Der Tod ist für viele Menschen die größte Angst. Nicht unbedingt, weil wir konkrete Vorstellungen davon haben, was nach ihm kommt, sondern weil er sich anfühlt wie das Ende von allem, was wir kennen. Ende von Beziehungen. Ende von Identität. Ende von Kontrolle. Und ganz ehrlich: Unser Kopf mag keine Enden, bei denen er nicht weiß, wie es weitergeht.
Ängstliche Gedanken kommen oft abends
Vielleicht kennst Du diese Gedanken. Sie kommen gern abends. Oder nachts. Oder genau dann, wenn eigentlich alles ruhig ist. Tagsüber ist man beschäftigt, funktioniert, erledigt Dinge, scrollt, arbeitet, lebt. Und dann, wenn es still wird, meldet sich diese leise Unruhe:
Was, wenn das alles irgendwann vorbei ist?
Wenn ich etwas verpasse?
Und was, wenn ich nicht genug gelebt habe?
Und während wir versuchen, diese Gedanken schnell wieder wegzuschieben, taucht manchmal eine andere Frage auf. Nicht laut. Eher vorsichtig. So eine Frage, die man nicht googelt und auch nicht beim Kaffee erzählt.
Was, wenn der Tod ganz anders ist, als ich mir das gerade vorstelle? Was, wenn er mir eigentlich etwas zeigen will?
Dieser Artikel ist keine Anleitung, wie man Todesangst „wegmacht“. Simsalabim – und weg is sie! Nein!
Er ist eine Einladung, anders hinzuschauen. Mit mehr Weite. Mit ein bisschen Humor. Und mit der Erlaubnis, menschlich zu sein. Denn vielleicht ist die Angst vor dem Tod weniger ein Problem, das gelöst werden muss, und mehr ein Hinweis darauf, dass etwas im Leben gesehen werden will.
Erich Kästner hat einmal geschrieben:
Und je länger ich darüber nachdenke, desto wahrer wird dieser Satz.
Wenn wir ehrlich sind, kämpfen wir oft weniger mit dem Tod selbst als mit dem Gefühl von Kontrollverlust. Der Tod ist nicht planbar. Nicht terminierbar. Nicht absicherbar. Und genau das macht ihn für unser Sicherheitsbedürfnis so unerquicklich.
Wir können Versicherungen abschließen, To-do-Listen führen, Kalender füllen und Pläne machen, aber der Tod hält sich nicht an unsere Struktur.
Viele Menschen versuchen deshalb, das Thema möglichst weit wegzuschieben. Man beschäftigt sich lieber mit „wichtigen“ Dingen. Mit dem nächsten Projekt. Dem nächsten Urlaub. Dem nächsten Ziel.
Und irgendwann merkt man, dass genau dieses Wegschieben die Angst größer macht. Wie ein Hintergrundrauschen, das nie ganz verschwindet.
Akzeptanz heißt, aufzuhören, so zu tun, als gäbe es den Tod nicht
Akzeptanz ist hier kein großes spirituelles Wort, sondern etwas sehr Bodenständiges. Akzeptanz heißt nicht, den Tod toll zu finden. Akzeptanz heißt, aufzuhören, so zu tun, als gäbe es ihn nicht. Es ist ein bisschen so wie mit schlechtem Wetter. Wenn ich mich den ganzen Tag darüber aufrege, dass es regnet, werde ich nass und schlecht gelaunt. Wenn ich akzeptiere, dass es regnet, ziehe ich mir eine Jacke an und gehe trotzdem raus.
Viele Menschen berichten, dass allein der Gedanke „Ja, ich werde sterben“ zunächst Angst macht, dann aber etwas Überraschendes auslöst. Nämlich Ruhe. Nicht sofort. Nicht dramatisch. Aber schleichend. Weil man aufhört, innerlich gegen etwas zu kämpfen, das ohnehin Teil des Lebens ist.
Spannend wird es, wenn wir einen Schritt weitergehen und uns fragen, was diese Endlichkeit eigentlich mit unserem Alltag macht. Oft merken wir dann: Die Angst vor dem Tod ist eng verbunden mit der Angst, nicht richtig zu leben. Nicht klar zu sein. Nicht mutig zu sein. Sich zu verbiegen. Dinge aufzuschieben, von denen man insgeheim weiß, dass sie wichtig wären.
Ganz alltägliche Beispiele
Der Job, der schon lange nicht mehr passt, aber „man kann ja nicht einfach“. Die Beziehung, in der man sich selbst verloren hat. Die Gespräche, die man nie führt, weil man keinen Streit will. Die Träume, die man irgendwann auf „später“ verschoben hat, ohne zu merken, dass später kein fester Termin ist.
Wenn wir uns unserer Endlichkeit bewusst werden, bekommen diese Dinge plötzlich Gewicht. Und zwar nicht im Sinne von Druck, sondern im Sinne von Klarheit. Viele Menschen berichten, dass sie im Angesicht der eigenen Vergänglichkeit ehrlicher werden. Mit sich selbst. Mit anderen. Mit dem, was ihnen wirklich wichtig ist.
Das heißt nicht, dass man plötzlich alles hinschmeißt und mit einem Rucksack nach Indien reist. Für manche mag das stimmen, für die meisten nicht. Oft sind es die kleinen Verschiebungen, die den Unterschied machen.
Zum Beispiel:
öfter Nein sagen, ohne sich zu rechtfertigen
Zeit mit Menschen verbringen, bei denen man nicht funktionieren muss
Dinge tun, die keine Produktivität haben, aber Freude machen
aufhören, sich ständig selbst zu optimieren, als wäre man ein Projekt
Todesangst fühlt sich oft einsam an
Ja tatsächlich. Wenn man Angst vor dem Tod hat, dann traut man sich kaum, drüber zu reden. Das kann dann innerlich ganz schön einsam machen. Man glaubt, man sei komisch, sensibel oder „zu viel“.
Dabei ist diese Angst zutiefst menschlich. Der Austausch mit anderen kann unglaublich entlastend sein. Zu merken, dass auch andere nachts wachliegen. Dass auch andere diese Fragen haben. Dass man nicht repariert werden muss.
Gemeinschaft bedeutet nicht, Lösungen zu bekommen. Gemeinschaft bedeutet, nicht allein zu sein mit dem, was schwer ist. Und manchmal reicht genau das schon, um innerlich wieder Boden unter den Füßen zu bekommen.
Hoffnung spielt dabei eine besondere Rolle. Nicht als billige Vertröstung nach dem Motto „Wird schon alles gut“. Sondern als innere Haltung. Hoffnung heißt: Ich muss nicht alles wissen. Ich darf vertrauen, dass das Leben größer ist als meine Angst. Für manche entsteht diese Hoffnung aus spirituellen Überzeugungen, für andere aus Erfahrungen, aus Begegnungen, aus Momenten tiefer Verbundenheit.
Menschen mit einer Nahtoderfahrung haben eine andere Sicht auf den Tod und damit das Leben bekommen
Und dann gibt es Menschen, die durch Nahtoderfahrungen oder Berichte darüber eine neue Sicht auf den Tod bekommen. Nicht als Beweis, sondern als Möglichkeit. Als Perspektive. Viele dieser Berichte erzählen von Frieden, von Weite, von Verbundenheit. Und selbst wenn man skeptisch bleibt, können sie etwas bewirken: Sie lockern die starre Vorstellung, dass mit dem Tod alles einfach aufhört.
Am Ende geht es vielleicht gar nicht darum, den Tod zu verstehen. Vielleicht geht es darum, das Leben nicht länger aufzuschieben. Die Angst vor dem Tod kann uns daran erinnern, dass dieses Leben jetzt stattfindet. Nicht später. Nicht nach dem nächsten Projekt. Nicht nach der nächsten Krise.
Sie kann uns lehren, mutiger zu sein. Sanfter mit uns selbst. Und ehrlicher darüber, was wir brauchen und was nicht mehr.
Und wenn Du Dir aus diesem Text nur eine Sache mitnimmst, dann vielleicht diese: Du musst Deine Angst vor dem Tod nicht loswerden, um gut zu leben. Es reicht oft schon, ihr zuzuhören. Denn manchmal zeigt sie Dir nicht das Ende, sondern den Weg zurück ins Leben.
Jeder kennt das Gefühl von Angst und diese heimliche Beklommenheit, die sich im ganzen Körper ausbreitet, wenn wir an bestimmte angstauslösende Dinge, Situationen oder z. B.: an den eigenen Tod denken. Der Gedanke an den Tod kann überwältigend sein, und es ist völlig natürlich, dass wir eine gewisse Furcht davor empfinden. Doch was, wenn ich Dir sage, dass es Wege gibt, die Angst vor dem Tod nicht nur mildern, sondern ihr auch mit einer neuen Perspektive zu begegnen?
In diesem Beitrag möchte ich Dir liebevoll und einfühlsam aufzeigen, wie Du Deine Sichtweise auf das Lebensende sanft verändern und somit die Angst vor dem Tod reduzieren kannst. Gemeinsam werden wir uns auf eine Reise begeben, die uns erlaubt, unsere tiefsten Ängste zu erkunden und Schritt für Schritt in ein Gefühl des Friedens und der Akzeptanz zu verwandeln.
Was ist eigentlich Angst?
Das Wort Angst (griech.: agchein: lat: angere) bedeutet soviel wie „Enge“, „würgen“ oder „die Kehle zuschnüren“. Etwas scheint uns zu erdrücken. Wohingegen sich das Wort „Furcht“ auf ein konkretes Ereignis bezieht, ist die Angst eher diffus und daher „unkonkret“.
Das Gefühl der Angst zeigt sich im Körper
durch beschleunigten Herzschlag,
vermehrte Schweißabsonderung,
schnellerem oder gestocktem Atemfluss
erweiterte Pupillen
die Sinne sind geschärft
Unser Körper stellt sich auf Kampf, Flucht oder Totstellen ein.
Doch die Angst ist nützlich, denn sie warnt uns vor möglichen Risiken oder initiiert schon mal Handlungsalternativen für die Zukunft. Ohne Angst hätte die Menschheit evolutionsbiologisch nicht überlebt.
Woher kommt die Angst vor dem Tod?
Es gibt viele Gründe, warum Menschen Angst vor dem Tod haben und eines ist wichtig zu wissen: Jeder hat in seinem Leben schon einmal Angst vor dem Tod gehabt!
Die Angst vor dem Tod resultiert oft aus der Angst vor dem Fremden, dem Unbekannten. Und sie ist ja nicht unbegründet, denn wir wissen alle, dass wir sterben werden.
Da beißt die Maus keinen Faden ab! Letzten Endes wissen wir nicht wirklich, was uns auf der „anderen Seite“ erwartet oder wie unser Übergang sein wird oder ob danach noch was kommt. Daher liegt es in der Natur des Menschen, dass wir uns vor dem Fürchten, was wir nicht kennen.
Wenn die Angst vor dem Tod jedoch krankhafte Züge annimmt, spricht man von Thanatophobie (Thanatos = Tod; Phobie = Angst, Furcht). Das ist eine gesteigerte Angst und Beklemmung vor dem Tod im allgemeinen oder dem Sterben.
Die Thanatophobie ist eine Form der Angststörung und deren Behandlung gehört in professionelle Hände. Kurz gesagt: Jemand, der unter Thanatophobie leidet, stirbt bereits zu Lebzeiten – psychisch und sozial, denn er kann das Leben nicht mehr genießen und die Lebensfreude kommt abhanden.
6 mögliche Gründe, warum Menschen den Tod fürchten
Angst vor dem Unbekannten
Angst vor der Auslöschung der Person, also Angst vor der Nicht-Existenz.
Sorge um die Hinterbliebenen, gerade wenn es sich zum Beispiel um kleine Kinder oder um schutzbedürftige Angehörige handelt.
Angst vor einem strafenden Gott oder vor einem Urteil über die „Lebensführung“.
Angst vor Krankheit und Siechtum oder dass man vor dem Tod Schmerzen erleiden muss.
…
Welche „Strategien“ nicht wirklich funktionieren
Es hilft wenig, den Tod zu „verklären“ oder zu romantisieren, noch ist es hilfreich, den Tod zu negieren. Der Tod ist eine Tatsache, an der keiner vorbeikommt.
Die folgenden „Strategien“ sind zwar durchaus verständlich, tragen jedoch nicht wirklich dazu bei, Ängste in Bezug auf Sterben und Tod zu reduzieren:
das Thema wird totgeschwiegen – man redet nicht darüber
der Tod wird romantisiert oder verklärt
der Tod wird negiert
das wirkliche „Leben“ wird auf „später“ verschoben (also auf das Jenseits)
starke Wissenschaftsgläubigkeit: der Tod ist das Ende!
starke Religiosität: der Tod ist der Eintritt ins Paradies!
Selbst religiöse Menschen können zu Lebzeiten Angst vor dem Sterben und dem Tod entwickeln, wenn sie es bislang vermieden haben, sich mit dem Tod bewusst auseinanderzusetzen. Denn vor diesem kleinen Zweifel, was wann und wie kommen wird, ist keiner gefeit.
Was daher am ehesten Erfolg verspricht, ist eine bewusste, rationale und auch emotionale Auseinandersetzung mit der Tatsache der Endlichkeit:
offen, mitfühlend und neugierig.
So gelingt es Dir Schritt für Schritt, Deine Angst vor dem Tod zu reduzieren.
Was Du konkret tun kannst, um Deine Angst vor dem Tod zu reduzieren
Wir müssen akzeptieren, dass der Tod zum Leben dazugehört, sozusagen ein elementarer Bestandteil des Lebens selbst ist.
Viele Millionen Menschen vor uns haben es bereits geschafft! Das sollte Mut machen!
Dem Tod ins Angesicht schauen: Wenn wir den Tod allerdings verdrängen und ihn aus unserem Leben ausklammern, dann kommt er irgendwann – über kurz oder lang – mit Gepolter durch die Hintertür wieder herein.
Wir können ihm nicht entkommen und daher ist es mehr als vernünftig, sich schon zu Lebzeiten mit dem Unvermeidlichen zu beschäftigen. Sich ganz bewusst mit seiner Angst auseinanderzusetzen.
Und jeder auf seine Art. Manche gehen auf den Friedhof, andere sprechen mit Sterbenden und wieder andere meditieren über den Tod.
Was auch immer für Dich geeignet ist: TU es!
Denn eine Tatsache bleibt bestehen: Du wirst sterben! Das ist todsicher!
Doch wir dürfen unserer Angst mit Mitgefühl begegnen.
Erfolgsbeispiele aus der Praxis
Eine meiner Klientinnen, Claudia S. (Name geändert) hatte zeit ihres Lebens Angst:
Angst vor Krankheit,
Angst vor Siechtum und
Angst vor dem Tod.
Doch sie wollte sich ihrer Angst stellen und war bereit, sich mit ihrer Angst auseinanderzusetzen.
Nach vielen Gesprächen über ihre Ängste, dem Erlernen von Entspannungstechniken und dem „Sich-Stellen“ der eigenen Vergänglichkeit absolvierte sie erfolgreich einen Hospizbegleiterkurs. So konnte sie ihre Angst vor dem Tod reduzieren, sodass sie später sogar ihre Mutter beim Sterben auf mitfühlende Art und ohne Angst begleiten durfte.
Sie sagte später lächelnd:
„Das soll jetzt nicht morbide oder abgefahren klingen, aber das Begleiten meiner Mutter in den Tod war für mich das Schönste und Berührendste, was ich jemals erlebt habe und ich bin dankbar für jeden Augenblick des Dabeiseins!“
Eine andere Klientin – Andrea W. (Name geändert) hatte Angst vor dem Verlust der Eltern
Sie entwickelte zunehmend eine Depression, weil ihr mittlerweile ihre destruktiven Gedanken enormen Stress verursachten.
Als sie sich mit ihrer Gedankenwelt, ihren Überzeugungen und Grundannahmen über das Leben und den Tod beschäftigte, erhielt sie die Kontrolle über ihr Leben zurück.
Später sagte sie:
„Ich war gefangen in mir selbst. Heute lass ich mich nicht mehr so leicht durch Dinge, die ich eh nicht ändern kann, aus der Fassung bringen! Das entspannt total!“
Also bleib entspannt und denk daran: Die Angst vor dem Tod ist immer auch die Angst vor dem Leben.
Hat der Tod tatsächlich keine Lobby? Nun ja … zumindest tun wir uns in unserem Kulturkreis noch immer etwas schwer mit dem Thema Tod.
Da gilt das Beschäftigen mit der Endlichkeit in gesunden Zeiten eher als morbide. Obwohl …
Tatort & der Tod
Es gibt ein paar Ausnahmen: z. B. den Tatort. Hier fasziniert uns der Tod am Sonntagabend und erschreckt uns gleichermaßen. Wir schalten ein! Und die Einschaltquoten beim Tatort am Sonntagabend sind nach wie vor hoch. Denn der Tatort oder auch Polizeiruf 110 ist ein Gemeinschaftserlebnis, welches Generationen verbindet.
Auch ich schaue das gerne. Aber warum ist das so? Was fasziniert uns an Krimis?
Der Tod fasziniert und erschreckt zugleich
Der Tod übt auf uns eine Faszination aus. Denn einerseits wissen wir immer noch nicht genau, was beim Tod eigentlich passiert und ab wann ein Mensch eigentlich tot ist und andererseits schwingt beim Tod auch die Angst mit: die Angst vor unserer eigenen Sterblichkeit.
Krimis decken also eine große Spannbreite von Emotionen ab.
Und sie befriedigen unser Bedürfnis nach Spannung, Abenteuer und Nervenkitzel.
Denn im Tatort & Co. gehts ja auch immer um „Gerechtigkeit“, ums Menschsein, um Verantwortung und oft genug um tiefstes Leid, um Verzweiflung, Schuld, Kummer und einen Blick in die tiefsten menschlichen Abgründe.
Es geht um Angst und Liebe. Und es geht um den Tod … das Thema, welches wir nur von der sicheren Sofaecke aus betrachten wollen.
Sterben tun immer die anderen
Aber gut, da sterben ja auch immer nur die anderen. Wir selbst bleiben davon verschont. Bis jemand aus unserem Bekanntenkreis das Zeitliche segnet. Dann rückt der Tod nah an uns heran. So nah, dass uns etwas bewusst wird:
auch wir werden eines Tages sterben.
Zu der Angst gesellt sich noch die Trauer, der Schmerz über den Verlust. Wir haben einen wichtigen Menschen aus unserem Blickfeld verloren. Doch wo ist er hin? Novalis würde jetzt sagen, dass dieser Mensch einfach nur nach Hause gegangen ist. Dorthin wirst auch Du später gehen …
Das mag uns trösten, doch der Mensch fehlt trotzdem. Alles erinnert an ihn, gerade dann, wenn wir einen Haushalt mit diesem Menschen teilten oder einen Großteil unseres Lebens mit diesem Menschen an unserer Seite verbrachten.
Du wirst geliebt. Immer.
Heute wirst Du an Deinen besonderen Menschen denken. Und zwar an einen, der noch lebt.
Es ist kein besonderer Tag. Es ist nicht Weihnachten und nicht Volkstrauertag. Es ist ein normaler Tag!
Aber dieser Tag kann für Dich ein besonderer Tag werden, denn Du wirst Dich daran erinnern, wen Du liebst und wer Dich liebt. Und das wirst Du feiern!
Du wirst feiern, dass Du diesen Mensch kennst – mit all seinen Schrullen und Macken. Mit seinen Marotten, die Dich manchmal zur Weißglut treiben.
Du wirst feiern, dass Du geliebt wirst und liebst und dass daran auch der „Tod“ nichts ändern kann. Und damit bekommt der Tod eine Lobby. Deine!
Und vielleicht … ja vielleicht ist das ja alles ganz anders … mit dem Tod!
Alles Liebe für Dich!
Und viel Spaß beim Tatort … aber denk dran … das alles passiert nicht wirklich.;)
Deine
Jeanette
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Sicherlich hast Du schon einmal davon gehört, dass manche Menschen bei einer Nahtoderfahrung eine sog. „Lebensrückschau“ oder einen „Lebensrückblick“ erleben.
Aber was ist das genau und welche Erkenntnisse können wir aus dieser Rückschau für unser eigenes Leben gewinnen?
Zugehörige Podcastfolge
Was ist die Lebensrückschau?
In der Lebensrückschau durchlebt der Mensch noch einmal sämtliche Gedanken, Gefühle und Erinnerungen, welche er in seinem jetzigen Leben hatte: von der Geburt bis zum Moment seines Ausstiegs aus dem Körper.
Aber das ist kein passives Betrachten eines Films, als würde man in einem Kino sitzen, sondern der Betroffene durchlebt viele Begegnungen und Ereignisse seines bisherigen Lebens erneut.
Das mag für uns kaum vorstellbar sein, da wir normalerweise alle Ereignisse linear betrachten, also in einer zeitlichen Abfolge.
Doch in dieser anderen „Dimension“ gibt es weder Zeit noch Raum. Es geschieht alles jetzt!
Während der Mensch sein Leben noch einmal Revue passieren lässt, wird er dabei von einer Art „Lichtwesen“ oder „Präsenz“ liebevoll begleitet und angeleitet.
Manche Menschen beschreiben diese Rückschau als eine Art „Panoramablick“ auf alle Ereignisse, die in irgendeiner Form bedeutsam gewesen waren. Als hätten sie einen „360-Grad-Rundum-Blick“. Es ist eine Art „holografischer Schau“.
Dabei können sie sogar einzelne Szenen herauspicken oder in bestimmte Szenen hinein zoomen, um diese noch einmal genauer zu betrachten.
Und alles würde zeitgleich stattfinden, so als wäre Vergangenheit, Gegenwart und sogar die Zukunft in einem einzigen Moment erlebbar.
Tatsächlich erleben und erfahren die Menschen jeden einzelnen Moment ihres Daseins auf Erden noch einmal selbst. Sie fühlen, was sie gefühlt haben und denken, was sie in dem Moment des Ereignisses gedacht haben.
Dabei wird ihnen oft bewusst, dass sie an bestimmten Stellen ihres Lebens nicht gerade liebevoll gehandelt oder aus irgendeinem Grund ihre Liebe zurückgehalten haben.
Kein Urteil – keine Verurteilung
Doch gibt es niemanden, der sie dafür verurteilt oder bestraft. In der Lebensrückschau bewertest Du Dein Leben selbst und Deine geistigen Begleiter helfen Dir dabei, das Gesehene, Gefühlte und erneut Durchdachte in Liebe zu betrachten.
Allmählich wird dem Mensch klar, dass alles in seinem Leben eine Bedeutung hatte, und zwar wirklich ALLES.
Jedes verletzende Wort, jede hasserfüllte Äußerung, sogar jeder missbilligende Gedanke wird gespeichert und kann erneut abgerufen werden.
Aber auch jede liebevolle Geste, jedes selbstlose Dienen oder jede Nettigkeit bleibt erhalten.
Und hierbei sind es eher die scheinbaren Kleinigkeiten, die bedeutsam sind und nicht so sehr die großen „Dinge“.
„Ganz egal, was ich einer Person antat – ganz egal, welche Art von Handlung das sein mochte, ob gut oder schlecht –, diese Handlung nicht nur auf mich zurückwirkte, sondern auch auf andere in meinem Umfeld. Ich wusste, dass jede Handlung, jede Aktion ihre eigene Reaktion war. Was wir für oder gegen einen anderen tun, wir tun es immer uns selbst. Ich verstand voll und ganz, was Jesus meinte, als er sagte: »Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.«
Du fühlst, was andere fühlten
Du kannst Dir vielleicht vorstellen, dass es schon sehr heftig sein kann, wenn Du plötzlich nicht nur Deine eigenen Gefühle in einer Situation noch einmal ganz bewusst wahrnehmen kannst, sondern auch die der anderen Person.
Wenn Du zum Beispiel als Kind einem anderen Kind auf dem Spielplatz das Förmchen weggenommen hast, erlebst Du jetzt, wie sich das für das andere Kind angefühlt hat.
Und da wir ja pausenlos in unserem Erwachsenenleben anderen Menschen im übertragenen Sinne ihre „Förmchen“ wegnehmen oder sie in Gedanken verurteilen, bewerten und in kleine Häppchen zerschnippeln, kann es schon echt heftig sein, in der Lebensrückschau auch die andere Seite kennenzulernen.
Das gibt es also eine ultimative Ausbalancierung. Wir würden hier von dem Wort Gerechtigkeit sprechen, aber in himmlischen Gefilden scheint es wohl nur um ein Bewusstwerden zu gehen.
Die Auswirkungen einer Lebensrückschau
Wenn der Mensch wieder in seinem Körper landet, oftmals ohne vorherige Ankündigung und meistens recht unsanft, dann verändert sich für diese das eigene Leben radikal.
Das Erlebte muss aber jetzt erst einmal verdaut werden.
Stell Dir das mal vor: Du hast gerade die wunderschönste Erfahrung Deines Lebens gemacht und möchtest diese Erfahrung natürlich mit jemandem teilen und darüber sprechen, merkst aber ziemlich schnell, dass Du dafür nicht die „richtigen“ Worte findest oder Dir eh kaum einer wirklich zuhört …
Wie schlimm ist das denn!
Die meisten hören nach einigen Kommunikationsversuchen auf, darüber zu sprechen.
Dazu kommt, dass sie eigentlich gar nicht mehr hier sein wollen und empfinden es als absolute Zumutung wieder hier auf der Erde in diesem „engen“ Körper zu sein.
Gerade warst Du noch Licht und Liebe und Weite und jetzt spürst Du nur mehr Enge, Schmerzen und Frust. Nicht gerade sehr prickelnd.
Kein Wunder, dass sehr viele zunächst in eine absolute depressive Phase abrutschen oder in Wut und Trostlosigkeit versinken. Sie kommen sich vor, als wären sie aus dem Himmel „gekickt“ worden.
Erst nach und nach lernen sie, das Erlebte in ihr Leben zu integrieren und für die Erfahrungen dankbar zu sein.
Das Erlebte integrieren
Doch wenn das Erlebte in das alltägliche Sein integriert werden konnte, ändert sich für den Menschen alles.
Er lernt sein Leben wirklich zu leben und traut sich mehr, sein Sosein der Welt zu zeigen, mit all seinen Gaben, Talenten und seinem Potenzial. Er weiß mehr und mehr, warum er hier ist und warum es gut ist, dass er überhaupt noch hier ist.
Menschen mit einer Nahtoderfahrung, die auch eine Lebensrückschau hatten, berichten u. a. über folgende Veränderungen in ihrem Leben:
Die Angst vor dem Sterben und dem Tod wird weniger oder löst sich ganz auf.
Auch die Angst vor dem Leben oder davor, sich zu zeigen, schwindet.
Die Bedeutung von Mitgefühl und Liebe steht über dem Besitz von materiellen Gütern oder Geld.
Die Selbstakzeptanz erhöht sich und das eigene Verhalten wird liebevoller betrachtet.
Die Fähigkeit zu Toleranz und Akzeptanz erhöht sich um ein Vielfaches.
Die Verbundenheit mit allem Lebendigen steigt.
Der Glaube an die Sinnhaftigkeit von allem Erlebten wandelt sich in Gewissheit.
Alles zählt, wirklich alles.
…
Ein Geschenk für uns
Du musst selbst keine Nahtoderfahrung erlebt haben, um von den Erfahrungen dieser Menschen zu profitieren.
Neuesten Studien zufolge reicht es schon aus, wenn wir uns mit diesen beschäftigen und neugierig und mutig dieses Erfahrungswissen versuchen in unserem eigenen Leben anzuwenden.
Und seien wir mal ehrlich: Wir haben es doch schon immer gewusst!
Alle Lehren und Schulen haben es gesagt: Das einzige, was letzten Endes wirklich zählt, ist die Liebe und wie liebevoll wir in unserem Leben mit Situationen oder Ereignissen umgehen konnten.
Wir sind hier auf dieser Erde, um menschliche Erfahrungen zu machen. Unser Geist möchte sich weiter entwickeln und sich in die Ganzheit – also in Deine Seele – hineinentwickeln.
Daher geht es immer wieder darum, zu werden, wer wir in Wahrheit sein wollen und bereits schon sind: Liebe!
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