Trost Archive | ZEITWELLEN.life I Jeanette Richter
Die Angst vor dem Tod Ăźberwinden: Wege zu Frieden und Akzeptanz

Die Angst vor dem Tod Ăźberwinden: Wege zu Frieden und Akzeptanz

Der Tod – ein Thema, das viele von uns meiden. Dennoch ist die Angst vor dem Tod weit verbreitet, sie begleitet Menschen seit jeher und wird häufig mit Unsicherheit und Schrecken assoziiert.

Doch es gibt MÜglichkeiten, diese Angst zu ßberwinden und inneren Frieden zu finden. In diesem Artikel betrachten wir nicht nur wissenschaftliche und psychologische Aspekte, sondern auch spirituelle Wege und das faszinierende Phänomen der Nahtoderfahrungen, um die Furcht vor dem Unvermeidlichen loszulassen.

Warum fĂźrchten wir uns vor dem Tod? 6 GrĂźnde

Die Angst vor dem Tod hat viele Gesichter: die Angst vor Schmerzen, vor dem Unbekannten, vor dem Verlust des eigenen Selbst oder auch der Sorge um unsere AngehĂśrigen. Doch in all diesen Formen spiegelt sich oft die tiefere Frage:

Was passiert mit mir, wenn ich sterbe? Diese Unsicherheit, verbunden mit dem Verlust der Kontrolle, verstärkt unsere Ängste.

Der Tod, so endgültig er scheint, ist nur ein weiterer Schritt in einem großen Prozess. Die Furcht vor dem Tod ist oft eine Angst vor dem Leben selbst – die Angst, das Leben nicht vollständig auszukosten, etwas zu verpassen oder unvorbereitet Abschied zu nehmen.

Ich habe Dir hier mal ein paar der häufigsten Grßnde aufgelistet und sie auch mit Alltagsbeispielen aus meiner Praxis ergänzt. Vielleicht findest Du Dich in der ein oder anderen Aussage auch wieder.

1. Angst vor dem Unbekannten: Der große schwarze Vorhang

Der Tod ist wie dieser Vorhang, den man im Theater sieht, hinter dem man aber nicht weiß, was passiert. Da hilft es wenig, wenn wir mit klopfendem Herzen dasitzen und uns vorstellen, was dahinter wohl lauert.

  • Ist es das Ende?
  • Oder ein neuer Anfang?
  • Eine neue BĂźhne?
  • Geht’s weiter?
  • Wen werde ich treffen?
  • Muss ich mir alle meine Miestaten anschauen? Oje …

Das macht uns natürlich nervös. Niemand mag Unklarheit, und der Tod ist wohl das größte Rätsel überhaupt.

In meiner Arbeit als Coach hĂśre ich oft den Satz: „Ich hab einfach Angst, dass danach nichts mehr kommt!“

Das ist nachvollziehbar. Wir Menschen wollen wissen, was auf uns zukommt.

Deswegen ist die Angst vor dem Unbekannten so mächtig.

Aber, Hand aufs Herz: Was wäre, wenn es da draußen mehr gibt, als wir uns vorstellen können? Vielleicht etwas Wunderschönes, das jenseits unserer Vorstellungskraft liegt?

2. Endlichkeit des Lebens: FOMO auf die Spitze getrieben

Der Tod ist auch die ultimative Erinnerung daran, dass unsere Zeit begrenzt ist. Klar, der Gedanke daran, nicht genug Zeit fĂźr all die Dinge zu haben, die wir noch erleben wollen, kann einem den Schlaf rauben.

Die „Fear of Missing Out“ (FOMO), die man sonst vielleicht bei einer Party verspürt, wenn man nicht eingeladen ist, erreicht hier ihr absolutes Maximum.

Einmal saß eine Klientin bei mir und sagte:

„Wenn ich ehrlich bin, habe ich Angst, dass ich mein Leben nicht richtig gelebt habe. Was, wenn ich noch nicht genug gemacht habe, um wirklich zufrieden zu sterben?“ Ich habe ihr geantwortet: „Weißt Du, was das Tolle ist? Du lebst noch! Es gibt immer die Möglichkeit, etwas Neues zu tun.“

Der Gedanke an den Tod kann uns auch anregen, das Leben richtig auszukosten, und uns motivieren, aus jedem Tag das Beste herauszuholen. Statt uns nur auf das Ende zu fixieren, kĂśnnten wir uns auch fragen: Was will ich heute tun, um das Leben zu feiern?

3. Angst vor Schmerzen: Der „Zombie-Movie-Effekt“

Wer denkt schon gerne an den kĂśrperlichen Verfall, den der Tod manchmal mit sich bringt?

Wir alle haben diese gruseligen Vorstellungen im Kopf, wie der KÜrper irgendwann nicht mehr so will, wie wir es gewohnt sind. Und ehrlich gesagt, das ist auch verständlich. Viele Menschen haben Angst vor Schmerzen oder dem Verlust ihrer Autonomie.

Neulich sagte ein Klient zu mir: „Ich hab keine Angst vor dem Tod, aber ich hab Angst vor dem Sterben. Es soll nicht wehtun!“ Ein Gedanke, den wohl viele teilen.

Hier hilft es, sich zu verdeutlichen, dass die moderne Medizin viele Möglichkeiten bietet, Leiden zu lindern. Auch die Hospizbewegung arbeitet daran, Menschen einen friedvollen Übergang zu ermöglichen.

Zudem erlebe ich in Gesprächen mit Sterbebegleitern, dass der Sterbeprozess oft ruhiger und weniger dramatisch ist, als wir es uns in unseren schlimmsten Fantasien vorstellen.

4. Verlust der Identität: „Wer bin ich ohne mich?“

Die Angst, die eigene Identität zu verlieren, trifft uns oft härter, als wir denken. Stell Dir vor, alles, was Dich als Person ausmacht – Deine Erinnerungen, Dein Humor, Deine Eigenheiten – hört einfach auf zu existieren.

Das ist eine ziemlich beunruhigende Vorstellung. Und ja, es ist okay, darĂźber mal ins GrĂźbeln zu kommen.

Ich erinnere mich an ein Coaching-Gespräch, in dem mir jemand erzählte:

„Wenn ich nicht mehr bin, was bleibt dann von mir?“ Meine Antwort war: „Vieles! Du hinterlässt Spuren bei den Menschen, die Du liebst, in den Dingen, die Du getan hast. Deine Wirkung ist größer, als Du glaubst.“

Vielleicht nehmen wir das oft nicht wahr, aber wir hinterlassen alle einen Abdruck auf dieser Welt, der Ăźber unseren Tod hinausreicht.

5. Kulturelle Prägungen: „Über den Tod spricht man nicht“

In unserer Kultur wird der Tod häufig verdrängt. Man spricht nicht gern darßber, und das macht es nicht gerade einfacher, sich ihm zu stellen. In vielen Kulturen wird der Tod jedoch als ein natßrlicher Teil des Lebens angesehen, und das hilft enorm, die Angst zu lindern.

Wenn ich das Thema Tod in meinen Sitzungen anspreche, ist es oft, als würde ein unsichtbarer Elefant im Raum stehen. Doch sobald wir ihn „an die Leine nehmen“, wird es meist entspannter.

Ein Klient sagte einmal: „Ich hab nie wirklich darüber nachgedacht, weil ich dachte, das gehört sich nicht.“

Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Reden hilft! Wenn wir Ăźber den Tod sprechen, entmystifizieren wir ihn ein StĂźck weit. Wir nehmen ihm den Schrecken, weil er nicht mehr das unsichtbare Monster im Schrank ist.

6. Furcht, das Leben nicht ausgekostet zu haben: Der Countdown läuft?

Eine der größten Ängste, die mit dem Tod einhergeht, ist die Frage, ob wir unser Leben wirklich gelebt haben. Dieses Gefühl, nicht genug getan, nicht genug erlebt zu haben, schwingt bei vielen mit.

In einem Coaching erzählte mir jemand: „Ich hab das Gefühl, ich hab mein Leben irgendwie verpasst. Wenn ich morgen sterbe, hab ich dann wirklich gelebt?“

Das ist eine starke Frage, die uns dazu bringen kann, unser Leben bewusster zu gestalten. Doch es ist nie zu spät, etwas zu ändern.

Der Tod erinnert uns daran, dass es keine Zeit zu verlieren gibt – aber das kann auch eine Chance sein, unser Leben im Hier und Jetzt intensiver zu genießen. Wie sagt man so schön:

Der beste Zeitpunkt, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Der zweitbeste ist heute.


Kleiner Tipp am Rande: Je mehr Du Dich mit dem Leben beschäftigst und es bewusst gestaltest, desto weniger beängstigend wird der Gedanke an den Tod. Das Leben ist doch viel zu schÜn, um ständig Angst vor dem Ende zu haben, oder?

Aber wenn wir uns diesen Ängsten bewusst stellen, können wir lernen, sie zu überwinden und den Tod als natürlichen Teil des Lebenszyklus zu akzeptieren.

Was uns darßber hinaus noch helfen kann, sich mit Nahtoderfahrungen zu beschäftigen.

Nahtoderfahrungen: Ein Blick in die andere Welt

Nahtoderfahrungen sind ein Phänomen, das in den letzten Jahrzehnten viel Aufmerksamkeit erregt hat.

Menschen, die dem Tod nahe waren, berichten oft von erstaunlichen Erlebnissen:

  • einem hellen Licht,
  • einem GefĂźhl von Frieden und Geborgenheit,
  • dem Verlassen des eigenen KĂśrpers und
  • der Begegnung mit verstorbenen AngehĂśrigen oder
  • spirituellen Wesen.

Diese Berichte haben viele Menschen tief bewegt und sind für manche ein Beweis, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern der Übergang in eine andere Form des Seins.

Wissenschaftler versuchen, diese Erlebnisse mit neurologischen Erklärungen zu fassen, während spirituell orientierte Menschen sie als Hinweise auf eine größere Wirklichkeit sehen.

Was auch immer die Ursache dieser Erfahrungen ist, sie haben eine Botschaft gemeinsam:

Der Tod ist nicht schmerzhaft oder beängstigend, sondern oft von einem tiefen Frieden begleitet.

Die spirituelle Sicht: Leben und Tod im Fluss der Zeit

Viele spirituelle Traditionen, von den Lehren des Buddhismus bis hin zur christlichen Mystik, sehen den Tod als natĂźrlichen Teil des Lebenszyklus.

Der Tod ist nicht das Ende, sondern ein Übergang – ein Tor zu einer anderen Existenzform.

Im Buddhismus spricht man beispielsweise vom „Samsara“, dem Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Diese Vorstellung gibt vielen Menschen Trost, weil sie den Tod als Teil eines größeren Ganzen sehen kĂśnnen.

Auch in der westlichen Welt gibt es eine zunehmende Hinwendung zu spirituellen Ansätzen, die den Tod in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Die Annahme, dass die Seele oder das Bewusstsein in irgendeiner Form weiterbesteht, hilft vielen Menschen, die Angst vor dem Tod zu lindern und ihn als etwas NatĂźrliches anzunehmen.

6 Strategien, um die Angst vor dem Tod zu Ăźberwinden

Weitere Strategien findest Du hier

1. Akzeptiere Deine Sterblichkeit

Der erste Schritt, um die Angst vor dem Tod zu Ăźberwinden, besteht darin, Dich Deiner Sterblichkeit zu stellen. Indem Du Dir bewusst machst, dass der Tod Teil des Lebens ist, kannst Du lernen, ihn als natĂźrlichen Abschluss zu akzeptieren.

Dies erfordert Mut, aber es erĂśffnet Dir auch die MĂśglichkeit, das Leben intensiver zu erleben.

2. Lebe im Jetzt

Die ständige Beschäftigung mit der Zukunft und dem Tod hindert uns oft daran, das Hier und Jetzt zu genießen.

Indem Du Dich darauf konzentrierst, jeden Moment bewusst und achtsam zu erleben, verschwindet die Angst vor dem Unbekannten. Meditation, Yoga oder einfach bewusste Atemßbungen kÜnnen helfen, Dich im gegenwärtigen Moment zu verankern.

3. Informiere Dich Ăźber Nahtoderfahrungen

Das Lesen oder HĂśren von Berichten Ăźber Nahtoderfahrungen kann Dir helfen, den Tod aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Viele Menschen berichten von einem Gefühl des Friedens und der Geborgenheit, das sie in dieser Grenzerfahrung empfunden haben. Diese Einsichten können Dir Mut machen und Deine Ängste mindern.

4. Pflege Deine Spiritualität

Spiritualität bietet einen wichtigen Zugang, um die Angst vor dem Tod zu bewältigen.

Ob durch Gebet, Meditation, Rituale oder den Austausch in einer spirituellen Gemeinschaft – viele Menschen finden Trost in dem Glauben an eine höhere Macht oder an das Weiterbestehen der Seele.

Die Auseinandersetzung mit spirituellen Texten oder das Praktizieren von Dankbarkeit kĂśnnen ebenfalls helfen, Frieden zu finden.

5. Sprich Ăźber den Tod

Der Tod ist in unserer Gesellschaft oft ein Tabuthema. Doch das offene Gespräch ßber Sterben und Tod mit Deinen Freunden, Deiner Familie oder sogar mit einem Therapeuten kann befreiend wirken.

Der Austausch über Ängste und Hoffnungen hilft dabei, die Unsicherheit zu verringern und ein Gefühl von Kontrolle zurückzugewinnen.

6. Akzeptiere, was Du nicht kontrollieren kannst

Letztlich ist der Tod eine der wenigen Gewissheiten im Leben, die wir nicht kontrollieren kÜnnen. Indem Du loslässt und das Unbekannte akzeptierst, kannst Du Deine Angst schrittweise verringern.

Dies bedeutet nicht, dass Du aufhĂśren sollst, Dein Leben zu planen oder zu gestalten, sondern dass Du den natĂźrlichen Fluss des Lebens annimmst.

Die Phänomene am Lebensende

Neben den Nahtoderfahrungen gibt es auch Phänomene, die kurz vor dem Tod eintreten und ebenfalls einen tieferen Einblick in diesen Prozess geben kÜnnen.

Es ist die Spiritualität des Todes, die uns die Angst vor dem Tod verlieren lässt.

Viele Sterbende berichten von einer intensiven Klarheit, als ob sie sich auf einen Übergang vorbereiten. Angehörige erzählen oft von Visionen, die Sterbende haben – sie sehen längst verstorbene Menschen, Lichtgestalten oder hören Musik.

Diese Erlebnisse, die in der Palliativpflege gut dokumentiert sind, haben eine tiefe spirituelle Bedeutung und sind ein weiterer Hinweis darauf, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern der Beginn einer anderen Reise.

Buchempfehlungen

1. „Über den Tod und das Leben danach“ von Elisabeth Kübler-Ross

Zum Buchtipp

Elisabeth KĂźbler-Ross ist eine der bekanntesten Expertinnen im Bereich Sterben und Tod. Dieses Buch ist eine einfĂźhlsame und weise EinfĂźhrung in den Umgang mit dem Tod und beleuchtet auch das, was „Danach“ passiert.

„Die berĂźhmte Sterbeforscherin Elisabeth KĂźbler-Ross vermittelt in ihrem Bestseller, den Sie hier als limitierte Jubiläumsausgabe im Hardcover erhalten, ein klares Bild davon, was jeden von uns nach dem Ablegen des irdischen KĂśrpers erwartet. Das Buch gibt dem Bewusstsein der heutigen Menschheit viele neue Denkanstöße, beweist die Autorin doch Ăźberzeugend und einfĂźhlsam, dass es ein Leben nach dem Tod tatsächlich gibt. Ihre Worte spenden Trost und Hoffnung, Vertrauen und Liebe. Sie geben praktische und seelische Hilfe und lehren uns, dass jedes noch so leidvolle Schicksal eine Botschaft fĂźr uns hat und uns eine neue Chance zum Wachstum bietet.“

2. „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“ von Sogyal Rinpoche

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Ich liebe dieses Buch ganz besonders. Es war eines meiner ersten, die ich zu diesem Thema gelesen habe. Ein echtes spirituelles Meisterwerk, das aus der buddhistischen Tradition stammt. Das Buch spricht Ăźber die Vorbereitung auf den Tod und wie das Wissen Ăźber die Sterblichkeit zu einem erfĂźllteren Leben fĂźhren kann. Es bietet nicht nur Trost fĂźr Menschen, die den Tod fĂźrchten, sondern auch Weisheit fĂźr das Leben.

3. „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ von Bronnie Ware

Zum Buchtipp

Bronnie Ware, eine australische Palliativpflegerin, hat über ihre Erfahrungen mit Sterbenden ein bewegendes Buch geschrieben. Sie schildert die „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“, und gibt Einblicke, wie wir unser Leben so leben können, dass wir am Ende weniger bedauern.

4. „Leben nach dem Tod“ von Raymond A. Moody

Zum Buchtipp

Raymond Moody ist einer der Pioniere der Forschung zu Nahtoderfahrungen. In diesem Buch stellt er viele spannende Fallbeispiele vor, die Hoffnung geben, dass der Tod nicht das Ende ist. Wenn Dich Nahtoderfahrungen faszinieren, ist dieses Buch genau das Richtige.

5. „Die fünf Einladungen“ von Frank Ostaseski

Zum Buchtipp

Frank Ostaseski, Grßnder eines Hospizdienstes, bietet eine sanfte und tiefgreifende Anleitung, um sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinanderzusetzen. Er gibt spirituelle und lebensnahe Ratschläge, wie wir die Sterblichkeit nutzen kÜnnen, um achtsamer und erfßllter zu leben.

6. „7 GrĂźnde, warum wir an ein Leben nach dem Tod glauben dĂźrfen“ von Raymond Moody, Paul Perry

Zum Buchtipp

„Nach fast fĂźnf Jahrzehnten der Nahtod-Forschung, hat Dr. Raymond Moody endlich die Antwort auf die drängendste Frage der Menschheit: Was passiert, wenn wir sterben? In ÂťProof of Life After LifeÂŤ zeigen Moody und Co-Autor Paul Perry, dass das Bewusstsein nach dem Tod des KĂśrpers Ăźberlebt. Mit ausfĂźhrlichen Fallstudien, den neuesten Forschungsergebnissen und aufschlussreichen Interviews mit Experten erkunden sie alles, von gewĂśhnlichen paranormalen Zeichen bis hin zu gemeinsamen Todeserfahrungen und vielem mehr.“


 

Kleiner Lesetipp am Rande: Such Dir am besten das Buch aus, das Dich spontan anspricht. Manchmal sind es genau diese kleinen „Zufälle“, die Dir zeigen, welches Thema Du gerade bearbeiten solltest.

Vielleicht wird Dir das Lesen auch helfen, die Angst vor dem Tod loszulassen und das Leben noch bewusster zu genießen.

Fazit: Lass den Tod ein Gesprächspartner sein, nicht Deinen Feind.

Der Tod ist nicht das Ende des Gesprächs, sondern der Moment, in dem eine neue Perspektive ins Spiel kommt.

Wenn wir ihm weniger ausweichen und ihm stattdessen offen begegnen, kĂśnnen wir erkennen, dass er Teil des Lebens ist.

Und ganz ehrlich: Wer sagt denn, dass nach dem Vorhang nicht noch eine wundervolle Zugabe auf uns wartet?

Die Angst vor dem Tod zu überwinden, bedeutet nicht, den Tod zu ignorieren oder seine Bedeutung zu leugnen. Es bedeutet, ihm ins Auge zu blicken, ihn als Teil unseres Lebens zu akzeptieren und Frieden mit dem Unbekannten zu schließen.

Ob durch spirituelle Praktiken, die Beschäftigung mit Nahtoderfahrungen oder den Dialog über den Tod – es gibt viele Wege, die Furcht zu lindern und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Denn letztlich geht es darum, das Leben zu leben – im Bewusstsein des Todes, aber ohne von ihm bestimmt zu werden.

 

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272 Warum oberflächliche Dinge uns nie wirklich glßcklich machen

272 Warum oberflächliche Dinge uns nie wirklich glßcklich machen

Impuls 272: Vielleicht kennst Du das GefĂźhl, wenn Du denkst, dass Dich ein neues Paar Schuhe oder ein schickes Auto wirklich glĂźcklich machen kĂśnnte. Ja, kurzfristig. Aber warum kann uns das nicht langfristig glĂźcklich machen? Lass uns da mal genauer hinschauen.

Die Illusion des GlĂźcks durch Materielles

Du kennst sicherlich das GefĂźhl, wenn Du mal wieder denkst, dass Dich doch dieses eine Ding so ein bisschen glĂźcklich machen kĂśnnte.

„Ich kenne das sehr gut. Und ich persönlich finde, natürlich können einige Dinge uns glücklich machen. Ja, kurzfristig.“

Hier liegt der Knackpunkt: kurzfristig. Ein neues Kleid oder ein tolles Auto kĂśnnen Dir zwar kurzfristige Freude bringen, aber dieses GefĂźhl verfliegt schnell.

Du hast das Ding, freust Dich kurz und danach – puff – ist das Glücksgefühl weg. Warum?

Die Kurzlebigkeit materiellen GlĂźcks

Erinnere Dich an das letzte Mal, als Du etwas Neues gekauft hast. Anfangs war da Freude und Aufregung.

„Du würdest jetzt 25.000 Büschel Pampasgras pflanzen in der Hoffnung, dass dadurch Du glücklich werden könntest, also dauerhaft, immer, andauernd, unabhängig von den äußeren Umständen.“

Es wird klar, dass materielle Dinge das tiefe, dauerhafte Glück nicht bieten können. Der Buddha auf zwei Füßen wirst Du dadurch nicht.

Das wahre GlĂźck kommt von innen

„Das wahre, tiefe Glück kommt nicht von Dingen. Alle Dinge müssen wir ja hier lassen.“

Das bedeutet, alles Materielle ist vergänglich und somit kein Fundament fßr dauerhaftes Glßck. Unser wahres Zuhause, unser innerer Frieden und unser Glßck sind nicht in diesen oberflächlichen Dingen zu finden.

Ein Kurs in Wundern und Buddhismus

„Das bezeichnet ein Kurs in Wundern, und der Buddhismus übrigens auch. Das ist alles unbeständig.“

Beide lehren uns, dass wahres Glück von innen kommt und nicht an äußere Umstände gebunden ist. Die Veränderlichkeit der äußeren Dinge zeigt uns, dass sie keine verlässliche Quelle für tiefes Glück sein können.

Der Vergleich mit Stress und Alltag

Stell Dir vor, Du hast einen stressigen Tag. Alles läuft schief, die Welt scheint gegen Dich zu sein.

„Und was machst Du? Naja, vielleicht befriedigst Du Dich in irgendeiner Form mit Einkaufen oder Du möchtest Dich befrieden mit irgendeinem Netflix-Marathon.“

Diese kurzfristigen Maßnahmen bieten Dir schnelle Erleichterung, aber keine dauerhafte Zufriedenheit.

Die Wahl liegt bei Dir

„Freuen darf ich mich drüber. Aber dauerhaft zufrieden geben? Nö, ich möchte tiefer gehen.“

Es liegt an Dir, zu entscheiden, ob Du Dich mit oberflächlichen Dingen begnßgst oder nach tieferem, wahrem Glßck strebst.

Tiefes GlĂźck ist das Ziel

„Es ist ein bisschen so, als ob Du zwischen einem schnellen Snack und einem richtig guten Essen wählst.“

Der Snack stillt nur den Hunger, aber ein gutes Essen nährt Dich langfristig. Dein wahres Glück liegt in der Erkenntnis, dass Du mehr bist als Deine äußeren Umstände.

Praktische Anwendung im Alltag

Die Frage ist nur, willst Du diese innere Ruhe wählen, anstatt ständig den äußeren Dingen hinterher zu jagen?

„Und das bedeutet, wie gesagt, natürlich nicht, dass Du aufhören sollst, Freude an den kleinen Dingen des Lebens zu haben.“

Es geht darum, zu erkennen, dass Dein wahres Glück in Dir liegt und nicht in äußeren Dingen.

Die Erinnerung an wahres GlĂźck

„Ich merke schon, dass ich mich jetzt schneller daran erinnere. Gerade wenn hier was mit der Technik nicht so doll läuft.“

Das Bewusstsein, dass Du mehr bist als Deine äußeren Umstände, kann Dir unfassbar viel Trost geben. Du bist von der Liebe umgeben und in Dir steckt eine unerschöpfliche Quelle von Ruhe und Frieden.

Schlussgedanken

Beim nächsten Mal, wenn Dich irgendwas aus der Ruhe bringt, frag Dich:

„Will ich mich wirklich mit Illusionen zufrieden geben? Nö, Du willst das echte Glück, das tiefe Glück.“

Fokussiere Dich auf Dein Herz und erinnere Dich:

„Alles ist gut. Alles ist gut. Alles ist gut.“

💫 🎙️ Die ganze Folge des Zeitwellen-Podcasts kannst Du Dir auf YT, iTunes oder Spotify anhĂśren oder dort, wo’s Dir gefällt!

Alles Liebe
Deine Jeanette von Zeitwellen.life 🌸

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Impuls 194: Wir zweifeln, weil wir noch nicht vertrauen

Impuls 194: Wir zweifeln, weil wir noch nicht vertrauen

Vertrauen: Dein SchlĂźssel zu innerer Ruhe und Gelassenheit

Heute ist es an der Zeit, dass Du Dich einfach mal zurßcklehnst und loslässt, aber gleichzeitig auch festhältst. Klingt paradox? Lass mich das erklären. In der aktuellen Folge unseres Zeitwellen-Podcasts dreht sich alles um das Gottvertrauen und wie es Deinen Stress mit Lebenssituationen reduzieren kann.

Stelle Dir ein Kind vor: Vertrauen in der Kindheit

Erinnerst Du Dich daran, wie Du als kleines Kind die Hand Deines Vaters gehalten hast und Dich vollkommen sicher gefühlt hast? Kein Misstrauen, keine Ängste. Wieso auch? Papa kennt den Weg, und das Einzige, was Du tun musstest, war, die Hand nicht loszulassen. Diese unschuldige und reine Form des Vertrauens ist die Essenz dessen, was Gottvertrauen bedeutet. Dein Vater geht neben Dir, führt Dich und sorgt dafür, dass Du nicht tiefer fallen kannst als in Gottes Hand. Diese bildliche Vorstellung ist eine wunderbare Methode, sich in herausfordernden Zeiten zu beruhigen. 👫✨

Veränderte Wahrnehmung: Wenn das Leben dßster erscheint

Doch es gibt Momente, in denen wir die Hand loslassen. Plötzlich erscheint die Welt düster und unverständlich. Dann ist es wichtig, um Hilfe zu rufen: „Papa, hier! Das sieht komisch aus. Ich habe Angst.“ Und siehe da, die Erleichterung kommt sofort, wenn Du die Hand wieder ergreifst. Denk daran: „Hilf mir!“ zu rufen ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen von Mut und Vertrauen. 💪👀

Die Macht der Gegenwart: Vergangenheit loslassen

Es ist so wichtig, dass Du lernst, die Vergangenheit loszulassen. Sie kann Dich nicht mehr strafen. Die Schrecken, die Du befĂźrchtest, werden bedeutungslos, wenn Du Deine Zukunft in Gottes Hand legst. „Befreie die Zukunft, denn die Vergangenheit ist vergangen.“ – Ein wahrer Game-Changer, wenn es um Stress und Angstbewältigung geht. Diese Übung kann Dir Trost und Sicherheit geben, denn Gott hält Deine Zukunft ebenso wie Deine Gegenwart und Vergangenheit. 🙏⏳

Das Vertrauen aufbauen: Hilfe kommt immer rechtzeitig

Ein weiteres interessantes Bild ist aus dem Film „Astral City“ bekannt. In dieser mystischen Welt erscheint die Hilfe immer genau dann, wenn man sie braucht. Ein kleines „bitte hilf mir“ aus tiefstem Herzen genügt, und Hilfe kommt. Das erinnert uns daran, dass wir nicht allein sind, selbst wenn es manchmal so scheint. Mach Dir bewusst, dass Hilfe stets bereit ist, auch wenn Du sie nicht sofort erkennst. 🚑🏙

Erreichbarkeit der Hilfe: Blockaden hinter sich lassen

Kennst Du das? Eine gute Freundin klagt ständig über ihre Lage, lehnt aber jeden Deiner Vorschläge ab. Sie ist verstrickt in ihre Vergangenheit, lässt der Zukunft keine Chance und glaubt, es alleine lösen zu können. So blockiert sie sich selbst. In diesem Moment kannst Du ihr nur durch Dein Mitgefühl und Geduld helfen. Jeder hat seinen eigenen Weg und Tempo. 🌼🤷‍♀️

Den Schmerz annehmen: Lektionen lernen

Manchmal brauchen wir den Schmerz, um zu wachsen. Es dauert so lange, wie es dauert. Vertraue darauf, dass jeder Mensch seinen eigenen Entwicklungsweg geht. Deine Aufgabe ist es, segensreich zuzusehen und den Mitmenschen Frieden zu senden. „Es ist ja nicht so, dass Du weniger wert bist – das erscheint Dir gerade nur so.“ 😉❤️

Übung: Deine Zukunft in Gottes Hand legen

Zum Schluss möchte ich Dir eine kleine Übung mitgeben, die Dir helfen kann, Dich in schwierigen Zeiten zu beruhigen und Dein Vertrauen zu stärken.

  1. Finde einen ruhigen Platz: Setze Dich bequem hin und schließe die Augen.
  2. Atme tief ein und aus: Konzentriere Dich auf Deinen Atem und lass alle Gedanken los.
  3. Visualisiere eine Hand: Stelle Dir vor, wie Du die Hand Deines Vaters (oder einer anderen vertrauten Figur) hältst.
  4. Vertraue: Sage innerlich: „Ich lege meine Zukunft in Deine Hand. Ich vertraue Dir.“ Spüre die Sicherheit und das Vertrauen in diesem Moment.
  5. Bleibe im Moment: Genieße diesen ruhigen Augenblick und wiederhole diese Übung, wann immer Du Dich überfordert fühlst. Denke daran, Stress ist ein Zeichen, dass Du die Hand losgelassen hast. Aber keine Sorge, sie ist immer da, um Dich wieder auf den richtigen Weg zu führen. 🌟👐 Jetzt wünsche ich Dir alles Liebe und vor allem Vertrauen. Du wirst sehen, wie sich Dein Stress mit der Zeit in Wohlgefallen auflösen wird. Bleib locker und vertraue!

 

HĂśr Dir den Impuls 194 gleich im Zeitwellen-Podcast auf YouTube oder Deinem Lieblingsdienst an.

Alles Liebe, Deine Jeanette. 🌸

Trau Dich zu trauern: Was hilft in der Trauer?

Trau Dich zu trauern: Was hilft in der Trauer?

Mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen, ist eine der schwersten Erfahrungen, die es gibt. Und niemand bleibt davon verschont. Was hilft in der Trauer? Und wer oder was spendet Trost?

Jeder verliert im Laufe seines Lebens Menschen, die ihm besonders nahe stehen und muss lernen, mit diesem Verlust umzugehen. Wenn wir es allerdings zulassen, kann uns dieser Schmerz ein sehr großes inneres Wachstum bescheren.

Wie das gehen soll, fragst Du Dich? Nun, …

Trauer ist kein Problem. Trauer ist die LĂśsung, denn sie fĂźhrt Dich in einen Trauerprozess.

Wenn Du Dich mit dem Tod beschäftigst, kann Dir das auch in der Trauer um einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Tier helfen. 

Du kannst dann vielleicht sogar die Trauer bei aller Schwere leichter tragen. Du gehst durch sie hindurch.

Denn durch die Trauer dürfen wir alle hindurchgehen. Ja, wir müssen es sogar. Wir können sie nicht einfach überspringen. Wir müssen und dürfen sie als eine menschliche Erfahrung der Liebe begreifen! Denn …

„Liebe kennt kein Verfallsdatum!“

Jede Trauer ist Arbeit und ein Prozess. Sie kann mit dem Verstand nicht erfasst oder kontrolliert werden, auch wenn wir das häufig versuchen. Trauer will gefßhlt werden.

Die Trauer kommt in Wellen

Mal geht es Dir ganz gut und dann ßberkommt Dich plÜtzlich die Trauer. Sie ßberrollt Dich wie eine Welle, erfasst Dich heftig und nimmt dann wieder an Intensität ab.

Die „Wellen-Metapher“ hilft Dir zu verstehen, warum Trauernde schon nach relativ kurzer Zeit wieder ganz „normal“ zu leben scheinen und sogar wieder lachen können, um dann Minuten später wieder von der nächsten Welle überrollt zu werden und tief trauern.

Und jede Trauer ist anders. Es gibt nicht die besonders gute Art zu trauern.

Die Trauer-Phasen kÜnnen bei jedem Menschen länger oder kßrzer dauern.

Junker-Bestattungen schreiben hierzu:

„… Auch nach einer guten Sterbebegleitung gehört die Trauer darüber, einen Menschen nicht mehr körperlich präsent bei uns zu haben, zu den natürlichen menschlichen Ausdrucksformen. Wir sollten auch unserer Trauer genügend Raum geben und dabei immer auf unser Gefühl hören.

Jeder Mensch braucht unterschiedlich lange für die Trauerarbeit. Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wir sollten lernen, mit unseren positiven Erinnerungen und all der Liebe, die uns ein von uns gegangener Mensch geschenkt hat, weiterzuleben. Es ist für eine gelingende Trauerarbeit wichtig, dem Verstorbenen je nach Bedeutung, die er für uns hat, langfristig einen Platz in unserem Herzen einzuräumen. Nur dann können wir nach einer ganz unterschiedlich langen Zeit der Trauer auch wieder glücklich und heil zu unserem eigenen freien Leben finden.“

Wenn Du allerdings bemerkst, dass Deine Trauer irgendwie ins Stocken gerät oder Du Probleme bei der Trauerbewältigung hast, dann schreib mich gerne an oder nutze kostenfreie Trauerbegleitungen, die von Ürtlichen Hospizvereinen oder kirchlichen Trägern angeboten werden.

Akuthilfe im Notfall bietet die Telefonseelsorge unter den Telefonnummern 0800-1110111 und 0800-1110222.

Ein Zimmer fĂźr Dich in meinem Lebenshaus

Stell Dir vor, Dein Leben wäre ein großes Haus.

Alle Menschen, die Du liebst, haben darin ein eigenes Zimmer, auch die Verstorbenen. Diese Zimmer sind so eingerichtet, wie es zu jedem einzelnen passt. Es gibt auch Gemeinschaftsräume, in denen man sich trifft und Zeit miteinander verbringt.

Du selbst hast auch ein Zimmer, das nur fĂźr Dich allein ist.

Die TĂźren dieser Zimmer passen jeweils zum Raum, es gibt alte hĂślzerne TĂźren und SchiebetĂźren und solche, die man oben und unten getrennt Ăśffnen kann, oder solche mit einem Fenster drin.

Stell Dir vor, dass auch der Mensch, der gestorben ist, ein Zimmer in Deinem Lebenshaus hat.

Überlege Dir, in welchem Stockwerk das Zimmer liegt. Geht eine Treppe hinauf oder hinunter? Wie sieht die Tür aus, hinter der das Zimmer des Verstorbenen liegt?

Das Zimmer passt zum Verstorbenen, es ist genauso, wie er oder sie sich das wĂźnschen wĂźrde. Du kannst eintreten und den Verstorbenen in Deinen Erinnerungen besuchen.

Du kannst ein bisschen Zeit mit ihm oder ihr dort verbringen, und dann kannst Du die Tür wieder hinter Dir schließen und in eines der anderen Zimmer gehen.“

Auszug aus: Paul, Chris. „Ich lebe mit meiner Trauer.“

Das 4-Phasen-Modell der Trauer nach Verena Kast

Wenn Du Dich gerade in einem Trauerprozess befindest, dann kann Dir vielleicht auch dieses Modell ein bisschen dabei helfen, Deine Trauer „einzuordnen“. Dieses Modell hilft auch zu verstehen, welche Gefühle der Tod eines geliebten Menschen auslösen kann und wie es gelingt, diesen Verlust zu verarbeiten.

Die Schweizer Psychologin Verena Kast beschreibt den Trauerprozess in 4 Phasen.

1. Phase: Nicht-Wahrhaben-Wollen

Die Nachricht des Todes löst unter Umständen eine Art „Gefühlsschock“ aus, gerade dann, wenn der Tod plötzlich oder unerwartet kam. Der Trauernde kann und will nicht glauben, was passiert ist. Oft wird der Verlust zunächst geleugnet. Der Mensch verdrängt und verleugnet die Realität.

Er erscheint „gefühllos“ und fühlt sich oft selbst wie „tot“. Die körperlichen Anzeichen gleichen einem „normalen“ Schock: schneller Pulsschlag, Schwitzen, Übelkeit, motorische Unruhe. Diese Phase kann wenige Stunden, oft aber auch Tage oder mehrere Wochen dauern.

2. Phase: Aufbrechende Emotionen

In dieser Phase kommt es zu einem regelrechten Gefßhlschaos: Wut, Zorn, Angst, Ohnmacht, Schmerz, Niedergeschlagenheit oder Schuldgefßhle etc. tauchen auf. Die Intensität der einzelnen Gefßhle hängt aber vom Temperament und Charakter der jeweiligen Person ab.

Auch aggressive Impulse gegen sich selbst oder gegen den Verstorbenen treten auf. Das verursacht bei vielen Trauernden aber große Schuldgefühle oder sie stellen sich die Frage: „Warum musste er sterben und nicht ich?”

Häufig treten Schuldgefßhle auch deshalb auf, weil der Trauernde vielleicht glaubt, nicht genug oder nicht alles getan zu haben, um den Tod zu verhindern. Auch andere Menschen werden in dieser Phase beschuldigt.

3. Phase: Suchen und Sich-Trennen

Beim Verlust eines geliebten Menschen wollen wir uns noch in Kontakt mit dem geliebten Menschen befinden und suchen daher Orte der Erinnerung auf oder Ăźbernehmen kurzfristig typische Gewohnheiten des Verstorbenen.

Der Trauernde fßhrt dann leise oder laute Zwiegespräche mit dem Verstorbenen.

Oder er erzählt gerne ßber ihn oder sie. Dadurch will er den Verstorbenen lebendig halten. Es findet aber auch eine innere Auseinandersetzung mit dem Verstorbenen statt. Dadurch bereitet er sich auf ein Weiterleben ohne den Verstorbenen vor und ist bemßht, dessen Tod anzunehmen und als Teil seiner Lebenswirklichkeit zu akzeptieren.

4. Phase: Neuer Selbst- und Weltbezug

Es werden neue lebensbejahende Wege gefunden, um mit dem Verlust umzugehen. Der Verstorbene wird zu einem “inneren Begleiter“. Der Schmerz wird weniger. Die Gedanken und Handlungen des Trauernden kreisen nicht mehr ausschließlich um den Verstorbenen.

Der Trauernde kann nun sein Leben mit dem Verstorbenen im Herzen neu ausrichten.

Was hilft in der Trauer?

Jede Trauer ist einzigartig und individuell, denn jeder trauert anders. Jeder trauert auf seine ganz eigene Art und Weise und dabei ist kein GefĂźhl falsch.

Trauer ist keine Krankheit, aber sie kann krank machen, wenn sie nicht gefĂźhlt wird. Daher kĂźmmere Dich um Deine Trauer.

Reden hilft. Schreiben hilft.

Angeleitete Meditation mit Jeanette Richter für die Trauer-Arbeit: Mit den Toten „sprechen“

Übung: Trau’ Dich zu trauern!

Nimm ein Blatt Papier und schreibe den Namen des Verstorbenen auf. 

“Ich trauere um ________!“

Und dann frage Dich:

  • Woran erinnere ich mich noch gerne?
  • An welche guten Taten oder lustigen Begebenheiten?
  • WofĂźr mĂśchte ich diesem Menschen danken?
  • Was blieb ungesagt?
  • Gab es etwas, das ich noch gerne gesagt hätte?
  • Was wird bleiben?
  • …

Schreibe es auf und vertraue darauf, dass das bei Deinem Verstorbenen tatsächlich ankommen wird. Du musst nicht wissen wie, sondern nur, dass es ankommt!

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Sterbebett-Visionen: Der Blick in die Anderswelt

Sterbebett-Visionen: Der Blick in die Anderswelt

Viele Menschen berichten am Lebensende von besonderen Wahrnehmungen: Sie sehen verstorbene AngehÜrige, sprechen von Licht oder wirken innerlich ganz ruhig und gesammelt. Diese sogenannten Sterbebettvisionen sind ein faszinierendes Phänomen, das Trost spenden und unseren Blick auf Leben und Tod verändern kann. In diesem Artikel erfährst Du mehr ßber diese Erfahrungen und ihre Bedeutung.

Sterbebettvisionen

Was sind Sterbebettvisionen?

Vor-Todesvisionen oder auch Sterbebettvisionen genannt sind ein faszinierendes Phänomen, das Sterbende am Ende ihres Lebens erleben kÜnnen. Diese Visionen umfassen eine Reihe von Erscheinungen, wie das Sehen von bereits Verstorbenen oder das Betreten eines anderen Realitätszustands, als auch das besonders intensive Träumen.

Vor-Todesvisionen werden zumeist positiv erlebt, können aber auch negative Erfahrungen beinhalten oder Ängste erzeugen und variieren von Person zu Person.

Die Wissenschaft versucht das Phänomen zu erklären und nimmt an, dass diese Visionen eine Art Übergangserfahrung darstellen, die dem Sterbenden beim Loslassen und Übergang in den Tod helfen soll.

Forscher und Mediziner sind immer noch dabei, die Ursachen und den genauen Zweck von Sterbebettvisionen zu erforschen – doch da kĂśnnen sie meiner Meinung nach sehr lange suchen. 😉 Denn das Geistige kann mit einer materialistischen Sicht nicht erfasst werden.

Die spirituelle Komponente beim Sterben

Ich werde nicht müßig zu betonen, wie wertvoll und wichtig die spirituelle Komponente beim Sterben ist und wie gut wir alle daran täten, diese in unser Bewusstsein zu heben. Gerade dann, wenn wir einen Menschen bei seinem Übergang begleiten oder wenn wir selbst mit dem Tod hadern oder Angst vor ihm haben.

Manche Menschen im Sterbeprozess berichten oft von „Sichtkontakten“ mit bereits Verstorbenen. So sagte eine Sterbende, die ich hier mal Frau Müller nenne, im Beisein einer Sterbebegleiterin:

„Da oben ist Heinz!“ und meinte damit ihren verstorbenen Ehemann. „Sehen Sie ihn denn nicht?“ und sie deutete in die linke obere Ecke des Raumes.

Auf die Frage der Begleiterin, was Heinz denn mache, sagte Frau Müller: „Er macht immer soooo!“ und sie zeigte mit ihrer Hand eine Stopp-Geste des Wartens.

Ein paar Tage später erzählte Frau Müller, dass Heinz erneut „da“ gewesen wäre und ihr mit seiner Hand angedeutet hätte, zu ihr zu kommen. Ein paar Stunden später war Frau Müller verstorben.

Viele Bestatter wissen um Sterbebettvisionen

Auch Bestatter kennen diese Phänomene. So schreibt beispielsweise Junker-Bestattungen hierzu:

„Sterbende müssen im Sterben Abschied nehmen von einer Welt, die ihnen vertraut war und ihnen Halt und Sicherheit gegeben hat. Sie müssen alles loslassen, was ihnen lieb und teuer war. Zuletzt auch noch ihren Körper. Doch sie sehen auch eine neue „Welt“ – eine andere vor ihnen liegende Wirklichkeit, die viele von uns nicht wahrnehmen können.“

Sterbende nehmen zuweilen auch Klänge, Stimmen, Gerüche oder Bilder aus der anderen Welt wahr, was oft zu Verwirrungen führt. Oder sie sehen die „Körper“ von bereits verstorbenen Verwandten, Freunden oder Helfergestalten und wundern sich, dass die Begleiter oder andere das nicht sehen können, wie in der Geschichte mit „Heinz“.

Einige Sterbende greifen in die Luft, weil sie die helfenden Hände ergreifen wollen, die ihnen entgegengestreckt werden oder sie sprechen mit längst verstorbenen Menschen, zu denen sie eine besondere Beziehung hatten.

Geborgen, sicher und beschĂźtzt

All dies führt bei Sterbenden dazu, dass sie sich geborgen, behütet, beschützt und geliebt fühlen. Sie wissen, dass sie nicht allein sind. Sie sterben friedlich!

Und das bemerken auch die Angehörigen, die dann ebenfalls leichter loslassen können. Diese „Visionen“ tauchen unabhängig vom Glauben oder religiöser Zugehörigkeit auf. Sie sind nur individuell bzgl. der Erscheinungsformen.

WICHTIG: Sterbende Menschen, auch wenn sie sich längst nicht mehr äußern können oder im Koma liegen, nehmen die jenseitige Welt und auch alles um sich herum verstärkt wahr.

Reisemetaphern als Hinweis auf den bevorstehenden Tod

Wenn Du einen Menschen beim Sterben begleitest, dann nimm solche Äußerungen ernst.

Tue sie nicht als geistige Verwirrung ab, denn sonst beraubst Du dem Sterbenden und Dir eines der größten Geschenke, dass er noch zu Lebzeiten mit Dir teilen möchte.

In der Übergangsphase von „Hier nach Drüben“ nutzen Sterbende auch häufig Reisemetaphern, wie z. B.

  • „Ich muss noch meinen Koffer packen!“ oder
  • „Der Zug fährt gleich los!“ oder
  • „Ich muss noch ein Ticket lösen!“ oder
  • „Siehst Du die Tür nicht?“ oder
  • „Mach dort bitte die Tür auf!“ auch wenn in der angezeigten Wand gar keine Tür ist.

Diese Reisemetaphern sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass der körperliche Tod unmittelbar bevorsteht und zumeist in den nächsten Stunden, seltener in den nächsten Tagen eintreten wird.

Wenn wir sie zu deuten verstehen, können sie uns wertvolle Zeit verschaffen, um Unerledigtes endlich zu erledigen oder Unausgesprochenes endlich auszusprechen.

Was Sterbende wirklich am Ende sehen

Sterbende berichten oft von einer erweiterten Wahrnehmung, bei der sie Dinge sehen kĂśnnen, die fĂźr andere unsichtbar sind.

Einige Sterbende berichten von der Anwesenheit von Verstorbenen oder spirituellen Wesen um ihr Sterbebett. Andere Sterbende beschreiben das Betreten eines strahlenden Lichts oder eines Tunnels während ihrer Endphase.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Erfahrungen subjektiv sind und von individuellen Glaubenssystemen und kulturellen Hintergründen beeinflusst werden können. Die Erfahrungen am Ende des Lebens können beruhigend und tröstlich sein und den Sterbenden bei ihrem Übergang helfen.

Die Bedeutung und Interpretation von Vor-Todesvisionen

Vor-Todesvisionen werden in verschiedenen Kulturen und Religionen unterschiedlich interpretiert. Aber sie kommen in allen Kulturen vor.

Einige betrachten sie als spirituelle Erfahrungen, die auf eine Existenz nach dem Tod hinweisen, andere sehen sie eher als Produkt des Gehirns und der Chemie, die während des Sterbeprozesses freigesetzt werden.

Einen ganz wundervollen Artikel zum Thema Vor-Todesvisionen bzw. Sterbebettvisonen von Dieter Jenz habe ich Dir hier verlinkt. 

Vor-Todesvisionen kĂśnnen den Sterbenden Trost und Frieden geben, indem sie das GefĂźhl vermitteln, dass der Tod nicht das Ende ist.

Es ist wichtig, Sterbebettvisionen mit Respekt und Offenheit zu betrachten und die individuelle Interpretation jedes Einzelnen zu respektieren.

Mythen und Wahrheiten Ăźber Sterbebettvisionen

Es gibt viele Mythen und Missverständnisse ßber Sterbebettvisionen. Ein verbreiteter Mythos ist, dass Sterbende immer positive und angenehme Visionen haben. In Wahrheit kÜnnen Vor-Todesvisionen (= Sterbebettvisionen) sowohl positiv als auch negativ sein und von Angst und Verwirrung begleitet werden.

Das liegt vermutlich zumeist daran, dass das, was wahrgenommen wird, nicht mit dem übereinstimmt, was bislang geglaubt wurde. Wenn Du plötzlich erkennst, dass alles ganz anders ist – mit dem Tod – dann wird Dich das zunächst einmal verwirren. Logisch!

Ein weiterer Mythos ist, dass Sterbebettvisionen nur bei schwerkranken oder älteren Menschen auftreten. In der Realität kÜnnen Sterbebettvisionen bei jedem Menschen auftreten, unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand.

Warum Sterbebettvisionen trĂśstlich sein kĂśnnen

Vor-Todesvisionen können den Sterbenden Trost und Frieden geben, indem sie das Gefühl vermitteln, dass ihre Lieben, die vor ihnen gestorben sind, sie willkommen heißen.

Sie weisen auf eine Wirklichkeit hin, die mit unseren physischen Augen nicht gesehen werden kann, aber mit dem Herzen oder dem „innerem Sehen“ – so wie es Ein Kurs in Wundern beschreibt – betrachtet werden kann.

 


„Man sieht nur dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!“

Antoine de Saint-ExupĂŠry


 

Diese Visionen können auch dabei helfen, Ängste vor dem Tod zu lindern und den Übergang in den Tod zu erleichtern.

Sterbebettvisionen kĂśnnen den Sterbenden das GefĂźhl geben, dass der Tod nicht das Ende ist und dass sie in eine andere Form existieren werden.

Fßr die AngehÜrigen kÜnnen Sterbebettvisionen ebenfalls trÜstlich sein, da die meisten nun wissen, dass der Sterbende in guten Händen ist.

Wer einmal im Beisein eines Sterbenden diese Visionen miterlebt hat, wird sich Fragen stellen, die sein bisheriges Weltbild auf den Kopf stellen.

Wie denkst Du darĂźber?

Hast Du schon einmal bei einem AngehĂśrigen eine solche Vision miterlebt oder wurde Dir davon berichtet?

Schreibe es mir gerne in die Kommentare, damit auch dieses Phänomen langsam aus der Tabuzone herauskommt.

Ich danke Dir!

Deine Jeanette

Jeanette Richter Spirituelles Stressmanagement

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