spirituelles Ego Archive | ZEITWELLEN I Jeanette Richter
Dein spirituelles Ego: Wenn der Heiligenschein verrutscht

Dein spirituelles Ego: Wenn der Heiligenschein verrutscht

Ja, vielleicht kennst Du diese Tage ja auch, an denen Du denkst: „Läuft bei mir.“ Du hast morgens meditiert, Deine Affirmation aufgesagt, der grüne Smoothie hat tatsächlich mal geschmeckt und Du spürst diese ganz tiefe, erhabene Verbundenheit mit dem gesamten Universum. Und das ist ein wundervoller Zustand! Dadurch schwebst Du quasi drei Zentimeter über dem Teppich – na ja, vielleicht ein bisschen mehr. Dein Heiligenschein sitzt und Dein spirituelles Ego in Deinem Kopf klopft Dir wohlwollend auf die Schulter und flüstert Dir zu:

„Mensch, Du hast das Leben echt verstanden. Jetzt hast Du’s gerafft. Resilienz? Check. Stressmanagement? Absolutes Kinderspiel für jemanden auf Deinem Bewusstseinslevel. Du bist quasi die Ruhe selbst.

Nun ja, wie sagte schon der großartige Mark Twain so schön:

„Mit rauchenden Trümmern im Kopf lässt es sich schwer Erleuchtung heucheln.“

Und genau in dem Moment, wenn wir uns in dieser wunderbaren spirituellen Komfortzone eingerichtet haben, dann öffnet das Universum den Vorhang für das große Theater der Realität. Herzlich willkommen, Tickets gibt es an der Abendkasse!

Der Tag, an dem der Zen-Modus baden ging

Vorhang auf. Man könnte auch sagen: der Tag, an dem der Zen-Modus baden ging. Genau so einen Tag hatte ich nämlich neulich. Ich saß an meinem Schreibtisch, innerlich völlig in der Ruhe, in meiner Mitte, bereit, die Welt mit meiner Weisheit zu beglücken.

Und dann ist es passiert:

  1. Der Systemabsturz: Ich habe irgendwo falsch geklickt, und plötzlich ist der Mac schwarz geworden. Er ist nicht ganz abgestürzt, aber ich konnte einfach nichts mehr machen. Ich hatte so viel Arbeit in dieses Dokument gesteckt – und das war einfach weg! Nachher, als ich ihn wieder hochgefahren habe, war es auch einfach nur weg.

  2. Das Phantom-Telefonat: Im selben Moment klingelt dann das Telefon. Ich gehe ran – keiner dran.

  3. Das Tür-Drama: Dann klingelt es an der Tür. Ich spurte los, bleibe aber leider am Kabel hängen. Dabei fällt die Kaffeetasse nebst Inhalt um, der Rest ergießt sich über meinen Schreibtisch und ein paar Tröpfchen davon laufen über die Tastatur. Was für eine Sauerei, kann ich Dir sagen!

  4. Die vergebliche Spurt: Egal, denke ich, ich spurte einfach weiter, öffne die Haustür – keiner mehr da.

  5. Die Paket-Suchaktion: Mein E-Mail-Postfach kündet mir an: „Dein Paket ist da.“ Nur nachdem ich eben die Haustür geöffnet habe, ist da kein Paket. Und jetzt beginnt die mühsame Suche. Wo ist das verdammte Paket? Ich bin rumgelaufen und habe geguckt. Irgendwo muss er es ja hingelegt haben. Wo hat er es hingelegt? Natürlich, das erste Haus!

Und ich rufe: „Das ist nicht das erste Haus, ich wohne im zweiten!“

Wenn der Heiligenschein mit Karacho vom Himmel kracht

Die Momente waren also perfekt, und da passierte einfach etwas in mir. Mein Heiligenschein ist in diesem Moment nicht nur einfach verrutscht – der ist mit Karacho von der Decke gekracht, in tausend Teile zersprungen und die Reste lagen irgendwo zischend im Kaffeesatz. Ich konnte sie auch noch Tage später aufsammeln.

Mein Verstand hat dann nicht nur gerattert, der hat eine absolute Vollbremsung im Schlamm hingelegt, sodass alles nur so nach rechts und links wegspritzte. Und die Worte, die mir in Sekundenschnelle durch mein Oberstübchen schossen, standen definitiv in keinem spirituellen Lehrbuch und würden auch auf keinem Meditationskissen der Welt als heiliges Mantra durchgehen! Von wegen spirituelles Selbstbewusstsein – da war erst einmal nur nacktes Entsetzen und die Kacke einfach am Dampfen.

Aber weißt Du was, was für mich absolut faszinierend war in diesem Moment? Das ist dieser ganz kurze Augenblick, in dem wir von einer spirituellen Hybris – wirklich Hybris, manchmal sogar einem arroganten, unbewussten Glauben, wir stünden durch unser ganzes Wissen irgendwo über den Dingen – im freien Fall zurück auf die Erde plumpsen. Und zwar richtig krass, back to earth, ziemlich ungebremst.

Als ich das erkannt habe, musste ich einfach nur lachen, weil es so herrlich absurd war.

Die Falle der spirituellen Perfektion

Das kann schneller passieren, als man denkt. Egal, ob Du im Coaching unterwegs bist, in der Psychotherapie, als Lehrer oder im ganz normalen Alltagswahnsinn. Vielleicht bist Du auf einem spirituellen Weg. Aber dieser Weg hat nun mal Stolpersteine, die da einfach so rumliegen.

Und dann unterläuft uns schnell ein großer Denkfehler:

Wir verwechseln tiefe Selbsterkenntnis und echte Selbstliebe mit einem dauerhaften, fehlerfreien, perfektionistischen Dasein.

Wir glauben insgeheim, wir hätten erst dann eine tiefe Erkenntnis erlangt, wenn uns absolut gar nichts mehr triggert. Wir denken, der „erleuchtete“ Zustand bedeutet, dass wir nie wieder wütend werden, uns nie wieder Sorgen machen und beim Anblick einer ausgelaufenen Spülmaschine nur noch milde lächeln.

Das ist aber die größte und cleverste Falle unseres Egos! Das Ego liebt es nämlich abgöttisch, sich als besonders spirituell, besonders achtsam oder maximal resilient zu verkleiden. Und warum tut es das? Weil es sich durch diese vermeintliche Weisheit heimlich und leise über den Rest der Welt erheben will. Es will sich abheben, separieren und trennen. Es schaut dann auf die Menschen herab, die im Berufsverkehr fluchen, und denkt sich: „Na ja, die sind halt noch nicht so weit. Wie gut, dass mein Hirnbesitzer über so viel Selbsterkenntnis verfügt.“

Wahre Selbsterkenntnis im Alltagsschmutz

Aber echte, radikale Selbsterkenntnis beginnt ja genau am anderen Ende. Sie beginnt nicht dort, wo Du alles perfekt im Griff hast. Sie beginnt genau dort, wo Du vor einer zerbrochenen Kaffeetasse sitzt, wo Du dem Nachbarn staunend zuhörst oder vor einem Fleck auf dem Teppich stehst und Dich fragst, wer hier hingepinkelt hat.

In solchen Momenten stehst Du einfach vor dem Alltagsschmutz und bemerkst:

„Shit, ich weiß eigentlich gar nichts!“

Und weißt Du was? Das ist eine wunderschöne, befreiende und ehrliche Erkenntnis auf Deinem Weg der Selbstfindung!

Als ich also da saß, mit dem nassen Lappen in der Hand, während die braune Brühe langsam in die Ritzen der Elektronik sickerte, schoss mir ein zentraler Leitgedanke aus Ein Kurs in Wundern durch den Kopf. Mir wurde klar, dass uns der Kurs unermüdlich daran erinnert, dass wir in jedem noch so kleinen Moment unseres Alltags die Wahl haben, uns neu auszurichten: Entweder für die Angst – in meinem Fall das lautstarke Drama meines Egos – oder für die Liebe.

Mein Ego stand natürlich schon mit erhobenem Zeigefinger bereit und flüsterte mir giftig zu:

„Meine Fresse, wie konntest Du nur so ungeschickt sein? Du bist doch Coach! Du solltest es doch besser wissen. Du arbeitest schon seit Jahren mit ‚Ein Kurs in Wundern‘ und bist immer noch nicht weiter? Jetzt ist der ganze Tag im Eimer, Du Lusche!“

Das Ego liebt eben diese Ernsthaftigkeit und Tragik. Winston Churchill hat das mal wunderbar auf den Punkt gebracht:

„Manche Leute stolpern über die Wahrheit, stehen auf und gehen eilig weiter, als wäre nichts passiert.“

Aber wir wollen ja nicht einfach weitergehen. Wir wollen genauer hinschauen. Und das ist der Schlüssel, um von bitterer Ernsthaftigkeit zu erlösender Leichtigkeit zu gelangen.

Der Astronautenblick: Zoom weg vom Drama!

An dieser Weggabelung passiert das eigentliche Wunder der wahren Selbstliebe. Statt in den vertrauten Zug der Selbstverurteilung einzusteigen, darfst Du anerkennen, dass Du gerade eben nicht die perfekte Zen-Meisterin bist.

Als ich diese Gedanken in wilder Eile durch mein Köpfchen jagen sah, musste ich lauthals lachen! Ich habe mich im Geiste ganz kurz von oben betrachtet – so, als wäre ich eine Schauspielerin auf einer Kinoleinwand in einem riesigen Action-Blockbuster.

Ich nenne das den Astronautenblick:

  • Du wechselst die Perspektive.

  • Du zoomst ganz weit weg, anstatt nah an das Drama heranzugehen.

  • Du bekommst eine völlig neue, distanzierte Sicht auf die Dinge.

Da sitzt sie also, die Jeanette, die tagtäglich Klienten in ihrer Praxis und im Online-Coaching erklärt, wie man Stress abbaut und den Verstand beruhigt – und sie scheitert gerade monumental an einer einfachen Tasse Kaffee und einer gehetzten Suche an der Haustür! Diese Situation war so wunderbar absurd, dass ich mich sofort vom Stress in meinem Körper lösen konnte. In Bruchteilen von Sekunden war das Drama verflogen.

Willkommen im Club der Unvollkommenen

Wir dürfen eines nie vergessen: Wir leben hier in der Dualität.

Als Menschen haben wir die absolute Einheit und unser wahres, liebevolles Zuhause erst einmal vergessen. Aber ab und an schimmert es durch. Und der Alltag ist das perfekte Übungsfeld, um uns wieder zu erinnern.

Wenn wir das nicht tun, erstickt unsere Seele in unserem eigenen Perfektionswahn. Selbstliebe bedeutet nicht, dass Dein Heiligenschein immer bombenfest und gerade sitzt. Wahre Selbstfürsorge bedeutet, dass Du Dich selbst mitten im größten Chaos mit einer riesigen Portion Humor, Milde und Mitgefühl umarmst.

Erwarte nicht von Dir, dass Du das direkt in der Sekunde des Schreckens schaffst. Wenn Deine Katze auf den Teppich macht, wird Dich das im ersten Moment aufregen – es stinkt und macht eine Riesensauerei! Aber einen Augenblick später, wenn Du mit dem Lappen in der Küche stehst, kannst Du darüber lächeln. Das ist der heilige Augenblick.

Tausche die krampfhafte Ernsthaftigkeit Deines spirituellen Egos gegen die federleichte Erlaubnis Deines wahren Selbstes ein:

„Ja, ich bin ein unsterbliches, geistiges Wesen. Aber verdammt noch mal, ich mache hier gerade eine zutiefst menschliche, chaotische und unvollkommene Erfahrung!“

Genau deshalb steht die gesamte geistige Welt Spalier, zieht den Hut und applaudiert Dir zu! Weil sie weiß, wie mutig es ist, sich auf dieses Abenteuer Erde einzulassen.

Warum das Ganze?

Manche Menschen behaupten, die Seele würde sich im Vorfeld jedes Drama, jedes Unglück und jeden Schmerz selbst aussuchen. Das ist nicht wahr! Das wäre absurd und brutal. Die Dinge hier passieren einfach, weil sie passieren. Shit happens.

Aber Du entscheidest, wie Du darauf reagierst:

Du kannst oft nicht beeinflussen, was passiert. Aber Du kannst immer entscheiden, wie Du anschließend damit umgehst.

Quäle Dich nicht mit der Frage nach dem „Warum“ – das führt Dich nur immer tiefer in den Dachsbau. Auf das Warum gibt es letztlich nur eine Antwort: Weil Du Dich wieder an die Liebe erinnern und erwachen sollst.

Ein Kurs in Wundern sagt dazu treffend: „Du weißt niemals, wozu dir irgendetwas dient.“ Im Grunde wissen wir als Menschen mit unserem Verstand, unseren Glaubenssätzen und unserem Ego-Denksystem überhaupt nichts. Aber dieses tiefere Wissen glimmt manchmal in uns auf und stärkt unsere Resilienz. Sobald wir das erkennen, verliert das Leben diese erdrückende Ernsthaftigkeit und macht plötzlich wieder richtig Spaß!

Dein Notfall-Spickzettel für den nächsten verrutschten Heiligenschein

Wenn Dir das nächste Mal im Alltag die Hutschnur reißt, probiere diesen dreistufigen Plan aus:

  • Schritt 1: Atme ein, atme aus. Gib Deinem Heiligenschein die Erlaubnis zur Schieflage. Du musst keine heilige Lichtgestalt mimen. Wenn Du wütend bist, nimm die Wut wahr, anstatt sie sofort wegmeditieren zu wollen. Sie bleibt ohnehin nur ein paar Sekunden in Deinem Gehirn aktiv, um Dich zu einer Handlung zu bewegen. Dass Dein Heiligenschein verrutscht ist, macht Dich wunderbar menschlich! Deinem spirituellen Ego schmeckt das natürlich nicht so sehr, aber es wird drüber weg kommen 😉

  • Schritt 2: Nutze den Astronautenblick. Zoom ganz weit raus. Frag Dich ganz ehrlich: Wird diese kaputte Tastatur, diese verpasste Bahn oder dieser blöde Spruch in fünf Jahren noch irgendeine Rolle für Deine Seele spielen? In 99,9 % der Fälle lautet die Antwort: Nö! Es ist nur eine weitere kleine Geschichte auf Deinem Erdenlehrplan.

  • Schritt 3: Schmunzle liebevoll über Dein spirituelles Ego. Schau Deinem Verstand einfach bei der Arbeit zu, wie er versucht, den ultimativen Weltuntergang auszurufen. Sag mit einem Augenzwinkern zu ihm: „Vielen Dank für diesen dramatischen Beitrag, liebes Ego. Ich sehe, Du gibst Dir große Mühe, mich zu beschützen – aber ich entscheide mich jetzt trotzdem für den Frieden.“

Willkommen im Club der Unvollkommenen!

Wir sind nicht hier, um eine fehlerfreie, glattpolierte Performance abzuliefern. Wir sind hier in dieser Schule des Lebens, um inmitten des ganz normalen Wahnsinns zu lernen, die Waffen des Egos gar nicht erst aufzugreifen.

Der Sinn Deines Lebens liegt nicht darin, dass Dir nie wieder ein Fehler unterläuft. Der Sinn liegt darin, wie schnell Du bereit bist, Dir selbst zu vergeben, wenn es passiert ist.

Der Weg ins Licht führt immer mitten durch unsere eigene, menschliche Unvollkommenheit. Also rück Deinen Heiligenschein einfach immer und wieder mit einem Schmunzeln gerade – verlieren kannst Du ihn sowieso niemals!

Schenk Dir selbst das nächste Mal im Spiegel oder beim Vorbeigehen an einem Schaufenster ein liebevolles Augenzwinkern. Bleib einfach kurz stehen, lächle Dich an und geh entspannt weiter auf Deinem Weg der Selbsterkenntnis.

Schön, dass es Dich gibt! Bleib echt, bleib locker und nimm das Drama nicht so ernst.

Alles, alles Liebe für Dich,

Deine Jeanette

Ein Kurs in Wundern & das Ego

Ein Kurs in Wundern & das Ego

Hast Du jemals das Gefühl gehabt, dass in Deinem Kopf zwei Stimmen miteinander streiten? Eine Stimme ist sanft, ruhig und voller Vertrauen. Sie erinnert Dich daran, dass Du genau richtig bist und dass Liebe die Antwort auf jede Frage ist. Und dann gibt es diese andere Stimme. Die laute. Die kritische. Die, die Dir einflüstert, dass Du nicht genug bist, dass andere besser sind oder dass die Welt ein gefährlicher Ort ist.

Herzlichen Glückwunsch – Du hast gerade das Ego kennengelernt.

Doch was ist das Ego laut Ein Kurs in Wundern (EKiW) wirklich? Und wie gehen wir damit um, wenn sich die Angst und der Schmerz in unserem Leben verdammt real anfühlen? Lass uns gemeinsam eintauchen.


1. Was ist das Ego laut Ein Kurs in Wundern?

Die meisten Menschen denken bei „Ego“ an Arroganz. Doch im Kurs bedeutet es etwas viel Grundlegenderes:

„Das Ego ist die Überzeugung, dass Du von Gott getrennt bist.“

Es ist der Teil in uns, der an Trennung glaubt. Es sieht uns als isolierte Individuen, die in einem verletzlichen Körper ums Überleben kämpfen müssen.

Die zwei Ebenen der Realität

Hier ist ein wichtiger Punkt, um das Ego zu verstehen, ohne unser menschliches Leid zu verleugnen. Wir müssen zwischen zwei Ebenen unterscheiden:

  1. Die menschliche Ebene (Ebene der Form): Hier erleben wir Schmerz, Konflikte und vielleicht sogar traumatische Erfahrungen. Auf dieser Ebene ist das Leid eine physiologische und psychologische Realität, die Mitgefühl und oft auch therapeutische Hilfe braucht.

  2. Die Ebene des Geistes (Ebene der Wahrheit): Hier lehrt der Kurs, dass Dein wahres Selbst – so wie Gott es schuf – niemals verletzt, getrennt oder zerstört werden kann.

Das Ego existiert nur auf der ersten Ebene. Es ist wie ein schwerer Albtraum: Solange wir schlafen, zittern und schwitzen wir vor Angst. Der Schmerz im Traum fühlt sich echt an. Aber sobald wir aufwachen, erkennen wir, dass unserem wahren Kern nichts geschehen ist.


2. Wie manipuliert uns das „Egolinchen“?

Ich nenne diese Stimme oft liebevoll „Egolinchen“, um ihr den Schrecken zu nehmen. Aber ich weiß auch: Wenn dieses Egolinchen das Ruder übernimmt, kann es das Leben zur Hölle machen. Seine Strategien sind raffiniert und es hat jede Menge Abwehrmechanismen:

  • Angst und Sorgen: „Was, wenn Du scheiterst? Was, wenn Du nicht geliebt wirst?“

  • Vergleiche und Mangel: „Schau Dir die anderen an – sie haben mehr, sie sind glücklicher.“

  • Schuld und Urteil: „Du bist schuld an Deiner Lage“ oder „Die anderen sind schuld an Deinem Unglück.“

Das Ego liebt Drama, denn solange wir mit Problemen beschäftigt sind, schauen wir nicht nach innen, wo der Frieden wartet.


3. Wie entlarven wir das Ego?

Der Kurs sagt: „Das Ego kann nicht überleben, wenn es durchschaut wird.“ Sobald wir beginnen, die Gedanken des Egos zu hinterfragen, verlieren sie ihre Macht über unsere Identität.

Drei praktische Schritte:

  1. Beobachte ohne Urteil: Frage Dich bei einem angstvollen Gedanken: „Bringt mich das in den Frieden?“ Wenn nicht, ist es das Ego. Du musst den Gedanken nicht bekämpfen – es reicht, ihn als „nicht wahr“ zu identifizieren.

  2. Werde still: Das Ego ist laut, aber die Wahrheit spricht in der Stille. Ein paar tiefe Atemzüge helfen, das „Ego-Radio“ leiser zu drehen.

  3. Die entscheidende Frage: „Will ich recht haben oder glücklich sein?“ Das Ego will immer recht haben (auch mit seinem Schmerz!). Frieden finden wir nur, wenn wir bereit sind, unsere Sichtweise loszulassen.


4. Heilung und Vergebung: Der Weg in die Freiheit

In Ein Kurs in Wundern ist Vergebung das zentrale Werkzeug. Aber Achtung: Das bedeutet nicht, Schreckliches gutzuheißen.

Vergebung bedeutet zu erkennen, dass das, was wir in Wahrheit SIND, durch keine weltliche Erfahrung jemals beschädigt werden konnte.

Es ist der Weg aus der Opferrolle zurück in die Kraft. Wir sagen nicht: „Es ist nichts passiert“, sondern wir sagen: „Es ist passiert, aber es definiert nicht meine Ewigkeit. Ich entscheide mich heute für das Licht in mir, statt für die Schatten meiner Vergangenheit.“

„Ich könnte das auch anders sehen“

Dies ist einer der kraftvollsten Sätze aus dem Kurs. Er erlaubt uns, in Momenten der Angst innezuhalten. Was, wenn ich nicht das Opfer meiner Gedanken bin? Was, wenn ich Frieden wählen könnte – genau jetzt?


Fazit: Du bist viel mehr als Deine Geschichte

Das Ego ist nicht Dein Feind, den Du „besiegen“ musst. Es ist eine falsche Idee, die verblasst, je mehr Du Dich Deinem wahren Licht zuwendest.

Frage Dich heute:

  • Welche Gedanken kommen aus der Angst (Ego) und welche aus der Liebe?

  • Bin ich bereit, einen Raum in mir zu finden, der größer ist als mein Schmerz?

Du bist nicht Deine Angst. Du bist nicht Dein Trauma. Du bist reiner, unverletzlicher Geist. Und je mehr Du Dich daran erinnerst, desto leiser wird das Egolinchen – bis Du schließlich erkennst, dass es nie die Macht hatte, Dein wahres Glück zu verhindern.

Bist Du bereit, heute einen Schritt in Richtung Frieden zu gehen? 😊


Übrigens: Die ganze Folge zu diesem Thema kannst Du Dir auch in meinem ZEITWELLEN-Podcast auf YouTube anhören => https://youtu.be/I_nPsEo_a6k

Alles Liebe,

Deine Jeanette

Jeanette Richter Spirituelles Stressmanagement

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