von JR | 28/09/2025 | Psychologie trifft SpiritualitÀt |
Viele Menschen sagen im Alltag: âMeine Seele ist verletztâ oder âMeine Seele ist krankâ. Doch wenn wir genauer hinschauen, merken wir: Stimmt das ĂŒberhaupt? Oder sprechen wir da von etwas ganz anderem â vielleicht unserer Psyche, unserem kleinen Ich oder unserem verletzten Herzen?
Was sagt âEin Kurs in Wundernâ dazu?
Im âKursâ wird deutlich: Dein wahres Selbst kann nicht krank sein. Krankheit ist nie eine Eigenschaft der Seele, sondern eine Entscheidung des Geistes, der an Trennung glaubt. Krankheit ist, so heiĂt es, âein Ruf nach Heilung auf der Ebene des Geistesâ. Das bedeutet: Wir haben vergessen, wer wir wirklich sind â vollkommen, heil, verbunden â und diese Vergesslichkeit spiegelt sich in Körper und Psyche wider.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Wenn Du stĂ€ndig denkst âIch muss perfekt funktionieren, sonst bin ich nichts wertâ, erzeugt dieser Gedanke Stress, vielleicht sogar körperliche Symptome. Doch der Gedanke betrifft nur Dein Ego-Selbstbild, nicht Dein wahres Wesen. Dein innerster Kern bleibt davon unberĂŒhrt.
Der Heilige Geist oder das Höhere Selbst wird im Kurs als liebevolle BrĂŒcke beschrieben, die uns sanft an die Wahrheit erinnert: Du bist heil. Du bist unberĂŒhrt. Du bist Liebe.
Spirituelle Traditionen: Das Licht hinter den Wolken
Auch andere Wege erzĂ€hlen das Gleiche mit eigenen Worten. Der Buddhismus spricht von der Buddha-Natur â der unverĂ€nderlichen Essenz, die frei von Leid ist. Im Christentum finden wir die Vorstellung des Christus-Bewusstseins, das in jedem Menschen wohnt und immer rein bleibt. Mystische Wege vergleichen die Seele oft mit einer Sonne hinter den Wolken: Die Wolken (Angst, Schmerz, Schuld) können die Strahlen verschleiern, aber niemals zerstören.
Vielleicht kennst Du das aus dem Alltag: Du gehst durch eine Phase, in der scheinbar alles schief lĂ€uft. Du fĂŒhlst Dich niedergeschlagen und denkst: âMeine Seele ist am Boden.â Dann erlebst Du plötzlich einen stillen Moment â beim Spaziergang, beim Hören von Musik oder im Blick eines Menschen, der Dich versteht. FĂŒr einen Augenblick lichtet sich der Vorhang, und Du spĂŒrst: Unter all dem Schmerz ist etwas in Dir, das ruhig, heil und unverĂ€ndert bleibt.
Was bedeutet âEssenzâ?
Wenn wir von Essenz sprechen, meinen wir genau diesen unverÀnderlichen Kern in uns. Essenz ist das, was bleibt, wenn wir alle Rollen, Masken und Gedanken einmal beiseitelassen. Manche nennen es das wahre Selbst, andere die Seele, wieder andere die göttliche Funke oder das höhere Bewusstsein.
Ein Bild dazu: Stell Dir ein Glas Wasser vor, in dem Sand aufgewirbelt ist. Solange das Wasser trĂŒb ist, siehst Du nicht hindurch. Doch wenn der Sand sich setzt, erkennst Du die Klarheit, die immer da war. So ist es auch mit unserer Essenz: Sie ist unverĂ€ndert da, auch wenn unsere Gedanken und GefĂŒhle sie manchmal verdecken.
Nahtoderfahrungen: Erinnerung an die Unversehrtheit
Menschen mit Nahtoderfahrungen berichten fast einstimmig: âIch habe mich vollkommen, heil und unendlich geliebt gefĂŒhlt.â Niemand erzĂ€hlt, dass ihre Seele dort âkrankâ gewesen wĂ€re. Im Gegenteil: Viele beschreiben es als ein Wiedererkennen dessen, wer sie in Wahrheit sind â frei, lichtvoll und ganz.
Diese Erfahrungen zeigen uns: Krankheit betrifft unsere Form-Ebene (Körper, Gedanken, Emotionen), nicht aber unsere Essenz.
Seelische Resilienz: Sinn, Bedeutung, Verbundenheit
In der Resilienzforschung gibt es den Begriff der seelischen Resilienz. Gemeint ist nicht, dass die Seele trainiert werden muss, sondern dass wir unser Leben in einen gröĂeren Zusammenhang stellen können. Menschen, die Sinn, Vision und ein GefĂŒhl von Verbundenheit erleben, sind widerstandsfĂ€higer gegenĂŒber Krisen.
Ein Beispiel: Zwei Menschen verlieren gleichzeitig ihre Arbeitsstelle. Der eine zerbricht fast daran und denkt: âIch bin wertlos, ohne Arbeit bin ich nichts.â Der andere sieht dieselbe Situation als Wendepunkt, um herauszufinden, was ihm wirklich wichtig ist. Der Unterschied liegt nicht in der Seele â die bleibt bei beiden heil â, sondern darin, ob sie sich mit einem gröĂeren Sinn verbinden können.
Fazit: Die Seele bleibt heil
Wenn wir also sagen âdie Seele ist krankâ, meinen wir meist: âmein Herz ist schwer, mein Geist ist verwirrt, mein Leben fĂŒhlt sich brĂŒchig an.â Doch die Seele selbst bleibt unversehrt. Sie ist unser innerstes Wesen, unser wahres Selbst, das sich nicht verĂ€ndern lĂ€sst â weder durch Krankheit, noch durch Angst, noch durch den Tod.
Die gute Nachricht: Wir können lernen, uns wieder an diese Wahrheit zu erinnern.
đž Reflexionsfragen fĂŒr Dich
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Wann habe ich das GefĂŒhl, meine Seele sei âkrankâ oder âverletztâ?
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Was unterscheidet dieses GefĂŒhl von dem, was ich in mir als unverĂ€nderlich, heil und stark wahrnehme?
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Wo in meinem Leben schenkt mir Sinn und Verbundenheit Halt, auch wenn es schwierig wird?
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Wie könnte ich heute ĂŒben, die Sonne hinter den Wolken wieder zu spĂŒren?
Alles Liebe – Deine Jeanette
von Jeanette Richter | 13/07/2025 | Psychologie trifft SpiritualitÀt |
Kennst Du das? Du liegst nachts wach, wĂ€hrend das Gedankenkarussell seine Runden dreht. Du spielst GesprĂ€che durch, ĂŒberlegst, was Du hĂ€ttest anders sagen können. Oder Du sorgst Dich um Dinge, die noch gar nicht passiert sind. Das GrĂŒbeln scheint eine seltsame Eigendynamik zu entwickeln â je mehr Du es stoppen willst, desto lauter wird es.
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GrĂŒbeln stoppen: Frieden ist der bessere Plan
Sicherlich kennst Du das auch: Dein Kopf rattert und rattert wie eine alte Waschmaschine im Schleudergang. Du bist eigentlich mĂŒde, möchtest abschalten, endlich schlafen. Aber da liegst Du â starrst an die Decke und denkst:
âHĂ€tte ich doch gestern nicht das gesagt ⊠oder im GesprĂ€ch mit meiner Kollegin anders reagiert ⊠Was, wenn ich es morgen wieder versemmel? Was wird nur aus dieser Welt? Ich hab so Angst âŠâ
Willkommen im GrĂŒbelkarussell. Einmal eingestiegen, dreht es sich unaufhörlich. Nur leider gibt es scheinbar keinen Ausgang.

Das Problem mit dem GrĂŒbeln
Ich stelle mir das immer so vor:
Das Problem, mit dem sich mein Verstand gerade beschĂ€ftigt, schicke ich in meiner Vorstellung in ein Labyrinth. Dumm nur, dass ich vorher alle AusgĂ€nge verbarrikadiert habe. Selbst wenn die Lösung schon gefunden ist â sie kommt nicht mehr raus. Mein Kopf ist einfach zu laut, zu voll, zu beschĂ€ftigt.
Und genau hier schleicht sich ein weiser Gedanke ein, der alles verÀndern kann:
âIch lege die Zukunft in Gottes Hand.â (Lektion 194 aus Ein Kurs in Wundern)
Gott hÀlt Deine Zukunft, ebenso wie er Deine Vergangenheit und Deine Gegenwart hÀlt. Von Dir wird nur eines verlangt: die Zukunft loszulassen und sie in Gottes Hand zu legen.
Klingt einfach, oder? Aber genau das ist es, was uns oft so schwerfĂ€llt. Wir wollen es selbst hinkriegen. Wir wollen die Lösung erarbeiten. Also nutzt der Verstand eine seiner LieblingsfĂ€higkeiten: das GrĂŒbeln.
Doch GrĂŒbeln ist keine Superkraft. Es ist eine Sackgasse.
Warum GrĂŒbeln nicht hilft
Dein Gehirn ist ein fantastisches Werkzeug. Es kann Lösungen finden, PlĂ€ne schmieden, Dich sicher ĂŒber die StraĂe fĂŒhren. Aber beim GrĂŒbeln ĂŒberschreitet es seine Kompetenzen.
Es versucht, Probleme zu lösen, die noch gar nicht existieren â oder die lĂ€ngst vorbei sind. GrĂŒbeln ist wie ein NavigationsgerĂ€t, das stĂ€ndig âNeuberechnungâŠâ ruft, weil es sich im Kreisverkehr verirrt hat.
Und wÀhrend Du kreiselst, passiert das hier:
â Frieden geht verloren.
â Dein Nervensystem steht unter Dauerstress.
â Dein Kopf fĂŒhlt sich schwer und schwirrend an.

Drei Schritte raus aus dem GrĂŒbelkarussell
1ïžâŁ Gib das Steuer ab
Stell Dir vor, wie Du all das, was Dich gerade stresst, in Gottes Hand legst. Oder in die Hand eines liebevollen Wesens, das fĂŒr Dich einsteht: Dein Engel, Dein höheres Selbst oder wie auch immer Du Dir das Göttliche vorstellst.
Sag leise:
âIch lege die Zukunft und alle Sorgen, die ich jetzt zu haben scheine, in Deine HĂ€nde. Ich vertraue.â
2ïžâŁ Komm in Bewegung
GrĂŒbeln funktioniert erstaunlich schlecht, wenn Du Dich bewegst. Steh auf, schĂŒttle Deine Arme aus, tanze durch die KĂŒche oder geh eine Runde spazieren. Dein Körper signalisiert Deinem Geist: âHier passiert etwas Neues. Es ist okay, die Gedanken loszulassen.â
3ïžâŁ Sprich mit Deinem höheren Selbst
Frag Dein inneres Wesen:
âWas wĂŒrde mein innerer Frieden jetzt tun?â
Und lausche der Antwort. Vielleicht hörst Du nur ein leises: âVertrau. Atme. Lass los.â â und das genĂŒgt.
Frieden ist der bessere Plan
GrĂŒbeln ist wie ein Hamsterrad: Du strampelst, aber kommst keinen Zentimeter voran. Frieden hingegen ist wie ein Fluss, der Dich trĂ€gt â ohne dass Du Dich abstrampeln musst.
Lockere heute den Griff. Ăffne Deine HandflĂ€chen und gib alles ab: die schönen Dinge und die schweren. Alles. Du musst es nicht alleine tragen.
Atme tief durch und sag:
âIch lege das jetzt in Gottes Hand.â
Und dann spĂŒr, wie das Karussell in Deinem Kopf langsamer wird ⊠bis es vielleicht ganz stehen bleibt.
Einladung
Möchtest Du mehr Inspiration? Dann folge mir auch auf meinem Telegram-Kanal, wo ich tĂ€glich die Lektionen aus Ein Kurs in Wundern teile â ganz pur, ohne Schnickschnack. Wie immer mit viel Humor und ganz nah dran an Deinem Leben.
Viel Freude beim Zuhören und alles Liebe. Deine Jeanette đž
đ Dein kostenfreier GrĂŒbelstopp-Minikurs
Wenn Du merkst, dass das Gedankenkarussell Dich immer wieder festhĂ€lt â ganz gleich, ob tagsĂŒber oder mitten in der Nacht â dann lass Dich in den nĂ€chsten fĂŒnf Tagen von mir begleiten.
Mit meinem GrĂŒbelstopp-Minikurs bekommst Du 5 Tage eine kurze, liebevolle E-Mail mit einfachen Ăbungen und Impulsen, die Dir helfen, das GrĂŒbeln loszulassen und wieder in die Ruhe zu kommen. ⚠Melde Dich hier kostenfrei an und mach den ersten Schritt raus aus dem Gedankenstrudel: đ GrĂŒbelstopp-Minikurs starten
von Jeanette Richter | 01/01/2025 | Ein Kurs in Wundern |
Ich liebe Ein Kurs in Wundern. Nicht nur, weil er mir sehr oft mein OberstĂŒbchen zurechtrĂŒckt, sondern weil er mich an das erinnert, was ich nur vergessen habe. Er ist ein radikaler Perspektivwechsel und hilft bei einer VerĂ€nderung alter Denk- und Sichtweisen. Ja, ich liebe dieses Buch einfach und mit Lektion 1 aus dem Ăbungsbuch (es gibt ja auch noch das Textbuch und das Handbuch fĂŒr Lehrer – alles in dem blauben Buch) geht’s los.
Das Buch ist wie dieser magische SchlĂŒssel, der mir immer wieder die TĂŒr zu mehr Klarheit und innerem Frieden öffnet. Ganz ehrlich, manchmal frage ich mich, wie ich ĂŒberhaupt ohne den Kurs durch den Alltag gekommen bin. Aber gut, das gehört hier nicht hin. đ
Was mir am meisten gefÀllt?
Der Kurs hat diese wunderbare FĂ€higkeit, uns die Dinge in einem ganz anderen Licht zu zeigen. Besonders, wenn es um das Thema Leben und Tod geht. Mal ehrlich, wer hat da nicht diese ganzen Ăngste und Zweifel? Aber der Kurs zeigt uns, dass der Tod ĂŒberhaupt keine groĂe Sache ist. Klar, der Körper geht irgendwann in den Ruhestand, aber das echte Leben, das geht weiter. Ewiges Leben, meine Freunde! Wie cool ist das denn?
Was der Kurs auch super macht: Er hilft mir, meine Gedanken zu entwirren, wenn sie mal wieder das wilde Durcheinander veranstalten.
Manchmal komme ich mir vor wie ein innerer WĂ€schekorb voller Gedanken â und da hilft der Kurs einfach, die Sachen ordentlich zu sortieren. Vergebung wird zu einer Art Superkraft â und plötzlich ist der ganze Kram, der mich gestresst hat, einfach weniger schwer.
Ich meine, klar, der Kurs ist nicht die Lösung fĂŒr alles (auch wenn er manchmal fast so klingt), aber er hilft mir wirklich, in Momenten, in denen ich den Kopf verliere, wieder zu mir selbst zu finden.
So nach dem Motto: âOkay, Jeanette, beruhig dich, du kannst das. Es geht alles gut.â
Und das Beste?
Der Kurs ist wie ein langer, liebevoller Reminder, dass ich immer schon das höchste Selbst in mir habe â und dass ich nie wirklich verloren bin. Ich bin einfach dabei, das zu entdecken.
Und genau diese Entdeckungsreise möchte ich auch mit dir teilen â mit einer ordentlichen Portion Humor, ein bisschen Leichtigkeit und natĂŒrlich auch Tiefe, weil, naja, das Leben kann ja nicht nur aus Lachen bestehen, oder?
Lass uns also gemeinsam eintauchen, die ganz groĂen Fragen des Lebens anpacken und dabei den Stress ein bisschen lockerer nehmen. Denn am Ende des Tages geht es nur darum, dass wir alle ein bisschen mehr Klarheit und Frieden in unser Leben bringen. Und hey, ein bisschen Humor kann dabei auch nicht schaden, oder?
Lektion 1 aus Ein Kurs in Wundern: „Nichts, was ich (…) sehe, bedeutet etwas!“
Ah, Lektion 1 â der Einstieg zum Ăbungsbuch aus Ein Kurs in Wundern, und schon wirft sie uns in eine gedankliche Achterbahn.
Stell Dir vor, Du stehst morgens in Deiner KĂŒche, die Kaffeetasse dampft, und Du schaust auf den Toaster. âNichts, was ich sehe, bedeutet etwasâ, flĂŒstert die Lektion. Toaster, du bedeutungsloses Ding! â Was soll das jetzt? Der Kurs lĂ€dt uns ein, komplett bei Null anzufangen. Null, wie in: âVergiss alles, was Du glaubst zu wissen.â
Stell Dir vor, Dein Verstand ist wie ein chaotischer Kleiderschrank, vollgestopft mit alten Ăberzeugungen, Erwartungen und uralten Socken. Der Kurs sagt: âWir rĂ€umen jetzt auf.â Der Toaster steht hier fĂŒr alles, dem Du Bedeutung gegeben hast: âDer macht den besten Toast, wenn ich ihn perfekt einstelle.â
Aber was, wenn der Toaster nur ein Toaster ist â ohne Drama? Er ist keine schlechte Erinnerung an den verkohlten Toast von letzter Woche und auch kein Symbol Deiner morgendlichen Perfektion.
Ein BĂŒrostuhl ist einfach ein BĂŒrostuhl
Genauso die Welt um Dich herum: Dein BĂŒrostuhl ist nur ein BĂŒrostuhl. Nicht der, auf dem Du den Stress der letzten Deadline ausgesessen hast. Dein Handy ist nur ein Handy. Nicht die ewige Ping-Maschine, die Dich stĂ€ndig unter Druck setzt. Nichts bedeutet etwas â und genau das gibt uns Luft zum Atmen.
Unser Verstand ist ein echter GeschichtenerzĂ€hler, immer bereit, Dramen zu spinnen. Der leere KĂŒhlschrank wird plötzlich zum Symbol Deiner vermeintlichen UnfĂ€higkeit, âalles richtig zu machenâ.
Der Blick auf die Stoppuhr im Fitnessstudio erinnert Dich daran, wie lange Du schon keinen Sport gemacht hast. Aber was wÀre, wenn Du diese Geschichten einfach mal loslassen könntest?
Stell Dir vor, wie viel weniger Stress Du hĂ€ttest, wenn ein leerer KĂŒhlschrank nur ein leerer KĂŒhlschrank wĂ€re und nicht das Tor zur Selbstkritik.
Du legst eine Bedeutung hinein
Du sitzt im Stau, und die rote Ampel scheint Dich zu verhöhnen. âWarum immer ich?â â Halt, stopp! Nichts bedeutet etwas. Die Ampel ist nur eine Ampel. Sie hat keinen Groll gegen Dich.
Das Auto vor Dir hat keine geheime Mission, Dein Leben zu erschweren. Alles ist neutral â bis Dein Verstand es dramatisch macht.
Du öffnest Dein Postfach und wirst von 157 ungelesenen Mails erschlagen. âIch bin so ĂŒberfordert!â â Oder⊠es sind einfach nur 157 Nachrichten. Sie sagen nichts ĂŒber Deinen Wert oder Deine FĂ€higkeit, organisiert zu sein. NeutralitĂ€t lĂ€sst Dich klarer denken.
Du lĂ€sst ein Glas fallen. âOh nein, ich bin so ungeschickt!â â Nein, Du bist einfach ein Mensch. Es war ein Glas. Es ist jetzt kaputt. Mehr ist nicht passiert. Es bedeutet nichts â es sei denn, Du machst eine Geschichte daraus.
Dein Verstand ist wie eine leere Leinwand
Stell Dir vor, Dein Verstand ist wie ein Raum voller leerer LeinwĂ€nde. Du bist der Maler, und jede Leinwand steht fĂŒr etwas, dem Du Bedeutung gibst. Aber am Anfang dieser Lektion sagt der Kurs: âLass uns die Farben erstmal beiseitelegen. Lass die Leinwand weiĂ bleiben.â Warum? Weil wir oft so im Malen unserer Dramen vertieft sind, dass wir den Raum selbst vergessen.
Diese Lektion ist ein Soft-Reset fĂŒr Deinen Geist. Sie befreit Dich von der automatischen Bedeutung, die Du allem gibst. Es ist wie ein Witz, den Du seit Jahren erzĂ€hlst, aber plötzlich merkst: âMoment, der ist gar nicht mehr lustig.â
Sie hilft Dir, den Autopiloten auszuschalten und zu erkennen, dass Du die Wahl hast, wie Du die Welt sehen möchtest.
Wenn Du aufhörst, allem sofort Bedeutung zu geben, schaffst Du Raum. Raum fĂŒr Ruhe. Raum fĂŒr Klarheit. Und Raum fĂŒr bewusste Entscheidungen.
Im spirituellen Stressmanagement geht es darum, diese Pause zwischen Reiz und Reaktion zu nutzen. Genau das macht Lektion 1: Sie trainiert Dich, aus dem automatischen Reaktionsmodus auszusteigen und bewusst zu beobachten.
Lektion 1 ist keine Einladung zum Nihilismus.
Sie sagt nicht: âNichts ist wichtig.â Sie sagt: âDu entscheidest, was wichtig ist.â
Es ist der erste Schritt, um Dich aus dem Griff des Egos zu lösen und Deinen Geist auf Freiheit und Frieden auszurichten. Also, schnapp Dir Deine Kaffeetasse, schau sie an und sag: âDu bedeutest nichts. Und das ist okay.â đ
Oh ja, das ist so ein Klassiker, oder? Man arbeitet jahrelang mit den tiefsten spirituellen Konzepten â vielleicht sogar tĂ€glich â und dann kommt ein Moment, und zack, der Geist springt in den Panikmodus. Willkommen im Club der Menschen! đ
Das Drama im Kopf
Du sitzt da, Deine Katze verhĂ€lt sich seltsam, und plötzlich explodiert ein ganzer Zirkus im Kopf. „Hat sie einen Faden verschluckt? Was, wenn es schlimm ist? Ich fliege doch bald nach Teneriffa! Was, wenn ich nicht kann? Was, wenn …?“ Und ehe Du Dich versiehst, bist Du nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern in einer dĂŒsteren Zukunft voller „Was wĂ€re wenn“-Szenarien.
Was Lektion 1 uns hier zeigt, ist, dass dieser Sturm im Kopf nichts mit der RealitĂ€t zu tun hat. Du regst Dich auf, weil Du etwas siehst, was gar nicht da ist â ein Drama, das Dein Ego wie ein Hollywood-Regisseur inszeniert. Die Katze ist noch da, vielleicht sogar etwas schlĂ€frig, und der Moment ist viel ruhiger, als Dein Geist ihn erscheinen lĂ€sst.
Aber warum passiert das immer wieder, selbst wenn wir âwissenâ, wie es eigentlich geht? Weil das Ego ein hartnĂ€ckiger Mitbewohner ist. Es schlĂ€ft nie. Es liebt es, uns in diese Gedankenspiralen zu ziehen, vor allem, wenn wir emotional verwundbar sind â wie zum Beispiel vor einer Reise, wenn wir ohnehin aufgeregt sind. Es ist ein Meister darin, âSchuldâ und âSorgeâ in unsere Köpfe zu pflanzen, selbst wenn wir lĂ€ngst verstanden haben, dass diese Gedanken nur Illusionen sind.
Hier ist die gute Nachricht: Das ist okay. Es ist menschlich, in alte Muster zu fallen. Der SchlĂŒssel liegt darin, sich nicht dafĂŒr zu verurteilen, sondern sanft zu bemerken, was passiert. Du kannst Dich selbst daran erinnern: âAh, da ist wieder diese Ego-Stimme, die mir weismachen will, dass alles auĂer Kontrolle ist. Aber ich weiĂ, dass ich die Kontrolle ĂŒber meine Gedanken habe.â
Ein bisschen Humor hilft enorm
Stell Dir Dein Ego als kleinen, aufgeregten Nachrichtenmoderator vor, der alles dramatisiert:
âBreaking News! Katze verschluckt Faden â UrlaubsplĂ€ne in Gefahr!â
Und dann atme tief durch und erinnere Dich daran, dass Du der Chef bist. Du kannst entscheiden, ob Du diesem Drama folgen möchtest oder nicht.
In solchen Momenten hilft es, sich bewusst zu fragen: âWas ist wirklich los?â Deine Katze ist hier, vielleicht braucht sie einen Tierarztbesuch â aber das ist lösbar.
Du fliegst in 9 Tagen, und bis dahin klĂ€rt sich alles. Das Ego will Dich glauben lassen, dass das Leben kompliziert und bedrohlich ist. Aber die Wahrheit ist: Die meisten Dinge lassen sich Schritt fĂŒr Schritt regeln.
Und falls Du trotzdem mal ins Straucheln kommst, sei sanft mit Dir. Gerade Lektion 1 erinnert uns daran, dass wir die Welt durch die Brille unserer Bedeutungen sehen.
Du kannst jederzeit diese Brille absetzen und neu wĂ€hlen: âIch lasse diesen Gedanken los. Ich bin im Frieden.â Und auch wenn es nicht sofort klappt, allein dieser Akt der Selbstwahrnehmung bringt Dich zurĂŒck ins Hier und Jetzt.
Dein Urlaub? Der wartet. Deine Katze? Sie weiĂ, dass Du sie liebst und fĂŒr sie da bist. Und Du? Du bist ein Mensch auf einer Reise, und manchmal verlĂ€uft die eben nicht schnurgerade, sondern hat ein paar Umwege. Aber genau das macht es doch so wunderbar lebendig. đ
đ« đïž Die ganze Folge 1 des Zeitwellen-Podcasts kannst Du Dir auf YT, iTunes oder Spotify anhören oder dort, woâs Dir gefĂ€llt!
Alles Liebe
Deine Jeanette von Zeitwellen.life đž