Umgang mit dem eigenen Tod Archive - Jeanette Richter
21 Fragen zum Umgang mit dem eigenen Tod

21 Fragen zum Umgang mit dem eigenen Tod

Viele schockt der Gedanke an das eigene Ende und daher wird der Umgang mit dem eigenen Tod oft tabuisiert.

Das erscheint zunächst völlig logisch und menschlich, schließlich weiß keiner so genau, wie das am Ende nun wirklich abläuft.

Und das soll ja auch bei jedem anders sein. Schließlich sind wir ja alle verschieden. Oder doch nicht?

 Aber lies selbst …;)!

Ich schreibe den SelfCare-Letter ja immer am Abend vorher und das “System” verschickt ihn dann so gegen 4 Uhr am Sonntagmorgen. Also ist es bei mir gerade Samstag, 06.02.2021 um 16:41 Uhr.

Und ich warte auf den Schnee. …

Doch noch tut sich nix!

Aber wenn er kommt, dann bin ich gerüstet …

Vorbereitung ist alles;)

Gerade habe ich den Gasofen mit einer neuen Gasflasche befüllt und dieser wärmt in seiner Testphase so vor sich hin. Check!

Sollte also mal wieder der Strom ausfallen, bin ich vorbereitet.
Denn meine Heizungen laufen allesamt nur über Strom.

Eigentlich braucht fast alles Strom:

  • Pelletofen braucht Strom.
  • Heizstrahler brauchen Strom.
  • Achja … und der Wasserkocher braucht auch Strom.
  • Duschen geht auch nur mit Strom, außer ich will kalt duschen, brrrr.

Also habe ich mich vorbereitet:

  • Wärmflaschen befüllt,
  • Thermosflaschen mit heißem Wasser befüllt,
  • geduscht (man weiß ja nie),
  • Vogelfutterstation befüllt,
  • Kerzen aufgefüllt,
  • Akkus vollgeladen,
  • iPads geladen,
  • Gasofen betankt,
  • Kühlschrank voll … Check!

Und weiter ging’s …:

  • Testament geschrieben,
  • Bankdaten an sicherem Ort deponiert,
  • Zugangsdaten hinterlegt,
  • Patientenverfügung aktualisiert,
  • gebetet, meditiert, Geistführer(in) kontaktiert,
  • Organspendeausweis kopiert,
  • Beeerdigungswunschliste überarbeitet … check!

Waaaaaas? Du denkst ich spinne? Dass das doch nun ein bisschen zu weit geht?

Ja! … Stimmt!

Du hast recht. Die Beerdigungswunschliste muss ich noch überarbeiten. 😉

Ok Scherz. Aber mal Hand auf’s Herz!

Umgang mit dem eigenen Tod

Wir bereiten uns auf so Vieles im Leben vor … auf den Umzug, die neue Arbeitsstelle, die neue Beziehung, die Neugestaltung des Gartens im Frühjahr, das Entrümpeln des Hauses oder der Wohnung, den Frühjahrsputz … und irgendwann auch wieder auf den nächsten Urlaub, die Spritztour zu Freunden etc.

Nur das eigene Ableben und das, was danach bzw. DAVOR kommt, überlassen wir zumeist den anderen. Darauf wollen wir uns nicht vorbereiten. Das verschieben wir lieber auf später. Wenn überhaupt …

Doch Du kannst Dich ja schneller auf der anderen Seite befinden, als Du gedacht hast. Wenn Du dran bist, geht das ruckzuck oder auch gar nicht ruckzuck.

Aber vielleicht kannst Du dann nicht mehr das sagen, was Du immer schon mal sagen wolltest oder noch klären wolltest. Dann ist es zu spät. Schade!

Ok, Du wirst zwar ziemlich schnell entdecken, dass das mit dem Tod doch nicht so ganz dem entsprach, was Du hier auf der Erde gelernt hast, aber mit der Kommunikation zu Deinen Liebsten hapert’s dann.

Vielleicht glaubst Du nicht an SOWAS, wie ein Leben danach. Das ist ok.

Doch Irgendwann ist Schicht im Schacht

Und dennoch ist es eine Tatsache, dass wir irgendwann alle diesen Körper verlassen dürfen oder müssen.

Die einen früher, die anderen später … aber sicherlich irgendwann.

Und auch wenn das erschreckt und Du Bammel davor hast oder Dir das den Angstschweiß auf die Stirn treibt und die Schweißdrüsen unter Deinen Achseln so richtig in Fahrt bringt … es nutzt ja nix!

Daher: Wie könntest Du dafür sorgen, dass Du die anderen mit Deinem Ableben nicht noch zusätzlich beschwerst?

Ihre Trauer wird ja eh schon ziemlich heftig sein. Du wirst betrauert werden. Keine Sorge. Aber warum sie mit etwas beschweren, was Du ihnen schon vorab ein bisschen abnehmen könntest, damit sie sich nicht auch noch darum kümmern müssen?

Also mach’ den Check. 

Checkliste: 21 Fragen, bevor der Tod anklopft

  1. Vielleicht wissen Deine Angehörigen ja gar nicht, was Du Dir für Deine eigene Beerdigung wünschst? Friedwald, Urne, “normal” oder Seebestattung? Und wo Du beerdigt werden willst?
  2. Welche Musik soll gespielt werden? Heavy Metal oder doch lieber Schlager?
  3. Soll jemand was über Dich erzählen? Und was sollen sie denn über Dich sagen?
  4. Wenn Du Deine eigene Grabrede schreiben würdest, wie würde diese denn aussehen?
  5. Was soll auf Deinem Grabstein stehen und wie soll er aussehen?
  6. Vielleicht willst Du aber auch ohne großes Gedöns und ohne große Feier oder Abschiedsparty gehen. Dann schreib das auf!
  7. Wer soll den PC kriegen und wer das Haus? Wer die Porzellansammlung und wer die Briefmarken?
  8. Hast Du eine Patientenverfügung?
  9. Oder ein Testament geschrieben?
  10. Willst Du Organe spenden oder lieber behalten?
  11. Was willst Du unbedingt noch sagen und zu wem?
  12. Mit wem willst Du baldmöglichst sprechen? Vielleicht magst Du auch einen Brief schreiben und schon mal DANKE sagen … nur für den Fall der Fälle
  13. Was schiebst Du schon seit Jahren vor Dir her?
  14. Ist da noch ein altes AUA, dass Du bestimmt nicht mit ins Grab nehmen möchtest? Dann red’ drüber. Das erleichtert.
  15. Was wolltest Du schon immer mal tun?
  16. Welchen Traum wolltest Du Dir schon seit langem erfüllen?
  17. Wo befinden sich Deine Zugangsdaten für die Bankkonten?
  18. Und die Passwörter für Instagram, Facebook und Co?
  19. Hat Dein PC oder Dein Laptop ein Passwort? Wo steht das?
  20. Hast Du ein Konto für die Kosten der Beerdigung? Oder willst mal damit anfangen. Kleinvieh macht ja auch Mist.
  21. Was passiert mit all’ Deiner Knete?

Puuuh, ganz schön viel zu tun!

Du kannst doch das Alles so nach und nach bei einem Menschen Deines Vertrauens deponieren … nur für den Fall der Fälle. Und es ist ja nix in Stein gemeißelt und kann immer wieder geändert werden;)

Nur so als Idee … is ja kein Muss;)

Natürlich kann man sich nicht auf alles vorbereiten, dass würde ja am eigentlichen Menschsein und den Wechselfällen des Lebens vorbei gehen, aber ein bisschen Vor-BEREIT-ung kann ja nicht schaden.

 

 

Den Tod nicht tabuisieren

Außerdem beschäftigst Du Dich mit der Tatsache Deiner Endlichkeit und schulst Dich schon mal ein bisschen im Umgang mit dem eigenen Tod und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem es Dir noch ganz gut geht.

Wenn Du Dich vielleicht noch etwas intensiver mit der Thematik auseinandersetzen möchtest, dann lies Dir diesen Artikel durch. Hier geht’s um die Frage, ob sich die Angst vor dem Tod reduzieren lässt!

Auch hier bewegt CORONA was!
Sie drückt nämlich direkt auf die offenen Wunde der eigenen Sterblichkeit und die der anderen und schießt aus dem oftmals Verdrängten mit Karacho ins Bewusstsein.

Check!

Übrigens: … hier tut sich immer noch nix. Keine Flocke. Jetzt ist es 17:37 Uhr.

Ich wünsche Dir erstmal einen voll-bewussten, intensiven, glücklichen, innigen und freudvollen Sonntag … oder was Du Dir gerade für Dich am allermeisten wünschst.

Enjoy your life!

Du lebst.
Du bist wundervoll.

Deine

Jeanette

(Anmerkung: Am 07.02.2021 hat es dann doch noch ordentlich geschneit und das schöne Emsland wurde auch mal wieder weiß;)

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