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Impuls 230: Seelenfrieden finden im modernen Leben

Impuls 230: Seelenfrieden finden im modernen Leben

Impuls 230: Seelenfrieden finden und Konflikte vermeiden

Heute tauchen wir in Impuls 230 ein und widmen uns dem Thema Seelenfrieden. Vielleicht hast Du schon mal das GefĂźhl gehabt, dass Du am Ende einer Lektion sagst: „Das war’s, jetzt bin ich durch.“ Aber dann geht alles wieder von vorne los.

Es ist ähnlich wie bei einer Serie mit mehreren Staffeln: Am Ende einer Episode gibt es oft einen spannenden Cliffhanger, der Dich neugierig macht und zum Weitersehen animiert.

Hier geht es um einen ganz besonderen Aspekt Deines Seins – den friedvollen Geist, den jeder von uns sucht.

Der Pfad zum Seelenfrieden

Du stellst Dir vielleicht die Frage: Wie erreichen wir diesen Seelenfrieden, den wir uns so sehr wĂźnschen? Das geht oft weit Ăźber das alltägliche Arbeiten und Geldverdienen hinaus. Viele Menschen sagen: „Ich will glĂźcklich und zufrieden leben.“ Doch was bedeutet das eigentlich?

Vielleicht kennst Du das: Du denkst, das kann ja nicht der Sinn und Zweck sein. Doch uns wird gesagt, wir mĂźssen zur Schule und eine gute Ausbildung machen, um einen Job zu finden, der uns Freude bereitet.

Diese Lebensweisheit bringt uns nahe, dass äußerliche Erfolge allein nicht ausreichen. Es braucht mehr, um wirklich erfülltes Glück zu finden.

Das Streben nach HĂśherem

Jetzt kommt der spannende Teil: Wir befinden uns oft in einem ständigen Streben danach, unsere persÜnliche Entwicklung voranzutreiben. Das bedeutet, Deine Seele zu pflegen und hÜheres Bewusstsein zu erlangen.

„Es ist vĂśllig in Ordnung, einen ‚glĂźcklichen Traum‘ in dieser Welt zu haben, aber es geht noch darĂźber hinaus. Manchmal stresst es Dich, weil Du denkst, Du wirst mit Deinem eigenen Traum nicht zurechtkommen, wenn er doch glĂźcklich wäre.“

Dieses Gefßhl des Unvollständigen kann uns manchmal ins Stolpern bringen. Es ist wichtig, dass Du erkennst, dass Du alles, was Du brauchst, bereits in Dir trägst.

Einen Schritt weiter gehen

Es ist nicht schlimm, diesen Wunsch nach mehr zu haben. Doch oft denkst Du: „Ich muss erst diesen glĂźcklichen Traum leben, um weitergehen zu kĂśnnen.“ Das ist jedoch ein Trugschluss.

Du musst nicht erst einen glĂźcklichen Traum leben, um Ăźberhaupt nach Hause kehren zu kĂśnnen. Du bist genau am richtigen Platz, und alles, was Du erlebst, dient Dir. Du bist bereits vollkommen.

Dieser Gedanke kann Dir helfen, Resilienz zu entwickeln und den alltäglichen Stress leichter zu bewältigen.

Der innere Frieden

Ein großes Thema in Impuls 230 ist das Suchen und Finden des inneren Friedens. Es ist von äußerster Bedeutung, dass Du diesen Frieden in Dir selbst suchst und findest.

„Erinner Dich daran: Suchen und Finden liegen immer am selben Ort. Licht ist dort, wo Schatten ist, Liebe dort, wo Angst ist, der Frieden dort, wo Unfrieden ruht.“

Dieser poetische Gedanke verdeutlicht, dass die LĂśsungen oft sehr nah an den Problemen liegen und wir sie nur erkennen mĂźssen.

Der aktive Prozess

Du fragst Dich vielleicht, wie genau Du diesen Frieden finden kannst. Es ist ein aktiver Prozess. Du setzt diesen Punkt ganz oben auf Deine To-Do-Liste und machst Dich auf den Weg.

„Wichtig fĂźr Dich heute ist einfach nur, dass Du Dir jetzt nochmal versicherst: Yo, ich will den Frieden Gottes, ich will den Seelenfrieden.“

Dieses aktive Suchen ist der SchlĂźssel zur ErfĂźllung. Dein Bewusstsein richtet sich auf das Ziel, schon von Anfang an zu wissen, dass Du es erreichen wirst.

Freude am Suchen

Das Schöne an diesem Prozess ist die Freude. Denn während Du suchst, weißt Du bereits, dass Du finden wirst. Dieses Gefühl der Vorfreude macht den ganzen Prozess leichter und erfüllender.

„Du freust Dich, erfreust Dich am Suchen, weil Du schon weißt, dass Du ja bereits gefunden hast. Es ist alles gut.“

Indem Du diese Einstellung annimmst, wird jeder Schritt auf Deinem Weg zu einem freudigen Erlebnis.

💫 🎙️ Die ganze Folge des Zeitwellen-Podcasts kannst Du Dir auf YT, iTunes oder Spotify anhĂśren oder dort, wo’s Dir gefällt!

Alles Liebe

Deine Jeanette von Zeitwellen.life 🌸

Von der Kunst, sich selbst zu sabotieren

Von der Kunst, sich selbst zu sabotieren

Als ich die ersten Zeilen des folgenden Textes oder Gedichtes von Jorge Bucay zum ersten Mal las, regte sich in mir Widerstand und EmpĂśrung und ich wollte eigentlich nicht mehr weiterlesen.

Doch einem inneren Impuls folgend, tat ich es dann doch und wurde belohnt. Ein krasser Text, der aufrüttelt und bewegt – zum Positiven, wie ich finde.

ZugehĂśrige Podcastfolge

 

Die besondere Art der SelbstfĂźrsorge

„Ich war vom ersten Moment an da, im Adrenalin, das durch die Adern deiner Eltern floss, als sie sich liebten, um dich zu empfangen, und später in der FlĂźssigkeit, die deine Mutter in dein kleines Herz pumpte, als du noch nichts weiter als ein Parasit warst.

Ich kam zu dir, noch bevor du sprechen konntest, bevor du auch nur irgendetwas verstehen konntest von dem, was die anderen dir sagten. Ich war schon da, als du ungeschickt deine ersten Schritte unternahmst vor den vergnĂźgt belustigten Augen aller. Als du unbeschĂźtzt und ausgesetzt warst, als du verletzbar und bedĂźrftig warst.

Ich trat in dein Leben wie ein magischer Gedanke

in meiner Begleitung waren … der Aberglaube und die Beschwörungsformeln, die Fetische und Amulette…die guten Manieren, die Gewohnheiten, die Traditionen … deine Lehrer, deine Geschwister und deine Freunde …

Bevor du wusstest, dass es mich gibt, teilte ich deine Seele in eine helle und in eine dunkle Welt. Eine Welt mit dem, was gut und eine mit dem, was nicht gut ist.

Ich brachte dir das Schamgefühl, ich zeigte dir all das Schadhafte an dir, das Hässliche, das Dumme, das Unangenehme. Ich klebte dir das Etikett „anders“ auf, ich sagte dir zum ersten Mal ins Ohr, dass etwas ganz und gar nicht gut lief bei dir.

Ich existierte schon vor der Bewusstwerdung, schon vor der Schuld, vor der Moral, mich gibt es seit Beginn der Zeitrechnung, seitdem Adam sich für seinen Körper schämte, als er dessen Nacktheit bemerkte … und sie bedeckte!

Ich bin der ungeliebte Gast, der unerwĂźnschte Besucher,

und trotzdem bin ich der Erste, der kommt und der Letzte, der geht. Ich bin mit der Zeit mächtig geworden, indem ich die Ratschläge deiner Eltern befolgte, darßber, wie man im Leben Erfolg hat.

Indem ich die Gebote deiner Religion beachtete, die dir sagen, was du zu tun und zu lassen hast, um in Gottes Schoß aufgenommen zu werden. Indem ich die grausamen Scherze deiner Schulkameraden erlitt, wenn sie sich über deine Schwächen lustig machten.

Indem ich die Erniedrigungen deiner Vorgesetzten ertrug. Indem ich dein unansehnliches Spiegelbild betrachtete und es anschließend mit den Berühmtheiten aus dem Fernsehen verglich. Und jetzt, endlich, mächtig wie ich bin, und durch die einfache Tatsache,

  • dass ich eine Frau bin,
  • dass ich schwarz bin,
  • dass ich Jude bin,
  • dass ich homosexuell bin,
  • dass ich Orientale bin,
  • dass ich unfähig bin,
  • dass ich groß, klein oder dick bin …

kann ich mich in einen Haufen Mßll verwandeln, in Abschaum, in einen Sßndenbock, in den Universalschuldigen, in einen verdammten abzulehnenden Bastard. Generationen von Männern und Frauen halten mir die Stange. Du kannst dich nicht von mir lÜsen.

Das Leid, das ich verursache, ist so erdrĂźckend,

dass du mich, um mich zu ertragen, an deine Kinder weiterreichen musst, damit sie mich an die ihren reichen, von Jahrhundert zu Jahrhundert. Um dir und deinen Nachkommen zu helfen, werde ich mich als

  • Perfektionismus verkleiden,
  • als hohe Ideale,
  • Selbstkritik,
  • Patriotismus,
  • Moralität,
  • gute Gepflogenheiten,
  • als Selbstkontrolle.

Der Schmerz, den ich dir verursache, ist derart stark, dass du mich verleugnen willst, und deshalb wirst du versuchen, mich hinter deinen PersÜnlichkeiten zu verstecken, hinter Drogen, hinter deinem Kampf ums Geld, hinter deiner Neurose, hinter deiner unterdrßckten Sexualität.

Aber egal, was du tust, egal, wohin du gehst: ich werde dort sein.

Immer. Denn ich reise mit dir, Tag und Nacht, ununterbrochen, grenzenlos. Ich bin die Hauptursache der Abhängigkeit, des Besitzanspruchs, der Anstrengung, der Unmoral, der Angst, der Gewalt, des Verbrechens, des Wahnsinns.

Ich werde dich die Angst vor Zurßckweisung lehren. Und dein Leben dieser Angst anpassen. Von mir bist du abhängig, wenn du weiterhin diese begehrte, gewßnschte Person sein willst, die gefeierte, freundlich und angenehm, die du heute den anderen vorfßhrst.

Von mir hängst du ab, denn ich bin die Truhe, in der du die unangenehmsten Dinge versteckst, die lachhaftesten, unerwßnschtesten deiner selbst.

Dank mir hast du gelernt, dich mit dem zufriedenzugeben, was das Leben dir gibt, denn was dir auch widerfährt, wird immer mehr sein als das, was du glaubst, verdient zu haben.”

Weißt Du, wovon Bucay spricht?

Ja, genau!

Bucay spricht hier von der Selbstablehnung. Der Kunst, sich selbst zu sabotieren!

Einem Zustand, den manche Menschen zu einer wahren Kunstform erhoben haben, denn sie sind in diesem Bereich besonders gut, aber leider unglßcklich. Wenn Du wissen mÜchtest, wie Du Deine Resilienzfähigkeit, also Deine psychische Widerstandskraft besser stärken kannst, dann lies Dir folgenden Artikel durch.

Schreib’ mir gerne in die Kommentare, wie Dir dieses Gedicht von Bucay gefallen hat oder was Du davon hältst.

Alles Liebe

Deine Jeanette

 

Eine Geschichte von Wasserkäfern und Libellen

Eine Geschichte von Wasserkäfern und Libellen

Diese wundervolle Geschichte handelt von Wasserkäfern und Libellen. Aber eigentlich, ja eigentlich handelt sie von uns Menschen …

Ich wĂźnsche Dir viel Freude mit dieser Geschichte.

Am Boden eines kleinen ruhigen Teiches lebte eine Gemeinschaft von Wasserkäfern. Es war eine zufriedene Gemeinschaft, die dort im Halbdunkel lebte und damit beschäftigt war, ßber den Schlamm am Boden des Teiches hin und her zu laufen und nach etwas Nahrung zu suchen.

Immer wieder bemerkten die Wasserkäfer jedoch, dass der eine oder andere von ihnen anscheinend das Interesse daran verlor, bei ihnen zu bleiben. Er klammerte sich dann an einen Stängel einer Teichrose und kroch langsam daran empor bis er verschwunden war. Dann wurde er nie wieder gesehen.

Eines Tages, als dies wieder geschah, sagten die Wasserkäfer zueinander:

“Da klettert wieder einer unserer Freunde den Stängel empor. Wohin mag er wohl gehen?”

Aber obwohl sie genau zuschauten, entschwand auch dieses Mal der Freund schließlich aus ihren Augen. Die Zurückgebliebenen warteten noch eine lange Zeit, aber er kam nicht zurück.

“Ist das nicht merkwürdig?”, sagte der erste Wasserkäfer.

“War er denn hier nicht glücklich bei uns?”, fragte der zweite.

“Wo er jetzt wohl ist?”,  wunderte sich der dritte.

Keiner wusste eine Antwort. Sie standen vor einem Rätsel.

Schließlich berief der Älteste der Käfer eine Versammlung ein.

“Ich habe eine Idee”, sagte er. “Der Nächste, der von uns den Teichrosenstängel empor klettert, muss versprechen, dass er zurückkommt und uns erzählt, wohin er gegangen ist und warum.”

“Wir versprechen es”, sagten alle feierlich.

Die Verwandlung

Nicht lange danach, an einem Frßhlingstag, bemerkte genau der Wasserkäfer, der den Vorschlag gemacht hatte, dass er dabei war, den Teichrosenstängel empor zu klettern. HÜher und immer hÜher kletterte er.

Und dann, noch bevor er wusste, was ihm geschah, durchbrach er die Wasseroberfläche und fiel auf ein großes, grünes Teichrosenblatt.

Als der Wasserkäfer wieder zu sich kam, blickte er verwundert um sich. Er konnte nicht glauben, was er da sah.

Alles war ganz anders und auch sein KÜrper schien auf merkwßrdige Art verändert.

Als er ihn neugierig zu betrachten begann, fiel sein Blick auf vier glitzernde Flßgel und einen langen Hinterleib, die nun anscheinend zu ihm gehÜrten. Noch während er sich ßber seine ungewohnte Form wunderte, spßrte er ein Drängen, die Flßgel zu bewegen.

Er gab dem Drängen nach, bewegte seine Flügel – und plötzlich, ohne zu wissen wie, befand er sich in der Luft.

Das Versprechen

Der Wasserkäfer war eine Libelle geworden. Auf und ab, in engen und großen Kreisen, bewegte sich die neugeborene Libelle durch die Luft. Sie fühlte sich wunderbar in diesem so ganz andersartigen Element.

Nach einiger Zeit ließ sie sich auf einem Blatt zum Ausruhen nieder.

In diesem Moment sah die Libelle hinunter ins Wasser. Und da waren ihre alten Freunde, die anderen Wasserkäfer, die hin und her liefen am Boden des Teiches. Jetzt erinnerte sich die Libelle an ihr Versprechen.

Ohne lange zu ßberlegen, stßrzte sich die Libelle hinab, um ihren alten Freunden zu berichten. Aber sie prallte an der Oberfläche des Wassers ab.

“Ich kann nicht zurück.” sagte sie traurig.

“Zwar habe ich es versucht, aber ich kann mein Versprechen nicht halten. Und selbst wenn ich zurückkönnte, kein einziger meiner Freunde würde mich in meinem neuen Körper erkennen.”

Und nach einigem Nachdenken wurde ihr klar:

“Ich muss wohl warten, bis sie ebenfalls Libellen geworden sind. Dann wissen sie selbst, was mir widerfahren ist und wohin ich gegangen bin.”

Und damit flog die Libelle glĂźcklich empor, in ihre wunderbare neue Welt aus Licht und Luft.

 

(Verfasser unbekannt)

 


Die Moral von der Geschicht‘?

In dieser Geschichte konnte die Libelle den Wasserkäfern nicht mehr mitteilen, was mit ihr geschehen war.

Aber auf der menschlichen Ebene versuchen Verstorbene nach dem Verlassen ihrer “Hülle” oft noch, Kontakt mit ihren Liebsten aufzunehmen.

Sie wollen sich uns mitteilen. Vielleicht um zu sagen:

“Hey, es ist alles gut. Mach Dir keine Sorgen!”

Und wenn ein Mensch diesen Kontakt spßrt, wie auch immer und auf welche Art und Weise auch immer, dann nennt man das einen Nachtodkontakt.

Hast Du solch einen Nachtodkontakt auch schon einmal erlebt?

Wie war das fĂźr Dich?

Schreib es mir gerne in die Kommentare.

GlĂźck oder UnglĂźck? Eine Geschichte

GlĂźck oder UnglĂźck? Eine Geschichte

Wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir uns das wünschen, dann sind wir oft nicht sehr erfreut. Da wird dann auch mal gezetert, gewütet, geflucht und in die Hand gebissen. 😉

Aber GlĂźck und UnglĂźck liegen eben sehr nah beieinander und wer kann schon sagen, wofĂźr etwas gut ist?

Das weiß man auch immer erst hinterher oder man baut aufs Vertrauen. 

Wir kĂśnnen es auch gar nicht wissen, weil unser Ego einen ganz kleinen Blickwinkel hat.

Und in einer meiner Lieblingsgeschichten – die es in einer kurzen und einer langen Variante gibt – wird das auch sehr, sehr deutlich.

Übrigens: Ich liebe die lange 😉

Aber lies selbst oder hĂśr Dir die Podcast-Folge an …

GlĂźck oder UnglĂźck?

Im alten China lebte einst ein armer alter Bauer, dessen einziger Besitz ein wundervoller weißer Hengst war. Selbst der Kaiser träumte davon, dieses Pferd zu besitzen. Er bot dem Alten Säcke voller Gold und Diamanten, doch der Alte schüttelte beharrlich den Kopf und sagte:

„Mir fehlt es an nichts. Der Schimmel dient mir seit vielen Jahren und ist mir zum Freund geworden. Und einen Freund verkauft man nicht; nicht fĂźr alles Geld der Welt.“

Und so zogen die Gesandten des Kaisers unverrichteter Dinge wieder ab.

Die Dorfbewohner lachten über so viel Unvernunft. Wie konnte der Alte bloß wegen eines Pferdes so viel Reichtum und Glück ausschlagen?

Eines Morgens war das Pferd verschwunden. Die Dorfbewohner liefen aufgeregt vor dem leeren Stall zusammen, um das UnglĂźck des alten Bauern zu beklagen.

„Sag selbst, Alter, hat sich deine Treue gelohnt? Du kĂśnntest ein reicher Mann sein, wenn du nicht so eigensinnig gewesen wärst. Jetzt bist du ärmer als zuvor. Kein Pferd zum Arbeiten und kein Gold zum Leben. Ach, das UnglĂźck hat dich schwer getroffen.“

Der alte Bauer blickte bedächtig in die Runde, nickte nachdenklich und sagte:

„Was redet ihr da? Das Pferd steht nicht mehr im Stall, das ist alles, was ich sehe. Vielleicht ist es ein UnglĂźck, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon so genau?“

Tuschelnd gingen die Leute auseinander. Der Alte musste durch den Schaden wirr im Kopf geworden sein. Anders ließen sich seine Worte nicht erklären.

Einige Tage später, es war ein warmer, sonniger Frühlingstag und das halbe Dorf arbeitete in den Feldern, stürmte der vermisste Schimmel laut wiehernd die Dorfstraße entlang.

Die Sonne glänzte auf seinem Fell, und Mähne und Schweif flatterten wie feinste Silberfäden im Wind.

Es war ein herrlicher Anblick, wie er voller Kraft und Anmut daher galoppierte. Doch das war es nicht allein, was die Dörfler erstaunt die Augen aufreißen ließ.

Noch mehr Staunen riefen die sechs wilden Stuten hervor, die hinter dem Hengst her trabten und ihm in die offene Koppel neben dem leeren Stall folgten.

„O du glĂźcklicher, von den GĂśttern gesegneter Mann! Jetzt hast du sieben Pferde und bist doch noch zum reichen Mann geworden. Bald wird Nachwuchs deine Weiden fĂźllen. Wer hätte gedacht, dass dir noch einmal so viel GlĂźck beschieden wäre?“

riefen sie, während sie dem alten Mann zu seinem unverhofften Reichtum gratulierten.

Der Alte schaute gelassen in die aufgeregte Menge und erwiderte:

„Ihr geht zu weit. Sagt einfach: Jetzt hat er sieben Pferde. Ob das GlĂźck bringt oder UnglĂźck, niemand weiß es zu sagen. Wir sehen immer nur BruchstĂźcke, wie will man da das Ganze beurteilen. Das Leben ist so unendlich vielfältig und Ăźberraschend.“

Verständnislos hÜrten ihm die Leute zu. Die Gelassenheit des Alten war einfach unbegreiflich. Andererseits war er schon immer etwas komisch gewesen. Na ja, sie hatten andere Sorgen.

Der alte Bauer hatte einen einzigen Sohn. In den folgenden Wochen begann er die Wildpferde zu zähmen und einzureiten.

Er war ein ungeduldiger, junger Mann, und so setzte er sich zu frĂźh auf eine der wilden Stuten. Dabei stĂźrzte er so unglĂźcklich vom Pferd, dass er sich beide Beine mehrfach brach.

Obwohl die Heilerin ihr Bestes tat, war allen klar, dass seine Beine nie wieder ganz gesund werden wĂźrden. FĂźr den Rest seines Lebens wĂźrde er ein hinkender, behinderter Mann bleiben.

Wieder versammelten sich die Leute vor dem Haus des Alten.

„O du armer, alter Mann!“ jammerten sie, „nun entpuppt sich dein GlĂźck als großes UnglĂźck. Dein einziger Sohn, die StĂźtze deines Alters, ist nun ein hilfloser KrĂźppel und kann dir keine Hilfe mehr sein. Wer wird dich ernähren und die Arbeit tun, wenn du keine Kraft mehr hast? Wie hart muss dir das Schicksal erscheinen, das dir solches UnglĂźck beschert.“

Wieder schaute der Alte in die Runde und antwortete:

„Ihr seid vom Urteilen besessen und malt die Welt entweder schwarz oder weiß. Habt ihr noch immer nicht begriffen, dass wir nur BruchstĂźcke des Lebens wahrnehmen. Das Leben zeigt sich uns nur in winzigen Ausschnitten, doch ihr tut, als kĂśnntet ihr das Ganze beurteilen. Tatsache ist, mein Sohn hat beide Beine gebrochen und wird nie wieder so laufen kĂśnnen wie vorher. Lasst es damit genug sein. GlĂźck oder UnglĂźck, wer weiß das schon.“

Nicht lange danach, rüstete der Kaiser zum großen Krieg gegen ein Nachbarland. Die Häscher ritten durchs Land und zogen die Väter und Söhne zu Kriegsdiensten ein. Das ganze Dorf war von Wehklagen und Trauer erfüllt, denn alle wussten, dass die meisten Männer aus diesem blutigen und aussichtslosen Krieg nicht mehr heimkehren würden.

Wieder einmal liefen die Dorfbewohner vor dem Haus des alten Bauern zusammen:

„Wie recht du doch hattest. Jetzt bringt dein verkrĂźppelter Sohn dir doch noch GlĂźck. Zwar wird er dir keine große Hilfe mehr sein kĂśnnen, aber wenigstens bleibt er bei dir. Wir sehen unsere Lieben bestimmt nie wieder, wenn sie erst einmal in den Krieg gezogen sind. Dein Sohn aber wird bei dir sein und mit der Zeit auch wieder mithelfen kĂśnnen. Wie konnte nur ein solches UnglĂźck Ăźber uns kommen? Was sollen wir nur tun?“

Der Alte schaute nachdenklich in die Gesichter der verstĂśrten Leute, dann erwiderte er:

„KĂśnnte ich euch nur helfen, weiter und tiefer zu sehen, als ihr es bisher vermĂśgt. Wie durch ein SchlĂźsselloch betrachtet ihr das Leben, und doch glaubt ihr, das Ganze zu sehen. Niemand von uns weiß, wie sich das große Bild zusammensetzt. Was eben noch ein großes UnglĂźck scheint, mag sich im nächsten Moment als GlĂźck erweisen. Andererseits erweist sich scheinbares UnglĂźck auf längere Sicht oft als GlĂźck, und umgekehrt gilt das gleiche. Sagt einfach: Unsere Männer ziehen in den Krieg, und dein Sohn bleibt zu Hause. Was daraus wird, weiß keiner von uns. Und jetzt geht nach Hause, und teilt die Zeit miteinander, die euch bleibt.“

(Autor unbekannt)

Alles Liebe fĂźr Dich und denk dran:

Relax & be happy! Wer weiß, wofĂźr’s gut is‘ …

Deine Jeanette

ZugehĂśrige Artikel

Wer weiß, wozu irgendetwas dient? Meinungen, Sinnfragen & Co.

Wer weiß, wozu irgendetwas dient? Meinungen, Sinnfragen & Co.

Wie Du ja vielleicht weißt, spiele ich sehr gerne Tennis und schaue mir auch öfters Spiele im Fernsehen an, besonders dann, wenn der 25-jährige Deutsche Alexander Zverev spielt. Und vorgestern ging es im Spiel gegen Rafael Nadal um den Einzug ins Finale bei den French Open 2022.

Es war sooo spannend. Hin und her flogen die Bälle. Eine Freundin und ich hielten es vor lauter Aufregung kaum auf dem Sofa aus. Doch dann im 2. Satz passierte die „Katastrophe“.

Alexander knickte mit seinem rechten Fuß so brutal um, dass man glaubte, die Bänder reißen zu hören. Das Spiel war vorbei!
Alle Zuschauer waren geschockt, betroffen, fassungslos …

Eine Welle von Mitgefühl schwappte über den Äther … und die Gedanken zogen ihre Kreise:

„Was wenn …!“ „Ob er je wieder spielen wird … irgendwann!“ „Der arme Zverev!“ usw. usw.

Meinungen & Ansichten

Sinnfragen? Meinungen, Ansichten, Kommentare, Sichtweisen purzelten durcheinander und machten auch vor meinem Oberstübchen nicht halt. Mein Ego-Geist war mit Sack und Pack und jeder Menge Emotionen im Gepäck ins Dramaland eingezogen. So eine Sch ….! Ich fing an zu urteilen.

Es passierte in mir, was passieren sollte und das war auch völlig in Ordnung. Das war menschlich! Ich konnte den Schmerz über das Gesehene nicht vermeiden … doch das daraus resultierende Leiden schon.
Hier erinnere ich Dich gerne an die Geschichte von den 2 Pfeilen. Du kannst diese hier nachlesen.

Ich betete: „Mögest Du und alle leidenden Menschen gestärkt aus dem hervorgehen, was euch widerfahren ist! Mögest Du die Kraft finden, mit dem umzugehen, was Du nicht ändern kannst. Möge heilen, was geheilt werden soll!“

Und ich erinnerte mich an den Satz:

„Ich weiß nicht wirklich, WOZU irgendetwas dient, aber der Heilige Geist in mir schon!“

Egal ob Corona, Krieg, Klimawandel oder Globale Erwärmung … ein Unglück, ein Trauerfall oder ein Unfall … oder was auch immer Dein Herz gerade bewegt.

Eine Meinung ist ein Urteil

Wenn ich mir ein Ur-Teil  oder eine MEIN-ung darßber bilde, ist es MEINe. Sie muss nicht richtig sein, ich kann auch falsch liegen.
Vielleicht hat der gute Sokrates das gemeint, als er sagte: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“ … wer weiß.
Heute ist Pfingsten – das Fest des Heiligen Geistes, der Stimme für GOTT oder welche Bezeichnung Du auch immer dafür hast.
Es ist das Fest Deiner Intuition, Deiner inneren Stimme, Deiner Herzensweisheit oder wie auch immer Du diese Stimme in Dir bezeichnen mĂśchtest.;)
Es sind ja nur Worte …
Noch vor Jahren hätte ich niemals gedacht, dass ich jemals in einem Newsletter ßber Stress und den Heiligen Geist schreiben wßrde.
Aber nunja, … Dinge ändern sich eben.
Und gerade jetzt, wo ich das schreibe, erinnere ich mich auch an den 1. Abschnitt der LEKTION 152 aus Ein Kurs in Wundern: Die Macht der Entscheidung ist mein.

Ein Kurs in Wundern – Lektion 152

„1. Niemand kann Verlust erleiden, außer wenn es seine eigene Entscheidung ist.

Niemand erleidet Schmerz, außer wenn seine Wahl diesen Zustand für ihn aussucht.
Niemand kann sich grämen oder ängstigen oder denken, er sei krank, außer wenn dies die Ergebnisse sind, die er haben will. Und niemand stirbt ohne seine eigene Zustimmung.
Nichts geschieht, was nicht deinen Wunsch darstellte, und nichts wird weggelassen, was du wählst.
Hier ist deine Welt, vollständig bis in alle Einzelheiten.
Hier ist ihre ganze Wirklichkeit fĂźr dich.
Und hier allein ist die Erlösung. …“
Das ist krass! Radikal non-dual!
Da gibt es keine Kompromisse.
Darauf zu vertrauen und danach zu leben, erfordert eine radikale Veränderung der Sichtweise und ja … ein stetes Üben und sich erinnern. Und ich scheitere regelmäßig daran …

„Wenn mich etwas betrifft, dann trifft es mich.“

Wir fragen uns und ich mich auch des Öfteren: „Warum ist das geschehen?“

Die Antwort kann nur lauten: Weil es passiert ist. Weil ich es erfahren sollte. Weil das fßr mich eine potenzielle Lernchance darstellt, an und durch die ich wachsen und mich weiter entwickeln kann.

„Wohin entwickeln?“, fragst Du Dich?

Letzten Endes zur Liebe und zu mehr Seelenfrieden hin.

 „Wir können oft nicht beeinflussen, WAS passiert. Aber wir können entscheiden, WIE wir darauf reagieren. Ohne Urteil!“

Auch in der folgenden Geschichte geht’s genau darum:

Der alte Mann und das Pferd: Sinnfragen?

Ein alter Mann lebte in einem Dorf, sehr arm, aber selbst Könige waren neidisch auf ihn, denn er besaß ein wunderschönes weißes Pferd. Die Könige boten fantastische Summen für das Pferd, aber der Mann sagte dann: „Dieses Pferd ist für mich kein Pferd, sondern ein Freund. Und wie könnte man seinen eigenen Freund verkaufen?“ Der Mann war arm, aber sein Pferd verkaufte er nie.

Eines Morgens fand er sein Pferd nicht im Stall. Das ganze Dorf versammelte sich, und die Leute sagten: „Du dummer alter Mann. Wir haben gewusst, dass das Pferd eines Tages gestohlen würde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein Unglück! Welch ein Unglück! Nein!“

Der alte Mann sagte: „Geht nicht so weit, das zu sagen. Sagt einfach: ‚Das Pferd ist nicht im Stall‘. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen, weiß ich nicht.“ Die Leute lachten den Alten aus. Sie hatten schon immer gewusst, dass er ein bisschen verrückt war.

Aber am nächsten Tag kehrte das Pferd plötzlich zurück. Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und nicht nur das, es brachte auch noch ein Dutzend wilder Pferde mit. Wieder versammelten sich die Leute, und sie sagten: „Alter Mann, du hattest recht. Es war kein Unglück, es hat sich tatsächlich als ein Segen erwiesen.“

Der Alte entgegnete: „Wieder geht ihr zu weit. Sagt einfach: ‚Das Pferd ist zurück.‘ Wer weiß, ob das ein Segen ist oder nicht?“

Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn, der begann, die Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und brach sich die Beine.

Wieder versammelten sich die Leute. Sie sagten: „Wieder hattest du recht! Es war ein Unglück. Dein einziger Sohn kann nun seine Beine nicht mehr gebrauchen, und er war die einzige Stütze deines Alters. Jetzt bist du ärmer als je zuvor. So ein Unglück! So ein Unglück! Nein!“

Der Alte antwortete: „Geht nicht so weit. Sagt nur, dass mein Sohn sich die Beine gebrochen hat. Niemand weiß, ob dies ein Unglück oder ein Segen ist. Das Leben kommt in Fragmenten, und mehr bekommt ihr nie zu sehen.“
Es ergab sich, dass das Land nach ein paar Wochen einen Krieg begann. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Militär eingezogen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurßck, weil er verkrßppelt war.
Der ganze Ort war von Klagen und Wehgeschrei erfßllt, weil dieser Krieg nicht zu gewinnen war und man wusste, dass die meisten jungen Männer nicht nach Hause zurßckkehren wßrden.

Sie kamen zu dem alten Mann und sagten: „Du hattest recht, alter Mann – es hat sich nicht als Segen erwiesen. Dein Sohn ist zwar verkrüppelt, aber immerhin ist er noch bei dir. Unsere Söhne sind für immer fort.“

Der alte Mann antwortete wieder: „Ihr hört nicht auf zu urteilen. Niemand weiß! Sagt nur, dass man eure Söhne in die Armee eingezogen hat und dass mein Sohn nicht eingezogen wurde. Doch nur Gott, der das Ganze kennt, weiß, ob dies ein Segen oder ein Unglück ist.“

(Eine Geschichte aus dem alten China)

 

Ich wßnsche uns allen, dass wir diese Weisheit immer mehr und mehr leben kÜnnen. Gerade dann, wenn uns Sinnfragen quälen. Und uns gerade heute an Pfingsten daran erinnern, dass das grundsätzlich mÜglich ist. Fßr jeden von uns!

Alles Liebe und ein schĂśnes Pfingstfest

Deine
Jeanette
Jeanette Richter Spirituelles Stressmanagement

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