Was tust Du, wenn Du ein dunkles Zimmer betrittst? Du suchst nach dem Lichtschalter. Warum?
Weil Du in der Dunkelheit nix sehen kannst. Alles erscheint Dir verschwommen, dĂŒster und vielleicht sogar auch beĂ€ngstigend. Doch dann knipst Du das Licht an und das, was vorher so bedrohlich wirkte, siehst Du plötzlich ganz anders.
Es ist, als ob die Sonne nach einem langen Regentag endlich wieder durch die Wolken bricht und uns ihre strahlenden Strahlen schenkt. Ja, wenn Du Dein inneres Licht anknipst, dann erinnerst Du Dich daran, dass Du mehr bist, als Deine Ăngste und Sorgen. Diese Lektion ermutigt Dich, Leben und Tod mit neuen Augen zu sehen.
Sie fordert uns heraus, ĂŒber unsere begrenzte menschliche Perspektive hinauszublicken und die tieferen Wahrheiten des Lebens zu erkennen. Statt den Tod als das Ende zu betrachten, können wir lernen, ihn als Ăbergang zu verstehen – eine RĂŒckkehr zum Licht, von dem wir gekommen sind.
Also, wie können wir diese Lektion in unserem tÀglichen Leben umsetzen?
Nun, wie wĂ€re es mit einer kleinen Ăbung? Setze Dich an einen ruhigen Ort, schlieĂe die Augen und atme tief ein und aus.
Stelle Dir vor, wie das Licht um Dich herum strahlt und jede Dunkelheit vertreibt.
Lasse dieses Licht in Dein Herz eindringen und spĂŒren, wie es Dich mit Liebe und Frieden erfĂŒllt. In diesem Moment kannst Du erkennen, dass Du Teil dieses strahlenden Lichts bist, das niemals erlischt.
Also, lasst uns das Licht in unserem Leben willkommen heiĂen und uns daran erinnern, dass wir immer von dieser göttlichen Quelle des Lichts umgeben sind.
Möge es uns Kraft geben, uns durch schwierige Zeiten zu fĂŒhren und uns daran erinnern, dass wir mehr sind als unsere begrenzten Körper. Das Licht ist gekommen – lasst uns es strahlen lassen!
In diesem Sinne wĂŒnsche ich Dir ein strahlendes und erfĂŒlltes Leben, voller Liebe, Frieden und Licht!
Wenn Du mir schon eine Weile folgst bzw. den Letter abonniert hast, weiĂt Du vermutlich, dass ich mich gerade in Teneriffa aufhalte. Ich genieĂe das Sein. 1,5 Wochen sind schon rum, doch 2,5 Wochen liegen noch vor mir.
Und ich werde wiederkommen … also nach Hause und … wieder hierher. Ich hab mich in Teneriffa schockverliebt, denn auf der einen Seite ist es potthĂ€sslich und auf der anderen Seite traumhaft schön. Eine Insel der absoluten GegensĂ€tze.
Es sind die zwei Seiten, die mich ansprechen – wie im richtigen Leben, wie in uns. Und die Erwartungen, die ich sehr wohl hatte, wurden bei weitem ĂŒbertroffen, doch danach sah es am Anfang zunĂ€chst gar nicht aus …
Als ich gerade damit beginnen wollte, Dir zu schreiben, beobachtete ich einen Vogel. Keine Ahnung, was das fĂŒr einer war, aber er nutzte die Thermik, um sich höher und höher treiben zu lassen. Es war schön, ihm zuzuschauen. Vielleicht war es auch ne sie … ich weiĂ es nich.
Und hier ist es irgendwie so Ă€hnlich und im Leben sollte es auch so sein. Sich einfach mal treiben lassen, weniger planen und einfach mal sich dem ĂŒberlassen, was sich zeigt. Nichts tun und das aktiv!
Sich dem Ăberlassen, was sich zeigt!
Ok, bei schönem Wetter geht’s uns ja meistens gut. Mir auch, deshalb bin ich ja unter anderem hier. Es macht was mit mir – die Sonne, das Meer, die Wellen … das sich treiben lassen.
Doch eine Frage stelle ich mir schon jetzt?
Werde ich das auch mit nach Hause mitnehmen können?
Ich denke, dass es jedem oder vielen von uns so geht, wenn sie an einem anderen Ort besondere Erfahrungen machen, die sich vom Alltagstrott abheben. Man will es hinĂŒberretten, eigentlich will man sich selber retten. Sich mehr der Leichtigkeit hingeben und sich weniger Sorgen machen.
Im Schrank meines Studios steht ein Buch. Nix besonders, halt so ne UrlaubslektĂŒre – was Leichtes, aber lustig.
Da erzĂ€hlt Georgina, dass sich Sorgen machen auch nicht lohne … denn es kommt sowieso, anders als man denkt. Ihr Vater stirbt, plötzlich … sie verliert ihren Kellnerjob, den sie nie gerne ausĂŒbte und dann erwischt sie ihren Freund noch mit ner anderen im Bett.
Du siehst … eine nette UrlaubslektĂŒre.
Ich machte mir auch Sorgen bzw. war aufgeregt … wird das alles klappen, mit dem Flug, mit dem Mietauto … wird es mir gefallen? Klappt es zu Hause mit dem Mietzies?
Entspannt geht anders … aber nun ja … wenn einer eine Reise tut, und das seit zig Jahren die erste lĂ€ngere, dann is das halt so.
Das Studio sah auch anders aus, als auf den Fotos und mein Kopp rannte seinen eigenen Erwartungen hinterher. Bis … ja bis … ich in den Akzeptanz-Modus umschalten konnte und den Dingen ihren Lauf lieĂ.
Warum schreibe ich Dir das?
Weil Angst meine Reisebegleiterin war und Dir vermutlich auch gerade am Popo klebt.
Angst reist so lange in Deinem Leben mit, bis Du Dich ihr stellst. Und sie hat viele Namen und trĂ€gt genauso viele Gesichter wie Stress. Sie verkleidet sich als Unruhe, Anspannung, NervositĂ€t, Gereiztheit, Sorgen machen, GrĂŒbelneigung, Ărger, SchuldgefĂŒhle, Groll usw.
Sie klebt an uns. Still und heimlich hat sie sich eingeschlichen als blinder Passagier.
Doch in Lektion 14 aus Ein Kurs in Wundern heiĂt es:
„Die Welt, die Du siehst, hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Sie ist Dein eigenes Machwerk, und sie existiert nicht!“
Was also tun?
Stell Dich ihr. Lauf nicht weg vor ihr, denn sie ist schneller. Und dann nimm alle GefĂŒhle an, … all das Unangenehme nimmst Du zu Dir. Du hast es unbewusst bestellt, unbewusst erschaffen. Jetzt bestellst Du es wieder ab, indem Du Dich fragst: „WAS MĂCHTE ICH STATTDESSEN?“
Dann lausche auf die Antworten, die aus Deinem Inneren aufsteigen.
Du hast einem Umstand eine Bedeutung gegeben, der sich fĂŒr Dich nicht angenehm anfĂŒhlte. That’s it! Jetzt korrigierst Du Deine Wahrnehmung.
Das Leben hat Dir etwas prÀsentiert, was Dir nicht gefÀllt? Interessanter Aspekt. Was hast Du Dir denn da ausgesucht? Is ja spannend.
Nichts in dieser Welt ist so, wie es erscheint. Und ALLES, was Du in dieser Welt siehst, einschlieĂlich Deiner Selbst und Lieschen MĂŒller hat nichts, aber auch gar nix mit der Wirklichkeit zu tun.
Du siehst nur Deine Projektionen, die Bilder, die Du auf die Welt geschrieben hast.
Lektion 14: „Gott hat keine bedeutungslose Welt erschaffen. Er hat diesen Krieg nicht erschaffen. Er hat dieses UnglĂŒck nicht erschaffen usw. und daher ist es nicht wirklich.
VerÀndere Deine Sicht auf die Dinge
Wenn Du das erkennst, dann kippt Deine Wahrnehmung plötzlich. Und Du kannst das, was Dich irritiert hat, einfach umdeuten. So geht innerer Frieden!
Es ist nur eine Entscheidung! Du und ich werden das wieder vergessen, wie das geht … aber wir werden uns auch wieder daran erinnern, wie das geht. Das ist reine Ăbungssache! …
Als ich im Zimmer stand und es nicht so aussah, wie ich erwartet hatte, fing ich an umzudekorieren.
Das kannst Du auch!
Etwas lĂ€uft nicht so, wie Du es Dir wĂŒnscht? Dekorier es um!
Du kannst das, denn Du trÀgst diese FÀhigkeit in Dir. jetzt nutzt Du sie! Deshalb dankst Du der Situation, die Dich in Aufregung versetzt hat.
Wenn Du Dir Deine eigene Hölle erschaffen hast, dann ist diese nur in Deinem Kopf. Sie existiert nicht wirklich! Niemals! Das erscheint Dir nur so!
Solltest Du Lust auf weitere OberstĂŒbchen-Swiffer haben, dann schau gerne hier vorbei.Jeden Tag gibt es einen neuen Gedankenimpulse aus Ein Kurs in Wundern, der Dir bei einem befreienden Perspektivwechsel helfen kann.
Alles Liebe fĂŒr Dich und glaub nicht alles, was Du denkst! đ Deine Jeanette
P. S.: Eins noch. Ich habe mir dieses Studio ja unter anderem deswegen ausgesucht, weil die Vermieterin oben drĂŒber wohnt und in den Bewertungen gesagt wurde, dass sie sehr hilfsbereit sei. Hilfsbereit ist gar kein Ausdruck. Nun ja … sie hat mich in ihr Herzchen geschlossen und ich sie in meins. Und auĂerdem war sie mal Köchin … muss ich mehr sagen? Jeanetti bekommt wieder was zu futtern und lernt mit ihr spanisch. đ Danke Universum. Danke!
Der Tod ist fĂŒr viele Menschen die gröĂte Angst. Nicht unbedingt, weil wir konkrete Vorstellungen davon haben, was nach ihm kommt, sondern weil er sich anfĂŒhlt wie das Ende von allem, was wir kennen. Ende von Beziehungen. Ende von IdentitĂ€t. Ende von Kontrolle. Und ganz ehrlich: Unser Kopf mag keine Enden, bei denen er nicht weiĂ, wie es weitergeht.
Ăngstliche Gedanken kommen oft abends
Vielleicht kennst Du diese Gedanken. Sie kommen gern abends. Oder nachts. Oder genau dann, wenn eigentlich alles ruhig ist. TagsĂŒber ist man beschĂ€ftigt, funktioniert, erledigt Dinge, scrollt, arbeitet, lebt. Und dann, wenn es still wird, meldet sich diese leise Unruhe:
Was, wenn das alles irgendwann vorbei ist?
Wenn ich etwas verpasse?
Und was, wenn ich nicht genug gelebt habe?
Und wÀhrend wir versuchen, diese Gedanken schnell wieder wegzuschieben, taucht manchmal eine andere Frage auf. Nicht laut. Eher vorsichtig. So eine Frage, die man nicht googelt und auch nicht beim Kaffee erzÀhlt.
Was, wenn der Tod ganz anders ist, als ich mir das gerade vorstelle? Was, wenn er mir eigentlich etwas zeigen will?
Dieser Artikel ist keine Anleitung, wie man Todesangst âwegmachtâ. Simsalabim â und weg is sie! Nein!
Er ist eine Einladung, anders hinzuschauen. Mit mehr Weite. Mit ein bisschen Humor. Und mit der Erlaubnis, menschlich zu sein. Denn vielleicht ist die Angst vor dem Tod weniger ein Problem, das gelöst werden muss, und mehr ein Hinweis darauf, dass etwas im Leben gesehen werden will.
Erich KĂ€stner hat einmal geschrieben:
Und je lĂ€nger ich darĂŒber nachdenke, desto wahrer wird dieser Satz.
Wenn wir ehrlich sind, kĂ€mpfen wir oft weniger mit dem Tod selbst als mit dem GefĂŒhl von Kontrollverlust. Der Tod ist nicht planbar. Nicht terminierbar. Nicht absicherbar. Und genau das macht ihn fĂŒr unser SicherheitsbedĂŒrfnis so unerquicklich.
Wir können Versicherungen abschlieĂen, To-do-Listen fĂŒhren, Kalender fĂŒllen und PlĂ€ne machen, aber der Tod hĂ€lt sich nicht an unsere Struktur.
Viele Menschen versuchen deshalb, das Thema möglichst weit wegzuschieben. Man beschĂ€ftigt sich lieber mit âwichtigenâ Dingen. Mit dem nĂ€chsten Projekt. Dem nĂ€chsten Urlaub. Dem nĂ€chsten Ziel.
Und irgendwann merkt man, dass genau dieses Wegschieben die Angst gröĂer macht. Wie ein Hintergrundrauschen, das nie ganz verschwindet.
Akzeptanz heiĂt, aufzuhören, so zu tun, als gĂ€be es den Tod nicht
Akzeptanz ist hier kein groĂes spirituelles Wort, sondern etwas sehr BodenstĂ€ndiges. Akzeptanz heiĂt nicht, den Tod toll zu finden. Akzeptanz heiĂt, aufzuhören, so zu tun, als gĂ€be es ihn nicht. Es ist ein bisschen so wie mit schlechtem Wetter. Wenn ich mich den ganzen Tag darĂŒber aufrege, dass es regnet, werde ich nass und schlecht gelaunt. Wenn ich akzeptiere, dass es regnet, ziehe ich mir eine Jacke an und gehe trotzdem raus.
Viele Menschen berichten, dass allein der Gedanke âJa, ich werde sterbenâ zunĂ€chst Angst macht, dann aber etwas Ăberraschendes auslöst. NĂ€mlich Ruhe. Nicht sofort. Nicht dramatisch. Aber schleichend. Weil man aufhört, innerlich gegen etwas zu kĂ€mpfen, das ohnehin Teil des Lebens ist.
Spannend wird es, wenn wir einen Schritt weitergehen und uns fragen, was diese Endlichkeit eigentlich mit unserem Alltag macht. Oft merken wir dann: Die Angst vor dem Tod ist eng verbunden mit der Angst, nicht richtig zu leben. Nicht klar zu sein. Nicht mutig zu sein. Sich zu verbiegen. Dinge aufzuschieben, von denen man insgeheim weiĂ, dass sie wichtig wĂ€ren.
Ganz alltÀgliche Beispiele
Der Job, der schon lange nicht mehr passt, aber âman kann ja nicht einfachâ. Die Beziehung, in der man sich selbst verloren hat. Die GesprĂ€che, die man nie fĂŒhrt, weil man keinen Streit will. Die TrĂ€ume, die man irgendwann auf âspĂ€terâ verschoben hat, ohne zu merken, dass spĂ€ter kein fester Termin ist.
Wenn wir uns unserer Endlichkeit bewusst werden, bekommen diese Dinge plötzlich Gewicht. Und zwar nicht im Sinne von Druck, sondern im Sinne von Klarheit. Viele Menschen berichten, dass sie im Angesicht der eigenen VergÀnglichkeit ehrlicher werden. Mit sich selbst. Mit anderen. Mit dem, was ihnen wirklich wichtig ist.
Das heiĂt nicht, dass man plötzlich alles hinschmeiĂt und mit einem Rucksack nach Indien reist. FĂŒr manche mag das stimmen, fĂŒr die meisten nicht. Oft sind es die kleinen Verschiebungen, die den Unterschied machen.
Zum Beispiel:
öfter Nein sagen, ohne sich zu rechtfertigen
Zeit mit Menschen verbringen, bei denen man nicht funktionieren muss
Dinge tun, die keine ProduktivitÀt haben, aber Freude machen
aufhören, sich stÀndig selbst zu optimieren, als wÀre man ein Projekt
Todesangst fĂŒhlt sich oft einsam an
Ja tatsĂ€chlich. Wenn man Angst vor dem Tod hat, dann traut man sich kaum, drĂŒber zu reden. Das kann dann innerlich ganz schön einsam machen. Man glaubt, man sei komisch, sensibel oder âzu vielâ.
Dabei ist diese Angst zutiefst menschlich. Der Austausch mit anderen kann unglaublich entlastend sein. Zu merken, dass auch andere nachts wachliegen. Dass auch andere diese Fragen haben. Dass man nicht repariert werden muss.
Gemeinschaft bedeutet nicht, Lösungen zu bekommen. Gemeinschaft bedeutet, nicht allein zu sein mit dem, was schwer ist. Und manchmal reicht genau das schon, um innerlich wieder Boden unter den FĂŒĂen zu bekommen.
Hoffnung spielt dabei eine besondere Rolle. Nicht als billige Vertröstung nach dem Motto âWird schon alles gutâ. Sondern als innere Haltung. Hoffnung heiĂt: Ich muss nicht alles wissen. Ich darf vertrauen, dass das Leben gröĂer ist als meine Angst. FĂŒr manche entsteht diese Hoffnung aus spirituellen Ăberzeugungen, fĂŒr andere aus Erfahrungen, aus Begegnungen, aus Momenten tiefer Verbundenheit.
Menschen mit einer Nahtoderfahrung haben eine andere Sicht auf den Tod und damit das Leben bekommen
Und dann gibt es Menschen, die durch Nahtoderfahrungen oder Berichte darĂŒber eine neue Sicht auf den Tod bekommen. Nicht als Beweis, sondern als Möglichkeit. Als Perspektive. Viele dieser Berichte erzĂ€hlen von Frieden, von Weite, von Verbundenheit. Und selbst wenn man skeptisch bleibt, können sie etwas bewirken: Sie lockern die starre Vorstellung, dass mit dem Tod alles einfach aufhört.
Am Ende geht es vielleicht gar nicht darum, den Tod zu verstehen. Vielleicht geht es darum, das Leben nicht lÀnger aufzuschieben. Die Angst vor dem Tod kann uns daran erinnern, dass dieses Leben jetzt stattfindet. Nicht spÀter. Nicht nach dem nÀchsten Projekt. Nicht nach der nÀchsten Krise.
Sie kann uns lehren, mutiger zu sein. Sanfter mit uns selbst. Und ehrlicher darĂŒber, was wir brauchen und was nicht mehr.
Und wenn Du Dir aus diesem Text nur eine Sache mitnimmst, dann vielleicht diese: Du musst Deine Angst vor dem Tod nicht loswerden, um gut zu leben. Es reicht oft schon, ihr zuzuhören. Denn manchmal zeigt sie Dir nicht das Ende, sondern den Weg zurĂŒck ins Leben.
Jeder kennt das GefĂŒhl von Angst und diese heimliche Beklommenheit, die sich im ganzen Körper ausbreitet, wenn wir an bestimmte angstauslösende Dinge, Situationen oder z. B.: an den eigenen Tod denken. Der Gedanke an den Tod kann ĂŒberwĂ€ltigend sein, und es ist völlig natĂŒrlich, dass wir eine gewisse Furcht davor empfinden. Doch was, wenn ich Dir sage, dass es Wege gibt, die Angst vor dem Tod nicht nur mildern, sondern ihr auch mit einer neuen Perspektive zu begegnen?
In diesem Beitrag möchte ich Dir liebevoll und einfĂŒhlsam aufzeigen, wie Du Deine Sichtweise auf das Lebensende sanft verĂ€ndern und somit die Angst vor dem Tod reduzieren kannst. Gemeinsam werden wir uns auf eine Reise begeben, die uns erlaubt, unsere tiefsten Ăngste zu erkunden und Schritt fĂŒr Schritt in ein GefĂŒhl des Friedens und der Akzeptanz zu verwandeln.
Was ist eigentlich Angst?
Das Wort Angst (griech.: agchein: lat: angere) bedeutet soviel wie âEngeâ, âwĂŒrgenâ oder âdie Kehle zuschnĂŒrenâ. Etwas scheint uns zu erdrĂŒcken. Wohingegen sich das Wort âFurchtâ auf ein konkretes Ereignis bezieht, ist die Angst eher diffus und daher âunkonkretâ.
Das GefĂŒhl der Angst zeigt sich im Körper
durch beschleunigten Herzschlag,
vermehrte SchweiĂabsonderung,
schnellerem oder gestocktem Atemfluss
erweiterte Pupillen
die Sinne sind geschÀrft
Unser Körper stellt sich auf Kampf, Flucht oder Totstellen ein.
Doch die Angst ist nĂŒtzlich, denn sie warnt uns vor möglichen Risiken oder initiiert schon mal Handlungsalternativen fĂŒr die Zukunft. Ohne Angst hĂ€tte die Menschheit evolutionsbiologisch nicht ĂŒberlebt.
Woher kommt die Angst vor dem Tod?
Es gibt viele GrĂŒnde, warum Menschen Angst vor dem Tod haben und eines ist wichtig zu wissen: Jeder hat in seinem Leben schon einmal Angst vor dem Tod gehabt!
Die Angst vor dem Tod resultiert oft aus der Angst vor dem Fremden, dem Unbekannten. Und sie ist ja nicht unbegrĂŒndet, denn wir wissen alle, dass wir sterben werden.
Da beiĂt die Maus keinen Faden ab! Letzten Endes wissen wir nicht wirklich, was uns auf der âanderen Seiteâ erwartet oder wie unser Ăbergang sein wird oder ob danach noch was kommt. Daher liegt es in der Natur des Menschen, dass wir uns vor dem FĂŒrchten, was wir nicht kennen.
Wenn die Angst vor dem Tod jedoch krankhafte ZĂŒge annimmt, spricht man von Thanatophobie (Thanatos = Tod; Phobie = Angst, Furcht). Das ist eine gesteigerte Angst und Beklemmung vor dem Tod im allgemeinen oder dem Sterben.
Die Thanatophobie ist eine Form der Angststörung und deren Behandlung gehört in professionelle HĂ€nde. Kurz gesagt: Jemand, der unter Thanatophobie leidet, stirbt bereits zu Lebzeiten â psychisch und sozial, denn er kann das Leben nicht mehr genieĂen und die Lebensfreude kommt abhanden.
6 mögliche GrĂŒnde, warum Menschen den Tod fĂŒrchten
Angst vor dem Unbekannten
Angst vor der Auslöschung der Person, also Angst vor der Nicht-Existenz.
Sorge um die Hinterbliebenen, gerade wenn es sich zum Beispiel um kleine Kinder oder um schutzbedĂŒrftige Angehörige handelt.
Angst vor einem strafenden Gott oder vor einem Urteil ĂŒber die âLebensfĂŒhrungâ.
Angst vor Krankheit und Siechtum oder dass man vor dem Tod Schmerzen erleiden muss.
…
Welche âStrategienâ nicht wirklich funktionieren
Es hilft wenig, den Tod zu âverklĂ€renâ oder zu romantisieren, noch ist es hilfreich, den Tod zu negieren. Der Tod ist eine Tatsache, an der keiner vorbeikommt.
Die folgenden âStrategienâ sind zwar durchaus verstĂ€ndlich, tragen jedoch nicht wirklich dazu bei, Ăngste in Bezug auf Sterben und Tod zu reduzieren:
das Thema wird totgeschwiegen â man redet nicht darĂŒber
der Tod wird romantisiert oder verklÀrt
der Tod wird negiert
das wirkliche âLebenâ wird auf âspĂ€terâ verschoben (also auf das Jenseits)
starke WissenschaftsglÀubigkeit: der Tod ist das Ende!
starke ReligiositÀt: der Tod ist der Eintritt ins Paradies!
Selbst religiöse Menschen können zu Lebzeiten Angst vor dem Sterben und dem Tod entwickeln, wenn sie es bislang vermieden haben, sich mit dem Tod bewusst auseinanderzusetzen. Denn vor diesem kleinen Zweifel, was wann und wie kommen wird, ist keiner gefeit.
Was daher am ehesten Erfolg verspricht, ist eine bewusste, rationale und auch emotionale Auseinandersetzung mit der Tatsache der Endlichkeit:
offen, mitfĂŒhlend und neugierig.
So gelingt es Dir Schritt fĂŒr Schritt, Deine Angst vor dem Tod zu reduzieren.
Was Du konkret tun kannst, um Deine Angst vor dem Tod zu reduzieren
Wir mĂŒssen akzeptieren, dass der Tod zum Leben dazugehört, sozusagen ein elementarer Bestandteil des Lebens selbst ist.
Viele Millionen Menschen vor uns haben es bereits geschafft! Das sollte Mut machen!
Dem Tod ins Angesicht schauen: Wenn wir den Tod allerdings verdrĂ€ngen und ihn aus unserem Leben ausklammern, dann kommt er irgendwann â ĂŒber kurz oder lang â mit Gepolter durch die HintertĂŒr wieder herein.
Wir können ihm nicht entkommen und daher ist es mehr als vernĂŒnftig, sich schon zu Lebzeiten mit dem Unvermeidlichen zu beschĂ€ftigen. Sich ganz bewusst mit seiner Angst auseinanderzusetzen.
Und jeder auf seine Art. Manche gehen auf den Friedhof, andere sprechen mit Sterbenden und wieder andere meditieren ĂŒber den Tod.
Was auch immer fĂŒr Dich geeignet ist: TU es!
Denn eine Tatsache bleibt bestehen: Du wirst sterben! Das ist todsicher!
Doch wir dĂŒrfen unserer Angst mit MitgefĂŒhl begegnen.
Erfolgsbeispiele aus der Praxis
Eine meiner Klientinnen, Claudia S. (Name geÀndert) hatte zeit ihres Lebens Angst:
Angst vor Krankheit,
Angst vor Siechtum und
Angst vor dem Tod.
Doch sie wollte sich ihrer Angst stellen und war bereit, sich mit ihrer Angst auseinanderzusetzen.
Nach vielen GesprĂ€chen ĂŒber ihre Ăngste, dem Erlernen von Entspannungstechniken und dem âSich-Stellenâ der eigenen VergĂ€nglichkeit absolvierte sie erfolgreich einen Hospizbegleiterkurs. So konnte sie ihre Angst vor dem Tod reduzieren, sodass sie spĂ€ter sogar ihre Mutter beim Sterben auf mitfĂŒhlende Art und ohne Angst begleiten durfte.
Sie sagte spĂ€ter lĂ€chelnd:Â
âDas soll jetzt nicht morbide oder abgefahren klingen, aber das Begleiten meiner Mutter in den Tod war fĂŒr mich das Schönste und BerĂŒhrendste, was ich jemals erlebt habe und ich bin dankbar fĂŒr jeden Augenblick des Dabeiseins!â
Eine andere Klientin â Andrea W. (Name geĂ€ndert) hatte Angst vor dem Verlust der Eltern
Sie entwickelte zunehmend eine Depression, weil ihr mittlerweile ihre destruktiven Gedanken enormen Stress verursachten.
Als sie sich mit ihrer Gedankenwelt, ihren Ăberzeugungen und Grundannahmen ĂŒber das Leben und den Tod beschĂ€ftigte, erhielt sie die Kontrolle ĂŒber ihr Leben zurĂŒck.
SpĂ€ter sagte sie:Â
âIch war gefangen in mir selbst. Heute lass ich mich nicht mehr so leicht durch Dinge, die ich eh nicht Ă€ndern kann, aus der Fassung bringen! Das entspannt total!â
Also bleib entspannt und denk daran: Die Angst vor dem Tod ist immer auch die Angst vor dem Leben.