mentale Gesundheit Archive | ZEITWELLEN I Jeanette Richter
Innere Heilung: Warum Du kein Sanierungsobjekt bist

Innere Heilung: Warum Du kein Sanierungsobjekt bist

Vielleicht hast Du in Deinem Leben schon mal eine Städtereise gemacht. Egal ob Köln, Berlin oder Frankfurt – irgendwo hat es Dich hingezogen und Du dachtest: „Oh ja, das mache ich am besten in der Gruppe.“

Gemeinsam schlendert Ihr gemütlich durch die Fußgängerzone. Es ist ein ganz normaler Wochentag, die Menschen eilen an Euch vorbei – ein ganz normales Gewusel eben. Und plötzlich, aus irgendeiner Laune heraus, habt Ihr Lust auf ein kleines Experiment. Jemand aus der Gruppe zückt das Handy, schaltet die Sprachmemo oder die Kamera ein, und Ihr lauft los, um Passanten zu interviewen.

Vorab stellt sich natürlich die spannende Frage: Welche Frage stellen wir überhaupt? Ihr einigt Euch schließlich auf diese:

„Was müsste sich in Deinem Leben verändern, damit Du ab morgen absolut glücklich bist?“

Das Experiment: Auf der Suche nach dem Glück

Ihr tapert also los und einer von Euch – nämlich DU – spricht einen älteren Herrn mit Hut, einem Dackel an der Leine in der einen und Einkaufstüten in der anderen Hand, an – ein absolutes Klischee, ich weiß 😉.

Du fragst ihn höflich: „Entschuldigen Sie bitte, dürfen wir Ihnen ganz kurz eine Frage stellen?“ Er nickt: „Ja, klar.“ Doch als Du ihm die Frage nach dem absoluten Glück stellst, stutzt er.

Was glaubst Du, was die meisten Menschen auf so eine Frage antworten? Die wenigsten würden sagen: „Nichts, alles ist perfekt, ich fühle mich rundum wohl.“ Ein Großteil wäre erst einmal überrumpelt, würde kurz nachdenken, vielleicht schmunzeln und dann Sätze sagen wie:

  • „Na ja, da fehlt schon noch was.“

  • „Fertig bin ich noch lange nicht.“

  • „Ich habe da schon noch einige Baustellen in meinem Leben…“

Viele Menschen haben das Gefühl, sie müssten ständig etwas an sich reparieren. Sie glauben fest daran, dass es ihnen erst dann besser geht, wenn sie all das erledigt haben, was sie glauben, erledigen zu müssen.

Betrachtest Du Dich als Sanierungsobjekt?

Das musst Du Dir wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen und Dich selbst fragen: Wie oft hast Du schon gedacht, dass Du Dich noch weiter optimieren müsstest?

Wir betrachten uns erschreckend oft als reines Sanierungsobjekt. Um solche Antworten zu bekommen, hätten wir die Passanten auf der Straße genauso gut fragen können:

„Sagen Sie mal, fühlen Sie sich eigentlich als Mängelexemplar? Was ist denn bei Ihnen alles kaputt? Glauben Sie, da besteht noch Hoffnung oder können Sie da noch was reparieren?“

Es ist komplett verrückt! Natürlich würden wir das so niemals laut fragen – aber genau so denken wir insgeheim über uns selbst. Wir finden diese Denkweise sogar völlig normal. Wir haben uns kollektiv so sehr daran gewöhnt, uns wie ein sanierungsbedürftiges Reihenhaus aus den 70er-Jahren zu betrachten. Die Fassade muss neu, das Dach isoliert und im Keller tröpfelt auch schon wieder das Wasser rein

Wir rennen von Workshop zu Workshop, von Buch zu Buch, wälzen Ratgeber und optimieren uns buchstäblich zu Tode. Und ganz wichtig: All das habe ich selbst auch getan und tue es immer wieder mal. Ich glaube, das gehört zum Menschsein dazu: Experimentieren, entdecken, suchen und neue Fragen stellen, um glücklicher zu sein.

Rebellion oder Funktionieren? Die Heldenreise der Seele

An dieser Stelle muss ich an ein wundervolles Buch denken, das ich als Jugendliche geliebt habe: Der Trotzkopf. Vielleicht kennst Du es ja auch. Die Hauptfigur Ilse war anfangs total rebellisch und wollte sich nicht in die feine Gesellschaft einfügen. Also wurde sie ins Internat gesteckt, um „zurechtgebogen“ zu werden.

Heute verstehe ich viel besser, warum mich diese Geschichte nie losgelassen hat. Sie ist ein perfektes Bild für die Heldenreise, die jeder von uns gebucht hat, sobald er hier auf der Erde inkarniert. Es geht immer wieder um die fundamentale Frage:

Rebellieren oder funktionieren?

Stell Dir in einem Gedankenexperiment einmal vor: Was wäre, wenn wir alle ursprünglich aus einer absoluten Einheit kommen – manche nennen es Himmel, Quelle, Ursprung oder einfach pure Liebe? Wir inkarnieren hier, gehen durch den Schleier des Vergessens und landen in der Dualität.

Und hier empfängt uns das Leben mit:

  • Jede Menge Regeln und Erwartungen

  • Einem riesigen Katalog voller Bewertungen, wie die Dinge zu laufen haben

  • Völlig unterschiedlichen Ausgangsbedingungen

Sich in dieser scheinbar getrennten Welt zurechtzufinden, ist echt hart. Also versuchen wir, uns in das enge Korsett der Welt hineinzuquetschen. Nahtoderfahrene berichten oft, wie befreiend es war, aus diesem engen „Erdenkleid“ auszusteigen, und wie schwer es war, wieder hineinzumüssen.

Der innere „Trotzkopf“ in uns ist dieser wilde Seelenanteil, der einfach nur frei leben will. Er wehrt sich anfangs mit Händen und Füßen gegen das, was ihm übergestülpt wird. Es ist der stumme Schrei der Seele, die sagt: „Das, was ich hier gerade lebe, das bin eigentlich gar nicht ich!“ Aber irgendwann bricht bei vielen der Widerstand und wir glauben, wir selbst wären das Problem.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Last der Anpassung

Vor einiger Zeit saß eine Frau bei mir in der Praxis – nennen wir sie Anna. Sie ist sehr erfolgreich, hat einen tollen Beruf, einen liebevollen Mann, zwei Kinder, ein Haus und einen Garten. Von außen betrachtet ein klassischer Fall von: „Die hat doch alles, was hat die eigentlich für Probleme?“

Und dann sagte sie diesen einen Satz zu mir, den so viele von uns kennen:

„Jeanette, ich glaube, mit mir stimmt irgendwas nicht.“

Sie merkte, dass sie mit ihren Ansichten über das Leben, die Liebe und die Kindererziehung überall aneckt und sich unverstanden fühlt. Wenn Du mir schon länger folgst, kennst Du diesen Gedanken bestimmt auch. Er taucht immer dann auf, wenn wir uns im Dickicht der Dualität verrannt haben und uns erschöpft fragen: „Was muss ich noch tun, um endlich geliebt zu sein?“

Doch je länger ich mit Anna sprach, desto klarer wurde mir: Mit ihr stimmt alles ganz wunderbar. Sie versuchte lediglich seit Jahren verzweifelt, jemand zu sein, der sie gar nicht ist. Und genau das hat sie so unendlich müde gemacht.

Auf meinem Whiteboard in der Praxis steht deshalb ganz oft das Wort: Verkappte Rebellin oder verdeckter Rebell.

Du bist ein unzerstörbares Original

Vielleicht beginnt Heilung gar nicht damit, dass Du ein neuerer, besserer, reparierterer Mensch werden musst. Vielleicht darfst Du heute einfach erkennen, dass Du aufhören darfst, ständig jemand anderes sein zu wollen.

So wie Du bist, bist Du gewollt. So wie Du bist, bist Du perfekt gedacht.

Wenn Du erkennst, dass mit Dir im Kern gar nichts verkehrt ist, verfliegt diese tiefe Erschöpfung und Du tankst wieder echte Kraft. Davon handelt jede große Heldenreise, egal ob in der Resilienzforschung, der Spiritualität, in Ein Kurs in Wundern oder in Kinderbuchklassikern wie Die Brüder Löwenherz. Es geht immer um Menschen, die innerlich wieder lebendig werden, ihrem Herzen folgen und das Vertrauen in sich selbst zurückgewinnen.

Was wir von den Blumen im Garten lernen können

Heilung ist eine Form der Selbstliebe. Du brauchst nichts Neues zu erschaffen, sondern darfst das pflegen, was längst da ist.

Du weißt ja, wie sehr ich meinen Garten liebe. Wenn ich morgens die Pflänzchen gieße, rede ich mit ihnen: „Geht es Dir gut? Stehst Du hier richtig? Hab Spaß heute und tu das, was Du am besten kannst: Strahlen und blühen!“

Ein Sonnenhut käme niemals auf die Idee, traurig zu sagen:

„Ich wäre viel lieber wie das Schleierkraut links von mir. Das ist so schön filigran. Ich versuche jetzt alles, um endlich Schleierkraut zu werden!“

Nein, der Sonnenhut blüht einfach als Sonnenhut, und das Schleierkraut als Schleierkraut. Genauso ist es bei Dir. Natürlich kannst Du an Deinen Potenzialen feilen und sie freilegen, aber Du kannst kein komplett neuer Mensch werden. Es ist viel leichter, Deine Stärken zu fördern, als mühsam Deine vermeintlichen Schwächen abzutrainieren.

Dazu empfehle ich Dir von Herzen den 20-minütigen Kurzfilm The Butterfly Circus. Er zeigt wunderschön, was passiert, wenn wir aufhören, uns über unsere Makel zu definieren, und erkennen, dass wir – egal unter welchen Bedingungen – immer etwas Wertvolles zu geben haben.

Heilung ist kein zähes Projekt

Wenn Du diesen einen bekannten Satz glauben könntest: „Nichts Wirkliches kann bedroht werden.“ Was würde das mit Dir machen?

Was, wenn unter all Deinem Alltagsstress, Deinen Ängsten und Selbstzweifeln ein Kern in Dir existiert, der vollkommen heil, unberührt und rein geblieben ist? Allein diese Vorstellung verändert alles!

Heilung im Geiste ist kein zähes Projekt, kein endloser Reparatur-Wettlauf. Heilung bedeutet vielmehr das Wieder-Erinnern an Deine Ganzheit. Wenn Du Dich daran erinnerst, wer Du unter all den Schichten aus Anpassung und Selbstkritik eigentlich schon immer warst, beginnst Du aufzuwachen. Du erkennst: „Ich bin genau richtig, genau hier, wo ich jetzt bin.“

Deine Übung für diese Woche: „Sagt mein Ego!“

Hast Du Lust, das direkt im Alltag zu üben?

Beobachte diese Woche einmal ganz wertfrei, wie oft Du denkst: „Ich müsste anders sein“ oder „Ich muss noch an mir arbeiten“. Immer wenn sich ein Gedanke gestresst und eng anfühlt – so, als würde Dir jemand die Kehle zudrücken –, hältst Du kurz inne.

Und dann hängst Du einfach diese drei magischen Worte an den Gedanken an:

„… sagt mein Ego.“ (Oder: „… sagt Egon!“)

Wenn Du also denkst: „Ich habe heute wieder überhaupt nichts auf die Reihe bekommen…“, ergänze gedanklich: „… sagt mein Ego.“ Ich liebe es, diesen inneren Antreibern Namen zu geben (bei mir heißen sie Egon oder Amy). In dem Moment, in dem Du das tust, nimmst Du dem Gedanken die Macht und merkst sofort, wie viel leichter es sich anfühlt.

Jetzt bist Du dran: Wann hattest Du das letzte Mal das Gefühl, eine unfertige Baustelle zu sein? Und was würde sich verändern, wenn Du diesen Gedanken jetzt einfach mal beiseite schiebst?

Schreibe mir Deine Erfahrungen, Gedanken oder auch Deine persönlichen Buch- und Filmtipps wahnsinnig gerne in die Kommentare! Ich freue mich riesig auf den Austausch mit Dir.

Ich danke Dir von Herzen fürs Zuhören und Mitlesen und wünsche Dir alles, alles Liebe!

Deine Jeanette

Glaubenssätze & Innerer Friede: Warum Du gut genug bist

Glaubenssätze & Innerer Friede: Warum Du gut genug bist

Ich weiß, dass Du das auch kennst … das mit dem „Bin ich gut genug?“. Das allein ist ja schon eine witzige Frage, wenn sie so solo da steht ohne Kontext. Aber manchmal haben wir tatsächlich ganz tief in uns vergrabene Glaubenssätze, die erst ans Licht befördert werden, wenn der Kontext passt.

Wenn wir echten inneren Frieden finden wollen, müssen wir verstehen, dass dieser Wert nicht im Außen liegt. In meiner Arbeit begegnet mir diese Suche ständig. Es geht darum, den Suchfehler im System zu finden und zu bemerken, dass wir eigentlich schon am Ziel sind.

Die Suche in der Altpapiertonne

Stell Dir das mal so vor. Die Frage, ob Du gut genug bist oder nicht, ist ungefähr so, als würdest Du seit Stunden mit hochrotem Kopf in einer riesigen Altpapiertonne wühlen. Kopfüber steckst Du in der Tonne. Du suchst verzweifelt nach einer Quittung, einer Bestätigung oder irgendeinem Beweis dafür, dass Du „gut genug“ bist.

Um Dich herum fliegen Rechnungen, alte To-Do-Listen und die Erwartungen anderer Leute. Du bist verschwitzt, völlig gestresst und denkst: „Wenn ich dieses eine Blatt Papier nicht finde, dann war alles umsonst!“

Und während Du da so im Müll Deiner Sorgen wühlst, steht das Leben oder Dein Geistführer direkt hinter Dir, tippt Dir sanft auf die Schulter und flüstert Dir liebevoll ins Öhrchen:

„Heyyyy Schnuggi, hör auf zu wühlen. Guck mal in Deine Tasche. Da liegt der Jackpot-Schein, nachdem Du so lange gesucht hast. Er gehört Dir schon längst – Du hast ihn nur völlig vergessen, während Du Dich mit dem Altpapier des Lebens beschäftigt hast.“

Warum wir so schwer Seelenfrieden finden

Jaja … wir alle leiden immer mal wieder unter dem „Ich-muss-das-endlich-hinkriegen-Syndrom“. Das ist sehr anstrengend. Wir rackern uns ab wie blöde! Wir glauben, spirituelles Wachstum oder ein ruhiger Geist sei etwas, das wir uns hart erarbeiten müssten. Ohne Fleiß ja bekanntlich kein Preis!

Und so suchen wir unseren Wert im Außen, in unseren Leistungen oder in der Anerkennung anderer – also quasi im Altpapier des Lebens. Obwohl wir eigentlich wissen, dass es dort nicht zu finden ist, tappen wir immer wieder in die gleiche Falle.

Kleiner Tipp: Ärger Dich nicht darüber! Bemerk es einfach und dann lach drüber!

Denn die Wahrheit ist viel entspannter:

  • Dein innerer Frieden ist kein Ziel, das Du erreichen musst. Er ist Deine Grundausstattung.

  • Du bist nicht hier, um Dich würdig zu schuften, sondern um zu bemerken, dass Du bereits mit allem ausgestattet wurdest, was Du brauchst.

  • Was Du in Wahrheit willst, ist bedingungsloser Frieden und Ruhe im Kopp.

Wenn die Realität zuschlägt (Pippi & Politik)

Schön! Leichter gesagt, als getan mit den ganzen Wühlereien. Wenn dann noch der Körper weh tut, das Alter der Haut einen vertrockneten Faltenlook verpasst, Du dreimal nachts raus musst, um Pippi zu machen und dann Dein Nachbar auch noch fiese Kinder hat …

Nicht zu vergessen die ganzen Sorgen und Grübeleien um das Wetter und die Politik und warum eigentlich die Welt vor die Hunde geht oder sollen wir doch wieder zurück zur Atomenergie … Leben ist anstrengend, oder?

Doch was wäre, wenn Dein mentaler Stress eigentlich nur das Geräusch des Wühlens ist, das entsteht, wenn Du versuchst, nach etwas zu suchen oder etwas zu werden, was Du im Kern schon längst bist? Ich rede hier nicht von den Herausforderungen von Krankheit, Alter und Ängsten, sondern von den täglichen Gedanken, die uns unser Leben vermiesen.

Die Strategie: Vom Wühl-Stopp und Cash-Out

Vor ein paar Tagen habe ich einen wundervollen Satz von Guido Ludwigs gehört:

„Nichts ist so vergänglich wie ein Gedanke, der keine Aufmerksamkeit bekommt!“

Der Hit, oder? Anstatt heute zu versuchen, Deine Probleme mit noch mehr Nachdenken zu lösen, probier mal das hier:

  • Der „Wühl-Stopp“: Sobald Du merkst, dass Deine Gedanken kreisen (das Altpapier!), sag Dir: „Stopp. Hier drin liegt nichts, was mich wirklich glücklich macht.“

  • Die Hilfe annehmen: Du musst dieses Leben nicht allein managen. Es gibt eine Intelligenz, die Deine Zellen steuert. Vertrau darauf, dass sie auch Deinen Alltag hinkriegt. Wie Du das nennst, ist doch wumpe!

  • Dankbarkeit als Cash-Out: Dankbarkeit ist der Moment, in dem Du den Lottoschein am Schalter Deiner eigenen Haustür vorzeigst. Wenn Du Danke sagst, erkennst Du an, dass Du bereits reich beschenkt bist. Das verändert Deine Chemie im Körper sofort.

Aber was ist mit den Despoten und Machthabern?

Wenn Du begreifst, dass Du in Wahrheit „safe“ bist, verändert sich Dein Gang. Aber jetzt fragst Du Dich bestimmt: „Aber Jeanette, was ist denn mit all den Despoten, den Mördern und Kriegstreibern?“ Ja … sehr gute Frage.

  1. Das „Irrenhaus-Gleichnis“: Stell Dir vor, Du gehst durch eine geschlossene Abteilung. Ein Patient hält sich für eine Teekanne und beschimpft Dich. Wärst Du sauer? Wahrscheinlich nicht. Ein Despot ist ein zutiefst geistig verwirrter Mensch, der den Kontakt zu seiner wahren Quelle komplett verloren hat.

  2. Form vs. Inhalt: In unserer Welt (der Formen) gibt es Taten, die schrecklich sind und die wir stoppen müssen. Aber auf der Ebene des Inhalts (der Seele) gibt es nur zwei Dinge: Liebe oder ein Ruf nach Liebe.

  3. Groll bestraft nur Dich: Dein Hass bestraft nur Dich selbst. Dein Blutdruck steigt, Dein Frieden ist weg. Wenn Du sagst: „Diese Person ist ein Monster“, dann baust Du eine Welt auf, in der Monster existieren können.

  4. Sonne und dicke Wolken: Das wahre Wesen jedes Menschen ist die Sonne. Ein Mörder hat dicke, schwarze Gewitterwolken davor geschoben. Die Sonne dahinter ist immer noch da, sie ist nur gerade völlig „unbesuchbar“.

—-

Sodele … hast Du’s bemerkt? Das war Ein Kurs in Wundern in Alltagssprache. Diese radikal entspannte Sichtweise ist der Kern aus Lektion 123 und genau mit so etwas beschäftigen wir uns jeden 1. und 3. Sonntag um 10 Uhr im Zeitwellen-Café. Willst Du mal dabei sein? Dann klick hier: https://tidycal.com/zeitwellen/zeitwellen-cafe

Alles Liebe

Deine Jeanette 🌸

Liebevolle Selbstgespräche – Erinnere Dich an Deine wahre Größe

Liebevolle Selbstgespräche – Erinnere Dich an Deine wahre Größe

Wir alle führen sie – oft unbemerkt, manchmal gnadenlos streng, manchmal liebevoll und tröstend: unsere Selbstgespräche. Doch nur wenige wissen, wie machtvoll sie wirklich sind. Liebevolle Selbstgespräche können unser gesamtes Empfinden verändern – körperlich, emotional und geistig. Denn was wir über uns denken und zu uns sagen, beeinflusst unsere Stimmung, unseren Hormonhaushalt und sogar, wie gut unser Gehirn auf Stress reagiert.

Die Sprache Deiner Gedanken

In der Neurowissenschaft weiß man heute, dass jeder Gedanke elektrische und chemische Reaktionen auslöst. Positive, aufbauende Gedanken setzen Botenstoffe wie Dopamin, Serotonin oder Oxytocin frei – jene Substanzen, die uns friedlich, zuversichtlich und verbunden fühlen lassen. Negative oder selbstkritische Gedanken dagegen aktivieren Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin, die Herzschlag, Muskeltonus und Blutdruck erhöhen.

Unser Körper reagiert also, als wäre eine reale Bedrohung da – nur weil wir uns selbst mit harten Worten begegnen. Etwa 60.000 Gedanken ziehen Tag für Tag durch unseren Kopf, und der Großteil davon sind Wiederholungen – alte Denkmuster, Selbstbewertungen, unbewusste Programme. Wenn wir also nicht achtsam sind, erzählen wir uns immer wieder dieselben Geschichten über uns selbst:

  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Ich hätte das besser machen müssen.“
  • „Ich darf mich nicht so anstellen.“

Doch was wäre, wenn Du stattdessen bewusst wählst, welche Worte in Deinem Inneren erklingen dürfen?

Beispiele aus dem Alltag

Vielleicht kennst Du solche Situationen:
Du verschüttest Deinen Kaffee und hörst sofort den Satz: „Typisch, das passiert nur mir.“
Oder Du schaust in den Spiegel und bemerkst, wie schnell der Gedanke auftaucht: „Ich sehe heute furchtbar aus.“

Genau hier entsteht die Magie des Bewusstseins. Denn in dem Moment, in dem Du den Gedanken bemerkst, hast Du die Möglichkeit, ihn liebevoll zu korrigieren. Du kannst innerlich sagen:

„Ach, wie gut, dass ich es bemerke. Ich bin geduldig mit mir.“
Oder: „Mein Körper ist mein Zuhause, er trägt mich durch mein Leben.“

Auch im Umgang mit anderen Menschen zeigt sich, wie liebevoll Deine inneren Gespräche sind.

Wenn Du Dich oft entschuldigst, obwohl es gar nicht nötig ist, oder Dich klein machst, um zu gefallen, dann spricht Dein inneres Programm von Anpassung und Angst.

Doch sobald Du beginnst, Dir selbst zuzuhören und Worte der Güte zu wählen, verändert sich Deine Ausstrahlung. Du stehst aufrechter, Deine Stimme wird weicher, Deine Entscheidungen klarer.

Psychologische Sicht

In der Psychologie spricht man vom „inneren Dialog“.

Unsere Selbstgespräche, also wie wir mit uns selbst sprechen, prägt unser Selbstbild und unsere Fähigkeit, mit Herausforderungen umzugehen. Menschen, die freundlich mit sich selbst sprechen, zeigen seltener Symptome von Angst und Überforderung.

Sie bewerten Fehler nicht als Beweis ihres Versagens, sondern als Lernmomente.

Wenn Du innerlich sagst: „Ich gebe mein Bestes, und das darf reichen“, beruhigst Du Dein Nervensystem auf natürliche Weise.

Das Gehirn lernt dadurch, Sicherheit mit Selbstakzeptanz zu verknüpfen – und nicht mit Perfektionismus.

Spirituelle Perspektive

In Ein Kurs in Wundern heißt es:

„Lass Dich nicht mit Deiner Kleinheit zufrieden geben. Denn sie ist nicht, was Du bist.“

Und genau das geschieht, wenn wir beginnen, anders mit uns zu sprechen. Wir steigen aus der kleinmachenden Stimme des Ego aus und öffnen uns der Stimme der Liebe – unserer wahren Natur.

Es ist, als würden wir uns selbst an die Hand nehmen und sagen:
„Ich sehe Dich. Ich glaube an Dich. Und ich erinnere Dich daran, wer Du wirklich bist.“

Eine kleine Geschichte: Selbstgespräche

Eine alte Frau kam jeden Morgen zu einem See.
Sie setzte sich ans Ufer und sprach laut zu sich selbst.
Manchmal lobte sie sich, manchmal tröstete sie sich, manchmal lachte sie über sich.

Eines Tages fragte ein Wanderer:
„Mit wem sprichst du da eigentlich?“

Die Frau lächelte und sagte:
„Mit der, die so lange geglaubt hat, sie sei nicht genug.
Ich will, dass sie mich endlich hört.“

Der Wanderer nickte.
„Und hört sie dich?“

Sie antwortete:
„Manchmal ja.
Und an diesen Tagen scheint die Sonne heller.“ 🌞

Kleine Meditation zum Abschluss

Wenn Du magst, nimm Dir jetzt einen Moment Zeit.
Schließe sanft die Augen.
Atme tief ein – und spüre, wie sich Dein Brustkorb hebt.
Atme aus – und lass die Schultern sinken.

Lege eine Hand auf Dein Herz. Unter Deiner Hand schlägt das Leben selbst.
Und nun beginne leise in Dir zu sprechen:

🌸 Ich bin bereit, liebevoll mit mir zu sein.
🌸 Ich darf Fehler machen und daraus lernen.
🌸 Ich bin getragen von etwas Größerem.
🌸 Ich bin fähig, Großartiges zu vollbringen.
🌸 Ich bin Liebe in Bewegung.

Wenn ein Gedanke auftaucht, der Dich klein machen will, sieh ihn an – und lächle ihm zu.
Sag innerlich:

„Danke, dass Du mich so lange begleitet hast. Aber heute wähle ich andere Worte.“

Denn der liebevollste Gedanke, den Du heute denken kannst,
ist immer der, der Dich an Deine wahre Größe erinnert.

330 Ich will mich heute nicht wieder selbst verletzen

330 Ich will mich heute nicht wieder selbst verletzen

Kennst Du dieses Gefühl, dass Du Dir selbst im Weg stehst? Dass Dich Dein eigener kritischer Geist herunterzieht und ständig an Dir zweifelt? In unserem heutigen Impuls 330 „Ich will mich heute nicht wieder selbst verletzen“ besprechen wir genau dieses Thema und zeigen Wege auf, wie Du Dich selbst aus diesem Kreislauf von negativer Selbstkritik und innerem Kampf befreien kannst. Klingt nach einer Herausforderung, oder? Keine Sorge, Du bist nicht allein auf dieser Reise.

Warum Selbstverletzung nicht immer körperlich ist

Oftmals denken wir bei Selbstverletzung an physische Handlungen, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Selbstverletzung kann sich vielmehr in der Form von negativen Gedanken und Selbstvorwürfen manifestieren. Hast Du schon mal am Ende eines Tages im Bett gelegen und Deine Gedanken wirbelten nur so um all die Dinge, die Du „hättest besser machen können“? Du fragst Dich, warum Du nicht gut genug bist oder warum Du nicht an dem Punkt bist, an dem Du sein solltest? Das ist mentale Selbstverletzung.

„Selbstverletzung, das können wir immer ganz fein machen, indem wir fiese Gedanken haben.“

Der Kreislauf der Schuldgefühle

Ein großer Teil dieser negativen Spirale sind Schuldgefühle. Diese Schuldgefühle können stark an Dir zehren und führen oftmals zu einer fehlerhaften Selbstwahrnehmung. Du glaubst, Du musst Dich immer weiter optimieren, besser werden und Dich beweisen. Aber wozu eigentlich? Wer sagt denn, dass Du nicht schon gut genug bist, genauso wie Du bist?

„In dem Moment, wo du das tust, hast du den Frieden gewählt, der bereits immer in dir war.“

Vergebung als Schlüssel zur Freiheit

Ein zentrales Thema, das ich in dieser Impuls 330 anspreche, ist die Vergebung – und zwar nicht nur die Vergebung anderen gegenüber, sondern vor allem Dir selbst. Vergebung ist der Schlüssel zur Befreiung aus dem Kreislauf von Schuld, Angst und Zweifeln. Es geht nicht darum, perfektionistisch zu sein oder alles richtig zu machen. Es geht darum, sich selbst zu vergeben und Frieden zu finden. Vergebung basiert auf einer freien Willensentscheidung – Deine Entscheidung.

„Vergebung fällt uns oft dann sehr schwer, wenn echt heftige Sachen passiert sind, traumatische Dinge.“

Der innere Kritiker und das Ego

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der innere Kritiker, oft auch als Ego bezeichnet. Dein Ego erzählt Dir Geschichten, die auf Angst und Zweifel basieren. Es hält Dich gefangen in alten Mustern und Schuldgefühlen. Der Buddhismus nennt diesen ewigen Kreislauf Samsara, in dem immer wieder dieselben negativen Muster ablaufen. Doch Du kannst aus diesem Kreislauf aussteigen.

„Unser Geist projiziert diese negativen Überzeugungen dann nach außen. Das ist das, was wir ja die ganze Zeit tun, und zack, fühlen wir uns von der Welt bestätigt.“

Die Bedeutung von Selbstvergebung

Die Praxis der Selbstvergebung ist ein Weg, den Frieden in Dir wieder zu entdecken. Es bedeutet, die Perfektion loszulassen und Dich selbst so zu akzeptieren, wie Du bist – mit all Deinen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Diese Akzeptanz öffnet den Raum für wahre Freude und inneren Frieden.

„Das Selbst, das Gott schuf, kann nicht sündigen und kann daher nicht leiden.“

Ein neuer Blick auf Stress und Resilienz

Stress entsteht oft dann, wenn wir innerlich kämpfen – gegen uns selbst, gegen andere oder gegen das Leben an sich. Doch was wäre, wenn Du beschließen würdest, diesen Kampf zu beenden? Was wäre, wenn Du Dir selbst mehr Leichtigkeit schenkst und einfach mal die Selbstkritik sein lässt?

„Stress entsteht immer dann, wenn wir innerlich kämpfen. Innerlich. Gegen uns selbst, gegen andere. Gegen das Leben. Gegen Gott.“

Der Weg zu einem erfüllten Leben

Indem Du diese inneren Kämpfe eindämmst und Selbstvergebung praktizierst, öffnest Du den Weg zu einem erfüllten Leben. Du musst nicht alles richtig machen, um wertvoll zu sein. Du bist bereits wertvoll, genauso wie Du bist. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt in Richtung eines stressfreieren Lebens.

„Ich will mich selbst nicht mehr verletzen. Ich will mich im Geiste nicht mehr verletzen.“

💫 🎙️ Die ganze Folge 330 des Zeitwellen-Podcasts kannst Du Dir auf YT, iTunes oder Spotify anhören oder dort, wo’s Dir gefällt!

Alles Liebe
Deine Jeanette von Zeitwellen.life 🌸

273 Finde inneren Frieden und Geistesstille in hektischen Zeiten

273 Finde inneren Frieden und Geistesstille in hektischen Zeiten

In unserem heutigen Impuls 273 tauchen wir tief ein in das Thema Stille und Geistesfrieden. Ein Kurs in Wundern zeigt uns, wie wir in stressigen Zeiten inneren Frieden finden können.

Stell Dir vor, Du stehst morgens auf, haust Dir das Knie gegen den Bettpfosten und der Tag beginnt schon chaotisch. Ein solch turbulenter Start kann einen echten Wirbelsturm an negativen Gedanken und Gefühlen auslösen. Doch hier kommt unser heutiger Impuls 273 ins Spiel: Eine Erinnerung daran, dass Stille und innere Ruhe selbst in den turbulentesten Zeiten erreichbar sind.

Die Suche nach innerer Stille

Kennst Du das? Ein Tag, an dem nichts klappt? Du fragst Dich, wann es endlich ruhiger wird und sehnst Dich nach einem Moment der inneren Stille. Diese Stille finden wir in uns selbst. Es ist wichtig, innezuhalten und eine kleine Pause zu machen. Dies kann helfen, den inneren Lärm zu reduzieren und den Fokus wieder auf das Wesentliche zu legen.

„Was wäre, wenn alles gut wäre? Wenn das, was gerade so stressig erscheint, bedeutungslos wäre?“, diese Frage beruhigt mich total. Die Vorstellung, dass Stress und Hektik keinen wirklichen Einfluss auf mich haben, gibt mir sofort ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit. In solchen Momenten wird der Frieden Gottes spürbar, eine Weite und eine Ruhe, die allumfassend ist.

Der Friede Gottes in dir

Vielleicht klingt „der Frieden Gottes“ für Dich erst einmal weit entfernt und unerreichbar. Aber glaube mir, er ist näher als Du denkst. Wir alle haben die Fähigkeit, inneren Frieden zu finden.

„Die Stille von Gottes Frieden ist mein“. Wiederhole diesen Satz in Deinem Geist und merke den Unterschied. Es ist, als ob Du eine unsichtbare Pausetaste drückst und alles zur Ruhe kommt. In solchen Momenten spürst Du, dass der innere Friede unantastbar ist. Er ist Teil von Dir, immer und überall.

Herausforderungen überwinden

Stell Dir vor, Du bist inmitten einer stressigen Situation und Dein inneres Kind, Dein Ego, versucht Dich zu überzeugen, dass es Dir unmöglich gut gehen kann. Aber in Wahrheit hast Du immer die Wahl. Du kannst Dich jederzeit entscheiden, glücklich und zufrieden zu sein und Dich von Deiner Vergangenheit zu lösen.

Leo Tolstoy sagte einmal:

„Jeder denkt daran, die Welt zu verändern, aber niemand denkt daran, sich selbst zu verändern.“

Das ist die wahre Macht, die Du besitzt. Veränderung beginnt in Dir. Vergangenheit und Stress dürfen Dich nicht kontrollieren. Dein Geist hat die Kraft, alles zu heilen und Frieden zu finden.

Praktische Tipps für Geistesfrieden

Indem Du regelmäßig innehältst und tief durchatmest, findest Du die nötige Ruhe. Manchmal ist es hilfreich, sich vorzustellen, dass alles um Dich herum einfriert – ein Standbild des Lebens. Das gibt Dir die Möglichkeit, einen Moment der stillen Reflexion und Entspannung zu erleben.

Wenn Dir ein Tag der völligen Stille nicht machbar erscheint, sei nicht entmutigt. Jeder kleine Schritt zählt. Lerne, Störungen loszulassen und immer wieder zum inneren Frieden zurückzukehren. Jeder Moment der Ruhe ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Schlussgedanken

In unserem Impuls 273 haben wir gelernt, dass innerer Frieden selbst in stressigen Zeiten möglich ist. Die Stille und Ruhe, die Du suchst, sind bereits Teil von Dir. Du musst nur den Mut haben, innezuhalten und diese innere Stille zuzulassen.

Erinnere Dich daran:

„Der Frieden, den Du suchst, ist bereits da. Er ist in Dir.“

Nutze diesen Impuls, um Dich daran zu erinnern, dass Du immer die Wahl hast, Deinen inneren Frieden zu finden und zu bewahren. Egal, wie chaotisch Dein Tag oder Deine Vergangenheit auch sein mögen, Frieden ist jederzeit erreichbar.

💫 🎙️ Die ganze Folge des Zeitwellen-Podcasts kannst Du Dir auf YT, iTunes oder Spotify anhören oder dort, wo’s Dir gefällt!

Alles Liebe
Deine Jeanette von Zeitwellen.life 🌸

warteliste selfcare kurs 2024

Jeanette Richter Spirituelles Stressmanagement

An welche E-Mail darf ich Dir die GRATIS-BOX schicken?

Nach Deiner Anmeldung kannst Du Dir die BOX mit Checklisten, Fragebögen, Meditationen u.v.m. herunterladen, damit Du gleich loslegen kannst.

Völlig gratis und exklusiv für meine Abonnenten und Klienten!

Danke! Eine Bestätigungsmail ist an Dich unterwegs.

Dein StressCare-Video wartet schon auf Dich:

Trag Dich hier mit Deinem Vornamen und Deiner E-Mail-Adresse ein und dann kannst Du Dir gleich das Video kostenfrei anschauen.

Danke! Eine Bestätigungsmail ist an Dich unterwegs.