von Jeanette Richter | 19/07/2026 | Psychologie trifft Spiritualität |
Ja, vielleicht kennst Du diese Tage ja auch, an denen Du denkst: „Läuft bei mir.“ Du hast morgens meditiert, Deine Affirmation aufgesagt, der grüne Smoothie hat tatsächlich mal geschmeckt und Du spürst diese ganz tiefe, erhabene Verbundenheit mit dem gesamten Universum. Und das ist ein wundervoller Zustand! Dadurch schwebst Du quasi drei Zentimeter über dem Teppich – na ja, vielleicht ein bisschen mehr. Dein Heiligenschein sitzt und Dein spirituelles Ego in Deinem Kopf klopft Dir wohlwollend auf die Schulter und flüstert Dir zu:
„Mensch, Du hast das Leben echt verstanden. Jetzt hast Du’s gerafft. Resilienz? Check. Stressmanagement? Absolutes Kinderspiel für jemanden auf Deinem Bewusstseinslevel. Du bist quasi die Ruhe selbst.
Nun ja, wie sagte schon der großartige Mark Twain so schön:
„Mit rauchenden Trümmern im Kopf lässt es sich schwer Erleuchtung heucheln.“
Und genau in dem Moment, wenn wir uns in dieser wunderbaren spirituellen Komfortzone eingerichtet haben, dann öffnet das Universum den Vorhang für das große Theater der Realität. Herzlich willkommen, Tickets gibt es an der Abendkasse!
Der Tag, an dem der Zen-Modus baden ging
Vorhang auf. Man könnte auch sagen: der Tag, an dem der Zen-Modus baden ging. Genau so einen Tag hatte ich nämlich neulich. Ich saß an meinem Schreibtisch, innerlich völlig in der Ruhe, in meiner Mitte, bereit, die Welt mit meiner Weisheit zu beglücken.
Und dann ist es passiert:
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Der Systemabsturz: Ich habe irgendwo falsch geklickt, und plötzlich ist der Mac schwarz geworden. Er ist nicht ganz abgestürzt, aber ich konnte einfach nichts mehr machen. Ich hatte so viel Arbeit in dieses Dokument gesteckt – und das war einfach weg! Nachher, als ich ihn wieder hochgefahren habe, war es auch einfach nur weg.
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Das Phantom-Telefonat: Im selben Moment klingelt dann das Telefon. Ich gehe ran – keiner dran.
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Das Tür-Drama: Dann klingelt es an der Tür. Ich spurte los, bleibe aber leider am Kabel hängen. Dabei fällt die Kaffeetasse nebst Inhalt um, der Rest ergießt sich über meinen Schreibtisch und ein paar Tröpfchen davon laufen über die Tastatur. Was für eine Sauerei, kann ich Dir sagen!
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Die vergebliche Spurt: Egal, denke ich, ich spurte einfach weiter, öffne die Haustür – keiner mehr da.
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Die Paket-Suchaktion: Mein E-Mail-Postfach kündet mir an: „Dein Paket ist da.“ Nur nachdem ich eben die Haustür geöffnet habe, ist da kein Paket. Und jetzt beginnt die mühsame Suche. Wo ist das verdammte Paket? Ich bin rumgelaufen und habe geguckt. Irgendwo muss er es ja hingelegt haben. Wo hat er es hingelegt? Natürlich, das erste Haus!
Und ich rufe: „Das ist nicht das erste Haus, ich wohne im zweiten!“
Wenn der Heiligenschein mit Karacho vom Himmel kracht
Die Momente waren also perfekt, und da passierte einfach etwas in mir. Mein Heiligenschein ist in diesem Moment nicht nur einfach verrutscht – der ist mit Karacho von der Decke gekracht, in tausend Teile zersprungen und die Reste lagen irgendwo zischend im Kaffeesatz. Ich konnte sie auch noch Tage später aufsammeln.
Mein Verstand hat dann nicht nur gerattert, der hat eine absolute Vollbremsung im Schlamm hingelegt, sodass alles nur so nach rechts und links wegspritzte. Und die Worte, die mir in Sekundenschnelle durch mein Oberstübchen schossen, standen definitiv in keinem spirituellen Lehrbuch und würden auch auf keinem Meditationskissen der Welt als heiliges Mantra durchgehen! Von wegen spirituelles Selbstbewusstsein – da war erst einmal nur nacktes Entsetzen und die Kacke einfach am Dampfen.
Aber weißt Du was, was für mich absolut faszinierend war in diesem Moment? Das ist dieser ganz kurze Augenblick, in dem wir von einer spirituellen Hybris – wirklich Hybris, manchmal sogar einem arroganten, unbewussten Glauben, wir stünden durch unser ganzes Wissen irgendwo über den Dingen – im freien Fall zurück auf die Erde plumpsen. Und zwar richtig krass, back to earth, ziemlich ungebremst.
Als ich das erkannt habe, musste ich einfach nur lachen, weil es so herrlich absurd war.
Die Falle der spirituellen Perfektion
Das kann schneller passieren, als man denkt. Egal, ob Du im Coaching unterwegs bist, in der Psychotherapie, als Lehrer oder im ganz normalen Alltagswahnsinn. Vielleicht bist Du auf einem spirituellen Weg. Aber dieser Weg hat nun mal Stolpersteine, die da einfach so rumliegen.
Und dann unterläuft uns schnell ein großer Denkfehler:
Wir verwechseln tiefe Selbsterkenntnis und echte Selbstliebe mit einem dauerhaften, fehlerfreien, perfektionistischen Dasein.
Wir glauben insgeheim, wir hätten erst dann eine tiefe Erkenntnis erlangt, wenn uns absolut gar nichts mehr triggert. Wir denken, der „erleuchtete“ Zustand bedeutet, dass wir nie wieder wütend werden, uns nie wieder Sorgen machen und beim Anblick einer ausgelaufenen Spülmaschine nur noch milde lächeln.
Das ist aber die größte und cleverste Falle unseres Egos! Das Ego liebt es nämlich abgöttisch, sich als besonders spirituell, besonders achtsam oder maximal resilient zu verkleiden. Und warum tut es das? Weil es sich durch diese vermeintliche Weisheit heimlich und leise über den Rest der Welt erheben will. Es will sich abheben, separieren und trennen. Es schaut dann auf die Menschen herab, die im Berufsverkehr fluchen, und denkt sich: „Na ja, die sind halt noch nicht so weit. Wie gut, dass mein Hirnbesitzer über so viel Selbsterkenntnis verfügt.“
Wahre Selbsterkenntnis im Alltagsschmutz
Aber echte, radikale Selbsterkenntnis beginnt ja genau am anderen Ende. Sie beginnt nicht dort, wo Du alles perfekt im Griff hast. Sie beginnt genau dort, wo Du vor einer zerbrochenen Kaffeetasse sitzt, wo Du dem Nachbarn staunend zuhörst oder vor einem Fleck auf dem Teppich stehst und Dich fragst, wer hier hingepinkelt hat.
In solchen Momenten stehst Du einfach vor dem Alltagsschmutz und bemerkst:
„Shit, ich weiß eigentlich gar nichts!“
Und weißt Du was? Das ist eine wunderschöne, befreiende und ehrliche Erkenntnis auf Deinem Weg der Selbstfindung!
Als ich also da saß, mit dem nassen Lappen in der Hand, während die braune Brühe langsam in die Ritzen der Elektronik sickerte, schoss mir ein zentraler Leitgedanke aus Ein Kurs in Wundern durch den Kopf. Mir wurde klar, dass uns der Kurs unermüdlich daran erinnert, dass wir in jedem noch so kleinen Moment unseres Alltags die Wahl haben, uns neu auszurichten: Entweder für die Angst – in meinem Fall das lautstarke Drama meines Egos – oder für die Liebe.
Mein Ego stand natürlich schon mit erhobenem Zeigefinger bereit und flüsterte mir giftig zu:
„Meine Fresse, wie konntest Du nur so ungeschickt sein? Du bist doch Coach! Du solltest es doch besser wissen. Du arbeitest schon seit Jahren mit ‚Ein Kurs in Wundern‘ und bist immer noch nicht weiter? Jetzt ist der ganze Tag im Eimer, Du Lusche!“
Das Ego liebt eben diese Ernsthaftigkeit und Tragik. Winston Churchill hat das mal wunderbar auf den Punkt gebracht:
„Manche Leute stolpern über die Wahrheit, stehen auf und gehen eilig weiter, als wäre nichts passiert.“
Aber wir wollen ja nicht einfach weitergehen. Wir wollen genauer hinschauen. Und das ist der Schlüssel, um von bitterer Ernsthaftigkeit zu erlösender Leichtigkeit zu gelangen.
Der Astronautenblick: Zoom weg vom Drama!
An dieser Weggabelung passiert das eigentliche Wunder der wahren Selbstliebe. Statt in den vertrauten Zug der Selbstverurteilung einzusteigen, darfst Du anerkennen, dass Du gerade eben nicht die perfekte Zen-Meisterin bist.
Als ich diese Gedanken in wilder Eile durch mein Köpfchen jagen sah, musste ich lauthals lachen! Ich habe mich im Geiste ganz kurz von oben betrachtet – so, als wäre ich eine Schauspielerin auf einer Kinoleinwand in einem riesigen Action-Blockbuster.
Ich nenne das den Astronautenblick:
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Du wechselst die Perspektive.
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Du zoomst ganz weit weg, anstatt nah an das Drama heranzugehen.
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Du bekommst eine völlig neue, distanzierte Sicht auf die Dinge.
Da sitzt sie also, die Jeanette, die tagtäglich Klienten in ihrer Praxis und im Online-Coaching erklärt, wie man Stress abbaut und den Verstand beruhigt – und sie scheitert gerade monumental an einer einfachen Tasse Kaffee und einer gehetzten Suche an der Haustür! Diese Situation war so wunderbar absurd, dass ich mich sofort vom Stress in meinem Körper lösen konnte. In Bruchteilen von Sekunden war das Drama verflogen.
Willkommen im Club der Unvollkommenen
Wir dürfen eines nie vergessen: Wir leben hier in der Dualität.
Als Menschen haben wir die absolute Einheit und unser wahres, liebevolles Zuhause erst einmal vergessen. Aber ab und an schimmert es durch. Und der Alltag ist das perfekte Übungsfeld, um uns wieder zu erinnern.
Wenn wir das nicht tun, erstickt unsere Seele in unserem eigenen Perfektionswahn. Selbstliebe bedeutet nicht, dass Dein Heiligenschein immer bombenfest und gerade sitzt. Wahre Selbstfürsorge bedeutet, dass Du Dich selbst mitten im größten Chaos mit einer riesigen Portion Humor, Milde und Mitgefühl umarmst.
Erwarte nicht von Dir, dass Du das direkt in der Sekunde des Schreckens schaffst. Wenn Deine Katze auf den Teppich macht, wird Dich das im ersten Moment aufregen – es stinkt und macht eine Riesensauerei! Aber einen Augenblick später, wenn Du mit dem Lappen in der Küche stehst, kannst Du darüber lächeln. Das ist der heilige Augenblick.
Tausche die krampfhafte Ernsthaftigkeit Deines spirituellen Egos gegen die federleichte Erlaubnis Deines wahren Selbstes ein:
„Ja, ich bin ein unsterbliches, geistiges Wesen. Aber verdammt noch mal, ich mache hier gerade eine zutiefst menschliche, chaotische und unvollkommene Erfahrung!“
Genau deshalb steht die gesamte geistige Welt Spalier, zieht den Hut und applaudiert Dir zu! Weil sie weiß, wie mutig es ist, sich auf dieses Abenteuer Erde einzulassen.
Warum das Ganze?
Manche Menschen behaupten, die Seele würde sich im Vorfeld jedes Drama, jedes Unglück und jeden Schmerz selbst aussuchen. Das ist nicht wahr! Das wäre absurd und brutal. Die Dinge hier passieren einfach, weil sie passieren. Shit happens.
Aber Du entscheidest, wie Du darauf reagierst:
Du kannst oft nicht beeinflussen, was passiert. Aber Du kannst immer entscheiden, wie Du anschließend damit umgehst.
Quäle Dich nicht mit der Frage nach dem „Warum“ – das führt Dich nur immer tiefer in den Dachsbau. Auf das Warum gibt es letztlich nur eine Antwort: Weil Du Dich wieder an die Liebe erinnern und erwachen sollst.
Ein Kurs in Wundern sagt dazu treffend: „Du weißt niemals, wozu dir irgendetwas dient.“ Im Grunde wissen wir als Menschen mit unserem Verstand, unseren Glaubenssätzen und unserem Ego-Denksystem überhaupt nichts. Aber dieses tiefere Wissen glimmt manchmal in uns auf und stärkt unsere Resilienz. Sobald wir das erkennen, verliert das Leben diese erdrückende Ernsthaftigkeit und macht plötzlich wieder richtig Spaß!
Dein Notfall-Spickzettel für den nächsten verrutschten Heiligenschein
Wenn Dir das nächste Mal im Alltag die Hutschnur reißt, probiere diesen dreistufigen Plan aus:
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Schritt 1: Atme ein, atme aus. Gib Deinem Heiligenschein die Erlaubnis zur Schieflage. Du musst keine heilige Lichtgestalt mimen. Wenn Du wütend bist, nimm die Wut wahr, anstatt sie sofort wegmeditieren zu wollen. Sie bleibt ohnehin nur ein paar Sekunden in Deinem Gehirn aktiv, um Dich zu einer Handlung zu bewegen. Dass Dein Heiligenschein verrutscht ist, macht Dich wunderbar menschlich! Deinem spirituellen Ego schmeckt das natürlich nicht so sehr, aber es wird drüber weg kommen 😉
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Schritt 2: Nutze den Astronautenblick. Zoom ganz weit raus. Frag Dich ganz ehrlich: Wird diese kaputte Tastatur, diese verpasste Bahn oder dieser blöde Spruch in fünf Jahren noch irgendeine Rolle für Deine Seele spielen? In 99,9 % der Fälle lautet die Antwort: Nö! Es ist nur eine weitere kleine Geschichte auf Deinem Erdenlehrplan.
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Schritt 3: Schmunzle liebevoll über Dein spirituelles Ego. Schau Deinem Verstand einfach bei der Arbeit zu, wie er versucht, den ultimativen Weltuntergang auszurufen. Sag mit einem Augenzwinkern zu ihm: „Vielen Dank für diesen dramatischen Beitrag, liebes Ego. Ich sehe, Du gibst Dir große Mühe, mich zu beschützen – aber ich entscheide mich jetzt trotzdem für den Frieden.“
Willkommen im Club der Unvollkommenen!
Wir sind nicht hier, um eine fehlerfreie, glattpolierte Performance abzuliefern. Wir sind hier in dieser Schule des Lebens, um inmitten des ganz normalen Wahnsinns zu lernen, die Waffen des Egos gar nicht erst aufzugreifen.
Der Sinn Deines Lebens liegt nicht darin, dass Dir nie wieder ein Fehler unterläuft. Der Sinn liegt darin, wie schnell Du bereit bist, Dir selbst zu vergeben, wenn es passiert ist.
Der Weg ins Licht führt immer mitten durch unsere eigene, menschliche Unvollkommenheit. Also rück Deinen Heiligenschein einfach immer und wieder mit einem Schmunzeln gerade – verlieren kannst Du ihn sowieso niemals!
Schenk Dir selbst das nächste Mal im Spiegel oder beim Vorbeigehen an einem Schaufenster ein liebevolles Augenzwinkern. Bleib einfach kurz stehen, lächle Dich an und geh entspannt weiter auf Deinem Weg der Selbsterkenntnis.
Schön, dass es Dich gibt! Bleib echt, bleib locker und nimm das Drama nicht so ernst.
Alles, alles Liebe für Dich,
Deine Jeanette
von Jeanette Richter | 17/05/2026 | Psychologie trifft Spiritualität |
Manchmal gestalten wir unser Äußeres um, damit wir uns im Inneren wieder wohlfühlen. In meiner Praxis in Lingen gab es gerade so ein Makeover – frische Farben, neue Energie, ein Raum, der zum Durchatmen einlädt. Doch während ich die Wände strich, wurde mir wieder einmal klar: Ein schöner Raum ist wundervoll, aber der wahre Frieden findet nicht an den Wänden statt, sondern in unserem Geist.
Oft versuchen wir nämlich nicht nur unsere Zimmer, sondern unser ganzes Leben, unsere Zukunft und unsere Mitmenschen zu „streichen“ und zu kontrollieren. Wir ziehen uns eine unsichtbare Ritterrüstung an, um gegen alles gewappnet zu sein. Doch genau dieser Schutz ist es, der uns am Ende den Atem raubt. Aber wie wäre es, wenn wir die Kontrolle loslassen könnten? Darum geht’s …

Hast Du es schon gewusst?
Wir alle laufen oft den ganzen Tag mit dieser unsichtbaren Rüstung durch die Gegend. Eine, die bei jedem Schritt und Tritt scheppert. Wir wappnen uns gegen Angriffe von außen: gegen den Chef, gegen die blöde Bemerkung der Nachbarin oder gegen das, was die Nachrichten uns wieder um die Ohren hauen.
Wir glauben, wenn wir nur gut genug planen und uns gegen alles und jeden absichern, dann wird uns nichts passieren. Und wenn uns einer dumm kommt, dann können wir uns ja immer noch verteidigen, oder?
Doch es gibt eine Wahrheit, die unseren inneren Kontrollfreak erst einmal schlucken lässt:
„Wenn ich mich verteidige, werde ich angegriffen.“ (Lektion 135, Ein Kurs in Wundern)
Das klingt erst mal paradox. Man denkt doch: „Wenn ich mich nicht verteidige, bin ich erst recht die Zielscheibe!“ Aber schauen wir uns das mal genauer an.
Warum Deine Rüstung Dich eigentlich stresst
Stell Dir vor, Du gehst in voller Rittermontur zum Supermarkt. Das Ding wiegt 40 Kilo, Du schwitzt wie ein Elch, und durch das Visier siehst Du nur einen ganz schmalen Schlitz. Du bist so damit beschäftigt, Dein Blech festzuhalten, dass Du gar nicht merkst, wie die Sonne scheint oder dass Dich jemand anlächelt.
In der Psychologie nennen wir das Hypervigilanz. Dein Nervensystem ist im Dauer-Alarm. Du scannst alles nach Gefahren ab: „Was könnte schiefgehen? Wie muss ich mich verhalten, damit niemand merkt, dass ich eigentlich gerade total unsicher bin?“
Das Problem ist: Wer eine Rüstung trägt, signalisiert der Welt: „Ich erwarte einen Angriff!“ Und die Psychologie der Resonanz zeigt uns: Menschen reagieren auf Deine Abwehrhaltung oft erst recht mit Widerstand. Dein Stress ist also eigentlich nur das Geräusch Deiner Rüstung, die am Boden schleift.
Planen ist oft nur eine Form von Angst
Hand aufs Herz: Wie viel Zeit verbringst Du damit, die Zukunft zu planen? Du organisierst, Du strukturierst, Du versuchst, das Leben in Deine Boxen zu pressen. Das tun wir alle! Aber was wäre, wenn wir den Kontrollgriff heute mal ein bisschen lockern?
Ein geheilter Geist lässt sich führen. Ein ungeheilter Geist will führen.
Oder anders ausgedrückt:
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Der geheilte Geist (unser Vertrauens-Profi) ist im Empfangs-Modus: Er bekommt die Impulse und geht dann einfach los.
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Der ungeheilte Geist (unser Drama-Regisseur) ist im Organisations-Wahn: Er will alles selbst managen, weil er glaubt, das Universum kriegt ohne seine To-Do-Liste gar nichts auf die Kette.
Wir planen oft, weil wir der Wahrheit in uns nicht vertrauen. Wir glauben, wir müssten das Steuer selbst in der Hand behalten, weil wir sonst gegen die Wand fahren. Das ist die klassische Kontrollillusion. Denn mal ehrlich – wann ist das Leben jemals exakt nach Deiner To-Do-Liste verlaufen?
Dieser ständige Versuch, die Gegenwart nach Deinen Wünschen zu biegen, ist wie das Wühlen in altem Papier. Du suchst nach Sicherheit in Deinen Plänen, während der Jackpot – Dein innerer Friede – längst in Deiner Tasche liegt.
Dein wahres Selbst braucht keine Security
Die Wahrheit ist: Das, was Du wirklich BIST, kann gar nicht angegriffen werden. Dein Körper kann mal zwicken, die Haut vor sich hinrunzeln und die Politik gibt ihr Bestes – aber Dein innerer Kern ist unzerstörbar.
Ein geheilter Geist plant nicht mehr krampfhaft. Er empfängt. Er wartet auf die Impulse und führt sie dann aus. Das klingt für uns Macher-Typen erst mal gruselig, aber eigentlich ist es die totale Erleichterung: Du musst dieses Leben nicht allein managen!
Die neue Strategie: Das „Navi“ übernehmen lassen
Was passiert eigentlich, wenn Du die Rüstung im Schrank lässt und aufhörst, Dein Leben wie einen militärischen Einsatz zu planen?
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Vom Kontrolleur zum Beifahrer: Der ungeheilte Geist will immer selbst am Steuer sitzen und bekommt Schweißausbrüche bei jeder Umleitung. Der geheilte Geist lehnt sich zurück. Warum solltest Du Dich mit dem Navi streiten, wenn es die Staus schon sieht, bevor Du den Motor anlässt?
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Die „Waffenruhe“ im Kopf: Anstatt zu überlegen, wie Du dem anderen Paroli bietest, probier mal das: Gar nichts tun. Lass die Argumente im Köcher. In der Psychologie wissen wir, dass Widerstand immer Gegen-Widerstand erzeugt. Wenn Du wehrlos bleibst, hat der Angriff des anderen kein Ziel mehr. Puff – weg ist die Energie!
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Vertrauen statt To-Do-Wahn: Wenn Du die Rüstung ablegst, merkst Du erst, wie viel Kraft Du hast. Du darfst darauf vertrauen, dass Dir im richtigen Moment genau der Satz oder die Idee einfällt, die Du brauchst. Das ist kein ignorantes „Mir doch egal“, sondern das Verständnis, dass Du sicher bist, egal was im Außen für ein Sturm tobt.
Das Ergebnis: Der Friedens-Flow
Wenn Du aufhörst, Dich ständig zu verteidigen, wird Dein Gang geschmeidiger. Du musst nicht mehr als Dein eigener Bodyguard durch die Welt laufen. Du merkst, dass das ganze Drama da draußen Deinen wahren inneren Kern gar nicht berühren kann.
Du bist sicher. Nicht, weil Du die Welt kontrollierst, sondern weil Du aufgehört hast, gegen die Wahrheit Deiner Wirklichkeit zu kämpfen. Das ist gelebtes Stressmanagement. Es lebt sich ohne 40 Kilo Blech am Körper nämlich viel leichter!
Ein kleines Glossar für Dein Verständnis:
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Ungeheilter Geist: Der hysterische Beifahrer (Ego), der alles kontrollieren will.
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Geheilter Geist: Der entspannte Draht nach oben (Höheres Selbst), der Impulse empfängt.
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Seele / Wahre Identität: Das Goldstück, das Du im Kern bist und das niemals in Gefahr war.
Möchtest Du tiefer in diese Themen eintauchen? Dann lade ich Dich herzlich zum Zeitwellen-Café ein. Wir treffen uns immer am ersten und dritten Sonntag im Monat um 10 Uhr live via Zoom, um gemeinsam neue Sichtweisen zu entdecken.
Hier geht’s zur Anmeldung für das Zeitwellen-Café
Alles Liebe,
Deine Jeanette 🌸
von Jeanette Richter | 03/05/2026 | Psychologie trifft Spiritualität |
Ich weiß, dass Du das auch kennst … das mit dem „Bin ich gut genug?“. Das allein ist ja schon eine witzige Frage, wenn sie so solo da steht ohne Kontext. Aber manchmal haben wir tatsächlich ganz tief in uns vergrabene Glaubenssätze, die erst ans Licht befördert werden, wenn der Kontext passt.
Wenn wir echten inneren Frieden finden wollen, müssen wir verstehen, dass dieser Wert nicht im Außen liegt. In meiner Arbeit begegnet mir diese Suche ständig. Es geht darum, den Suchfehler im System zu finden und zu bemerken, dass wir eigentlich schon am Ziel sind.
Die Suche in der Altpapiertonne
Stell Dir das mal so vor. Die Frage, ob Du gut genug bist oder nicht, ist ungefähr so, als würdest Du seit Stunden mit hochrotem Kopf in einer riesigen Altpapiertonne wühlen. Kopfüber steckst Du in der Tonne. Du suchst verzweifelt nach einer Quittung, einer Bestätigung oder irgendeinem Beweis dafür, dass Du „gut genug“ bist.
Um Dich herum fliegen Rechnungen, alte To-Do-Listen und die Erwartungen anderer Leute. Du bist verschwitzt, völlig gestresst und denkst: „Wenn ich dieses eine Blatt Papier nicht finde, dann war alles umsonst!“
Und während Du da so im Müll Deiner Sorgen wühlst, steht das Leben oder Dein Geistführer direkt hinter Dir, tippt Dir sanft auf die Schulter und flüstert Dir liebevoll ins Öhrchen:
„Heyyyy Schnuggi, hör auf zu wühlen. Guck mal in Deine Tasche. Da liegt der Jackpot-Schein, nachdem Du so lange gesucht hast. Er gehört Dir schon längst – Du hast ihn nur völlig vergessen, während Du Dich mit dem Altpapier des Lebens beschäftigt hast.“
Warum wir so schwer Seelenfrieden finden
Jaja … wir alle leiden immer mal wieder unter dem „Ich-muss-das-endlich-hinkriegen-Syndrom“. Das ist sehr anstrengend. Wir rackern uns ab wie blöde! Wir glauben, spirituelles Wachstum oder ein ruhiger Geist sei etwas, das wir uns hart erarbeiten müssten. Ohne Fleiß ja bekanntlich kein Preis!
Und so suchen wir unseren Wert im Außen, in unseren Leistungen oder in der Anerkennung anderer – also quasi im Altpapier des Lebens. Obwohl wir eigentlich wissen, dass es dort nicht zu finden ist, tappen wir immer wieder in die gleiche Falle.
Kleiner Tipp: Ärger Dich nicht darüber! Bemerk es einfach und dann lach drüber!
Denn die Wahrheit ist viel entspannter:
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Dein innerer Frieden ist kein Ziel, das Du erreichen musst. Er ist Deine Grundausstattung.
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Du bist nicht hier, um Dich würdig zu schuften, sondern um zu bemerken, dass Du bereits mit allem ausgestattet wurdest, was Du brauchst.
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Was Du in Wahrheit willst, ist bedingungsloser Frieden und Ruhe im Kopp.
Wenn die Realität zuschlägt (Pippi & Politik)
Schön! Leichter gesagt, als getan mit den ganzen Wühlereien. Wenn dann noch der Körper weh tut, das Alter der Haut einen vertrockneten Faltenlook verpasst, Du dreimal nachts raus musst, um Pippi zu machen und dann Dein Nachbar auch noch fiese Kinder hat …
Nicht zu vergessen die ganzen Sorgen und Grübeleien um das Wetter und die Politik und warum eigentlich die Welt vor die Hunde geht oder sollen wir doch wieder zurück zur Atomenergie … Leben ist anstrengend, oder?
Doch was wäre, wenn Dein mentaler Stress eigentlich nur das Geräusch des Wühlens ist, das entsteht, wenn Du versuchst, nach etwas zu suchen oder etwas zu werden, was Du im Kern schon längst bist? Ich rede hier nicht von den Herausforderungen von Krankheit, Alter und Ängsten, sondern von den täglichen Gedanken, die uns unser Leben vermiesen.
Die Strategie: Vom Wühl-Stopp und Cash-Out
Vor ein paar Tagen habe ich einen wundervollen Satz von Guido Ludwigs gehört:
„Nichts ist so vergänglich wie ein Gedanke, der keine Aufmerksamkeit bekommt!“
Der Hit, oder? Anstatt heute zu versuchen, Deine Probleme mit noch mehr Nachdenken zu lösen, probier mal das hier:
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Der „Wühl-Stopp“: Sobald Du merkst, dass Deine Gedanken kreisen (das Altpapier!), sag Dir: „Stopp. Hier drin liegt nichts, was mich wirklich glücklich macht.“
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Die Hilfe annehmen: Du musst dieses Leben nicht allein managen. Es gibt eine Intelligenz, die Deine Zellen steuert. Vertrau darauf, dass sie auch Deinen Alltag hinkriegt. Wie Du das nennst, ist doch wumpe!
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Dankbarkeit als Cash-Out: Dankbarkeit ist der Moment, in dem Du den Lottoschein am Schalter Deiner eigenen Haustür vorzeigst. Wenn Du Danke sagst, erkennst Du an, dass Du bereits reich beschenkt bist. Das verändert Deine Chemie im Körper sofort.
Aber was ist mit den Despoten und Machthabern?
Wenn Du begreifst, dass Du in Wahrheit „safe“ bist, verändert sich Dein Gang. Aber jetzt fragst Du Dich bestimmt: „Aber Jeanette, was ist denn mit all den Despoten, den Mördern und Kriegstreibern?“ Ja … sehr gute Frage.
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Das „Irrenhaus-Gleichnis“: Stell Dir vor, Du gehst durch eine geschlossene Abteilung. Ein Patient hält sich für eine Teekanne und beschimpft Dich. Wärst Du sauer? Wahrscheinlich nicht. Ein Despot ist ein zutiefst geistig verwirrter Mensch, der den Kontakt zu seiner wahren Quelle komplett verloren hat.
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Form vs. Inhalt: In unserer Welt (der Formen) gibt es Taten, die schrecklich sind und die wir stoppen müssen. Aber auf der Ebene des Inhalts (der Seele) gibt es nur zwei Dinge: Liebe oder ein Ruf nach Liebe.
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Groll bestraft nur Dich: Dein Hass bestraft nur Dich selbst. Dein Blutdruck steigt, Dein Frieden ist weg. Wenn Du sagst: „Diese Person ist ein Monster“, dann baust Du eine Welt auf, in der Monster existieren können.
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Sonne und dicke Wolken: Das wahre Wesen jedes Menschen ist die Sonne. Ein Mörder hat dicke, schwarze Gewitterwolken davor geschoben. Die Sonne dahinter ist immer noch da, sie ist nur gerade völlig „unbesuchbar“.
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Sodele … hast Du’s bemerkt? Das war Ein Kurs in Wundern in Alltagssprache. Diese radikal entspannte Sichtweise ist der Kern aus Lektion 123 und genau mit so etwas beschäftigen wir uns jeden 1. und 3. Sonntag um 10 Uhr im Zeitwellen-Café. Willst Du mal dabei sein? Dann klick hier: https://tidycal.com/zeitwellen/zeitwellen-cafe
Alles Liebe
Deine Jeanette 🌸
von Jeanette Richter | 09/02/2026 | 2026, Ein Kurs in Wundern |
Heute üben wir Lektion 40 aus Ein Kurs in Wundern: „Du bist gesegnet als Sohn Gottes.“
Allein dieser Satz kann innerlich schon eine kleine Diskussionsrunde eröffnen. Kommt Dir das zu groß vor? Zu religiös? Zu weit weg von Deinem echten Leben mit all seinen Rücken- und Kopfschmerzen, dem ganzen Termindruck und diesem einen Gedanken, der nachts um drei einfach nicht die Klappe hält?
Dann lass uns diesen Satz einmal entknoten.
Was „Sohn Gottes“ hier wirklich meint
In Ein Kurs in Wundern ist „Sohn Gottes“ kein Titel für Auserwählte. Es ist kein männliches Bild und schon gar kein spirituelles Abzeichen. Gemeint ist etwas sehr Grundlegendes: Dein Ursprung. Deine Verbundenheit. Dein Dazugehören.
Oder anders gesagt:
- Du bist nicht zufällig hier.
- Nicht abgeschnitten vom Leben.
- Nicht getrennt von dem, was Dich trägt.
Der Kurs benutzt dafür diese Sprache – wir dürfen sie übersetzen.
In Alltagssprache heißt das zum Beispiel:
- Du bist Teil des Ganzen
- Du bist nicht kaputt
- Dein Wert ist nicht verhandelbar
Der buddhistische Lehrer Thich Nhat Hanh hat es so formuliert:
„Du bist nicht eine Welle im Ozean. Du bist der ganze Ozean in Bewegung.“
Gesegnet sein – jenseits von Weihrauch & Pathos
„Gesegnet“ wird oft missverstanden.
Es bedeutet nicht, dass immer alles glattläuft.
Es heißt nicht, dass es keine Krisen gibt oder keine Erschöpfung.
Segnen heißt ursprünglich:
– etwas wohlwollend ansehen
– jemandem Gutes zusprechen
– Leben Raum geben
Ein Segen im Alltag kann ganz unspektakulär aussehen:
– Du erlaubst Dir eine Pause, obwohl noch Dinge offen sind
– Du sprichst innerlich freundlicher mit Dir
– Du reagierst einmal weniger scharf als sonst
– Du nimmst Dich ernst, ohne Dich wichtig zu machen
Vielleicht ist Segnen genau das:
Dem Leben in Dir nicht ständig im Weg zu stehen.
Warum diese Lektion Stress leiser macht
Stress nährt sich aus dem Gefühl, getrennt zu sein.
Allein verantwortlich.
Dauernd zu wenig.
Lektion 40 erinnert Dich daran, dass Du getragen bist, auch wenn Du Dich gerade nicht so fühlst. Dass Du nicht erst etwas werden musst, um wertvoll zu sein.
Und dass Dein innerer Druck oft aus dem Vergessen kommt – nicht aus der Realität.
Oder wie der Mystiker Meister Eckhart sagte:
„Gott ist näher bei mir als ich mir selbst.“
Vielleicht ist genau das der Kern dieser Lektion:
Nicht höher. Nicht weiter.
Sondern näher.
Und manchmal beginnt Segen genau da – wo Du aufhörst, Dich selbst zu übergehen 💛
von Jeanette Richter | 13/07/2025 | Psychologie trifft Spiritualität |
Kennst Du das? Du liegst nachts wach, während das Gedankenkarussell seine Runden dreht. Du spielst Gespräche durch, überlegst, was Du hättest anders sagen können. Oder Du sorgst Dich um Dinge, die noch gar nicht passiert sind. Das Grübeln scheint eine seltsame Eigendynamik zu entwickeln – je mehr Du es stoppen willst, desto lauter wird es.
🎧 Lieber hören statt lesen?
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✨ Oder lies einfach weiter …
Grübeln stoppen: Frieden ist der bessere Plan
Sicherlich kennst Du das auch: Dein Kopf rattert und rattert wie eine alte Waschmaschine im Schleudergang. Du bist eigentlich müde, möchtest abschalten, endlich schlafen. Aber da liegst Du – starrst an die Decke und denkst:
„Hätte ich doch gestern nicht das gesagt … oder im Gespräch mit meiner Kollegin anders reagiert … Was, wenn ich es morgen wieder versemmel? Was wird nur aus dieser Welt? Ich hab so Angst …“
Willkommen im Grübelkarussell. Einmal eingestiegen, dreht es sich unaufhörlich. Nur leider gibt es scheinbar keinen Ausgang.

Das Problem mit dem Grübeln
Ich stelle mir das immer so vor:
Das Problem, mit dem sich mein Verstand gerade beschäftigt, schicke ich in meiner Vorstellung in ein Labyrinth. Dumm nur, dass ich vorher alle Ausgänge verbarrikadiert habe. Selbst wenn die Lösung schon gefunden ist – sie kommt nicht mehr raus. Mein Kopf ist einfach zu laut, zu voll, zu beschäftigt.
Und genau hier schleicht sich ein weiser Gedanke ein, der alles verändern kann:
„Ich lege die Zukunft in Gottes Hand.“ (Lektion 194 aus Ein Kurs in Wundern)
Gott hält Deine Zukunft, ebenso wie er Deine Vergangenheit und Deine Gegenwart hält. Von Dir wird nur eines verlangt: die Zukunft loszulassen und sie in Gottes Hand zu legen.
Klingt einfach, oder? Aber genau das ist es, was uns oft so schwerfällt. Wir wollen es selbst hinkriegen. Wir wollen die Lösung erarbeiten. Also nutzt der Verstand eine seiner Lieblingsfähigkeiten: das Grübeln.
Doch Grübeln ist keine Superkraft. Es ist eine Sackgasse.
Warum Grübeln nicht hilft
Dein Gehirn ist ein fantastisches Werkzeug. Es kann Lösungen finden, Pläne schmieden, Dich sicher über die Straße führen. Aber beim Grübeln überschreitet es seine Kompetenzen.
Es versucht, Probleme zu lösen, die noch gar nicht existieren – oder die längst vorbei sind. Grübeln ist wie ein Navigationsgerät, das ständig „Neuberechnung…“ ruft, weil es sich im Kreisverkehr verirrt hat.
Und während Du kreiselst, passiert das hier:
❌ Frieden geht verloren.
❌ Dein Nervensystem steht unter Dauerstress.
❌ Dein Kopf fühlt sich schwer und schwirrend an.

Drei Schritte raus aus dem Grübelkarussell
1️⃣ Gib das Steuer ab
Stell Dir vor, wie Du all das, was Dich gerade stresst, in Gottes Hand legst. Oder in die Hand eines liebevollen Wesens, das für Dich einsteht: Dein Engel, Dein höheres Selbst oder wie auch immer Du Dir das Göttliche vorstellst.
Sag leise:
„Ich lege die Zukunft und alle Sorgen, die ich jetzt zu haben scheine, in Deine Hände. Ich vertraue.“
2️⃣ Komm in Bewegung
Grübeln funktioniert erstaunlich schlecht, wenn Du Dich bewegst. Steh auf, schüttle Deine Arme aus, tanze durch die Küche oder geh eine Runde spazieren. Dein Körper signalisiert Deinem Geist: „Hier passiert etwas Neues. Es ist okay, die Gedanken loszulassen.“
3️⃣ Sprich mit Deinem höheren Selbst
Frag Dein inneres Wesen:
„Was würde mein innerer Frieden jetzt tun?“
Und lausche der Antwort. Vielleicht hörst Du nur ein leises: „Vertrau. Atme. Lass los.“ – und das genügt.
Frieden ist der bessere Plan
Grübeln ist wie ein Hamsterrad: Du strampelst, aber kommst keinen Zentimeter voran. Frieden hingegen ist wie ein Fluss, der Dich trägt – ohne dass Du Dich abstrampeln musst.
Lockere heute den Griff. Öffne Deine Handflächen und gib alles ab: die schönen Dinge und die schweren. Alles. Du musst es nicht alleine tragen.
Atme tief durch und sag:
„Ich lege das jetzt in Gottes Hand.“
Und dann spür, wie das Karussell in Deinem Kopf langsamer wird … bis es vielleicht ganz stehen bleibt.
Einladung
Möchtest Du mehr Inspiration? Dann folge mir auch auf meinem Telegram-Kanal, wo ich täglich die Lektionen aus Ein Kurs in Wundern teile – ganz pur, ohne Schnickschnack. Wie immer mit viel Humor und ganz nah dran an Deinem Leben.
Viel Freude beim Zuhören und alles Liebe. Deine Jeanette 🌸
💌 Dein kostenfreier Grübelstopp-Minikurs
Wenn Du merkst, dass das Gedankenkarussell Dich immer wieder festhält – ganz gleich, ob tagsüber oder mitten in der Nacht – dann lass Dich in den nächsten fünf Tagen von mir begleiten.
Mit meinem Grübelstopp-Minikurs bekommst Du 5 Tage eine kurze, liebevolle E-Mail mit einfachen Übungen und Impulsen, die Dir helfen, das Grübeln loszulassen und wieder in die Ruhe zu kommen. ✨ Melde Dich hier kostenfrei an und mach den ersten Schritt raus aus dem Gedankenstrudel: 👉 Grübelstopp-Minikurs starten