.
Du bist hier. Du bist lebendig. Und das ist ein Wunder.
Fazit: Der Tod ist kein Ende â sondern ein Anfang
Wir mĂźssen nicht auf ein Nahtoderlebnis warten, um unser Leben neu zu betrachten. Wir kĂśnnen JETZT beginnen, bewusst zu leben â in Verbindung, im Vertrauen und in Klarheit.
Die Angst vorm Tod darf da sein â aber sie muss nicht Dein Leben bestimmen. Ein bewusster Umgang mit Todesangst kann der SchlĂźssel zu einem Leben voller Tiefe, Freude und Wahrhaftigkeit sein. Dein eigener Umgang mit Todesangst kann zu einer Reise werden, die Dich zurĂźck in Deine Kraft fĂźhrt.
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Deine Jeanette

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von Jeanette Richter | 29/07/2025 | Leben & Tod anders sehen |
Viele Menschen fĂźrchten sich vor dem Tod â und damit bist Du nicht allein. Es geht Dir womĂśglich wie Deinen Nachbarn, Deinen Freunden, Deinen Kolleg*innen oder â wie mir frĂźher. Und trotzdem wird kaum wirklich darĂźber gesprochen. Klar, das Thema Tod ist heute sichtbarer als noch vor ein paar Jahren. Es taucht auf in Podcasts, BĂźchern, Talkshows â und doch wird es oft ganz still, sobald es persĂśnlich wird. Wenn Menschen beginnen, von ihrer eigenen Angst vor dem Tod zu erzählen, entsteht häufig betretenes Schweigen. Nicht, weil es ihnen an Mut fehlt, sondern weil dieses Thema etwas ganz Tiefes in uns berĂźhrt â etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt.
Gerade deshalb ist es so wichtig, einen liebevollen, ehrlichen und mutigen Umgang mit der Angst vor dem Tod zu finden. Denn erst, wenn wir uns dieser Angst wirklich zuwenden, kann sie sich wandeln â in Nähe, in Lebendigkeit, vielleicht sogar in Freude.
Warum der Tod so tief berĂźhrt â und so viel auslĂśst
Der Tod konfrontiert uns mit unserer Endlichkeit, mit Kontrollverlust, mit dem groĂen Unbekannten. Kein Wunder also, dass er auch in der Psychotherapie oft elegant umschifft wird. Auch viele Therapeut*innen fĂźhlen sich unsicher im Umgang mit diesem Thema. Und das ist verständlich. Denn dieses Thema berĂźhrt etwas ganz Tiefes in uns â etwas Existenzielles.
Dabei birgt genau diese Angst auch eine Einladung in sich: sich mit dem Leben selbst zu beschäftigen. Der Umgang mit der Angst vor dem Tod kann dabei helfen, sich selbst näherzukommen.
Ich selbst kannte diese Angst nur zu gut. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als mir bewusst wurde: Meine Eltern werden sterben. Meine Liebsten werden sterben. Ich selbst werde sterben. Dieser Gedanke war wie ein Schock â und gleichzeitig eine Welle von Schmerz, die alles Ăźberrollte.
Aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich wusste: Ich will mich davon nicht länger lähmen lassen. Ich will die Angst nutzen â als Sprungbrett. Und genau das mĂśchte ich auch Dir zeigen: Dass diese Angst nicht Dein Feind sein muss. Sondern vielleicht Dein Ruf nach einem echten, sinnerfĂźllten Leben.
Angst anerkennen statt wegdrĂźcken â liebevoll und ehrlich
In dieser Podcastfolge (und hier im Blog) mĂśchte ich Dir Mut machen: Dass …
- Du nicht allein bist mit dieser Angst
- Du sie fĂźhlen darfst
- es Wege gibt, mit ihr in Kontakt zu kommen â ohne dass sie Dich lähmt und
- dass hinter ihr vielleicht ein ganz anderer Ruf steckt â der nach einem echten Leben, das Du wirklich spĂźrst
Die Angst vor dem Tod ist eine Grundangst â oft gut getarnt
In der Psychologie zählt die Angst vor dem Tod zu den sogenannten Grundängsten. Sie ist meist verdrängt â aber sie wirkt trotzdem weiter. Oft zeigt sie sich getarnt, als …:
- Angst vor Kontrollverlust
- Panikattacken
- exzessives Planen
- ĂźbergroĂes SicherheitsbedĂźrfnis
- Depression oder chronische Ăberforderung
Und das Paradoxe: Viele Menschen sagen, sie hätten keine Angst vor dem Tod â aber sie vermeiden trotzdem jeden Gedanken daran. Warum? Weil das Thema in unserer Kultur immer noch nicht wirklich Platz hat. Der liebevolle Umgang mit der Angst vor dem Tod darf erst gelernt werden â doch es lohnt sich sehr.

Warum ist der Tod noch immer so tabuisiert?
Ganz einfach: Weil wir nie gelernt haben, mit ihm umzugehen. Es war kein Schulfach. Niemand hat uns beigebracht, wie wir mit Verlust, Trauer oder Endlichkeit umgehen kÜnnen. Doch das ändert sich langsam. Und das ist gut so!
Ein wundervolles Projekt in diesem Zusammenhang ist âHospiz macht Schuleâ. Vielleicht hast Du davon schon gehĂśrt? Immer mehr Grundschulen Ăśffnen sich dem Thema Tod, Sterben und Trauer â und zwar ganz behutsam und kindgerecht. Falls Du magst: Schau mal, ob es das auch bald bei Euch in der Nähe gibt.
Zwei Arten von Angst: bewusst oder unbewusst
Es gibt zwei Formen der Angst vor dem Tod:
- Die bewusste Angst â Du weiĂt, dass Du Angst hast. Das ist gut! Damit kannst Du arbeiten.
- Die unbewusste Angst â sie wabert im Hintergrund und beeinflusst Dein Leben subtil.
Wenn Du z.âŻB. das Thema Tod gerne vermeidest, Dich bei Friedhofsbesuchen unwohl fĂźhlst, oder immer rastlos bist und keine Ruhe findest â dann kĂśnnte diese unbewusste Angst eine Rolle spielen. Der bewusste Umgang mit der Angst vor dem Tod kann hier heilsame Veränderungen bringen.
Symptome der unbewussten Angst â vielleicht erkennst Du Dich wieder?
Hier ein paar Beispiele, wie sich diese Angst im Alltag äuĂern kann:
1. SchlafstĂśrungen
Du wachst nachts auf, immer wieder â oft gegen 3 Uhr? Und hast dann Gedanken, die sich ganz eigenartig oder schwer anfĂźhlen? Willkommen in der Wolfsstunde. Hier begegnen sich Melatonin und Cortisol auf AugenhĂśhe â und alte Ăngste kĂśnnen besonders laut werden.
2. ĂbermäĂiges KontrollbedĂźrfnis
Du willst alles im Griff haben. Und wenn etwas aus dem Ruder läuft, kommt Stress auf? Vielleicht steckt dahinter ein viel tieferes GefĂźhl von âIch darf nichts verlierenâ. Auch das kann mit der Angst vor dem Tod zusammenhängen.
3. Funktionieren statt fĂźhlen
Alles läuft â aber innerlich fĂźhlst Du wenig. Keine echte Freude. Kein âJAâ zum Leben. Du bist im Modus: funktionieren. Und genau deshalb steht auf meiner Website: FĂźr alle, die nicht nur funktionieren wollen.
4. Vermeidung von Risiko
Neues ausprobieren? Spontan eine Entscheidung treffen? Netzwerken? Lieber nicht. Sicherheit first. Auch wenn sie innerlich eng macht.
5. Aufschieberitis bei HerzenswĂźnschen
Du schiebst wichtige Dinge auf âspäterâ. Also z. B.:
- âErst, wenn die Kinder aus dem Haus sind, kann ich âŚâ oder
- âZuerst muss mehr Geld da sein und dann âŚ!â oder
- âSpäter nehme ich mir mehr Zeit dafĂźr, aber jetzt âŚ
Später, später, später. Deshalb findest Du in meinem Workbook RE:MEMBER! die Ăbung: âZu spät. Schade.â (Spoiler: sie kann viel in Bewegung bringen.)
6. Dauerhafte Beschäftigung
Stille macht Dich nervÜs und das Radio oder der Fernseher mßssen ständig laufen, wenn Du zu Hause bist. Du fßhlst Dich in Pausen irgendwie gehetzt. Vielleicht, weil da Fragen auftauchen kÜnnten, denen Du (noch) nicht begegnen willst?
7. Subtile oder deutliche Betäubung
Mit Essen, Social Media, Arbeit, Serien, Alkohol … Du lenkst Dich ab, damit Du nicht fĂźhlen musst. Auch das kenne ich gut. Und ich sagâs ehrlich: Ich hab mich frĂźher oft durch Serien und Snacks hindurch betäubt. Weil ich etwas nicht fĂźhlen wollte.
All das sind Strategien des Egos. Es sagt Dir: Beschäftige Dich nicht mit dem Tod â bringt ja eh nix. Aber in Wahrheit: Der Tod lädt Dich ein, zu leben. Echt zu leben. Und genau das erĂśffnet Dir der bewusste Umgang mit der Angst vor dem Tod.

Wie kannst Du mit dieser Angst umgehen?
Es gibt keine PatentlĂśsung â aber viele hilfreiche Wege. Und vielleicht ist ja einer fĂźr Dich dabei:
Existenzielle Psychotherapie
Irvin D. Yalom hat mit seinen BĂźchern âExistentielle Psychotherapieâ und âIn die Sonne schauen“ einen wichtigen Beitrag geleistet. Sie sind echt Gold wert, denn hier wird der Tod nicht verdrängt, sondern mit in die Therapie genommen. Das verändert viel.
Traumatherapie
Gerade bei plĂśtzlichen Verlusten oder frĂźhen Todeserfahrungen kann eine Traumatherapie helfen. Und gute Therapeut*innen wissen, wie behutsam man mit solchen Themen umgeht … und wie heilsam es ist, wenn etwas endlich Raum bekommt.
Systemische Sichtweise
Auch ungeborene Kinder â durch Fehlgeburt oder Abtreibung â hinterlassen Spuren. In der systemischen Arbeit bekommen auch sie einen Platz. Der Tod wird hier nicht totgeschwiegen, sondern integriert. Das kann tief heilen.
Spirituelle Perspektiven
Ein Kurs in Wundern nennt den Tod eine Illusion des Egos und der Buddhismus spricht von Wandlung. Auch die Nahtodforschung zeigt: Fast alle Menschen, die zurĂźckkehren, berichten von Licht, Liebe, Verbundenheit.
Und spirituelles Stressmanagement? Auch hier wird der Tod als Weckruf zur inneren Ausrichtung gesehen.
Ăbrigens bestätigt auch die Resilienzforschung: Wer sich seiner Vergänglichkeit stellt, lebt bewusster, klarer, glĂźcklicher. Und das ist der vielleicht liebevollste Umgang mit der Angst vor dem Tod Ăźberhaupt.
Was Du konkret tun kannst â Impulse zum Ausprobieren
- Fßhre ein Gespräch mit einem Hospizverein. Ruf einfach an. Sag, dass Dich das Thema berßhrt. Du wirst staunen, wie offen diese Menschen sind.
- Lies Erfahrungsberichte zu Sterbebettphänomenen oder Nachtodkontakten. Auch YouTube und Bßcher helfen hier weiter.
- Schau Dir berĂźhrende Filme an: After Life, Surviving Death, Kassandra â je nachdem, was Dich gerade anspricht.
- Schreibe einen Nachruf an Dich selbst. Aus der Zukunft rĂźckblickend. Was mĂśchtest Du Ăźber Dein Leben sagen kĂśnnen?
- Besuche einen Friedhof. Spaziere achtsam. Lies die Namen, die Daten. Vielleicht legst Du eine Blume auf ein unbekanntes Grab.
- FĂźhre kleine Rituale durch. ZĂźnde eine Kerze an. Ăbergib dem Licht Deine Angst. Oder schreibe einen Gedanken auf einen Zettel â und gib ihn bewusst ins Wasser oder ins Feuer.
Komm ins Gespräch â im Zeitwellen-CafĂŠ
Wenn Du Dich austauschen mĂśchtest, dann komm gern ins Zeitwellen-CafĂŠ. Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat um 10 Uhr via Zoom. Kostenlos. Still zuhĂśren oder aktiv einbringen â beides ist willkommen. Denn in Gemeinschaft ist es oft leichter, Ăźber Leben und Tod zu sprechen.
Bald startet mein Onlinekurs
Ich arbeite gerade an meinem Kurs âENDLICH weniger Stress mit Leben und Todâ. Wenn Dich dieses Thema berĂźhrt, trag Dich gern in meinen Newsletter ein. Du bekommst:
- Impulse rund um Leben, Tod & Seele
- Inspirationen aus der Praxis und dem Kurs in Wundern
- Und natĂźrlich Infos, sobald der Kurs startet
đ https://zeitwellen.life/newsletter
Und wenn Du magst: Auf meinem Telegramkanal Zeitwellen findest Du täglich neue Impulse aus Ein Kurs in Wundern. Auch sie helfen dabei, den Umgang mit der Angst vor dem Tod zu transformieren â hin zu mehr Liebe, Vertrauen und Lebensfreude.
Ich weiĂ, wovon ich spreche. Und ich bin heute zutiefst dankbar, dass ich genau das tun durfte. FĂźr mich â und fĂźr Dich.
Alles Liebe
Deine Jeanette

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