Glück Archive | Seite 7 von 8 | ZEITWELLEN.life I Jeanette Richter
Impuls 27: In Wahrheit willst Du nur eins – Glücklich sein

Impuls 27: In Wahrheit willst Du nur eins – Glücklich sein

Du kannst Dir Ziele setzen oder Pläne verfolgen, das ist alles völlig in Ordnung. Solange Du nicht Dein wichtigstes Ziel aus den Augen verlierst: Dein inneres Glück.

Und das gelingt, wenn Du bereit bist, die Welt und alles um Dich herum und auch noch Dich selbst und den Tod anders zu sehen. Doch Du glaubst, dass Du dafür etwas aufgeben müsstest.

Und dieser Gedanke kann Angst erzeugen. Aber Du brauchst nichts aufzugeben, Du darfst alles behalten, denn die wahre „Schau“ kostet Dich keinen Cent.

Sie wird frei Haus mitgeliefert – Du bekommst sie für umme.

Das einzige, was Du dafür tun musst, ist von Gedanken zu verabschieden, die Dich stressen und Deinem bisherigen Mieter – dem „Ego“ im Oberstübchen zu kündigen und ihm ne nette Kellerwohnung einzurichten.

Viel Freude beim Anhören.

Deine Jeanette

Lektion 27

Die vollständige Tageslektion aus Ein Kurs in Wundern kannst Du hier nachlesen

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Lektion 21: Entscheide Dich heute, die Dinge anders zu sehen

Lektion 21: Entscheide Dich heute, die Dinge anders zu sehen

Ach, was ist diese Lektion herrlich – und wie wohltuend sie uns daran erinnert, dass wir Ärger auch ganz anders betrachten können.
Mit Lektion 21 aus Ein Kurs in Wundern – „Ich bin entschlossen zu sehen“ – machst Du innerlich einen kleinen, aber entscheidenden Schritt: Du willst die Dinge nicht mehr so sehen wie bisher. Und genau deshalb werden sie sich für Dich verändern.

Dein Glück hängt an Deiner Sichtweise. Nicht an den Umständen, nicht an anderen Menschen, nicht an dem, was heute Morgen schiefgelaufen ist. Sondern daran, wie Du blickst.

Und wenn Du aufhörst, Deinem Ego jede dramatische Geschichte blind abzunehmen, dann öffnet sich ein Raum in Dir – ein Raum, in dem Du freier atmen kannst.

Diese Einsicht ist wie ein Schlüssel:
ein Schlüssel zu einer Welt, in der Du nicht länger Spielball Deiner Gefühle bist, sondern eine liebevolle Gestalterin Deines Erlebens.

Stell Dir vor, Du trittst einen Schritt zurück.
Du siehst Deinen Ärger, aber Du bist nicht Dein Ärger.
Du spürst die Schwere, aber Du weißt: Ich kann wählen, wie ich das interpretiere.

Genau hier beginnt der Zauber dieser Lektion.

Denn Lektion 21 lädt Dich ein, achtsam zu werden und bewusst zu wählen, statt automatisch zu reagieren. Sie hilft Dir:

🌿 auszusteigen aus diesem inneren Dauermodus von „So ist es eben!“
🌿 alte Muster zu durchbrechen, die Dich klein halten
🌿 eine Sichtweise einzunehmen, die mehr Liebe als Angst enthält
🌿 die Welt nicht mehr als Kampfplatz, sondern als Möglichkeitsraum zu erleben

Du erkennst:
Ich bin nicht Opfer, ich bin Schöpferin.
Und mit dieser Haltung verwandeln sich Ärger, Frustration und Überforderung erstaunlich oft in Frieden, Klarheit und Leichtigkeit.

Natürlich braucht es Übung. Und ja, manchmal auch Geduld. Aber die Belohnung ist groß:

✨ Konflikte verlieren ihren Stich
✨ Beziehungen werden weicher und ehrlicher
✨ Dein Alltag fühlt sich weniger nach Überleben an und mehr nach Leben
✨ und Du spürst wieder: Ich kann Frieden wählen – jederzeit

Jeder Moment ist ein neuer Einstieg. Jede Situation eine stille Einladung.
Wenn Du Dich entscheidest, mit Liebe zu sehen, dann wird Dein Leben liebevoller.

Und genau deshalb ist die Lektion 21 ein so kraftvolles Werkzeug auf Deinem Weg zu weniger Stress mit Leben & Tod – und zu mehr innerem Frieden.

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Lektion 20: Du bist in der Lage, wirklich glücklich zu sein

Lektion 20: Du bist in der Lage, wirklich glücklich zu sein

Alles liegt in Dir und Du bist wirklich in der Lage, glücklich zu sein. Was es dazu braucht, ist lediglich eine etwas andere Sicht auf die „Dinge“. 

Doch alles fängt mit einer Entscheidung an. Und wenn Du wirklich sehen willst – wirklich sehen, also mit dem Herzen zu sehen, dann wirst Du Glück und inneren Frieden erfahren.

Eigentlich ist das Dein einziger Herzenswunsch auf diesem wunderschönen Planeten und der Grund für Deine Inkarnation.

Durch all die anderen Dinge, wie z. B. einen guten Job, ’ne nette Familie, ein tolles Auto, Ziele im außen oder noch ’ne zusätzliche Weiterbildung etc. … erhofft sich Dein Ego das Glück.

Aber es ist ein unbeständiges Glück, höchst veränderlich und ohne Konstanz.

Kaum fühlst Du Dich wirklich happy schon kommt wieder etwas in Dein Leben und Du fühlst Dich mies. Beides – das vermeintlich Gute und das vermeintlich Schlechte stehen nebeneinander und tanzen miteinander. Mal übernimmt die eine die Führung, mal der andere.

So wechselt sich Dein Glück immer mit dem Unglück ab, denn es sind nicht die äußeren Dinge, die Dich zufrieden machen – es sind die inneren.

Grandios!

Lektion 20

Die vollständige Tageslektion aus Ein Kurs in Wundern kannst Du hier nachlesen

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Der zufriedene Fischer von Heinrich Böll

Der zufriedene Fischer von Heinrich Böll

Überall tönt es von den Dächern: Du musst erst dieses oder jenes tun und dann, ja dann winkt es — das Glück!

Aber hast Du Dich jemals gefragt, ob das rasante Tempo und der ständige Drang nach „Mehr“ in unserer modernen Welt wirklich der Schlüssel zum Glück ist? Sicherlich hast Du das …

Lass mich Dir eine Geschichte erzählen, die Dich vielleicht zum Nachdenken bringt.

Sie gehört mit zu meinen absoluten Lieblingsgeschichten (ja ich weiß, ich habe sehr viele davon;) ) und kann für Dich ein echter Augenöffner werden, über das, was im Leben wirklich zählt.

Einige finden, diese Geschichte hätte eine Kehrseite … welche das ist, erfährst Du am Ende dieses Artikel. 😉

Zugehörige Podcastfolge

Die Podcastfolge kannst Du Dir hier anhören:

Worum geht’s?

In der Geschichte „Der zufriedene Fischer“ von Heinrich Böll begegnen wir einem einfachen Fischer, der das Geheimnis eines erfüllten Lebens kennt, und einem geschäftstüchtigen Touristen, der überall Gewinn und Profit wittert.

Dabei ist der Tourist weder “schlecht” oder “durchtrieben” noch “gierig”.

Nein! Er ist einfach, wie er ist. Er hat seine Sicht auf die Dinge und möchte dem Fischer nur helfen.

Doch oftmals liegt die Notwendigkeit zur wirklichen Hilfe im Auge des Betrachters und der Fischer verhilft dem Touristen zu einer anderen Sicht auf die Dinge.

Vielleicht hilft sie auch Dir, Deine Lebensprioritäten neu zu überdenken und Dein Leben an dem auszurichten, was für Dich wirklich wichtig und bedeutsam ist. Und ja – Arbeit ist es auch und kann es auch sein.

Wer war Heinrich Böll?

Heinrich Böll (1917–1985) war ein deutscher Schriftsteller und einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Nachkriegsliteratur.

Er wurde in Köln geboren und wuchs in einer katholischen Familie auf. Böll erlebte den Zweiten Weltkrieg und die anschließende Zeit des Wiederaufbaus in Deutschland. Diese Erfahrungen prägten seine schriftstellerische Arbeit und seinen Blick auf die Gesellschaft.

Bölls Schreiben ist stark von sozialen und politischen Themen geprägt. Er war bekannt für seine scharfsinnigen Beobachtungen, wie Du in der folgenden Geschichte vom zufriedenen Fischer sehen wirst.

In seinen Werken setzte er sich intensiv mit den Folgen des Krieges, der politischen Teilung Deutschlands und den sozialen Ungerechtigkeiten auseinander.

Er thematisierte die Verantwortung des Einzelnen, die Moral in der Gesellschaft sowie den Konflikt zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen.

Seine Hauptwerke

Seine Werke sind oft von einem kritischen und skeptischen Ton geprägt.

Einige seiner bekanntesten Werke, die auch verfilmt wurden, sind

  • “Billard um halbzehn”,
  • “Ansichten eines Clowns”,
  • “Die verlorene Ehre der Katharina Blum” und
  • “Gruppenbild mit Dame”.

Auszeichnungen

Heinrich Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1972 den Nobelpreis für Literatur.

Er setzte sich aktiv für politische und soziale Veränderungen ein und setzte seine Popularität auch ein, um auf Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Zeit seines Lebens vertrat er die These, dass der Mensch nicht (nur) lebt, um zu arbeiten.

Alle seine Geschichten haben einen bedeutenden Platz in der deutschen Literaturgeschichte eingenommen und beeinflussen noch heute die literarische Diskussion.

Dabei ist besonders Böll´s Geschichte “Der zufriedene Fischer” ein fesselndes Werk, das tief in die menschliche Natur und die Bedeutung von Zufriedenheit eintaucht.

Er schrieb diese Anekdote 1963 für eine Sendung des Norddeutschen Rundfunks zum „Tag der Arbeit“ am 1. Mai 1963 und diese Erzählung war in den 1970er und 1980er Jahren sogar Pflichtlektüre an vielen bundesdeutschen Schulen und gilt daher als Klassiker der Zivilsationskritik.

Die Geschichte: Der zufriedene Fischer

(Quelle: Böll, Heinrich, Werke: Band Romane und Erzählungen 4. 1961-1970. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1994, S. 267-269)

Diese kleine Geschichte bringt uns dazu, kurz innezuhalten und zu überlegen, was wirklich zählt im Leben.

Übrigens: Im Original heißt sie “Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral”

Sie handelt von einem Touristen, der im Gespräch mit einem Fischer begreift, dass man auch ohne große Karriere glücklich sein kann. 

Aber lies selbst im Original … los geht’s!

Der zufriedene Fischer

In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst.

Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren:

    • blauer Himmel,
    • grüne See mit friedlichen,
    • schneeweißen Wellenkämmen,
    • schwarzes Boot,
    • rote Fischermütze.

Klick.

Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick.

Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach seiner Zigarettenschachtel angelt.

Aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab.

Durch jenes kaum messbare, nie nachweisbare zu viel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist – der Landessprache mächtig – durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.

“Sie werden heute einen guten Fang machen.”

Kopfschütteln des Fischers.

“Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist.” Kopfnicken des Fischers.

“Sie werden also nicht ausfahren?” Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen.

Gewiss liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpasste Gelegenheit.

“Oh? Sie fühlen sich nicht wohl?”

Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über.

“Ich fühle mich großartig”, sagt er. “Ich habe mich nie besser gefühlt.”

Er steht auf, reckt sich, als wollte er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. “Ich fühle mich fantastisch.”

Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht:

“Aber warum fahren Sie dann nicht aus?” Die Antwort kommt prompt und knapp.

“Weil ich heute Morgen schon ausgefahren bin.”

“War der Fang gut?”

“Er war so gut, dass ich nicht noch einmal ausfahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen.”

Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen auf die Schulter.

Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis.

“Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug!” sagte er, um des Fremden Seele zu erleichtern.

“Rauchen Sie eine von meinen?”

“Ja, danke.”

Zigaretten werden in Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen.

“Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen”, sagt er, “aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus, und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht sogar zehn Dutzend Makrelen fangen. Stellen Sie sich das mal vor!”

Der Fischer nickt.

“Sie würden”, fährt der Tourist fort, “nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren. Wissen Sie, was geschehen würde?”

Der Fischer schüttelt den Kopf.

“Sie würden sich in spätestens einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren könnten Sie vielleicht einen kleinen Kutter haben. Mit zwei Booten oder dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen. Eines Tages würden Sie zwei Kutter haben. Sie würden …”,

… die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme,

“Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik. Mit einem eigenen Hubschrauber herumfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisung geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren. Und dann …”

Wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache.

Kopfschüttelnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich herein rollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen.

“Und dann”, sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache.

Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat.

“Was dann?” fragt er leise.

“Dann”, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, “dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen und auf das herrliche Meer blicken.”

“Aber das tue ich ja schon jetzt”, sagt der Fischer, “ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.”

Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von Dannen.

Denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen.

Aber es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.

 

Fischerboot

Fazit und die Moral von der Geschicht´

Schlussendlich zeigt diese Begegnung, wie verschiedene Wertesysteme und Lebensauffassungen aufeinandertreffen können.

Während der Eine ständig nach finanziellem Wachstum strebt, findet der Andere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit im Hier und Jetzt.

In der Einfachheit und im Genuss des Augenblicks.

Es ist eine lehrreiche Lektion über die Bedeutung von Zufriedenheit und das Infragestellen konstanten Strebens nach dem “Mehr”.

Die Geschichte “Der zufriedene Fischer” zeigt uns auch die Ironie unserer modernen Gesellschaft.

Während viele hart arbeiten und sich abmühen, um eines Tages ein entspanntes Leben führen zu können, übersehen sie die Möglichkeit, bereits jetzt ein erfülltes Leben zu führen.

Der Fischer hat bereits gefunden, was viele suchen: Zufriedenheit und Balance.

Er hat erkannt, dass es nicht immer mehr braucht, um glücklich zu sein, sondern manchmal weniger – weniger Sorgen, weniger Hektik, weniger ständiges Streben.

Stress lass nach

In Bezug auf Stressmanagement ist es wichtig, sich regelmäßig zu fragen:

„Warum mache ich das alles? Was ist mein Endziel?“

Oft werden wir feststellen, dass wir uns in einem Hamsterrad befinden, das uns nicht unbedingt dorthin bringt, wo wir wirklich hinwollen.

Ein bewusster Blick auf unsere Prioritäten kann uns helfen, uns auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt, und den unnötigen Lärm und Stress des Alltags zu reduzieren.

Letztlich lehrt uns „Der zufriedene Fischer“, dass es nicht darum geht, wie viel wir besitzen oder erreichen, sondern wie wir unser Leben leben.

Was will ich wirklich?

Es geht darum, die Momente zu schätzen, echte Verbindungen und Deine Inspiration zu pflegen und sich Zeit dafür zu nehmen, was uns wirklich Freude bereitet hat.

In einer Welt, die oft von Stress und Überforderung geprägt ist, ist diese Botschaft wichtiger denn je.

Es ist an der Zeit, innezuhalten, tief durchzuatmen und sich zu fragen:

„Was will ich wirklich?“

Und vielleicht, nur vielleicht, ist die Antwort einfacher und näher, als wir denken.

Kritik

Heinrich Bölls “Der zufriedene Fischer” wird oft als eine sozialkritische Erzählung gelobt, die die Ungerechtigkeiten und das ungleiche Machtverhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aufzeigt.

Allerdings gibt es auch einige kritische Anmerkungen zu dieser Erzählung, die ich Dir nicht vorenthalten möchte.

Zunächst einmal lässt sich argumentieren, dass Böll in seiner Darstellung der Charaktere zu stark in Schwarz-Weiß-Malerei verfällt.

Arbeitgeber werden als rücksichtslose Ausbeuter dargestellt, während die Arbeiter als unschuldige Opfer erscheinen.

Diese Vereinfachung kann dazu führen, dass die Vielschichtigkeit der realen Arbeitswelt vernachlässigt wird.

Es gibt sicherlich auch Arbeitgeber, die bemüht sind, fair zu handeln, und Arbeiter, die ihre Arbeit nicht mit der gleichen Hingabe ausführen wie der Fischer in der Geschichte.

Zu pessimistisch?

Des Weiteren scheint Böll in “Der zufriedene Fischer” eine eher pessimistische Sicht auf soziale Veränderungen und den Fortschritt zu vertreten.

Der Fischer entscheidet sich bewusst gegen den technologischen Fortschritt und bleibt in seiner traditionellen Lebensweise verhaftet.

Dies kann als implizite Ablehnung des Fortschritts und der Modernisierung interpretiert werden. Allerdings vernachlässigt diese Sichtweise die Tatsache, dass Fortschritt auch positive Veränderungen mit sich bringen kann, wie beispielsweise verbesserte Lebensbedingungen und Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Macht oder Ohnmacht?

Zudem hat Böll zwar das Ungleichgewicht der Machtverhältnisse thematisiert, aber keine konkreten Lösungen oder Perspektiven aufzeigt, wie dieses Problem gelöst werden könnte.

Doch denke ich, dass das gar nicht die Aufgabe eine Anekdote ist.

Oft wird auch gesagt, dass die Geschichte mit einer Art Resignation des Fischers endet, der sich zurückzieht und sein Leben in Abgeschiedenheit führt. Und dass dies als ein Aufruf zur Passivität interpretiert werden kann, anstatt sich aktiv für Veränderungen einzusetzen.

Dem stimme ich so überhaupt nicht zu. Denn der Fischer lebt das Leben. Er lebt nicht, um zu arbeiten.

“Dann”, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, “dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen und auf das herrliche Meer blicken.” “Aber das tue ich ja schon jetzt”, sagt der Fischer, “ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.”

Insgesamt ist “Der zufriedene Fischer”  ein bedeutsames Werk, das wichtige soziale Fragen aufwirft.

Allerdings sollten wir uns bewusst sein, dass es nur eine Perspektive auf komplexe soziale Probleme bietet und nicht zwangsläufig alle Facetten dieser Probleme abdeckt.

Kritisch zu hinterfragen, welche Botschaften und Annahmen in solchen Geschichten vermittelt werden, ist unerlässlich, um ein umfassendes Verständnis der Thematik zu entwickeln.

Also: Was denkst Du darüber?

Fragen zur Selbstreflexion

  1. Lebe ich, um zu arbeiten oder arbeite ich, um zu leben? Was denke ich darüber?
  2. Ist meine derzeitige Arbeit wirklich die Arbeit, die mich erfüllt und zufrieden macht?
  3. Wenn nein, wie müsste meine Arbeit dann beschaffen sein, damit sie mich erfüllt? Welche Voraussetzungen müssten erfüllt sein?
  4. Hat der Tourist am Ende vielleicht doch recht?
  5. Was könnte diese Geschichte für mein derzeitiges Leben bedeuten?
  6. Ich mach mir gleich mal Notizen oder schreibe meine Ideen in die Kommentare.

Alles Liebe

Deine

Glück oder Unglück? Eine Geschichte

Glück oder Unglück? Eine Geschichte

Wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir uns das wünschen, dann sind wir oft nicht sehr erfreut. Da wird dann auch mal gezetert, gewütet, geflucht und in die Hand gebissen. 😉

Aber Glück und Unglück liegen eben sehr nah beieinander und wer kann schon sagen, wofür etwas gut ist?

Das weiß man auch immer erst hinterher oder man baut aufs Vertrauen. 

Wir können es auch gar nicht wissen, weil unser Ego einen ganz kleinen Blickwinkel hat.

Und in einer meiner Lieblingsgeschichten – die es in einer kurzen und einer langen Variante gibt – wird das auch sehr, sehr deutlich.

Übrigens: Ich liebe die lange 😉

Aber lies selbst oder hör Dir die Podcast-Folge an …

Glück oder Unglück?

Im alten China lebte einst ein armer alter Bauer, dessen einziger Besitz ein wundervoller weißer Hengst war. Selbst der Kaiser träumte davon, dieses Pferd zu besitzen. Er bot dem Alten Säcke voller Gold und Diamanten, doch der Alte schüttelte beharrlich den Kopf und sagte:

„Mir fehlt es an nichts. Der Schimmel dient mir seit vielen Jahren und ist mir zum Freund geworden. Und einen Freund verkauft man nicht; nicht für alles Geld der Welt.“

Und so zogen die Gesandten des Kaisers unverrichteter Dinge wieder ab.

Die Dorfbewohner lachten über so viel Unvernunft. Wie konnte der Alte bloß wegen eines Pferdes so viel Reichtum und Glück ausschlagen?

Eines Morgens war das Pferd verschwunden. Die Dorfbewohner liefen aufgeregt vor dem leeren Stall zusammen, um das Unglück des alten Bauern zu beklagen.

„Sag selbst, Alter, hat sich deine Treue gelohnt? Du könntest ein reicher Mann sein, wenn du nicht so eigensinnig gewesen wärst. Jetzt bist du ärmer als zuvor. Kein Pferd zum Arbeiten und kein Gold zum Leben. Ach, das Unglück hat dich schwer getroffen.“

Der alte Bauer blickte bedächtig in die Runde, nickte nachdenklich und sagte:

„Was redet ihr da? Das Pferd steht nicht mehr im Stall, das ist alles, was ich sehe. Vielleicht ist es ein Unglück, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon so genau?“

Tuschelnd gingen die Leute auseinander. Der Alte musste durch den Schaden wirr im Kopf geworden sein. Anders ließen sich seine Worte nicht erklären.

Einige Tage später, es war ein warmer, sonniger Frühlingstag und das halbe Dorf arbeitete in den Feldern, stürmte der vermisste Schimmel laut wiehernd die Dorfstraße entlang.

Die Sonne glänzte auf seinem Fell, und Mähne und Schweif flatterten wie feinste Silberfäden im Wind.

Es war ein herrlicher Anblick, wie er voller Kraft und Anmut daher galoppierte. Doch das war es nicht allein, was die Dörfler erstaunt die Augen aufreißen ließ.

Noch mehr Staunen riefen die sechs wilden Stuten hervor, die hinter dem Hengst her trabten und ihm in die offene Koppel neben dem leeren Stall folgten.

„O du glücklicher, von den Göttern gesegneter Mann! Jetzt hast du sieben Pferde und bist doch noch zum reichen Mann geworden. Bald wird Nachwuchs deine Weiden füllen. Wer hätte gedacht, dass dir noch einmal so viel Glück beschieden wäre?“

riefen sie, während sie dem alten Mann zu seinem unverhofften Reichtum gratulierten.

Der Alte schaute gelassen in die aufgeregte Menge und erwiderte:

„Ihr geht zu weit. Sagt einfach: Jetzt hat er sieben Pferde. Ob das Glück bringt oder Unglück, niemand weiß es zu sagen. Wir sehen immer nur Bruchstücke, wie will man da das Ganze beurteilen. Das Leben ist so unendlich vielfältig und überraschend.“

Verständnislos hörten ihm die Leute zu. Die Gelassenheit des Alten war einfach unbegreiflich. Andererseits war er schon immer etwas komisch gewesen. Na ja, sie hatten andere Sorgen.

Der alte Bauer hatte einen einzigen Sohn. In den folgenden Wochen begann er die Wildpferde zu zähmen und einzureiten.

Er war ein ungeduldiger, junger Mann, und so setzte er sich zu früh auf eine der wilden Stuten. Dabei stürzte er so unglücklich vom Pferd, dass er sich beide Beine mehrfach brach.

Obwohl die Heilerin ihr Bestes tat, war allen klar, dass seine Beine nie wieder ganz gesund werden würden. Für den Rest seines Lebens würde er ein hinkender, behinderter Mann bleiben.

Wieder versammelten sich die Leute vor dem Haus des Alten.

„O du armer, alter Mann!“ jammerten sie, „nun entpuppt sich dein Glück als großes Unglück. Dein einziger Sohn, die Stütze deines Alters, ist nun ein hilfloser Krüppel und kann dir keine Hilfe mehr sein. Wer wird dich ernähren und die Arbeit tun, wenn du keine Kraft mehr hast? Wie hart muss dir das Schicksal erscheinen, das dir solches Unglück beschert.“

Wieder schaute der Alte in die Runde und antwortete:

„Ihr seid vom Urteilen besessen und malt die Welt entweder schwarz oder weiß. Habt ihr noch immer nicht begriffen, dass wir nur Bruchstücke des Lebens wahrnehmen. Das Leben zeigt sich uns nur in winzigen Ausschnitten, doch ihr tut, als könntet ihr das Ganze beurteilen. Tatsache ist, mein Sohn hat beide Beine gebrochen und wird nie wieder so laufen können wie vorher. Lasst es damit genug sein. Glück oder Unglück, wer weiß das schon.“

Nicht lange danach, rüstete der Kaiser zum großen Krieg gegen ein Nachbarland. Die Häscher ritten durchs Land und zogen die Väter und Söhne zu Kriegsdiensten ein. Das ganze Dorf war von Wehklagen und Trauer erfüllt, denn alle wussten, dass die meisten Männer aus diesem blutigen und aussichtslosen Krieg nicht mehr heimkehren würden.

Wieder einmal liefen die Dorfbewohner vor dem Haus des alten Bauern zusammen:

„Wie recht du doch hattest. Jetzt bringt dein verkrüppelter Sohn dir doch noch Glück. Zwar wird er dir keine große Hilfe mehr sein können, aber wenigstens bleibt er bei dir. Wir sehen unsere Lieben bestimmt nie wieder, wenn sie erst einmal in den Krieg gezogen sind. Dein Sohn aber wird bei dir sein und mit der Zeit auch wieder mithelfen können. Wie konnte nur ein solches Unglück über uns kommen? Was sollen wir nur tun?“

Der Alte schaute nachdenklich in die Gesichter der verstörten Leute, dann erwiderte er:

„Könnte ich euch nur helfen, weiter und tiefer zu sehen, als ihr es bisher vermögt. Wie durch ein Schlüsselloch betrachtet ihr das Leben, und doch glaubt ihr, das Ganze zu sehen. Niemand von uns weiß, wie sich das große Bild zusammensetzt. Was eben noch ein großes Unglück scheint, mag sich im nächsten Moment als Glück erweisen. Andererseits erweist sich scheinbares Unglück auf längere Sicht oft als Glück, und umgekehrt gilt das gleiche. Sagt einfach: Unsere Männer ziehen in den Krieg, und dein Sohn bleibt zu Hause. Was daraus wird, weiß keiner von uns. Und jetzt geht nach Hause, und teilt die Zeit miteinander, die euch bleibt.“

(Autor unbekannt)

Alles Liebe für Dich und denk dran:

Relax & be happy! Wer weiß, wofür’s gut is‘ …

Deine Jeanette

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