Hallo, schÜne Seele! Heute schnallen wir uns an fßr eine Achterbahnfahrt durch die Welt der Vergebung. Denn, ganz ehrlich, wer hätte gedacht, dass das Loslassen alter Grollsteine so erfrischend sein kann?
In unserer heutigen Folge greifen wir mal wieder in die Kiste der spirituellen Weisheiten. Lass mich Dich auf eine Reise mitnehmen, die Deinen Stress nicht nur erträglicher macht, sondern vielleicht sogar in ein Funkeln der Freude verwandelt.
Vergebung â Mehr als nur ein Sorry
**Erkenne die Macht in Dir**
„Vergebung schenkt Dir alles, was Du willst.“
Stell Dir vor, es gibt eine Superkraft in Dir, die Dir Frieden, Freude und ein Gefßhl der Zufriedenheit geben kann. Vergebung ist diese Superkraft. Sie hilft Dir, Dich von dem schweren Gepäck alter Verletzungen zu befreien und lehrt Dich, mit leichteren Schultern durchs Leben zu tanzen.
Warum Dein Stress Dein bester Lehrer sein kann
**Lerne von Deinem Stress**
Stress ist nicht nur da, um Dich zu ärgern. Er ist eigentlich ein ziemlich guter Lehrer, wenn Du ihm zuhÜren lernst.
Wie gesagt, hilft Dir Vergebung, Stress nicht als Feind, sondern als Wegweiser zu sehen. Er zeigt Dir, wo Du noch festhältst, wo es noch etwas zu lernen gibt. Befreie Dich selbst, indem Du lernst, loszulassen.
Wie Vergebung Dir Beziehungen verwandelt
**Sei der Wandel, den Du Dir wĂźnschst!**
Du musst nicht wissen, wie das passiert. Du darfst darauf vertrauen, dass es passiert.
Vergebung kann nicht nur Dein eigenes Herz heilen, sie kann auch Deine Beziehungen in ein neues Licht rĂźcken. Hast Du Schwierigkeiten mit jemandem?
Vielleicht hilft es, wenn Du Deine Perspektive änderst. Schenke Vergebung, und beobachte, wie sich Deine Beziehungen verwandeln.
Das tägliche Vergebungsritual
**Mache es zu einer täglichen Praxis**
„MĂśchtest Du drauĂen stehen bleiben, wenn der ganze Himmel drinnen auf Dich wartet?“ (Ein Kurs in Wundern)
Vergebung sollte keine Eintagsfliege sein. Mache sie zur täglichen Ăbung. Wie? Kannst Du Dich morgens beim Zähneputzen daran erinnern, wem Du heute vergeben mĂśchtest? Transformation geschieht durch Konstanz.
Wie Du mit Vergebung Dein Leben bereichern kannst
**Ernte die sĂźĂen FrĂźchte**
Das Wunderbare an Vergebung ist, dass Du nicht nur anderen hilfst, sondern auch Dir selbst. Ernsthaft, wer mĂśchte nicht in einer Welt voller Frieden und Liebe leben? Beginne bei Dir und streue die Samen der Vergebung in Deinem eigenen Garten.
Ăbung zur Selbstreflexion
Bevor Du jetzt weiterziehst, lass uns eine kleine, aber wirkungsvolle Ăbung machen. Nimm Dir einen ruhigen Moment und denke Ăźber folgende Fragen nach:
Wen muss ich heute vergeben, und warum fĂźhle ich mich dadurch verletzt?
Wie wĂźrde es sich anfĂźhlen, wenn ich diese Last nicht mehr tragen mĂźsste?
Was kÜnnte sich in meinem Leben ändern, wenn ich diesen Schritt mache?
Schreibe Deine Antworten auf und hänge sie irgendwo auf, wo Du sie jeden Tag sehen kannst. Erinnere Dich daran, dass Vergebung ein Geschenk ist, das Du Dir selbst gibst.
„Vergebung ist das Mittel, durch das sie (die glĂźckliche Welt der Sicherheit und des Friedens) kommt.“ – Jeanette Richter
Vielen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, diesen Blogpost zu lesen.
Ich hoffe, er hat Dir Inspiration fĂźr Deinen Tag gegeben und Dich ermutigt, die TĂźren der Vergebung weit aufzustoĂen. Alles Liebe und bis zum nächsten Mal!
Hast Du heute schon gut fßr Dich gesorgt? Ich bin sicher, dass Du das hast. Du hast was gegessen oder getrunken, hast Dich gewaschen oder Dich selbst angelächelt. Also hast Du Selbstfßrsorge praktiziert- ganz selbstverständlich. Doch wahre SelfCare oder Selbstfßrsorge besteht aus mehr als kÜrperlicher Bedßrfnisbefriedigung. Sie ist so essentiell fßr unser Wohlbefinden und unsere psychische wie physische Gesundheit.
Nur wenn wir auch auf uns selbst achten und unsere eigenen BedĂźrfnisse – auf allen Ebenen – stillen, kĂśnnen wir anderen wirklich mit Freude dienen und die Herausforderungen des Alltags meistern.
In diesem Artikel mĂśchte ich Dir ein paar einfache Strategien und Tipps an die Hand geben, mit denen Du Deine eigene SelbstfĂźrsorge stärken kannst. Denn „die stillen Helden des Alltags„, wie ich sie in einem frĂźheren Beitrag genannt habe, verdienen unsere besondere Zuwendung.
Wie immer lade ich Dich ein, auch Deine eigenen Ideen und Erfahrungen mit SelbstfĂźrsorge in den Kommentaren zu teilen. Gemeinsam kĂśnnen wir einander unterstĂźtzen und inspirieren, ein Leben in mehr Ausgeglichenheit und Wohlbefinden zu fĂźhren.
Ich wĂźnsche Dir viel Freude bei der LektĂźre!
ZugehĂśrige Podcastfolge
Was bedeutet das Wort SelfCare genau?
SelfCare bedeutet, dass Du gut fuĚr Dich selbst sorgst und Dich gut um Dich kuĚmmerst. Bei dem Wort SelfCare geht es daher nicht nur um WohlfuĚhlen oder relaxtes Entspannen im heimischen Garten oder im eigenen Wohnzimmer. Das kann zwar auch ganz nett sein, aber hinter SelfCare steckt viel mehr.
Bei SelfCare geht es um Deine wahre IdentitaĚt. Um ein Gewahrsein Deiner wahren Natur.
Denn sie druĚckt aus, wie Du zu Dir und Deinem wahren Selbst stehst. Welche Wahrnehmung Du von Dir selbst hast, also wie Du Dich selbst wahrnimmst, wie Du mit Dir selbst umgehst.
Denn von dieser Selbst-Wahrnehmung haĚngt ab, ob Du ein eher gluĚckliches und damit âleichteresâ Leben oder ein eher stresserfuĚlltes und damit anstrengenderes Leben fuĚhrst.
SelfCare steht auch fuĚr die Art und Weise, wie Du Dein Leben fuĚhrst (deshalb schreibe ich auch gerne SelbstfuĚ(h)rsorge mit âhâ). Du bist also Deine eigene FuĚhrungskraft!
Und SelfCare steht auch fuĚr Deine Einstellungen zum Leben!
FuĚr Deine Einstellung zu Dir und dem GoĚttlichen in Dir!
Und von welchen Maximen, Prinzipien, GlaubenssaĚtzen oder UĚberzeugungen Du Dich in Deinem Leben steuern lassen und wie Du Dich selbst und andere behandeln moĚchtest.
Und sie beinhaltet auch eine wichtige Komponente:Â Deine Einstellung zum Tod.
Oder wie Du mit der Tatsache Deiner eigenen Endlichkeit umgehst.
SelfCare drĂźckt aus, WIE Du zu Dir stehst!
SelfCare steht fßr die Art und Weise, wie Du Dein Leben fßhrst. Sie steht fßr Deine Einstellungen zum Leben! Fßr Deine Einstellung zu Dir!
Und von welchen Maximen, Prinzipien, Glaubenssätzen oder Ăberzeugungen Du Dich in Deinem Leben steuern lassen und wie Du Dich selbst und andere behandeln mĂśchtest.
Deine Einstellung zum Ende
Und sie beinhaltet eben auch eine wichtige Komponente: Deine Einstellung zum Tod. Oder wie Du mit der Tatsache Deiner eigenen Endlichkeit umgehst.
Ignorierst Du sie oder hast Du sie integriert? In Dein kraftvolles Leben, um Dein Leben in FĂźlle zu leben?
SelfCare ist ein (Schein-)Anglizismus! Das Wort entstammt der englischen Sprache und wird aber mehr und mehr auch im deutschen Sprachraum verwendet.
Der Vorteil dieses englischen Wortes SelfCare ist, dass es viele Bedeutungen in sich vereint. Im Deutschen gibt es leider kein adäquates Wort dafßr.
Oder vielleicht doch! Und zwar âSeelsorgeâ. Denn eigentlich geht es bei Self um den ganzheitlichen Aspekt des Menschsein. Um mentale, emotionale, spirituelle, kĂśrperliche und soziale Aspekte. Doch dazu später mehr.
SelfCare setzt sich aus 2 englischen Worten zusammen: Self und Care! Und ich schreibe es auch am liebsten so: SelfCare.
WĂśrtlich Ăźbersetzt bedeutet âSelfâ = Selbst oder âselberâ und âCareâ = sich pflegen, sich kĂźmmern, fĂźr jemanden sorgen, jemanden versorgen oder pflegen. Oder wie in âdo careâ: KĂźmmerâ Dich! oder wie in âtake careâ: Pass gut auf Dich auf!
SelfCare als SelbstfĂźrsorge
Du kannst also SelfCare im weitesten Sinne als SelbstfĂźrsorge oder Selbstpflege, Selbstannahme oder Selbstverantwortung Ăźbersetzen.
Oder wie ich es eben verstehe:
SelfCare als praktizierte Selbstwertschätzung. Das Wort âSelfâ deutet auch darauf hin, dass nur Du selbst es tun kannst und niemand fĂźr Dich.
Dass Du selbst fĂźr Dein Wohlergehen und Dein GlĂźck verantwortlich bist und kein anderer. Du siehst also, in dem Wort SelfCare steckt so allerhand und hinter dem Wort verbirgt sich so manches, was dienlich und nĂźtzlich fĂźr Dich ist.
Suchâ Dir einfach das Wort aus, das Dir am besten gefällt.
Zusammengefasst lässt sich sagen:
SelfCare drßckt die Art und Weise aus, wie ich mich selbst wertschätzend um mich selbst kßmmern mÜchte, ohne andere dabei zu vernachlässigen.
SelbstfĂźrsorge oder Egoismus?
SelfCare ist eine gesunde Form der Selbstliebe, bei der Du Dich selbst und Deine Mitmenschen im Fokus behältst.
Das unterscheidet SelbstfĂźrsorge vom âstarrenâ Egoismus.
Egoismus ist eine Haltung, die gekennzeichnet ist durch das Streben nach Erlangung von Vorteilen fßr die eigene Person. Nach Erfßllung der die eigene Person betreffenden Wßnsche, ohne Rßcksicht auf die Ansprßche anderer.
Egoismus wird auch bezeichnet als Selbstsucht, Ichsucht oder Ăźbertriebener Eigenliebe.
Aber ohne Eigenliebe oder Selbstliebe funktioniert keine SelfCare.
Wir kĂśnnen anderen nur geben, was wir selbst besitzen. Und wenn Du keine Energie, keine Kraft, keine Power mehr hast, dann kannst Du auch anderen nichts geben und nicht gut fĂźr andere da sein.
Denn: Zwei Ertrinkende kĂśnnen sich schlecht gegenseitig retten!
Egoismus kann daher auch als eine Art Lehre verstanden werden, nach der alles, auch das altruistische (= selbstlose, uneigennĂźtzige) Handeln, auf Selbstliebe beruht.
Im Buddhismus wird zum Beispiel gelehrt, dass ein Mensch erst dann gut fĂźr andere sorgen oder ihnen dienen kann, wenn er selbst sein âICHâ angenommen und gut fĂźr sich gesorgt hat.
Bist Du schon einmal geflogen? Ja? Dann kennst Du das ja sicher. Bevor die Maschine abhebt, verliest die Stewardess oder der Steward (heute heiĂt das ja FlugbegleiterIn) die Sicherheitsregeln.
Eine Regel lautet wie folgt
⌠Im Falle eines Druckabfalls setzen Sie sich bitte zuerst selbst die aus der Decke fallende Sauerstoffmaske auf, und kßmmern sich dann um ihren Nachbarn!
Also ist ein gesunder Egoismus Bestandteil jeder SelfCare. Sie gehĂśrt zur gesunden SelbstfĂźrsorge!
Erst wenn es uns gut geht, haben wir auch die Kraft uns um andere zu kßmmern. Deshalb ist ein gesunder Egoismus wichtig! Denn wir helfen damit uns und anderen!
Nur wer auch (nicht ausschlieĂlich) an sich und seine BedĂźrfnisse denkt und diese nicht vernachlässigt, kann in einem Zustand der FĂźlle leben.
Wer dagegen ständig in einem Zustand des Mangels lebt und glaubt, ihm fehle etwas oder er mßsse ständig aufpassen, nicht zu kurz zu kommen oder ßbervorteilt zu werden, der wird anderen vorwerfen, egoistisch zu handeln.
Du bist also nicht egoistisch oder selbstsĂźchtig, wenn Du Dich gut um Dich selbst kĂźmmerst. Du bist nur zufriedener!
Daher beinhaltet jede SelfCare praktizierte Selbst-Wertschätzung und ist ein effektiver und alltäglicher Hausputz fßr Deine Seele.
Die 5+1 Aspekte der SelbstfĂźrsorge
SelfCare ist hĂśchstpersĂśnlich und ganz individuell. Daher kann gesunde SelbstfĂź(h)rsorge auch fĂźr jeden anders aussehen.
Das kennen wir schon aus der Stressforschung. Denn genau wie beim Stress ist nicht fßr jeden die gleiche Situation stressig. Jeder erlebt und bewertet Stress anders. Was dem einen gut tut, lässt den anderen ganz kalt.
So ist es auch bei SelfCare: Was dem einen gut tut, lĂśst beim anderen eher Stress aus!
Doch eines ist allen gleich: Es geht immer um den wichtigsten Menschen in Deinem Leben â um DICH!
Daher finde heraus, was DIR gut tut und integriere das dann in Deinen Alltag und mach es Dir zur Gewohnheit.
Deine SelfCare oder SelbstfĂźrsorge kannst Du auf 5 Ebenen bzw. durch 5 +1 Aspekte verbessern.
physischer Aspekt
sozialer Aspekt
mentaler Aspekt
emotionaler Aspekt
spiritueller Aspekt
praktischer Aspekt
1. Der kÜrperliche (physische) Aspekt
Alles was hierunter fällt, dient Deinem kÜrperlichen Wohlergehen.
Beim kÜrperlichen Aspekt geht es um Bewegung jeglicher Art. Dazu zählt bewusstes Treppensteigen ebenso wie Hausputz, Gartenarbeit, Joggen, Walken, Fitnesstraining, Gymnastik, etc.
Auch die Ernährung zählt dazu. Nicht immer nur FastFood essen, sondern auch mal was anderes. Und es geht um Dein Entspannungs- und Ruhebedßrfnis.
Und um den Schlaf bzw. Deine Schlafgewohnheiten. Wer länger als 14 Tage am StĂźck schlecht schläft, sollte sich darum kĂźmmern. Es geht auch um Dein äuĂerliches Erscheinungsbild, um Pflege und Hygiene. Auch um Deine Zähne.
Beim kĂśrperlichen Aspekt geht es also ganz allgemein gesprochen um das âHausâ in dem DU wohnst.
Wenn das kein âHeimâ fĂźr Dich ist, sondern eher eine Bruchbude, ein gammeliges Kabuff oder eine Notunterkunft, dann leidet Deine SelfCare.
Du merkst, dass dieser Aspekt bei Dir ausgewogen ist, wenn Du genug Energie und Power besitzt, wenn Du Dich entspannt und ausgeruht fĂźhlst oder Du diesen Umstand binnen 1-2 Tagen wieder herstellen kannst.
Und Du merkst das auch daran, wenn Du seltener „normal“ krank bist, weniger Allergien hast und wenn Du weniger stressbedingte Beschwerden aufweist.
2. Der mentale Aspekt
Beim mentalen Aspekt geht es um Deine Einstellungen, Deine mentalen Konstrukte und um Deine Gedanken. Besser gesagt, um die Art und Weise, wie DU denkst.
Hier geht es um Bewertungen, Meinungen und Urteile, die Du ßber Dich selbst oder andere oder die Welt hast bzw. fällst.
Denn wie schon Epiktet vor mehr als 2000 Jahren sagte:
âNicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Beurteilungen Ăźber die Dinge.â (Epiktet 55 n. Chr. â 135 n. Chr.)
3. Der emotionale Aspekt
Beim emotionalen Aspekt geht es um Deine GefĂźhle und wie Du sie ausagierst.
Wenn Du Deine GefĂźhle nicht kontrollieren kannst, wirst Du zum Sklaven Deiner eigenen Emotions. Das ist weder prickelnd fĂźr Dich, noch fĂźr Deine Mitmenschen, noch zeugt es von groĂer Geistesstärke.
Es geht nicht darum, Deine GefĂźhle zu unterdrĂźcken, sondern diese liebevoll umzuwandeln, indem Du Deine ânegativenâ GefĂźhle annimmst.
Dein Herz ist genauso wichtig, wie Dein Koppâ.
4. Der spirituelle Aspekt
Beim spirituellen Aspekt der SelbstfĂźrsorge geht es um Dein Eingebundensein in dieser Welt.
Auch um Deinen Glauben, Deine Werte und Normen â all das, was Dir und Deinem Leben Sinn, Halt und Orientierung gibt.
Das kann Deine Ursprungsreligion sein oder Meditation, christliche Arbeit oder ehrenamtliche Tätigkeit.
Wichtig ist nur, dass Du Dich mit Deiner spirituellen Dimension beschäftigst und klar fßr Dich kriegst, was Du damit verbindest.
Also was fßr Dich Spiritualität bedeutet.
Viele antworten auf die Frage: âGlaubst Du an Gott oder eine Ăźbergeordnete Macht oder ein Prinzip?â mit dem Satz: âAlso ich bin kein Kirchgänger, aber âŚ.!â
Spiritualität kann Religiosität beinhalten â muss es aber nicht.
Wenn Du Dir selbst kein Geheimnis bleiben mĂśchtest, frage Dich also:
Hier geht es um Ausgewogenheit zwischen Deinem BedĂźrfnis nach Gemeinschaft und Deinem BedĂźrfnis nach Sich-ZurĂźckziehen oder Alleinsein.
Denn wir sind soziale Wesen und brauchen Menschen, die wir lieben kĂśnnen und die uns lieben.
Viele Menschen brauchen das GefĂźhl der ZugehĂśrigkeit, denn sie wollen sich mit anderen Menschen verbunden fĂźhlen und von diesen z. B. gehĂśrt, gesehen und gefĂźhlt werden.
Ich bin gerne Solist – aber nicht nur!
Auch wenn wir gut alleine sein kĂśnnen, heiĂt das nicht, dass wir komplett auf andere Menschen verzichten kĂśnnen. Wenn wir das tun, dann findet kaum mehr soziales Lernen statt.
Der Mensch wird am Du zum Ich
âDer Mensch wird am DU zum ICH!â, sagte schon Martin Buber. Und jeder von uns kann das bestätigen. Gemeint ist, dass der Mensch seine Identität in Beziehung und Relation zu seiner Umwelt bildet.
Erst die Begegnung mit dem anderen, dem âDUâ, ermĂśglicht die Bildung eines eigenen âICHâ. Und hier muss sich das eigene âICHâ immer wieder gegenĂźber dem âDUâ abgrenzen, seine eigenen Grenzen kennen, ausloten oder auch mal Ăźberschreiten.
Denn wie oft haben wir gerade erst durch einen anderen Menschen wieder etwas Ăźber uns selbst gelernt.
Wir Menschen adaptieren gerne, ahmen gerne nach und orientieren uns an anderen.
Vergleiche Dich nicht so oft mit anderen
Doch dabei mßssen wir ständig aufpassen, dass wir uns nicht im anderen verlieren oder nur noch fßr ihn oder sie leben. Da mßssen wir aufpassen, dass wir nicht am Vergleich zerbrechen oder uns ständig unwohl fßhlen, weil wir uns mit anderen vergleichen.
Und wenn uns das dann doch passiert, dann dĂźrfen wir vergeben oder lernen, uns mit dem auszusĂśhnen, was uns so stresst.
Das sagt auch folgendes Zitat, dessen Verfasser leider unbekannt ist:
âWenn es Dir so richtig schlecht gehen soll, dann vergleiche Dich mit anderen!â
Wir lernen von anderen Menschen und entwickeln uns weiter, weil sie uns anstoĂen, weiterschubsen, mal sanft, mal nachdrĂźcklich.
Auch spiegeln wir uns in anderen Menschen wider, fĂźhlen mit ihnen, entwickeln Empathie und MitgefĂźhl fĂźr ihre Sorgen und NĂśte.
Und wir kĂśnnten noch einen 5+1, einen 6. Aspekt hinzufĂźgen: den praktischen Aspekt der SelbstfĂźrsorge.
6. Der praktische Aspekt
Alles Wissen bringt nichts, wenn es nicht umgesetzt wird.
Dann sind es nur mentale âKlugscheiĂereienâ.
In der praktischen Dimension geht es um Dein TUN! Um Struktur und Routine. Um die Art und Weise, wie Du es schaffst â ganz konkret und praktisch â Deinen Alltag so zu gestalten, dass alles was Du tust ein Ausdruck dessen bist, was und wer Du bist oder sein willst.
Das bedeutet permanentes Ăben. Denn Rom oder andere Städte wurden ja auch nicht an einem Tag erbaut. Und Meister fallen auch nicht vom Himmel.
Aber Du kannst ein Meister Deiner persĂśnlichen Lebensgestaltung werden â wenn Du Dich dafĂźr entscheidest und Dich wieder daran erinnerst, wer oder was Du in Wahrheit sein willst. Rituale kĂśnnen helfen, Deinen Tag zu strukturieren bzw. den Fokus auf das Wesentliche gleich zu Beginn des Tages zu richten.
Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum manche Menschen an Krisen zu wachsen scheinen und andere daran zerbrechen? Das hat etwas mit unserer seelsichen Widerstandskraft zu tun und mittlerweile hat die Resilienz-Forschung klar nachgewiesen, dass diese Fähigkeit erlernt werden kann.
In diesem Artikel zeige ich Dir anhand von 6 Schlßsseln, wie Du Deine Resilienz stärken kannst.
Zeitwellen-Podcast
Was ist Resilienz?
Doch was ist Resilienz eigentlich genau? In der Psychologie bezeichnet man Resilienz als innere Stärke und als eine Art Evolutionskompetenz im Sinne von Anpassung an sich verändernde Umstände.
Resilienz beschreibt die Entwicklung, Nutzung und den Zugang zu Potentialen, die Dich dazu befähigen, Niederlagen, Krisen, Stress, Belastungen oder Schicksalsschläge besser zu meistern, damit KÜrper, Geist und Seele schneller heilen kÜnnen.
Es bedeutet auch, den Widrigkeiten Deines Lebens aktiv und zuversichtlich zu begegnen.
Resilienz ist Deine seelische Widerstandskraft, die Dir hilft, Krisen und Probleme zu bewältigen und trotz widriger Umstände seelisch stabil und gesund zu bleiben. Sie wird daher auch als das âImmunsystem der Seeleâ bezeichnet.
Und jeder Mensch hat sie bzw. kann lernen, sie wieder aufzubauen.
Kennst Du dieses Männchen? Das immer wieder von einer Seite zur anderen schwingt, wenn es angeschubst wird? Und das â nach einer Weile â wie selbstverständlich wieder in seinen Ausgangszustand zurĂźckkehrt?
Dieses Stehaufmännchen ist eine häufig verwendete Metapher fßr Resilienz.
Das Wort Resilienz (lat.: resilire = zurßckspringen, abprallen) kommt, wie so viele Begriffe im Bereich des Stressmanagements, aus der Physik. Dort bedeutet es, dass Materialien besonders biegsam, strapazierfähig und elastisch sind und nach Beanspruchung wieder in ihren Ausgangszustand zurßckkehren.
Das ist wie beim Stress und dem Bild mit der Plastikflasche:
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Wenn Du Druck auf die Flasche ausĂźbst, verformt sich diese. Nimmst Du den Druck wieder weg, kehrt sie in ihren Ausgangszustand zurĂźck. Dass die Flasche Ăźberhaupt in ihren Ausgangszustand zurĂźckkehren kann, nennt man Resilienz.
Selbsttest Resilienz: Test Deine seelische Widerstandskraft
Mach doch gleich mal selbst den Test und schau, wie gut Deine Resilienzfähigkeit derzeit ausgeprägt ist. Trag Dich dazu einfach in den Verteiler ein und lade Dir direkt aus meiner Gratisbox den kostenlosen Resilienz-Test herunter.
Resilienz ist erlernbar
Resilienz ist erlernbar und mit ein bisschen Training lässt sich diese Fähigkeit tatsächlich immer weiter ausbauen. Aber Du musst wissen, dass Resilienz immer ein Weg ist, ein Prozess und ein stetes Bemßhen im lebenslangen Leben. Doch sie lässt sich grob in 3 Bereiche unterteilen:
Umgang mit eigenen Ressourcen: Du weiĂt um Deine eigenen Stärken und Werte. Du bist fähig, Dich selbst zu motivieren und verfĂźgst Ăźber ein einigermaĂen stabiles SelbstwertgefĂźhl im Sinne eines: âDas bin ich und dazu steh ich!â
Umgang mit anderen Menschen: Du bist neugierig auf Deine Mitmenschen und hast ein grundsätzliches Interesse an ihrem So-Sein. Dabei mÜchtest Du aufkommende Konflikte lieber lÜsen, statt diese zu ignorieren. Beziehungen sind Dir sehr wichtig.
Umgang mit Ereignissen und Dingen: Du handelst Ăźberwiegend proaktiv und musst nicht auf jeden äuĂeren Reiz stereotyp mit der immer gleichen Verhaltensweise reagieren, sondern nimmst Deinen eigenen Handlungsspielraum wahr.
Die 6 SchlĂźssel der Resilienz
Um Deine Resilienz, also Deine seelische Widerstandskraft zu stärken bzw. auf- oder auszubauen, kÜnnen Dir folgende 6 Schlßssel helfen.
In der Literatur findest Du auch andere Säulen bzw. Faktoren, wie z. B. die Zielorientierung und die Zukunftsplanung, aber ich habe mich auf diese hier beschränkt, da sie mir zunächst ausreichend erschienen:
Akzeptanz:Â Du akzeptierst, was ist!
Optimismus:Â Du glaubst an das Gute & den Sinn!
Selbstwirksamkeit: Du kennst Deine Stärken & Potenziale!
Eigenverantwortung: Du bist aktiv & verlässt die Opferrolle!
Beziehungsfähigkeit: Du bist Dein bester Freund &  nutzt Dein hilfreiches Netzwerk!
LĂśsungsorientierung:Â Du kennst den Weg & gehst ihn!
1. AKZEPTANZ: Du akzeptierst, was ist!
Akzeptanz zu lernen, gehĂśrt mit zu den wichtigsten Aufgaben des Lebens. Sie zu erwerben ist nicht leicht, aber durch sie wird Dein Leben leichter.
Akzeptanz bedeutet, eine Person oder Situation so anzunehmen, wie sie ist, ohne gegen sie anzukämpfen oder Widerstand zu leisten. Durch Deine Akzeptanz (von lat. accipere fĂźr gutheiĂen, annehmen, billigen) erklärst Du Dich mit einem Sachverhalt, einer Verhaltensweise oder Person einverstanden und billigst diese.
Du nimmst etwas so hin, wie es ist. Du akzeptierst das Unabänderliche und bist zuversichtlich, dass sich manche Dinge auch ohne Dein drängendes Zutun verändern. Dabei zeigst Du Dich geduldig.
Was unterscheidet die Toleranz von der Akzeptanz? Die Toleranz (von lat. tolerare = ertragen, (er)dulden) ist eher eine Art der Duldung. Wenn Du etwas tolerierst, dann akzeptierst Du es nicht, sondern duldest es. Du musst etwas nicht unbedingt gutheiĂen.
Akzeptanz ist ein eher aktiver Prozess.
Toleranz ist ein eher passiver Prozess.
[Tweet „Akzeptanz beruht daher immer auf einer freiwilligen Entscheidung. Du hast die Wahl! Keiner kann Dich zwingen etwas zu akzeptieren. Die Akzeptanz muss aus Dir selbst heraus entstehen.“]
Wenn Du etwas akzeptierst, dann drĂźckt das eine Art Werturteil aus. Manchmal sogar Deine Wert-Schätzung. Du drĂźckst damit aus, wie Du die Welt und deren Mitbewohner siehst, was Deine Werte sind und auf welcher âBasisâ Du lebst. Byron Katie hat daraus ja sogar eine eigene Methode entwickelt und ein Buch darĂźber geschrieben. Es heiĂt: âThe Work â Lieben, was ist!â
Das Gegenteil von Akzeptanz ist Ablehnung oder Widerstand.
Wenn wir dauerhaft Widerstand leisten gegenĂźber Dingen, Umständen oder Personen, die wir eh nicht ändern kĂśnnen, dann werden wir irgendwann krank. Dann leidet unsere âSeeleâ. Wenn wir mit der Realität streiten, dann leiden wir, denn jeder Widerstand ist Leiden! Es ist dann fast so, als wĂźrden wir gegen WindmĂźhlen kämpfen, d. h. wir fĂźhren ein unsinniges und aussichtsloses Unterfangen. Und dennoch tun wir das immer und immer wieder.
Wir wollen âŚ:
dass jener dies oder jenes tun oder XY sich ändern sollte.
dass dieser Umstand anders sein sollte, als er jetzt gerade ist.
dass sich die Welt unseren Vorstellungen anpasst.
Geschieht das alles nicht, dann fßhlen wir uns ohnmächtig und handlungsunfähig, denn wir wollen gerne die Kontrolle behalten. Da wir spßren, dass wir eine bestimmte Situation nicht kontrollieren kÜnnen, fangen wir an, uns selbst zu verurteilen und fßhlen wir uns jetzt so richtig mies: unser Selbstwertgefßhl leidet.
Da wir das kaum aushalten kÜnnen, beginnen wir damit, andere abzuwerten und zu verurteilen. Jetzt leiden alle: Du und die anderen! Wie kÜnnen wir das ändern?
In 4 Schritten zu mehr Akzeptanz:
1. Akzeptiere Deinen Widerstand!
Bevor Du Ăźberhaupt etwas Unangenehmes akzeptieren kannst, musst Du zuerst einmal bemerken, dass Du es Ăźberhaupt ablehnst.
Also stell Dich mutig Deiner Ablehnung.
Bemerke, dass Du im Widerstand bist und nimm all Deine Gedanken und Gefßhle zunächst einmal einfach nur wahr.
SpĂźre Deine negativen Gedanken und AblehnungsgefĂźhle. FĂźhle sie.
Mach sie Dir bewusst. Hab keine Angst vor diesen unangenehmen Emotionen.
Sie weisen Dich lediglich darauf hin, dass Du eine Situation ablehnst.
Egal, ob Du Dich wĂźtend, irritiert, verletzt oder machtlos fĂźhlst, nimm Deine GefĂźhle und Gedanken an und akzeptiere sie, als zu Dir zugehĂśrig. Sie gehĂśren Dir.
Frage Dich also:
Was denke ich Ăźber diese Situation? Welche Glaubenssätze habe ich, z. B. Das darf so nicht sein! Das ist ungerecht! Der andere sollte âŚ! etc.
Wie fßhle ich mich in dieser Situation?
2. Akzeptiere Dich in Deinem SoSein!
Nimm Dich so an, wie Du bist â mit ALLEM, was derzeit zu Dir gehĂśrt. Zu jeder Akzeptanz gehĂśrt auch immer die Selbstakzeptanz. Sag JA zu Dir und bring Dir dadurch SelbstmitgefĂźhl entgegen.
3. Frage nach dem WOZU, nicht nach dem WARUM?
Die Frage nach dem:Â âWOZU dient etwas?â erĂśffnet Dir einen Zugang zum Sinn. Denn durch das WOZU machst Du Dir Deine Lernerfahrungen bewusst.
4. Lege Deinen Widerstand ab und lass los!
Wende das folgende Gebet fßr eine Weile täglich an und ßbe Dich in Gelassenheit.
âLieber Gott (liebes Leben), gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.â
Reinhold Niebuhr
2. OPTIMISMUS: Du glaubst an das Gute & den Sinn!
Optimismus (von lat.: optimum, âdas Besteâ) ist eine Lebensauffassung, in der eine bestimmte Sache, Person, Verhaltensweise oder ein Ereignis von der bestmĂśglichen Seite betrachtet wird.
Hier ist ein realistischer Optimismus gemeint, der die Realität weder verleugnet noch ignoriert, sondern das BestmÜgliche aus dem Unabänderlichen macht und eine Chance in neuen Situationen sieht.
Denn wie wir auf eine stressige Situation reagieren, hängt ja von unseren Einstellungen ab. Und âdie Realitätâ gibt es so ja gar nicht, denn sie gestaltet sich fĂźr jeden etwas anders. Sie ist nicht objektiv so oder so, sondern wir erleben diese subjektiv nur so oder so. Unsere Wahrnehmung spielt dabei eine zentrale Rolle!
Welche Haltung hat ein Optimist?
Ein Optimist hat eine positive Grundhaltung dem Leben gegenĂźber. Seine Basis ist Vertrauen. Er weiĂ, dass ihm nicht alles gelingt, was er sich vornimmt und dass Enttäuschungen ein unumgänglicher Bestandteil des Lebens sind, den er aber akzeptieren und in sein Weltbild, in seinen Erfahrungsschatz, integrieren kann.
Als Optimist bist Du zuversichtlich, erwartest positive Ergebnisse in der Zukunft und hast eine eher lebensbejahende Grundhaltung sowie ein positives Welt-, Menschen und Selbstbild.
Du hältst den Menschen grundsätzlich fßr gut und wandelbar und glaubst, dass in Allem etwas Gutes und ein Sinn steckt.
Doch als Optimist bist Du weder naiv, noch doof. Wenn es brennt, dann denkst Du nicht: âAch, das wird schon gut gehen!â Du rufst die Feuerwehr.
[Tweet „Als Optimist erkennst Du, dass auch jede Schwierigkeit ihren Sinn hat.“]
Wenn Du Dich zudem fĂźr die Tatsache Ăśffnest, dass Du viele Herausforderungen in Deinem Leben selbst kreiert hast und nun versuchst, den Lerninhalt bzw. Sinn zu ergrĂźnden, dann wächst Du Ăźber Deine instinktiven Reaktionen wie Enttäuschung, Angst, Ărger, Wut oder Groll hinaus.
Welche Haltung hat ein Pessimist?
Der Gegenspieler zum Optimist ist der Pessimist. Dieser hält alles fĂźr eher schlecht und glaubt, seine Einschätzung sei lediglich realistisch. Er mĂśchte sich vor Enttäuschungen schĂźtzen und malt daher eher ârostigeâ Zukunftsperspektiven, als rosige.
Doch das hatte evolutionsbiologisch durchaus seinen Sinn. Vielleicht verdanken wir den Pessimisten sogar unser Ăberleben. Aber wir haben uns als Menschheit, trotz aller derzeitigen Herausforderungen, weiterentwickelt.
Optimist = positive Erwartungshaltung
Typische Sätze: âEs wird seinen Sinn haben!â oder âWer weiĂ, wofĂźr es gut ist!â
Pessimist = negative Erwartungshaltung
Typische Sätze: âDie Welt ist ein schlechter Ort!â oder âWo soll das noch alles enden!â
ĂBUNG:Â WIE SCHĂTZT DU DICH DERZEIT EIN?
Ich bin eher ein Optimist und mein Lieblingssatz lautet âŚ.
Ich bin eher ein Pessimist und mein Lieblingssatz lautet âŚ
3. SELBSTWIRKSAMKEIT: Du kennst Deine Stärken & Potenziale!
Selbstwirksamkeit ist ein sperriges Wort. Aber wenn Du verstehst, was sich dahinter verbirgt, wirst Du es lieben ⌠und vielleicht Dein eigenes Wort kreieren.
Bei der Selbstwirksamkeit geht es um Deinen Glauben an Dich und Deine Stärken. Du weiĂt, was Du gut kannst und kennst Dich gut. Du bist selbst Dein bester Wirkstoff! Du glaubst an Dich!
Das Konzept der Selbstwirksamkeit wurde von dem Psychologen Albert Bandura in den 1970er Jahren entwickelt und manche Psychologen gehen sogar davon aus, dass die Selbstwirksamkeit ein ganz natĂźrliches BedĂźrfnis des Menschen ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass Personen mit einem starken Glauben bzw. Erwartung an die eigene Kompetenz grĂśĂere Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben und eine niedrigere Anfälligkeit fĂźr AngststĂśrungen und Depressionen haben sowie erfolgreicher in Ausbildung und Berufsleben sind.
HĂśhere Selbstwirksamkeitserwartung:
Wenn Du glaubst, dass Du aufgrund Deiner eigenen Fähigkeiten eine Situation meistern kannst, dann hast Du eine hÜhere Selbstwirksamkeitserwartung.
Ich kann echt was bewirken.
Ich schaffe das allein oder weiĂ, wo und wie ich UnterstĂźtzung bekomme.
Ich glaube an mich.
Ich kann Einfluss nehmen (auf die Welt, auf Ereignisse oder Denkweisen).
Niedrigere Selbstwirksamkeitserwartung:
Wenn Du glaubst, dass Du aufgrund Deiner eigenen Fähigkeiten eine Situation nicht oder ungenßgend meistern kannst, dann hast Du eine niedrigere Selbstwirksamkeitserwartung.
Ich fĂźhle mich ausgeliefert.
Das bringt doch nichts.
Das schaffe ich niemals.
Ich kann das nicht.
4. EIGENVERANTWORTUNG: Du bist aktiv & verlässt die Opferrolle!
Wie Du bereits gelesen hast, fßhrt ein Leben in Eigenverantwortung zwangsläufig zu einem Leben gedanklicher und emotionaler Freiheit. So kannst Du Dein Leben proaktiv gestalten und empfindest Dich nicht mehr als Opfer der Umstände.
Du gibst anderen nicht die Macht ßber Dein Leben, sondern verlässt die Opferrolle.
Du wechselst häufiger von der Schuldfrage zur Verantwortungsßbernahme.
Du tilgst die Worte âSchuldâ und âschuldigâ fast gänzlich aus Deinem Wortschatz und Ăźbernimmst stattdessen Verantwortung fĂźr DEIN Denken, FĂźhlen und Handeln.
Um die Opferrolle zu verlassen, mßssen wir uns aber zuerst einmal bewusst werden, dass wir uns ßberhaupt in einer befinden. Das bedeutet, dass wir auch bereit sein mßssen, uns mit unserem Verhalten zu befassen.
Wenn Du Dich häufiger in der Opferrolle verfängst, kann Dir die Ăbung mit den 2 Pfeilen helfen und das Thema Sinn im allgemeinen, besonders Viktor Franklâs Sicht darauf.
Ăbung: FĂźr was trägst Du die Verantwortung?
FĂźr was fĂźhlst Du Dich eigentlich verantwortlich? Schreibe das hier auf und begrenze die Zeit am besten auf 5 Minuten. Dann wirdâs effektiver:
KÜnntest Du die Verantwortung  auch abgeben, z. B. weil Du Dich dafßr nicht mehr zuständig fßhlst?
Oder weil das frĂźher mal so war, aber jetzt nicht mehr?:
âIch bin nicht mehr verantwortlich fĂźr âŚ!â oder âIch trage keine Verantwortung mehr fĂźr âŚ!â:
Ăbrigens:Â Du bist auch fĂźr die Bewertung derjenigen Werte verantwortlich, die Du einfach so Ăźbernommen hast:
âWenn ich nach Werten lebe, die ich einfach so und ohne nachzudenken von anderen Ăźbernommen habe, ist es gut denkbar, dass ich mir vormache, sie seien ein Teil âmeiner Naturâ und dessen, âwer ich binâ, und so kann ich geschickt die Tatsache umgehen, dass sie sehr wohl eine Frage der Wahl sind.
Wenn ich bereit bin anzuerkennen, dass meine Werthaltungen im Wesentlichen eine Frage der Wahl und Entscheidung sind, dann kann ich meine Werte neu in Augenschein nehmen, sie hinterfragen und gegebenenfalls revidieren. Auch hier gilt wiederum, dass die Ăbernahme der Verantwortung mich befreit.â (Nathaniel Branden)
Du kannst erst aufhĂśren, Ăźber andere zu urteilen, wenn Du aufhĂśrst, Ăźber Dich selbst zu urteilen. Denn das, was Du in Dir selbst ablehnst, wird Dir als Spiegel in der AuĂenwelt präsentiert, damit Du Dich darin erkennen kannst. Das kennst Du auch unter dem Begriff âResonanzprinzip“ oder âSpiegelgesetzâ.
Wie Du in den Wald reinrufst, so schallt es zurĂźck. Wie auĂen so innen. Die Welt das drauĂen ist die exakte Widerspiegelung Deiner Innenwelt, also wie Du Ăźber Dich selbst denkst und fĂźhlst und wie Du das bewertest.
Du kannst die anderen nicht ändern. Du kannst nur Dich selbst und Deine Einstellung zu den anderen ändern. Du hast die Macht. Tschßà Ohnmacht!
Sich seiner eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten bewusst zu werden und diese schonungslos und ehrlich ins Visier zu nehmen, erfordert schon etwas Mut.
Und es ist auch nicht immer angenehm, das zu tun. Es macht auch keinen SpaĂ. Manchmal tutâs auch weh! Aber es ist NOT-WENDIG, denn dadurch wendest Du Dich Deiner Not zu und langfristig von ihr wieder ab.
Jeder Mensch hat Baustellen, NeurÜschen, Macken, einen Spleen oder Marotten. JEDER! Du, ich, Dein Chef, Deine Eltern, Dein Partner, Deine Freunde ⌠jeder!
Das ist es, was uns menschlich, sympathisch und liebenswert macht. Du bist interessant, weil Du einzigartig bist! Deshalb bist Du auch besonders. Und deshalb feiert Dich das ganze Universum, weil Du so bist, wie Du bist.
Wenn Du das vollständig erkennst, dann Ăźbernimmst Du auf groĂartige Art und Weise Verantwortung fĂźr Dein Handeln, Denken und FĂźhlen und anerkennst Deine unendliche  SchĂśpferkraft. Dann beginnst Du zu erwachen, indem Du Dich erinnerst! Remember pleeease âŚ.!
âDein GlĂźck ist Einstellungssache!â
Jeanette Richter
5. BEZIEHUNGSFĂHIGKEIT: Du bist Deiner bester Freund & nutzt Dein kraftvolles Netzwerk!
Die wichtigste Beziehung ist diejenige, die Du zu Dir selbst hast, denn Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben. Um Dich geht es bei allem und gerade hier in RE:MEMBER! geht es ja Ăźberwiegend um Dich und Deine Sicht auf Dich. Dabei hilft Dir auch die Metta-Ăbung.
Du kannst Dir selbst nicht entfliehen und das ist auch gut so. Du nimmst Dich selbst ßberall hin mit.
Denn es geht immer und Ăźberall um Deine persĂśnliche und spirituelle Entwicklung und dafĂźr brauchst Du Deine Mitmenschen, die Dir als Lehrer auf Deinem Lebensweg dienen kĂśnnen. Dabei eignen sich besonders Liebesbeziehungen ganz hervorragend zum Lernen und Wachsen, auch wenn diese Lektionen manchmal sehr schmerzhaft sein kĂśnnen.
Im besten Falle hast Du ein Netzwerk, das Dir in unterschiedlichen Situationen Kraft, Hilfe und UnterstĂźtzung bietet und Du dieses aktiv nutzt. Dabei hast Du auch mindestens 1 â 2 gute und verlässliche Freunde, die Du jederzeit anrufen kannst. Und âŚ:
Du weiĂt, welche Kollegen oder Freunde Du jederzeit um Hilfe bitten kannst.
Und Du weiĂt, wen Du um Rat fragen kannst, wenn Du mal nicht weiter weiĂt.
Dir ist auch bewusst, wer sich in der Not  um Dich, Deine Kinder oder auch Deine Haustiere kßmmert.
6. LĂSUNGSORIENTIERUNG: Du kennst den Weg & gehst ihn!
Wenn wir ein Problem haben, fokussieren wir uns zumeist ausschlieĂlich auf das Problem. Das ist dann ungefähr so, als wĂźrden wir direkt mit der Nase vor einer Wand (dem Problem) stehen und uns fragen: âWo ist denn hier die TĂźr?â Also wo ist die LĂśsung? Trittst Du aber ein paar Schritte zurĂźck, dann erkennst Du, dass sich z. B. die TĂźr nur ein paar Meter rechts von Dir befindet.
Auch stellen wir uns oft die falschen Fragen in der Hoffnung, die richtigen Antworten zu finden. Doch das ist erstens komplett irrsinnig und zweitens total unvernßnftig. Ohne Herzensweisheit fßhrt Dich Dein Kopf komplett in die Irre und damit in Ego-Hände, die manchmal direkt ins Leid fßhren. Vernunft bedeutet hier, sich der Illusionen und Täuschungen des Ego-Verstandes bewusst zu werden und diesen nicht zu erliegen.
Bei der herzbasierten LÜsungsorientierung fokussierst Du Dich also nicht auf das, was eh nicht geht, sondern auf das, was mÜglich ist. Du wechselst von der Problem- zur LÜsungssicht. Du änderst Deine Perspektive bzw. Deine Sicht- und Denkweise.
[Tweet „Erinnere Dich:Â Ob Du etwas als Problem oder als Chance wahrnehmen kannst, hat etwas mit der Art Deines Denkens zu tun.“]
Du erkennst, dass jede Situation verdrängte oder nicht gesehene LÜsungen beinhaltet, die Du lediglich (wieder)finden darfst. Dadurch wirst Du zu einem kreativen Denker, der sogar um die Ecken denken kann. Du bist offen fßr neue Ideen und MÜglichkeiten und akzeptierst auch vorläufige LÜsungen. Du baust Stress ab, indem Du Dich auf die LÜsung und nicht auf das Problem fokussierst.
Dabei willst Du aber nicht unbedingt das Problem lĂśsen, sondern Dich eher vom Problem lĂśsen. Auch Goethe durfte damit wohl ein Thema gehabt haben, als er sagte:
âEin Problem zu lĂśsen heiĂt, sich vom Problem zu lĂśsen.â
So veränderst Du Deine Wahrnehmung und erweiterst Dein Handlungsspektrum.
Eine ganz wundervolle Ăbung, um Dich vom Problem zu lĂśsen, ist Reframing. Wie Du das machen kannst erfährst Du im Artikel: Reframing – die Macht der Umdeutens.
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