Na, wieder im Trubel des Alltags gefangen? Heute in Lektion 104 hab‘ ich etwas Besonderes für Dich – stell Dir vor, Dein Leben wäre wie eine unaufgeräumte Schublade voller Krimskrams, die Deine wahren Schätze verdeckt.
Deine chaotische Schublade
Stell Dir vor, es ist wie beim Großreinemachen der etwas chaotischen Schublade Deines Lebens – Du wirst staunen, was Du dabei alles entdecken kannst. Ganz ohne den Stress, der Dich sonst begleitet. Los geht’s!
Finde Dein inneres Durcheinander
Kennst Du das? Überall Stolperfallen in Deinem Kopf – ein Gedankenchaos wie eine unaufgeräumte Schublade. Genau darum dreht sich alles hier. Es gilt zu sortieren, zu entrümpeln, Freiraum zu schaffen für das, was wir in Wahrheit wollen: Freude und Frieden. Ganz ohne Stress!
Ich weiß, dass jeder von uns so eine Schublade hat, in der das Wesentliche oft unter Alltäglichem begraben liegt. Aber was, wenn ich Dir sage, dass es genau darum geht, diese Schätze freizulegen?
Freu Dich auf die heutige Lektion 104, in der wir gemeinsam das Chaos ordnen und entdecken, wie Dein Bewusstsein die Dinge, die Dich wirklich glücklich machen, wieder in den Vordergrund rücken kann.
Also, bleib dran, denn ich werde Dir zeigen, wie Du Deine inneren Kommoden entmüllst und Dein Erbe des Friedens und der Freude wiederfindest. Lass Dich daran erinnern, wie großartig Du wirklich bist.
Du bist es wert, schnapp Dir Dein Glück – es gehört Dir!
Stress und Bewertungen: Im Stressmanagement dreht sich ja alles um Bewertungen. Denn ob wir eine Situation als stressig oder nicht erleben, hat selten etwas mit der Situation an sich zu tun, damit aber sehr viel mit unserer Bewertung derselben.
Wie wir Stresssituationen erleben und bewältigen, hängt sehr stark von unserer subjektiven Bewertung der Situation ab.
Laut dem kanadischen Psychologen Lazarus spielen kognitive Bewertungsprozesse eine zentrale Rolle dabei, ob und wie stark wir eine Situation als bedrohlich oder herausfordernd empfinden. Demnach ist es nicht die Situation an sich, die Stress auslöst, sondern unsere Interpretation derselben.
In meinem Artikel werde ich erklären, wie unsere automatischen Gedanken und Überzeugungen unser Stresserleben beeinflussen. Außerdem gebe ich Tipps, wie man lernt, Situationen neu zu bewerten und dadurch stressresistenter zu werden.
Trag Dich gerne in meinen Newsletter unter www.jeanetterichter.de/newsletter ein, um effektive Tipps und Impulse für Dein spirituelles Stressmanagement zu erhalten. Denn wer versteht, dass Stress sehr häufig „im Kopf“ entsteht, der kann auch lernen, ihn besser zu kontrollieren.
Volltreffer: Die Macht der Bewertungen
Kennst Du die Geschichte von den 2 Pfeilen? Diese Geschichte erzählt wohl selbst der Dalai Lama sehr gerne. Und ich auch;) Hier wird sehr deutlich, wie Stress und Bewertungen entstehen:
Ein Mann wird von einem Pfeil getroffen. Das tut weh und hat womöglich eine böse Verletzung zur Folge. Doch der Mann schießt nun selbst noch einen zweiten Pfeil auf sich ab:
Er flucht, verzweifelt, klagt. Er fügt sich selbst weiteres Leid zu.
Der Schmerz des 1. Pfeils ist unvermeidbar.Der Schmerz des 2. Pfeils ist selbstgemacht und daher oft vermeidbar.
……
Da haben wir also mehr Macht , als wir glauben.
Bewertung: Der 1. Pfeil
Der 1. Pfeil beschreibt die Tatsache, dass wir im Leben sehr oft leidhafte und damit schmerzliche Erfahrungen machen:
Liebeskummer
alte Verletzungen
Umbrüche
Fehler, die wir gemacht haben
Menschen, die wir verletzt haben und Menschen, die uns verletzten
Trauer aufgrund von schmerzlichen Verlusterfahrungen eines geliebten Menschen oder Tieres.
wir werden krank
die ausstehende Beförderung bekommt ein anderer
ein geliebter Mensch stirbt
eine Unternehmung misslingt
Deine Erwartungen werden nicht erfüllt
Du wirst nicht beachtet
Du kämpfst mit dem Älterwerden und den damit einhergehenden Veränderungen
…
Doch all das Leidhafte und Schmerzliche hat uns auch reifer und stärker werden lassen. Das Problem an all’ diesen leidvollen Erfahrungen ist also nicht die Erfahrung selbst. Es ist das Festhalten an und das sich „Nicht-Lösen-Können“ von diesen Erfahrungen – also die Bewertung!
Das ist aber noch nicht das eigentliche Problem, denn den wahren Stress verursacht das Folgende: das Abschießen des 2. Pfeils.
Bewertung: Der 2. Pfeil
Der 2. Pfeil ist Deine Bewertung des 1. Pfeils!
Der größte Teil unseres Leidens und damit Stresses entsteht durch unsere 2. Pfeile! Das sind die Pfeile, die wir uns selbst durch unsere Reaktionen, unsere Bewertungen und unsere Urteile zufügen.
Denn Stress entsteht nur in unserem Kopf.
Wie wir Situationen wahrnehmen und bewerten, hat großen Einfluss darauf, ob wir etwas als leidvoll und damit stressig erleben oder nicht.
Wenn wir befreiter leben wollen und damit entspannter und relaxter, dann ist es notwendig, stressverschärfende Gedankenmuster und Einstellungen zu erkennen und förderlichere Gedanken zu entwickeln.
Aber was genau ist der 2. Pfeil?
Nehmen wir mal an, Du gehst nachts durch Dein Schlafzimmer. Und weil Du zu faul bist, das Licht anzumachen, stößt Du Dir Deinen Zeh an einem Spielzeug, das Dein 8-jähriger Sohn liegen gelassen hat.
Der Schmerz – das Anhauen des Zehs – (1. Pfeil) ist unvermeidlich. Doch zu dem Schmerz gesellt sich nun noch Ärger (2. Pfeil):
„Warum kann der niiieee seine Sachen aufräumen. Ich habe ihm das schon hundertmal gesagt. Er hört einfach nicht auf mich. Wahrscheinlich bin ich ein schlechter Vater. Meiner war auch nicht besser (etc. etc. etc.) … Mist!“
Und was wirklich interessant ist: die meisten unserer „Zweite-Pfeil-Reaktionen“ treten dann ein, wenn nirgendwo ein erster Pfeil zu sehen ist.
Was sind Zweite-Pfeil-Reaktionen?
Rick Hanson beschreibt in seinem Buch „Das Gehirn des Buddha“ diesen Umstand sehr eindrücklich. Denn „Zweite-Pfeil-Reaktionen“ folgen oft auf Situationen, die eigentlich positiv sind.
Wenn Dir jemand ein Kompliment macht, ist das eine positive Situation.
Aber dann reagierst Du vielleicht mit Nervosität oder Scham und fängst an zu denken:
„Oooh, was will der jetzt von mir? Soll ich was machen? Oh nein, ich bin kein guter Mensch…vielleicht wird er herausfinden, wie ich wirklich bin…!“ usw. usw.
Du schießt selbst einen Pfeil auf Dich ab und hast damit einen unbewussten VOLLTREFFER erzielt. Das sorgt für Stress, der ab vermeidbar wäre. Doch so soll es ja nicht bleiben!
Vielleicht magst Du ja einen bewussteren VOLLTREFFER landen?
Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie Du förderlichere oder dienlichere Einstellungen und Gedanken zu Dir selbst oder dem Leben entwickeln kannst.
Einige davon kommen aus dem Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie.
Es hängt auch davon ab, welche Erfahrungen Du in Deinem bisherigen Leben gemacht hast, wie Du mit Stress im Allgemeinen umgehst, was für ein Typ Mensch
Du bist, wie Du sozialisiert wurdest, was Deine Eltern Dir mit auf den Weg gegeben haben, wie Deine Werte aussehen usw. Es braucht vielleicht auch hier ein paar Umwege, wie die folgenden Zeilen zeigen, aber am Ende ist alles gut.
Aber Du weißt ja: Wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende!
Welche Wege hast Du denn in der Zwischenzeit gefunden, um mit Deinen 1. Pfeilen anders umzugehen? Sie anders zu bewerten? Schreib’ mir hier gerne in die Kommentare;)
Ach, was ist diese Lektion herrlich – und wie wohltuend sie uns daran erinnert, dass wir Ärger auch ganz anders betrachten können. Mit Lektion 21 aus Ein Kurs in Wundern – „Ich bin entschlossen zu sehen“ – machst Du innerlich einen kleinen, aber entscheidenden Schritt: Du willst die Dinge nicht mehr so sehen wie bisher. Und genau deshalb werden sie sich für Dich verändern.
Dein Glück hängt an Deiner Sichtweise. Nicht an den Umständen, nicht an anderen Menschen, nicht an dem, was heute Morgen schiefgelaufen ist. Sondern daran, wie Du blickst.
Und wenn Du aufhörst, Deinem Ego jede dramatische Geschichte blind abzunehmen, dann öffnet sich ein Raum in Dir – ein Raum, in dem Du freier atmen kannst.
Diese Einsicht ist wie ein Schlüssel: ein Schlüssel zu einer Welt, in der Du nicht länger Spielball Deiner Gefühle bist, sondern eine liebevolle Gestalterin Deines Erlebens.
Stell Dir vor, Du trittst einen Schritt zurück. Du siehst Deinen Ärger, aber Du bist nicht Dein Ärger. Du spürst die Schwere, aber Du weißt: Ich kann wählen, wie ich das interpretiere.
Genau hier beginnt der Zauber dieser Lektion.
Denn Lektion 21 lädt Dich ein, achtsam zu werden und bewusst zu wählen, statt automatisch zu reagieren. Sie hilft Dir:
🌿 auszusteigen aus diesem inneren Dauermodus von „So ist es eben!“ 🌿 alte Muster zu durchbrechen, die Dich klein halten 🌿 eine Sichtweise einzunehmen, die mehr Liebe als Angst enthält 🌿 die Welt nicht mehr als Kampfplatz, sondern als Möglichkeitsraum zu erleben
Du erkennst: Ich bin nicht Opfer, ich bin Schöpferin. Und mit dieser Haltung verwandeln sich Ärger, Frustration und Überforderung erstaunlich oft in Frieden, Klarheit und Leichtigkeit.
Natürlich braucht es Übung. Und ja, manchmal auch Geduld. Aber die Belohnung ist groß:
✨ Konflikte verlieren ihren Stich ✨ Beziehungen werden weicher und ehrlicher ✨ Dein Alltag fühlt sich weniger nach Überleben an und mehr nach Leben ✨ und Du spürst wieder: Ich kann Frieden wählen – jederzeit
Jeder Moment ist ein neuer Einstieg. Jede Situation eine stille Einladung. Wenn Du Dich entscheidest, mit Liebe zu sehen, dann wird Dein Leben liebevoller.
Und genau deshalb ist die Lektion 21 ein so kraftvolles Werkzeug auf Deinem Weg zu weniger Stress mit Leben & Tod – und zu mehr innerem Frieden.
Stress ist ein uralter Überlebensmechanismus, der Dir bzw. Deinem Körper dabei hilft, schnell und ohne großes Nachdenken zu reagieren und aus einer Gefahrenzone zu entfliehen. Daher ist Stress eine total sinnvolle „Erfindung“ der Natur, denn er will Dich eigentlich nur beschützen.
In früheren Zeiten war Stress eine lebenswichtige Reaktion auf Gefahrensituationen, wie zum Beispiel die Begegnung mit einem wilden Tier.
Und auch heute noch ist oder kann er Dein Überleben oder das anderer Wesen sichern, indem er den Körper dazu veranlasst, in Sekundenschnelle Hormone wie z. B. Adrenalin auszuschütten und dadurch Deine Leistungsfähigkeit zu steigern.
„Stress tritt immer dann auf, wenn es nicht so läuft, wie ich (mein Ego) das will!“ Dr. Mirriam Prieß
Arten von Stress
Es gibt zwei Arten von Stress: Eu-Stress und Dis-Stress.
Eu-Stress, auch als positiver Stress bezeichnet, ist der Stress, der uns motiviert und antreibt. Er kann uns helfen, Herausforderungen anzunehmen, Ziele zu erreichen und unsere Leistungsfähigkeit zu steigern. Eigentlich ist das eher eine Art „Flow-Zustand“, der Dich auf positive Art und Weise heraus-fordert.
Anders ausgedrückt: EU = LIEBE = als angenehm empfundene Herausforderung
Dis-Stress hingegen ist der negative Stress, der uns belastet und überfordert. Dieser Stress kann zu körperlichen und psychischen Beschwerden führen, wenn er chronisch wird. Von dieser Art Stress sprechen die meisten, wenn sie sich im Stress fühlen.
Anders ausgedrückt: DIS = ANGST = als unangenehm empfundene Belastung
Eine Definition für Stress
Stress ist ein subjektiver Zustand, in dem sich der betreffende Mensch einer unangenehmen Situation ausgesetzt fühlt, auf die er erstmal keinen oder wenig Einfluss und damit kaum Kontrolle hat. Er kann die Umstände nicht beeinflussen, noch vermeiden. Er fühlt sich gestresst.
Stress ist …
ein Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt.
ein Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen, die an Dich gestellt werden und Deinen Möglichkeiten und Ressourcen, um diese Anforderungen zu bewältigen.
eine natürliche körperliche Reaktion auf psychische oder körperliche Belastungen. Sie dient dazu, in angenommenen oder realen Gefahrensituationen kurzfristig die Leistungsbereitschaft zu erhöhen.5
nichts anderes als eine Form der Angst.
Verschiedene Stressfaktoren sind an der Entstehung von Stress beteiligt. Dabei handelt es sich um innere sowie äußere Reize, die eine Reaktion oder Anpassung verursachen. Ob diese Stressfaktoren nun negativ oder positiv aufgenommen werden, hängt stark von der Stresstoleranz des Einzelnen ab und auch von seinem erlernten Umgang damit.
Wie entsteht Stress?
Stress entsteht dann, wenn die notwendigen Kompetenzen zur Bewältigung der Situation fehlen oder jemand kaum mehr Ressourcen hat, um diese zu bewältigen.
Sprich: Ihm fehlt die Kraft (Ressourcen) und er weiß auch nicht, wie er das jetzt angehen soll (Kompetenzen).
ABER: Stress ist IMMER ein subjektiver Zustand. Das bedeutet, dass nicht jeder auf dieselbe Herausforderung gleich reagiert.
Daher spielt die subjektive Bewertung einer Situation eine entscheidende Rolle.
Dies wird auch durch folgende Aussprüche bzw. Zitate ersichtlich:
„Die Welt ist das, was wir aus ihr machen!“
oder
„Du bist, was Du denkst. Alles entsteht durch Deine Gedanken. Mit Deinen Gedanken formst Du die Welt. “ Buddha
oder
„Stress ist das, was Du d’raus machst.“
MERKE: Stress entsteht NICHT allein durch die Situation, sondern wie Du ÜBER diese denkst, also welche Einstellung Du ZU der Situation hast. Erst wenn Du glaubst, dieser nicht gewachsen zu sein, erlebst Du Stress (Dis-Stress). Deine Sichtweise ist also von entscheidender Bedeutung!
Mehr Informationen zu den Gründen für diese unterschiedlichen Bewertungssysteme und warum Du mal so und dann mal wieder anders und damit vielleicht sogar mit Stress reagierst, findest Du in diesem Artikel „12 Dinge, die ich durch den Stress lernte“
Ursachen für ungesunden Stress
Die Ursachen für ungesunden Stress sind sehr, sehr vielfältig, denn …
Was den einen stresst, lässt den anderen völlig kalt.
Doch in erster Linie ist es Deine Einstellung zu einer stressauslösenden Situation und nicht die Situation selbst, die Dich in Stress versetzt.
WICHTIG: Deshalb heißt es auch Stress-Management, also „managen“ = händeln oder bewältigen und daher managst Du nicht wirklich Deinen Stress, sondern Deine Einstellung und Deine Gedanken zum Stresserleben.
Ungesunder Stress kann zum Beispiel entstehen durch …
hohe Arbeitsbelastung,
zwischenmenschliche Konflikte,
finanzielle Sorgen,
Existenz- oder Zukunftsängste,
Angst vor dem Sterben oder dem Tod,
Lebensängste,
Zeitdruck,
zu hohe Erwartungen an Dich selbst,
negative Prägungen aus der Kindheit,
Perfektionsstreben,
Ungeduld,
nicht „Nein-Sagen“ können
…
Doch jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Stressoren, daher können die Auslöser von Stress individuell verschieden sein.
„Stress ist immer höchstpersönlich und individuell. Was den einen stresst, lässt den anderen ganz kalt.“ Jeanette Richter
Wann fühlen wir uns gestresst?
Wir fühlen uns gestresst, wenn wir das Gefühl haben, dass die Anforderungen und Erwartungen an uns unsere Fähigkeiten und Ressourcen übersteigen.
Wenn Du zum Beispiel das Gefühl hast, keine Kontrolle mehr über eine Situation zu haben oder wenn Du Dich mit vielen Aufgaben gleichzeitig konfrontiert siehst. Das stresst dann enorm.
MERKE: Die Art und Intensität des Stresses kann von Person zu Person unterschiedlich sein.
Woran erkennst Du, dass Du gestresst bist?
Jeder erlebt Stress anders. Die Symptome von Stress können vielfältig sein und von Person zu Person unterschiedlich. Daher ist es wichtig, dass Du Dir darüber im Klaren wirst, wie sich ein erhöhtes Stresserleben bei Dir bemerkbar macht.
Du spürst vielleicht Dein Herz rasen oder bekommst rote Wangen (körperliche Symptome)
Vielleicht fühlst Du Dich auch gereizt oder hast eine „kurze Zündschnur“ (emotionale Symptome)
Manchmal isst Du mehr oder tust nicht so nette Dinge, wie z.B. Türen knallen oder lauter werden. (Verhaltens-Symptome)
Es kann auch sein, dass Du fiese oder nicht so nette Gedanken über Dich oder andere hegst. (mentale Symptome)
Noch ein paar Anzeichen, die Dich erkennen lassen, dass Du gerade mächtig unter Stress stehst:
körperliche Beschwerden,
Unruhe-Gefühle,
häufige Infekte oder Allergien,
Kopfschmerzen,
Schlafstörungen,
Muskelverspannungen,
Magenprobleme oder
ein geschwächtes Immunsystem sein.
Auch psychische Symptome wie Reizbarkeit, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten, Angstzustände oder depressive Verstimmungen können auf Stress hinweisen.
Ist jeder Stress schädlich?
Nein, nicht jeder Stress ist schädlich. Ein gewisses Maß an Stress kann uns motivieren und zu Höchstleistungen antreiben.
Kurzfristiger Stress kann Dir zum Beispiel helfen, in einer Prüfungssituation konzentriert zu bleiben oder in einer stressigen Arbeitssituation produktiv zu sein.
Ein gesundes Stressniveau ist wichtig, um Herausforderungen anzunehmen und persönliches Wachstum zu fördern.
Es wird erst dann problematisch, wenn der Stress chronisch wird und Du Dir keine ausreichenden Erholungsphasen mehr gönnst, nur noch arbeitest und Dich selbst aus den Augen verlierst.
Folgen von chronischem Stress
Chronischer Stress kann sich negativ auf Deine körperliche und geistige Gesundheit auswirken. Denn langfristiger Stress schwächt Dein Immunsystem und kann das Risiko für Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden oder psychische Störungen erhöhen.
Außerdem führt chronischer Stress langfristig zu Schlafstörungen, Erschöpfung und zu Angstzuständen und schlimmstenfalls sogar zu Depressionen und Burnout.
Daher ist es wichtig, dass Du Deine Stresssymptome im Blick behältst und Dich nicht dauerhaft überforderst, sondern Dir auch immer mal wieder kleine Ruhezeiten und Auszeiten gönnst oder geeignete Maßnahmen zur Stressbewältigung ergreifst.
Strategien zur Stressbewältigung
Um Deinen ungesunden Stress erfolgreich zu bewältigen, brauchst Du gar nicht so viel. Was es aber braucht, ist eine andere Einstellung zu den „Dingen“. Hier habe ich Dir mal ein paar Wege aufgelistet, wie Du Deinen Stress und damit Dein Lebensglück wieder in den Griff bekommst:
Mach mal blau (im Kopf): Meditation ist wie ein Kurzurlaub für Dein Gehirn. Du musst nicht gleich zum Buddha werden, aber ein paar Minuten am Tag, in denen Du einfach mal die Augen schließt und Deinen Gedanken beim Wandern zusiehst, können Wunder wirken. Stell Dir vor, Du sitzt am Strand und lässt Deine Sorgen mit den Wellen davon spülen.
Tanz mit dem Tod: Klingt vielleicht erstmal morbide, aber der bewusste Umgang mit der Vergänglichkeit kann unglaublich befreiend sein. Wenn Du Dir klarmachst, dass am Ende des Tages alles vergänglich ist, relativieren sich viele Stressfaktoren. Ein kleines tägliches Ritual, bei dem Du Dir diese Vergänglichkeit bewusst machst, kann helfen, den Stress nicht zu ernst zu nehmen.
Raus in die Natur: Bäume sind die besten Zuhörer und der Wald der beste Therapeut. Ein Spaziergang im Grünen ist nicht nur gut für Deine Lungen, sondern auch für Deine Seele. Die Natur erinnert Dich daran, dass alles seinen Rhythmus hat – und Stress ist da keine Ausnahme.
Lach Dich schlapp: Humor ist, wenn man trotzdem lacht, richtig? Also such Dir was, das Dich zum Kichern bringt. Eine gute Comedy-Serie, ein lustiges Buch oder einfach nur lustige Katzenvideos im Internet. Lachen entspannt und setzt Glückshormone frei.
Schreib’s von der Seele: Manchmal hilft es, den ganzen Kram, der Dich belastet, einfach mal aufzuschreiben. Das kann ein Tagebuch sein, ein Brief an Dich selbst oder ein Gedicht über das Chaos in Deinem Kopf. Das Schreiben hilft Dir, Deine Gedanken zu sortieren und den Stress zu kanalisieren. Weitere Tipps dazu findest Du hier: 11 Tipps zur Stressimpfung
Sag mal „Nein“: Du musst nicht immer allen gefallen. Es ist wichtig, auch mal Grenzen zu setzen und Nein zu sagen, wenn der Kragen platzt. Du bist kein Superheld (oder doch?), also übernimm Dich nicht. Dein innerer Frieden wird es Dir danken.
Sei Dein eigener Guru: Du kennst Dich am besten. Vielleicht hilft Dir ein Hobby, bei dem Du abschalten kannst, oder Du findest Ruhe beim Backen, Malen, Meditieren oder Musizieren. Vielleicht ist es auch die spirituelle Beschäftigung mit dem großen Ganzen, die Dir hilft, den Stress kleinzuhalten. Finde Deine eigene Medizin – und wenn das bedeutet, dass Du beim Yoga im Lotussitz einschläfst, dann ist das eben so.
Und noch 2 Extra-Tipps:
Verändere Deine Überzeugungen und arbeite an einerpositiven Denkweise: Positive Überzeugungen und eine optimistische Denkweise können dabei helfen, Stress besser zu bewältigen. Arbeite an Deinem Mindset und versuche, negative Gedanken durch positive zu ersetzen.
Akzeptiere und liebe Dich selbst: Selbstakzeptanz und Selbstliebe sind wichtige Bausteine für die Stressbewältigung. Akzeptiere Dich so, wie Du bist, und lerne, Dich selbst zu lieben. Sei geduldig mit Dir selbst und gönne Dir regelmäßig Auszeiten, um Dich zu entspannen und aufzutanken.
Also vergiss nicht: Es ist vollkommen normal, sich manchmal gestresst zu fühlen. Wichtig ist, dass Du Strategien hast, um damit umzugehen. Probier verschiedene Dinge aus und finde heraus, was für Dich am besten funktioniert. Und denk daran: Du bist nicht allein!
Wenn Du hierfür Unterstützung brauchst, dann vereinbare gerne eine kostenfreies und
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Immer wieder durfte ich feststellen, ob in Seminaren, in Coachings oder in der Arbeit an mir selbst, dass Stress und Angst doch letzten Endes eine Sache der Wahl ist. Dass wir uns entscheiden, wie wir mit einer Situation umgehen bzw. wie wir auf etwas, dass uns nicht passt, reagieren.
Und das sind tatsächlich gute Nachrichten – denn haben wir die Wahl, können wir es ändern – und es gibt nichts zu (be)fürchten.
Zugehörige Podcastfolge
Die Qual der Wahl
Diese Wahl ist uns nicht unbedingt gänzlich bewusst, aber auf einer unbewussten Ebene führt sie dazu, dass wir eine Situation als „stressig“ empfinden.
Es scheint fast so, als ob wir zwei Teile in uns tragen:
der eine Teil fühlt sich getrennt, ist gestresst, ärgert sich, ist unruhig und hadert mit seinen Unzulänglichkeiten, zeigt Widerstand oder Stresssymptome, rebelliert gegen das, was ist.
der andere Teil jedoch ruht im Urgrund allen Seins. Dieser Teil ist absolut friedlich, göttlich, im Frieden, weise, fühlt sich mit Allem verbunden und ist der Wahrheit und Wahrhaftigkeit verpflichtet. Er ist Teil der grenzenlosen Liebe. Unzerstörbar und immer anwesend. Ohne Angst.
Doch dieser, ich nenne ihn mal den „lichtvollen Teil“ in uns, ist immer da und war nie weg.
Nur haben wir diesen Teil in uns einfach vergessen, als wir hier inkarnierten. Das gehört ja zum Spiel dazu 😉
Die Aufgabe jedes einzelnen ist es also, sich wieder an diesen „licht- und liebevollen Teil“ zu erinnern. Dieser Teil ist ja nur verdeckt oder versteckt unter all’ den weniger dienlichen oder einschränkenden Glaubenssätzen, Illusionen, Rechthabereien oder destruktiven Meinungen über uns selbst, das Leben oder die anderen.
Dieser Teil führt zu negativem Stress. Der andere Teil führt da wieder raus 😉
Die 2 Gedankensysteme: Liebe und Angst (Stress)
Für diese zwei Teile gibt es ja viele Bezeichnungen/Synonyme:
Schatten und Licht,
Mangel und Fülle,
Trennung und Verbundenheit,
Böse und Gut,
Dunkelheit und Licht,
Ego und Höheres Selbst,
Angst/Stress und Liebe …
Als ich das gerade schreibe, kommt mir das Bild eines Smartphones in den Sinn:
Es wird ausgeliefert mit einer „Basisausstattung“, an der wir nichts verändern können. Diese Basisausstattung oder Hardware beinhaltet u. a. das Betriebssystem. Alles, was wir anschließend darauf spielen, … Fotos, Dokumenten, Filme, etc. liegt in unserer Hand.
Für diese „Software“ entscheiden wir uns je nach Stand unserer Bewusstheit und auf der Grundlage unseres freien Willens. Die Hardware kommt vom Schöpfer 😉
Doch was bedeutet nun dieser Satz: „Es gibt nichts zu (be)fürchten?!“ ?
In Wahrheit gibt es nichts zu fürchten
Es gibt zweiArten, wie man diesen Satz verstehen kann:
Zum einen als Furcht, ausgelöst durch eine reale Bedrohung oder akute Gefahr (das Haus brennt, eine Klapperschlange nähert sich mir im „Emsländischen Forrest“, ein wildgewordener Dackel stürmt auf mich zu, etc.), wodurch unser Organismus dann entweder die Beinchen in die Hände nimmt und abhaut oder da bleibt und sich der Bedrohung stellt.
Das nennt man dann im Stressmanagement „Fight-or-Flight“. Also entweder Fliehen oder Kämpfen.
Das ist durchaus sinnig und der einzige Sinn und Zweck von Stress. Nämlich unser Überleben zu sichern im Angesicht einer wirklichen Gefahr. Die Angst oder Furcht vor einer Erkrankung gehört hier übrigens nicht dazu.
Zum anderen benutzen wir häufiger in unseren Gedanken das Wort „befürchten“, weil wir etwas annehmen oder glauben, was definitiv unser Überleben in keinster Weise gefährdet. Wir glauben nur, dass es so ist.
Das ist keine Realangst, die Sinn ergibt, sondern nur eine Fehl-Interpretation der Wirklichkeit und damit eine Illusion.
Wenn wir etwas (be)fürchten, also Angst davor haben, dass sich in der nahen oder fernen Zukunft etwas auf eine nicht angenehme Art und Weise ereignet, basiert dieses vermeintliche „Gefühl“ auf der Angst vor unserer eigenen Kraft oder der Angst vor dem Leben.
Und diese Angst wird ausgelöst durch Gedanken, die wir in dem Moment, in dem wir etwas befürchten, über die Situation oder uns hegen.
Anders denken
So mag ich zum Beispiel denken:
„Ich befürchte (glaube), dass ich das niemals schaffe!“
„Ich hab’ Angst vor der Zukunft!“
„Ich fürchte mich vor seiner Wut!“
„Ich fürchte mich vor Strafe!“
„Ich befürchte (glaube), dass etwas Schlimmes passieren wird!“ usw.
Ein Teil von mir tut dann so, als sei ich Hellseher, allwissend oder würde nicht über die notwendigen Hilfestellungen und Ressourcen verfügen.
Stress und Angst reduzieren: Neue Sichtweisen entwickeln
Aber ich kann die Situation, die mich das „(Be)fürchten“ lehrte, auch dazu nutzen, um etwas über mich selbst zu lernen. Ich kann mich zum Beispiel fragen oder mir sagen:
„Stimmt das wirklich?“ oder
„Kann ich das auch anders sehen?“ oder
„Was würde die Liebe jetzt dazu sagen?“ oder
„Was kann ich daraus lernen?“ oder
„Wofür könne das jetzt gut sein?“ oder
„Wenn es passiert, bin ich bereit, es liebevoll anzunehmen!“
„Ich tue einfach so, als hätte ich es selbst so gewählt!“
…
Wenn ich also meine Gedanken erneut überprüfe oder anderen Geistes werde, mich also neu entscheide, z. B. für die Harmonie, das Vertrauen, die Kraft oder die Liebe oder wie auch immer Du das nennen magst, ich also umdenke, dann verschwindet die Angst und damit löst sich auch die Befürchtung auf. Bis zum nächsten Mind-Twister 😉
Uns im Anders-Denken üben
Wenn wir aufmerksam und achtsam sind, können wir dieses Wechselspiel den lieben langen Tag beobachten und uns im Anders-Denken üben.
Dafür eignet sich jede noch so kleine Situation, vom „Mist-der-Rasenmäher-springt-nicht-an“ bis zu „Der-is-doch nicht-ganz-dicht“.
Übrigens: Im Stressmanagement findet man diesen Vorgang unter dem Begriff des transaktionalen Stressmodells von Lazarus, in der man über die primäre Bewertung einer Situation zu einer Neubewertung der Situation gelangen kann.
Es sind also nicht die Situationen verantwortlich für unser Stresserleben, sondern unsere Bewertungen derselben.
“Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen,sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.” EPIKTET
Und im Resilienztraining weisen uns die Säulen des Optimismus und der Akzeptanz auf diesen Prozess hin.
„Es gibt nichts zu (be)fürchten!“, ist also als ein spiritueller Weg der Erkenntnis und der Wahrheit zu verstehen und weist uns auf ebendiesen Prozess hin, dem wir nach und nach immer mehr zustimmen können. Vielleicht nicht sofort.
Nicht jetzt gleich, aber nach und nach, wenn wir uns für etwas Kraftvolleres und Liebevolleres entscheiden.
Letzten Endes können wir nicht fehlgehen. Letzten Endes IST ALLES gut.
“Am Ende wird alles gut.Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.” OSCAR WILDE
Nun wünsche ich Dir viel Freude und Dankbarkeit an Deinem So-Sein und lass’ mal ab und zu alle Viere gerade sein. Das entspannt.
Alles Liebe …
Deine
Jeanette
P.S. Ich kann ja hervorragend beim Schmökern entspannen! Hier geht’s zu meinem Workbook-Tipp für Leute, die’s echt wissen wollen 😉