Im heutigen Tagesimpuls 13 geht’s um zwei ungleiche Schwestern: Angst und der Liebe. Und es geht um das Konzept der Bedeutungslosigkeit und warum diese Tatsache soviel Angst macht.
Eigentlich gehört auch noch der Bruder Mr. Stress dazu, denn er ist der Zwillingsbruder von Mademoiselle Angst.
Das Spannende ist: Nur eine ist wirklich, die anderen sind alle ausgedacht.
Na, wer hat sich denn sowas ausgedacht? Das liebe Ego.
Wie Du vielleicht schon mitbekommen hast, drĂŒckt Dein Ego gerne allem und jedem seinen Stempel auf, indem es bewertet, urteilt und die „Dinge“ mit einem Etikett versieht. Ok, eher einer ganzen Etikettensserie!
Aber warum tut es das? Nun ja … unser Ego-Verstand kann es nicht leiden, wenn die Dinge bedeutungslos erscheinen. Es hat regelrecht Angst, wenn nix von Bedeutung ist und darum gibt es zu allem seinen Senf ab.
„Das Erkennen der Bedeutungslosigkeit ruft in allen Getrennten intensive Angst hervor.“ Ein Kurs in Wundern
Und weil das Ego Angst hat, möchte es also allem und jedem eine Bedeutung verleihen – und zwar seine, nicht die von GOTT. Daher steht es auch scheinbar in Konkurrenz zu GOTT.
Da sich Angst aber nicht angenehm anfĂŒhlt, versucht es der Angst zu entrinnen, indem es scheinbar die Kontrolle behĂ€lt. Daher pflastert es alles und jedes mit SEINEN Meinungen und Ansichten zu, wie eine LitfaĂsĂ€ule, an der man am Ende gar nicht mehr erkennen kann, worum es eigentlich geht.
Lektion 13 aus Ein Kurs in Wundern greift genau diesen Umstand auf und zeigt, was es mit dieser Bedeutungslosigkeit auf sich hat.
FĂŒr den Verstand ist eine bedeutungslose Welt grotesk und erzeugt eines – nĂ€mlich Angst.
Nun die gute Nachricht …
„TatsĂ€chlich ist eine bedeutungslose Welt unmöglich! Nichts ohne Bedeutung existiert!“
Aber: Du gibst den Dingen die Bedeutung, die sie fĂŒr Dich bzw. Dein Ego haben.
Eigentlich bedeutet nix einfach nix. Der Buddhismus nennt das ebenso wie Ein Kurs in Wundern Leerheit.
Aber die Frage ist: Wessen Bedeutung soll jetzt in den leeren Raum geschrieben werden? Die vom Ego oder die vom Göttlichen?
Das Ego entscheidet sich fĂŒr: ICH!
Leere Flaschen mĂŒssen befĂŒllt werden
Doch mit der Leere haben wir ja alle so unsere Probleme. Wenn etwas leer ist, dann wollen wir es auffĂŒllen, und zwar mit unseren Bildern oder Vorstellungen.
Stell Dir einfach eine leere Flasche vor: Dein Geist will jedoch nicht, dass die Flasche leer ist. Leer is doof! Hat man ja nix von!“ denkt das Ego und befĂŒllt sie flux mit seiner GedankensoĂe.
Leerheit und Bedeutungslosigkeit kannst Du synonym verwenden.
Buddhismus und Leerheit
Ich habe ja ein paar Semester tibetischen Buddhismus studiert und da gibt es einige Parallelen zum Kurs. Denn dem Buddhismus zufolge ist Leerheit folgendes: (aus BuddhaStiftung)
“ In einer bekannten Lehrrede zeigte der Buddha auf einen Wagen und fragte: âWo ist die Essenz (der âWesenskernâ) des Wagens? Ist sie in den RĂ€dern? Dem Sitz? Der Achse?â NatĂŒrlich enthĂ€lt keines der Einzelteile die Essenz des Wagens, und auch kein anderes Teil, das in kleinere Bestandteile zerlegt wird, verfĂŒgt ĂŒber eine einzigartige Essenz, sie sind alle âleerâ.“
Hierbei ist es aber wichtig zu betonen, dass es sich um Existenzen in der Welt handelt.
Deshalb heiĂt es auch weiter: …
„SpĂ€tere buddhistische philosophische Schulen erweiterten das Konzept der Leerheit, um alle in der Welt existierenden PhĂ€nomene einzuschlieĂen. Das berĂŒhmteste Beispiel hierfĂŒr ist das Herz-Sutra, eine Schrift aus der Tradition des Mahayana.
Da alles von etwas anderem abhĂ€ngig ist, existiert nichts in irgendeiner autonomen, dauerhaften Weise. Einige Schulen gehen sogar noch weiter: Alles, was wir wahrnehmen, hĂ€ngt vom Geist ab, der etwas als âexistentâ wahrnimmt, und ist daher leer im Sinne einer fehlenden eigenen Existenz oder Substanz.
Nichts â nicht einmal die kleinsten vorstellbaren Teilchen oder der Geist selbst â hat irgendeine substantielle RealitĂ€t. Es ist alles relativ, alles âleerâ. Manche Menschen sind in diesem Zusammenhang fasziniert, dass diese alte erfahrungsbasierte Erkenntnis ĂŒbereinstimmt mit der modernen Physik, insbesondere der Quantenphysik.“
Du siehst … ziemlich Ă€hnlich, oder?
Ăbung zu Lektion 13
Versuche, das Bedeutungslose zu akzeptieren – ohne Angst.
Wenn Angst in Dir aufsteigt, wirst Du etwas, das Dich gerade umtreibt, mit Etiketten versehen. Bemerke das!
Du wirst z. B. Klaus-Dieter, mit dem Du Dich gerade gezofft hast, mit Eigenschaften ausstatten, die er mit Sicherheit nur in Deiner Vorstellung hat. Der arme Dieter! đ Schmunzle darĂŒber und der Groll verflĂŒchtigt sich sofort. Du kannst das auch dermaĂen ĂŒbertreiben, dass es selbst Deinem Ego zu viel wird. Humor hilft immer!
Oder Du denkst an das Finanzamt. Auch hier wird klar, dass es ja DAS Finanzamt gar nicht gibt. Es gibt nur GebÀude, Tische, Fenster, Klos, Mitarbeiter und so fort und so fort.
Angst vor Strafe und der Tod als schlimmster Alptraum
Und um dem Fass noch gÀnzlich den Boden auszuschlagen, kommt als Krönung die Sterblichkeit on top dazu.
„So ein Mist aber auch!“ denkt das Ego. „Alles umsonst!“
Am Ende ist Ende im GelĂ€nde. Der Tod des Ego steht an. Doch bevor es so weit ist, will das Ego den „leeren Raum“ noch mit Bedeutung anfĂŒllen. Und es gibt wirklich alles!
Aber jetzt schlottern Deinem Ego noch mehr die Knie, weil es Angst vor der „Rache des Schöpfers“ hat, da es glaubt, fĂŒr seine vermeintlichen Missetaten und Zuschreibungen bestraft zu werden. Au Backe!
„So könnte es gehen,“ denkt das Ego und beschlieĂt aus Angst vor Bestrafung seinen eigenen Schöpfer schon mal vorab „abzustrafen“. Es greift also seinen eigenen Schöpfer an – aber nicht GOTT, sondern Dich.
Dadurch versucht es, der Strafe vor dem „Höchsten“ zu entkommen – völlig irre, aber es funktioniert.
In der Psychologie nennt man das auch Abwehrmechanismen – sehr spannend.
Daher greift es Dich an, z. B. durch Krankheit, Schuld- und SchamgefĂŒhle, Angriffsgedanken, Groll, um GOTT gnĂ€dig zu stimmen.
Du denkst jetzt: „Neeee, also echt, das stimmt doch nicht!“
Ok! Ein Beispiel …
Du glaubst, dass Du was ganz Schlimmes getan hast. Etwas, das man nicht verzeihen kann.
Da Du Dich derzeit noch mit Deinem Ego gleichsetzt, bzw. Dein Ego Dir vorgaukelt, es sei Du und dass es da nichts anderes gĂ€be – produzierst Du z. B. eine somatoformem Störung. Du kannst auch was anderes produzieren, aber in unserem Beispiel „somatisierst“ Du.
Was ist eine somatoforme Störung?
Von einer somatoformen Störung spricht man, wenn körperliche Beschwerden wiederholt oder dauerhaft auftreten, ĂŒber lĂ€ngere Zeit bestehen und sich trotz intensiver Diagnostik keine ausreichend erklĂ€renden organischen Befunde feststellen lassen.
Du stehst also mit etwas in Konflikt. Dieser Konflikt in Dir ist Dir aber nicht bewusst, und so rutscht er ins Unbewusste.
Da Du diesen Konflikt nicht bewusst wahrnehmen kannst, druÌckst Du diesen unbewusst auf der koÌrperlichen Ebene aus.
Diesen Umstand versuchten Autoren wie z. B. Louise Hay und RuÌdiger Dahlke durch ihre BuÌcher ins Bewusstsein zu heben, indem sie jeder Krankheit einen inneren Antrieb bzw. eine seelisch-psychische Grundlage gaben. Auch bei jeder psychosomatischen Erkrankung sind immer innerpsychische Konflikte mit beteiligt. Unverarbeitete Konflikte fuÌhren haÌufig zu koÌrperlichen Beschwerden, z. B. zu Kopf- oder Magenschmerzen.
Leitgedanke zu Lektion 13
„Ich betrachte eine bedeutungslose Welt! Eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst, weil ich denke, ich sei in Konkurrenz mit GOTT.“
Lass mich das noch ein bisschen aufdröseln bzw. anschaulicher machen: Statt GOTT kannst Du auch Deine beste Freundin nehmen oder jemand, der scheinbar besser ist, als Du und mit dem Du Dich vergleichst.
Du denkst, dass Du mit der LIEBE = GOTT um die Liebe konkurrierst.
Wenn Du Dich zum Beispiel von jemandem angegriffen fĂŒhlst oder Dich jemand kritisiert hat, dann wirst Du ziemlich schnell merken, wie sich da Widerstand in Dir regt. Du fĂ€ngst nun an, Dich zu verteidigen oder schmollst still und leise fĂŒr Dich hin und zerhackst den anderen im Geiste.
Warum glaubst Du in Konkurrenz zum Göttlichen zu stehen?
Weil DU bzw. Dein Ego GUT dastehen will. Es will geliebt werden, anerkannt, geliked, gefeiert – es will auf den Thron.
Doch der ist ja schon besetzt – durch das Göttliche in Dir.
Doof fĂŒr das Ego – gut fĂŒr Dich, denn Du bist nicht Dein Ego, Du bist göttlich!
Der Begriff der âAbwehrmechanismenâ kommt aus der Psychoanalyse. Es sind unbewusste Strategien unseres Egos zum Schutz des ICH vor der AuĂenwelt. Sie treten immer dann auf, wenn wir auf irgendeiner Ebene einen Konflikt haben und noch nicht wissen, wie wir diesen loÌsen sollen.
Doch Abwehrmechanismen ergeben Sinn. Sie sind weder gut noch schlecht, sondern gehoÌren einfach zum Menschsein dazu.
Je weiter wir uns aber entwickeln, d. h. je bewusster wir werden, desto weniger muÌssen wir auf diese Abwehrmechanismen zuruÌckgreifen. Stattdessen entwickeln wir bewusstere ProblemloÌsungs- oder BewaÌltigungsstrategien. Um Dich selbst und Deine Mitmenschen besser zu verstehen, ist es daher hilfreich, einige Abwehrmechanismen Deines Egos zu kennen.
VerdraÌngung: Es gibt hier ein breites Spektrum, das vom einfachen âWegdruÌckenâ unangenehmer Ereignisse bis zum kompletten Ausblenden traumatischer Erlebnisse reicht. Hierbei ist es wichtig, einen gesunden Mittelweg zu finden, um die unverarbeiteten GefuÌhle und das Erlebte ganzheitlich zu integrieren.
Verleugnung: Hier wird ein Teil der RealitaÌt verleugnet und in seiner Bedeutung nicht anerkannt. Wir tun einfach so, als sei das, was andere behaupten, einfach nicht wahr. Zum Beispiel, wenn ein Sohn beim Klauen oder Drogen verkaufen erwischt wird und dann die Mutter behauptet: âSo etwas tut mein Junge nicht!â Verleugnung kommt auch sehr haÌufig in Trauerphasen vor.
Reaktionsbildung: GefuÌhle, die unangebracht erscheinen, werden durch gegenteilige GefuÌhle ersetzt. Zum Beispiel wird MitgefuÌhl gezeigt, obwohl auch AggressivitaÌt oder Wut da ist. Oder jemand findet eine Person aÌuĂerst attraktiv und anziehend, verhaÌlt sich dieser aber gegenuÌber so, als koÌnne er sie nicht leiden.
Regression: Du verhaÌltst Dich unbewusst wie ein Kleinkind und legst fruÌhkindliche Verhaltensweisen an den Tag, scheinst Dich demnach ploÌtzlich zurĂŒckzuentwickeln. Zum Beispiel, wenn Du in einem StreitgespraÌch ploÌtzlich anfaÌngst, zu weinen oder beginnst, wie ein Kleinkind zu reden. Auch wenn wir mit Trotzverhalten reagieren oder unser Tonfall eher dem eines kleinen Jungen oder kleinen MaÌdchens aÌhnelt, fallen wir in eine fruÌhe Entwicklungsstufe zuruÌck. Wir tun dies, um etwas zu bekommen oder um etwas zu vermeiden, was uns aÌngstigt.
Progression: Das ist das Gegenteil von Regression. Wenn sich z. B. eine 10-JĂ€hrige nach dem Tod der Mutter wie eine 30-JĂ€hrige benimmt, um die Mutter zu ersetzen.
Vermeidung: Aus Angst vor unangenehmen Handlungen oder GefuÌhlen werden ausloÌsende Situationen oder Personen einfach gemieden. Das taucht recht haÌufig bei Phobien auf, aber auch bei alltaÌglichen Situationen.
Verschiebung: Der eigentliche Impuls wird auf eine andere Person, ein Objekt oder Lebewesen verschoben, von dem weniger Gefahr ausgeht. Beispiel: Herr MuÌller wird von seinem Vorgesetzten heftig und unangebracht kritisiert. Das loÌst bei Herrn MuÌller Wut und Aggression aus, die er sich aber nicht traut, gegenuÌber seinem Vorgesetzten zu zeigen, aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren. Der Aggressionsimpuls ist aber noch aktiv und wird nun an anderer Stelle rausgelassen, zum Beispiel durch Treten gegen einen Papierkorb, dem Anschreien der eigenen Ehefrau etc.
Ungeschehen machen: Du tust Dinge, um etwas ungeschehen zu machen, z. B. auf Holz klopfen, um etwas Unheilsames zu verhindern. Dieser Abwehrmechanismus tritt haÌufig bei ZwaÌngen auf, wo zum Beispiel durch das Waschen der HaÌnde versucht wird, das UngluÌck wegzuwaschen oder nur jeder 3. Pflasterstein betreten wird, um UngluÌck nicht heraufzubeschwören.
Rationalisierung: Sie taucht immer dann auf, wenn wir logische GruÌnde, ErklaÌrungen und Rechtfertigungen heranziehen, um einen Umstand zu erklaÌren, dabei aber eigene BeduÌrfnisse oder Impulse ausblenden. Wir erschaffen âAusredenâ, um der Wahrheit nicht ins Gesicht blicken zu muÌssen. Beispiel: Jemand rasselt durch eine PruÌfung und sagt: âDiese PruÌfungen werden eh uÌberbewertet!â. Oder: âNicht ich habe zu wenig gelernt, sondern der Lehrer ist einfach unfaÌhig, das Thema ordentlich zu erklaÌren.â
Sublimierung: Du verlagerst Dein eigentliches BeduÌrfnis oder eine Emotion, die Dir Unbehagen verursacht, auf eine âhoÌhere Ebeneâ. Wenn Dich z. B. jemand aÌrgert, druÌckst Du das nicht direkt aus, sondern gehst lieber joggen, malst Bilder oder meditierst. Jemand, der starke sexuelle Impulse verspuÌrt, gruÌndet stattdessen vielleicht ne Rockband. đ
Somatisierung: Du kannst einen Konflikt nicht wahrnehmen und druÌckst diesen unbewusst auf der koÌrperlichen Ebene aus. Diesen Umstand versuchten Autoren wie z. B. Louise Hay und RuÌdiger Dahlke durch ihre BuÌcher ins Bewusstsein zu heben, indem sie jeder Krankheit einen inneren Antrieb bzw. eine seelisch-psychische Grundlage gaben. Auch bei jeder psychosomatischen Erkrankung sind immer innerpsychische Konflikte mit beteiligt. Unverarbeitete Konflikte fuÌhren haÌufig zu koÌrperlichen Beschwerden, z. B. zu Kopf- oder Magenschmerzen.
Hast Du das auch schon mal erlebt? Du liegst flach, das Thermometer klettert, der Kopf dröhnt, und irgendwo in den hintersten Winkeln Deines Geistes schleicht sich die Frage ein: „Was habe ich bloĂ falsch gemacht?“
Ja, wer kennt das nicht. Aber ich muss Dir sagen: Das ist einer der gröĂten TrugschlĂŒsse, die wir uns einreden können â ein wahrer Egotrip!
Seien wir doch mal ehrlich: Krankheit ist kein Zeichen fĂŒr persönliches Versagen.
Dein Körper ist ein wunderbares, aber auch komplexes System, das manchmal einfach ein wenig ins Stocken kommt.
Das ist so natĂŒrlich wie der Wechsel der Jahreszeiten. Dein Ego mag Dir einflĂŒstern, dass Du die Kontrolle verloren hast, dass Du an diesem Schnupfen, dieser Grippe oder was auch immer Dich niederstreckt, selbst schuld bist. Aber das ist, mit Verlaub, kompletter Unsinn!
Es ist an der Zeit, dass wir diesen unsinnigen Glaubenssatz hinter uns lassen und stattdessen lernen, auf unseren Körper zu hören.
Er sendet uns Signale, wenn er Ruhe braucht, wenn es Zeit ist, das Tempo zu drosseln und vielleicht auch mal ein wenig mehr FĂŒrsorge zu zeigen.
Das hat nichts mit Schuld zu tun â es ist vielmehr ein Akt der Selbstliebe und des Respekts Dir selbst und Deinem physischen GefĂ€hrten, Deinem Körper, gegenĂŒber.
Also, das nĂ€chste Mal, wenn Du Dich nicht wohlfĂŒhlst und Dein Ego mit der Schuldkeule um die Ecke kommt, lĂ€chle es freundlich an und sage:
„Danke fĂŒr Deine Meinung, aber diesmal liegst Du falsch.“
Gönn Dir die Ruhe, die Du verdienst, und erinnere Dich daran, dass Krankheit kein Versagen ist, sondern ein natĂŒrlicher Teil unseres menschlichen Seins.
Bleib gesund im Körper und munter im Geist â und lass Dich nicht von Deinem Ego auf Abwege bringen!
In der heutigen Folge Lektion 85 geht es um die Liebe und warum wir so oft weglaufen vor ihr, beziehungsweise, warum wir es zulassen, dass der Groll die Sicht auf die Liebe und Dein wahres Selbst versperrt.
âMein Groll verbirgt das Licht der Welt in mir.â
So heiĂt es in Lektion 69 aus Ein Kurs in Wundern und mit Lektion 85 wird die Wiederholung eingeleitet.
Ja, und da geht es genau darum, … wenn Du Dich angegriffen fĂŒhlst, wenn Du mit Wut reagierst oder mit Groll, dann hast Du Angst.
Du hast Angst, etwas falsch gemacht zu haben, entwickelst vielleicht Schuld- oder SchamgefĂŒhle und fĂŒhlst Dich nicht ganz bei Dir.
Und dieser Groll, diese Wut lÀsst Deine Gedanken dunkel werden.
Dein Groll verbirgt das Licht, das Du bist. Die Wut verbirgt das Licht der Welt in Dir.
Doch Du willst ja sehen, Du willst wirklich sehen.
Sehen bedeutet, ĂŒber das hinauszusehen, was jemand anderer Dir vermeintlich gerade in diesem Moment angetan hat oder was Du glaubst, jemand anderem angetan zu haben, wo Du gemerkt hast, der versteht es nicht ganz so, wie Du es vielleicht gemeint hast.
âGroll und Licht kann es nicht zusammen geben, Licht und die Schau, jedoch mĂŒssen verbunden sein, damit ich sehe!â,
Ja, Du kannst durch das, was Dir momentan widerfÀhrt, widerfahren ist, was Du getan hast oder nicht getan hast, hindurchschauen.
TatsÀchlich hindurchschauen.
Ein Kurs in Wundern: Lektion 85
Du kannst den Groll weglegen, beiseitelegen, so als wĂŒrdest Du etwas, was sich sowieso schon lange nicht mehr gut anfĂŒhlt, einfach zur Seite legen. Du kannst es ablegen, Du kannst es einfach weglegen.
Als wĂŒrdest Du ein StĂŒck heiĂe Kohle, an der Du Dir ja nur Deine eigenen Fingerlein verbrennst, einfach zur Seite legen.
Vielleicht musst Du es auch irgendwo hinlegen, wo es nicht weiter durchbrennen kann, z. B. auf einen Teller oder wie auch immer.
Denn Du möchtest Dich nicht weiter umtreiben lassen, von irgendwelchen sorgenvollen Gedanken, die Deinen Geist verfinstern, denn, wenn Du das tust und das tun wir immer wieder, dann ĂŒbernimmt das Ego die Regie.
Dann macht es sich breit in Deinem OberstĂŒbchen – das muss Dir klar sein.
Aber dadurch lernst Du Dein Ego sehr gut kennen. Denn sobald Du Dich angegriffen fĂŒhlst, merkst Du oftmals auch, dass da wieder ein Thema aus der Dunkelheit, aus Deinem Unterbewusstsein hervorgekrochen kommt, um jetzt â ja vielleicht jetzt â endlich im Licht der Liebe anders gesehen zu werden.
Und es ist nicht leicht, das beiseite zu legen oder anders zu sehen, aber es kann leicht werden, wenn Du Dich entscheidest, das anders sehen zu wollen.
âLasst mich dies nicht als Hindernis gegen die Sicht benutzen.â
Und die Sicht heiĂt eine liebevollere Sicht, eine andere Denkweise.
Lass das, was Dir momentan widerfÀhrt, Dir dazu verhelfen, dazu dienen, dass Du die Liebe in Dir erfahren kannst.
Das Licht der Welt wird all dies hinwegleuchten. Vertrau dem Prozess. So mies oder fies oder gemein oder schuldbeladen oder aggromĂ€Ăig oder grollig oder wĂŒtend Du das gerade auch erleben magst.
Egal wie unverstanden Du Dich momentan gerade fĂŒhlen magst, lasst nicht zu, dass das, was da gerade passiert, Deinen Geist verfinstert.
Lass Liebe den Groll ersetzen
Es ist wieder hervorgekommen, um Dir zu zeigen, wo die Reise hingehen darf.
Es ist deswegen wieder hochgekommen, weil Du weiĂt und ganz tief in Dir spĂŒrst und das schon immer wusstest, dass dieses Thema vielleicht noch nicht geheilt ist, aber vielleicht ist es jetzt möglich.
Vielleicht bist Du jetzt so weit und kannst es jetzt heilen.
Möglicherweise kannst Du jetzt tatsÀchlich Dein inneres Licht anknipsen und all das hinwegleuchten, was Dich jetzt momentan gerade in den Unfrieden treibt oder getrieben hat.
Du brauchst es dann nicht mehr hervorzuholen, weil Du jetzt endlich sehen willst!
Was willst Du sehen?
Frieden. Endlich Frieden. Und Du willst Liebe sehen in der Situation.
Egal, was Du momentan gemacht hast, gedacht hast, gesagt hast oder in der Vergangenheit getan, gemacht oder nicht getan hast.
Du willst Frieden sehen und Du lÀsst der Situation, der Person Frieden angedeihen, Du lÀsst sie los.
Denn in Lektion 70 heiĂt es
âMeine Erlösung kommt von mir.â
Du kannst Dich erlösen. Die Kraft, die Quelle in Dir, kann Dir dabei helfen, zu einer anderen Sicht zu gelangen.
Heute will ich begreifen, wo meine Erlösung ist. Sie ist in mir, weil ihre Quelle dort ist.
Das Göttliche ist in Dir. Du bist Dein eigener Schöpfer.
Du hast Deinen Vater, Deine Mutter, Deinen besten Freund, Papa, oder wie auch immer Du es benennen magst, niemals verlassen.
In Wahrheit ist alles gut
Nochmal: Du hast Deine Quelle niemals verlassen.
Und daher kann sie Deinen Geist auch nicht verlassen haben.
Es ist nicht so, dass Du irgendetwas falsch gemacht hast. Selbst wenn das auĂen Dir sagt, dass Du etwas falsch gemacht hast.
Selbst wenn das auĂen Dich angreift, wenn es mit UnverstĂ€ndnis auf etwas reagiert, was Du momentan fĂŒr Dich als ganz wichtig und wesentlicher achtest.
Ja, selbst wenn Du zum Gegenschlag ausholen möchtest und Dich verteidigen oder rechtfertigen, entschuldigen oder Abbitte leisten willst:
Du bist vollkommen. In Dir ist alles gut.
Lass den anderen los. Grolle nicht, Du brauchst nicht auĂerhalb von Deinem Selbst nach dem zu suchen, was Dir Erlösung bringt.
Den Frieden trÀgst Du in Dir, da war er immer, wird er immer sein.
Es heiĂt hier weiter,
âŠviel mehr wird sie aus meinem Innern, ĂŒber sich hinausreichen und alles, was ich sehe, wird nur das Licht, das in mir und in ihr leuchtet, widerspiegeln.
Das ist nicht leicht.
Du hast das Ego in Dir, aber Du musst es nicht hassen
Dein Ego ist in Dir, Dein Ego wird Dir dabei helfen, auch aus dieser ganzen Schlamassel, aus Deinen stresserfĂŒllten Gedanken auszusteigen.
Aber Du triffst diese Entscheidung.
Das Ego kann diese Entscheidung nicht treffen.
Das Ego ist nicht fĂŒr Dein GlĂŒck verantwortlich, denn Deine Erlösung kommt von Dir.
Vielleicht kann der folgende Satz helfen:
Möge diese Situation mich nicht versuchen, meine Erlösung fern von mir zu suchen.
Du brauchst nicht irgendwo auĂerhalb von Dir nach Frieden zu suchen oder dem, was Dich glĂŒcklich macht, denn das GlĂŒck trĂ€gst Du ja in Dir.
Du kannst Dich davon loslösen. Es heiĂt auch weiter, all das, was hier passiert ist, soll mein Gewahrsein, von der Quelle meines Heils nicht stören.
Lass Dich nicht umtreiben von diesen fiesen, miesen Gedanken, die von Deinem Ego kommen.
Wechsel die HaustĂŒr.
Sag Deinem Ego: âJetzt isses aber auch gut. Ich habâs verstanden. Ich will diese Situation in Liebe sehen. Ich will Frieden sehen in dieser Situation. Ich segne diese Person, von der ich mich angegriffen gefĂŒhlt habe.â
Benutze ruhig die Vergangenheitsform.
Ich will Frieden sehen, was auch immer passieren mag.
Hast Du Dich in den letzten Wochen irgendwann mal tierisch aufgeregt oder warst im Verteidigungsmodus und hast geglaubt, dass Du Dich wehren mĂŒsstest, weil Du Dich angegriffen fĂŒhltest? Hallöle, hallöle âŠ
Wer kennt das nicht ⊠da sagt jemand etwas, das wir einfach nur doof finden und sofort re-agieren wir entsprechend? Je nach Ego-Persönlichkeit hauen wir dem anderen dann ein paar ânetteâ Worte um die Ohren oder nicken freundlich, obwohl im Innern ein Orkan tobt.
Herzlichen GlĂŒckwunsch:Â Du hast gerade Dein Ego kennengelernt.
Aktuelle Podcastfolge
Den Podcast ZEITWELLEN kannst Du hier anhören und abonnieren:
Dein Egolein erkennst Du immer daran, dass plötzlich Schluss ist mit friedvoller Gelassenheit und dem herrlichen âAch-wie-schön-doch-alles-ist-Denkenâ.
Es neigt auch zu âKlugscheiĂereienâ (siehe oben đ;))
Du erkennst es auch daran, dass Du z.B. âJa, aber âŠ!â sagst oder denkst, denn Dein Ego will immer recht behalten.đđđ
Dein Ego ist der Teil Deiner Seele, der sich als getrennt vom Gesamt-Selbst erfĂ€hrt und alles, was es erlebt und erfĂ€hrt, bewertet, analysiert, sich permanent vergleicht und versucht, die Dinge irgendwie einzuordnen, andere unterzuordnen, sich zu ĂŒberhöhen oder einfach nur gut dazustehen. Ganz schön anstrengend, ich weiĂ!
Daran erkennst Du also, wann Dir Dein Ego mal wieder in die Quere kommt.
Was ist das Ego?
Das Ego ist somit ein Teilaspekt des gröĂeren spirituellen Selbst und spielt eine wichtige Rolle bei der Selbsterkenntnis und spirituellen Entwicklung.
Eine ganz wundervolle Zusammenfassung ĂŒber das Ego mit vielen tollen Bildern hab ich hier im Netz gefunden:
Du brauchst Deinen Ego-Verstand, sonst könntest Du hier keine Erfahrungen machen. Dein Ego ist also nicht per se negativ. Es ist einfach ein Teil Deiner menschlichen Erfahrung und erfĂŒllt eine bestimmte Funktion.
Problematisch wird es erst dann, wenn Du Deinem Ego und was es ĂŒber Dich oder die anderen zu sagen hat, permanent glaubst.
Und das geht ratzfatz. Das mit dem Glauben. đ
Gerade war noch alles paletti (obwohl es das tatsĂ€chlich gar nie nichâ war â es schien Dir nur so) und auf einmal bemerkst Du GefĂŒhle in Dir aufsteigen, von denen Du dachtest, dass Du sie gar nicht mehr fĂŒhlen könntest oder Du doch schon damit âdurchâ wĂ€rst.
Mitnichten! (auch so ein schönes Wort â die Nichten haben da aber nix mitzutun; falls Du Dich fĂŒr Redewendungen interessierst, hier ist âne wahre Fundgrube: https://de.pons.com/p/wissensecke/phrasen-und-wendungen )
Aber weiter im Text âŠđ
Wenn Dein Ego in Fahrt ist âŠ
Wenn das Ego in Fahrt ist, kommt alles auf den Tisch, was noch nicht geheilt ist.
Jeder unverarbeitete Schmerz, jedes alte Trauma, jede Verletzung!
Und das ist Deine Chance. Hab also keine Angst vor den GefĂŒhlen, die da hochkommen, denn sie wollen Dir etwas zeigen.
Sie weisen Dich mit dem Finger auf Dich.
Was also tun?
Im Buch âDie Botschaften von Pâtaahâ wird das ganz wundervoll beschrieben. Er sagt sinngemÀà âŠ:
1. Ăbernimm die volle Verantwortung fĂŒr Deine GefĂŒhle: wie auch immer die Situation sein mag â Du hast sie erschaffen. Nicht bewusst, sondern unbewusst, damit Du Deinem wahren Wesen nĂ€her kommst.
2. Gleiche das Ur-Teil aus: nimm Deine Urteile zurĂŒck und verurteile den anderen nicht, sondern segne Dich, Dein GefĂŒhl und segne die Situation, die Du nur erschaffen hast, um die Perle der Weisheit darin zu finden. (Eine schöne Sichtweise, wie ich finde. Nicht leicht umzusetzen, aber die einzige Möglichkeit, um sich selbst und andere vom Haken zu lassen und inneren Frieden zu finden)
3. FĂŒhl das GefĂŒhl und ergib Dich: verurteile Dich nicht fĂŒr Dein GefĂŒhl. Lass das GefĂŒhl zu und verdrĂ€nge es nicht. Leiste keinen Widerstand. Es ist nur kurz da! Aber es reicht, um zu fĂŒhlen, was jetzt gefĂŒhlt werden soll. Dein GefĂŒhl weist Dich auf den Schmerz hin, den Du Dir (noch) nicht anschauen wolltest. DafĂŒr sind dann die âArsch-Engelâ da.
Das erinnert mich erneut an Ein Kurs in Wundern â auch dort steht im Endeffekt nix anderes.
Du kennst das ⊠und ich auch
Auch meine Erfahrungen bestĂ€tigen das oben Beschriebene immer wieder. Wenn ich mit Groll, Wut, Ărger, Frust, Abwehr ⊠auf das reagiere, was jetzt gerade dran ist, dann geht es mir mies.
Wenn ich dagegen JA sage zu dem, was gerade DA ist und meinen Widerstand aufgebe, dann gehtâs mir besser.
WICHTIG: Dein Ego ist nur ein Gedanken-Konstrukt. Es ist NICHT real! Es ist eine Illusion und Deine Aufgabe ist es, nach und nach Deine EgoâGedanken aufzulösen.
Du kannst Dir das Ego wie Nebel am Morgen vorstellen. Irgendwann löst die Sonne (Deine zunehmende Bewusstheit â göttliche Natur â LICHT) den Nebel einfach auf und dann ist da nur noch Sonne đ.
Wenn Du Dich also geĂ€rgert hast, dann Ă€rgere DICH nicht, dass Du Dich geĂ€rgert hast, sondern nimm Dein Ego in den Arm. Tu so, als wĂŒrdest Du ein fremdes Kind trösten, das einfach nur Angst hat. Denn dieses Kind wĂŒrdest Du ja auch nicht anschreien, nur weil es Angst hat. Also!
Ich wĂŒnsche Dir viele tolle Erkenntnisse mit Deinem Ego.