Es gibt so viele Bezeichnungen fßr FEHLER. Und obwohl es so viele unterschiedliche Begriffe fßr ein und dieselbe Sache gibt, sind unsere Handlungsvarianten zumeist auf wenige beschränkt. Das sieht dann oft so aus: zugeben oder vertuschen!
Von klein auf haben wir gelernt, Fehler abzuschieben:
- Im Kindergarten: âDie hat angefangen!â
- In der Schule:: âDas war ich nicht.â
- Zu Hause haben wir die zu Bruch gegangene Vase schnell wieder zusammengeklebt und an ihren Platz gestellt.
Und jetzt im Berufsleben? Welche Erfahrungen machst Du dort im Umgang mit Fehlern? Fällt es Dir licht, Fehler zu vergeben?
Podcast Zeitwellen: Artikel anhĂśren
Unser (alter) Umgang mit Fehlern und Missgeschicken
Wenn uns selbst ein Fauxpas unterläuft oder wir Kenntnis von einem vermeintlichen Fehler erhalten, tun wir meistens ganz automatisch eine Sache: wir urteilen!
Entweder Ăźber uns selbst oder den anderen. Das haben wir so gelernt. Das ist uns in Fleisch und Blut Ăźbergegangen. Aber ist das hilfreich? NĂźtzt es wirklich uns oder dem anderen? Wird dadurch irgendetwas besser?
Fehler sind absolut menschlich und sie machen uns erst menschlich. Hätten wir als Menschheit niemals welche gemacht, wßrde es uns vermutlich ßberhaupt nicht mehr geben.
Doch was macht einen Fehler eigentlich zu einem?
Die Definition von Fehler ist sehr spannend. Der Begriff kommt aus dem franzĂśsischen âfaillierâ und heiĂt soviel wie âetwas verfehlenâ oder âsich irrenâ. Das Wort stammt aus der frĂźheren Militärsprache und bedeutet hier, dass eine Kanonenkugel ihr angestrebtes Ziel verfehlt hat.
Es wird also das Erstrebenswerte bzw. âRichtigeâ verfehlt, wer auch immer die Norm hierfĂźr aufgestellt hat. Nach der ISO 900 bedeutet ein Fehler, die NichterfĂźllung einer Anforderung.
Der Umgang mit sog. âKlĂśpsenâ ist in unserer Gesellschaft, gelinde gesagt, âgrottigâ! Denn wir halten diese fĂźr fatal.
- Ein Politiker macht einen Fehler und wird geschasst, also aus dem Amt gejagt.
- Ein FuĂballtrainer der seine Mannschaft nicht zum angestrebten Erfolg fĂźhrt, wird ausgetauscht.
- âŚ
Und wir? Wie gehen wir damit um, wenn uns ein Fehler unterläuft?
Fehler oder âbĂśse Tatâ?
Schon Aristoteles unterschied zwischen einem Fehler und einer âbĂśsen Tatâ. Nach seiner Ansicht gilt fĂźr Fehler folgendes:
- Ein Fehler passiert; er unterläuft.
- Ein Fehler geschieht â ohne Absicht!!!
- Ein Fehler ist oft ein Versehen.
- Ein Fehler ist eine âFehlleistungâ.
Ein âbĂśse Tatâ jedoch wird verschuldet. Sie geschieht mit schlechter Absicht. Hierbei nimmt man Schaden billigend in Kauf. Man handelt vorsätzlich oder mit bedingtem Vorsatz und daher schuldhaft.
Wer also im Zusammenhang mit Fehlern von Schuld spricht, vermischt zwei verschiedene Kategorien. Der Satz: âDer Mitarbeiter ist an dem Fehler schuld!â oder âIch bin schuld, dass âŚâ enthält daher einen gravierenden Denkfehler!
Am schlimmsten gehen aber die meisten mit sich selbst ins Gericht, wenn ihnen ein Fehler unterläuft. Da sitzt dann schon einmal der gesamte Bundesgerichtshof vor einem (unserem Ego) und urteilt, was das Zeug hält: âSchuldig, im Sinne der Anklage!â
Der Selbstlernkurs RE:MEMBER!ÂŽÂ Erinnere Dich ans Wesentliche!
Hol Dir jetzt dieses einzigartige Workbook mit vielen Ăbungen, Checklisten und Anleitungen und beginne sofort damit, Deinem Leben wieder mehr GlĂźck & Freude zu schenken.Â
Den Kurs RE:MEMBER! ÂŽ als Workbook mit Audio- und Videotraining kannst Du hier kaufen
Neuer Umgang mit Fehlern
Mir selbst hat es seit einigen Jahren sehr geholfen, wenn ich mich bei der AusĂźbung eines Fehlers auf Vergebung konzentrierte. Wenn ich mir fĂźr etwas vergab, was ich als âFehlleistungâ sehen konnte. Wenn ich also meine Wahrnehmung oder meine Sicht auf die Dinge anfing zu verändern.
Das ist kein leichter Weg und schon gar kein âEasy-Going-Wegâ, den man einfach mal so nebenbei geht.
Es ist eher eine Art Haltung, die es von Tag zu Tag neu einzuĂźben gilt, damit man, wenn der Shit mal wieder happens, sein gĂśttliches Lichtlein nicht selbst ausknipst. đ
Vergebung mit Ho´opponopono
Die hawaiianische VergebungsĂźbung Hoâopponopono kann uns hier allen einen segensreichen Dienst erweisen und uns in Vergebung schulen, damit wir uns selbst von der Last der Schuld befreien und von der Angst zur Liebe wechseln kĂśnnen.
Ho´opponopono bedeutet soviel wie âetwas richtig stellenâ oder auch âRĂźckkehr zum perfekten Zustandâ.
Die folgende Ăbung ist eine Kurzfassung des klassischen Familien-Rituals, lässt sich gut in den Alltag integrieren und ist daher sehr beliebt. Sie ist sehr einfach in der DurchfĂźhrung, braucht keinerlei Vorbereitung und kann Ăźberall durchgefĂźhrt werden.
Ich habe sie aus dem Buch: âDas groĂe Praxisbuch der Vergebungâ von Manuela Tornow entnommen. Wer mehr Ăźber die wahre Kraft der Vergebung im Zusammenhang mit ein Kurs in Wundern erfahren mĂśchte, dem lege ich dieses Buch wärmstens ans Herzchen.
Die Ăbung geht wie folgt:
1. Schritt â Einstimmung
Denke an eine Situation, an einen Menschen, eine Begebenheit, einen Zustand oder Problem, mit dem Du Dich nicht in Frieden fßhlst, ärgerlich bist und Dich oder andere be- und verurteilst. Vielleicht ist es etwas, womit Du gerade jetzt konfrontiert bist.
2. Schritt â Sage und fĂźhle: âEs tut mir leid.â
Mit dieser Aussage Ăźbernimmst Du Verantwortung fĂźr Deine Wahrnehmung. Alles, was in Deinem Umfeld auftaucht, hat etwas mit Dir zu tun. Dieser Satz bezeugt Deinen Wunsch, dass alle Beteiligten stattdessen lieber Frieden erfahren sollen.
3. Schritt â Sage und fĂźhle: âVergib mir.â
Du willst Deine Urteile loslassen und frei von Negativität in Deinem Geist werden. Auch wenn scheinbar jemand anderes etwas tut, was aus Deiner Sicht nicht ok ist, sage in dieser Ăbung:
âVergib mir â was auch immer in meinem Geist dazu fĂźhrt, dass dies jetzt geschieht, vergib mir.â
Ăbergib dem gĂśttlichen Geist in Dir die Situation im Wissen und Glauben, dass die gĂśttliche Liebe jeden Groll Ăźberwindet.
4. Schritt â Sage und fĂźhle: âIch liebe Dich.â
Hinter jedem alten Groll liegt Liebe!!! Jeder kann um seines inneren, unschuldigen Kindes willen geliebt werden. Sei bereit, von Deinem wahren Selbst aus diese Liebe flieĂen zu lassen, auch wenn Dein Ego sie nicht fĂźhlt. Dieser Teil der Ăbung ersetzt langfristig Deinen Glauben an Urteile und Bestrafung durch den Wunsch, hilfreich sein zu wollen. Denke so oft âIch liebe Dichâ, bis sich Dein Herz in MitgefĂźhl Ăśffnet.
5. Schritt â Sage und fĂźhle: âDanke.â
Bedanke Dich dafĂźr, dass dies jetzt heilen kann, dass Du Erleichterung spĂźrst, dass sich Dein Herz Ăśffnet oder dafĂźr, dass Du etwas lernen durftest.
Du kannst diese Ăbung im Alltag immer dann anwenden, wenn sich Urteile in Deinem Geist bilden.
Ich wßnsche Dir eine vergebungsreiche Woche.
Sei nicht so streng mit Dir selbst. Dann klapptâs auch mit den Mitmenschen besser.
Alles Liebe ⌠denn darum gehtâs in Wahrheit!
Deine
Jeanette
