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Lektion 122: Ein Hoch auf die Vergebung: Der Pazifist in deinem Kopf

Lektion 122: Ein Hoch auf die Vergebung: Der Pazifist in deinem Kopf

Hallo, schöne Seele! Heute schnallen wir uns an für eine Achterbahnfahrt durch die Welt der Vergebung. Denn, ganz ehrlich, wer hätte gedacht, dass das Loslassen alter Grollsteine so erfrischend sein kann?

In unserer heutigen Folge greifen wir mal wieder in die Kiste der spirituellen Weisheiten. Lass mich Dich auf eine Reise mitnehmen, die Deinen Stress nicht nur erträglicher macht, sondern vielleicht sogar in ein Funkeln der Freude verwandelt.

Vergebung – Mehr als nur ein Sorry

**Erkenne die Macht in Dir**

„Vergebung schenkt Dir alles, was Du willst.“

Stell Dir vor, es gibt eine Superkraft in Dir, die Dir Frieden, Freude und ein Gefühl der Zufriedenheit geben kann. Vergebung ist diese Superkraft. Sie hilft Dir, Dich von dem schweren Gepäck alter Verletzungen zu befreien und lehrt Dich, mit leichteren Schultern durchs Leben zu tanzen.

Warum Dein Stress Dein bester Lehrer sein kann

**Lerne von Deinem Stress**

Stress ist nicht nur da, um Dich zu ärgern. Er ist eigentlich ein ziemlich guter Lehrer, wenn Du ihm zuhören lernst.

Wie gesagt, hilft Dir Vergebung, Stress nicht als Feind, sondern als Wegweiser zu sehen. Er zeigt Dir, wo Du noch festhältst, wo es noch etwas zu lernen gibt. Befreie Dich selbst, indem Du lernst, loszulassen.

Wie Vergebung Dir Beziehungen verwandelt

**Sei der Wandel, den Du Dir wünschst!**

Du musst nicht wissen, wie das passiert. Du darfst darauf vertrauen, dass es passiert.

Vergebung kann nicht nur Dein eigenes Herz heilen, sie kann auch Deine Beziehungen in ein neues Licht rücken. Hast Du Schwierigkeiten mit jemandem?

Vielleicht hilft es, wenn Du Deine Perspektive änderst. Schenke Vergebung, und beobachte, wie sich Deine Beziehungen verwandeln.

Das tägliche Vergebungsritual

**Mache es zu einer täglichen Praxis**

„Möchtest Du draußen stehen bleiben, wenn der ganze Himmel drinnen auf Dich wartet?“ (Ein Kurs in Wundern)

Vergebung sollte keine Eintagsfliege sein. Mache sie zur täglichen Übung. Wie? Kannst Du Dich morgens beim Zähneputzen daran erinnern, wem Du heute vergeben möchtest? Transformation geschieht durch Konstanz.

Wie Du mit Vergebung Dein Leben bereichern kannst

**Ernte die süßen Früchte**

Das Wunderbare an Vergebung ist, dass Du nicht nur anderen hilfst, sondern auch Dir selbst. Ernsthaft, wer möchte nicht in einer Welt voller Frieden und Liebe leben? Beginne bei Dir und streue die Samen der Vergebung in Deinem eigenen Garten.

Übung zur Selbstreflexion

Bevor Du jetzt weiterziehst, lass uns eine kleine, aber wirkungsvolle Übung machen. Nimm Dir einen ruhigen Moment und denke über folgende Fragen nach:

  1. Wen muss ich heute vergeben, und warum fühle ich mich dadurch verletzt?
  2. Wie würde es sich anfühlen, wenn ich diese Last nicht mehr tragen müsste?
  3. Was könnte sich in meinem Leben ändern, wenn ich diesen Schritt mache?

Schreibe Deine Antworten auf und hänge sie irgendwo auf, wo Du sie jeden Tag sehen kannst. Erinnere Dich daran, dass Vergebung ein Geschenk ist, das Du Dir selbst gibst.

„Vergebung ist das Mittel, durch das sie (die glückliche Welt der Sicherheit und des Friedens) kommt.“ – Jeanette Richter

Vielen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, diesen Blogpost zu lesen.

Ich hoffe, er hat Dir Inspiration für Deinen Tag gegeben und Dich ermutigt, die Türen der Vergebung weit aufzustoßen. Alles Liebe und bis zum nächsten Mal!

Lektion 122 nachlesen

Die vollständige Tageslektion aus Ein Kurs in Wundern kannst Du hier nachlesen

 

Alles Liebe

Deine Jeanette

 

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Selbstfürsorge ist SelfCare: Wie Du Dich gut um Dich selbst kümmerst

Selbstfürsorge ist SelfCare: Wie Du Dich gut um Dich selbst kümmerst

Hast Du heute schon gut für Dich gesorgt? Ich bin sicher, dass Du das hast. Du hast was gegessen oder getrunken, hast Dich gewaschen oder Dich selbst angelächelt. Also hast Du Selbstfürsorge praktiziert- ganz selbstverständlich. Doch wahre SelfCare oder Selbstfürsorge besteht aus mehr als körperlicher Bedürfnisbefriedigung. Sie ist so essentiell für unser Wohlbefinden und unsere psychische wie physische Gesundheit.

Nur wenn wir auch auf uns selbst achten und unsere eigenen Bedürfnisse – auf allen Ebenen – stillen, können wir anderen wirklich mit Freude dienen und die Herausforderungen des Alltags meistern.

In diesem Artikel möchte ich Dir ein paar einfache Strategien und Tipps an die Hand geben, mit denen Du Deine eigene Selbstfürsorge stärken kannst. Denn „die stillen Helden des Alltags„, wie ich sie in einem früheren Beitrag genannt habe, verdienen unsere besondere Zuwendung.

Wie immer lade ich Dich ein, auch Deine eigenen Ideen und Erfahrungen mit Selbstfürsorge in den Kommentaren zu teilen. Gemeinsam können wir einander unterstützen und inspirieren, ein Leben in mehr Ausgeglichenheit und Wohlbefinden zu führen.

Ich wünsche Dir viel Freude bei der Lektüre!

Zugehörige Podcastfolge

Was bedeutet das Wort SelfCare genau?

SelfCare bedeutet, dass Du gut für Dich selbst sorgst und Dich gut um Dich kümmerst. Bei dem Wort SelfCare geht es daher nicht nur um Wohlfühlen oder relaxtes Entspannen im heimischen Garten oder im eigenen Wohnzimmer. Das kann zwar auch ganz nett sein, aber hinter SelfCare steckt viel mehr.

Bei SelfCare geht es um Deine wahre Identität. Um ein Gewahrsein Deiner wahren Natur.

Denn sie drückt aus, wie Du zu Dir und Deinem wahren Selbst stehst. Welche Wahrnehmung Du von Dir selbst hast, also wie Du Dich selbst wahrnimmst, wie Du mit Dir selbst umgehst.

Denn von dieser Selbst-Wahrnehmung hängt ab, ob Du ein eher glückliches und damit „leichteres“ Leben oder ein eher stresserfülltes und damit anstrengenderes Leben führst.

SelfCare steht auch für die Art und Weise, wie Du Dein Leben führst (deshalb schreibe ich auch gerne Selbstfü(h)rsorge mit „h“). Du bist also Deine eigene Führungskraft!

Und SelfCare steht auch für Deine Einstellungen zum Leben!

Für Deine Einstellung zu Dir und dem Göttlichen in Dir!

Und von welchen Maximen, Prinzipien, Glaubenssätzen oder Überzeugungen Du Dich in Deinem Leben steuern lassen und wie Du Dich selbst und andere behandeln möchtest.

Und sie beinhaltet auch eine wichtige Komponente: Deine Einstellung zum Tod.

Oder wie Du mit der Tatsache Deiner eigenen Endlichkeit umgehst.

SelfCare drückt aus, WIE Du zu Dir stehst!

SelfCare steht für die Art und Weise, wie Du Dein Leben führst. Sie steht für Deine Einstellungen zum Leben! Für Deine Einstellung zu Dir!

Und von welchen Maximen, Prinzipien, Glaubenssätzen oder Überzeugungen Du Dich in Deinem Leben steuern lassen und wie Du Dich selbst und andere behandeln möchtest.

finger zeitwellen

Deine Einstellung zum Ende

Und sie beinhaltet eben auch eine wichtige Komponente: Deine Einstellung zum Tod. Oder wie Du mit der Tatsache Deiner eigenen Endlichkeit umgehst.

Ignorierst Du sie oder hast Du sie integriert? In Dein kraftvolles Leben, um Dein Leben in Fülle zu leben?

SelfCare ist ein (Schein-)Anglizismus! Das Wort entstammt der englischen Sprache und wird aber mehr und mehr auch im deutschen Sprachraum verwendet.

Der Vorteil dieses englischen Wortes SelfCare ist, dass es viele Bedeutungen in sich vereint. Im Deutschen gibt es leider kein adäquates Wort dafür.

Oder vielleicht doch! Und zwar „Seelsorge“. Denn eigentlich geht es bei Self um den ganzheitlichen Aspekt des Menschsein. Um mentale, emotionale, spirituelle, körperliche und soziale Aspekte. Doch dazu später mehr.

SelfCare setzt sich aus 2 englischen Worten zusammen: Self und Care! Und ich schreibe es auch am liebsten so: SelfCare.

Wörtlich übersetzt bedeutet „Self“ = Selbst oder „selber“ und „Care“ = sich pflegen, sich kümmern, für jemanden sorgen, jemanden versorgen oder pflegen. Oder wie in „do care“: Kümmer’ Dich! oder wie in „take care“: Pass gut auf Dich auf!

SelfCare als Selbstfürsorge

Du kannst also SelfCare im weitesten Sinne als Selbstfürsorge oder Selbstpflege, Selbstannahme oder Selbstverantwortung übersetzen.

Oder wie ich es eben verstehe:

SelfCare als praktizierte Selbstwertschätzung. Das Wort „Self“ deutet auch darauf hin, dass nur Du selbst es tun kannst und niemand für Dich.

Dass Du selbst für Dein Wohlergehen und Dein Glück verantwortlich bist und kein anderer. Du siehst also, in dem Wort SelfCare steckt so allerhand und hinter dem Wort verbirgt sich so manches, was dienlich und nützlich für Dich ist.

Such’ Dir einfach das Wort aus, das Dir am besten gefällt.

Zusammengefasst lässt sich sagen:

SelfCare drückt die Art und Weise aus, wie ich mich selbst wertschätzend um mich selbst kümmern möchte, ohne andere dabei zu vernachlässigen.

Selbstfürsorge oder Egoismus?

SelfCare ist eine gesunde Form der Selbstliebe, bei der Du Dich selbst und Deine Mitmenschen im Fokus behältst.

Das unterscheidet Selbstfürsorge vom „starren“ Egoismus.

Egoismus ist eine Haltung, die gekennzeichnet ist durch das Streben nach Erlangung von Vorteilen für die eigene Person. Nach Erfüllung der die eigene Person betreffenden Wünsche, ohne Rücksicht auf die Ansprüche anderer.

Egoismus wird auch bezeichnet als Selbstsucht, Ichsucht oder übertriebener Eigenliebe.

Aber ohne Eigenliebe oder Selbstliebe funktioniert keine SelfCare.

Wir können anderen nur geben, was wir selbst besitzen. Und wenn Du keine Energie, keine Kraft, keine Power mehr hast, dann kannst Du auch anderen nichts geben und nicht gut für andere da sein.

Denn: Zwei Ertrinkende können sich schlecht gegenseitig retten!

Egoismus kann daher auch als eine Art Lehre verstanden werden, nach der alles, auch das altruistische (= selbstlose, uneigennützige) Handeln, auf Selbstliebe beruht.

Im Buddhismus wird zum Beispiel gelehrt, dass ein Mensch erst dann gut für andere sorgen oder ihnen dienen kann, wenn er selbst sein „ICH“ angenommen und gut für sich gesorgt hat.

Bist Du schon einmal geflogen? Ja? Dann kennst Du das ja sicher. Bevor die Maschine abhebt, verliest die Stewardess oder der Steward (heute heißt das ja FlugbegleiterIn) die Sicherheitsregeln.

Eine Regel lautet wie folgt

… Im Falle eines Druckabfalls setzen Sie sich bitte zuerst selbst die aus der Decke fallende Sauerstoffmaske auf, und kümmern sich dann um ihren Nachbarn!

Also ist ein gesunder Egoismus Bestandteil jeder SelfCare. Sie gehört zur gesunden Selbstfürsorge!

Erst wenn es uns gut geht, haben wir auch die Kraft uns um andere zu kümmern. Deshalb ist ein gesunder Egoismus wichtig! Denn wir helfen damit uns und anderen!

Nur wer auch (nicht ausschließlich) an sich und seine Bedürfnisse denkt und diese nicht vernachlässigt, kann in einem Zustand der Fülle leben.

Wer dagegen ständig in einem Zustand des Mangels lebt und glaubt, ihm fehle etwas oder er müsse ständig aufpassen, nicht zu kurz zu kommen oder übervorteilt zu werden, der wird anderen vorwerfen, egoistisch zu handeln.

Du bist also nicht egoistisch oder selbstsüchtig, wenn Du Dich gut um Dich selbst kümmerst. Du bist nur zufriedener!

Daher beinhaltet jede SelfCare praktizierte Selbst-Wertschätzung und ist ein effektiver und alltäglicher Hausputz für Deine Seele.

Selbstlernkurs RE:MEMBER! als Workbook mit Audiotraining

Die 5+1 Aspekte der Selbstfürsorge

SelfCare ist höchstpersönlich und ganz individuell. Daher kann gesunde Selbstfü(h)rsorge auch für jeden anders aussehen.

Das kennen wir schon aus der Stressforschung. Denn genau wie beim Stress ist nicht für jeden die gleiche Situation stressig. Jeder erlebt und bewertet Stress anders. Was dem einen gut tut, lässt den anderen ganz kalt.

So ist es auch bei SelfCare: Was dem einen gut tut, löst beim anderen eher Stress aus!

Doch eines ist allen gleich: Es geht immer um den wichtigsten Menschen in Deinem Leben – um DICH!

Daher finde heraus, was DIR gut tut und integriere das dann in Deinen Alltag und mach es Dir zur Gewohnheit.

Deine SelfCare oder Selbstfürsorge kannst Du auf 5 Ebenen bzw. durch 5 +1 Aspekte verbessern.

  1. physischer Aspekt
  2. sozialer Aspekt
  3. mentaler Aspekt
  4. emotionaler Aspekt
  5. spiritueller Aspekt
  6. praktischer Aspekt

1. Der körperliche (physische) Aspekt

Alles was hierunter fällt, dient Deinem körperlichen Wohlergehen.

Beim körperlichen Aspekt geht es um Bewegung jeglicher Art. Dazu zählt bewusstes Treppensteigen ebenso wie Hausputz, Gartenarbeit, Joggen, Walken, Fitnesstraining, Gymnastik, etc.

Auch die Ernährung zählt dazu. Nicht immer nur FastFood essen, sondern auch mal was anderes. Und es geht um Dein Entspannungs- und Ruhebedürfnis.

Und um den Schlaf bzw. Deine Schlafgewohnheiten. Wer länger als 14 Tage am Stück schlecht schläft, sollte sich darum kümmern. Es geht auch um Dein äußerliches Erscheinungsbild, um Pflege und Hygiene. Auch um Deine Zähne.

Beim körperlichen Aspekt geht es also ganz allgemein gesprochen um das „Haus“ in dem DU wohnst.

Wenn das kein „Heim“ für Dich ist, sondern eher eine Bruchbude, ein gammeliges Kabuff oder eine Notunterkunft, dann leidet Deine SelfCare.

Du merkst, dass dieser Aspekt bei Dir ausgewogen ist, wenn Du genug Energie und Power besitzt, wenn Du Dich entspannt und ausgeruht fühlst oder Du diesen Umstand binnen 1-2 Tagen wieder herstellen kannst.

Und Du merkst das auch daran, wenn Du seltener „normal“ krank bist, weniger Allergien hast und wenn Du weniger stressbedingte Beschwerden aufweist.

2. Der mentale Aspekt

Beim mentalen Aspekt geht es um Deine Einstellungen, Deine mentalen Konstrukte und um Deine Gedanken. Besser gesagt, um die Art und Weise, wie DU denkst.

Hier geht es um Bewertungen, Meinungen und Urteile, die Du über Dich selbst oder andere oder die Welt hast bzw. fällst.

Denn wie schon Epiktet vor mehr als 2000 Jahren sagte:

„Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Beurteilungen über die Dinge.“ (Epiktet 55 n. Chr. – 135 n. Chr.)

3. Der emotionale Aspekt

Beim emotionalen Aspekt geht es um Deine Gefühle und wie Du sie ausagierst.

Wenn Du Deine Gefühle nicht kontrollieren kannst, wirst Du zum Sklaven Deiner eigenen Emotions. Das ist weder prickelnd für Dich, noch für Deine Mitmenschen, noch zeugt es von großer Geistesstärke.

Es geht nicht darum, Deine Gefühle zu unterdrücken, sondern diese liebevoll umzuwandeln, indem Du Deine „negativen“ Gefühle annimmst.

Dein Herz ist genauso wichtig, wie Dein Kopp“.

4. Der spirituelle Aspekt

Beim spirituellen Aspekt der Selbstfürsorge geht es um Dein Eingebundensein in dieser Welt.

Auch um Deinen Glauben, Deine Werte und Normen – all das, was Dir und Deinem Leben Sinn, Halt und Orientierung gibt.

Das kann Deine Ursprungsreligion sein oder Meditation, christliche Arbeit oder ehrenamtliche Tätigkeit.

Wichtig ist nur, dass Du Dich mit Deiner spirituellen Dimension beschäftigst und klar für Dich kriegst, was Du damit verbindest.

Also was für Dich Spiritualität bedeutet.

Viele antworten auf die Frage: „Glaubst Du an Gott oder eine übergeordnete Macht oder ein Prinzip?“ mit dem Satz: „Also ich bin kein Kirchgänger, aber ….!“

Spiritualität kann Religiosität beinhalten – muss es aber nicht.

Wenn Du Dir selbst kein Geheimnis bleiben möchtest, frage Dich also:

  • Was ist mir wichtig und warum?
  • Wie schaut mein Wozu im Leben aus?
  • An was orientiere ich mich?
  • Wem oder was habe ich noch nicht vergeben?
  • Was gibt mir Halt, Kraft und Stärke?
  • Welche Rituale praktiziere ich jeden Tag?
  • Wie sieht es aus mit meinem Glauben?
  • Wonach richte ich mich aus?
  • Was bedeutet für mich das Wort Spiritualität?

5. Der soziale Aspekt

Hier geht es um Ausgewogenheit zwischen Deinem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Deinem Bedürfnis nach Sich-Zurückziehen oder Alleinsein.

Denn wir sind soziale Wesen und brauchen Menschen, die wir lieben können und die uns lieben.

Viele Menschen brauchen das Gefühl der Zugehörigkeit, denn sie wollen sich mit anderen Menschen verbunden fühlen und von diesen z. B. gehört, gesehen und gefühlt werden.

Ich bin gerne Solist – aber nicht nur!

Auch wenn wir gut alleine sein können, heißt das nicht, dass wir komplett auf andere Menschen verzichten können. Wenn wir das tun, dann findet kaum mehr soziales Lernen statt.

Der Mensch wird am Du zum Ich

„Der Mensch wird am DU zum ICH!“, sagte schon Martin Buber. Und jeder von uns kann das bestätigen. Gemeint ist, dass der Mensch seine Identität in Beziehung und Relation zu seiner Umwelt bildet.

Erst die Begegnung mit dem anderen, dem „DU“, ermöglicht die Bildung eines eigenen „ICH“. Und hier muss sich das eigene „ICH“ immer wieder gegenüber dem „DU“ abgrenzen, seine eigenen Grenzen kennen, ausloten oder auch mal überschreiten.

Denn wie oft haben wir gerade erst durch einen anderen Menschen wieder etwas über uns selbst gelernt.

Wir Menschen adaptieren gerne, ahmen gerne nach und orientieren uns an anderen.

Vergleiche Dich nicht so oft mit anderen

Doch dabei müssen wir ständig aufpassen, dass wir uns nicht im anderen verlieren oder nur noch für ihn oder sie leben. Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht am Vergleich zerbrechen oder uns ständig unwohl fühlen, weil wir uns mit anderen vergleichen.

Und wenn uns das dann doch passiert, dann dürfen wir vergeben oder lernen, uns mit dem auszusöhnen, was uns so stresst.

Das sagt auch folgendes Zitat, dessen Verfasser leider unbekannt ist:

„Wenn es Dir so richtig schlecht gehen soll, dann vergleiche Dich mit anderen!“

Wir lernen von anderen Menschen und entwickeln uns weiter, weil sie uns anstoßen, weiterschubsen, mal sanft, mal nachdrücklich.

Auch spiegeln wir uns in anderen Menschen wider, fühlen mit ihnen, entwickeln Empathie und Mitgefühl für ihre Sorgen und Nöte.

Und wir könnten noch einen 5+1, einen 6. Aspekt hinzufügen: den praktischen Aspekt der Selbstfürsorge.

6. Der praktische Aspekt

Alles Wissen bringt nichts, wenn es nicht umgesetzt wird.

Dann sind es nur mentale „Klugscheißereien“.

In der praktischen Dimension geht es um Dein TUN! Um Struktur und Routine. Um die Art und Weise, wie Du es schaffst – ganz konkret und praktisch – Deinen Alltag so zu gestalten, dass alles was Du tust ein Ausdruck dessen bist, was und wer Du bist oder sein willst.

Das bedeutet permanentes Üben. Denn Rom oder andere Städte wurden ja auch nicht an einem Tag erbaut. Und Meister fallen auch nicht vom Himmel.

Aber Du kannst ein Meister Deiner persönlichen Lebensgestaltung werden – wenn Du Dich dafür entscheidest und Dich wieder daran erinnerst, wer oder was Du in Wahrheit sein willst. Rituale können helfen, Deinen Tag zu strukturieren bzw. den Fokus auf das Wesentliche gleich zu Beginn des Tages zu richten.

“Du musst Dein Ändern leben!“

Resilienz: Die 6 Schlüssel zu mehr psychischer Widerstandskraft

Resilienz: Die 6 Schlüssel zu mehr psychischer Widerstandskraft

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum manche Menschen an Krisen zu wachsen scheinen und andere daran zerbrechen? Das hat etwas mit unserer seelsichen Widerstandskraft zu tun und mittlerweile hat die Resilienz-Forschung klar nachgewiesen, dass diese Fähigkeit erlernt werden kann.

In diesem Artikel zeige ich Dir anhand von 6 Schlüsseln, wie Du Deine Resilienz stärken kannst.

Zeitwellen-Podcast

Was ist Resilienz?

Doch was ist Resilienz eigentlich genau? In der Psychologie bezeichnet man Resilienz als innere Stärke und als eine Art Evolutionskompetenz im Sinne von Anpassung an sich verändernde Umstände.

Resilienz beschreibt die Entwicklung, Nutzung und den Zugang zu Potentialen, die Dich dazu befähigen, Niederlagen, Krisen, Stress, Belastungen oder Schicksalsschläge besser zu meistern, damit Körper, Geist und Seele schneller heilen können.

Es bedeutet auch, den Widrigkeiten Deines Lebens aktiv und zuversichtlich zu begegnen.

Resilienz ist Deine seelische Widerstandskraft, die Dir hilft, Krisen und Probleme zu bewältigen und trotz widriger Umstände seelisch stabil und gesund zu bleiben. Sie wird daher auch als das „Immunsystem der Seele“ bezeichnet.

Und jeder Mensch hat sie bzw. kann lernen, sie wieder aufzubauen.

Kennst Du dieses Männchen? Das immer wieder von einer Seite zur anderen schwingt, wenn es angeschubst wird? Und das – nach einer Weile – wie selbstverständlich wieder in seinen Ausgangszustand zurückkehrt?

Dieses Stehaufmännchen ist eine häufig verwendete Metapher für Resilienz.

Das Wort Resilienz (lat.: resilire = zurückspringen, abprallen) kommt, wie so viele Begriffe im Bereich des Stressmanagements, aus der Physik. Dort bedeutet es, dass Materialien besonders biegsam, strapazierfähig und elastisch sind und nach Beanspruchung wieder in ihren Ausgangszustand zurückkehren.

Das ist wie beim Stress und dem Bild mit der Plastikflasche:

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Wenn Du Druck auf die Flasche ausübst, verformt sich diese. Nimmst Du den Druck wieder weg, kehrt sie in ihren Ausgangszustand zurück. Dass die Flasche überhaupt in ihren Ausgangszustand zurückkehren kann, nennt man Resilienz.

Selbsttest Resilienz: Test Deine seelische Widerstandskraft

Mach doch gleich mal selbst den Test und schau, wie gut Deine Resilienzfähigkeit derzeit ausgeprägt ist. Trag Dich dazu einfach in den Verteiler ein und lade Dir direkt aus meiner Gratisbox den kostenlosen Resilienz-Test herunter.

Resilienz ist erlernbar

Resilienz ist erlernbar und mit ein bisschen Training lässt sich diese Fähigkeit tatsächlich immer weiter ausbauen.  Aber Du musst wissen, dass Resilienz immer ein Weg ist, ein Prozess und ein stetes Bemühen im lebenslangen Leben. Doch sie lässt sich grob in 3 Bereiche unterteilen:

  1. Umgang mit eigenen Ressourcen: Du weißt um Deine eigenen Stärken und Werte. Du bist fähig, Dich selbst zu motivieren und verfügst über ein einigermaßen stabiles Selbstwertgefühl im Sinne eines: „Das bin ich und dazu steh ich!“
  2. Umgang mit anderen Menschen: Du bist neugierig auf Deine Mitmenschen und hast ein grundsätzliches Interesse an ihrem So-Sein. Dabei möchtest Du aufkommende Konflikte lieber lösen, statt diese zu ignorieren. Beziehungen sind Dir sehr wichtig.
  3. Umgang mit Ereignissen und Dingen: Du handelst überwiegend proaktiv und musst nicht auf jeden äußeren Reiz stereotyp mit der immer gleichen Verhaltensweise reagieren, sondern nimmst Deinen eigenen Handlungsspielraum wahr.

Die 6 Schlüssel der Resilienz

Um Deine Resilienz, also Deine seelische Widerstandskraft zu stärken bzw. auf- oder auszubauen, können Dir folgende 6 Schlüssel helfen.

In der Literatur findest Du auch andere Säulen bzw. Faktoren, wie z. B. die Zielorientierung und die Zukunftsplanung, aber ich habe mich auf diese hier beschränkt, da sie mir zunächst ausreichend erschienen:

  1. Akzeptanz: Du akzeptierst, was ist!
  2. Optimismus: Du glaubst an das Gute & den Sinn!
  3. Selbstwirksamkeit: Du kennst Deine Stärken & Potenziale!
  4. Eigenverantwortung: Du bist aktiv & verlässt die Opferrolle!
  5. Beziehungsfähigkeit: Du bist Dein bester Freund &  nutzt Dein hilfreiches Netzwerk!
  6. Lösungsorientierung: Du kennst den Weg & gehst ihn!

 

1. AKZEPTANZ: Du akzeptierst, was ist!

Akzeptanz zu lernen, gehört mit zu den wichtigsten Aufgaben des Lebens. Sie zu erwerben ist nicht leicht, aber durch sie wird Dein Leben leichter.

Akzeptanz bedeutet, eine Person oder Situation so anzunehmen, wie sie ist, ohne gegen sie anzukämpfen oder Widerstand zu leisten. Durch Deine Akzeptanz (von lat. accipere für gutheißen, annehmen, billigen) erklärst Du Dich mit einem Sachverhalt, einer Verhaltensweise oder Person einverstanden und billigst diese.

Du nimmst etwas so hin, wie es ist. Du akzeptierst das Unabänderliche und bist zuversichtlich, dass sich manche Dinge auch ohne Dein drängendes Zutun verändern. Dabei zeigst Du Dich geduldig.

Was unterscheidet die Toleranz von der Akzeptanz? Die Toleranz (von lat. tolerare = ertragen, (er)dulden) ist eher eine Art der Duldung. Wenn Du etwas tolerierst, dann akzeptierst Du es nicht, sondern duldest es. Du musst etwas nicht unbedingt gutheißen.

  • Akzeptanz ist ein eher aktiver Prozess.
  • Toleranz ist ein eher passiver Prozess.

[Tweet „Akzeptanz beruht daher immer auf einer freiwilligen Entscheidung. Du hast die Wahl! Keiner kann Dich zwingen etwas zu akzeptieren. Die Akzeptanz muss aus Dir selbst heraus entstehen.“]

Wenn Du etwas akzeptierst, dann drückt das eine Art Werturteil aus. Manchmal sogar Deine Wert-Schätzung. Du drückst damit aus, wie Du die Welt und deren Mitbewohner siehst, was Deine Werte sind und auf welcher „Basis“ Du lebst. Byron Katie hat daraus ja sogar eine eigene Methode entwickelt und ein Buch darüber geschrieben. Es heißt: „The Work – Lieben, was ist!“

Das Gegenteil von Akzeptanz ist Ablehnung oder Widerstand.

Wenn wir dauerhaft Widerstand leisten gegenüber Dingen, Umständen oder Personen, die wir eh nicht ändern können, dann werden wir irgendwann krank. Dann leidet unsere „Seele“. Wenn wir mit der Realität streiten, dann leiden wir, denn jeder Widerstand ist Leiden! Es ist dann fast so, als würden wir gegen Windmühlen kämpfen, d. h. wir führen ein unsinniges und aussichtsloses Unterfangen. Und dennoch tun wir das immer und immer wieder.

Wir wollen …:

  • dass jener dies oder jenes tun oder XY sich ändern sollte.
  • dass dieser Umstand anders sein sollte, als er jetzt gerade ist.
  • dass sich die Welt unseren Vorstellungen anpasst.

Geschieht das alles nicht, dann fühlen wir uns ohnmächtig und handlungsunfähig, denn wir wollen gerne die Kontrolle behalten. Da wir spüren, dass wir eine bestimmte Situation nicht kontrollieren können, fangen wir an, uns selbst zu verurteilen und fühlen wir uns jetzt so richtig mies: unser Selbstwertgefühl leidet.

Da wir das kaum aushalten können, beginnen wir damit, andere abzuwerten und zu verurteilen. Jetzt leiden alle: Du und die anderen! Wie können wir das ändern?

In 4 Schritten zu mehr Akzeptanz:

1. Akzeptiere Deinen Widerstand!

Bevor Du überhaupt etwas Unangenehmes akzeptieren kannst, musst Du zuerst einmal bemerken, dass Du es überhaupt ablehnst.

Also stell Dich mutig Deiner Ablehnung.

Bemerke, dass Du im Widerstand bist und nimm all Deine Gedanken und Gefühle zunächst einmal einfach nur wahr.

Spüre Deine negativen Gedanken und Ablehnungsgefühle. Fühle sie.

Mach sie Dir bewusst. Hab keine Angst vor diesen unangenehmen Emotionen.

Sie weisen Dich lediglich darauf hin, dass Du eine Situation ablehnst.

Egal, ob Du Dich wütend, irritiert, verletzt oder machtlos fühlst, nimm Deine Gefühle und Gedanken an und akzeptiere sie, als zu Dir zugehörig. Sie gehören Dir.

Frage Dich also:

  • Was denke ich über diese Situation? Welche Glaubenssätze habe ich, z. B. Das darf so nicht sein! Das ist ungerecht! Der andere sollte …! etc.
  • Wie fühle ich mich in dieser Situation?

2. Akzeptiere Dich in Deinem SoSein!

Nimm Dich so an, wie Du bist – mit ALLEM, was derzeit zu Dir gehört. Zu jeder Akzeptanz gehört auch immer die Selbstakzeptanz. Sag JA zu Dir und bring Dir dadurch Selbstmitgefühl entgegen.

3. Frage nach dem WOZU, nicht nach dem WARUM?

Die Frage nach dem: „WOZU dient etwas?“ eröffnet Dir einen Zugang zum Sinn. Denn durch das WOZU machst Du Dir Deine Lernerfahrungen bewusst.

4. Lege Deinen Widerstand ab und lass los!

Wende das folgende Gebet für eine Weile täglich an und übe Dich in Gelassenheit.

„Lieber Gott (liebes Leben), gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Reinhold Niebuhr

2. OPTIMISMUS: Du glaubst an das Gute & den Sinn!

Optimismus (von lat.: optimum, „das Beste“) ist eine Lebensauffassung, in der eine bestimmte Sache, Person, Verhaltensweise oder ein Ereignis von der bestmöglichen Seite betrachtet wird.

Hier ist ein realistischer Optimismus gemeint, der die Realität weder verleugnet noch ignoriert, sondern das Bestmögliche aus dem Unabänderlichen macht und eine Chance in neuen Situationen sieht.

Denn wie wir auf eine stressige Situation reagieren, hängt ja von unseren Einstellungen ab. Und „die Realität“ gibt es so ja gar nicht, denn sie gestaltet sich für jeden etwas anders. Sie ist nicht objektiv so oder so, sondern wir erleben diese subjektiv nur so oder so. Unsere Wahrnehmung spielt dabei eine zentrale Rolle!

Welche Haltung hat ein Optimist?

Ein Optimist hat eine positive Grundhaltung dem Leben gegenüber. Seine Basis ist Vertrauen. Er weiß, dass ihm nicht alles gelingt, was er sich vornimmt und dass Enttäuschungen ein unumgänglicher Bestandteil des Lebens sind, den er aber akzeptieren und in sein Weltbild, in seinen Erfahrungsschatz, integrieren kann.

Als Optimist bist Du zuversichtlich, erwartest positive Ergebnisse in der Zukunft und hast eine eher lebensbejahende Grundhaltung sowie ein positives Welt-, Menschen und Selbstbild.

Du hältst den Menschen grundsätzlich für gut und wandelbar und glaubst, dass in Allem etwas Gutes und ein Sinn steckt.

Doch als Optimist bist Du weder naiv, noch doof. Wenn es brennt, dann denkst Du nicht: “Ach, das wird schon gut gehen!” Du rufst die Feuerwehr.

[Tweet „Als Optimist erkennst Du, dass auch jede Schwierigkeit ihren Sinn hat.“]

Wenn Du Dich zudem für die Tatsache öffnest, dass Du viele Herausforderungen in Deinem Leben selbst kreiert hast und nun versuchst, den Lerninhalt bzw. Sinn zu ergründen, dann wächst Du über Deine instinktiven Reaktionen wie Enttäuschung, Angst, Ärger, Wut oder Groll hinaus.

Welche Haltung hat ein Pessimist?

Der Gegenspieler zum Optimist ist der Pessimist. Dieser hält alles für eher schlecht und glaubt, seine Einschätzung sei lediglich realistisch. Er möchte sich vor Enttäuschungen schützen und malt daher eher „rostige” Zukunftsperspektiven, als rosige.

Doch das hatte evolutionsbiologisch durchaus seinen Sinn. Vielleicht verdanken wir den Pessimisten sogar unser Überleben. Aber wir haben uns als Menschheit, trotz aller derzeitigen Herausforderungen, weiterentwickelt.

Optimist = positive Erwartungshaltung

Typische Sätze: „Es wird seinen Sinn haben!“ oder „Wer weiß, wofür es gut ist!“

Pessimist = negative Erwartungshaltung

Typische Sätze: „Die Welt ist ein schlechter Ort!“ oder „Wo soll das noch alles enden!“

ÜBUNG: WIE SCHÄTZT DU DICH DERZEIT EIN?

  • Ich bin eher ein Optimist und mein Lieblingssatz lautet ….
  • Ich bin eher ein Pessimist und mein Lieblingssatz lautet …

 

3. SELBSTWIRKSAMKEIT: Du kennst Deine Stärken & Potenziale!

Selbstwirksamkeit ist ein sperriges Wort. Aber wenn Du verstehst, was sich dahinter verbirgt, wirst Du es lieben … und vielleicht Dein eigenes Wort kreieren.

Bei der Selbstwirksamkeit geht es um Deinen Glauben an Dich und Deine Stärken. Du weißt, was Du gut kannst und kennst Dich gut. Du bist selbst Dein bester Wirkstoff! Du glaubst an Dich!

Das Konzept der Selbstwirksamkeit wurde von dem Psychologen Albert Bandura in den 1970er Jahren entwickelt und manche Psychologen gehen sogar davon aus, dass die Selbstwirksamkeit ein ganz natürliches Bedürfnis des Menschen ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass Personen mit einem starken Glauben bzw. Erwartung an die eigene Kompetenz größere Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben und eine niedrigere Anfälligkeit für Angststörungen und Depressionen haben sowie erfolgreicher in Ausbildung und Berufsleben sind.

Höhere Selbstwirksamkeitserwartung:

Wenn Du glaubst, dass Du aufgrund Deiner eigenen Fähigkeiten eine Situation meistern kannst, dann hast Du eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung.

  • Ich kann echt was bewirken.
  • Ich schaffe das allein oder weiß, wo und wie ich Unterstützung bekomme.
  • Ich glaube an mich.
  • Ich kann Einfluss nehmen (auf die Welt, auf Ereignisse oder Denkweisen).

Niedrigere Selbstwirksamkeitserwartung:

Wenn Du glaubst, dass Du aufgrund Deiner eigenen Fähigkeiten eine Situation nicht oder ungenügend meistern kannst, dann hast Du eine niedrigere Selbstwirksamkeitserwartung.

  • Ich fühle mich ausgeliefert.
  • Das bringt doch nichts.
  • Das schaffe ich niemals.
  • Ich kann das nicht.

4. EIGENVERANTWORTUNG: Du bist aktiv & verlässt die Opferrolle!

Wie Du bereits gelesen hast, führt ein Leben in Eigenverantwortung zwangsläufig zu einem Leben gedanklicher und emotionaler Freiheit. So kannst Du Dein Leben proaktiv gestalten und empfindest Dich nicht mehr als Opfer der Umstände.

Du gibst anderen nicht die Macht über Dein Leben, sondern verlässt die Opferrolle.

Du wechselst häufiger von der Schuldfrage zur Verantwortungsübernahme.

Du tilgst die Worte „Schuld“ und „schuldig“ fast gänzlich aus Deinem Wortschatz und übernimmst stattdessen Verantwortung für DEIN Denken, Fühlen und Handeln.

Um die Opferrolle zu verlassen, müssen wir uns aber zuerst einmal bewusst werden, dass wir uns überhaupt in einer befinden. Das bedeutet, dass wir auch bereit sein müssen, uns mit unserem Verhalten zu befassen.

Wenn Du Dich häufiger in der Opferrolle verfängst, kann Dir die Übung mit den 2 Pfeilen helfen und das Thema Sinn im allgemeinen, besonders Viktor Frankl’s Sicht darauf.

Übung: Für was trägst Du die Verantwortung?

Für was fühlst Du Dich eigentlich verantwortlich? Schreibe das hier auf und begrenze die Zeit am besten auf 5 Minuten. Dann wird’s effektiver:

„Ich bin verantwortlich für …!“ oder „Ich trage/habe die Verantwortung für …!“:

Und wofür bist Du nicht (mehr) verantwortlich?

Könntest Du die Verantwortung  auch abgeben, z. B. weil Du Dich dafür nicht mehr zuständig fühlst?

Oder weil das früher mal so war, aber jetzt nicht mehr?:

„Ich bin nicht mehr verantwortlich für …!“ oder „Ich trage keine Verantwortung mehr für …!“:

Übrigens: Du bist auch für die Bewertung derjenigen Werte verantwortlich, die Du einfach so übernommen hast:

„Wenn ich nach Werten lebe, die ich einfach so und ohne nachzudenken von anderen übernommen habe, ist es gut denkbar, dass ich mir vormache, sie seien ein Teil „meiner Natur“ und dessen, „wer ich bin“, und so kann ich geschickt die Tatsache umgehen, dass sie sehr wohl eine Frage der Wahl sind.

Wenn ich bereit bin anzuerkennen, dass meine Werthaltungen im Wesentlichen eine Frage der Wahl und Entscheidung sind, dann kann ich meine Werte neu in Augenschein nehmen, sie hinterfragen und gegebenenfalls revidieren. Auch hier gilt wiederum, dass die Übernahme der Verantwortung mich befreit.“ (Nathaniel Branden)

Du kannst erst aufhören, über andere zu urteilen, wenn Du aufhörst, über Dich selbst zu urteilen. Denn das, was Du in Dir selbst ablehnst, wird Dir als Spiegel in der Außenwelt präsentiert, damit Du Dich darin erkennen kannst. Das kennst Du auch unter dem Begriff „Resonanzprinzip“ oder „Spiegelgesetz“.

Wie Du in den Wald reinrufst, so schallt es zurück. Wie außen so innen. Die Welt das draußen ist die exakte Widerspiegelung Deiner Innenwelt, also wie Du über Dich selbst denkst und fühlst und wie Du das bewertest.

Du kannst die anderen nicht ändern. Du kannst nur Dich selbst und Deine Einstellung zu den anderen ändern. Du hast die Macht. Tschüß Ohnmacht!

Sich seiner eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten bewusst zu werden und diese schonungslos und ehrlich ins Visier zu nehmen, erfordert schon etwas Mut.

Und es ist auch nicht immer angenehm, das zu tun. Es macht auch keinen Spaß. Manchmal tut’s auch weh! Aber es ist NOT-WENDIG, denn dadurch wendest Du Dich Deiner Not zu und langfristig von ihr wieder ab.

Jeder Mensch hat Baustellen, Neuröschen, Macken, einen Spleen oder Marotten. JEDER! Du, ich, Dein Chef, Deine Eltern, Dein Partner, Deine Freunde … jeder!

Das ist es, was uns menschlich, sympathisch und liebenswert macht. Du bist interessant, weil Du einzigartig bist! Deshalb bist Du auch besonders. Und deshalb feiert Dich das ganze Universum, weil Du so bist, wie Du bist.

Wenn Du das vollständig erkennst, dann übernimmst Du auf großartige Art und Weise Verantwortung für Dein Handeln, Denken und Fühlen und anerkennst Deine unendliche  Schöpferkraft. Dann beginnst Du zu erwachen, indem Du Dich erinnerst! Remember pleeease ….!

„Dein Glück ist Einstellungssache!“

Jeanette Richter

5. BEZIEHUNGSFÄHIGKEIT: Du bist Deiner bester Freund & nutzt Dein kraftvolles Netzwerk!

Die wichtigste Beziehung ist diejenige, die Du zu Dir selbst hast, denn Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben. Um Dich geht es bei allem und gerade hier in RE:MEMBER! geht es ja überwiegend um Dich und Deine Sicht auf Dich. Dabei hilft Dir auch die Metta-Übung.

Du kannst Dir selbst nicht entfliehen und das ist auch gut so. Du nimmst Dich selbst überall hin mit.

Denn es geht immer und überall um Deine persönliche und spirituelle Entwicklung und dafür brauchst Du Deine Mitmenschen, die Dir als Lehrer auf Deinem Lebensweg dienen können. Dabei eignen sich besonders Liebesbeziehungen ganz hervorragend zum Lernen und Wachsen, auch wenn diese Lektionen manchmal sehr schmerzhaft sein können.

Im besten Falle hast Du ein Netzwerk, das Dir in unterschiedlichen Situationen Kraft, Hilfe und Unterstützung bietet und Du dieses aktiv nutzt. Dabei hast Du auch mindestens 1 – 2 gute und verlässliche Freunde, die Du jederzeit anrufen kannst. Und …:

Du weißt, welche Kollegen oder Freunde Du jederzeit um Hilfe bitten kannst.

Und Du weißt, wen Du um Rat fragen kannst, wenn Du mal nicht weiter weißt.

Dir ist auch bewusst, wer sich in der Not  um Dich, Deine Kinder oder auch Deine Haustiere kümmert.

6. LÖSUNGSORIENTIERUNG: Du kennst den Weg & gehst ihn!

Wenn wir ein Problem haben, fokussieren wir uns zumeist ausschließlich auf das Problem. Das ist dann ungefähr so, als würden wir direkt mit der Nase vor einer Wand (dem Problem) stehen und uns fragen: „Wo ist denn hier die Tür?“ Also wo ist die Lösung? Trittst Du aber ein paar Schritte zurück, dann erkennst Du, dass sich z. B. die Tür nur ein paar Meter rechts von Dir befindet.

Auch stellen wir uns oft die falschen Fragen in der Hoffnung, die richtigen Antworten zu finden. Doch das ist erstens komplett irrsinnig und zweitens total unvernünftig. Ohne Herzensweisheit führt Dich Dein Kopf komplett in die Irre und damit in Ego-Hände, die manchmal direkt ins Leid führen. Vernunft bedeutet hier, sich der Illusionen und Täuschungen des Ego-Verstandes bewusst zu werden und diesen nicht zu erliegen.

Bei der herzbasierten Lösungsorientierung fokussierst Du Dich also nicht auf das, was eh nicht geht, sondern auf das, was möglich ist. Du wechselst von der Problem- zur Lösungssicht. Du änderst Deine Perspektive bzw. Deine Sicht- und Denkweise.

[Tweet „Erinnere Dich: Ob Du etwas als Problem oder als Chance wahrnehmen kannst, hat etwas mit der Art Deines Denkens zu tun.“]

Du erkennst, dass jede Situation verdrängte oder nicht gesehene Lösungen beinhaltet, die Du lediglich (wieder)finden darfst. Dadurch wirst Du zu einem kreativen Denker, der sogar um die Ecken denken kann. Du bist offen für neue Ideen und Möglichkeiten und akzeptierst auch vorläufige Lösungen. Du baust Stress ab, indem Du Dich auf die Lösung und nicht auf das Problem fokussierst.

Dabei willst Du aber nicht unbedingt das Problem lösen, sondern Dich eher vom Problem lösen. Auch Goethe durfte damit wohl ein Thema gehabt haben, als er sagte:

„Ein Problem zu lösen heißt, sich vom Problem zu lösen.“

So veränderst Du Deine Wahrnehmung und erweiterst Dein Handlungsspektrum.

Eine ganz wundervolle Übung, um Dich vom Problem zu lösen, ist Reframing. Wie Du das machen kannst erfährst Du im Artikel: Reframing – die Macht der Umdeutens.

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Jeanette Richter Spirituelles Stressmanagement

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