von Jeanette Richter | 17/08/2024 | Ein Kurs in Wundern |
Impuls 230: Seelenfrieden finden und Konflikte vermeiden
Heute tauchen wir in Impuls 230 ein und widmen uns dem Thema Seelenfrieden. Vielleicht hast Du schon mal das GefĂźhl gehabt, dass Du am Ende einer Lektion sagst: „Das war’s, jetzt bin ich durch.“ Aber dann geht alles wieder von vorne los.
Es ist ähnlich wie bei einer Serie mit mehreren Staffeln: Am Ende einer Episode gibt es oft einen spannenden Cliffhanger, der Dich neugierig macht und zum Weitersehen animiert.
Hier geht es um einen ganz besonderen Aspekt Deines Seins â den friedvollen Geist, den jeder von uns sucht.
Der Pfad zum Seelenfrieden
Du stellst Dir vielleicht die Frage: Wie erreichen wir diesen Seelenfrieden, den wir uns so sehr wĂźnschen? Das geht oft weit Ăźber das alltägliche Arbeiten und Geldverdienen hinaus. Viele Menschen sagen: „Ich will glĂźcklich und zufrieden leben.“ Doch was bedeutet das eigentlich?
Vielleicht kennst Du das: Du denkst, das kann ja nicht der Sinn und Zweck sein. Doch uns wird gesagt, wir mĂźssen zur Schule und eine gute Ausbildung machen, um einen Job zu finden, der uns Freude bereitet.
Diese Lebensweisheit bringt uns nahe, dass äuĂerliche Erfolge allein nicht ausreichen. Es braucht mehr, um wirklich erfĂźlltes GlĂźck zu finden.
Das Streben nach HĂśherem
Jetzt kommt der spannende Teil: Wir befinden uns oft in einem ständigen Streben danach, unsere persÜnliche Entwicklung voranzutreiben. Das bedeutet, Deine Seele zu pflegen und hÜheres Bewusstsein zu erlangen.
„Es ist vĂśllig in Ordnung, einen ‚glĂźcklichen Traum‘ in dieser Welt zu haben, aber es geht noch darĂźber hinaus. Manchmal stresst es Dich, weil Du denkst, Du wirst mit Deinem eigenen Traum nicht zurechtkommen, wenn er doch glĂźcklich wäre.“
Dieses Gefßhl des Unvollständigen kann uns manchmal ins Stolpern bringen. Es ist wichtig, dass Du erkennst, dass Du alles, was Du brauchst, bereits in Dir trägst.
Einen Schritt weiter gehen
Es ist nicht schlimm, diesen Wunsch nach mehr zu haben. Doch oft denkst Du: „Ich muss erst diesen glĂźcklichen Traum leben, um weitergehen zu kĂśnnen.“ Das ist jedoch ein Trugschluss.
Du musst nicht erst einen glĂźcklichen Traum leben, um Ăźberhaupt nach Hause kehren zu kĂśnnen. Du bist genau am richtigen Platz, und alles, was Du erlebst, dient Dir. Du bist bereits vollkommen.
Dieser Gedanke kann Dir helfen, Resilienz zu entwickeln und den alltäglichen Stress leichter zu bewältigen.
Der innere Frieden
Ein groĂes Thema in Impuls 230 ist das Suchen und Finden des inneren Friedens. Es ist von äuĂerster Bedeutung, dass Du diesen Frieden in Dir selbst suchst und findest.
„Erinner Dich daran: Suchen und Finden liegen immer am selben Ort. Licht ist dort, wo Schatten ist, Liebe dort, wo Angst ist, der Frieden dort, wo Unfrieden ruht.“
Dieser poetische Gedanke verdeutlicht, dass die LĂśsungen oft sehr nah an den Problemen liegen und wir sie nur erkennen mĂźssen.
Der aktive Prozess
Du fragst Dich vielleicht, wie genau Du diesen Frieden finden kannst. Es ist ein aktiver Prozess. Du setzt diesen Punkt ganz oben auf Deine To-Do-Liste und machst Dich auf den Weg.
„Wichtig fĂźr Dich heute ist einfach nur, dass Du Dir jetzt nochmal versicherst: Yo, ich will den Frieden Gottes, ich will den Seelenfrieden.“
Dieses aktive Suchen ist der SchlĂźssel zur ErfĂźllung. Dein Bewusstsein richtet sich auf das Ziel, schon von Anfang an zu wissen, dass Du es erreichen wirst.
Freude am Suchen
Das SchĂśne an diesem Prozess ist die Freude. Denn während Du suchst, weiĂt Du bereits, dass Du finden wirst. Dieses GefĂźhl der Vorfreude macht den ganzen Prozess leichter und erfĂźllender.
„Du freust Dich, erfreust Dich am Suchen, weil Du schon weiĂt, dass Du ja bereits gefunden hast. Es ist alles gut.“
Indem Du diese Einstellung annimmst, wird jeder Schritt auf Deinem Weg zu einem freudigen Erlebnis.
đŤ đď¸ Die ganze Folge des Zeitwellen-Podcasts kannst Du Dir auf YT, iTunes oder Spotify anhĂśren oder dort, wo’s Dir gefällt!
Alles Liebe
Deine Jeanette von Zeitwellen.life đ¸
von Jeanette Richter | 21/11/2023 | Seelengeschichten |
Als ich die ersten Zeilen des folgenden Textes oder Gedichtes von Jorge Bucay zum ersten Mal las, regte sich in mir Widerstand und EmpĂśrung und ich wollte eigentlich nicht mehr weiterlesen.
Doch einem inneren Impuls folgend, tat ich es dann doch und wurde belohnt. Ein krasser Text, der aufrĂźttelt und bewegt â zum Positiven, wie ich finde.
ZugehĂśrige Podcastfolge
Die besondere Art der SelbstfĂźrsorge
„Ich war vom ersten Moment an da, im Adrenalin, das durch die Adern deiner Eltern floss, als sie sich liebten, um dich zu empfangen, und später in der FlĂźssigkeit, die deine Mutter in dein kleines Herz pumpte, als du noch nichts weiter als ein Parasit warst.
Ich kam zu dir, noch bevor du sprechen konntest, bevor du auch nur irgendetwas verstehen konntest von dem, was die anderen dir sagten. Ich war schon da, als du ungeschickt deine ersten Schritte unternahmst vor den vergnĂźgt belustigten Augen aller. Als du unbeschĂźtzt und ausgesetzt warst, als du verletzbar und bedĂźrftig warst.
Ich trat in dein Leben wie ein magischer Gedanke
in meiner Begleitung waren ⌠der Aberglaube und die BeschwĂśrungsformeln, die Fetische und AmuletteâŚdie guten Manieren, die Gewohnheiten, die Traditionen ⌠deine Lehrer, deine Geschwister und deine Freunde âŚ
Bevor du wusstest, dass es mich gibt, teilte ich deine Seele in eine helle und in eine dunkle Welt. Eine Welt mit dem, was gut und eine mit dem, was nicht gut ist.
Ich brachte dir das SchamgefĂźhl, ich zeigte dir all das Schadhafte an dir, das Hässliche, das Dumme, das Unangenehme. Ich klebte dir das Etikett âandersâ auf, ich sagte dir zum ersten Mal ins Ohr, dass etwas ganz und gar nicht gut lief bei dir.
Ich existierte schon vor der Bewusstwerdung, schon vor der Schuld, vor der Moral, mich gibt es seit Beginn der Zeitrechnung, seitdem Adam sich fßr seinen KÜrper schämte, als er dessen Nacktheit bemerkte ⌠und sie bedeckte!
Ich bin der ungeliebte Gast, der unerwĂźnschte Besucher,
und trotzdem bin ich der Erste, der kommt und der Letzte, der geht. Ich bin mit der Zeit mächtig geworden, indem ich die Ratschläge deiner Eltern befolgte, darßber, wie man im Leben Erfolg hat.
Indem ich die Gebote deiner Religion beachtete, die dir sagen, was du zu tun und zu lassen hast, um in Gottes Schoà aufgenommen zu werden. Indem ich die grausamen Scherze deiner Schulkameraden erlitt, wenn sie sich ßber deine Schwächen lustig machten.
Indem ich die Erniedrigungen deiner Vorgesetzten ertrug. Indem ich dein unansehnliches Spiegelbild betrachtete und es anschlieĂend mit den BerĂźhmtheiten aus dem Fernsehen verglich. Und jetzt, endlich, mächtig wie ich bin, und durch die einfache Tatsache,
- dass ich eine Frau bin,
- dass ich schwarz bin,
- dass ich Jude bin,
- dass ich homosexuell bin,
- dass ich Orientale bin,
- dass ich unfähig bin,
- dass ich groĂ, klein oder dick bin âŚ
kann ich mich in einen Haufen Mßll verwandeln, in Abschaum, in einen Sßndenbock, in den Universalschuldigen, in einen verdammten abzulehnenden Bastard. Generationen von Männern und Frauen halten mir die Stange. Du kannst dich nicht von mir lÜsen.
Das Leid, das ich verursache, ist so erdrĂźckend,
dass du mich, um mich zu ertragen, an deine Kinder weiterreichen musst, damit sie mich an die ihren reichen, von Jahrhundert zu Jahrhundert. Um dir und deinen Nachkommen zu helfen, werde ich mich als
- Perfektionismus verkleiden,
- als hohe Ideale,
- Selbstkritik,
- Patriotismus,
- Moralität,
- gute Gepflogenheiten,
- als Selbstkontrolle.
Der Schmerz, den ich dir verursache, ist derart stark, dass du mich verleugnen willst, und deshalb wirst du versuchen, mich hinter deinen PersÜnlichkeiten zu verstecken, hinter Drogen, hinter deinem Kampf ums Geld, hinter deiner Neurose, hinter deiner unterdrßckten Sexualität.
Aber egal, was du tust, egal, wohin du gehst: ich werde dort sein.
Immer. Denn ich reise mit dir, Tag und Nacht, ununterbrochen, grenzenlos. Ich bin die Hauptursache der Abhängigkeit, des Besitzanspruchs, der Anstrengung, der Unmoral, der Angst, der Gewalt, des Verbrechens, des Wahnsinns.
Ich werde dich die Angst vor Zurßckweisung lehren. Und dein Leben dieser Angst anpassen. Von mir bist du abhängig, wenn du weiterhin diese begehrte, gewßnschte Person sein willst, die gefeierte, freundlich und angenehm, die du heute den anderen vorfßhrst.
Von mir hängst du ab, denn ich bin die Truhe, in der du die unangenehmsten Dinge versteckst, die lachhaftesten, unerwßnschtesten deiner selbst.
Dank mir hast du gelernt, dich mit dem zufriedenzugeben, was das Leben dir gibt, denn was dir auch widerfährt, wird immer mehr sein als das, was du glaubst, verdient zu haben.â
WeiĂt Du, wovon Bucay spricht?
Ja, genau!
Bucay spricht hier von der Selbstablehnung. Der Kunst, sich selbst zu sabotieren!
Einem Zustand, den manche Menschen zu einer wahren Kunstform erhoben haben, denn sie sind in diesem Bereich besonders gut, aber leider unglßcklich. Wenn Du wissen mÜchtest, wie Du Deine Resilienzfähigkeit, also Deine psychische Widerstandskraft besser stärken kannst, dann lies Dir folgenden Artikel durch.
Schreibâ mir gerne in die Kommentare, wie Dir dieses Gedicht von Bucay gefallen hat oder was Du davon hältst.
Alles Liebe
Deine Jeanette
von Jeanette Richter | 19/11/2023 | Seelengeschichten |
Diese wundervolle Geschichte handelt von Wasserkäfern und Libellen. Aber eigentlich, ja eigentlich handelt sie von uns Menschen …
Ich wĂźnsche Dir viel Freude mit dieser Geschichte.
—
Am Boden eines kleinen ruhigen Teiches lebte eine Gemeinschaft von Wasserkäfern. Es war eine zufriedene Gemeinschaft, die dort im Halbdunkel lebte und damit beschäftigt war, ßber den Schlamm am Boden des Teiches hin und her zu laufen und nach etwas Nahrung zu suchen.
Immer wieder bemerkten die Wasserkäfer jedoch, dass der eine oder andere von ihnen anscheinend das Interesse daran verlor, bei ihnen zu bleiben. Er klammerte sich dann an einen Stängel einer Teichrose und kroch langsam daran empor bis er verschwunden war. Dann wurde er nie wieder gesehen.
Eines Tages, als dies wieder geschah, sagten die Wasserkäfer zueinander:
âDa klettert wieder einer unserer Freunde den Stängel empor. Wohin mag er wohl gehen?â
Aber obwohl sie genau zuschauten, entschwand auch dieses Mal der Freund schlieĂlich aus ihren Augen. Die ZurĂźckgebliebenen warteten noch eine lange Zeit, aber er kam nicht zurĂźck.
âIst das nicht merkwĂźrdig?â, sagte der erste Wasserkäfer.
âWar er denn hier nicht glĂźcklich bei uns?â, fragte der zweite.
âWo er jetzt wohl ist?â, wunderte sich der dritte.
Keiner wusste eine Antwort. Sie standen vor einem Rätsel.
SchlieĂlich berief der Ălteste der Käfer eine Versammlung ein.
âIch habe eine Ideeâ, sagte er. âDer Nächste, der von uns den Teichrosenstängel empor klettert, muss versprechen, dass er zurĂźckkommt und uns erzählt, wohin er gegangen ist und warum.â
âWir versprechen esâ, sagten alle feierlich.
Nicht lange danach, an einem Frßhlingstag, bemerkte genau der Wasserkäfer, der den Vorschlag gemacht hatte, dass er dabei war, den Teichrosenstängel empor zu klettern. HÜher und immer hÜher kletterte er.
Und dann, noch bevor er wusste, was ihm geschah, durchbrach er die Wasseroberfläche und fiel auf ein groĂes, grĂźnes Teichrosenblatt.
Als der Wasserkäfer wieder zu sich kam, blickte er verwundert um sich. Er konnte nicht glauben, was er da sah.
Alles war ganz anders und auch sein KÜrper schien auf merkwßrdige Art verändert.
Als er ihn neugierig zu betrachten begann, fiel sein Blick auf vier glitzernde Flßgel und einen langen Hinterleib, die nun anscheinend zu ihm gehÜrten. Noch während er sich ßber seine ungewohnte Form wunderte, spßrte er ein Drängen, die Flßgel zu bewegen.
Er gab dem Drängen nach, bewegte seine FlĂźgel â und plĂśtzlich, ohne zu wissen wie, befand er sich in der Luft.
Das Versprechen
Der Wasserkäfer war eine Libelle geworden. Auf und ab, in engen und groĂen Kreisen, bewegte sich die neugeborene Libelle durch die Luft. Sie fĂźhlte sich wunderbar in diesem so ganz andersartigen Element.
Nach einiger Zeit lieĂ sie sich auf einem Blatt zum Ausruhen nieder.
In diesem Moment sah die Libelle hinunter ins Wasser. Und da waren ihre alten Freunde, die anderen Wasserkäfer, die hin und her liefen am Boden des Teiches. Jetzt erinnerte sich die Libelle an ihr Versprechen.
Ohne lange zu ßberlegen, stßrzte sich die Libelle hinab, um ihren alten Freunden zu berichten. Aber sie prallte an der Oberfläche des Wassers ab.
âIch kann nicht zurĂźck.â sagte sie traurig.
âZwar habe ich es versucht, aber ich kann mein Versprechen nicht halten. Und selbst wenn ich zurĂźckkĂśnnte, kein einziger meiner Freunde wĂźrde mich in meinem neuen KĂśrper erkennen.â
Und nach einigem Nachdenken wurde ihr klar:
âIch muss wohl warten, bis sie ebenfalls Libellen geworden sind. Dann wissen sie selbst, was mir widerfahren ist und wohin ich gegangen bin.â
Und damit flog die Libelle glĂźcklich empor, in ihre wunderbare neue Welt aus Licht und Luft.
(Verfasser unbekannt)
Die Moral von der Geschicht‘?
In dieser Geschichte konnte die Libelle den Wasserkäfern nicht mehr mitteilen, was mit ihr geschehen war.
Aber auf der menschlichen Ebene versuchen Verstorbene nach dem Verlassen ihrer âHĂźlleâ oft noch, Kontakt mit ihren Liebsten aufzunehmen.
Sie wollen sich uns mitteilen. Vielleicht um zu sagen:
âHey, es ist alles gut. Mach Dir keine Sorgen!â
Und wenn ein Mensch diesen Kontakt spßrt, wie auch immer und auf welche Art und Weise auch immer, dann nennt man das einen Nachtodkontakt.
Hast Du solch einen Nachtodkontakt auch schon einmal erlebt?
Wie war das fĂźr Dich?
Schreib es mir gerne in die Kommentare.
von Jeanette Richter | 04/06/2023 | Seelengeschichten |
Wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir uns das wĂźnschen, dann sind wir oft nicht sehr erfreut. Da wird dann auch mal gezetert, gewĂźtet, geflucht und in die Hand gebissen. đ
Aber GlĂźck und UnglĂźck liegen eben sehr nah beieinander und wer kann schon sagen, wofĂźr etwas gut ist?
Das weiĂ man auch immer erst hinterher oder man baut aufs Vertrauen.Â
Wir kĂśnnen es auch gar nicht wissen, weil unser Ego einen ganz kleinen Blickwinkel hat.
Und in einer meiner Lieblingsgeschichten – die es in einer kurzen und einer langen Variante gibt – wird das auch sehr, sehr deutlich.
Ăbrigens: Ich liebe die lange đ
Aber lies selbst oder hĂśr Dir die Podcast-Folge an …
von Jeanette Richter | 20/05/2022 | Seelengeschichten |
Wie Du ja vielleicht weiĂt, spiele ich sehr gerne Tennis und schaue mir auch Ăśfters Spiele im Fernsehen an, besonders dann, wenn der 25-jährige Deutsche Alexander Zverev spielt. Und vorgestern ging es im Spiel gegen Rafael Nadal um den Einzug ins Finale bei den French Open 2022.
Es war sooo spannend. Hin und her flogen die Bälle. Eine Freundin und ich hielten es vor lauter Aufregung kaum auf dem Sofa aus. Doch dann im 2. Satz passierte die âKatastropheâ.
Alexander knickte mit seinem rechten FuĂ so brutal um, dass man glaubte, die Bänder reiĂen zu hĂśren. Das Spiel war vorbei!
Alle Zuschauer waren geschockt, betroffen, fassungslos âŚ
Eine Welle von MitgefĂźhl schwappte Ăźber den Ăther ⌠und die Gedanken zogen ihre Kreise:
âWas wenn âŚ!â âOb er je wieder spielen wird ⌠irgendwann!â âDer arme Zverev!â usw. usw.
Meinungen & Ansichten
Es passierte in mir, was passieren sollte und das war auch vÜllig in Ordnung. Das war menschlich! Ich konnte den Schmerz ßber das Gesehene nicht vermeiden ⌠doch das daraus resultierende Leiden schon.
Hier erinnere ich Dich gerne an die Geschichte von den 2 Pfeilen. Du kannst diese hier nachlesen.
Ich betete: âMĂśgest Du und alle leidenden Menschen gestärkt aus dem hervorgehen, was euch widerfahren ist! MĂśgest Du die Kraft finden, mit dem umzugehen, was Du nicht ändern kannst. MĂśge heilen, was geheilt werden soll!â
Und ich erinnerte mich an den Satz:
âIch weiĂ nicht wirklich, WOZU irgendetwas dient, aber der Heilige Geist in mir schon!â
Egal ob Corona, Krieg, Klimawandel oder Globale Erwärmung âŚÂ ein UnglĂźck, ein Trauerfall oder ein Unfall ⌠oder was auch immer Dein Herz gerade bewegt.
Eine Meinung ist ein Urteil
Wenn ich mir ein Ur-Teil oder eine MEIN-ung darßber bilde, ist es MEINe. Sie muss nicht richtig sein, ich kann auch falsch liegen.
Vielleicht hat der gute Sokrates das gemeint, als er sagte: âIch weiĂ, dass ich nichts weiĂ!â ⌠wer weiĂ.
Heute ist Pfingsten â das Fest des Heiligen Geistes, der Stimme fĂźr GOTT oder welche Bezeichnung Du auch immer dafĂźr hast.
Es ist das Fest Deiner Intuition, Deiner inneren Stimme, Deiner Herzensweisheit oder wie auch immer Du diese Stimme in Dir bezeichnen mĂśchtest.;)
Es sind ja nur Worte âŚ
Noch vor Jahren hätte ich niemals gedacht, dass ich jemals in einem Newsletter ßber Stress und den Heiligen Geist schreiben wßrde.
Aber nunja, ⌠Dinge ändern sich eben.
Und gerade jetzt, wo ich das schreibe, erinnere ich mich auch an den 1. Abschnitt der LEKTION 152 aus Ein Kurs in Wundern:Â Die Macht der Entscheidung ist mein.
Ein Kurs in Wundern â Lektion 152
â1. Niemand kann Verlust erleiden, auĂer wenn es seine eigene Entscheidung ist.
Niemand erleidet Schmerz, auĂer wenn seine Wahl diesen Zustand fĂźr ihn aussucht.
Niemand kann sich grämen oder ängstigen oder denken, er sei krank, auĂer wenn dies die Ergebnisse sind, die er haben will. Und niemand stirbt ohne seine eigene Zustimmung.
Nichts geschieht, was nicht deinen Wunsch darstellte, und nichts wird weggelassen, was du wählst.
Hier ist deine Welt, vollständig bis in alle Einzelheiten.
Hier ist ihre ganze Wirklichkeit fĂźr dich.
Und hier allein ist die ErlĂśsung. âŚâ
Das ist krass! Radikal non-dual!
Da gibt es keine Kompromisse.
Darauf zu vertrauen und danach zu leben, erfordert eine radikale Veränderung der Sichtweise und ja ⌠ein stetes Ăben und sich erinnern. Und ich scheitere regelmäĂig daran âŚ
âWenn mich etwas betrifft, dann trifft es mich.â
Wir fragen uns und ich mich auch des Ăfteren:Â âWarum ist das geschehen?â
Die Antwort kann nur lauten: Weil es passiert ist. Weil ich es erfahren sollte. Weil das fßr mich eine potenzielle Lernchance darstellt, an und durch die ich wachsen und mich weiter entwickeln kann.
âWohin entwickeln?â, fragst Du Dich?
Letzten Endes zur Liebe und zu mehr Seelenfrieden hin.
 âWir kĂśnnen oft nicht beeinflussen, WAS passiert. Aber wir kĂśnnen entscheiden, WIE wir darauf reagieren. Ohne Urteil!â
Auch in der folgenden Geschichte gehtâs genau darum:
Der alte Mann und das Pferd: Sinnfragen?
Ein alter Mann lebte in einem Dorf, sehr arm, aber selbst KĂśnige waren neidisch auf ihn, denn er besaĂ ein wunderschĂśnes weiĂes Pferd. Die KĂśnige boten fantastische Summen fĂźr das Pferd, aber der Mann sagte dann: âDieses Pferd ist fĂźr mich kein Pferd, sondern ein Freund. Und wie kĂśnnte man seinen eigenen Freund verkaufen?â Der Mann war arm, aber sein Pferd verkaufte er nie.
Eines Morgens fand er sein Pferd nicht im Stall. Das ganze Dorf versammelte sich, und die Leute sagten: âDu dummer alter Mann. Wir haben gewusst, dass das Pferd eines Tages gestohlen wĂźrde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein UnglĂźck! Welch ein UnglĂźck! Nein!â
Der alte Mann sagte: âGeht nicht so weit, das zu sagen. Sagt einfach: âDas Pferd ist nicht im Stallâ. Ob es ein UnglĂźck ist oder ein Segen, weiĂ ich nicht.â Die Leute lachten den Alten aus. Sie hatten schon immer gewusst, dass er ein bisschen verrĂźckt war.
Aber am nächsten Tag kehrte das Pferd plĂśtzlich zurĂźck. Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und nicht nur das, es brachte auch noch ein Dutzend wilder Pferde mit. Wieder versammelten sich die Leute, und sie sagten: âAlter Mann, du hattest recht. Es war kein UnglĂźck, es hat sich tatsächlich als ein Segen erwiesen.â
Der Alte entgegnete: âWieder geht ihr zu weit. Sagt einfach: âDas Pferd ist zurĂźck.â Wer weiĂ, ob das ein Segen ist oder nicht?â
Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn, der begann, die Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und brach sich die Beine.
Wieder versammelten sich die Leute. Sie sagten: âWieder hattest du recht! Es war ein UnglĂźck. Dein einziger Sohn kann nun seine Beine nicht mehr gebrauchen, und er war die einzige StĂźtze deines Alters. Jetzt bist du ärmer als je zuvor. So ein UnglĂźck! So ein UnglĂźck! Nein!â
Der Alte antwortete: âGeht nicht so weit. Sagt nur, dass mein Sohn sich die Beine gebrochen hat. Niemand weiĂ, ob dies ein UnglĂźck oder ein Segen ist. Das Leben kommt in Fragmenten, und mehr bekommt ihr nie zu sehen.â
Es ergab sich, dass das Land nach ein paar Wochen einen Krieg begann. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Militär eingezogen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurßck, weil er verkrßppelt war.
Der ganze Ort war von Klagen und Wehgeschrei erfßllt, weil dieser Krieg nicht zu gewinnen war und man wusste, dass die meisten jungen Männer nicht nach Hause zurßckkehren wßrden.
Sie kamen zu dem alten Mann und sagten: âDu hattest recht, alter Mann â es hat sich nicht als Segen erwiesen. Dein Sohn ist zwar verkrĂźppelt, aber immerhin ist er noch bei dir. Unsere SĂśhne sind fĂźr immer fort.â
Der alte Mann antwortete wieder: âIhr hĂśrt nicht auf zu urteilen. Niemand weiĂ! Sagt nur, dass man eure SĂśhne in die Armee eingezogen hat und dass mein Sohn nicht eingezogen wurde. Doch nur Gott, der das Ganze kennt, weiĂ, ob dies ein Segen oder ein UnglĂźck ist.â
(Eine Geschichte aus dem alten China)
Ich wßnsche uns allen, dass wir diese Weisheit immer mehr und mehr leben kÜnnen. Gerade dann, wenn uns Sinnfragen quälen. Und uns gerade heute an Pfingsten daran erinnern, dass das grundsätzlich mÜglich ist. Fßr jeden von uns!
Alles Liebe und ein schĂśnes Pfingstfest
Deine
Jeanette