12 wichtige Dinge, die ich vom Stress lernen durfte
Wusstest Du, dass Du vom Stress tatsächlich lernen kannst, besser fßr Dich zu sorgen?
In den letzten Jahren habe ich fĂźr mich herausgefunden, dass hinter dem Stress eigentlich etwas sehr Wundervolles liegt. Quasi im Verborgenen. Es ist wie ein Geschenk, das zwar ziemlich blĂśd verpackt, aber dennoch ein Geschenk ist. Und in diesem Artikel lasse ich Dich an meinen Erkenntnissen teilhaben.
Und mit einer Prise Spiritualität sieht die Sache dann auch schon ganz anders aus.
Wenn Du Probleme mit dem Wort âGottâ hast, dann setze doch einfach das Wort âLebenâ oder âSeinâ ein. Das geht auch.
Bereit? Dann lass uns loslegen âŚ
âAngst ist die unerträglichste aller Emotionen, weil sie am weitesten von Deiner wahren Natur entfernt ist.â REGULUS
ZugehĂśrige Podcastfolge
1. Du tust Dir das selbst an!
Bist Du Ăśfters im Stress? FĂźhlst Du Dich ausgepowert und hakst nur noch ToDo-Listen ab?
Glaubst Du, nicht gut genug zu sein oder hast Du das GefĂźhl, Deinem Leben, nur noch hinterher zu hetzen?
Dann willkommen im Club der Leistungsgesellschaft. Da kennt das fast jeder.
Doch Stress ist eigentlich nicht das Problem. Es ist gar nicht der Stress, der uns so zusetzt, sondern die Meinung, die wir von uns selbst haben. Und die stresst uns enorm. Was fĂźr eine Erkenntnis!
Stress ist lediglich eine natĂźrliche Anpassungsreaktion Deines KĂśrpers auf eine Herausforderung und damit eine sehr sinnvolle âErfindungâ der Natur. Zumindest zur kurzfristigen Leistungssteigerung, aber nicht als âLangstreckenläuferâ.
Dein Stress will Dir helfen, mit einer Situation optimal umzugehen.
Aber eben nur mit einer Herausforderung zu einer Zeit. Nicht mit â12 Herausforderungenâ gleichzeitig! DafĂźr sind wir einfach nicht geschaffen.
Sobald Du das versuchst, ßberforderst Du Dich langfristig selbst und verlierst Deine Fähigkeit, Dich zu entspannen.
Dann kippst Du fĂśrmlich aus den Latschen und damit aus Deiner Mitte und verlierst die Balance. Eigentlich ganz logisch!
Es sind unsere erlernten Glaubensmuster, Ăberzeugungen und Annahmen ßber uns selbst, die uns so sehr unter Druck setzen. Es sind unsere Meinungen und Bewertungen, die wir Ăźber uns oder eine Situation haben und die Urteile, die wir Ăźber uns oder eine Situation fällen.
Und dahinter steckt fast immer Angst.
Stress ist also NICHT das Problem! Es sind Deine Bewertungen! Es geht immer und Ăźberall nur um DICH! Und hier liegt auch schon die LĂśsung: in DIR!
Wenn Du Dich dabei ertappst, dass Du Situationen oder Dich selbst, immer und immer wieder negativ bewertest, resultiert das häufig aus der Angst heraus.
Aus der Angst âŚ.
- nicht gut genug zu sein oder nicht zu genĂźgen.
- vor dem Leben oder davor, Dein Leben nicht wirklich zu leben.
- vor dem Tod oder davor, innerlich zu âsterbenâ.
LEITSATZ 1: âDIE LĂSUNG LIEGT IN MIR!â
2. Du kannst Deine Sichtweise ändern!
Damit teilt die moderne Stressforschung die Erkenntnis des Philosophen Epiktet, dass es nicht die Dinge an sich sind, die die Menschen belasten, sondern die Ansichten, Meinungen und Ăberzeugungen, die sie Ăźber diese Dinge haben.
Wie wir allerdings zu diesen Ansichten ßber uns selbst oder die Welt gekommen sind, ist sehr komplex. Eines weià man aber heute: sie entstanden häufig in der Kindheit (von frßheren Leben ganz zu schweigen;)
Ein Beispiel:
Als Kind haben wir Erfahrungen gemacht, die wir als emotional belastend einstuften und nicht verarbeiten konnten. Wie denn auch â wir waren ja Kinder!
Wenn Du damals als Kind die Zuwendung und Anerkennung Deiner Eltern oder anderen Bezugspersonen häufig nur durch gute Leistungen, FleiĂ oder âBravseinâ bekommen hast, dann glaubtest Du, dass Du nur dann geliebt wirst, wenn Du es âbringstâ. Wenn Du also gute Noten nach Hause bringst, nett und brav bist, permanent arbeitest oder die Erwartungen Deiner Eltern erfĂźllst.
Diese Erfahrungen haben unsere PersĂśnlichkeit geprägt und damit auch unsere Meinung, die wir Ăźber uns selbst haben. Auf dieser Grundlage entwickelten wir sog. âinnere Programmeâ, also z. B. den Glauben, nicht gut genug, zu doof, nicht klug genug oder ungenĂźgend zu sein.
Vom Ablauf dieser inneren Vorgänge hatten wir aber keinen blassen Dunst, denn das Alles lief vollkommen unbewusst ab.
Dadurch entwickelten wir eine wirklich einseitige Sicht auf uns selbst und die âDingeâ um uns herum, die wir dann auch noch fĂźr gerechtfertigt hielten. Wir schränkten unser Wahrnehmungsspektrum selbst ein.
Und in dieser Sicht auf Dich selbst, liegen alle Probleme und damit auch alle LÜsungen! Denn Du kannst Deine Sichtweise ßber Dich selbst ändern. Du kannst Deine Selbstwahrnehmung ändern. Du kannst lernen, Dich selbst zu lieben!
LEITSATZ 2: âICH BIN JETZT BEREIT, DIE DINGE ANDERS ZU SEHEN.â
3. Vom Stress lernen: Du lernst, Dich selbst neu zu programmieren!
Und auch noch heute als Erwachsener wirst Du diesem unbewussten âProgrammâ in Dir Folge leisten, indem Du versuchst, nicht anzuecken, Dein Leistungspensum ständig zu erhĂśhen und bestrebt sein, es buchstäblich ALLEN recht zu machen, nur Dir selbst nicht.
Denn in Deiner Welt bist Du derzeit der unwichtigste Mensch, den es gibt.
Krass, oder?
Doch nichts kĂśnnte der Wahrheit fernen liegen, wie Du weiter unten noch sehen wirst;)
Was in Deiner Kindheit aus der Sicht Deines So-Seins als Kind vielleicht sogar Ăźberlebensnotwendig war, ist als Erwachsener so nicht mehr nĂśtig. Du musst nicht mehr um Dein Ăberleben fĂźrchten. Doch das Programm in Dir läuft ja immer noch.
Auch Dein derzeitiges Erwachsenen-Ich glaubt, dass es nur geliebt oder anerkannt wird, wenn es Leistung erbringt, ein guter Mensch ist usw. Doch diese âinneren Antreiberâ Ăźberfordern Dich langfristig nur selbst. Und Du fängst an, Dich selbst zu stressen!
Es sei denn, Du wirst Dir Deiner selbst erschaffenen âProgrammierungenâ, Deiner Ăberzeugungen, Annahmen und Muster bewusst und entscheidest Dich fĂźr eine Neu-Programmierung, also eine Veränderung Deiner Sichtweise auf Dich selbst.
Du musst dazu gar nicht allâ Deine Glaubenssätze kennen oder um diese im einzelnen wissen. Das geht häufig gar nicht. Es reicht vĂśllig aus, wenn Dir bewusst wird, dass es häufig eben nicht die Situationen sind, die Dich stressen, sondern Deine Einstellungen zu diesen Situationen, dann kann sich langfristig wirklich etwas in Deinem Stresserleben ändern.
Und dafßr reicht 1 einziger neuer Gedanke, eine einzige Neuprogrammierung aus: Du entscheidest Dich fßr die Liebe!
Dadurch fängst Du also buchstäblich an, aus Deinem Kindheitstraum(a) zu erwachen und wirst er-wachsen. Du fängst an zu wachsen.
- Dir wird bewusst, dass die belastenden Erfahrungen Deiner Vergangenheit zu einer ânegativen Grundstimmungâ, einer diffusen Angst in Dir selbst gefĂźhrt haben, die wie eine Art negatives Hintergrundrauschen fungieren.
- Dir wird bewusst, dass Du selbst es bist, der aufgrund seiner inneren Programmierungen auf äuĂere Situationen reagiert. Dass Situationen, in denen Du Dich befindest, lediglich diese Programmierung auslĂśsen.
Jetzt erkennst Du wirklich, was das Zitat von Epiktet fĂźr Dich bedeutet:
âEs sind nicht die Dinge, die Probleme verursachen. Es sind unsere Einstellungen und Meinungen Ăźber diese Dinge!â
Kurz gesagt:Â Du reagierst nicht auf die Situation an sich, sondern agierst aus Deiner Programmierung, aus der Angst heraus! Mehr nicht! Die Situation an sich ist neutral!
Und mit diesem Bewusstsein ändert sich ALLES!
LEITSATZ 3: âICH WĂHLE UND DENKE NEU!â
4. Stress entsteht im Kopf! Immer!
Stress ist also selten die Ursache, sondern meistens die Folge von etwas.
Wir erinnern uns: Stress entsteht im Kopf!
Daher macht es häufig Ăźberhaupt keinen Sinn, Stressfaktoren im AuĂen zu verändern. Denn sie entstehen ja im Innern â im Kopf und werden im Unterbewusstsein abgespeichert.
Man darf nicht versuchen, die Stressbelastung einfach nur durch eine z. B.  Reduzierung der Arbeitsplatzbelastung zu lÜsen. Das mag im Einzelfall zwar durchaus sinnvoll sein, doch lÜst es das Problem nur an seiner Oberfläche, nicht aber in seiner Tiefe.
Es bringt also nichts, nur die AuslĂśser â die Symptome zu verändern â wenn die Ursache nicht gelĂśst wird.
Wenn die âinnere Kommunikationâ, also die Art und Weise, wie Du in Gedanken mit Dir selbst sprichst, nicht wertschätzend, mitfĂźhlend und damit liebevoll, sondern eher kritisch, ablehnend und bewertend ist, dann wirst Du diese Meinungen Ăźber Dich im AuĂen als gelebte Realität erfahren.
Das nennt man dann Projektion.
LEITSATZ 4: âMĂGE ICH AB SOFORT LIEBEVOLLER MIT MIR SELBST SPRECHEN.â
5. Du projizierst Dein Inneres nach auĂen.
Projektion ist ein sog. Abwehrmechanismus und davon haben wir jede Menge.
Der Nutzen:Â Unser âkleines Ich/Egoâ will sich schĂźtzen. Nicht Dich, sondern sich!
Wenn wir projizieren, versuchen wir den Teil in uns, den wir unbewusst ablehnen, im AuĂen zu bekämpfen, in der Hoffnung, ihn dadurch zu lĂśsen. Das ist natĂźrlich ein Irrweg und fĂźhrt zu keiner LĂśsung.
Du projizierst also unbewusst Deine Vorstellungen und Meinungen, die Du Ăźber Dich selbst hast ins AuĂen. Dabei kannst Du wundervolle Dinge nach auĂen projizieren oder weniger schĂśne.
Du bist der Projektor und das AuĂen ist die Leinwand. Wie gesagt, wir sind ungeheuer mächtig, nur ist uns das häufig nicht bewusst.
Oder anders ausgedrĂźckt:Â Das AuĂen und damit jede Person ist lediglich ein Spiegel, in dem Du Dich selbst widerspiegelst. Durch die AuĂenwelt entdeckst Du, wie Du Dich selbst in Wahrheit siehst.
Dadurch wird Dir nach und nach bewusst, welche Meinung Du tatsächlich ßber Dich selbst hast.
Deine Mitmenschen kĂśnnen Dir also bei Deinem Selbsterkenntnisweg helfen. Durch sie lernst Du Dich selbst besser kennen. Und damit wird Dir auch bewusst, dass Du von nichts und niemandem getrennt bist, sondern dass Alles mit Allem verbunden ist. Denn in Wahrheit gibt es gar kein AuĂen.
Es ist alles nur in Dir!
Ein paar Beispiele fĂźr Projektion
- Du wirfst jemandem vor, dass er egoistisch ist, obwohl Du eigentlich selbst egoistische Anteile besitzt, diesen Umstand aber an Dir selbst ablehnst.
- Du hältst jemandem vor, dass er ständig so aggressiv ist, obwohl Du selbst aggressive Anteile in Dir hast, die Du Dich aber nicht traust, auszuagieren oder nicht weiĂt, wie Du das machen sollst.
- Wenn Du Dich z. B. gemobbt, ausgrenzt oder ungerecht behandelt fĂźhlst, dann mobbst Du Dich innerlich selbst, setzt Dich also selbst herab, entwĂźrdigst Dich selbst, grenzt Dich selbst aus oder behandelst Dich selbst total ungerecht.
Wie eine Art Projektor bildest Du das, was in Dir ist, auf andere Menschen ab.
Du kennst das auch von dem Spruch:Â von sich auf andere schlieĂen.
Was wir also in der AuĂenwelt sehen und erleben, ist eine Widerspiegelung unserer Innenwelt, d. h. die AuĂenwelt ist nur eine Projektion unseres Geistes.
Du siehst also die Welt durch die Brille Deiner Projektion und nicht, wie die Welt oder die anderen tatsächlich sind. Du siehst im anderen nur einen Teilaspekt von Dir selbst!
Durch Deine Meinungen oder Urteile Ăźber andere gibst Du also viel mehr Ăźber Dich selbst preis, als Dir bewusst ist.
Mit zunehmender Bewusstheit gelingt es Dir allerdings, Deine Projektionen allmählich zurßckzunehmen und zu erkennen: Das bin ja ICH!
LEITSATZ 5: âICH BIN WILLENS, MEINE UNHEILSAMEN PROJEKTIONEN ZURĂCKZUNEHMEN!â
6. Du vergibst und erkennst, wer Du in Wahrheit bist!
Daher bietet Dir die Projektion eine gute MÜglichkeit, erwachsener und reifer zu werden, indem Du Dich häufiger fragst:
âHat das jetzt etwas mit mir zu tun? Werfe ich dem anderen gerade etwas vor, was ich mir selbst nicht erlaube oder wo ich glaube, das nicht zu kĂśnnen?â
Und wenn Du das erkennst, kannst Du Dir dafßr selbst vergeben.
Vergib Dir selbst
- Vergebe Dir, was Du dem „vermeintlich“ anderen angetan hast, damit aber nur Dir selbst angetan hast.
- Verzeihe Dir selbst, dass Du es in diesem Moment einfach nicht besser wusstest.
- Du hast Dich lediglich geirrt. That’s it!
Du bist das Wichtigste, was es in Deinem Leben geben kann. Und der andere ist es auch! Da ihr nicht getrennt seid, spielt es keine Rolle: Du, er, sie …!
Wenn Du Dich selbst wichtig nimmst, dann nimmst Du auch alle anderen wichtig.
Dann behandelst Du Deine Mitmenschen wirklich als MIT-Menschen und nicht mehr als Feinde, vor denen Du Dich schĂźtzen musst.
Stress abbauen: KĂśrper & Geist
Denn Du und ich und wir alle sind geistige Wesen, die in einem KĂśrper menschliche Erfahrungen machen.
Das ist der Grund fĂźr unsere Existenz hier auf Erden. Dein ganzer Stress will Dich einfach an diesen Umstand erinnern.
Wenn Du also vergessen hast, wer oder was Du in Wahrheit bist, wenn Du Deine wahre Natur vergessen hast, dann stresst Dich Dein Leben. Dann stresst Du Dich selbst.
Mit Deinen AnsprĂźchen, mit Deinen Erwartungen an Dich selbst oder andere, mit Deinen zahllosen Ăngsten, mit Deinem Getriebensein, Deiner Unruhe und Rastlosigkeit.
LEITSATZ 6: âICH VERGEBE MIR SELBST UND ERKENNE, DASS ICH MICH LEDIGLICH GEIRRT HABE!â
7. Das Ego und die Illusion der Trennung
Wenn Du das GefĂźhl hast, aus Deiner eigenen Mitte raus geflutscht zu sein, dann fĂźhlst Du Dich getrennt. Getrennt von Dir selbst. Dann hast Du Dich selbst verlassen und damit das GĂśttliche in Dir. Du hast Dich quasi selbst vor die TĂźr gesetzt!
Wenn Du glaubst, Du seist getrennt von der SchĂśpfung, dann leidest Du. Das fĂźhrt dann zu diffusen Ăngsten. Und das nennt man Ego.
Ego ist der Glaube an die Trennung von Gott und der Glaube, dass man so, wie man ist, nicht gut genug ist. Doch das ist nicht wahr!
- Das Ego ist eine Illusion. Zwar eine ziemlich hartnäckige, aber im Endeffekt nur eine Illusion.
- Genau wie der Tod eine Illusion ist, ist es das Ego auch!
- Ego ist Angst! Ein Kurs in Wundern nennt das Ego auch das âkleine Ichâ, im Unterschied zu unserem wahren, gĂśttlichen SELBST.
- Ego ist die Ăberzeugung: ÂťIch bin nicht gut (genug).â
Doch das Ego ist nur ein Irrtum Ăźber Dich selbst und entbehrt jeglicher Wirklichkeit. Es ist der absurde Glaube, Du seiest etwas anderes als Liebe.
Und Dein ganzer Stress will Dich letzten Endes nur darauf aufmerksam machen: âHey, was ich da jetzt mache, das kann doch nicht ganz stimmig sein. Ich rĂśdle und rĂśdle, doch wofĂźr eigentlich? Das kann doch noch nicht alles gewesen sein. Da muss es doch um mehr gehen âŚâ
Wie recht Du hast âŚ
LEITSATZ 7: âICH BIN NICHT GETRENNT UND FĂHLE MICH MIT ALLEM UND ALLEM VERBUNDEN!â
8. Selbstvertrauen ist Gottvertrauen
Wenn ich kein Selbstvertrauen habe, dann habe ich auch kein Gottvertrauen.
Wenn ich mir selbst nicht vertraue und damit dem GĂśttlichen in mir, dann baut sich Misstrauen auf und das erzeugt Angst. Dann traue ich mir selbst nicht Ăźber den Weg und damit auch nicht der SchĂśpfung. Dann erscheint alles sinnlos!
Deshalb fehlt es mir oft an Glauben. Dann glaube ich nicht einmal mir selbst! Oder ich glaube an Konzepte, die mir nicht wirklich dienen, sondern mich eher hindern und einschränken, nicht liebevoll, sondern hasserfßllt sind.
âEuch geschieht nach Eurem Glauben!â
hat schon Jesus gesagt und auch Buddha drĂźckte die gleiche Wahrheit mit anderen Worten aus:
âWir sind, was wir denken. Alles, was wir sind entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.â
Verstehst Du? Es geht immer alles von Dir selbst aus.
Du bist das MaĂ aller Dinge
Du bist das Maà aller Dinge. Das ist keine Egozentrik, das ist wahre SelfCare.
Wenn Du das einmal erkannt hast, kannst Du nie wieder die Schuld bei anderen Dingen, Personen oder Umständen suchen, sondern ßbernimmst selbst die Verantwortung fßr Dein Denken, Fßhlen und Handeln.
Du gibst Dir selbst die Antwort.
Das mag Dich im ersten Moment vielleicht erschrecken, doch in Wahrheit ist das der Schlßssel fßr Alles, denn Du bist ungeheuer mächtig.
LEITSATZ 8: âIM POSITIVSTEN SINNE: DAS MAĂ ALLER DINGE BIN ICH!“
9. Die Macht Deiner Gedanken
Als ich, es war glaube ich in der 7. Klasse, eines schĂśnen Tages keine Lust mehr auf die nächste Mathestunde hatte, verbrachte ich die davor stattfindende Unterrichtsstunde damit, mir die ganze Zeit âeinzuredenâ, dass es mir ganz schlecht geht. So richtig miserabel. Richtig mies!
Ich wollte, dass mein Mathelehrer mir glaubt. Und was soll ich sagen. Es hat funktioniert. Denn als ich ihm ging und sagte:
âHerr HĂźttemann, mir geht es gar nicht gut. Darf ich nach Hause?â sah er mich nur an und meinte:
âAber natĂźrlich Jeanette. Du siehst gar nicht gut aus. Geh mal schĂśn nach Hause und ruh Dich aus!â
Dieses regelrechte Selbst-Programmieren hatte jedoch einen entscheidenden Nachteil. Mir ging es nämlich richtig schlecht.
Ich konnte nach dem Unterricht den Hebel nicht einfach wieder umlegen. Ich hatte also gar nichts von meinem schĂśnen freien Nachmittag. Mir war kotzĂźbel. Die Geister die ich rief, wurde ich also so einfach nicht mehr los. Erst am Abend ging es mir besser.
Doch der Lerneffekt dieses harmlosen Ränkespiels war groĂ: Ich lernte, dass meine Gedanken sehr machtvoll waren. Mächtiger, als ich jemals geglaubt hätte.
LEITSATZ 9: âMEINE GEDANKEN SIND SEHR MACHTVOLL.â
10. Den inneren Dialog vernĂźnftig einsetzen
So hängt auch die Art und Weise, wie Du mit Deinen Menschen kommunizierst, ganz stark von der Qualität Deiner inneren Kommunikation, also von Deinem Selbstgespräch ab.
âWie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurĂźck!â
Wie innen so auĂen! Du erschaffst Dir Deine Weilt also selbst. Dies geschieht jedoch zum grĂśĂten Teil unbewusst.
Wenn Du Dich zu gestresst fĂźhlst, liegt das selten an den äuĂeren Gegebenheiten, aber immer an den inneren. Und hier setzt Du an: im Innern.
Du kannst zum Beispiel damit beginnen, ab sofort liebevoller mit Dir selbst zu sprechen. Wenn Du Dich bei einem negativen Gedanken Ăźber Dich selbst ertappst, korrigierst Du ihn sofort, indem Du laut oder leise sagst:
âDas ist nicht wahr. Ich entscheide mich fĂźr die Liebe!â
Aber machâ Dir nichts vor, Dein Ego (Dein âkleines Ichâ), also der Teil in Dir, der Deine Glaubenssätze, Programmierungen oder Annahmen Ăźber Dich am Laufen hält, will auf gar keinen Fall, dass es Dir besser oder womĂśglich sogar richtig gut geht. Es will, dass Du leidest. Es will Dich in der Angst halten.
LEITSATZ 10: âICH ENTSCHEIDE MICH FĂR DIE LIEBE.â
11. Warum nachdenken alleine nichts bringt
DarĂźber nur nachzudenken, wird das âProblemâ nicht lĂśsen.
Selbst Albert Einstein drĂźckte diese UnmĂśglichkeit wie folgt aus:
âEin Problem kann niemals auf der Ebene gelĂśst werden, auf der es entstanden ist!â
Das Problem kann also nicht auf Verstandesebene gelĂśst werden, denn da ist es ja entstanden.
Was also tun?
Nunja: Dein Herz kennt die Wahrheit. Dein Kopf setzt diese um.
Wenn Du in einer Situation bist, die Dein Unterbewusstsein als âpotentiellâ bedrohlich einstuft, wird Dein âInnerer Bewerterâ in Sekundenbruchteilen aktiviert. Ratzfatz geht das.
Du kannst Dir also nicht nur einreden, dass es da doch gar nichts zu fßrchten gibt. Dein KÜrper wird trotzdem mit Angst und damit mit Stresssymptomen wie z. B.
- beschleunigtem Herzschlag,
- gesteigerter Atemfrequenz und
- erhĂśhtem Blutdruck reagieren.
Das liegt daran, dass Dein Verstand nur eine geringe Kontrolle ßber die vom Unterbewusstsein gesteuerten Vorgänge hat. Du musst also eine andere Taktik anwenden.
LEITSATZ 11: âICH SETZE KOPF UND HERZ WEISE EIN.â
12. Vom guten Umgang mit der Angst
Wenn Du z. B. mitten in der Angst bist, dann musst Du im wahrsten Sinne des Wortes âda durchâ. Denn nur, indem Du durch die Angst gehst, gelangst Du zur dahinter liegenden Freude, Entspanntheit oder Gelassenheit und damit zur Liebe.
Es nutzt also nichts, vor seinem eigenen GefĂźhl wegzulaufen.
Denn wie gesagt:Â Du kannst Dir selbst nicht entfliehen.
GefĂźhle wollen gefĂźhlt werden
Deine ânegativenâ GefĂźhle wollen Dir nichts. Sie wollen Dich auch nicht zerstĂśren oder Dich kaputt machen oder Dir schaden. Sie sind von der Natur so eingerichtet, dass sie Dich zu einer Handlung motivieren wollen. Das ist Sinn und Zweck von Emotionen (lat. emovere = etwas in Bewegung setzen).
Wenn die Wut oder welches GefĂźhl auch immer, bereits da ist, nimmâ diese an.
Lehnâ Dich nicht gegen sie auf. Wehrâ diese nicht ab, denn sie ist ja bereits da.
Du kannst Dein Ego nicht âweghassenâ. Du kannst es nur âgesundliebenâ! REGULUS, Band 1
Beobachte, was Dich stresst
Beobachte z. B. den Ărger oder die Verstimmung in Dir ganz genau:
- Wo spĂźre ich das GefĂźhl in meinem KĂśrper?
- Wie fĂźhlt es sich an?
- Wo drĂźckt oder zieht es? etc.
Und dann bemĂźhe Dich, so gut es geht, das GefĂźhl wirklich zu fĂźhlen.
Verdränge oder unterdrßcke es nicht. Auch nicht bewerten oder verurteilen. Verurteile Dich nicht dafßr, dass Du dieses Gefßhl ßberhaupt hast. Versuche stattdessen es einfach dasein zu lassen. Das ist der Kern jedes Achtsamkeitstrainings.
Nach ein paar Minuten der vollkommenen Präsenz auf das Gefßhl, wirst Du bemerken, dass sich das Gefßhl verändert. Es schwindet und wird weniger.
Das ist ein rein biologischer Vorgang. Denn jedes Gefßhl hält lediglich ca. 15 Sekunden an. Nur unsere Gedanken befeuern erneut das Gefßhl und es kommt uns so vor, als wären wir tagelang wßtend. Doch das ist eine Illusion. Wir sind es, die durch die Kraft und Macht unserer zumeist unbewussten Gedanken, das Gefßhl immer und immer wieder erneut auslÜsen.
Und diesen, von Dir selbst erschaffenen âTeufelskreisâ unterbrichst Du, indem Du das GefĂźhl zulässt und es in jeder Zelle Deines KĂśrpers spĂźrst.
Du gibst Deinem GefĂźhl quasi die Erlaubnis, da zu SEIN, denn Du bist der Entscheider. Du bestimmst.
LEITSATZ 12: âICH HEISSE ALLE GEFĂHLE IN MEINEM LEBEN WILLKOMMEN UND LIEBE, WAS IST.
Kurz-Anleitung:
- Nimmâ ganz bewusst wahr, wo Du Dein GefĂźhl am deutlichsten spĂźrst: im Kopf, im Nacken, im Schulterbereich, im Bauch, im Herz etc.
- Beobachte das GefĂźhl in Deinem KĂśrper.
- SpĂźre und fĂźhle das GefĂźhl ganz und anerkenne es.
- Verurteile Dein GefĂźhl nicht. Lasse es einfach da sein. Es tut Dir nichts.
- Bemerke, wie es sich nach und verändert â wie es vergeht.
- Machâ Dir Deine SchĂśpferkraft bewusst, denn Du warst es, der das GefĂźhl, wenn auch unbewusst, erschaffen hat.
- Vergib Dir selbst fßr Deine FehlschÜpfung. Du kannst Dir auch meinen Artikel ßber die Kunst der Vergebung durchlesen.
- Erschaffe jetzt neu, indem Du um entscheidest und sage: âIch entscheide mich jetzt fĂźr die Liebe!â (oder wähle ein Wort, das Dir stimmig erscheint)
- Freue Dich darĂźber, dass Du so mutig warst, Dein Geschenk endlich auszupacken.
- Dankâ Dir selbst dafĂźr!
Die 12 Leitsätze im Ăberblick:
- âDie LĂśsung liegt in mir!â
- âIch bin jetzt bereit, die Dinge anders zu sehen.â
- âIch wähle und denke neu!â
- âMĂśge ich ab sofort liebevoller mit mir selbst sprechen.â
- âIch bin willens, meine unheilsamen Projektionen zurĂźckzunehmen!â
- âAb sofort vergebe ich mir selbst und erkenne, dass ich mich lediglich geirrt habe!â
- âIch bin nicht getrennt und fĂźhle mich mit Allem und Allem verbunden!â
- âIm positivsten Sinne: Das MaĂ aller Dinge bin ich!â
- âMeine Gedanken sind sehr machtvoll.â
- âIch entscheide mich fĂźr die Liebe.â
- âKopf & Herz setze ich weise ein.â
- âIch heiĂe alle GefĂźhle in meinem Leben willkommen und liebe, was ist.â
â


