Stressmanagement Archive - Jeanette Richter
11 Tipps für eine erfolgreiche Stressimpfung

11 Tipps für eine erfolgreiche Stressimpfung

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“Stressimpfung? Was ist das denn???” fragst Du Dich vielleicht. Aber stell’ Dir vor, Du könntest Dich tatsächlich gegen ein Zuviel an Stress impfen lassen. Wie würde das wohl aussehen? Würdest Du zum Hausarzt gehen? Zum Facharzt? Oder gleich zum Gehirnchirurgen?

Natürlich gibt es keine Spritze gegen übermäßigen Stress. Zum Glück. Denn die Sache mit dem Stress haben wir immer noch selbst in der Hand.

Doch Donald Meichenbaum, ein US-amerikanischer Psychotherapeut und einer der Gründer der kognitiven Verhaltenstherapie, hatte ungefähr um das Jahr 1975 eine geniale Idee.

Er fragte sich, ob es nicht möglich wäre, Menschen auf ein stressauslösendes Ereignis vorzubereiten, bevor dieses eintritt. Diese Vorbeugung verstand er wie eine Art “Impfung”. Er wollte seinen Patienten alltagstaugliche Strategien zur Stressbewältigung beibringen, die sie dann in der stressauslösenden Situation anwenden konnten. Und genau das tat er mit großem Erfolg und nannte dieses Training “Stressimpfungstraining”.

Cool, oder?  

Doch wie funktioniert eigentlich so eine Impfung?

Wenn Du z. B. eine Grippe-Schutz-Impfung bekommst, dann werden Deinem Körper gezielt über den Impfstoff abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger oder Bruchstücke davon verabreicht, um die Bildung von Antikörpern auszulösen und das Abwehrprogramm Deines Körpers anzukurbeln.

Dann kommt die Grippe-Welle und Du – so die Theorie – bist bestens gewappnet, denn Dein Body hat ja bereits Antikörper gegen den “Feind” produziert und die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung reduziert sich. Voilà!

Tatsächlich kannst Du Dich gegen ein Zuviel an Stress selbst impfen, indem Du Dir kleine Stress-Dosen verabreichst.

Wie das geht zeige ich Dir in den folgenden 11 Tipps:  

11 Tipps für eine erfolgreiche Stressimpfung:

1. Verlasse Deine Komfortzone.

Mach’ ab und an etwas, das Du noch nie getan hast und dass Dich etwas Überwindung kostet.

Vielleicht möchtest Du der Verkäuferin oder dem Verkäufer in Deinem Supermarkt mal ein kleines Kompliment machen: „Sie sehen heute ja gut aus!“ „Ach, das ist aber ein toller Ring!“ „Ich mag Ihren Schal!“

Du kannst auch nach dem Parken Deinen Parkschein zurückgeben, wenn da noch mehr als 15 Minuten drauf sind. Steck ihn einfach wieder zurück in den Ausgabeschacht oder drück’ ihn einem nachfolgenden Parker direkt ins Händchen. Der wird Augen machen.

Oder lass’ an der Kasse mal andere Leute vor.

Auch kannst Du jemandem einfach mal 1 Euro für seinen Einkaufswagen schenken.

Es gibt so viele Dinge, die Du tun kannst, um Deine Stressimpfung auf Vordermann zu bringen und die echt Spaß machen.

Wenn Dir noch ein paar Sachen einfallen, schreib’ diese gerne in die Kommentare.

2. Sage Nein, auch wenn’s eigentlich grad passt.

Dabei muss es sich ja nicht gerade um lebenswichtige Dinge handeln, sondern sage einfach beim nächsten Mal, wenn Dich jemand um einen kleinen Gefallen bittet: „Nein, das geht leider grad nicht. Vielleicht beim nächsten Mal!” … einfach, um das Wörtchen NEIN mal wieder aus Deinem Mund zu hören und zu schauen, wie sich das anfühlt.

Du kannst das auch mit einer Prise Humor mixen und einfach mal sagen: „Sorry, geht grad nicht. Ich hab’ noch Wurst im Auto!“;)

3. Dusche kalt – nach warm.

Kurble Dein Herz-Kreislauf-System an, indem Du nach jeder warmen Dusche Deinen Armen und Beinen einen kalte Dusche verabreichst. Das stärkt nicht nur Dein Immunsystem, sondern macht Dich auch noch wach. Eine sehr gute Stressimpfung.

4. Ziehe ab und an Deine Socken aus und lauf’ barfuß.

Ja! Auch das stärkt Dein Immunsystem, wenn Du z. B. kurze Strecken zur Mülltonne draußen einfach mal barfuß machst statt in Schuhen. Außerdem wappnest Du Dich auf diese Art und Weise auch gleich gegen den Anti-Gedanken: “Was werden die anderen wohl von mir denken?!”

5. Wenn Dich jemand kritisiert, gib ihm oder ihr einfach mal recht.

Keine Verteidigung oder Rechtfertigung. Übe Dich einfach ab und an mal darin zu sagen: “Ja stimmt. Da hast Du recht.” Punkt.

Denn wie schon Marshall Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation sagte (dieses Zitat stammt ursprünglich aus dem spirituellen Meisterwerk “Ein Kurs In Wundern“):

„Willst Du lieber echt haben oder glücklich sei? 

Beides gleichzeitig geht nicht!“

6. Wasche Dein Gehirn!

Natürlich nur im übertragenen Sinne, aber achte auf Hygiene im Oberstübchen.

Du wäschst Dich vermutlich morgens im Bad, putzt die Zähne, ziehst frische Kleidung an etc., aber Deine ollen Gedanken von gestern über das, was alles schief lief, “ziehst” Du wieder an. Miiiief!

Schenke Dir stattdessen eine “Gehirn-Spülung” und überlege Dir einen netten Gedanken – über Dich, über andere oder was Du heute Schönes erleben willst.

7. Gewöhne Dir an, Dich von Vorfreude zu Vorfreude zu hangeln.

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Also überlege Dir öfters am Tag, worauf Du Dich als nächstes freuen wirst. Wenn das Ereignis dann vorbei ist, überlege Dir, worauf Du Dich jetzt freust usw.

Das schüttet Endorphine, also Happy-Hormone, aus und Du bist einfach besser drauf.

8. Geh’ ab und an mal über einen Friedhof.

Und mach’ Dir bewusst: “Ja! Irgendwann lieg’ auch ich dort!”.

Vielleicht nicht morgen und auch noch nicht übermorgen, aber irgendwann bestimmt.

Das hilft Dir, Deinem größten Feind im Hirn mal direkt ins Äuglein zu blicken und zwar Deiner Angst vor der Endlichkeit. Musst es ja nicht gleich übertreiben, aber dieser kleine Impuls könnte Deine Perspektive gerade in stressauslösenden Situationen erheblich verändern.

9. Beginne Deinen Tag mit einem geistigen Stärkungsritual.

Statt Deinen Verstand gleich mit den übelsten und schlimmsten Nachrichten aus dem Radio oder der Zeitung kurz nach dem Aufwachen zu bombardieren, gönne Dir erstmal einen Nice-Moment. Das kann ein Gebet oder ein liebevoller Gedanke sein, noch während Du auf Deiner Bettkante sitzt.

Sage Dir zum Beispiel:

  • „Was auch immer heute passieren mag, ich werde das schaffen!“
  • „Heute ist ein neuer Tag!“
  • „Danke für diesen Tag!“
  • „Neues Spiel. Neues Glück!“
  • „Ich bleibe den ganzen Tag über ruhig und gelassen!“
  • „Ich entscheide mich für den Frieden!“
  • „Ich gebe mein Bestes und den Rest lass’ ich mir schenken!“

oder wenn Du gläubig bist:

  • „Lieber Gott, bitte nimm’ mich bei der Hand und führe mich!“

Mit was auch immer Du den Tag beginnen möchtest, lege Deinen Fokus fest.

Gib Dir selbst am Morgen die Orientierung, die Du den ganzen Tag über beibehalten möchtest.

Denn so ein Morgenritual ist wie eine Art Kompass. Er zeigt Dir immer an, wo Dein persönliches „Norden“ ist. Alles, was an diesem Tag auch geschehen mag, ordnest Du diesem ersten Impuls des Tages unter.

Daher kann es auch sehr ratsam sein, den Leitgedanken am Tag immer mal wieder zu wiederholen, denn wir sind ja alle so vergesslich. 😉

10. Fang’ an, mit Dir selbst zu quatschen.

Du hörst in Deinem Kopf wieder so nervige Gedanken, Kommentare, Bewertungen oder Ansichten zu einem Problem oder einer Situation? Dann komm’ ins Gespräch mit Deinem Jammerlappen, Deinem Grübelmonster oder Miesepeter.

Danke ihnen für ihre Hinweise, denn sie wollen Dich ja eigentlich nur beschützen. Die Frage ist nur: Vor was?

Dass sie es manchmal mit ihren Schutzattacken etwas übertreiben, kannst Du ihnen ja nicht zum Vorwurf machen. Schließlich hast Du sie ja jahrzehntelang trainiert. Also danke ihnen einfach und versichere ihnen, dass Du ihre Hinweise ernst nimmst, Du aber einfach mal eine neue Strategie ausprobieren möchtest.

Das könnte dann so aussehen: “Danke Dir, lieber Jammerlappen, für diesen Einwand. Ich behalte es im Hinterkopf, möchte aber dennoch mal was Neues ausprobieren. Ok?”

11. Hör’ auf, zu urteilen.

Das ist meiner Ansicht nach der wichtigste Tipp. Dieser ist aber auch am schwersten umzusetzen, denn Dein Ego – Dein kleines Ich – wird Dir alle möglichen Schein-Gründe liefern, warum Du doch das gute Recht hast, zu urteilen: Über die Welt, Deinen Nachbarn, Deine Schwiegermutter, Deine Nase, Deine Intelligenz, Deinen Kollegen, die Politik … und so weiter, und so weiter.

  • „Wie sieht die denn aus?“
  • „Kann man so auch rumlaufen?“
  • „Der müsste dringend mal wieder zum Friseur. Das sieht ja sch…. aus!“
  • „Ich bin einfach der größte Looser auf Gottes Erdboden!“
  • „Da hat ja ein Toastbrot mehr IQ als ich!“
  • „Das auch immer mir das passieren muss. Ich bin echt zu dämlich!“

Fazit

Aber was es auch immer sein mag, was Du doof, ungerecht, traurig, abartig, bescheuert etc. finden magst, ob an Dir oder anderen. Alle diese Urteile schubbsen Dich gleichermaßen aus Deinem Seelenfrieden.

Das Bedürfnis zu urteilen ist eigentlich nichts anderes als Arroganz. Denn wenn Du urteilst, stellst Du Dich über den anderen. Du tust so, als seist Du besser! Doch das ist eine Illusion.

Du bist weder besser noch schlechter. Du bist genau wie der oder die andere!
Wir sind alle gleich!

Das mag Dir vielleicht nicht schmecken und im Außen mag es tatsächlich so aussehen, als ob wir verschieden seien, aber im Innern sind wir alle gleich.

Wir alle haben die gleichen Bedürfnisse und Wünsche und wollen letzten Endes nur glücklich sein.

Die Wege dorthin mögen manchmal etwas chaotisch oder nicht nachvollziehbar für Dich sein. Tatsache ist aber:

ALLE wollen „nach Hause“, also inneren Frieden erleben! Ob ihnen das bewusst ist oder nicht.

Daher sei gnädig mit Dir, wenn Du Dich immer mal wieder beim Urteilen ertappst, denn das wird unweigerlich passieren. Und wenn es passiert, dann vergib Dir dafür. Dann lass’ das Geschehene los. Eigentlich ganz einfach, aber nicht ganz leicht!

Sage zu Dir selbst stattdessen: „Ich bin willens, das anders zu sehen!“

Und anders zu sehen bedeutet hier, das mit mehr Gelassenheit zu sehen oder mit mehr Humor.

Vielleicht auch mit einer Prise Weitblick oder Güte.

Nun wünsche ich Dir viel Spaß beim Ausprobieren und einige tolle Nebenwirkungen 😉

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Schaust Du gerne fernsehen? So mit Sofa, Knabberzeug und Füße hoch? Ja? Dann haben wir was gemeinsam … nur hab’ ich gar keinen Fernseher 😉 Aber dank Internet ist das heute ja alles kein Problem mehr. Vor zig Jahren habe ich meinen Fernseher aus meinem Wohnzimmer verbannt (im Schlafzimmer stand eh nie einer) … aber das ist eine andere Geschichte!

Also worum geht’s heute?

Um die Bedeutsamkeit HINTER den Kulissen. Das Geniale im Verborgenen. Um das, was auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Um die “stummen” Helden des Alltags!

Zur Zeit schau’ ich mir gerade mal wieder die Staffeln von “The Blacklist” an.

Ja, ja, ich weiß, nicht besonders “nett” und viel Kawumm, aber spannend und … der Schauspieler James Sprader alias “RED” spielt toll.

Und als ich mal wieder so zuschaue bzw. zuhöre, kommt mir der Gedanke:

“Mensch, der spielt so klasse. Aber was find ich eigentlich soooo klasse??? Ja, seine Gestik und Mimik, aber wie der spricht, das muss man erstmal so hinkriegen … ach, ähm, der ist ja synchronisiert, haha … Mega! Und dem gebührt eigentlich die ganze Ehre …WER das wohl spricht???”

Also schnell mal gegoogelt, ich sitz’ ja an der Quelle und finde doch tatsächlich heraus, dass BENJAMIN VÖLZ das synchronisiert. Und er auch die Stimme von Keanu Reeves ist. Hammer! 

Und von Matthew McConaughey (das kann ich nicht aussprechen ?) … Und kein Mensch weiß das. Ein Talent hinter den Kulissen.

Und da ich schon mal am Sinnieren bin …

Lust auf Relaxte Impulse?

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Anti-Stress-Tipps für mehr SelfCare!

Wie oft leisten wir wirklich Großartiges … und keiner kriegt’s mit:

All die wundervollen Komplimente, die wir anderen ungesagt an den Kopf werfen;

All’ die kleinen Selbstverständlichkeiten, die keiner mitkriegt und die wir dennoch tun;

All’ die Katzen, die tot am Wegesrand liegen und am nächsten Tag nicht mehr, weil sich jemand um ihre Hüllen gekümmert hat;

All’ die Leckereien, die plötzlich im Büro in einer Schüssel liegen und keiner weiß, wer es war (ok, der Übergang war jetzt krass, aber so ist es nun mal); … 

Du kennst ja vielleicht den Spruch:

TUE GUTES UND REDE DARÜBER!

Aber wie viel tugendhafter ist es denn, mal was GUTES ZU TUN UND NICHT DARÜBER ZU REDEN?

Im Verborgenen zu agieren?

Jemand mal ein Geschenk vor die Tür legen, ohne Absender. ?

Die Mülltonnen der anderen für einen Monat rein- und wieder rausstellen.

Den Hundekot der anderen einsammeln. ?

Den Plastikmüll im Wald auch … UND wie genial ist das denn: KEINE KRIEGT’S MIT!

Selbstloser geht’s momentan nicht. Du hast Freude in den Backen … nur für DICH. Das reicht doch, oder?

Das ist Stressmanagement mal ganz anders. Gerade, wenn Deine eigene Erwartungshaltung mal wieder zu groß ist und die anderen nur “Idioten” sind … dann tue was GUTES für die anderen! Einfach so!

Und dann gibt’s wieder andere Tage;)

Und auch Johannes Oerding weiß, wie’s geht … zumindest besingt er es:  https://www.youtube.com/watch?v=CbHeVxjergo

Und weil’s so schön war und als Dank für Dich:

Übrigens:

Hat jemand mal was Nettes für Dich getan und Du weißt bis heute nicht, wer das war?

Mir hat mal jemand hübsche Unterdeckchen vor die Haustür gelegt. Das ist Jahre her und ich weiß bis heute nicht, wer das war.

Aber gefreut hat’s mich riesig!

Also bis denne.
Alles Liebe.

 

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Von der Kunst, Spaß zu haben und Blödsinn zu machen

Wann warst Du zum letzten Mal so richtig albern und hast einfach etwas “nur so zum Spaß” gemacht?
Vielleicht in der Küche herumgetanzt und zu einem Song im Radio mitgeträllert? Oder bist herumgehüpft wie ein kleines Kind? Oder hast Deine Kollegen mit Papierbällchen beworfen? …

Du denkst vielleicht: “Das ist doch albern?!” 

Ja genau. Das ist es!
Denn wohl dosierte Albernheit kann Deinem Leben eine neue Würze geben und Dich mit Stress besser umgehen lassen. So galten bereits in der antiken Philosophie Albernheiten zur rechten Zeit als Bereicherung des Lebens.

Horaz soll zum Beispiel gesagt haben:

Mische ein bisschen Torheit in dein ernsthaftes Tun und Trachten. Albernheiten im rechten Moment sind etwas Köstliches.“

Also gönnen wir uns ab und an die ein oder andere Albernheit und werden wieder wie die Kinder.

Denn damals fiel es uns ja ganz leicht, weil wir nicht so viel darüber nachgedacht haben. Wir haben einfach gemacht. Heute als “Er-Wachsene” brauchen wir ein bisschen Mut.

Wir müssen uns wieder trauen.

Und daher tun wir es zumeist mit guten Freunden, weil es sich in Gemeinschaft leichter “blödelt”. 

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Das Interessante: Eine “Blödelei” wird selten geplant, sondern entsteht oft ganz spontan aus dem Moment heraus. Plötzlich überkommt es uns und wir fangen an zu blödeln.

Dann leben wir ganz im Moment. Also ein perfektes Achtsamkeitstraining mit Spaßfaktor! Und außerdem stärkt es unser Selbstbewusstsein und kurbelt die Lebensfreude an. Wer würde da behaupten, dass sei zu nichts nutze?

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